Samstag, 31. Dezember 2016

Guten Rutsch

Rutscht gut rein, lasst die Korken knallen (Rapunzel Sekt ist vegan) und haltet euren Haustieren die Ohren zu!

Samstag, 24. Dezember 2016

Produktrückruf wegen möglicher Metallteile: Vegane Winzi-Weenies von Wheaty

Produktrückruf: Vegane Winzi-Weenies

Ausschliesslich Charge Nr. 48216 mit den Mindesthaltbarkeitsdaten vom 25.1.17 bis 24.2.17 betroffen. 
Wir rufen das Produkt „VEGANWURST Winzi-Weenies“ Charge 48216 mit den Mindesthaltbarkeitsdaten von 25.01.2017 bis 24.02.2017 zurück.

Bei den betroffenen Produkten ist es in einem Fall vorgekommen, dass trotz strenger Sicherheitsvorkehrungen ein Metallteil in das Produkt gelangt ist. Wir halten es zwar für ausgeschlossen, dass sich weitere Metallteile in Produkten dieser Charge befinden, wollen aber - insbesondere nach Rücksprache mit der eingeschalteten Lebensmittelüberwachungsbehörde - vorsichtshalber doch die gesamte Charge zurückrufen.

Aus Gründen des konsequenten Verbraucherschutzes haben wir sofort reagiert und das betroffene Produkt aus dem Verkauf genommen. Das Produkt kann an die Topas GmbH, Dreifürstensteinstr. 1-3, 72116 Mössingen, oder an das Ladengeschäft, in dem es erworben wurde, zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird selbstverständlich - auch ohne Vorlage des Kassenbons - erstattet. Betroffene Verbraucher werden gebeten, sich hierfür an das Ladengeschäft oder an uns unter der Rufnummer +49 (0) 7473 / 94865-0 oder per E-Mail: info@wheaty.de zu wenden.

Von dem Rückruf ist ausschließlich das Produkt „Winzi-Weenies“ Charge 48216 mit den Mindesthaltbarkeitsdaten von 25.01.2017 bis 24.02.2017 betroffen.

Wir bedauern die entstandenen Unannehmlichkeiten sehr.

Philipp Wilhelm
Qualitätsmanagement

Klaus Gaiser
Geschäftsführer

Quelle: Wheaty

Freitag, 23. Dezember 2016

Weihnachtsgrüße

Ich habs nicht so mit Weihnachten. Dennoch:


Sonntag, 27. November 2016

Diese Woche (28.11.- 2.12.16) 20% Rabatt auf alle enerBio-Produkte bei Rossmann

aktuellen Prospekt gibts *hier* als pdf
Die liebe Syrah von Vegan - tagein, tagaus guckt zum Glück häufiger als ich ins Rossmann-Prospekt und hat auch noch Fotos von ihren Einkäufen gemacht. Ich ergänze das mal mit einer Liste der bei Rezeptefuchs gelisteten enerBio-Produkte.



Donnerstag, 17. November 2016

Endlich: Esso-Tankstellen bieten jetzt auch veganes Benzin an


Donnerstag, 17. November 2016

Endlich: Esso-Tankstellen bieten jetzt auch veganes Benzin an

Hamburg (dpo) - Veganer müssen beim Tanken künftig keine Kompromisse mehr eingehen: Die Tankstellenkette Esso hat heute das erste Benzin in Deutschland präsentiert, das komplett ohne tierische Fossilbestandteile auskommt. Ab sofort ist das Veganbenzin an sämtlichen Esso-Tankstellen für derzeit 12,93 Euro pro Liter erhältlich.
"Für dieses Benzin musste vor 200 Millionen Jahren garantiert kein Tier sterben", erklärt Florian Barsch, der Vorstandsvorsitzende von Esso Deutschland, bei der Vorstellung des neuen Treibstoffs in Hamburg. Dafür sorgt eine neue revolutionäre Filtertechnik, mit der sich tierische Bestandtteile rückstandslos aus Erdöl entfernen lassen.
Bald überall erhältlich: veganer Sprit
"Übrig bleibt dann ein rein veganes Rohöl auf der Basis von prähistorischen Pflanzen wie etwa Algen, Kreidezeit-Avocados oder Jura-Rucola", so Barsch. "100 Prozent dinosaurierfrei!"
Veganes Benzin sei nahezu genauso leistungsfähig wie herkömmlicher Treibstoff und garantiert für jeden Wagen verträglich. "Vielleicht sind Geschmack und Geruch nicht hunderprozentig wie beim Original, aber wir kommen schon sehr nahe dran."
Gleichzeitig kündigte Barsch an, im Falle eines erfolgreichen Marktstarts von Veganbenzin auch eine gesonderte Variante für Ovo-Lacto-Vegetarier anzubieten, in der beispielsweise Stegosaurus-Eier oder Raptormilch enthalten sind. Schließlich wollen manche Kunden nicht komplett auf tierische Bestandteile verzichten, wenn es ums Wohl ihres Autos geht.
Auch aus dem bei der Herstellung des veganen Treibstoffs als Nebenprodukt anfallenden Tieröl soll in den nächsten Monaten ein besonders potenter Kraftstoff mit Barbecue-Aroma (ebenfalls 12,93€/l) entwickelt werden, mit dem Esso vor allem männliche SUV-Fahrer begeistern will.
Quelle: Postillon vom 17.11.16


Dass sich der Trend zum Veganismus etabliert, sieht man an vielen Stellen. Was für diesen Trend leider symptomatisch ist, ist der typische vegan-Preisaufschlag: 12,93€ pro Liter ist locker mal das zehnfache! Für Sojamilch zahlt man doppelt so viel wie für Kuhmilch, für veganen Käse locker das dreifache. Aber einfach mal das Komma verschieben ist schon nochmal ne ganz andere Dimension. Lässt sich nur teilweise mit dem aufwendigen Filterverfahren erklären. Und V-Label zerfitifiziert ist das ganze auch nicht.
Dazu kommen ja noch die B12-Supplemente fürs Auto, denn natürlich kann man dem Motor nicht einfach ohne laufen lassen. Und weil man schlecht eine Tablette in den Tank werfen kann, muss man auf teure Tropfen zurückgreifen. Soweit ich weiß gibts in flüssiger Form nur Vitasprint.

Da fahr ich lieber weiter Bahn!

Dienstag, 15. November 2016

Rügenwalder goes veggie?

Manchmal gibt es richtig schöne Meldungen:

Ein Wurstfabrikant will weg vom Fleisch


Vegetarische Salami stellt bei Rügenwalder die echte Wurst in den Schatten. Der Chef denkt schon darüber nach, das Fleisch komplett aus dem Sortiment zu streichen - und schwärmt von Erbsen. 

Der Wursthersteller Rügenwalder Mühle rät ab vom häufigen Fleischverzehr. „Ernährungsphysiologisch ist die Wurst nicht so der Brüller“, sagte der Geschäftsführer und Inhaber Christian Rauffus der F.A.Z. „Abgesehen davon, dass eine Wurst unzweifelhaft eine leckere Sache ist, gibt es ja nicht viel Positives, was daran auszuloben ist.“ Daher will Rügenwalder in den kommenden Jahren konsequent Fleisch durch vegetarische Zutaten ersetzen. Denkbar scheint eine komplett fleischlose Herstellung. „Ich kann mir vorstellen, dass wir in 20 Jahren ohne Fleisch arbeiten“, sagte Rauffus, „es kann aber auch sein, dass wir dann bei einem Anteil von 50:50 stehen.“

den vollen FAZ-Artikel gibts *hier*

Dienstag, 1. November 2016

Tausende von Dönerspiessen drehen sich heute auf Halbmast.

Denn es ist Weltvegantag!


