Montag, 8. April 2013

"Ernährungsexperten empfehlen, Pflanzenmilch zu komsumieren, statt Kuhmilch"

Diesen Satz muss man sich auf der Zunge zergehen lassen - Das stand so wortwörtlich in diesem Artikel der Gesundheitsnachrichten drin. Also noch nicht mal ne Veganer-Propaganda-Seite oder von Alpro finanziert, sondern von der Harvard-Universität. Einfach so und objektiv!

Wenig wirksam gegen Osteoporose, dafür mit Inhaltsstoffen, die das Krebsrisiko steigern: Das Werbemärchen von der gesunden Milch wird durch neue Studienergebnisse immer stärker angezweifelt. Besonderes Hauptargument der Fürsprecher eines häufigen Milchkonsums ist die angebliche Wichtigkeit des Inhaltsstoffes Kalzium, das tatsächlich in hohem Maße in der Milch vorhanden ist.
Eine Studie der Harvard University meldet gar Zweifel an der generellen Wirkung des Kalziums an. Die Wissenschaftler der Harvard Public School for Health testeten 75.000 Frauen über einen Zeitraum von zwölf Jahren hinsichtlich des Effektes von Milch auf ihre Knochen. Wie sich zeigte, wurden die Knochen der Testpersonen nicht widerstandfähiger, sondern waren sogar einem höheren Bruchrisiko ausgesetzt. Erklärt wird dieser Zusammenhang mit der Übersäuerung des Körpers, der durch häufigen Milchkonsum ausgelöst wird. Zur Neutralisation entzieht der Körper den Knochen ihren Kalzium-vorrat, wodurch die Osteoporoseanfälligkeit steigt.

Kommentare:

  1. Da gibt’s einen ganzen Vortrag darüber, was Milch alles kaputt macht:
    http://www.youtube.com/watch?v=JNA2sbrHCpA

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  2. Ja, da kommen so langsam immer mehr drauf...

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  3. Toll, einfach nur toll das diese Infos endlich auch ihre Wege in "normale" Zeitschriften, Gesundheitstipps oder - Magazine finden!
    Wird auch Zeit. :-)
    GLG, MamaMia

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  4. Cool, danke für den Post! Gerade in diesem Moment überzeuge ich einen Kumpel davon, dass Milch ungesund ist, da ist so eine Studie natürlich perfekt!
    LG

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  5. Da kann jetzt aber keine sagen, dass "die Veganer immer meckern".
    Find ich gut (:

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  6. Vielen lieben Dank für die Info! Da fühle ich mich doch mal wieder bestätigt, dass ich mit meiner veganen Ernährung besser lebe!

    Viele liebe Grüße!

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  7. Hab ich gleich weiter verbreitet - tolle Info!

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  8. Richtig oll, dass auch seriöse Quellen sagen, dass Milch nicht gesund ist, wenn auch eigentlich keine neue wissenschaftliche Erkenntnis^^ Vielleicht schaffen diese Erkenntnis es mal zu großen Teilen der Bevölkerung durchzudringen.

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  9. Ich finde nur, es wird an der ein oder anderen Stelle nicht ganz klar, ob es um negative Wirkungen von Kuhmilch oder von (zuviel) Calcium an sich geht. Wie so oft müsste man die Studie mal im Original lesen.

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  10. Hier schau mal, ich habe mal einen ausführlichen Blogeintrag dazu geschrieben: Wer was lernen möchte, kann ja mal reinlesen!

    http://annigoesaussie.blogspot.de/2013/03/die-milch-bringt-den-krebs-cancer-based.html

    Milch ist nicht für den menschlichen Verzehr gedacht! Punkt!

    Liebe Grüße

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  11. Interessanter Post. Nur geht nicht daraus hervor, ob die Forscher auch unabhängig sind von Interessen der Pflanzenmilchhersteller. :)
    Keine Sorge, ich bin eher pro- als antivegan. Aber wenn es schon um die Unabhängigkeit von Studien geht, muss man auch beide Seiten beleuchten finde ich. Das sie von der Milchwirtschaft unabghängig sind, brauchen sie nicht zu betonen oder "behaupten", denn das versteht sich durch die Veröffentlichung dieser Art Ergebnisse. Die Frage wäre ja dann eher, ob sie eine Agenda haben, die ihr Forschung voreingenommen in Richtung Pflanzenmilch macht.
    Und wie so oft bei Kontroversene in der Forschung gilt auch hier: Eine einzelne Studie muss immer im Zusammenhang mit der restlichen Forschung in dem Feld betrachtet werden. Man findet leicht mal eine einzelne Studie, die diese oder jene Aussage macht.
    Wenn es einem nur darum geht, eine Meinung, die man eh scho hat, zu bestätigen, fein, dann kann man damit argumentieren.
    Wenn es einem aber um Wahrheitsfindung geht, muss man beide Seiten mit gleichem Wohlwollen und gleicher Suche nach möglichen Fehlern betrachten.
    Allerdings wäre es nicht übel, wenn durch so einen Artikel mehr Leute auf Pflanzendrinks umsteigen würden und meine Mandel oder Hafermilch dadurch weiter verbreitet und billiger würde. ;)
    Aber dann kann man sich wieder fragen: Wo kommen denn die Mandeln her? Werden die von türkischen oder indischen unterbezahlten Kindern gepflückt? Will ich lieber das Kinder leiden, als dass ne Kuh gemolken wird? Oder darf ich dann nur noch fairgehandelte Mandelmilch trinken, die dann wieder teurer ist?
    Mein Standpunkt ist, dass eine gesunde Mischung gut ist. Wer sich vielfältig ernährt, nicht nur tierisches aber auch nicht nur Reis zu sich nimmt, frische Pflanzen dabei hat und eben mal variiert, mit allem, was das Spektrum so zu bieten hat, macht schon viel richtig. Und unsterblich wird man durch seine Ernährung auch nicht werden ^^

