Mittwoch, 31. Juli 2013

Markt-Trendreporter: Wie lebt es sich „vegan“?

Am Montag lief mal wieder das Verbrauchermagazin "Markt", ich lad mir immer den Podcast runter, deswegen hab ich erst jetzt gesehen, dass da ein Bericht über Veganismus drin ist!
Ist sogar relativ gut weggekommen, bloß die Ärztin, die den Veganer und den Reporter untersucht hat, war sehr negativ eingestellt, und hat immer davon gefaselt, Veganer müssten Tabletten schlucken, würden leicht nen Mangel kriegen, und als der Veganer dann leichten Eisenmangel hatte, haben sich Arzt+Reporter natürlich bestätigt gefühlt.
Das Frühstück hat ihm nicht wirklich geschmeckt, er hätte gerne Nutella gehabt. Schade dass sie ihm keine Chocoreale oder den tollen Schoko-Aufstrich vom Rewe hingestellt haben. 
Der Reporter war aber total begeistert, wie gut das vegane Grillzeug geschmeckt hat, wollte aber letztlich nicht auf seine Lederschuhe und Eis aus der Eisdiele verzichten.

Immerhin wurde mit dem Vorurteil, vegan sei teuer, aufgeräumt: Das Team war fürs Grillen einkaufen und es stellt sich heraus, der Preisunterschied ist gering. Die Fleischvariante kostet 18,35 Euro. Die Veganer haben 19,71 Euro gezahlt.

Nachlesen kann man den Beitrag hier. Da gibts auch das Video zur Sendung.

Donnerstag, 25. Juli 2013

über die Geschichte des Vegetarismus

... ist gestern unter der Überschrift "besser essen" ein informativer Artikel in der zeit-online erschienen.


Mittwoch, 24. Juli 2013

neue Studie: Anteil Vegetarier/Veganer in Deutschland

Universitäten Göttingen und Hohenheim veröffentlichen Studie zum Fleischkonsum in Deutschland:
Mit 3,7 % hat sich der Anteil der Vegetarier in Deutschland innerhalb von 7 Jahren verdoppelt. 13,5 % der Deutschen würden dagegen mehr Fleisch essen, wenn es billiger wäre, so das Ergebnis einer repräsentativen Befragung der Universitäten Göttingen und Hohenheim. Dazwischen gibt es eine große Bandbreite von Menschen, die bewusst wenig Fleisch essen (Flexitarier, 11,6%) oder ihren Fleischkonsum reduzieren wollen (9,5%). Insgesamt lässt sich bei 60 % der Deutschen eine generelle Bereitschaft für einen geringeren Fleischkonsum feststellen. Die deutsche Agrar- und Fleischwirtschaft solle daher verstärkt auf geringere Mengen und dafür höherere Qualität setzen, so der Rat der Autoren.
Nur eine sehr kleine Gruppe von unter einem halben Prozent lebt vegan. Im Vergleich zur letzten repräsentativen Erhebung, der Nationalen Verzehrsstudie II aus dem Jahr 2006, hat sich der Vegetarieranteil damit ungefähr verdoppelt. 
Quelle: Uni Hohenheim (hier der 10seitige ausführliche Artikel dazu)

Allerdings:
Von den Vegetariern isst ungefähr die Hälfte Fisch. 
Bleiben knapp 2% echte Vegetarier. Und 0,3% Veganer. Das sind bei einer Bevölkerung von 80 Millionen gerade mal 240.000 Veganer. Dabei wird immer von 800.000 Veganern geredet.
Das andere sind wischi-waschi-Aussagen à la "ich würd ja gern, aber...". Und "innerhalb von 6 Jahren verdoppelt" hört sich zwar viel an, aber man hat ja quasi bei Null angefangen.

Ich will jetzt nicht den Miesepeter spielen, aber ich sehe da keinen Grund für Freudensprünge.

aktuelles Lieblingszitat XXI

„Je weniger die Leute wissen, wie Würste und Gesetze gemacht werden, desto besser schlafen sie!“

von Otto von Bismarck

Mittwoch, 10. Juli 2013

Lieblingsgemüse Tomaten?

Tomaten sind Lieblingsgemüse der Deutschen

Rot und rund: Kein Gemüse mögen die Deutschen lieber als Tomaten. 21 Kilo isst jeder im Jahr. Meist werden die Tomaten aber nicht frisch, sondern als Sauce, auf Pizza oder als Ketchup gegessen.
Deutsche essen mehrere Kilo Tomaten pro Jahr. Wie die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) mitteilte, lag der durchschnittliche Tomatenkonsum jährlich bei knapp 21 Kilo pro Kopf. Das gilt nach vorläufigen Schätzungen für das Wirtschaftsjahr 2012/13, das am 30. März endete. Damit ging der Konsum leicht zurück. Im Vorjahreszeitraum waren es noch knapp 25 Kilo gewesen.

Mit deutlichem Abstand folgten Möhren, von denen die Deutschen 8,2 Kilo im Jahr zu sich nahmen. Der durchschnittliche Deutsche verzehrte auch gut 7,7 Kilo Zwiebeln jährlich.

Zwei Drittel der Tomaten werden verarbeitet verzehrt, ein Drittel frisch. Die meisten Tomaten kommen nicht aus Deutschland, sondern aus den Niederlanden, Spanien, Belgien oder Italien. Wichtigstes Lieferland außerhalb der EU ist Marokko.
 