Eigentlich wollte ich ein paar Tweets mit #Weltvegantag zeigen, aber ich habe beim Durchscrollen so dermaßen die Augen verdrehen müssen, dass ich jetzt schon Muskelkater habe, also belass ich s bei diesen hier:





Sonntag, 30. Oktober 2016

Produktrückruf „dennree Tomatensauce Sugo Pronto“ wg möglicher Glasscherben

Rückruf: Mögliche Glasscherben in „dennree Tomatensauce Sugo Pronto“

dennree ruft aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes den Artikel „dennree Tomatensauce Sugo Pronto 340 g“ zurück. Betroffen ist ausschließlich die Ware mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) 29.09.2020. Grund für den Rückruf ist eine Glasscherbe, die in einem einzelnen Glas dieser Charge gefunden wurde.
dennree nimmt daher vorsorglich die gesamte Charge mit dem MHD 29.09.2020 aus dem Verkauf. 

Betroffener Artikel
Produkt: dennree Tomatensauce Sugo Pronto
Inhalt: 340 g
MHD 29.09.2020


Alle anderen Chargen sind einwandfrei und in gewohnter Qualität verfügbar. Kunden werden gebeten, das genannte Produkt nicht zu verzehren, sondern es in die Verkaufsstelle zurückzubringen, in der sie es erworben haben. Der Kaufbetrag wird ihnen bei Vorlage des Produkts auch ohne Kassenbeleg zurückerstattet.
ACHTUNG! Gesundheitsgefahr!
Glasscherben oder Glassplitter können zu ernsthaften Verletzungen im Mund- und Rachenraum sowie zu inneren Verletzungen oder inneren Blutungen führen!
Verbraucher die einen der betroffenen Artikel besitzen, sollten betroffene Produkte NICHT mehr verwenden und dem Handel zurückbringen.

Quelle: cleankids vom 28.10.16

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Produktrückruf Aldi Nord "gemahlene Haselnüsse" wg Salmonellengefahr

Rückruf: Salmonellen – Aldi-Nord ruft gemahlene Haselnusskerne zurück

Die Handelskette Aldi-Nord ruft gemahlene Haselnusskerne zurück. Als Grund für den Rückruf wird eine mikrobielle Belastung mit Salmonellen angegeben
Aldi-Nord informiert über den Rückruf des Produktes „Gemahlene Haselnusskerne, 200 g“ des Lieferanten „Heinrich Brüning GmbH“ mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 01.08.2017 und 02.08.2017. Wie das Unternehmen mitteilt, wurden im Rahmen von Eigenkontrollen in einer Probe „Gemahlene Haselnusskerne“ Salmonellen festgestellt

Betroffener Artikel

Produkt: Gemahlene Haselnusskerne
Inhalt: 200 g
MHD: 01.08.2017 und 02.08.2017
Lieferant: Heinrich Brüning GmbH














Der Artikel ist ausschließlich in Teilen der Bundesländer Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen in den Verkauf gelangt.

Verbraucher können betroffene Packungen in den Filialen zurückgeben. Der Kaufpreis wird selbstverständlich zurückerstattet

ACHTUNG!
Vom Verzehr der Produkte aus der angegebenen Produktchargen wird dringend abgeraten. Sollten sich nach dem Verzehr untenstehende Symptome zeigen, suchen sie unverzüglich ihren Hausarzt auf

Endverbraucher werden aufgefordert, die betroffenen Produkte an ihr Geschäft zurückzugeben bzw. zu vernichten.

Der Verzehr von mit Salmonella-Bakterien belasteten Lebensmitteln kann Unwohlsein, Durchfall, evtl. Erbrechen, und Fieber auslösen. Verbraucher müssten in diesem Fall einen Arzt aufsuchen, und sofort auf Verdacht auf Salmonella hinweisen. Die Inkubationszeit nach Verzehr beträgt i.d.R. 48 Stunden, selten bis zu 3 Tage. Diese Symptome können bei Kleinkindern, immungeschwächten und älteren Menschen verstärkt auftreten.

Quelle: cleankids vom 26.10.16

Woran man erkennt, dass man gelesen wird

Man wird kopiert. Ohne Namensnennung oder Verlinkung natürlich (Content ist zum Klauen da!), aber seine eigenen Zitate erkennt man ja meistens, selbst wenn sie 6 Jahre alt sind.

Quelle: Veggehen auf facebook

Quelle: Veggehen auf facebook


Quelle: vollvegan


Dienstag, 25. Oktober 2016

Weltnudeltag

Ich liebe sinnlose Gedenktage :-) Heute gedenken wir der Nudel. Ein wunderbares Produkt, von dem der Deutsche jährlich 7,7kg verspeist (die Italiener schaffen angeblich 28kg). Laut nudelnmachenglücklich geben 60% sogar Spaghetti als Lieblingsgericht an. Das ist besonders schön da die meisten Nudeln sogar vegan sind (100% Hartweizengrieß), nur ein paar Pasta-Hersteller machen noch Ei rein. Daher: Immer auf die Packung gucken bzw. im Restaurant nachfragen. Nudeln mit Tomatensauce ist ein einfaches veganes Gericht, was man auch ganz gut außer Haus mal verlangen kann wenn man bei Freunden oder im Restaurant isst. Vollkornnudeln sind besonders gesund, und schmecken auch, wie ich finde, besser.

Meine Lieblingsnudeln:

 1.) Zucchininudeln (Rezept *hier*)










2.) Kürbisnudeln (Rezept *hier*)










3.) Shiratakinudeln









4.) Elchnudeln (gibts leider nicht mehr)











5.) Schwimmnudeln

Sonntag, 23. Oktober 2016

funktionierende Veganexperimente sind langweilig

Das ist wie wenn die Bahn pünktlich ist; das bockt niemanden. Thematisiert werden immer nur Verspätungen, obwohl das ja wohl nicht mehr als 5% aller Züge sein sollten. Gefühlt eher 95%, so wie sich alle drüber aufregen. Ist ja wohl auch die Höhe!! Technik hat zu funktionieren! Menschen dürfen keine Fehler machen! Und wenn Leute vor den Zug hopsen dann ist das ja wohl kein Grund für ne Verspätung!!

Erst wollte ich den Bericht unkommentiert wieder wegklicken; aber dann fand ichs doch doof, bloß ständig über die ganzen unfähigen und peinlichen Zeitungsfuzzies zu lästern, und ein positives Experiment unter den Tisch fallen zu lassen. Deswegen schreib ich jetzt doch drüber, allerdings nur kurz, weils eigentlich nicht viel zu sagen gibt außer: Wenn man sich ein bisschen Mühe gibt, dann klappt's auch.

Die Überschrift lautet zwar "Eine Woche vegan - Ein Selbstversuch zeigt wie schwer die Ernährungsumstellung ist" (gehört da nicht eigentlich ein Komma rein?), Praktikantin Derya macht's aber eigentlich ganz gut. Als erste Hürde wird zwar die Gelatine-Klärung von Fruchtsäften genannt, aber die Kantine hat veganes Mittagsangebot, was sich nicht nur gut anhört, sondern der Autorin auch gut schmeckt.Abends selbst vegan kochen scheint auch kein Problem. Also droht im Gegensatz zu den meisten anderen nicht der vegane Hungertod. Nach drei Tagen hätte sie aber schon mal wieder Bock auf Steak. Und am letzten Tag noch die Herausforderung Geburtstagsfeier; was aber dank veganem Kartoffelsalat und Bulgursalat kein totaler Verzicht ist.

Ihr Fazit: Es ist nicht ganz einfach, nicht einfach alles Leckere essen zu können und inzwischen isst sie wieder fast wie vorher. Angeblich habe die vegane Woche dazu geführt, dass sie einen anderen Bezug zu Essen entwickelt habe, Herkunft und Verarbeitung von Lebensmitteln würden sie jetzt viel mehr interessieren.

