Freitag, 31. Mai 2013

(Un-)Tag der Milch

Morgen ist wieder "Tag der Milch". Hört sich an wie ne Idee der Milchlobby? Ist auch eine:
Am 1. Juni findet jährlich der sogenannte "Tag der Milch" statt. Durchgeführt wurde er ursprünglich, als eine Propaganda- Veranstaltung der CMA (Centrale Marketing-Gesellschaft), um das Image der tierlichen Milch aufzubessern. Seitdem es die CMA nicht mehr gibt, veranstalten verschiedene Milch- und Molkereiverbände weiterhin Veranstaltungen, um den Milchkonsum anzukurbeln. Unter Mottos wie z.B. "Entdecke die Vielfalt. Die Milch macht's." werden die KonsumentInnen getäuscht und ein Bild der gesunden und ethisch vetretbaren Tiermilch soll erweckt werden. 
(Quelle: http://tagdermilch.vegan-welt.de/)

Mein ganzes Leben lang habe ich diesen Jahrestag nie wirklich wahrgenommen, dabei gibts den laut Wikipedia schon seit über 50 Jahren. Erst als ich Veganer wurde, und bei Anti-Aktionen mitgemacht habe und PMs von Veganerseiten dazu bekam, habe ich ihn wahrgenommen. Ich sitz jetzt auch nicht vorm Kalender und denke mir "Oh, bald ist wieder 1.Juni, Tag der Milch!", ich bin durch den Newsletter vom Vebu drauf aufmerksam geworden. Als ich danach gegoogelt hab, bin ich witzigerweise auf einen Post von mir gestoßen, in dem ich über den Weltschulmilchtag berichtet habe, gestoßen. Hatte ich ganz vergessen dass es den auch noch gibt ^^

Ich frage mich, ob man sich mit solchen Meldungen nicht selbst ins Knie schießt. Ist doch super, wenn man solche Tierqualpropaganda-Veranstaltungen in die Vergessenheit sinken lässt. Denn auch negative Publicity ist Publicity. Ich denke da an die Droge Spice, die erst durch einen (warnenden) Bericht von RTL erst so richtig in Deutschland bekannt wurde

Andererseits ist's ne gute Gelegenheit, darauf hinzuweisen, dass Ernährungsexperten empfehlen, Pflanzendrinks zu konsumieren, anstatt Kuhmilch oder dass Milch (möglicherweise) Akne begünstigt.

Bildquelle: Deutschlandistvegan

Mittwoch, 29. Mai 2013

Wir sind in großer Gefahr

Meint zumindest der Focus im aktuellen Artikel "Der vegane Trend birgt große Gefahren". Auf Seite 1 sind diese Gefahren aufgelistet:

  • Im Falle einer veganen Ernährung ist es aber schwieriger alle essenziellen Nährstoffe zu bekommen. Ob ein Diätplan aus Nüssen, Samen, Obst und Gemüse gesund ist, darüber ist sich die Fachwelt nicht einig.
  • Je nach Ausprägung nähmen Veganer nicht genug längerkettige Fettsäuren zu sich, die hauptsächlich Fisch dem Körper zuführt. 
  • Auch an dem lebensnotwendigen Vitamin B12, Vitamin D oder Jod könne es ihnen mangeln, denn in großen Mengen ist dieses Vitamin ausschließlich in tierischen Produkten enthalten. 
  • Weil sie diese wichtigen Substanzen nicht in ausreichendem Maße aufnehmen, kommt eine Übersichtsstudie aus dem Jahr 2011 zu dem Schluss, dass Veganer im Gegensatz zu Vegetariern ein erhöhtes Risiko haben, Herzinfarkte oder Schlaganfälle zu erleiden.

Witzigerweise heißt es auf Seite 2 dann aber
"Einen Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen können Veganer nur vorbeugen, wenn sie qualitativ hochwertige und verschiedene Nahrungsmittel zu sich nehmen."
Ich würde ja "Veganer" streichen und durch "Allesesser" ersetzen, denn wenn man eintönig und minderwertig isst, kriegt man als Mischköstler genauso nen Mangel.