Wundert mich, ich dachte, da kämen Kartoffeln an erster Stelle. Wobei die oft nicht als Gemüse angesehen wird (obwohl sie laut Wiki-Artikel eines ist), sondern als eigenständige Art. 
Ansonsten ist es klar, dass Tomaten vorne sind; selbst auf der fleischlastigsten Pizza ist Tomatensoße und die Fritten im McD isst keiner mit Mayo. 
Tomaten mag ich v.a. im Sommer. Heute Mittag hab ich mir nen schönen Tomatensalat gemacht; ich hatte überhaupt keine Lust auf was Warmes oder ne Scheibe Brot. Ansonsten hab ich aber eigentlich eher andere Präferenzen, ich hab mal meine Top 10 aufgelistet:
  1. Karotten
  2. Kürbis
  3. Kohlrabi
  4. Auberginen
  5. Zucchini
  6. Steckrüben
  7. Eisbergsalat
  8. Tomaten
  9. Erbsen
  10. Bohnen (weiße/Kidney)

Dienstag, 9. Juli 2013

Biodukte

Biodukte.de ist ne Datenbank für Bio-Produkte; man kann nach PLZ suchen, und dann nochmal eingrenzen, ob man Lebensmittelladen, Hofladen oder Wochenmarkt sucht. Die jeweiligen Locations sind anklickbar und verraten dann genauen Standort, Öffnungszeiten und ne kurze Beschreibung.
Im Prinzip wie veganguide.org nur halt für Bio :-)

Mittwoch, 3. Juli 2013

TV-Tipp: So, 7.Juli 2013 19:30 ZDF: Terra X - Wie wir leben - Unsere Ernährung

Deutschland - Wie wir leben (3/3)

Unsere Ernährung: Domäne der Frauen

Bei den Deutschen ist der Supermarkt vor allem das Revier der Frauen, denn sie trifft 86 Prozent der Kaufentscheidungen in der Familie. Doch während sie im Supermarkt regelmäßig neue Ideen für den Speiseplan entdeckt, kann sich der Mann dafür kaum begeistern. Wie eh und je interessiert er sich vor allem für eines: die Fleischtheke.

Der tägliche Einkauf – für manche eine Freude, für andere eine Last und für alle unumgänglich. Doch was wir kaufen ist, rein statistisch gesehen, gut vorhersehbar. Ganz oben auf dem Speisezettel: Fleisch und Wurstwa­ren. Vor allem dann, wenn die Männer einkaufen, denn die verzehren durchschnittlich doppelt so viel Fleisch wie die Frauen. Doch ein Blick in die Geschichte zeigt, dass das keineswegs immer so war. In Zeiten des Bevölkerungswachstums war nicht genügend Raum für die Schweinehal­tung vorhanden, Fleisch war ein Luxusgut. In Zeiten schwindender Bevölkerung, wie beispielsweise den großen Pestwellen, konnten wiederum mehr Schweine gehalten werden, und Fleisch war für jedermann erschwinglich.

Die Geschichte hat in vielerlei Hinsicht unseren Ge­schmack geprägt. Ob man lieber süß statt sauer isst, lieber Kaffee oder Tee trinkt oder die Nudel der Kartoffel vorzieht – alles hängt von der historischen Entwicklung des Landstriches ab, in dem man lebt. Der Lebensmitteleinkauf ist für die meisten Deutschen erschwinglich. Etwa ein Zehntel der Einkünfte werden heute für die Ernährung ausgegeben. Kaum weniger investieren wir in Freizeitaktivitäten und Unterhaltung.

Quelle: zdf

Dienstag, 2. Juli 2013

Frauenzeitschriften können auch anders

Nach dem superätzenden Artikel über Veganismus in der Bild der Frau liefert die Petra den Beweis, dass Frauenzeitschriften nicht bloß Klischees, unfähige Journalisten und Gejammere können:

Selbstversuch: Vegan leben

Knapp 700.000 Deutsche verzichten bereits auf Fleisch, Milch, Eier & Co. Nur wird das Leben dadurch nicht unnötig kompliziert und fad? PETRA-Autorin und Käseliebhaberin Yvonne Adamek hat es ausprobiert und lebte einen Monat vegan.

Schon den Einstieg find ich witzig und treffend:
Wollen Sie am Kaffeetisch mit Freunden und Verwandten mal so richtig für Gesprächsstoff sorgen? Dann verkünden Sie doch einfach, dass Sie jetzt für einen Monat vegan leben. Zuerst werden alle ungläubig staunend die Augen aufreißen, gefolgt von einem quälend lang gezogenen "Ähhh, warum?". Erst danach spalten sich die Reaktionen in zwei Lager auf: super und bescheuert. Mehr Meinungen gibt es zu diesem Thema nicht. Trotzdem hat jeder etwas dazu zu sagen. Bis auf Oma vielleicht. Die winkt nur vielsagend ab und seufzt: "Na, dann mach ich dir demnächst eben Huhn."

Die Autorin schlägt sich ganz gut, die veganen Rezepte kommen in der Familie gut an, allerdings nimmt sie auch über 2kg ab und isst viel mehr Gemüse.  

Das Fazit ist nicht nur positiv; ihr Umfeld lässt sie deutlich spüren, dass die nun die "Spaßbremse" ist, mit der man nicht mehr gescheit essen gehen kann. Aber so ist das halt leider...