Schade, dass es so wenig gebracht hat, obwohl es eigentlich so gut lief. Liegt meiner Meinung nach daran, dass sie sich wahrscheinlich viel mit veganen Nahrungsmitteln und Kochen, nicht aber mit den Gründen für eine vegane Ernährung auseinandergesetzt hat. Es ist verständlich, dass man nicht einfach so auf Kinderschokolade, Nutella, Käsebrezeln und Schinkencroissants verzichtet, wenn man das Zeug nun mal mag (und wer tut das nicht). Erst wenn man vor Augen hat, dass dafür Tiere leiden, hat man eine Motivation. Und ethische Aspekte werden von ihr mit keinem Wort erwähnt.

Hier der Link zum Artikel: *klick*
Mein Menü aus Smoothie, Chili sin Carne mit Soja-Geschnetzeltem, Reis und einem kleinen Salat sieht vielversprechend aus und schmeckt sehr gut. – Quelle: http://www.rundschau-online.de/24946830 ©2016
Menü aus Smoothie, Chili sin Carne mit Soja-Geschnetzeltem, Reis und einem kleinen Salat sieht vielversprechend aus und schmeckt sehr gut. – Quelle: http://www.rundschau-online.de/24946830 ©2016
Menü aus Smoothie, Chili sin Carne mit Soja-Geschnetzeltem, Reis und einem kleinen Salat sieht vielversprechend aus und schmeckt sehr gut. – Quelle: http://www.rundschau-online.de/24946830 ©2016
Eine Woche vegan Ein Selbstversuch zeigt wie schwer die Ernähungsumstellung ist – Quelle: http://www.rundschau-online.de/24946830 ©2016
Eine Woche vegan Ein Selbstversuch zeigt wie schwer die Ernähungsumstellung ist – Quelle: http://www.rundschau-online.de/24946830 ©2016
Eine Woche vegan Ein Selbstversuch zeigt wie schwer die Ernähungsumstellung ist – Quelle: http://www.rundschau-online.de/24946830 ©2016

Freitag, 14. Oktober 2016

Investigateam: "Spuren von...." in Lebensmitteln

2012 habe ich mich schonmal in meinem Beitrag die Sache mit dem "Spuren"-Aufdruck mit  o.g. beschäftigt. Jetzt ist auf Youtube ein gutes Erklärvideo erschienen, was die Sache neu beleuchtet:


Donnerstag, 13. Oktober 2016

kalorienarme Milchproduktalternativen

DAS Diätprodukt schlechthin, weil kalorienarm, eiweißreich, sättigend und billig, ist Magerquark. Nicht mit ganz so viel Eiweiß, aber ähnlich wenig Kalorien gibts folgende Quarkalternativen:

Quark


Kalorienarmer Quarkersatz geht auch mit püriertem Seidentofu.

Seidentofu


Für den allseits v.a. unter Sportlern beliebten und v.a. als Brotaufstrich genutzten Hüttenkäse gibts noch keinen veganen Nachbau. Am nähesten kommen vegane Frischkäse, wobei die nicht wirklich kalorienarm sind:

Frischkäse


Joghurt


irgendwas zwischen Joghurt und Drink ist Provamel Frühstück zero sugar mit 42kcal

Sojadrinks


Kokosdrinks

Kokosdrinks schmecken allerdings auch ziemlich dünne. Kein Wunder, da ist weniger als 10% Kokos drin. Im Prinzip kauft man sich also verdünnte Kokosmilch. Tipp: Richtige Kokosmilch kaufen und mit Wasser verdünnen. Spart Geld, Müll und Gewicht beim Einkauf :)

Mandeldrinks

Für Mandeldrinks gilt dasselbe wie für die Kokosdrinks: Dünne Plörre mit nem Witzanteil von teilweise nur 2% Mandeln. Etwas Geld spart man, wenn man sich Mandeldrinkpulver kauft und mit Wasser mischt. Gibts z.B. von Ecomil ungesüßt:  Ecomil Bio Mandeldrink Original in Pulverform (auch als Haselnussdrink und Kastatiendrink erhältlich).

Sonstige Drinks


Sahne

Alpro Soja Kochcreme cuisine light 62kcal
Natumi Hafer cuisine 85kcal
Natumi Dinkel cuisine 90kcal
Provamel Reis Kochcreme cuisine 96kcal
Alpro Reis Kochcreme cuisine 96kcal
Natumi Reis cuisine 96kcal
Alpro Kokosnuss Kochcreme cuisine 100kcal

Sprühsahne

Hier verweise ich einfach mal auf meinen Sprühsahnenvergleich. Vegane Sprühsahne hat meist unter 200kcal, das ist um Längen besser als herkömmliche Sprühsahne, selbst Sprühsahne light hat mehr.

Margarine (nicht wirklich kalorienarm, aber weniger als normale bzw. Butter)

Alpro Soya Brotaufstrich 342kcal
Sojola Halbfett Margarine 351kcal
Deli Reform die Leichte 351kcal
Vitaquell Vitarine Bio light 360kcal


Kaufland wird demnächst unter Eigenmarke "take it veggie" vegetarische Produkte vertreiben, unter denen auch ungesüßter Sojadrink, Joghurt natur und Cuisine sind. Nährwerte habe ich leider nicht rausfinden können, aber bei dem Blog Vegan-tagein-tagaus könnt ihr sie euch schonmal ansehen: *Link*

Was ich persönlich gerne hätte:

  • kalorienarmen Pudding bzw. Sojadessert. Da gibts bloß welche mit um die 80kcal pro 100g. Optiwell-Pudding hat gerade mal 55kcal/100g. Ja, kann man auch selbst machen. Aber das kann man bei so ziemlich allem sagen.
  • 0,1%igen Joghurt. Das Verfahren zur Entziehung des Fetts ist wie bei herkömmlichem Joghurt, also eigentlich machbar. Aber wahrscheinlich sieht kein Hersteller nen Markt dafür. Alpro setzt ja eher auf fetten (und süßen) Geschmack wie den Cremoso. Für die Bio-Marken ist es uninteressant, weil das Verfahren glaube ich nicht mit bio vereinbar ist, weil da irgendwelche nicht-bio-Mittel eingesetzt werden. 
  • Frozen Yoghurt. An veganen gibts eh nur den überteuerten, überzuckerten und fetten Froyo. 
  • Milchspeiseeis. Sorbets sind ja ganz nett, aber alles was irgendwie cremig ist ist gleich ne Zucker/Fettbombe. Das von Tofutti (Vanilla; Chocolate) hat zwar nur 94kcal/100g; ist aber steinhart und geschmacklich auch kein Vergnügen.
 

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Sonntag, 2. Oktober 2016

Vegan-Experiment - eine ganze ultralange Woche!

Es gibt sie noch (oder schon wieder?): Die todesmutigen "Journalisten", die sich in ein Vegan-Abenteuer wagen. Dahinter stehen die weltbewegenden Fragen
Wie schwer ist es wirklich, sich vegan zu ernähren? Welche Alternativen gibt es? Und was kostet das Ganze? – Wir haben den Selbstversuch gemacht und eine Woche ohne Fleisch und tierische Produkte gelebt. 
Wobei mit "wir" der Schreiberling der Thüringer Allgemeine ist. Btw auch schön die Formulierung "ohne Fleisch und tierische Produkte"  - als ob Fleisch kein Tierprodukt wäre.
Was die Einleitung vermuten lässt, setzt sich fort: Null Ahnung, null Vorbereitung und die Vegan-Experimenten typische Tollpatschigkeit; das ganze unweigerlich resultierend in Hunger und Verzweiflung.
Der Anfang ist ein Klassiker:
Tag 1 Als mein trauriger Blick dann über das wandert, was früher einmal Frühstück hieß, könnte ich mich ohrfeigen. Keine Brötchen, kein Frühstücksei, kein Aufschnitt. Stattdessen Körnerbrot und vegane Curry-Linsen-Paste. Mir kommen Zweifel, ob es eine gute Idee war, sich freiwillig für die vegane Testwoche zu melden. 
Wieso Brötchen jetzt nicht vegan sein sollen, weiß ich nicht. Gibt bestimmt welche mit Laktose oder sonstigem Gepansche; aber meistens ist da nix Tierisches drin. Wieso auch; Grundzutaten sind Mehl, Hefe und Wasser. Curry-Linsen-Paste hört sich jetzt nicht so unlecker an, aber muss man auch nicht mögen. Pro-Tipp: Wie wärs mit Marmelade?
Schon der Einkauf war ernüchternd: Doppelter Preis bei dreimal so langer Suche nach Produkten, die ich essen darf. Nur den mitleidigen Blick der Kassiererin gibt es umsonst. 
Wäre er bei Brötchen geblieben, hätte er nur 13Cent pro Stück ausgeben müssen. Und Marmelade kostet nen Euro pro Glas.
Der Autor scheint ne Drama-Queen zu sein; egal was ich eingekauft habe, mich hat noch nie ein Kassierer mitleidig angeschaut. Überhaupt halten die sich nicht mit sowas wie Mitleid auf; die sind damit beschäftigt, die Waren über den Scanner zu ziehen, nach Payback-Karten zu fragen und auf die nach Kleingeld kramenden Kunden zu warten. Was man einkauft interessiert die überhaupt nicht. Außer es sind Sellerie oder Steckrüben. Die kennen sie nämlich oftmals nicht und müssen dann den Kunden fragen, um anschließend den entsprechenden Code einzutippen. Passiert mir jedenfalls oft.
Erst als mir auffällt, dass ich auch normalerweise meinen Kaffee ohne Milch trinke, schöpfe ich neuen Mut. Und der Tag wird ein Kinderspiel. 
Selbst wenn nicht, hätte man einfach zu Pflanzendrink greifen können. Oder besser nicht, die meisten rümpfen ja erstmal die Nase. Weil, schmeckt ja anders als Kuhmilch. Und alles was anders schmeckt ist erstmal scheiße!!
Tag 2: Der erste Rückschlag folgt am Abend. Bereits nach wenigen Stunden meldet sich mein Körper und fordert Fett und Salz. Wie auf Entzug hänge ich in den Seilen. Studentenfutter ist daher für den Rest der Woche ständiger Begleiter. 
Jaja, wenn der Körper nicht ständig Fett und Salz bekommt, darbt er! Kennen wir ja alle. Deswegen unbedingt regelmäßig Bratkartoffeln, Chips und Salzstangen vorrätig haben.
Am Frühstückstisch fahre ich nun übrigens auch eine geänderte Strategie: Statt veganem Brotaufstrich aus dem Supermarkt gibt es nun Erdbeermarmelade von Oma. Abends gibt es Thai-Curry und langsam finde ich Gefallen an der Testwoche.
Das ist ja schonmal schlau. Marmelade hätte man allerdings auch im Supermarkt kriegen können. Wobei selbstgemachte natürlich um längen besser ist (besser als die von Oma ist aber die von Mama - jedenfalls von meiner Mama ^^).

Die nächsten zwei Tage scheint es aufwärts zu gehen. An Tag 5 allerdings das große Malheur: Grillen ist angesagt - Hilfe!! Grillen heißt FLEISCH!! Mit sowas wie Gemüsespießen, Maiskolben, Aubergingen/Zucchini-Scheiben, Alufolien-Kartoffeln hält sich ja kein normaler Mensch auf. Also muss ein Ersatz her; und was läge da näher als Sojawurst. Den ausgelutschten Vergleich mit der Schuhsohle bringt er zwar nicht, aber das Tofu verwandelt sich beim Kauen dann in Sägespäne.
Dann kommt eine schlaue Freundin aber mit Gemüse/Pilzspießen und Rosmarinkartoffeln zur Hilfe.

Trotzdem hat der Herr an Tag 6 angeblich schon dreieinhalb Kilo runter. Wie das? Keine Ahnung. Um 1kg Fett abzubauen, muss man 7.000kcal einsparen. Für dieses Gewicht also über 25.000kcal. Wenn man bedenkt, dass ein durchschnittlicher Mann nen Tagesbedarf von 2.500kcal hat, dann merkt man, dass da wohl nicht nur die Fettpolster geschmolzen sind, sondern bloß Wasserverlust bzw. Magen/Darm grad leer waren.
Trotzdem ist der Autor begeistert und will zumindest teilvegan weitermachen. Die Begeisterung ist zwar schön, erschließt sich mir ob dieses Erlebnisses allerdings nicht so ganz.


Hier gibts den ganzen Artikel nachzulesen:

Das Vegan-Experiment: Eine Woche ohne Fleisch und Tierprodukte leben

Dienstag, 13. September 2016

Avocados sind das neue Palmöl

"Pro Jahr werden 1500 bis 4000 Hektar Wald gerodet, um Platz für Avocado-Felder zu schaffen" heißt es auf spiegel-online.  Ich mochte Avocados noch nie, von daher fällt mir Verzicht nicht schwer.
Für das Palmöl gibt es inzwischen eine - ich nenns mal "Entwarnung light", denn laut WWF ist der Palmölanbau viel effizienter als alle anderen Ölpflanzen; d.h. würde der globale Palmöl-Konsum auf Soja, Raps, Kokos und Co. umgestellt, stiege der Flächenverbrauch noch weitaus drastischer (nachzulesen z.B. auf fr-online). Finde ich etwas verkürzt dargestellt; denn z.B. Raps kann man super auch in Europa anbauen, und da gibts noch ordentlich Flächen. Und wir hätten ja sogar noch mehr wenn wir nicht Tierfuttermittel für Mastvieh anbauen würden... Am besten wäre es natürlich, den Ölverbrauch insgesamt zu senken. Also statt Schokoriegel lieber ne Banane - ist eh vernünftiger ;)

Sonntag, 24. Juli 2016

Mausflaus testet Buch „Vegane Eltern – junges Gemüse“

 

Der Ventil-Verlag hat mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar vom neu erschienenen Buch „Vegane Eltern – junges Gemüse“ zur Verfügung gestellt.
Ich habe zwar keine Kinder (und will auch keine), aber das Thema interessiert mich trotzdem - schließlich war ich selber mal Kind, und auch wie andere Leute mit dem Thema Kinder vegan ernähren umgehen, ist ja oft eine Streitfrage.

Aus der Verlagsbeschreibung des "Handbuchs für den veganen Familienalltag":
Hilfe bei typischen Problemen des veganen ­Familienlebens
Was tun vegan lebende Eltern, wenn das Kind ein Haustier möchte oder der Kindergarten einen Zoobesuch plant? Welche Nährstoffe sind für Veganerinnen in der Schwangerschaft besonders wichtig? Und wo gibt es die besten lederfreien Kinderschuhe? Wer vegan lebt und Kinder hat, ist mit vielen Fragen dieser Art konfrontiert. Der Ratgeber »Vegane Eltern – junges Gemüse« will Familien im veganen Alltag unterstützen und Hilfestellungen in typischen Situationen anbieten. Er wendet sich an Eltern, die ihren Kindern Lust auf Veganismus machen wollen, ohne ihnen ein veganes Leben aufzuzwingen.

Für die AutorInnen ist Veganismus mehr als lediglich eine Frage der Ernährung, weswegen neben einem Überblick darüber, welche Nährstoffe für die Entwicklung des Kindes von Schwangerschaft bis Teenageralter wichtig sind, um dem Risiko der Mangelernährung vorzubeugen, unter anderem auch Ratschläge gegeben werden zu veganer Kleidung und Spielzeug, Haustierhaltung und Zirkusbesuch, Medikamenten und Pflegeartikeln, Kindergeburtstagen und der rechtlichen Lage bezüglich Kindergartenverpflegung. Im Zentrum steht dabei die respektvolle Vermittlung der eigenen veganen Lebensweise an die nächste Generation. Ergänzt werden die Ratschläge durch Einschätzungen von Ernährungswissenschaftlern, Pädagogen und Ärzten sowie Erfahrungsberichte aus dem Alltag.

