Sonntag, 23. Dezember 2012

Soja, Palmöl, und was sonst noch?

Früher war der Schwarze Peter bloß beim Soja, weil deswegen der Regenwald abgeholzt wird. Inzwischen schießen sich v.a. Veganer immer mehr auf Palmöl ein und prangern Palmöl in Lebensmitteln, in Kosmetik usw. an. Dabei glaube ich, dass z.B. in Shampoo ziemlich wenig Palmöl drin ist (denn Shampoo ist ja nicht ölig), trotzdem wird sich nach Haarseife oder DIY-Shampoo umgeguckt und das bewährte Balea-Shampoo schweren Herzens verbannt.
Da frage ich mich schon nach der Verhältnismäßigkeit. Umweltbewusstsein schön und gut, aber ist es nicht etwas verblendet, wenn man nur aufs Palmöl achten und ansonsten mit Scheuklappen einkaufen geht?
Es gibt noch viel mehr Probleme; eins davon sind Haselnüsse aus der Türkei und Zimt aus Madagaskar, wie die Doku aus der “ZDFzoom”-Reihe "In der Weihnachtsbäckerei – Die dunkle Seite unserer Plätzchen" kürzlich zeigte:
Auf der Gewürzinsel Madagaskar bietet sich ein erschütterndes Bild tiefer Armut. Kinder und Jugendliche, viele unter 14 Jahre alt, arbeiten auf den Gewürzplantagen und in den Fabriken für einen Hungerlohn. Sechs Tage pro Woche schuften sie und verdienen meist nur wenige Euro im Monat.

Aus der Provinz Ordu in der Türkei stammen über 80 Prozent der weltweiten Produktion an Haselnüssen – ein Hauptbestandteil der Weihnachtsbäckerei. Gigantische Plantagen ziehen sich durchs Land, der Einsatz von Chemikalien ist an der Tagesordnung. Das Problem: Nüsse schimmeln sehr schnell, deshalb habe man als Produzent oftmals nur die Wahl zwischen Schimmel oder Fungiziden, heißt es. Doch finden sich die Giftstoffe auch noch in den Weihnachtsbackwaren, die wir essen? “ZDFzoom” kommt zu erschreckenden Ergebnissen.

Die Sendung kann man sich *hier* in der ZDF-Mediathek anschauen.

Auch noch aktuell: Weihnachtssterne:
Alles andere als eine Weihnachtsgeschichte: Die deutsche Firma Dümmen aus Rheinberg verletzt in El Salvador massiv Arbeits- und Menschenrechte. Dümmen hat dort 25 Millionen US-Dollar in eine Plantage investiert und baut unter skandalösen Bedingungen auf 122 Hektar Pflanzen für den Export an.
Der Arbeitsdruck ist extrem hoch. Im Falle der Weihnachtssterne muss jede ArbeiterIn pro Stunde vier Pakete mit jeweils 105 Setzlingen schneiden, chemisch behandeln und verpacken. Regelmäßig müssen die Messer, die an einem schweren Werkzeuggürtel um den Bauch getragen werden, desinfiziert werden. Vom ständigen Kontakt mit den Chemikalien haben die ArbeiterInnen aufgequollene und verfärbte Finger. Laut Aussagen von ArbeiterInnen wird die Chemikalie Vapam eingesetzt. Deswegen müssen sich die ArbeiterInnen übergeben und fallen teilweise in Ohnmacht. Die Aufseher beruhigen: “Daran gewöhnt ihr euch schon.”

Andere problematische Produkte:
  • Kakao
  • Kaffee
  • Schnittblumen 
  • Südfrüchte
  • Plastik
  • Benzin (E10)
  • Elektronikartikel (es gibt übrigens eine "faire Maus". Tolles Projekt!)

Was ich euch sagen will: Ich will euch nicht vorschreiben wo ihr euch engagiert und was ihr kauft. Ich finde es nur schade, wenn jmd sich ein Bein ausreißt, um ein Produkt zu vermeiden was zu 1% böse ist - vereinfacht ausgedrückt - während er ohne Nachzudenken hunderte andere Produkte konsumiert, die zu 10% böse sind, obwohl es da vielleicht viele Alternativen gibt, die man ohne größere Mühe verwenden könnte.
Wenn man sich ein bisschen daran orientiert, wo man mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel erreichen kann, tut man sich selbst und auch der Umwelt/Tieren/Menschen was Gutes.

Kommentare:

  1. Hm, ich weiß, worauf du hinaus willst. Ich weiß nur nicht, ob es um ein entweder, oder geht. Palmöl ist momentan (mal wieder) sehr stark in der Diskussion, da gebe ich dir Recht - und ja, es gibt noch andere Baustellen. Was ich wichtig finde, ist, keine Scheuklappen aufzusetzen: Ja, es gibt unsagbar viele Aspekte und Produkte, bei denen eine bewusste Wahl sinnig ist - nicht nur in der Palmölfrage, aber auch! ;) Und so erarbeitet sich jeder seinen Weg durch den Nachhaltigkeitsdschungel, lernt dazu und verwirft immer wieder aufs Neue.
    Ich mag meine Haarseife z.B. sehr gerne. Ist aber nicht für jeden was, das sehe ich ein! Ich sehe es so, dass viele unterschiedliche Ansätze, Infos und divergierende Selstversuche hinsichtlich einer ethisch korrekten Lebensweise mich nur bereichern können und mir nicht selten die Augen öffnen. Deswegen muss ich mir nicht alles annehmen, darf abwägen und selbst entscheiden. Ich denke, da sind wir uns einig!^^

    LG, Momo

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  2. Das sehe ich genauso! Ich wurde ja auch schon von Extremveganern attackiert, weil ich Alsan benutze. Ich bin mir absolut sicher, dass die wieder was zum rummeckern finden würden, selbst wenn ich zu 100% palmölfrei leben würde.

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    1. Das Problem bei euch Ego-Veganern ist doch, dass ihr euch selbst zu wichtig seht.
      Wenn man euch für solche "Propaganda"-Artikel kritisiert, dann weil ihr vorgebt euch Gedanken um etwas zu machen, aber willkürliche Grenzen setzt und dann aggressiv und unsachlich werdet, wenn euch jemand diese Ungereimtheiten aufzeigt.
      Natürlich reicht es nicht "nur" palmölfrei zu leben, das ist doch genau das was Mausflaus unterstellend kritisiert. Es gibt genug andere kapitalistische Stolpersteine, auf die wir nicht angewiesen sind, die mit Leichtigkeit abgestellt werden können, wenn man davon weiß - die aber für unverzichtbar deklariert werden, weil man einfach zu bequem ist.

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    2. wieso sind wir jetzt "Ego-Veganer"?

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  3. Vereinfacht ausgedürckt zu 1% böse?! WO lebst du eigentlich? oO
    Ist es so schwer für dich mal die Masse im Auge zu haben, was selbst ein Minimum (und das ist bei Shampoo eher die Hauptzutat - es ist industriell verarbeitet, das muss nicht ölig sein) anrichten kann?
    Vor allem wieder diese Behauptung, man würde sonst auf nichts achten oder nur auf Eines achten können. Wir wissen doch schon ewig, dass du keinen Bock auf den ganzen Mist hast, wieso kommst du jedesmal wieder mit solchen Texten, die die Problematik relativieren sollen?
    Palmöl ist zu 100% schlecht und sollte daher konsequenterweise gemieden werden - das tangiert den Kakao aber nicht, genauso wenig den Zimt. Den kauft man ebenso nicht oder halt fair, je nach Maßstab. Aber immer nur rumzuheulen, dass es Leute gibt, die Probleme nicht nur erkennen, sondern diese auch aus der Welt schaffen wollen, ist einfach nur scheiße. Denk doch mal darüber nach, bevor du NOCH EINEN so destruktiven Beitrag ablieferst. Danke!

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  4. Das Problem beim Palmöl ist ja vor allem, dass es in fast allen Produkten drin zu sein scheint. Dadurch fühlen sich viele überfordert. Ich mag nicht behaupten, dass ich es schaffe, auf alles zu achten, dafür ist das ganze System viel zu verworren. Aber man kann es zumindest versuchen. So schwierig ist es z.B. nicht, mit Öl statt Margarine zu backen. Ich kaufe auch nicht immer fair trade Schokolade, aber Kaffee, Kakao, Zucker und Bananen. Bei der Schokolade werde ich manchmal schwach bei Produkten wie Mon Cheri oder Ritter Sport Marzipan. Wir sind alle nur Menschen und können nicht immer 100% geben. Das heißt aber nicht, dass es nicht wichtig ist, seinen Konsum immer wieder neu zu hinterfragen und zu überdenken. Egal ob bei Palmöl oder bei anderen Produkten.

    Ich finde jeden kleinen Beitrag wichtig, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

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    1. öl statt margarine ist zb ein punkt der relativ easy umzusetzen ist, genau da sollte man ansetzen. aber ein gescheites shampoo ohne palmöl zu finden ist halt n haufen recherchearbeit und man muss einiges austesten und mehr geld ausgeben. da find ichs halt sinnvoller wenn man das hinnimmt und eher guckt, ob man das geld, was man für das teure palmölfreie shampoo ausgegeben hätte, nicht eher in bio-fairtrade-kaffee investiert.

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    2. Mich reizen so Sätze mit "man sollte" immer sehr!:D Ich denke, ich KANN schauen, was ich kann, muss, will! ;) Und jeder Andere auch, wenn er will. Und eigentlich muss es doch auch nicht um entweder/ Oder gehen, oder? Naja, ist meine Meinung. Kann ja jeder anders sehen!:D

      Fröhliche Weihnachten und alles Liebe für jeden Menschen:)
      Peace and love, Momo <3

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    3. viele sachen sind kein entweder/oder, aber irgendwie dann doch. zb radfahren statt auto und gleichzeitig müll trennen gehen prima.
      wenn es aber um produkte geht, dann ist es schwierig zu kombinieren, weil jedes kriterium produkte eliminiert:
      lebt man vegan, fallen schonmal 40% aller produkte raus, zieht man davon die palmölfreien ab, werden es noch weniger, wenn man dann auch noch ein bisschen auf bio, saisonal, regional, plastikarm achtet, dann bleibt außer selbstgezüchteter kresse irgendwie kaum noch was übrig. von daher muss man dann halt irgendwo abstriche machen.

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    4. Hm,
      ich weiß, worauf du hinaus willst, sehe es aber nicht ganz so radikal. Eine Reduzierung hilft schon oft. Weiter gibt es die Möglichkeit, manches selbst herzustellen bzw. nach Alternativprodultn zu schauen, wo es schon Möglichkeiten gibt. Im Bioladen schlägst du viele Möglichkeiten mit einer Klappe, was io/ Saisonal/ Regional und Plastikarm angeht.
      Ja, es erfordert nochmals ein neues Sich-Informieren, aber es geht schon was. Und ich halte es auch da so: Jeder kleine Schritt zählt!
      Hier noch zwei interessante Artikel, die sich auch gut übertragen lassen auf die anderen von dir angesprochenen Themen (da es ja in der Tat nicht nur um Palmöl geht!):
      http://living-lohas.blogspot.de/2012/07/palmolvermeidungsstrategien-teil-1.html
      http://living-lohas.blogspot.de/search/label/Nachhaltigkeit

      LG, Momo

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  5. Stell dir vor Mausflaus,

    ich war ja gerade in Prag, und auf dem Weihnachtsmarkt dort, gibt es Kartoffeln, die in Palmöl, zu Chips frittiert werden :-)
    Irgendwie lustig, dass ich jetzt bei dir darüber lese. Weil ich mir noch still und leise für mich gedacht hab, wie spannend es ist, dass hier, unter den deutschen Veganern, immer wieder so extrem darauf hingewiesen wird. Nur vier Stunden entfernt werden MASSEN an Palmöl für die Chipsherstellung verwendet :-)

    Ich wünsche dir und deinen Lieben ein schönes Fest!
    Herzliche Grüße,
    die Claudi

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  6. Das ist doch das Gute: WIR können für UNS entscheiden, was uns wichtig ist. Ich persönlich fliege, kaufe aber beispielsweise nichts von H&M oder Sachen mit Palmöl und Balea Shampoos schon gar nicht, weil sie einfach nicht gut für Umwelt und Haare sind.
    Ist es aber nicht so, dass du rauchst? Fällt mir nur gerade ein.
    Ich finde es prima, wenn wir aufgeklärter werden und bewusstere Entscheidungen treffen können und wir sollten einfach mal in Frieden leben.
    Schöne Weihnachten wünsche ich dir!

