Mittwoch, 27. Februar 2013

Oxfam-Studie "Behind the Brands"

Die zehn größten Lebensmittelkonzerne auf dem Prüfstand: In der Studie "Behind the Brands" hat Oxfam Coca-Cola, Danone, Unilever, Kellogg’s, Mars, Mondelez, Nestlé, PepsiCo, General Mills und Associated British Food überprüft und kommt zu dem Ergebnis, dass die Unternehmen trotz "sozialer Unternehmensverantwortung" weit von sozialen und ökologischen Standards entfernt sind.
Die Unternehmen nehmen täglich zusammen etwa 1,1 Milliarden Dollar ein. Dennoch bezahlen sie den Bauern und Bäuerinnen für die Ware, die sie für die Unternehmen produzieren, keinen fairen Preis. Es fehlen außerdem Standards gegen Landgrabbing und gegen die Diskriminierung von Frauen. Keines der Unternehmen schneidet in den Bereichen Land, Frauen, Bauern, Arbeiter, Klima, Transparenz oder Wasser gut ab.
Oxfam fordert die Unternehmen auf, mehr Verantwortung zu übernehmen und verbindliche soziale und ökologische Standards zu entwickeln.

Quelle: Oxfam PM (da gibts auch die komplette Studie zum kostenlosen Download)




Anmerkung 1: Ich hätte mir ja gewünscht, dass sie Tierschutz auch noch miteinbezogen hätten. 

Anmerkung 2: Dass die zehn größten böse sind, heißt nicht, dass die anderen gut sind. Dass Nestle im Vergleich zu den anderen doch relativ gut abgeschnitten hat, wundert mich etwas. Von denen habe ich v.a. in Erinnerung, dass sie Tierversuche machen und Gentechnik fördern. Und ob es jetzt tatsächlich was bringt, Kellogs zu boykottieren und dafür Nestle zu kaufen...? Ich glaub das nimmt sich alles nicht viel. Wer dennoch wissen möchte, was alles zu den genannten Unternehmen gehört, für den gibt es hier eine gute Übersicht: Marken und Konzerne

Samstag, 23. Februar 2013

Ernährungsstudie "Iss was, Deutschland?"

Eine große Krankenkasse hat im Januar 2013 bevölkerungsrepräsentativ 1.000 Erwachsene in Deutschland zu ihrem Ernährungsverhalten befragt und die Ergebnisse in einer 38-seitigen Studie veröffentlicht.
Die interessantesten Punkte:

Essen ist nur jedem Zweiten wichtig – junge Erwachsene, Männer und Geringverdiener achten am wenigsten auf die Gesundheit
Beim starken Geschlecht steht das Motto "Hauptsache lecker!" klar im Vordergrund. Jeder zweite Mann aber nur jede dritte Frau sagt dies von sich. Besonders wenig achten die jungen Erwachsenen unter 25 Jahren darauf, ob ihr Essen gesund ist. Das Motto "Hauptsache gesund!" gilt nicht einmal für jeden vierten von ihnen. Und nur jeder zehnte unter 25-Jährige gibt an, dass er sich konsequent gesund ernährt – von den Senioren sagen dies immerhin vier von zehn. Auch Einkommen und Bildungsstand haben einen Einfluss darauf, wie gesund man isst: Je höher Schulbildung und Einkommen, desto gesünder ist, was auf den Tisch kommt.
Darauf, was wer von sich sagt, kann man allerdings nicht immer was geben. Wenn ich im Restaurant gucke was die älteren Leute am Nebentisch bestellt haben, dann seh ich da meistens sowas wie Zigeunerschnitzel und Pommes. Und wenn die meisten jüngeren angeben, dass sie sich nicht "konsequent gesund" ernähren, ist das nur ehrlich - NIEMAND ernährt sich konsequent gesund. Und das ist auch gut so, essen soll schließlich auch Spaß machen.

Fleisch für viele unverzichtbar
Je geringer der Bildungsstand und das Einkommen, desto mehr Wurst kommt aufs Brot. Im Schnitt isst die Hälfte der Bevölkerung jeden Tag Wurst oder Fleisch. Vor allem in Haushalten mit einem Monatseinkommen von maximal 1.500 Euro gehört das tägliche Stück Fleisch zum Essen dazu. Und es sind vor allem die Jüngeren und die Männer, die regelmäßig Nachschub von der Wursttheke verlangen.
Das ist nicht wirklich was neues. Mich irritiert ja die Formulierung "...isst die Hälfte der Bevölkerung jeden Tag Wurst oder Fleisch" - ist Wurst kein Fleisch?

Frauen sind die größeren Frustesser
Eigentlich sind Frauen vernünftiger, was ihre Ernährung angeht. Sind sie aber mal so richtig schlecht drauf, ist ihnen auf einen Schlag alles egal. Frauen, das zeigt die Umfrage, sind die größeren Frustesser. 40 Prozent hauen bei schlechter Laune richtig rein. Bei den Männern tun das nur halb so viele.
Mein Ex-Therapeut hat mal gesagt Frauen essen, Männer trinken. Je nachdem wie man sozialisiert ist flüchtet man sich in die eine oder die andere "Droge".

