Sonntag, 23. Oktober 2016

funktionierende Veganexperimente sind langweilig

Das ist wie wenn die Bahn pünktlich ist; das bockt niemanden. Thematisiert werden immer nur Verspätungen, obwohl das ja wohl nicht mehr als 5% aller Züge sein sollten. Gefühlt eher 95%, so wie sich alle drüber aufregen. Ist ja wohl auch die Höhe!! Technik hat zu funktionieren! Menschen dürfen keine Fehler machen! Und wenn Leute vor den Zug hopsen dann ist das ja wohl kein Grund für ne Verspätung!!

Erst wollte ich den Bericht unkommentiert wieder wegklicken; aber dann fand ichs doch doof, bloß ständig über die ganzen unfähigen und peinlichen Zeitungsfuzzies zu lästern, und ein positives Experiment unter den Tisch fallen zu lassen. Deswegen schreib ich jetzt doch drüber, allerdings nur kurz, weils eigentlich nicht viel zu sagen gibt außer: Wenn man sich ein bisschen Mühe gibt, dann klappt's auch.

Die Überschrift lautet zwar "Eine Woche vegan - Ein Selbstversuch zeigt wie schwer die Ernährungsumstellung ist" (gehört da nicht eigentlich ein Komma rein?), Praktikantin Derya macht's aber eigentlich ganz gut. Als erste Hürde wird zwar die Gelatine-Klärung von Fruchtsäften genannt, aber die Kantine hat veganes Mittagsangebot, was sich nicht nur gut anhört, sondern der Autorin auch gut schmeckt.Abends selbst vegan kochen scheint auch kein Problem. Also droht im Gegensatz zu den meisten anderen nicht der vegane Hungertod. Nach drei Tagen hätte sie aber schon mal wieder Bock auf Steak. Und am letzten Tag noch die Herausforderung Geburtstagsfeier; was aber dank veganem Kartoffelsalat und Bulgursalat kein totaler Verzicht ist.

Ihr Fazit: Es ist nicht ganz einfach, nicht einfach alles Leckere essen zu können und inzwischen isst sie wieder fast wie vorher. Angeblich habe die vegane Woche dazu geführt, dass sie einen anderen Bezug zu Essen entwickelt habe, Herkunft und Verarbeitung von Lebensmitteln würden sie jetzt viel mehr interessieren.

Schade, dass es so wenig gebracht hat, obwohl es eigentlich so gut lief. Liegt meiner Meinung nach daran, dass sie sich wahrscheinlich viel mit veganen Nahrungsmitteln und Kochen, nicht aber mit den Gründen für eine vegane Ernährung auseinandergesetzt hat. Es ist verständlich, dass man nicht einfach so auf Kinderschokolade, Nutella, Käsebrezeln und Schinkencroissants verzichtet, wenn man das Zeug nun mal mag (und wer tut das nicht). Erst wenn man vor Augen hat, dass dafür Tiere leiden, hat man eine Motivation. Und ethische Aspekte werden von ihr mit keinem Wort erwähnt.

Hier der Link zum Artikel: *klick*
Mein Menü aus Smoothie, Chili sin Carne mit Soja-Geschnetzeltem, Reis und einem kleinen Salat sieht vielversprechend aus und schmeckt sehr gut. – Quelle: http://www.rundschau-online.de/24946830 ©2016
Menü aus Smoothie, Chili sin Carne mit Soja-Geschnetzeltem, Reis und einem kleinen Salat sieht vielversprechend aus und schmeckt sehr gut. – Quelle: http://www.rundschau-online.de/24946830 ©2016
Menü aus Smoothie, Chili sin Carne mit Soja-Geschnetzeltem, Reis und einem kleinen Salat sieht vielversprechend aus und schmeckt sehr gut. – Quelle: http://www.rundschau-online.de/24946830 ©2016
Eine Woche vegan Ein Selbstversuch zeigt wie schwer die Ernähungsumstellung ist – Quelle: http://www.rundschau-online.de/24946830 ©2016
Eine Woche vegan Ein Selbstversuch zeigt wie schwer die Ernähungsumstellung ist – Quelle: http://www.rundschau-online.de/24946830 ©2016
Eine Woche vegan Ein Selbstversuch zeigt wie schwer die Ernähungsumstellung ist – Quelle: http://www.rundschau-online.de/24946830 ©2016

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen