Donnerstag, 20. Dezember 2012

Fertiggerichte besser als Starköche

Zumindest was die Gesundheit angeht.

Insgesamt fünf Kochbücher hatten sich die Forscher der Newcastle University und des Nationalen Gesundheitsdienstes NHS angesehen, zwei davon aus der Feder Jamie Olivers, die anderen von den ebenfalls britischen Fernsehköchen Lorraine Pascale, Nigella Lawson und Hugh Fearnley-Whittingstall. Sie waren im Dezember 2010 die bestverkauften Rezeptfibeln aller Fernsehköche bei der britischen Version des Bestelldienstes Amazon.
Aus den Kochbüchern wählten die Wissenschaftler 100 Rezepte für Hauptmahlzeiten aus, die sie mit 100 Fertiggerichten aus drei großen Supermarktketten verglichen. Den Fettgehalt, den Anteil ungesättigter Fettsäuren. Die Menge an Salz, die Menge an Zucker, die darin enthalten war. Den Anteil an Ballaststoffen und natürlich die Anzahl der Kalorien.

Süßer, fettiger, eiweißreicher und ballaststoffärmer
Die Fertigmahlzeiten, so das Ergebnis, schnitten in der Studie deutlich besser ab als die Feinschmeckerrezepte der Küchenmeister. Die nämlich waren süßer und fettiger, eiweißreicher, energiehaltiger und ballaststoffärmer als die Produkte der Supermärkte.

Quelle: Spon

Ich glaub das gilt auch für etliche vegane Kochbücher (Vegan for fit mal ausgenommen); in Sachen Gesundheit dürfte ein Sojapudding einem von Kims Cupcakes überlegen sein ;-) Aber ich halt eh nix von "Fastfood = schlecht, selbstgemacht = toll". Es ist doch irgendwie einleuchtend, dass ne Dose Erbseneintopf von Alnatura deutlich mehr Vitamine und Ballaststoffe und weniger Fett als ein selbstgebratenes Schnitzel mit Rahmsoße hat. 

Kommentare:

  1. Wobei man aber dazusagen sollte – und das macht der Standard.at (http://is.gd/8crLbN) –, dass die Tester die Fertiggerichte nicht auf „ Konservierungsstoffe, Aromen, Farbstoffe oder Stabilisierungsmittel hin analysiert [haben]“.

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  2. In veganen Rezepten finde ich die oft leichtfertige und massive Verwendung von Nüssen und Nuss-Zubereitungen (z.B. als Käse-Ersatz) problematisch. Nüsse haben eine unglaublich hohe Kalorien-Dichte - wer darauf "umsteigt" hat bald viel Freude mit ordentlich Hüftgold!

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  3. @Claudia: ziemlich viele studien haben gezeigt, dass der BMI von menschen die sehr viel nüsse essen nicht höher ist, als bei menschen die wenig nüsse essen. Klar kann man sagen, die essen dann weniger andere sachen, aber das ist ja klar.

    Als wäre "vegan for fit" so fettarm. Ich hab nur manche rezepte auf anderen blogs gesehen, aber die waren doch voller nüsse und samen, usw. Und es erschient mir auch kaum fair das mit backbüchern zu vergleichen..

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    1. leute die nüsse essen, sind halt auch sonst sehr gesundheitsbewusst. "normale" leute essen doch eher chips und so. nüsse haben massig kalorien, da sollte man schon aufpassen wenn man auf die figur achtet.
      und "ziemlich viele studien" dürfte es zu dem thema wohl nicht geben.
      so genau kenn ich vff nicht, ich wollte das bei thalia mal durchblättern, habs aber gar nicht gefunden. wahrscheinlich sind die portionen dann einfach recht klein.
      der vergleich mit dem backbuch war nicht so passend, aber außer kim und attila gibts irgendwie keinen richtigen starkoch... aber auch wenn man sich die bücher von moschinski, eckmeier usw. anguckt ist das nicht unbedingt low fat. aber muss ja auch nicht.

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    2. Ne, Moschinski würde ich als Koch auch sicher nicht als "gesund vegan" beschreiben. Ich denke, da gibt es schon bessere englische/amerikanische Kochbücher in die Richtung gesund und kalorienbewusst. Ich find auch immer irritierend, dass die meisten deutschen veganen Kochbücher (oder alle?) gar keine Nährwertangaben haben.

      Ziemlich sicher, dass ich dazu einige studien gelesen haben, auch welche in denen sie menschen gezielt nüsse zu essen geben und sie genau wie vorher sonst weiter essen lassen:

      http://ajcn.nutrition.org/content/78/3/647S.full

      Dr Greger hat dazu auch einige videos: http://nutritionfacts.org/topics/nuts/

      Dass Nüsse viele Kalorien haben will ich ja gar nicht bestreiten. Aber ein Salat mit Nüssen drin hat halt auch nicht mehr kalorien als ein brot mit schmiere drauf, nur ist es eben gesünder.

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  4. Ich würde einer selbstgekochte Suppe einer Dosensuppe immer vorziehen! Ist doch klar das der Nährstoffgehalt viel höher ist.
    Als bei einem Fertiggericht, das ewig behandelt und totgekocht wurde, und wo die Zutatenliste ewig lang ist.

    Ist nur die Frage welche Art von Fertiggerichten sie getestet haben. Tiefkühlwaren sind natürlich noch etwas hochwertiger.

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  5. Ds ist doch ein ziemlich dämlicher Vergleich. Auf die ganzen Zusatzstoffe in Fertigkram haben die wohl gleich mal gar nicht geachtet. Und wie du richtig sagst, ist das ein bißchen wie Äpfel und Birnen vergleichen. Ein Festtagsmenü ausm Starkochbuch hat natürlich von allem mehr als ein Fertigprodukt. Zumal es den Starköchen nur um den Geschmack geht, schließlich haben sie einen Ruf zu verlieren. Es gibt sicher auch prima Kochbücher die auf Fett/Eiweiß/Ballaststoffe etc. achten

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