Samstag, 28. Juni 2014

Food Report prognostiziert Vegan-Trend auch für 2015

Schonmal vom Food Report gehört? Ich auch nicht. Und gelesen habe ich ihn auch nicht, das würde 125€ kosten. Herausgeber sind das Zukunftsinstitut und die Lebensmittel Zeitung (dfv Mediengruppe), Autorin eine "Ernährungsexpertin". Alles was von sogenannten "Experten" stammt, wird von mir erstmal kritisch beäugt, denn so kann sich jeder schimpfen. Den Vegetarismus/Veganismus-Trend von 2014 hat sie letztes Jahr jedenfalls nicht vorhergesehen.
Dafür prognostiziert sie diesen für 2015 unter dem Label "Soft Health", d.h. gesundes, leckeres Essen:
„Vor zehn Jahren waren Veganer die, die sich am gesündesten ernährten und besonders ungesund aussahen. Heute sind sie die neuen Trendsetter.“

Außerdem Trend:
- "Hybrid Food", d.h. es wird alles mögliche gemixt, zb der "Cronut" (Croissant+Donut)
- "Food Pairing": irgendwas mit Aromakombinieren
- "DIY" weil der Verbraucher sich von der Industrie verarscht fühlt.

Ich seh das alles nicht unbedingt - vegan könnte auch wieder verpuffen, wenn die Leute merken, dass das ganz schön anstrengend sein kann ständig nachfragen zu müssen, Mandelmus teuer ist und man gar nicht davon abnimmt (weil Oreos und Pringles halt auch vegan sind).
Bescheuerte Kombinationen haben sich noch nie durchgesetzt; und alles selbstmachen ist auf Dauer doch zu anstrengend.

Ich bin gespannt, ob vegan auch zum "echten" Trend wird, und nicht bloß ständig davon berichtet wird. Denn das ist mein Eindruck: Alle reden drüber, aber dann wird doch die Salami-TK-Pizza gekauft.

Mittwoch, 25. Juni 2014

Links der Woche V

Esst was ihr wollt! Unterstützung statt Zwang und Ausgrenzung bei Essproblemen von Antispe Dresden
Ein informativer und detailreicher Beitrag  über Veganer mit Essstörungen, wie Veganer mit anderen Veganern, die Essstörungen haben umgehen (sollten) und ein Plädoyer für mehr Umsicht und Verständnis.Per Mail bin ich auf diesen interessanten Beitrag aufmerksam gemacht worden (vielen Dank an dieser Stelle). 

In dem Zusammenhang möchte ich auch noch auf diesen tollen Blog hinweisen: http://bulimieneindanke.blogspot.de/
Ich bin gerade dabei, mich von hinten bis vorne durchzuarbeiten (bin gerade bei Dezember 2013 angelangt), weil einfach jeder einzelne Beitrag lesenswert ist. Es werden nicht irgendwelche "ich bin gesund und es ist soooo toll, alles essen zu können"-Lobreden geschwungen und keine Vorurteile verbreitet, sondern im Gegenteil abgebaut. Es ist voll von hilfreichen Tipps und Erfahrungen. Also nicht so "Gönn dir einfach mal was" oder "Iss einfach so viel bis du satt bist"-Dahergerede, sondern konkrete und weitsichtige Ratschläge. Man merkt bei jedem einzelnen Beitrag, dass die Autorin selbst essgestört war und wie viel Mühe sie sich gibt, den Lesern zu helfen.

Stimmt's? Riechen Vegetarier besser? in der Zeit
Ja! Und ich dachte immer Attila Hildmann behauptet das bloß.

Tiere in Zoos leben vegan auf Scienceblogs
Also nicht wirklich. V.a. die Eisbären nicht. Da hat ein Killer-Eisbär eine Krähe gefressen. Ja, gibt's denn sowas?!?

Experten widersprechen Verbraucherschützern "Chlorhühner sind nicht ungesünder" auf tagesschau
Report Mainz hat sich mal schlau gemacht, ob das mit dem Chlorbad wirklich so schlimm ist. Ich fands ja eh schon immer seltsam, dass den Leuten Antibiotika, Salmonellen und Gammelfleisch egal sind, aber sobald es darum geht, dass die gerupften Hühnchen in Chlor getaucht werden (was uns im Schwimmbad auch nicht umbringt, wenn auch in geringerer Konzentration), kochen die Emotionen hoch.

