Freitag, 3. Januar 2014

Ihh, Pestizide!

Pestizide will keiner, von daher ist Waschen angesagt. Aber wie? Nur Wasser, wenn ja reicht kalt oder muss es heißt sein; Essiglösung, Spüli, kräftig schrubben? Stiftung Warentest klärt auf:
Um Pestizide von Obst und Gemüse abzuwaschen, genügt kaltes Wasser. Es muss kein warmes Wasser sein. Das ergaben Untersuchungen an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen. Wer zum Beispiel Trauben gründlich mit kaltem Wasser abspült, hat gute Chancen, etwa 50 Prozent der Pflanzenschutzmittel zu entfernen. Dabei bleibt es dann aber auch. Selbst warmes Wasser mit Spülmittel reduzierte die Belastung durch Pflanzenschutzmittel nicht noch weiter. Bei Obst und Gemüse sitzen die nicht nur auf, sondern auch unter der Schale.
Tipp. Waschen Sie frisches Obst und Gemüse vor dem Verzehr schon aus hygienischen Gründen. Das entfernt Anschmutzungen und / oder Bakterien wenigstens teilweise. Für größere Früchte sinnvoll: Pestizide lassen sich zusätzlich mechanisch entfernen durch Abbürsten oder Abrubbeln mit einem Tuch.

Wer noch weniger Pestizide will, kauft Bio und/oder hält sich an diese Liste:


Obst und Gemüse mit hoher Belastung
  • einheimische Johannis- und Stachelbeeren
  • Traube
  • Himbeeren
  • Melonen
  • Petersilie
  • Rucolasalat
  • Paprika
  • Sellerie
  • Zucchini
Obst und Gemüse mit geringer Belastung
  • Bananen (Pestizide bleiben auf der Schale)
  • Blaubeeren
  • Kiwis
  • Brokkoli
  • Chicoreesalat
  • Endiviendsalat
  • Fenchel
  • Spargel
  • Zwiebeln
  • Kartoffeln

Quelle: hundertorangen

Kommentare:

  1. Bis jetzt habe ich mein Obst wirklich immer heiß abgewaschen, das werde ich mir dann nun immer sparen.

    Danke für den Hinweis natürlich auch nicht schön zu wissen, dass viel davon drin bleibt. :)

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  2. The more you know! Erinnert mich daran, dass ich mein Gemüse auch tatsächlich waschen sollte...

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    1. ehrlich, du wäschst das gar nicht?!? allein schon weil das in der auslage ja von allen angegrabbelt wird mach ichs. das einzige, wo ich echt zu faul bin, sind bio-möhren, die sind ja eh abgepackt, und bei bio kann mans m.e. eh vernachlässigen.

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    2. Naja, meistens esse ich's ja gekocht. Aber ja, regelmässig vergesse ich's schlicht. Wenn's bei mir aus dem Kühlschrank kommt, wirkt's irgendwie immer schon so kochbereit... Aber das wird nun mein Vorsatz fürs neue Jahr.

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  3. Ich kauf momentan auch wieder nur Bio. Was einem nämlich immer keiner sagt: Grenzwerte für Pestizidkonzentrationen beziehen sich auf ein Präparat. Werden aber mehrere Pestizide angewendet, kann die Belastung in Summe bedenklich hoch sein, ohne dass die Grenzwerte der einzelnen Präparate überschritten wurden.
    Konsequenz: sobald ich nen Garten habe, mach ich mein eigenes Biogemüse :D Jaja, wenn ich mal "groß" bin.

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    1. Dass einem das keiner sagt, stimmt ja so nicht. Das ist ja das gesamte Argument der Bioindustrie.

      Gekauftes Biogemüse hat auch Pestizide...

      Ich träum auch von meinem eigenen Garten, wo ich selbst kontrollieren kann was auf meine Pflanzen kommt.

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  4. nichts mehr ist sicher! Lieber selber einen kleinen Garten anbauen!

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  5. Sehr interessant. Ich kaufe auch nicht immer alles in Bio-Qualität und habe immer gründlich mit heißem Wasser und einer Bürste geschruppt. Vielleicht sollte ich nur noch Bio kaufen ..... hmmmm, wenn ich mir so die Hitec Anzüge der Pestizid-Spritzer ansehe, ist das wohl die sinnvollste Lösung ...

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  6. Im Prinzip ist der Artkel ja interessant, aber leider sehr oberflächlich. Die Liste der Produkte mit hohen Belastungen zum Beispiel sagt einfach pauschal alle sind schlimm. Das stimmt so einfach nicht. Es gibt viele produzenten die im integrierten anbau nur sehr wenig Mittel einsetzen dürfen und inzwischen meistens auf biologische Schutzmittel zurückgreifen. Eshängt alsosehr viel vom Produzenten und den Endkunden ( Dicounter wie Aldi Lidl etc. ab) Frühlingszwiebeln von REWE haben zum Beispiel mit Sicherheit öfter Spritzmittel erhalten Paprika von LIDL. Da ich in der Branche arbeite kann ich Euch z.B sagen, daß REWE nur verlangt das die Gesetzlichen Grenzwerte eingehalten werden, Aldi erlaubt maximal 60% und LIDL maximal 30%. Rewe kontolliert stichbrobenartig, Aldi etwas öfter und LIDL jede Lieferung. chemische Fungizide, Pestizide etc. sind im biologischen Anbau verboten, Aber Schwefel etc. ist erlaubt. Auch bei biologische Mittel können die Endverbraucher Probleme bekommen, da Allergien immer mehr auch auf biologische Fungizide und Pestizide bestehen. Übrigens werden im biologischen Anbau oftmals zwecks Alternative tierische Eiweiße (hydrolysierte Schlachtabfälle) als Pflanzenstärkungsmittel verwendet. Da sage ich nur guten veganen Appettit. Wer den Platz hat sollte am Besten viel Gemüse selber anbauen. Abwaschen ist gut bei einigen Produkten wie z.B. Paprika sollte man erst trocken abputzen und dann wie fast alles Gemüse bei 6 Grad im Kühlschrank aufbewaren (Frühlingszwiebeln und Porre am Besten bei 2 Grad) erst kurz vorm Verbrauchen abwaschen. Liebe Grüße

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    1. Kommen jetzt wirklich schon Schlachtabfälle auf dem Acker? Hast du einen Link zum nachlesen? Das macht mir aber Angst. Brauchen wir in Zukunft dann noch eine vegan Kennzeichnung für Obst und Gemüse?

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    2. Hallo, kannste sogar bei Wickipedia nachlesenwas erlaubt ist im biologischen Anbau. Schwefel z.B. auch. Wenn Deine roten Paprika beim Schneiden sehr roten "Saft" abgeben wurde die rote Farbe mit Schwefel "erzeugt" (Ist bei mangelnder Sonne und nächtlicher Kälte manchmal schwer hier in Europa roten Paprika zu bekommen.) Ich suche noch ein paar andere links, ansonsten habe ich meine Informationen aus erster Hand! Grüße

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  7. und was ist mit Pestizide aus der konventionellen Pflanzenproduktion? Damit diese zugelassen werden MUSS ein Tierversuch durchgeführt werden. Also doch nicht vollvegan?

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