Inhaltsverzeichnis
TEIL 1: DIE VEGANE LEBENSWEISE VERMITTELN
• Zur Vermittlung von Werten
• Vertrauen und Verantwortung. Annette Diehl im Gespräch über Ernährungspädagogik
• »Warum?« – Über Fragen und Antworten
• »Ich will Käse!« – Kinder haben einen eigenen Kopf
• Kinder brauchen Vorleber und weniger Vorbilder. Im Gespräch mit Edith Gätjen
• Meine Suppe ess’ ich nicht! – Picky Eaters

TEIL 2: FAMILIENALLTAG
• Kommunikation statt Konflikt – Großeltern & Co.
• Vertraute und keine Gegner – Bei der Kinderärztin
• Den Veganismus positiv vermitteln. Im Gespräch mit Anke Helène
• Von Kitas und Babysittern
• Vegane Kinder wollen essen. Im Gespräch mit Daniel Böhme
• Feste sind da, um gefeiert zu werden – Kindergeburtstag!
• Veganismus ist ein Prozess. Im Gespräch mit Reuben Proctor
• Aber bitte ohne Tierleid – Pflegeartikel, Badezusatz, Windeln & Co.
• Siebenmeilenstiefel für die Kleinen
• Jeder kleine Schritt ist besser als keiner. Davie, Carrie und Stefan über ihr veganes Familienleben
• Das zweifelhafte Vergnügen an der Dressur – Besuch im Zirkus
• Bildung oder Unterhaltung? – Mein Kind im Zoo
• Verantwortung übernehmen, aber richtig – Die Haustierhaltung
• Artgerecht ist nur die Freiheit. Interview mit den Veganos
• Vegan auf Reisen
• Ohne Eltern auf Tour – Klassenfahrt, Jugendfreizeit etc.
• Kein Druck, keine Verbote, keine Schuldgefühle. Im Gespräch mit Sohra Behmanesh

TEIL 3: GANZ NACH UNSEREM GESCHMACK: GESUNDE ERNÄHRUNG
• Mutter werden – Schwangerschaft und Stillzeit
– Vegane Ernährung während der Schwangerschaft
– Stillen ist kein Muss
– Stillen wäre schön, aber was, wenn’s nicht klappt?
– Kleiner Kolik-Leitfaden
– Wichtige Nährstoffe während der Stillzeit
• Grundstein für eine gesundheitsfördernde Ernährungsweise. Im Gespräch mit Dr. Markus Keller
• Nährstoffbedarf von Kindern in den verschiedenen Lebensphasen
– Beikost
– Erstes bis fünftes Lebensjahr
– Sechstes bis zwölftes Lebensjahr
– Vegane Teenager ab dreizehn Jahren
• Infoblock Nährstoffe
– Nährstoffbedarfstabelle
– Symptome für Mangelernährung
– Nahrungsergänzungsmittel

• Bezugsquellen
• Blogs veganer Eltern
• Literaturempfehlungen

Die Autoren haben selbst Kinder und das merkt man auch; denn es werden alle relevanten Themen angesprochen und leicht und verständlich beschrieben. Und man merkt auch, dass die Autoren liebevolle Eltern sind, die ihre Kinder ernst nehmen und sich Gedanken machen.
Diverse Probleme werden geschildert und Lösungsstrategien gegeben. Und zwar nicht in dem typischen Ratgeber-Sprech "Wenn x passiert, machen Sie dies!", sondern es werden Vorschläge gemacht, die Sichtweise der Kinder beschrieben und immer wieder betont, wie wichtig es ist, dem Kind nichts aufzuzwingen, sondern zu erklären, ihm vegane Ernährung durch leckeres Kochen und Anbieten veganer Varianten schmackhaft zu machen.
Es geht aber nicht nur um die Eltern-Kind-Beziehung, sondern auch wie man vegane Kinderernährung in Kitas, bei den Großeltern, unterwegs usw. hinbekommt.
Dazu werden auch viele wichtige Infos geben, z.B. über Nährstoffe, Supplementierung, Kinderernährung generell.
Außerdem kommen andere vegane Eltern zu Wort, die beschreiben, wie es bei ihnen läuft und wie ihre Sichtweise zum Thema ist. So kriegt man auch noch andere Varianten. Wobei sich die Strategien alle ziemlich ähneln. Klar, keiner prügelt dem Kleinen ne Tofuwurst rein ;)
Wobei; so klar ist das nicht. Ich kenne Fälle, in denen die Kinder tatsächlich gezwungen wurden Fleisch/Tierprodukte zu essen; entweder mit Drohungen dazu gebracht oder tatsächlich gewaltsam gefüttert wurden. Das muss noch nicht mal böse gemeint sein; viele glauben ja immer noch, Kinder bräuchten Fleisch um gesund zu sein. Selbst wenn; dem Kind etwas, dass es nicht mag, aufzuzwingen, schadet ihm viel mehr als ein möglicher Nährstoffmangel.
Gut, dass die Autoren da ganz anders drauf sind. 


Fazit:
Ich finde das Buch sehr sympathisch, da mir vor allem der respektvolle Umgang mit Kindern gefällt. Wobei ich betonen möchte, dass da auch keine Laissez-Faire-Mentalität propagiert wird, sondern eben ein dem Alter des Kindes entsprechendes Eingehen auf dessen Bedürfnisse und Sichtweisen.
Ich glaube für (werdende) Eltern ist das ein gutes Buch. Vielleicht gibt es auch vegane Kinder, die das Buch ihren omnivoren Eltern schenken könnten, wenn diese dagegen sind, dass sich das Kind vegan ernährt, da gibt es ja oftmals viele Vorbehalte.
Das Buch ist recht kurz, klar und verständlich geschrieben, passend illustriert und optisch ansprechend. Also nicht dieser rosa Heiteitei-Look, sondern leicht kindliche Zeichnungen und etwas bunt und verspielt. 12,90€ sind jetzt auch nicht sooo teuer.
Also von mir eine Empfehlung :)

Vielen Dank an den Verlag fürs Zurverfügungstellen des Buches!

Dienstag, 7. Juni 2016

endlich: einheitliche vegane/vegetarische Kennzeichnung

Gerade mal 2 1/2 Jahre hat es vom Entschließungsantrag des Bundestrags für eine einheitliche vegan/vegetarische Kennzeichnung bis zur tatsächlichen Entscheidung gedauert:

[25.05.16] Auf ihrer Konferenz in Düsseldorf haben die Verbraucherschutzminister der Länder am 22. April 2016 einstimmig einen Vorschlag für eine rechtsverbindliche Definition der Begriffe ‘vegan’ und ‘vegetarisch’ beschlossen. Was sagt dieser aus und was bedeutet dieser Schritt?
Die Formulierung hatte eine gemeinsame Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern der Länder, des VEBU und der Lebensmittelwirtschaft, erarbeitet. Inhaltlich basiert diese auf vom VEBU erarbeiteten Kriterien und entspricht vollständig den Vorstellungen und Erwartungen der interessierten Verbraucherschaft. Der VEBU freut sich über dieses deutliche Signal der Länder an die Bundesregierung, sich in Brüssel für eine rasche Umsetzung einzusetzen.