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    1. ja, ich rauche (leider). das ist halt genau so ein punkt wo es mir schon arg schwerfallen würde, zu verzichten. ich versuch dann halt umso mehr, in anderen bereichen ökologischer zu leben

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  7. Sorry, aber ich finde, das ist wie zu sagen, dass es nicht viel bringt, vegan zu leben, weil es ja noch so viele andere Möglichkeiten des Einsatzes gibt.

    Vielleicht achten die Leute, die Palmöl meiden, ja auch noch auf andere Sachen? Ich glaube nicht, dass da viele von ansonsten mit Scheuklappen einkaufen gehen. Wieso sollte man keine Fairtradeschokolade kaufen, nur weil man Wert darauf legt, möglichst wenig Palmöl zu konsumieren?
    Man kann nicht von einem Tag auf den anderen auf alles auf einmal achten und irgendwo muss man nun mal anfangen. Ich glaube nicht, dass es das Ziel ist, nur verbissen zu gucken, ob etwas Palmöl enthält, egal, ob noch irgendwelche anderen Probleme mit dem Produkt verbunden sind. Leider gibt es zu viele Probleme, um auf alle zu achten oder sich überhaupt allen beswusst zu sein.
    Im Endeffekt muss doch jeder selbst wissen, worauf er achten möchte. Es ist meiner Meinung nach das Wichtigste, dass es überhaupt Menschen gibt, die bewusst konsumieren, auch wenn niemand perfekt ist. Vielleicht ist Palmöl nicht das, was du unbedingt meiden würdest, aber viele Leute sehen das anders. Es ist ja auch wirklich ein riesen Problem und natürlich kann man mit der Vermeidung viel Gutes für Umwelt, Tiere und Menschen tun.
    Wo ich dir allerdings Recht gebe ist der Punkt, dass man sich vielleicht manchmal wirklich zu sehr darauf versteifen kann und dann gar nicht mehr auf andere Aspekte achtet. Das wäre mir aber noch bei niemandem aufgefallen. Wegen dieser Möglichkeit muss man es wirklich nicht generell verteufeln, wenn sich jemand Mühe gibt, kein Palmöl zu konsumieren.
    Frohe Weihnachten wünsch und viele Grüße ich (:
    P.S. Haarseife und DIY-Shampoo hat eher was mit Plastikvermeidung und gesundheitlichen Aspekten zu tun als mit Palmöl, man kann schließlich auch einfach Shampoo ohne Palmöl von Alverde, Balea und Co kaufen.

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    1. "Vielleicht achten die Leute, die Palmöl meiden, ja auch noch auf andere Sachen?"
      ich habe doch gar nicht behauptet, dass sie das nicht tun würde. ich habe nur den eindruck, dass sich viele sehr auf palmöl versteifen und andere sachen, die nicht so präsent in den medien und der community sind, dafür vernachlässigen.
      eben weil man nicht auf alles achten kann, finde ich es sinnvoll dass man auch ein bischen danach entscheidet, wie wichtig was ist, um möglichst effektiv zu sein. zb wäre es doof, statt veganem brotaufstrich nun salami zu kaufen, bloß weil da kein palmöl drin ist ^^
      ich verteufel überhaupt nicht, wenn jmd auf palmöl verzichtet! *seufz* ich dachte eigentlich ich hätte so vorsichtig formuliert dass man das nicht als "alle doof außer ich" interpretieren kann. es sollte eigentlich nur eine gedankenanregung sein, seine prioriäten zu hinterfragen.

      PS: balea ist leider alles mit palmöl und von alverde ist nur das alverde Braun-Shampoo Walnuss Marone ohne, und das ist nix für mich. bei anderen herstellern siehts glaub ich auch ziemlich mau aus

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    2. Wirklich? Was ist denn z.B. mit dem Intensivaufbaushampoo von Alverde? Da ist doch nichts drinn, was Palmöl enthalten könnte.
      Ja, das wäre zum Beispiel echt dumm, aber ich habe ehr den Eindruck, dass die meisten Leute, die auf Palmöl achten, auch noch auf Anderes achten.
      Wie schön:) Ich hab mir schon irgendwie gedacht/gehofft, dass der Artikel dann doch nicht so gemeint war wie er für mich klang.