Kochen ist nach wie vor Frauensache
In Deutschlands Küchen sind es die Frauen, die fürs Essen zuständig sind: 80 Prozent von ihnen stehen zu Hause am Herd, bei den Männern sind es bescheidene 35 Prozent.
Verdammt, die Frauen essen weniger Fleisch und stehen häufiger am Herd, trotzdem kriegen sie es nicht hin, dann auch was fleischloses auf den Tisch zu stellen? Es werden ja nicht nur die Single-Männer sein, die viel Fleisch essen.

Ansonsten essen die Deutschen viel Fastfood, kochen ungern selber, nehmen sich keine Zeit zum essen, und daddeln dabei mit dem Smartphone rum. Bloß in Pferdelasagne möchte halt niemand rumstochern.

Freitag, 22. Februar 2013

TV-Tipp: HEUTE, Fr, 22.02.2013 - 20.15 3sat: "Neues vom Biotier"

Lief schonmal im NDR, aber wer's noch nicht gesehen hat, kann sichs heute zur Primetime auf 3sat angucken:

Neues vom Biotier
Sven Jaax berichtete bereits vor zwei Jahren über das Für und Wider der ökologischen Landwirtschaft. Seitdem hat sich vieles verändert, und es ist Zeit für eine Neuauflage des Films.

In "Neues vom Biotier" geht der Autor der Frage nach, ob Öko grundsätzlich artgerechter ist. Und fragt sich, ob es Kompromisse zwischen ökologischer und konventioneller Haltung gibt, die für Mensch und Tier sinnvoll sind. Vor allem in der Schweinezucht verändern völlig neue Haltungsformen den Markt.

Ist auch in der NDR-Mediathek verfügbar

Mausflaus testet CMD Naturkosmetik

CMD Naturkosmetik hat mir netterweise einige Produkte zugeschickt:












Die Sachen sind echt toll, wohlriechend und ziehen schnell ein. Bis auf das Massageöl und den Lippenbalsam, die sollen ja gerade nicht schnell einziehen ;-) Leider auch ordentlich teuer, 200ml Körperlotion kosten 10,80€, der Lippenbalsam stolze 5,15€. Für Naturkosmetik ist das glaub ich normal, aber für Normalos wie mich halt schon saftig. Wobei man beachten muss, dass die Sachen sehr ergiebig sind, gerade von dem Lippenbalsam braucht man ja nur eine Minimenge, sodass der praktisch ewig hält (wenn man ihn nicht in den Untiefen seiner Handtasche verliert ^^). Also für Naturkosmetik-Liebhaber kann ich die Produkte empfehlen. CMD scheint mir auch ein sympathischer Hersteller zu sein.

Die Philosophie von CMD:
- Verwendung ausschließlich natürlicher Rohstoffe, mit hoher Verträglichkeit
- Rohstoffauswahl nach ethischen und qualitativen Kriterien
- keine Tierversuche
- Tensidprodukte sind Laureth und Lauryl Sulfat frei
- Verwendenung ausschließlich natürliche ätherische Öle
- Tranzparenz der Inhaltsstoffe
- zertifizierten Produkten ohne synthetischen Emulgatoren, Paraffine, Mineralölrohstoffe und PEG's
- Produktion kleinerer Mengen, so dass Frische der Produkte garantiert ist

Übrigens war auch keine blöde Plastikverpackung drumrum, das ganze wurde in einem gepolsterten Umschlag geschickt, drinnen lagen außerdem noch einige Flyer.  Super ist auch, dass es eine Rubrik "Vegane Produkte" gibt.


Vielen Dank an CMD!

Mittwoch, 20. Februar 2013

Wird man denn nur noch verarscht?

Ich spiel jetzt auch mal den ge-/enttäuschten Verbraucher, und moniere, dass nicht drin ist, wonach es aussieht.

Bei DM gibts zwei neue leckere Tees:

Früchtetee Asien Mango-Litschi
Erleben Sie den aromatischen Teegenuss mit dem Geschmack aus fernen Regionen und lassen Sie Ihre Sinne verzaubern. Der Geschmack asiatischer Mango und süßer Litschi nimmt Sie mit auf die Reise - tauchen Sie in ein unvergessliches Teeabenteuer ein.

Das wichtigste:  Der Früchtetee Asien Mango-Litschi ist vegan.
Als mündiger Verbraucher Veganer guckt man ja trotzdem noch auf die Zutatenliste:


Wem fällt was auf? Ich hätte da irgendwas mit Mango und/oder Litschi erwartet. Vorne steht zwar drauf "aromatisiert", aber der Name "Mango-Litschi" suggeriert, dass das da auch drin ist. Wenn draufgestanden hätte "Geschmack Mango-Litschi", oder "Mango-Litschi-Aroma" wär das was anderes, aber so war ich schon ziemlich überrascht. Darüber, dass Bilder von Mangos und Litschis auf der Verpackung abgebildet sind, und der Schriftzuck "Geschmack" im Vergleich zu "Mango-Litschi" winzig klein ist, will ich mich ja gar nicht beschweren, aber so find ich das schon irgendwo dreist. Letztlich isses mir eigentlich nicht so wichtig, von mir aus können die mir auch aromatisiertes Pulver verkaufen, solange es bloß lecker ist. Ich mag es aber nicht, verarscht zu werden.

Bei der anderen Teesorte ist es nicht ganz so dreist.

Früchtetee Orient Feige-Gewürze
Erleben Sie den aromatischen Teegenuss mit dem Geschmack aus fernen Regionen und lassen Sie Ihre Sinne verzaubern. Der orientalische Geschmack der Feige, abgerundet mit aromatischen Gewürzen, nimmt Sie mit auf die Reise - tauchen Sie in ein unvergessliches Teeabenteuer ein.



Feige und Gewürze, alles da! Wahrscheinlich bloß in homöopathischen Mengen (das Aroma steht noch vor den ganzen Gewürzen), aber immerhin.


Da es mir in erster Linie um den Geschmack geht, und beide Tees wirklich lecker sind, werd ich die gern mal wieder kaufen. Witzigerweise find ich, dass Mango-Litschi eher nach Mango und Litschi schmeckt, als dass der Feigen-Tee nach Feige schmeckt, obwohl bei ersterem nur Aroma, bei letzterem aber echte Feige drin ist. Aber die 1% machen wohl nicht viel aus, da ist ein kräftiges Aroma ausm Labor wohl wichtiger. 1,25€ für 25 Beutel ist zwar nicht superbillig, aber schon okay. Aber es ist schon doof, dass man schon irgendwo verarscht wird. Gerade bei DM erwarte ich eigentlich was besseres, weil die auf mich bisher nen relativ ehrlichen Eindruck gemacht haben.

Aber vielleicht wär das Konzept ja ne gute Idee für Lasagne: einfach draufschreiben "Lasagne mit Rindfleisch" und dadrunter ganz klein "Geschmack". Dann braucht man kein blödes Pferdefleisch sondern nimmt einfach irgendne Pampe und haut Aroma rein :D 

Dienstag, 19. Februar 2013

Test: Tofurei Svadesha

Die Tofurei Svadesha hat mir tollen Tofu-Kram zum Probieren geschickt und zwar richtig viel:

handgemachte frische Snacks (gibt es normalerweise nur im 5-er Pack):
Diese sind immer zum baldigen Verzehr gedacht, da wir absichtlich diese frischen Snacks nicht in ein Vacuum stecken, was den herrlich frischen Geschmack nur schmälern würde.
Die Snacks verpacken wir in spezielle Papiertüten. Das sieht von Außen zwar nicht so gut aus, dafür ist alles handgemacht und lecker und die Papiertüte ist umweltfreundlich.

    • Frühlingsrolle -Gemüse-
    • Mexico-Taler
    • Reis-Taler
    • Hirse-Kroketten
    • Tofu-Burger
    • Lauch-Burger

      Mein Urteil: Fand ich alles sehr lecker! Ich habe total lange keine Frühlingsrolle mehr gegessen, ich glaube aber, die Frühlingsrollen die ich bisher hatte, waren mit asiatischem Gemüse gefüllt. Diese hier war mit einer Art Burger-Füllung gemacht. Die frischen Sachen haben ehrlich gesagt alle sehr ähnlich geschmeckt; ist aber auch naheliegend, weil der Geschmack bei sowas ja hauptsächlich von den verwendeten Gewürzen kommt. Ich habe sie einfach in der Mikrowelle aufgewärmt, also für Ultrafaule ist das ne tolle Sache. Obwohl sie handgemacht sind, sind sie ziemlich perfekt; wenn ich Burger mache, dann werden die immer eierförmig und mindestens jeder dritte ist leicht verkohlt ^^ Also da waren wirklich Profis am Werk.
      Einziges Manko ist die Verpackung: Jeder Snack war bloß in einer Papiertüte verpackt, die Frühlingsrolle war in einen Pappteller eingewickelt. Glücklicherweise war ich daheim als das Paket kam und konnte die Sachen gleich in Frischhaltedosen packen, und die Tüten waren auch noch nicht durchgeweicht, aber ich glaube es wäre doch besser, da ein bisschen Plastik in Kauf zu nehmen und das Zeug in etwas Frischhaltefolie einzuwickeln.

      frisch in Vacuum verpackte Tofusorten:
      Außerdem:

      Mein Urteil:Tofu rockt total! Tofu natur war wie Tofu natur halt immer so ist: Weiß und geschmacksarm ^^ Ich habe ihn als Brotbelag gegessen: Vollkornbrot mit Tomatenmark bestichen und dann Naturtofu drauf. Das ist mein Tomate-Mozarella-Ersatz :-)
      Der Räuchertofu war auch gut, durch die Algen war er ein bisschen salziger als der den ich sonst kenne.
      Der Seitan war etwas gummiartig, ich glaube aber das ist bei Seitan normal. Außerdem habe ich ihn auch normal in der Mikrowelle aufgewärmt, wenn man ihn im Backofen macht, wird ehr wahrscheinlich knuspriger. Seitan hat aber super Nährwerte, viel Eiweiß, aber wenig Fett und daher auch sehr kalorienarm (113kcal/100g).
      Die Nudeln habe gleich zu der Frühlingsrolle als Beilage gemacht. Superpraktisch ist, dass sie nur eine Kochzeit von 6 Minuten haben.Sie haben einen um 40% höheren Proteingehalt als Hartzweizengrießnudeln, sodass das für die Eiweißjunkies bestimmt interessant ist. Ich meine, dass sie auch etwas besser sättigen als normale Nudeln, aber kann auch sein dass die Sättigung eher von der Frühlingsrolle kam ^^
      Auch hier wieder ein kleiner Kritikpunkt: Der Name ist etwas irreführend, wenn man sich mal die Zutatenliste anguckt, bestehen sie aus Hartweizengrieß, Tofu, Gewürze. Also im Prinzip sinds normale Nudeln mit Tofubeimischung. Bei der Bezeichnung "Tofu-Nudeln" würde man ja eher erwarten, dass der Hauptbestandteil Tofu ist, wobei das wahrscheinlich überhaupt nicht machbar ist.


      Gesamteindruck: 
      Der Shop ist v.a. auf Tofu-Produkte ausgerichtet, ist ja auch eine "Tofurei". Ich persönlich mache bei Vegan-Bestellungen aber immer nen Rundumschlag von Zahnpasta über Pudding bis Aufstrich, von daher werde ich da nicht regulär bestellen, obwohl mir Svadesha wirklich sympathisch ist, und ich das Konzept gut finde. Der Kontakt war sehr nett, die Produkte sind hübsch bebildert, gut beschrieben, und es gibt eine übersichtliche Preisliste und Nährwert-Tabelle, in der auch die Frische-Produkte aufgeführt sind. Alle Produkte haben Bio-Qualität, die Preise schienen mir okay. Besonders an dem Shop ist glaub ich das Frische-Angebot, wenn man mal ein Catering machen will, aber nicht so begabt bzw. zu faul ist, ist es eine super Idee, bei Svadesha zu bestellen.

      Vielen Dank an Svadesha für das Testpaket!

      Samstag, 16. Februar 2013

      Was zum Wiehern vor lachen

      by Peter Thulke, Quelle: toonpool
                  _|\ _/|_,
                ,((\\``-\\\\_
              ,(())      `))\
            ,(()))       ,_ \
           ((())'   |        \
           )))))     >.__     \
           ((('     /    `-. .c|
                   /        `-`
      Da die vegane Szene sich beim Thema Pferdefleischskandal einig ist, dass der "Skandal" eigentlich darin liegt, dass ein Unterschied zwischen niedlichen flauschigen Pferden und richtigen "Fleischtieren" gemacht wird, spar ich mir einen Kommentar und präsentiere lediglich ein paar Sprüche:

      * "Heute bei Real: Hätte gern 5kg Ihrer Lasagne.....möchte eine Rosskur machen."

      * Woran erkennt man, dass Pferdefleisch in der Lasagne ist? Sie äppelt Ihnen in die Mikrowelle.

      * Die billigste Lasagne der Erde ist aus dem Rücken der Pferde.

      * Mein Mittagessen hat mehr PS als mein Roller!

      * Der Verzehr des Fertigproduktes ist nicht gesundheitsgepferdend.

      * "Ich kauf wegen dieser ganzen Skandale jetzt auch keinen Apfelsaft mehr. Wer weiß, am Ende tun die da Pferdeäpfel rein!"

      * Wer reitet so spät durch Nacht und Wind? Es ist die Lasagne ohne Rind.

      * Seit dem Pferdefleisch-Skandal bekommt die Aussage "es ist Schimmel im Essen" eine ganz neue Bedeutung.

      * "Wieso sprechen sie mit Ihrer Lasagne?" - "Ich bin Pferdeflüsterer."

      * Demnächst bei Edeka: Spaghetti Bolognesel

      * Unser Rindfleisch ist garantiert BSE-frei!

      * Man spendierte mir mittags eine Lasagne. Die war total versalzen. Aber nun gut, einem geschenkten Gaul guckt man nicht ins Maul.

      * Der Pferdefleisch-Skandal breitet sich weiter aus. Nun auch Seepferdchen in Fischstäbchen vermutet.

      * "Die Lasagne schmeckt aber holzig." "Vielleicht ist Schaukelpferd drin." 

      * "Unsere Lasagne ist preisgekrönt! Sie hat bei Olympia 2008 Silber in der Dressur geholt."

      * Beim Supermarkt war die Lasagne ausverkauft… oder grade ausgeritten.

      * EDEKA - wir striegeln Lebensmittel

      * Diese Lasagne wiehert mich an.

      * Alle Kinder essen Lasagne. Nur nicht Johnny - der mag kein Pony.

      * Alle Kinder essen Lasagne. Nur nicht Gerd - der mag kein Pferd.

      Samstag, 9. Februar 2013

      TV-Tip: Di, 12.02.2013 - 20.15 ZDF: "Wie gut ist Billig-Bio?"

