Mittwoch, 30. Oktober 2013

neues Label für regionale Produkte ab 2014

Ich versuche in letzter Zeit mehr regional einzukaufen, wobei ich den Begriff sehr weit auffasse; ich bin schon froh wenn ich Tomaten aus Holland/Belgien oder Eisbergsalat aus Deutschland finde. Da freue ich mich, wenn es zertifiziert regionale Produkte geben wird, die man auf den ersten Blick durch das Logo erkennt:

Regionale Produkte: Neues Logo ab 2014

Das „Regional­fenster“ informiert künftig Verbraucher in ganz Deutsch­land über die Herkunft von Lebens­mitteln. Ab 2014 soll das blau-weiße Logo in ganz Deutsch­land auf Etiketten und Lebens­mittel­verpackungen zu sehen sein. Dafür müssen sich Anbieter jedoch einem strengen Zulassungs­verfahren unterziehen. test.de informiert.
Probelauf war erfolg­reich


Lebens­mittel aus der Region sind beliebt. Immer mehr Verbraucher geben an, Produkte aus der näheren Umge­bung zu bevor­zugen. Ab kommendem Jahr erhalten sie beim Einkauf eine neue Orientierungs­hilfe: das „Regional­fenster“. Nach einer im April 2013 abge­schlossenen Test­phase in fünf Regionen Deutsch­lands soll das blau-weiße Logo (siehe Bild) ab 2014 auf Lebens­mittel­verpackungen im ganzen Bundes­gebiet prangen – etwa auf Marme­laden­gläsern, Joghurt­bechern, Fleisch- oder Wurst­verpackungen.
Herkunft der Haupt­zutat zählt

Das Regional­fenster informiert Verbraucher über die Herkunft der Zutaten sowie über den Verarbeitungs- und Verpackungs­ort. Macht etwa bei zusammengesetzten Produkten die Haupt­zutat mehr als die Hälfte des Gesamt­gewichts aus, muss diese Zutat zu 100 Prozent aus der angegebenen Region kommen. Entwickelt wurde das Regional­fenster vom gleichnamigen Verein. Ihm gehören Land­wirte an, Regional­initiativen, Lebens­mittel­hersteller und -händler. Mit dem Logo wollen sie die einheitliche und verläss­liche Kenn­zeichnung regional erzeugter Produkte ermöglichen.
Trans­parenz für Verbraucher

Was als Region gilt, definieren die Lebens­mittel­hersteller selbst. Auf dem Etikett müssen sie die Region genau benennen. Dabei können sie sich auf ein Bundes­land fest­legen oder auf einen Land­kreis. Aber auch Formulierungen wie „aus dem Radius 50 Kilo­meter um Fulda“ sind zulässig.
Jedes Produkt wird kontrolliert

Für die Lebens­mittel­anbieter ist die Nutzung des Regional­fens­ters freiwil­lig. Wer es auf seine Produkte drucken will, muss ein strenges Zulassungs- und Kontroll­verfahren durch­laufen (mehr unter www.regionalfenster.de). Bis Früh­jahr 2014 sollen mehrere hundert Produkte zertifiziert sein.
 Quelle: test.de vom 25.Oktober 2013

  Hört sich allerdings so an, als ob die Zertifizierung verschwindend wenige Produkte schaffen werden, und wohl eher sowas wie Käse, Fleisch oder Fisch. Doof finde ich, dass die Hersteller "regional" selbst definieren müssen, die Kriterien aber auf der Packung abdrucken müssen. Dann muss man ja doch wieder umdrehen und lesen.

Kommentare:

  1. Hm, ich teile deine Bedenken. So ein Label hat immer das Potential für Greenwashing oder wie man es hier nennen will. Es gibt z. B. das blaue QS-Siegel. Das wird von der Industrie verwaltet und bedeutet eigentlich nur, dass die Gesetze eingehalten werden - wow.

    Bei dem "Regionalfenster" sehe ich mehrere Probleme:
    1. Hersteller dürfen selbst bestimmen, was sie schreiben (wie du gesagt hast)
    2. Die Zulassung scheint so teuer/aufwendig zu sein, dass sie sich nur die großen Hersteller leisten können.
    3. Es müssen nur 50% lokal hergestellt werden. Vielleicht genügt dazu auch ein Verarbeitungsschritt: "Das Regional­fenster informiert Verbraucher über [...] den Verarbeitungs- und Verpackungs­ort."
    4. Gerade frisches Obst und Gemüse hat keine Verpackung.

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    1. hi steffen,
      laut regionalfenster soll die zulassung relativ billig sein; wobei das befürchten lässt, dass auch nicht so arg kontrolliert wird. echt schade, dass eine so gute idee so verwässert wird.
      btw obst+gemüse hat oft ne verpackung, wobei ich nicht weiß ob ne plastikhülle/schale als echte verpackung gilt.
      lg mausi

      btw du hast ne tolle seite, gleich mal abonniert :)

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  2. Danke, die Seite ist noch recht neu. Ich will damit den Gesundheitsaspekt veganer Ernährung hervorheben und gängige Mythen aufklären. Ich finde, das kommt hierzulande noch zu kurz. Da sind die Amis uns einen Schritt voraus, z. B. nutritionfacts.org

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