Donnerstag, 31. Juli 2014

Neu: veganes Ciabatta bei Starbucks

Neben diversen veganen/veganisierten Getränken hat Starbucks seit neustem auch ein veganes Sandwich im Angebot (siehe Starbucks-Menu-List und  Meldung der Albert-Schweitzer-Stiftung). Als ich letztens für meinen Standard-tall-coffee-mit-aufgeschäumter-Sojamilch-für-hier (bezahlt mit Starbucks-Card - nach dem 5.Getränk ist man auf der grünen Stufe und kriegt nen kostenlosen Refill; außerdem ein Geburtstagsfreigetränk) anstand, habe ich mal die Theke abfotografiert:



Sieht aus wie die anderen Sandwiches und kostet auch genauso viel: 3,45€. Starbucks-Food ist echt teuer. Und deswegen auch nix für mich. Aber der Homeveganer fands lecker.

Mittwoch, 16. Juli 2014

Der "Skandal" mit dem Wurstkartell

In allen Nachrichten (z.B. in der Zeit) hieß es vor kurzem
Millionen Verbraucher in Deutschland haben offenbar zu viel Geld für Wurst und Schinken bezahlt.
Gemeint ist, dass es ein "Wurstkartell" gab, d.h. die großen Hersteller haben untereinander Preisabsprachen getroffen um den Marktpreis künstlich hochzuhalten. Das ist verboten, weil es der freien Marktwirtschaft widerspricht.
Aber ich finde die Aussage, Wurst und Schinken sei "zu teuer" so makaber. Das Zeug ist doch viel zu billig! Es ist ungesunde Industriescheiße, die massenhaft unter miesesten Bedingungen "produziert" wird; Tiere, Landwirte/Fleischerzeuger/Schlachthofmitarbeiter/Transporteure werden ausgebeutet, um die Produktionskosten zu drücken, dazu kommen noch Subventionierungen und der ermäßigte Mehrwertsteuersatz.
Also der Skandal ist in meinen Augen nicht, dass Verbraucher viel Geld (1kg Böklunder Rostbratwurst kostet 4,80€, das sind noch nicht mal 50cent für 100g!!!) für Fleischprodukte gezahlt haben, sondern dass die Wursthersteller sich das in die eigenen Taschen gestopft hätten.

Und was is die Folge? Wird Wurst jetzt billiger? Super, dann kann der Verbraucher da ja noch mehr zuschlagen...

Toll passt auch die aktuelle Forderung von Ernährungsverbänden, den vollen Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent auf besonders kalorienreiche und ballaststoffarme Produkte (wozu auch Wurst gehören dürfte) zu erheben.

Samstag, 12. Juli 2014

es gibt sie noch, die Vegan-Experimente

Ein neuer Teil in meiner Serie Vegan-Experimente:

Diesmal ist eine Redakteurin vom ECHO die Mutige. In "Vegan auf Probe - Ein Selbstversuch" beschreibt sie ihre mutigen 4 Wochen.
Das erste Frühstück besteht aus Kaffee mit Sojamilch, die "aufdringlich nach Vanille schmeckt" (ja, das ist so bei VANILLEsojamilch, wenn man das nicht will, sollte man nichts mit dem Aufdruck "VANILLE" kaufen!!!) und einem Brötchen mit Margarine und Marmelade, denn mehr gibt der Kühlschrank nicht her (Das Experiment kam wohl völlig überraschend, sodass vorher absolut keine Zeit zum Einkaufen war?!).
Mittags gibt es einen Salat in der Kantine. Weil der schon fertig mit Croutons, Käsestreifen und sonstigem Unfug gespickt ist, muss sie alles einzeln rausklauben. Übrig bleiben strohig schmeckendes Grünzeug und zwei Kirschtomaten. 
Das ist ungefähr so sinnvoll, wie eine Salamipizza zu bestellen und dann den Käse und die Salami rutnerzukratzen und nur den Boden zu essen. Auch da hätte man vielleicht mal vorher gucken können, was die Kantine denn so hergibt; dürfte ja nicht der erste Besuch dort sein.
Nun kommt aber der löbliche Einkauf, und zwar im Bioladen. Überraschung: Dort ist es teuer! Wer hätte das gedacht.
Am dritten Tag ist der Hunger angeblich weg. Ständig ans Essen denken zu müssen, macht sowas von satt. Echt? Ich werd davon immer nur noch hungriger.  So traurig geht es weiter; die Vegane-Fertig-Food-Auswahl ist nicht lecker genug; im Fußballstadion gibts keine Pommes, und auf der Grillfete haben die anderen nur Fleisch vorrätig. Es sei denn, die Party wird von Veganern ausgerichtet: Da stopfe ich mich voll und habe plötzlich wieder Appetit, gibt es doch Köstlichkeiten wie vegane Gulaschsuppen, Linsensalate mit Datteln, Bananen-Muffins und Karotten-Nuss-Kuchen.
Könnte daran liegen, dass Veganer auch vegan essen. Btw wenn die anderen es hinkriegen, sowas zuzubereiten, könnte man das doch vielleicht auch selbst machen und ....mitbringen in Kantine und zu Essenseinladungen? Oder denke ich da jetzt zu weit?
dann folgen noch einige nicht weiter nennenswerte Infos zu Ethik, Gesundheit, Stolpersteinen und Produkten. Witzigerweise schreibt sie zum Thema "Lecker essen"
Na klar, das geht auch vegan. Wenn ich zu Hause bin und viel Zeit habe, mir Kichererbsen-Buletten mit Zucchini-Dip zu machen oder Gurkenremoulade zum Spargel. Die vegane Leberwurst aus pürierten Kidneybohnen als Brotaufstrich scheckt super, die grüne Soße mit Tofu-Rührei macht süchtig. Von all den Currys, Linsen- und Gemüsesuppen ganz zu schweigen. Die Liste an veganen Rezepten ist lang und lecker. 
 Na immerhin. Man muss halt was selbst machen. Doch dann wird gleich wieder gejammert
Mir fehlt das Gelbe vom Ei, Naturjoghurt, der nach Naturjoghurt schmeckt, Milch, die nach Milch schmeckt, und käsiger Käse. Mir fehlt auch ein Stück Leichtigkeit.
Tja, wenn an Eigelb als Leibspeise hat, wird man mit veganer Ernährung wohl nicht glücklich. Das Fazit fällt dann auch entsprechend mau aus:
Sich am Montag überlegen zu müssen, wie man die nächsten Tage vegan über die Runden kommt, ist nervig, zeitraubend und mit einem Vollzeitjob nur schwer zu vereinbaren. Ich habe auch keine Lust auf die vielen Diskussionen mit Allesessern, die unweigerlich kommen, wenn man sich als Veganer outet.
Super, wie die Autorin von sich selbst auf die Allgemeinheit folgert. Weil es in ihrer Kantine nix gibt, haben, können Berufstätige unmöglich vegan leben. Komisch, ich kenn Leute, die sich auch so was von zu Hause mitbringen. Z.B. ihr Wiener Schnitzel vom Vortag. Weil es ihnen in der Kantine nicht schmeckt, sie Geld sparen wollen, die Reste eh wegmüssen o.ä. Oder man geht woanders hin... Und ich kenne auch viele, die abends nach der Arbeit noch selbst kochen. Oder wenn sie keine Lust haben, einfach ne Brotzeit machen.
Und einkaufen dauert vegan auch nicht viel länger, jedenfalls nicht, wenn man irgendwann seine Produktpalette kennt.
Aber gegen die Diskussionen mit den Allesessern hab ich auch kein Heilmittel.Wobei man mit "Ich hab da so n ätzendes Experiment aufgedrückt bekommen, und soll da drüber nen Bericht schreiben" doch eigentlich gar nicht weiter in Argumentationsnot gerät.

