Freitag, 7. März 2014

Mausflaus testet "Vegane Backträume"

Brigitte Bach von Deutschland is(s)t vegan  hat ein veganes Backbuch geschrieben, was mir freundlicherweise vom Löwenzahn-Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde: 

 

Aus der Beschreibung:
Vegane Backträume 
Kuchen, Kekse und andere Leckereien!

„Vegane Backträume“ präsentiert über 40 Rezepte, die von österreichischen Klassikern wie Apfelstrudel oder Polsterzipf, über Newcomer wie Cupcakes oder Bagels bis hin zu feinem Teegebäck reichen. Neben einfachen Rezepten für Backanfänger, finden sich auch aufwändigere Kreationen für Fortgeschrittene, die ihrer Experimentierfreude – nicht zuletzt mit den zahlreichen Austausch – und do-it-yourself-Tipps – freien Lauf lassen können. Der Einleitungsteil des Buchs zeigt, welche Zutaten anstelle von Eiern, Butter, Topfen und Obers für beste Backergebnisse sorgen und mit welchen einfachen Grundregeln veganes Gebäck gelingt.

Brigitte Bach: Vegane Backträume. Kuchen, Kekse und andere Leckereien.
Löwenzahn Verlag 2014. 

17,95 Euro
ISBN 978-3-7066-2541-8
Was beim ersten Durchblättern auffällt, ist, dass alles hübsch bebildert und das Layout ansprechend gestaltet ist.Inhaltlich gibt es zunächst einen Einführungsteil, der sich nicht nur aufs Backen bezieht. Z.B. wird in "Vegan und alles ist gut?" zu einem bewussten Umgang mit Zutaten aufgerufen. Es gibt außerdem einen ausführlichen Teil zur Frage, wie veganes Backen gelingt und welche tierischen Produkte wie ersetzt werden können, inkl. eine Ei-Ersatz-Tabelle.Am Ende gibt es noch Verpackungstipps und ein Glossar.

Die Rezepte sind sowohl Klassiker, als auch Eigenkreationen.



Das weltleckerste Rezept überhaupt:



Ein bisschen blöd finde ich, dass die Zutatenlisten sehr umfangreich sind, und auch die Anfänger-Rezepte nicht soooo anfängertauglich. Außerdem wird vorwiegend mit pseudo-gesunden Zutaten gearbeitet wie Rohrohrzucker, Agavendicksaft oder Dinkelmehr. Ich finde das etwas nervig, denn Saccharose bleibt Saccharose, egal in welcher Konsistenz. Ist ja irgendwie grad so Trend, Zucker zu verteufeln und dafür anderes Süßzeugs zu verwenden, und den Eindruck zu vermitteln, man würde was Gesundes verwenden. Klar, wenn man's weiß, dann kauft man einfach normalen Zucker, aber wenn man sich nicht so auskennt, weiß man vlt nicht, ob die Rezepte dann auch funktionieren/schmecken. Mit Dinkelmehl ist es ähnlich; das ist zwar tatsächlich gesünder als Weizenmehl, aber auch nur geringfügig. Und viele mögen den Geschmack nicht so sehr.

Zweiter Kritikpunkt: Ich finde das Design zwar ganz hübsch; aber es ist doch arg mädchenhaft. Schon das Cover ist ja in schnörkeliger lila Schreibschrift auf rosa Hintergund und ein schnuckeliger Cupcake im Hintergrund. Soll definitiv eher Frauen ansprechen. Klar sind Frauen was Backen und v.a. Veganismus angeht die Hauptzielgruppe, aber muss man immer alle Klischees erfüllen?

Also wer auf Mädchen-Backen steht, ist mit dem Buch bestens bedient :) 


Brigitte hat auch einen eigenen Blog names B.B's Bakery, in dem ihr euch schonmal einen ungefähren Eindruck von Brigittes Backkünsten verschaffen könnt und im Making of lesen könnt, wie es zum Buch kam. 

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