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  12. Jetzt muss ich mich nochmal zurückmelden, was diesen Artikel bei den "Deutschen Gesundheitsnachrichten" (DGN) angeht. Die Zahlen und Zusammenhänge, die dort berichtet werden, mögen ja stimmen (oder auch nicht, ich habs nicht genau überprüft). Aber ich finde dieses Blog etwas komisch. Es gibt sich durch den Namen "Deutsche Gesundheitsnachrichten" und durch das gesamte Layout so einen offiziellen Touch, ich habe aber im Impressum keinerlei Hinweise auf Zusammenhang mit offiziellen Stellen, Ministerien, Gremien, Vereinen oder Forschungsplattformen gefunden.
    Mit anderen Worten: Es scheint einfach ein privater Blog eines Journalisten und eines oder mehrerer Mitarbeiter zu sein, der sich einen offiziell klingenden Namen und ein sachlichen Layout gibt und irgendwelche Dinge berichtet.
    Des weiteren finde ich es journalistisch keine gute Praxis, dass da keine konkreten Quellenagaben zu der Studie gemacht werden. Es wird kein Name eines Autors der berichteten Studie angegeben, kein Titel der Studie, lediglich der Hinweis, dass sowas in der Harvard School of Public Health gelaufen sein soll.
    Wenn man dann auf die Harvard-Seite geht und dort nach "milk study" sucht, findet man einige Einträge, bei denen man dann raten kann, welches die fragliche Studie sein soll.
    Der Eintrag, um den es im Artikel der "Deutschen Gesundheitsnachrichten" geht, ist wohl dieser hier (zumindest habe ich nach kurzer Suche nichts passenderes gefunden):
    www.hsph.harvard.edu/nutritionsource/calcium-full-story/
    Dort werden aber Ergebnisse aus mehreren Studien zitiert und ein Blick ins Quellenverzeichnis weiter unten auf der Seite zeigt, dass Bezug genommen wird auf Studien aus einem Zeitraum von 1997 bis 2010. Das dann im April 2013 als aktuelle Nachricht zu melden (bei den DGN)finde ich etwas merkwürdig.
    Alles in allem willich damit sagen: Die Inhalte mögen so stimmen und sindda durchaus interessant. aber zum einen scheinen sie weder neu zu sein, noch sind sie von den DGN gut berichtet.
    Ein paar Quellenangaben müssten schon sein, meine ich. sonst könnte ich ja auch schreiben: "Die Technische Universität Berlin hat eine Studie mit 80.000 Probanden durchgeführt, in der Folgendes rauskam:.."
    Zudem müssen dort (DGN) Kommentare zu deren Artikeln erst freigeschaltet werden. Um unliebsame Kritik gar nicht erst zuzulassen?
    Also das dazu. Artikel OK, Blogpost hier gut, DGN vielleicht nicht ganz so pralle.
    Danke und 'schüss! ^^

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    1. hey, lets go :-)
      danke für deine anmerkungen - ich muss zugeben so viele gedanken über die hintergründe wie du habe ich mir da nicht gemacht. "deutsche xxx" klingt für einige noch irgendwie offiziell weil sie es von der deutschen post, deutsche bundesbank etc. kennen. mittlerweile haben aber auch total viel private das in ihrem namen, obwohl sie nix mit dem staat zu schaffen haben, zb deutsche bank, deutsche vermögensberatung, deutsche leasing.
      das ist einfach n nachrichtenmedium was sich halt so nennt.
      und dass die kommentare erst freigeschaltet werden müssen, ist bei einigermaßen professionellen blogs eigentlich standard, sonst wird das ding vollgespammt oder es wird beleidigt was das zeug hält. die 2 kommentare unter dem artikel sind ja auch nicht grad positiv, ich glaub nicht dass die da zensieren.

      komisch, ich hätte schwören können, die studie war verlinkt... aber auch da gilt: direktlinks sind bei großen medien eher selten. hier wurde die studie aber vor kurzem auch nochmal erwähnt: http://www.rp-online.de/gesundheit/ernaehrung/wie-milch-krank-macht-1.3041248

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