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    3. keine ahnung was es genau ist, ich hab die info von hier: http://wirrettenjetztdiewelt.blogspot.de/2011/04/alverde-ohne-palmol.html

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  8. Ich finds super, dass das Thema Palmöl in der Diskussion ist und dass es einige gibt, die versuchen, es zu vermeiden. Was ich aber total kontraproduktiv finde, ist wenn sich die Leute deswegen gegenseitig angehen. Man kann jemanden auf etwas freundlich hinweisen, aber letztlich entscheidet jeder täglich selbst wie weit er gehen kann, ohne vollkommen überfordert zu sein. Man sollte dabei auch ganz selbstbewusst bleiben, denn perfekt ist niemand und die Problematiken vielfältig.

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    1. Sehe ich auch so :) Ich finde diese Anfeindungen, weil jemand Palmöl konsumiert, so furchtbar!

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  9. ganz deiner Meinung. Mein Bruder hat heut auch gemeint dass das iPhone besser ist weil es Glas is als mein Handy weils aus Plastik is schlechter.. und da ich ja die Umwelt schützen will soll ich mir auch ein iPhone kaufen..
    allerdings denke ich, dass man bei so vielen anderen Gelegenheiten viel leichter auf Plastik verzichten kann. Da bringt mir ein Handy aus Glas nix wenn ich jeden Tag ein neues Plastiksackerl beim einkaufen mitnehm..

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    1. v.a. schützt man ja auch voll die umwelt wenn man ein plastikprodukt wegschmeißt und dafür ein plastikärmeres produkt anschafft *kopfgegentischknall* zumal beim iphone ja wohl nur das display aus glas ist, der rest ist irgendwelcher kunststoff. und das bisschen plastik vom gehäuse ist eigentlich total egal; denn im iphone ist viel mehr elektronik verbaut als in nem normalen handy, und die ist viel umweltschädlicher als ein bisschen plastik.

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    2. na doll, diese ganzen iphone besitzer, die sich ständig mit neuem ischeiss eindecken und nächtelang vor irgendwelchen i-ichweissnichtwassolldas läden campen um wieder das neue i-hype teil, das von irgendwelchen armen asiaten, die sich vor lauter i i i-ich kann nicht mehr vom turm stürzen, ohne pausen in giftigen dämpfen gefertigt wurde...

      da lob ich mir meine olle plastikkrücke die ich seit 8 jahren benutze. die kan eh nur telefonieren und nichts anderes ;) hehe... ich glaub es gibt bessere ausreden warum man sich n iphone zulegen MUSS :) umweltschutz jedenfalls gilt hier nicht. kicher...

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    3. Leute.. dieses immer und immer wiederkehrende rumtrampeln auf Appleprodukten macht mich langsam fertig. Muss man diese Sachen ständig ausschließlich mit Leuten in Verbindung bringen die es aus Lifestylegründen kaufen? Und vor allem: wenn man etwas kritisieren will, sollte man sich nicht vorher damit beschäftigen? Immer werden die gleichen Phrasen gedroschen, ohne darüber nachzudenken. Da seid ihr nicht besser als Omnivore die auch keine Ahnung haben und trotzdem behaupten alle Veganer wären blasse Kellerkinder die den ganzen Tag nur Nüsse essen. Was ist mit den Leuten die Apple-Produkte kaufen, weil sie innovativ sind, verdammt lange halten UND tatsächlich umweltfreundlicher sind als viele viele andere Produkte (damit will ich jetzt nicht sagen dass sie die umweltfreundlichsten sind)? Was ist mit den ständigen Bemühungen die Apple macht, um immer umweltfreundlicher und fairer in der Produktion zu werden? Oh, fällt fast garnicht auf, weil man viel zu sehr damit beschäftigt ist den Konzern zu hassen, weil er erfolgreich ist und Fans hat. Man muss die Fans ja nicht mögen, aber wie schwach ist es, von den Usern stereotyp auf das Produkt zu schließen?
      Als kleines Beispiel habe ich hier mal ein paar Infos über das aktuelle Iphone reingepostet..