Wer ist der bessere Vegetarier? Glosse in der FAZ
Die Motivation ist nicht egal: Ein amerikanischer Psychologe fand heraus, dass Vegetarier sich gegenseitig scharf beurteilen. Wer nur wegen der Gesundheit auf Fleisch verzichtet, wird kritisch gesehen.

Massenproduktion statt ländlicher Idylle bei „Hofgut“, "Landküche" und …auf Lebensmittelklarheit
Angeprangert wird die heile Welt, die insbesondere Wursthersteller mit Verpackung, Design und Werbung dem Verbraucher einreden wollen. Wer kennt sie nicht, die grasenden Kühe im Grünen?

Dienstag, 10. Juni 2014

TV-Tipp: HEUTE, 10.Juni, 20:15 ZDF Duell "Vegetarier gegen Fleischesser" mit Attila Hildmann

Heute abend wird endlich die verschobene Sendung ausgestrahlt!

„Vegetarier gegen Fleischesser“ / „ZDFzeit“ bittet Attila Hildmann und Alfons Schuhbeck zum Duell am Herd

Rund sechs Millionen Deutsche leben vegetarisch – Tendenz steigend. Doch was bringt vegetarische Ernährung für die Gesundheit, für die Natur und unser Gewissen? Antworten wird „ZDFzeit“ am Dienstag, 10. Juni 2014, 20.15 Uhr, in der Dokumentation „Vegetarier gegen Fleischesser – Das Duell“ auf den Tisch bringen. Dabei gibt es Unterstützung vom Shooting-Star der veganen Küche, Attila Hildmann, und von Fernsehkoch und Fleischliebhaber Alfons Schuhbeck. Die Frage, ob man Fleisch essen soll – oder darf – führt immer wieder zu hitzigen Debatten. Eine kurzfristige Verschiebung der Sendung „Vegetarier gegen Fleischesser“ im April brachte dem ZDF auf den Social-Media-Plattformen heftige Reaktionen ein. Manche Kritiker auf Facebook und Twitter vermuteten gar, die Fleischindustrie habe versucht, Einfluss auf die Sendung zu nehmen. Jetzt können sich die Zuschauer endlich selbst ein Bild machen.
„ZDFzeit“ zeigt erstaunliche Fakten und geht so manchem Mythos ums Fleisch auf den Grund. Was ist dran am Vorurteil, dass strenge Vegetarier unter Mangelerscheinungen leiden? Stimmt es wirklich, dass die Leidenschaft für gute Steaks, verglichen mit der Freude an knackigem Salat unsere Umwelt um ein Vielfaches belastet? Geht tatsächlich Lebensfreude verloren, wenn man kein Fleisch mehr isst? Und wer lebt länger – die Fleischfreunde oder die Vegetarier?
"ZDFzeit" macht die Probe aufs Exempel: Vier leidenschaftliche Fleischesser und vier überzeugte Vegetarier müssen gegeneinander antreten. Sie werden betreut und bekocht vom bajuwarischen Fleischliebhaber Alfons Schuhbeck und von Attila Hildmann, dessen vegane Rezepte sich wachsender Beliebtheit erfreuen. Unter Anleitung der beiden Spitzenköche ernähren sich die Teams 30 Tage lang großzügig von Fleisch – oder streng vegetarisch. Währenddessen müssen sie unter Anleitung ein straffes sportliches Trainingsprogramm einhalten.
Am Ende des Experiments wird unter wissenschaftlicher Beobachtung Bilanz gezogen: Wer hat mehr Ausdauer dazugewonnen? Wer hat die besseren Blutwerte? Wer fühlt sich besser? Und was passiert bei einem unverhofften Rollentausch – wenn Vegetarier plötzlich Tiere essen und Fleischesser ohne Steak auskommen müssen? Bei „ZDFzeit“ wird Bilanz gezogen und kein Ergebnis im Kochtopf versteckt. 
http://zeit.zdf.de
http://twitter.com/zdf