Samstag, 5. Juli 2014

Links der Woche VI

Was diese Woche so interessant war:

Apps für Veganer und Vegetarier vorgestellt auf superveganer.de
Größtenteils kostenlos

Ganz schön bescheuert: Leberwursteis via SWR
ist aber bloß für Hunde gedacht.

Veganismus - Trend oder Wertewandel in der Wormser Zeitung
Eigentlich ein seichter Lifestyle-Artikel, der halt sein muss, weil vegan ja grad Trend ist, aber ich finds bemerkenswert, dass die Einleitung schon klarstellt
Eins vorneweg: Gegen vegane, also rein pflanzliche, Ernährung für Erwachsene spricht nichts – wenn man sich auskennt.
Ok, Schwangeren und Kindern wird im Artikel auch von veganer Ernährung abgeraten, aber dass die da noch auf Nr. sicher gehen wollen, ist ja ok.

Frühmenschen: Der letzte Scheiß vom Neandertaler auf zeit.de
Eine Überschrift nach meinem Geschmack :D
Eigentlich geht es darum, dass die Neandertaler wohl mehr Pflanzennahrung zu sich nahmen, als bisher angenommen. Also nicht täglich ein Mammut, wie uns einige Paleo-Anhänger gerne weismachen wollen. 

Attila Hildmann hat angeblich seit 2 Monaten ne Promi-Freundin, will gala.de wissen
Und zwar die aus GNTM und Dschungelcamp bekannte unbekannte Sarah Knappik.
Also ich halt jetzt nicht viel von Attila, was er von sich gibt ist jetzt nicht wirklich tiefgründig, aber so n Blondchen (womit nicht die Haarfarbe gemeint ist) verwundert mich doch etwas. Da lautete das Credo wohl "Hauptsache vegan". Oder es ist ne PR-Aktion um den Verkauf von vegan for youth zu pushen. Ich gebe das Feld frei für weitere Spekulationen. Veganer Klatsch und Tratsch ftw!

PETA hat Fady Maalouf zum Germany's Sexiest Vegan 2014 gekürt (PM von PETA)
Fady wer?  Der hat 2008 bei DSDS mitgemacht, verrät Wikipedia. Ich finde den jetzt nicht wirklich sexy, aber so bekommt er wenigstens etwas Aufmerksamkeit, nachdem es mit der Musikerkarriere nicht so geklappt hat (wie zu erwarten war, DSDS ist nunmal kein Karrieresprungbrett). Das ist doch auch was schönes.

Der Bio-Supermarkt Basci hat ein Veganes Einkaufs-Navi erstellt.
Also ein Dokument mit veganen Produkten :) Ist allerdings nicht abschließend; z.B. bin ich mir bombensicher, dass Basic mehr als die genannten 8 herzhaften Aufstriche in den Regalen hat.