Fehlende rechtliche Vorschriften

Aktuell gibt es weder auf EU-Ebene noch in Deutschland rechtsverbindliche Kriterien, die vegane und vegetarische Lebensmittel erfüllen müssen. Dies führt zu Unsicherheiten auf Seiten der Verbraucher sowie von Herstellern und Handel. Die Notwendigkeit einer verlässlichen Definition hatte der europäische Gesetzgeber schon 2011 erkannt. In der Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV) wird die EU-Kommission verpflichtet, Kriterien für die freiwillige Kennzeichnung von Lebensmitteln als für Veganer oder Vegetarier geeignet zu erlassen. Dieser Auflage ist die Kommission trotz zunehmenden Drucks von Politik, Verbraucherschutzverbänden und Wirtschaft bisher nicht nachgekommen. Der Beschluss der Verbraucherschutzminister fordert den Bund explizit auf, seine Anstrengungen auf europäischer Ebene zu verstärken. Die Länder haben auf der Verbraucherschutzministerkonferenz zusätzlich beschlossen, die vorgeschlagenen Definitionen in der Lebensmittelüberwachung künftig als Maßstab zu verwenden. Alle Fraktionen des Bundestages haben ebenfalls bekundet, die Ziele des VEBU zu unterstützen und somit auf eine zeitnahe europäische Lösung hinzuwirken .

Was sagt die Definitionsempfehlung aus?

Der VEBU hatte stets gefordert, dass die willentliche Verwendung von nicht-veganen bzw. nicht-vegetarischen Substanzen im Rahmen des Produktionsprozesses auf allen Stufen ausgeschlossen sein muss. Gleichzeitig muss es zur Bereitstellung eines größtmöglichen Produktangebots für Hersteller möglich sein, nicht-vegane und vegane (analog nicht-vegetarische und vegetarische) Lebensmittel mit den gleichen Produktionsanlagen herzustellen, sofern zumutbare Vorkehrungen nach aktuellem Stand der Technik zur Verhinderung von Verunreinigungen getroffen werden. Dies führt dazu, dass das (mögliche) Vorhandensein von minimalen Spuren tierischer Substanzen in veganen oder vegetarischen Produkten gestattet ist. Der Hintergrund dafür ist, dass der Kauf von während des Produktionsprozesses (möglicherweise) mit tierischen Substanzen in Kontakt gekommenen veganen bzw. vegetarischen Lebensmitteln nicht zur vermehrten Nutzung von Tieren, zur Umweltschädigung oder Ressourcenverschwendung beiträgt und somit aus vegan-vegetarischer Sicht kein Problem darstellt. Die bestehenden Vorschriften zur Allergenkennzeichnung stellen sicher, dass Betroffene sich über diesen Aspekt eines Lebensmittels informieren können.

Die Definitionsempfehlung im Wortlaut:

(1) Vegan sind Lebensmittel, die keine Erzeugnisse tierischen Ursprungs sind und bei denen auf allen Produktions- und Verarbeitungsstufen keine
– Zutaten (einschließlich Zusatzstoffe, Trägerstoffe, Aromen und Enzyme) oder
– Verarbeitungshilfsstoffe oder
– Nicht-Lebensmittelzusatzstoffe, die auf dieselbe Weise und zu demselben Zweck wie Verarbeitungshilfsstoffe verwendet werden,
die tierischen Ursprungs sind, in verarbeiteter oder unverarbeiteter Form zugesetzt oder verwendet worden sind.

(2) Vegetarisch sind Lebensmittel, welche die Anforderungen des Absatzes 1 erfüllen, bei deren Produktion jedoch abweichend davon
1. Milch,
2. Kolostrum,
3. Farmgeflügeleier,
4. Bienenhonig,
5. Bienenwachs,
6. Propolis oder
7. Wollfett/Lanolin aus von lebenden Schafen gewonnener Wolle,
oder deren Bestandteile oder daraus gewonnene Erzeugnisse zugesetzt oder
verwendet worden sein können.

(3) Einer Auslobung als vegan oder vegetarisch stehen unbeabsichtigte Einträge von Erzeugnissen, die nicht den jeweiligen Anforderungen des Absatzes 1 oder 2 entsprechen, nicht entgegen, wenn und soweit diese auf allen Produktions- ,Verarbeitungs- und Vertriebsstufen trotz geeigneter Vorkehrungen bei Einhaltung der guten Herstellungspraxis technisch unvermeidbar sind.
(4) Die Absätze 1 bis 3 gelten entsprechend, wenn für Lebensmittel Informationen verwendet werden, die aus Verbrauchersicht gleichbedeutend mit „vegan“ oder „vegetarisch“ sind.

Quelle: vebu vom 25.5.16

Hört sich für mich gut an. Bisher war ja ärgerlich, dass einige Hersteller etwas als nicht vegan angegeben haben, weil möglicherweise "Spuren"  von Eiern o.ä. enthalten waren. Auch die Verbraucherschützer haben sich albernerweise regelmäßig mockiert, wenn etwas als vegan ausgelobt war, aber der Hinweis "kann Spuren von Eiern... enthalten" aufgedruckt war, z.B. bei der Naturata-Schoki.

Sonntag, 8. Mai 2016

TV-Tipp: HEUTE, 08.Mai, 16:30 im zdf: "planet e: Vegan – Revolution auf deutschen Tellern

Sendungsinformationen

Sonntag 08.05.2016, 16:30 - 17:00 Uhr
VPS 08.05.2016, 16:30 Uhr

Länge: 30 min.
Umweltdokumentation, Deutschland , 2016
Wiederholung  08.05.2016, 04:05 Uhr Nachtprogramm 
 

 Vegan – ein Leben ohne Fleisch und Milch, keine Eier, kein Leder. 800 000 Deutsche bezeichnen sich als Veganer. Doch ist vegan auch gesund? Und wie gut ist vegan für die Umwelt?

Patrik Baboumian ist Veganer und dennoch ganz besonders stark. Der Kraftsportler hält den Weltrekord im Baumstammstemmen. Seinen Energiebedarf deckt er mit Tofu, Soja und Erbsenshakes. Viele hielten ihn für verrückt, als er vor fünf Jahren Veganer wurde.

Baboumian wollte ein Zeichen setzen für den Tierschutz, als er 2011 seine Ernährung umstellte. Denn in seinem Leben verspeist der Durchschnittsbürger 1094 Tiere, davon 37 Enten, 46 Schweine und 945 Hühner. Zwei Drittel der weltweiten Getreideproduktion werden heute für die Tiernahrung benötigt. Laut Schätzungen von amerikanischen Wissenschaftlern könnten die Böden der Erde vier Milliarden Menschen mehr ernähren, wenn sich alle Erdbewohner für eine vegane Ernährung entscheiden würden.

Veganer haben viele Gründe für ihre Ernährungsweise: Kritik an der Massentierhaltung, Angst vor Antibiotika im Fleisch, ein starkes Gesundheits- oder Umweltbewusstsein. Wer Veganer wird, ändert nicht nur seine Ernährung, sondern auch seine komplette Lebensweise. Veganer verzichten nicht nur auf Fleisch, sondern sie lehnen alles ab, was aus Tierprodukten hergestellt wird, zum Beispiel Lederschuhe, Ledergürtel oder Gummibärchen mit tierischer Gelatine. Veganer müssen daher vieles in ihrem Alltag verändern. Das klingt nicht einfach.

"Veggie-Buddies" sollen daher künftigen Veganern helfen. Eine Idee des Vegetarierbundes (VEBU). Erfahrene Veganer helfen Neulingen mit Rat und Tat. Veronika Wehler ist dafür dankbar. Die Berlinerin möchte sich bewusster ernähren. Sie bezeichnet sich als reine "Lust- und Allesesserin", das ist ihr inzwischen zu unkritisch. Sie möchte gesünder leben.

Aber wie gesund ist vegan tatsächlich? Viele Ärzte raten Schwangeren und Müttern davon ab, ihre Kinder vegan zu ernähren. Gleichzeitig propagieren Köche, wie der "Raw Food Papst" Boris Lauser, dass Veganer ein geringeres Diabetes-Risiko haben, älter werden und jugendlicher aussehen. Was macht die Umstellung mit dem Körper? Wissenschaftler begleiten Veronika Wehler bei dem Versuch, ihr Leben zu ändern.

