Sonntag, 10. April 2016

Mausflaus testet Buch "Pegan - Paleo + Vegan" von Jenna Zoe

 

Der Randomhouse-Verlag hat mir netterweise in Rezensionsexmplar des kürzlich erschienenen Buches "Pegan" zur Verfügung gestellt.


Jenna Zoe

Pegan. Paleo + Vegan

Natürliche Zutaten. Reich an Protein.

Originaltitel: Plant-Based Paleo
Originalverlag: Ryland Peters & Small
Aus dem Englischen von Franziska Weyer

Paperback, Klappenbroschur, 144 Seiten, 19,0 x 23,5 cm
80 Farbfotos
ISBN: 978-3-517-09427-4 € 16,99 [D] | € 17,50 [A] | CHF 22,90* (* empf. VK-Preis)
Verlag: Südwest

Erscheinungstermin: 28. März 2016


Vorweg: Ich find die Wortkombi doof. Klingt irgendwie nach Pelikan. Aber sowas ist ja gerade in. Man denke nur an "veggan" aus vegan+egg (="Veganer", die Eier von "glücklichen" Hühnern essen), Flexitarier aus flexibel und Vegetarier (=Leute, die manchmal vegetarisch essen, also eigentlich normale Fleischesser).
"Paleo vegan" wäre jetzt auch nicht so unzumutbar lang. Egal.

Was Paleo ist, dürften die meisten mitgekriegt haben: Steinzeit-Ernährung. Ich denk da immer an Mammut, Wurzeln und Beeren, aber natürlich ist nicht bloß unsere mittel/nordeuropäische Ernährung in der Steinzeit gemeint, sondern weltweit; deswegen sind u.a. Kokosnüsse, Süßkartoffeln, Olivenöl, Mandelmehl, Flohsamenschalen bei den "erlaubten" Lebensmitteln mit dabei. Klingt komisch, und dass allerlei Ersatz-Zutaten herbeizitiert, die „Paleo“ sein sollen, bei denen aber jeder Urmensch verständnislos den Kopf schütteln würde, ist auch etwas umstritten.

Mir persönlich ist jetzt nicht so wichtig, ob das tatsächlich echt steinzeitlich ist, weil ich das Konzept zwar interessant finde, aber nicht sehe, dass es so bombastische gesundheitliche Vorteile hätte, wenn man sich total streng auf einzelne Lebensmittel beschränkt.

Im Buch wird erstmal erklärt, was Paleo ist, welche Nahrungsmittel paleo und vegan sind (herkömmliches Paleo ist ja ziemlich fleischlastig), und was das für Dinge sind.

Der Schwerpunkt liegt auf den Rezepten. Diese sind größtenteils ziemlich exotisch; ich gehe davon aus, dass die meisten Veganer sowas normalerweise nicht zubereiten.
Und um die Zutaten zu kriegen, muss man wahrscheinlich erstmal in den Bioladen, Reformhaus oder Feinkosthandel.
Also eher nichts für Kochanfänger, Faule und Ausprobiermüde.
Die Rezepte sind aber gut beschrieben, schön auch, dass jedes mit einem hübschen Bild den Appetit anregt. Großes Plus auch, dass die Nährwerte pro Gericht angegeben sind. Erstaunlicherweise gibt es sogar Süßkram. Hier ein paar Beispiele:





Ich würde das Buch "fortgeschrittenen" Veganern und/oder Kochprofis, die gerne neue Ernährungsphilosophien ausprobieren wollen, empfehlen.

Vielen Dank an den Verlag fürs Zurverfügungstellen des Buches.

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