      Wie gut ist Billig-Bio? Der große Test mit Sternekoch Nelson Müller

      Jeden Tag müssen wir uns im Supermarkt entscheiden: konventionelle Äpfel für 1,99 € oder Bio-Ware für 2,49 €? Bio ist nur noch wenig teurer. Da stellt sich die Frage: Kann das noch gute Qualität sein? Fernsehkoch Nelson Müller schaut sich Billig-Bio-Produkte näher an: Wie werden sie hergestellt? Schont ihre Produktion Mensch, Tier und Umwelt? Er zeigt bei "ZDFzeit": Wie gut ist Billig-Bio?
      Ich geh mal davon aus das Fazit ist "Die Qualität stimmt, aber sonst ist nicht so super".Sieht Greenpeace auch so
      Den Koch kenn ich jetzt noch nicht, aber es ist schonmal positiv, dass es nicht Tim Mälzer ist ^^

      Btw die Sendereihe scheint ganz gut zu sein, und zur Primetime kann  sich das ZDF auch nicht leisten, irgendwelchen Schrott zu senden. Die nächsten Themen interessieren mich auch:
      Wie gut sind No-Name-Lebensmittel?
      Der große Test mit Sternekoch Nelson Müller
      19. Februar um 20.15 Uhr im ZDF


      Die ganze Wahrheit über Fitness
      Wie viel Bewegung brauchen wir wirklich?
      5. März um 20.15 Uhr im ZDF

      Sonntag, 3. Februar 2013

      kreative Argumente gegen Veganismus

      Wir kennen sie alle, die tollen Argumente gegen Veganismus: Ungesund, umständlich, teuer... Sogenannte "Ernährungsexperten" raten regelmäßig von veganer Ernährung ab. Gestützt wird das v.a. auf das fehlende B12 sowie diverse Nährstoffmängel. Es gibt jedoch Ernährungswissenschaftler, die das nicht so kritisch sehen, einen davon hat die Mitteldeutsche Zeitung interviewt.
      Dr. Semler, Ernährungswissenschaftler an der Uni Halle, findet einen "zeitweiligen Verzicht" sogar ganz gut:
      Herr Dr. Semler, einfach mal einen Monat lang vegan zu leben, ist das gesundheitsschädlich? Oft gibt es da ja bei Nicht-Veganern Bedenken.
      Semler: Nein, das ist überhaupt nicht riskant. Im Gegenteil: In unserer Gesellschaft sind wir fast alle überernährt - insofern ist jeder temporäre Verzicht zu begrüßen.
      Also fehlt dem Körper in dieser Zeit nicht irgendein Stoff?
      Semler: Wer sich auf der Basis von Gemüse, Kartoffeln, Vollkornprodukten, Obst, Hülsenfrüchten und Nüssen zeitweilig vegan ernährt, dem wird nichts fehlen. Langzeitveganer, Schwangere und Stillende müssen aber Vitamin B 12 über Supplemente zuführen - das ist der einzige Stoff, den nur tierische Produkte enthalten. Ich persönlich empfehle die vegane Ernährung jedoch nicht als Dauerernährung.

      Beim letzten Satz hin hat der Interviewer natürlich nochmal nachgehakt:
      Wieso nicht?
      Semler: Weil sie nicht unserer traditionellen Esskultur entspricht. Vegane Ernährung ist ein Produkt der Moderne, einer im Nahrungsüberfluss lebenden Gesellschaft. Es gibt keinen Hinweis auf ein Volk oder eine größere Gruppe von Menschen, die sich über Generationen rein pflanzlich ernährt hat. Ich finde auch, das ist der falsche Ansatz, dauerhaft auf etwas zu verzichten.
      *omg* Ne "traditionelle Kultur" muss man natürlich auch beibehalten. Am besten wir holen auch Sklaverei und die Todesstrafe zurück und gehen wieder im Wald kacken. Das "Argument" ist sehr vielseitig einsetzbar, wie wäre es mit
      • Handys sind ein Produkt der Moderne, einer im Techniküberfluss lebenden Gesellschaft. Es gibt keinen Hinweis auf ein Volk oder eine größere Gruppe von Menschen, die über Generationen Handys benutzt hat. Ich finde auch, das ist der falsche Ansatz, dauerhaft ein Telefon dabei zu haben. 
       oder:
      • oder:Bloggen ist ein Produkt der Moderne, einer im Meidenüberfluss lebenden Gesellschaft. Es gibt keinen Hinweis auf ein Volk oder eine größere Gruppe von Menschen, die über Generationen hinweg täglich gebloggt hat. Ich finde auch, das ist der falsche Ansatz, dauerhaft im Internet zu publizieren. 

      Dabei ist der Typ sogar Vegetarier. Er war mal veganer Rohköstler, da gings aber mit Gewicht und Gesundheit rasant bergab. Er verbreitet dann noch ein paar andere "Weisheiten":
      Wer aber für eine gewisse Zeit vegan isst, wird sehr wahrscheinlich abnehmen. Das liegt zum einen daran, dass Pflanzliches in der Regel eine niedrigere Energiedichte hat als andere Lebensmittel, also kalorienärmer ist. 