Patrik Baboumian hat seinen Entschluss, vegan zu leben, nie bereut. Im Gegenteil. Rekorde sammelt er immer noch und nach Wettkämpfen regeneriert er schneller, verletzt sich seltener und fühlt sich fitter. "Natürlich muss man auf seine ausgewogene Ernährung achten, was braucht mein Körper, und wie bekommt er es?", meint Baboumian. "Ich bin kein Kontrollfreak, aber ich lebe jetzt viel bewusster."

"planet e." begleitet eine junge Frau bei ihrer Nahrungsumstellung, zeigt Chancen und Risiken eines Trends, der für immer mehr Menschen zur Lebensphilosophie wird.


http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/programdata/829179a5-9db7-4d93-8ff4-d3ef17a70c30/c4a33162-4f55-4859-93fe-e6cc256c0e42?generateCanonicalUrl=true 

Sonntag, 24. April 2016

Vegan und Abnehmen-Experiment

Zur Fastenzeit gab's ja wieder etliche Vegan-Experimente, aber da war nix interessantes dabei. Nun hat sich aber Micha Klotzbier im Spiegel am Veganismus versucht und hat sehr erfreuliche Dinge festgestellt:
Der Mann hat mit seinem Abnehm-+Sport-Ziel schon eine ganze Artikelserie beim Spiegel.
Er ist 35 Jahre alt, 1,83 Meter groß und wiegt 160 Kilo. Der Berliner will 2016 beim Berlin-Marathon mitlaufen - mit Betonung auf "Laufen". Ein ambitioniertes Vorhaben, da ihn schon ein paar Treppenstufen aus der Puste bringen.
Angefangen hat er mit Zur Arbeit Radeln, weniger Süßigkeiten, weniger Alkohol, keine süßen Getränke und weniger Kohlenhydrate am Abend.

Bis zum Ende des Jahres will Michael Klotzbier 60 Kilo abnehmen. Wie das gelingt? Er möchte die Ernährungsumstellung weiter ausbauen, aber sich keiner einzelnen Diät verschreiben. Wichtig ist für ihn: Das Abnehmen soll nicht zur Qual werden. Keine Hauruck-Aktion, sondern ein langfristiger und dann lang anhaltender Prozess. Dimeo rät ihm zu Sport. "Das tägliche Radfahren - das ist noch kein Sport", sagt der Arzt streng. Klotzbier will jetzt mal das Walken ausprobieren. Dreimal die Woche mindestens sechs Kilometer. Dann vielleicht Schwimmen, Aquajogging, Rudern. Und irgendwann dann hoffentlich: Laufen.
Spiegel vom 21.3.15

Das mit dem Abnehmen hat zunächst beneidenswert gut geklappt, 50kg waren runter. Dann aber Stagnation und sogar Gewichtszunahme, wie das oft so bei langen Abnehmversuchen ist. Sport hat er schon genug gemacht; da kann er angeblich nicht noch höher gehen (wirklich? mehr Sport geht eigentlich immer, .v.a. Schwimmen ist da super, da sehr gelenkschonend.). Also Ernährung.
Inspiriert von meinen Treffen mit dem veganen Strongman Patrick Baboumian und dem veganen Ironman Rich Roll beschloss ich, mich während der Fastenzeit, also sechs Wochen lang, rein pflanzlich zu ernähren. Ein Selbstversuch, vor dem ich ordentlich Angst hatte. Als Neffe eines Metzgers war Fleisch immer ein zentraler Bestandteil meiner Ernährung. Ich war vollgepackt mit Erwartungshaltungen, die meisten negativ. Aber ich wurde überrascht.
Spiegel vom  20.4.16

Und zwar positiv: Er stellt fest, dass ihm Tofu, Sojajoghurt und Nüsse schmecken und er auch noch gut satt davon wird. Die Leistungsfähigkeit lässt nicht nach. Und am überraschendsten: Statt dem sozialen Abseits wird er vom sozialen Umfeld unterstützt: Seine Mutter kauft bei Besuchen vegane Aufstriche und beim Familienessen gibts eine vegane Alternative zum Braten; und bei Grillabenden kommt Tofuwürstchen on Top.
So fällt ihm das Ganze auch gar nicht schwer und er zieht folgendes Fazit:
Die Fastenzeit ist vorbei und ich esse noch immer vegan. Mir tut die wiedergefundene Ernährungsdisziplin gut und ich habe die Hoffnung, so endlich unter die hundert Kilo zu kommen. Ich verlängere auf unbestimmte Zeit.
Ich denke nicht, dass der vegane Lebensstil auf Dauer das Richtige für mich ist. Aber momentan ist er ein gutes Werkzeug, um weiter mit Spaß und auf gesunde Weise Gewicht zu verlieren.
Der ethische Gedanke, der vermutlich die meisten Veganer antreibt, ist zwar nicht meine Hauptmotivation. Ich bin mir dennoch sicher, dass ich in Zukunft bewusster mit dem Verzehr von tierischen Produkten umgehen werde. Jetzt, da ich so viele leckere pflanzliche Alternativen kenne, werde ich sicher seltener zu Milch, Ei und Fleisch greifen. Und wenn doch, will ich sicher sein, dass die Qualität stimmt.
Schade, dass er sich nicht auch mit dem ethischen Hintergrund des Veganismus auseinandergesetzt hat. Bei reinem Gesundheitsveganismus würde mir auch die Motivation fehlen.

Aber insgesamt finde ich es doch toll, dass Micha auf so einem bekannten Medium wie dem Spiegel so viel Positives berichtet.
Mehr von Micha gibts bei Achim Achilles

Dienstag, 19. April 2016

Mausflaus testet Buch "Veganguide" von Patrick Bolk




Nachdem ich schon von "So geht vegan" und "Vegan im Job" begeistert war, habe ich mich gefreut, dass der Südwest-Verlag mir auch von Patricks neustem Werk ein Rezensionsexemplar geschenkt hat.

Ich nehm mal das Fazit vorweg: Das Buch ist noch besser als die Vorgänger.

Das Buch hält, was die Beschreibung verspricht. Es werden superviele Infos - ich meine, alle wichtigen, die man als Neuveganer braucht - geliefert; sowohl was Nährstoffe, Einkaufsmöglichkeiten, Gesundheit, Produkte, Vegan im Alltag, Kochen und natürlich Rezepte angeht.
Aaaaber: Es sind so viele Infos drin, dass sogar ich als "erfahrener" oder zumindest belesener und informierter langjähriger Veganer noch viel Interessantes und Neues gefunden habe.

So gibt es nicht nur praktische Tipps, wo man sich informieren kann, wo einkaufen, welche Tierprodukte durchwas ersetzen, wie Geld sparen, wie man in Diskussionen reagieren soll, wie man das Vegansein mit dem Job in Einklang bringt; sondern es werden auch die Grundsätze des Vegetarismus/Veganismus erläutert, seine Geschichte und Entwicklung und - besonders interessant - aktuelle Zahlen und Fakten. Wusstet ihr, dass es in Deutschland rund 120 rein vegane Restaurants gibt und 2015 ebensoviele vegane Kochbücher erschienen sind?
Einen kleinen Abstrich gibt's dafür, dass selten Quellen genannt werden. So muss man darauf vertrauen, dass gut recherchiert worden ist. Wobei ich persönlich den Autor für seriös und kompetent halte, sodass ich da auf die Richtigkeit - wenigstens so grob - vertrauen würde. Ich habe auch nix gefunden, wo ich dachte Moment, das klingt aber komisch. 