      Quecksilberfreies Display mit LED-Hintergrundbeleuchtung
      Arsenfreies Displayglas
      Keine bromhaltigen Flammschutzmittel
      Frei von PVC
      Recycelbares Aluminiumgehäuse
      Netzteil erfüllt die strengsten Standards hinsichtlich der Energieeffizienz

      Ich besitze übrigens selbst auch kein Iphone, weil meine Plastikmöhre ebenfalls noch läuft ;) aber ich respektiere es, wenn Leute die ganzen Funktionen nutzen wollen etc.
      Ach ja, Mausflaus, dein blog ist toll, ich werde bestimmt auch mal noch einen positiven Kommentar schreiben, aber irgendwie war heute Apple-Tag und ich musste mich einfach aufregen das hier auch noch zu lesen ;)

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    4. nicht ausschließlich, aber die meisten leute kaufen apple halt weil es cool und hip ist. apple ist zweifelsohne innovativ, aber dass die sachen länger halten stimmt nicht. da haben schon diverse verbraucherschützer moniert, dass die dinger ziemlich flott kaputt gehen und v.a. nicht zu reparieren sind, weil sie nicht gescheit geöffnet werden können und es keine ersatzteile gibt. da muss man wegen nem kaputten display gleich ein neues iphone kaufen.
      bemühungen umweltfreundlicher zu werden hab ich bisher nicht wahrgenommen, ich halte das für grünfärberei... ist ja schön wenn das gehäuse recyclebar ist, aber wer nimmt sein iphone auseinander und entsorgt das gehäuse getrennt vom rest?

      grundsätzlich denk ich aber nicht, dass apple schlechter ist als andere hersteller. der punkt ist halt nur, dass viele das zeug kaufen obwohl sie es eigentlich nicht brauchen, zb muss dann unbedingt das iphone 6 her, obwohl das 5er noch gut läuft. aber man muss ja immer trendy sein!

      och, ich freu mich eigentlich über alle kommentare, man muss nicht immer meine meinung vertreten ;-) zumal ich ja wie gesagt apple an sich nicht wirklich negativ finde. mich stören eher die leute, die sich ständig was neues kaufen, und das sind halt viele apple-fans.

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  10. die problematiken liegen eigentlich relativ auf der hand... der mensch ist nun mal das böseste raubtier und schaufelt sich selber alles rein was rein geht, selbst wenn er dabei platzen sollte ;)

    heute verteufeln wir palmöl, sehen aber wieder nicht was dieser boykott anrichten kann/wird, nämlich das die, die nachhaltig und sich mit gedanken machen um eine gute palmöl anpflanzung kümmern, dadurch ins elend getrieben wird... das ende vom lied ist dann das es denen da unten eigentlich nur zeigt, das es egal ist was sie tun und dann auch glelich wild durch die gegend...und so... der moderne mensch beutet die armen länder dieser welt seit undenkbarer zeit aus, und von zeit zu zeit haben wir mal wieder eine neue idee, die müssen dann am besten alle über nacht, ohne rücksicht auf ihre eigenen möglichkeiten umsetzen... wir habe uns selber zwar die zeit genommen in unserem eigenem zeitplan, um alles begreifen zu können etc. aber den anderen gönnt man dann keine zeit mehr, weil wir es ja für sie mit durchdacht haben... ich out mich, ich benutze palmöl, ABER, ich achte darauf WO ES HERKOMMT. wir reichen nationen haben weder den tierschutz noch den naturschutz vor unserer haustüre im griff, aber wir erdreisten uns das von armen und teilweise fast verhungernden nationen zu verlangen, das sie bei sich alles bestens im reinem haben... mann der mensch ist ein noch dazu verlogenes raubtier ;) ist ein wenig comedy.... wenn es nicht so traurig währe...

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    1. entschuldige seifenschmuck, aber ich war der auffassung, dass es garnicht möglich ist die jetztige palöl nachfrage durch nachhaltige palmöl produktion zu decken. Hab ich da was falsch verstanden/hast du dazu was anderes gelesen?

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  11. Wir benutzen noch heute ein Apple Notebook, das wir im Jahr 2000 relativ neu von meiner Mutter übernommen haben. Bzw. darf unsere Tochter damit ab und an im Netz surfen und nutzt es für Mails.. also, es gibt meiner Meinung nach wenige andere Laptops von 2000, die man heute noch nutzen will.
    Abgesehen davon: Wie auch automatisches Herumhacken auf Apple Nutzern ist überhaupt automatisches Herumhacken nicht dazu geeignet konstruktiv zu diskutieren. Meistens scheint das hier ja zu gelingen, Respekt.
    Ich selbst bin in der Gesamtvegangeschichte noch nicht soweit, mir über Palmölverzicht Gedanken zu machen. Aber ich werde es mal abspeichern als Thema für später. One thing at a time und so...

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