      Komisch, ich kenne nen Haufen Leute, die erstmal zugenommen haben, als sie vegan wurden. Und seit wann sind Chips und Cupcakes kalorienarm?

      Zudem wird pflanzliche Kost länger gekaut, wodurch sich schneller ein Sättigungsgefühl einstellt. 

      Also bei Sojapudding und  -eis muss nix gekaut werden. Schlürf und weg.
      Ich bin zum Beispiel kein Fan von Sojaprodukten, weil das oft sehr stark verarbeitete Sachen sind. Bei Tofu habe ich auch Vorbehalte, weil das in unseren Breiten kein traditionelles Lebensmittel ist. 
      Wir dürfen also NUR deutsches essen. Bananen, Orangen, Bambussprossen und Ananas ade.

      Ich halte es da mit dem Rat des US-amerikanischen Journalisten Michael Pollan: "Essen Sie nichts, was Ihre Urgroßmutter nicht als Lebensmittel erkennen würde."
      Ich kenne das als "Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht".

      Witzig finde ich ja den Schluss:
       Stimmt es eigentlich, was man über Veganer erzählt: Dass sie öfter mürrisch und schlecht gelaunt sind?
      Semler: Das ist jedenfalls nicht wissenschaftlich belegt.

      Ich warte auf die Studie mit den mürrischen Veganern!

      Testpaket von Nebona Gewürze

      Ich habe von Nebona Gewürze ein tolles Testpaket bekommen!


      Drin waren:
      • Buchweizenflocken: Kann man wie Haferflocken verwenden und schmecken auch so ähnlich. Ich habe mir daraus Porridge gekocht. D.h. mit heißem Wasser übergießen und etwas mit Zimt und Süßstoff verfeinert. Glutenfrei.
      • Buchweizenmehl: Gilt als gesünder als Weizenmehl, da es hochwertiges Eiweiß enthält. Kann beim Backen Weizenmehl aber nur teilweise ersetzen.
      • Tomaten-Pesto: Einfach mit heißem Wasser und ggf. Öl anrühren und man hat ein tolles Pesto. ohne Knoblauch, was mir ganz besonders gelegen kommt. Allerdings sind Zwiebeln drin, was zwar lecker ist, aber leider mit entsprechender Geruchsbelästigung einhergeht ^^ Hat sehr gut geschmeckt und ist sehr einfach zu machen.
      • Kümmel: Ein Muss für Bratkartoffeln! Bei Bio-Gewürzen habe ich regelmäßig die Erfahrung gemacht, dass man nur die Hälfte braucht wie bei herkömmlichen, da sie viel aromatischer sind. Also lieber erstmal sparsam dosieren.

      Alles in Bio-Qualität. Positiv anmerkem will ich auch noch die Verpackung: Pesto und Kümmel waren in Glasdöschen, die man auch super wiederverwenden kann. Flocken und Mehl waren in wiederverschließbaren Plastiktüten. Da wäre eine Papierverpackung wohl schwierig.
      Die Gläser waren nicht wie bei anderen Versänden üblich in Bläschenfolie eingewickelt, sondern in Wellpappe. Als Füllmaterial war auch kein Plastikzeug, sondern diese Holzfasern. Also vom ökologischen Aspekt her absolut vorbildlich.

      Nebona hat auch noch einen interessanten Blog, wo über die 5-Elemente-Ernährung informiert wird, und Rezeptideen sowie Termine für z.B. Kochkurse gegeben werden. Auf Facebook gibts Nebona natürlich auch.

      Vielen Dank für das tolle Paket!

      Freitag, 1. Februar 2013

      vegane Schokolade? zu aufwändig, zu teuer, zu wenig Nachfrage

      Schreibt zumindest Rittersport im firmeneigenen Blog. Der Hintergrund: Rittersport hatte mal groß getönt, an der Entwicklung einer veganen Schokolade zu arbeiten und entsprechend viel Veganes Echo hervorgerufen. Vorgestern die Absage: Nö, is nüscht. Vegane Schokolade sei für Rittersport unattraktiv.

      RITTER SPORT müsste aufgrund der geringen Mengen viel höhere Rohstoffpreise für eine vegane Sorte zahlen und extra eine eigene Anlage (Halle, Maschinen, etc.) für vegane Sorten bauen. Denn auf den bestehenden Anlagen werden immer verschiedene Sorten produziert und wir können selbst nach sorgfältiger Reinigung dieser nicht dafür garantieren, dass nicht unbeabsichtigt Spuren von Laktose und anderen Milchbestandteilen in die nachfolgend produzierten Schokoladen gelangen. Doch solange wir das nicht ausschließen können, würden wir auch nie „vegan“ auf eine Sorte schreiben. 
      Die Herstellung einer garantiert veganen Schokolade würde also immense Kosten verursachen, die wir auf den Preis der einzelnen Tafeln umlegen müssten. Dieser würde dann so hoch sein, dass nur sehr wenige diese Sorten kaufen würde. Zusammen mit der an sich schon recht geringen Nachfrage und dem geschmacklichen Anspruch, hat sich RITTER SPORT also dazu entschieden, in absehbarer Zeit keine vegane Schokolade zu produzieren. 