Dann noch ein Hinweis auf B12, was ja ok ist. Wo sich mir aber die Fußnägel hochklappen:
"Vitamin B12 nimmt der Mensch hauptsächlich über tierische Produkte auf, vor allem über Eier, Meeresfrüchte und angereicherte Milch. Nur in geringen Mengen enthalten auch vergorenes Gemüse wie Sauerkraut oder Algen und Joghurt Vitamin B12. "
Da werden für den Mensch nicht verwertbare B12-Analoga aufgezählt, die sogar die Aufnahme von echtem B12 verhindern. Da sieht man mal, wie gut der Artikel recherchiert ist.
Mal abgesehen davon, dass Seite 2 mit "Worauf Veganer, aber auch Vegetarier achten sollten" überschrieben ist, und dann Meeresfrüchte genannt werden. Die heißen zwar so, sind aber trotzdem kein Obst was unter Wasser wächst (wäre aber durchaus n treffender Begriff  für die Ananas von Spongebob ^^).
Dann wird noch auf die Vitamin-D-Problematik, Omega-3-Fettsäuren und Jod hingewiesen. Zum Schluss noch ein Highlight:
"Falsch ist die Annahme, dass Pflanzenessern zwangsläufig Eisen fehlt."
Auf Seite 3 gehts dann noch relativ unspannend um Freeganismus und Fruganismus. Da wird dann aber nicht noch gesagt wie gefährlich das denn wäre.

Mittwoch, 22. Mai 2013

vegane Omega-Fettsäuren von DM

Ich ernähr mich ja ziemlich fettarm, und bei Veganern ist die Zufuhr der Omega3- und 6-Fettsäuren eh etwas problematisch, weil die hauptsächlich in Fisch vorkommen, und Pflanzenöl (Leinöl hat glaub ich am meisten essentielle Fettsäuren) zur alleinigen Bedarfsdeckung wohl auch nur dann reichen wird, wenn man damit großzügig umgeht.
Bei dm habe ich ein tolles Nahrungsergänzungsmittel entdeckt: Omega3- Leinöl 1000. Mit einer fetten Aufschrift "für Veganer geeignet"!
Für 2,95€ kriegt man 30 Kapseln. Das tolle: Es sind neben Vitamin E, B6 und Folsäure auch noch 7,5 ug B12 zugesetzt.
Das einzige was ich etwas gruselig finde, ist, dass die Kapseln so riesig sind... 2cm lang und 1cm breit, da hat man doch etwas Hemmungen, die runterzuspülen.

Übrigens gibt es bei dm inzwischen auch vegane Stevia-Tabletten: *klick*

Samstag, 11. Mai 2013

aktuelle Artikel zum Veganismus

Ohne konkreten Anlass wird Veganismus gerade in einigen Medien thematisiert:



  • In der Men's Health hat ein Redakteur es in 8 Wochen mit veganer Ernährung (und wahrscheinlich Training) zum Sixpack geschafft. In dem Bericht werden auch schön Vorurteile gegen vegane Ernährung widerlegt: "Als Veganer zum Waschbrettbauch"

Sonntag, 5. Mai 2013

vegane Aktion vom Tierschutzbund

Die fleischlose und noch stärker die vegane Ernährung stellen den größten Schritt in Richtung Tierschutz dar, den jeder persönlich für sich gehen kann. Bei immer mehr Menschen regt sich der Zweifel: Darf man Tiere essen?
Wir wollen Sie bei Ihrer Entscheidung für eine vegane Ernährung unterstützen! Daher startet der Deutsche Tierschutzbund ab dem 1. Mai 2013 gemeinsam mit der Zeitschrift "Ein Herz für Tiere" die Aktion „4 Wochen vegan essen"! Wer mitmachen möchte und 30 Tage keine tierischen Produkte essen will, kann sich hier online anmelden, ein Foto hochladen und Beweggründe oder Erfahrungen mitteilen.

Gewinne: "Ein Herz für Tiere" verlost jeweils zehn der drei folgenden Bücher an die Teilnehmenden
Quelle: tierschutzbund

Die meisten von euch sind eh schon vegan, und das Anmeldedatum ist ja auch schon rum, aber ich habs jetzt erst bemerkt und war so geflasht, dass so ne Aktion vom Tierschutzbund kommt, dass ichs unbedingt noch posten musste. Der Tierschutzbund ist sonst ja eher auf Haustierschutz bedacht, bzw. fährt die "Kaufen Sie beim Metzger Ihres Vertrauens ein"-Tour. Die letzte Sache über die ich mich richtig geärgert habe, war diese heuchlerische Scheiße mit dem sogenannten "Tierschutzlabel" - ein paar erkaufte Quadratcentimeter mehr Platz im Maststall und schon dürfen die Hersteller den Aufkleber, der ein glückliches Schweinchen suggeriert draufdrucken, sodass der Verbraucher genüsslich in seine Currywurst beißen kann.
Bisher ging der Tierschutzbund so gar nicht Richtung Veganismus, noch nicht mal Vegetarismus, vielleicht ist diese Aktion ein Schritt dahin, Ernährung stärker zu thematisieren. Vegan ist ja jetzt cool und hip, sodass man da auch mal Vegan-Aktionen machen kann, ohne gleich als Moralapostel verschrien zu werden.