Quelle: Presseportal ZDF

Freitag, 6. Juni 2014

PETA sucht Germany's Sexiest Vegan 2014

Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. sucht „Germany‘s Sexiest Vegan 2014“. Das große Online-Casting zur Wahl der attraktivsten Veganer/-innen in den Kategorien „Frau“, „Offen“ und „Mann“ beginnt ab heute auf Sexy.PETA.de. Die „offene“ Kategorie lädt all jene zur Teilnahme ein, die sich hinreißend, aber nicht im klassischen Sinne männlich oder weiblich fühlen. Dabei sein ist ganz unkompliziert! Einfach den Fragebogen im Internet ausfüllen, ein Foto hochladen und schon hat man die Chance auf den begehrten Titel. Bei der Wahl zählt nicht nur das schöne Äußere, auch das Engagement für die Rechte der Tiere hat Gewicht. Nach einer Vorauswahl durch die PETA-Jury werden die fünf Finalisten jeder Kategorie in einem Online-Voting durch die PETA-Fangemeinde gewählt.
Die Gewinner werden am 30. Juni 2014 auf PETA.de präsentiert und dürfen ein Jahr lang den heißen Titel tragen. Zudem gibt es traumhafte Preise zu gewinnen: Die Erstplatzierten erhalten ein fantastisches PETA-Fahrrad, auf die Zweitplatzierten wartet ein Gutschein für das „Veggiehotel Krone“ und die Drittplatzierten dürfen sich über eine tolle Tasche gefüllt mit PETA-Geschenken freuen. Bewerben darf sich jeder, der vegan lebt und mindestens 18 Jahre alt ist. Teilnahmeschluss ist der 13. Juni 2014.
Quelle: peta.de

Früher gab's bloß den sexiesten Vegetarier, jetzt gibt's anscheinend genug Veganer, dass man dafür nen eigenen Contest macht.
Mein Tipp: Sich in der Kategorie "offen" bewerben, da gibts bestimmt nicht so viele Teilnehmer ;)

Montag, 2. Juni 2014

Woran merkt man, dass wir WIRKLICH zu viel Fleisch essen?

Ein Wursthersteller sagt es. Und zwar der Chef der "Rügenwalder Mühle", das ist das mit der nervigen Teewurst-Werbung und der idyllischen Windmühle auf der Packung. Schon 2013 hatte sich der Firmeninhaber positiv zum Veggie-Day geäußert; ist also kein Marketing-Trick. 
Bisher verkauft der Betrieb jährlich Fleischprodukte für 170 Millionen Euro.
Die Aussage, dass der Markt für Fleischprodukte sinke, kann ich nicht ganz nachvollziehen; denn der Fleischkonsum ist in Deutschland ungebrochen hoch. Bio sieht er nicht als Alternative, denn es gebe in Deutschland weniger als 5 000 Bioschweine pro Woche – zu wenige. „Selbst wenn wir die alle bekämen und fingen morgen um fünf Uhr an, dann hätten wir um 6.30 Uhr kein Fleisch mehr.“
Eine mögliche Zukunft sieht der Firmeninhaber aber in Sojaprodukten. *Omg* vegane Teewurst von der Rügenwalder Mühle?!? Sojaprodukte scheinen allerdings echt n Zukunftstrend zu sein; kürzlich hat ja Aldi grad rausposaunt, künftig Vegetarisches/Veganes V-Label zertifizieren zu lassen.

Kommen vielleicht bald Zeiten, in denen Vegetarier/Veganer keine Randgruppe mehr sind? In denen man sich seinen Tofu nicht selbst zur Grillparty mitbringen muss; weil mindestens die Hälfte des Grillguts ohnehin Soja/Seitanzeug ist? Oder stellt euch mal vor, wie geil es wäre, wenn nicht die vegetarischen Produkte gekennzeichnet würden, sondern die Sachen die Fleisch enthalten. Weil man die im Supermarkt nämlich mit der Lupe suchen muss.
Irgendwann vielleicht. Gleich nachdem ein Atommüll-Endlager gefunden und kalorienfreie Schokolade erfunden worden ist