      Da waren wohl die Ansprüche zu hoch. Ich persönlich hätte keine bio-fair-trade-ohne-Palmöl-in-Ökopapier-eingewickelte Edel-Schokolade, frei von jeder möglichen Spur von Tierprodukt gebraucht. Es gibt ja schon die „fast“ veganen Sorten Marzipan, Halbbitter und Edel-Bitter. Da hätte man doch einfach ne weitere Schokolade in dem Stil auf den Markt werfen können. Die Sorten Pfefferminz und Dunkle Vollnuss waren mal ne Zeitlang ohne Butterfett, was sich vor wenigen Jahren erst bei Pfefferminz änderte. Zwischenzeitlich wurde Dunkle Vollnuss mal abwechselnd mit Schelllack und Butterfett hergestellt.
      Da es sich dabei quasi um Zartbitter-Sorten handelt und die drei genannten Sorten ebenfalls ohne unvegane Zutaten auskommen, wäre es doch ein einfaches, ein paar neue Sorten in dem Stil zu verwenden. Oder bei Pfefferminz und Dunkle Vollnuss das blöde Buttereinfett rauszuschmeißen. Ich glaube nicht dass irgendein Schokoladenesser reinbeißen würde und sich wundern dass die Schoki auf einmal ganz anders schmeckt. Da gings wohl eher drum, dass Buttereinfett um 0,0001cent billiger ist als das was man sonst verwendet. Schad drum. Hätte man auch super mit dem Aufdruck "laktosefrei" bewerben können, das ist ja grad voll in.

      Vielleicht orientiert sich Rittersport ja in nächster Zeit eher in Richtung Wurstschokolade:



       



      KoK Nr.10 & Ox Nr.5

      Dass das KoK-Magazin absolut toll ist, habe ich hier ja schon mal erwähnt. Um ein bisschen Promotion zu machen, hat mir der Chefredakteur und Herausgeber Joachim Hiller (nein, das ist nicht der Jo Hiller ausm Fernsehen ^^) die neue Ausgabe und das neue Ox-Kochbuch geschickt. Es ist ja schon fast langweilig dass mie kein einziger bissiger Kommentar einfällt, aber ich finde beides absolut toll!


      Kochen ohne Knochen #10 (01/2013)
      48 S., A4, 3,50 Euro
      Das Magazin für Menschen, die kein Fleisch essen.
      www.kochenohneknochen.de


      Wie immer eine spannende Mischung aus Interviews und Erfahrungsberichten mit/von Veganern und Vegetariern sowie zu Lebensmitteln, Kochen, Essen und Ernährung allgemein. Und wie gewohnt testen wir Kochbücher und Restaurants und viele vegane Rezepte reizen zum Nachkochen.

       - Megumi Nachev berichtet, wie man sich in Tokyo mit einem veganen Café behaupten kann
      - Bilder des Grauens: Der Tierrechtsfilmer Jan Peifer im Interview
      - Antoine F. Goetschel: Ein Interview mit dem Schweizer Anwalt und Tierrechtler über sein Engagement (Teil 2)
      - Rettet Veganismus die Welt? Antworten von den Wissenschaftlern des SERI-Instituts
      - Pseudoerbse: Wer steckt hinter dem beliebten veganen Kosmetik-Blog?
      - Hartmut Kiewert: Künstlerische Reflexionen zum Mensch-Tier-Verhältnis
      - Krawalla: Von Riot Grrrls, Puppentheater und Veganismus
      - Der KoK-Produktcheck: Tofu natur
      - und viele andere

      Besonders interessiert hat mich das Interview mit Erbse. Ich finde Interviews eigentlich total langweilig, da muss die Person schon ziemlich toll sein, dass ich mich da dranmachen. Und das hab ich in einem Rutsch durchgelesen! Zu ihrer Person brauch ich wohl nix sagen, kosmetik-vegan bzw. blanc et noir dürfte jeder kennen. Im Interview erfährt man Infos über Erbse, ihre weiteren Projekte, ihren (verdammt gutaussehenden - musste mal gesagt werden) Freund, Persönliches und Zukunftspläne.
      Witzig fand ich auch den Tofu-Natur-Test, eine kleine Leseprobe:






      Und nun zum Kochbuch:

      Uschi Herzer und Joachim Hiller
      Kochen ohne Knochen – Das Ox-Kochbuch 5
      Mehr als 200 vegane Punk-Rezepte

      15 x 21,5 cm, 192 S., 9.90 EUR


      Ab 3.12. im Onlinehandel und in jeder Buchhandlung (auf Bestellung) erhältlich. Oder versandkostenfrei direkt beim Verlag:
      http://www.ox-fanzine.de/web/prod/5476/kochbuecher.241.html

      In "Kochen ohne Knochen – Das Ox-Kochbuch 5" gibt’s über 200 Rezepte mit rein pflanzlichen Zutaten, für Beginner und Könner, für Veganer, Vegetarier und Allesesser, von simpel bis anspruchsvoll. Von Punks, nicht nur für Punks.

