Dienstag, 13. September 2016

Avocados sind das neue Palmöl

"Pro Jahr werden 1500 bis 4000 Hektar Wald gerodet, um Platz für Avocado-Felder zu schaffen" heißt es auf spiegel-online.  Ich mochte Avocados noch nie, von daher fällt mir Verzicht nicht schwer.
Für das Palmöl gibt es inzwischen eine - ich nenns mal "Entwarnung light", denn laut WWF ist der Palmölanbau viel effizienter als alle anderen Ölpflanzen; d.h. würde der globale Palmöl-Konsum auf Soja, Raps, Kokos und Co. umgestellt, stiege der Flächenverbrauch noch weitaus drastischer (nachzulesen z.B. auf fr-online). Finde ich etwas verkürzt dargestellt; denn z.B. Raps kann man super auch in Europa anbauen, und da gibts noch ordentlich Flächen. Und wir hätten ja sogar noch mehr wenn wir nicht Tierfuttermittel für Mastvieh anbauen würden... Am besten wäre es natürlich, den Ölverbrauch insgesamt zu senken. Also statt Schokoriegel lieber ne Banane - ist eh vernünftiger ;)

Kommentare:

  1. Das ist jetzt schon eine extrem verkürzte Argumentation. Letztlich ist hat unser Konsum immer Auswirkungen auf Regionen in der Welt die wir nicht direkt sehen. Mit weltweit (genrell - das hat nichts mit den Avocados zu tun, sondern eher mit Monokulturen generell, aber z.B. auch Energieproduktion) steigender Landspekulation steigen auch Vertreibungen von Mensch und Tier und die Zerstörung der ökologischen Systeme an. Welche Monokultur du da hin packst ist letztlich egal, in großem Ausmaß wird sie das ökologische Gleichgewicht einer Region immer zerstören - vor allem, wenn dann auch noch der Einsatz von Agrochemikalien dazu kommt. Ist ungefähr so schön wie Pest und Cholera gleichzeitig.
    Und die Banane...naja, ähm, schau dir mal Dokus dazu an, was auf Bananenplantagen alles so an Giften eingesetzt wird und ob die ArbeiterInnen vor Ort auch nur irgendwie davor geschützt sind oder die Arbeitsbedingungen besser.
    Möglichst "korrekte" Alternativen zu finden ist da nicht leicht, zumal "wir" europäischen Staaten mit unserem Verbrauch weit über das hinaus gehen, was uns eigentlich an Möglichkeiten und Produkten in unseren popeligen kleinen Ländern zur Verfügung steht.

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    1. du hast recht, so einfach ist es nicht mit "banane statt avocado". wobei ich davon ausgehe, dass der bananenanbau sehr effizient ist, d.h. hoher ertrag auf wenig fläche. und bei bananen gibt es immerhin bio und fair trade - bei avocados und palmöl soweit ich weiß nur bio.
      und nur noch regionale produkte konsumieren ist leider auch nicht die lösung; damit schwächte man ja die wirtschaft der anderen länder, wenn man deren produkte nicht mehr abnimmt. wobei da auch immer die frage ist, wen man schwächt; wenn irgendein großkonzern, der dann auch noch die arbeiter ausbeutet, weniger gewinn macht, ist das ja nicht so schlimm. wobei auch ein schlechter arbeitsplatz immer noch ein arbeitsplatz ist.

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