Wie immer muss ich auch das Design loben; das Buch ist nicht einfach auf langweiligem weiß gedruckt, sondern die Seiten sind gut durchgebuntet, aber ohne dass es aufdringlich oder unübersichtlich wird. Man kann sich insgesamt gut zurechtfinden, weil die Themen gut sortiert sind, Überschriften gemacht werden und es immer wieder Infografiken gibt.
So, und nun ein paar Beispiele, was ich meine:



klick aufs Bild, dann wirds größer



Worauf ich ganz besonders stolz bin - und ich gebe zu, dass mich das vielleicht auch ein klein bisschen in meiner Wertung beeinflusst ;) - ist, dass ich im Register sogar erwähnt werde!!! Und das, obwohl ich mich in letzter Zeit echt rar gemacht hab.



Also ganz klare Kaufempfehlung. Entweder zum Verschenken an Neuveganer, oder zum selbst Durchblättern. Bestimmt findet ihr was, was ihr noch nicht wusstet, oder mal ausprobieren wollt. Und wenn mal wieder jmd doofe Fragen stellt, dann drückt ihr ihm einfach das Buch in die Hand und sagt "Lies selbst nach" :D

*Hier* gehts zur Verlagsseite mit Leseprobe

Vielen Dank an den Verlag fürs kostenlose Zurverfügungstellen des Buches.

Sonntag, 17. April 2016

Links der Woche X

neues Positionspapier der DGE zu veganer Ernährung
Auf 11 Seiten erklärt die DGE, wieso vegane Ernährung voll gefährlich ist. PETA kommentiert dazu, vegane Ernährung sei nicht gefährlich wenn man B12 supplementiert und sich nicht bloß von Chips und Cola ernährt.

Heilpraxis.net berichtet, mit Fast-Food würden häufig auch Industriechemikalien aufgenommen
Diese würden bei der Produktion oder aus der Verpackung in das Nahrungsmittel übergehen.

Stiftung Warentest hinterfragt kritisch hochdosierte Vitamin-D-Präparate
und hält diese nach der aktuellen Studienlage für wirkungslos. Ich nehm meins aber trotzdem weiter. Sicher ist sicher.

Auf dem Verbraucherportal lebensmittelklarheit.de beschwert sich ein Verbraucher über den Alpro Mandeldrink
Weil nur 2% Mandel, und das für 2,99€. Stimmt schon, aber überteuerte Produkte sind jetzt irgendwie nicht so der Mega-Aufreger finde ich.

Die Glosse auf Volksverpetzer.de schildert, wie jedes Gespräch mit einem Veganer abläuft
Ich musste mehrmals ziemlich grinsen :D



Ich wünsche euch noch ein schönes Wochenende und einen guten Start in die neue Woche!

Sonntag, 10. April 2016

"Experten" zu Ernährungstrends

Als ich nach Infos zu Vegan+Paleo gesucht habe, habe ich zufällig diesen Artikel gefunden, in dem "Experten" kundtun, was sie von paleo, glutenfrei und vegan halten. Also nicht alles zusammen, sondern jedes als getrennte Ernährungsform.
Wir haben 2016, vegan ist eigentlich fast schon im Mainstream angekommen, etliche Produkte sind als vegan gekennzeichnet und vegane Köche machen bei TV-Shows mit. Trotzdem ist das Märchen von der veganen Mangelernährung nicht auszurotten.
"Oft kommt es zu Eiweiß- und Vitamin-B12-Mangel"
sagt die Diätassistentin Max. Die B12-Problematik ist klar, aber die meisten Veganer supplementieren vernünftig. Aber habt ihr schonmal von einem Veganer gehört, der sich wegen Eiweißmangel behandeln lassen musste? Es ist einfach nur falsch, dass Eiweiß ein Problem wäre. Kann sein dass einige Veganer etwas weniger Eiweiß essen als der Durchschnittsdeutsche, das macht aber auch nix, weil die meisten nämlich mehr zu sich nehmen als sie müssten. Die DGE empfiehlt 0,8g EW pro kg Körpergewicht, das wären bei ner 50kg-Frau 40g Eiweiß.
Allein schon mit ner Portion Haferflocken+Sojamilch kriegt man 15g EW. Mittags Pellkartoffeln mit Blumenkohl und Räuchertofu liefert weitere 20g EW. Wenn man dann zum Abendessen 2 Scheiben Brot mit pflanzlichem Aufstrich isst, dann hat man weitere 10g und liegt sogar über der Empfehlung. Da braucht man dann gar kein Yofu o.ä. zwischendurch zu essen.

Wie sagte Einstein doch so schön: "Es ist leichter, einen Atomkern zu spalten als ein Vorurteil."

Mausflaus testet Buch "Pegan - Paleo + Vegan" von Jenna Zoe

 

Der Randomhouse-Verlag hat mir netterweise in Rezensionsexmplar des kürzlich erschienenen Buches "Pegan" zur Verfügung gestellt.


Jenna Zoe

Pegan. Paleo + Vegan

Natürliche Zutaten. Reich an Protein.

Originaltitel: Plant-Based Paleo
Originalverlag: Ryland Peters & Small
Aus dem Englischen von Franziska Weyer

Paperback, Klappenbroschur, 144 Seiten, 19,0 x 23,5 cm
80 Farbfotos
ISBN: 978-3-517-09427-4 € 16,99 [D] | € 17,50 [A] | CHF 22,90* (* empf. VK-Preis)
Verlag: Südwest

Erscheinungstermin: 28. März 2016


Vorweg: Ich find die Wortkombi doof. Klingt irgendwie nach Pelikan. Aber sowas ist ja gerade in. Man denke nur an "veggan" aus vegan+egg (="Veganer", die Eier von "glücklichen" Hühnern essen), Flexitarier aus flexibel und Vegetarier (=Leute, die manchmal vegetarisch essen, also eigentlich normale Fleischesser).
"Paleo vegan" wäre jetzt auch nicht so unzumutbar lang. Egal.

Was Paleo ist, dürften die meisten mitgekriegt haben: Steinzeit-Ernährung. Ich denk da immer an Mammut, Wurzeln und Beeren, aber natürlich ist nicht bloß unsere mittel/nordeuropäische Ernährung in der Steinzeit gemeint, sondern weltweit; deswegen sind u.a. Kokosnüsse, Süßkartoffeln, Olivenöl, Mandelmehl, Flohsamenschalen bei den "erlaubten" Lebensmitteln mit dabei. Klingt komisch, und dass allerlei Ersatz-Zutaten herbeizitiert, die „Paleo“ sein sollen, bei denen aber jeder Urmensch verständnislos den Kopf schütteln würde, ist auch etwas umstritten.

Mir persönlich ist jetzt nicht so wichtig, ob das tatsächlich echt steinzeitlich ist, weil ich das Konzept zwar interessant finde, aber nicht sehe, dass es so bombastische gesundheitliche Vorteile hätte, wenn man sich total streng auf einzelne Lebensmittel beschränkt.

Im Buch wird erstmal erklärt, was Paleo ist, welche Nahrungsmittel paleo und vegan sind (herkömmliches Paleo ist ja ziemlich fleischlastig), und was das für Dinge sind.

Der Schwerpunkt liegt auf den Rezepten. Diese sind größtenteils ziemlich exotisch; ich gehe davon aus, dass die meisten Veganer sowas normalerweise nicht zubereiten.
Und um die Zutaten zu kriegen, muss man wahrscheinlich erstmal in den Bioladen, Reformhaus oder Feinkosthandel.
Also eher nichts für Kochanfänger, Faule und Ausprobiermüde.
Die Rezepte sind aber gut beschrieben, schön auch, dass jedes mit einem hübschen Bild den Appetit anregt. Großes Plus auch, dass die Nährwerte pro Gericht angegeben sind. Erstaunlicherweise gibt es sogar Süßkram. Hier ein paar Beispiele:





Ich würde das Buch "fortgeschrittenen" Veganern und/oder Kochprofis, die gerne neue Ernährungsphilosophien ausprobieren wollen, empfehlen.

Vielen Dank an den Verlag fürs Zurverfügungstellen des Buches.