      Wer denkt, es sei schwer beim vegetarischen Kochen auch ohne Eier, Käse und andere Tierprodukte auszukommen, hat die rein pflanzliche, vegane Küche einfach noch nicht ausprobiert.
      Joachim Hiller und Uschi Herzer leben seit Ende der Achtziger vegetarisch und seit einigen Jahren völlig tierproduktfrei – und wissen, wovon sie reden. In ihrem neuesten Kochbuch präsentieren sie einerseits Basics für Vorspeisen, Suppen, Salate, Hauptgerichte, Desserts, Torten, Kuchen und Muffins, andererseits aber auch komplette Menüs und aufwendigere Gerichte. In ihrer veganen Punkrock-Küche kommen undogmatisch Fleischalternativen aus Soja und Seitan in Topf und Pfanne, zum anderen zeigen sie aber auch in vielen Rezepten, wie man ganz ohne Anlehnung ans Kochen mit Fleisch, Käse und Co. leckerste Speisen zubereiten kann. Erlaubt ist, was schmeckt und was Spaß macht, denn Veganismus ist nur cool, wenn er ohne erhobenen Zeigefinger auskommt.

      Ein Buch sowohl für Menschen, die bereits Erfahrung mit vegetarischer und veganer Küche haben, als auch für Neueinsteiger und neugierige Allesesser. Inklusive „Das Einmaleins der veganen Ernährung“ von Dr. Markus Keller sowie Infos zu Veganismus und Tipps und Tricks zum Umstieg. Illustriert wurde das Buch von Rautie, der auch das Cover entworfen hat.

      Wie bei den vier bisherigen Kochbüchern gibt es auch diesmal wieder Gastrezepte aus der Musik- und Vegan-Szene. Kriminalbiologe Mark Benecke zeigt, wie man einen leckeren "Reste-Auflauf" zubereitet, Mille von der Essener Thrash-Legende KREATOR hat sein Rezept für Tofuscheiben mit Wurzelgemüse rausgerückt, von Ayurveda-Koch Volker Mehl ("Koch dich glücklich") kommt ein leckeres Gnocchi-Gericht, der Berliner Vegan-Koch Björn Moschinski vom Restaurant Kopps schenkte uns sein legendäres Eiersalat-Rezept, Kurt Ballou von CONVERGE schrieb uns seine Anleitung für Mango-Tofu-Reis auf, der DJ und Stunt-Performer Frank Castro spendierte seinen "Coco Loco Chicorée", Sebastian Zösch vom Vegetarierbund verriet die Zubereitung seiner Lieblingslasagne, "Mac & Cheeze" ist der vegane Rezeptklassiker von Yvonne Ducksworth von JINGO DE LUNCH, Davide Zolli von der venezianischen Band MOJOMATICS zeigt uns, wie man originale Penne mit rotem Pesto zubereitet. Von Florian Boge vom Vegan Strength-Sport-Team stammt die "Vegan Strength-Pizza", der vegane Ahrtal-Winzer Michael Fiebrich teilt mit uns sein Blumenkohl-Curry, und Derek Archambault von DEFEATER erstaunt mit fischfreiem Thunfisch-Salat, und von Megumi Nachev, die in Tokyo das DevaDeva Café betreibt, stammt der Tofu Cheesecake.

      Meine Meinung:
      Ich mag keine Hochglanz-Kochbücher oder Kochbücher wo man tausende exotische, überteuerte Zutaten braucht und dazu eine Starkoch-Kücheneinrichtung. Das Ox 5 ist ganz anders! Einfach gehaltene Rezepte, die in einer lockeren Sprache beschrieben werden, dazu werden zu einzelnen Zutaten Alternativen angegeben und Infos zu den einzelnen Zutaten bzw. zu Zubereitungsarten gegeben.
      Für knapp 10€ kriegt man rund 200 Rezepte - wovon einige zugegeben echt einfach gehalten sind, z.B. Rosmarin-Kartoffeln oder Countrypotatoes, aber die einfachsten Rezepte sind oft die besten, außerdem richtet sich das Kochbuch auch nicht unbedingt an eingevleischte Veganer, sondern an Leute die sich mit Veganismus noch nicht so auskennen (die 4 Vorgänger-Ox'e waren "nur" vegetarisch) und einfach neugierig sind.
      Mir hat es schon Spaß gemacht, dass Buch überhaupt zu lesen, weil es wirklich nett geschrieben ist. Es werden auch einige Infos zum veganen Kochen und Veganismus allgemein gegeben.
      Was ich ein bisschen schade finde, ist dass die meisten Rezepte nicht bebildert sind. Den "Matschsalat" hätt ich z.B. gern gesehen, ich stell mir da einfach ne Schüssel Pampe vor (die ja nicht unlecker sein muss, aber halt eher unsexy aussieht):



      Ich würde das Kochbuch v.a. zum Verschenken an Vegan-Interessierte empfehlen bzw. Leute die sich mit Kochen nicht so auskennen. Müssen nicht unbedingt Punks sein, auch als Spießer hat man Freude an dem Buch ;-)

      Danke an den Verlag!