Montag, 31. Dezember 2012

2012/2013


Zusammengefasst: 2012 war das Jahr zwischen 2011 und 2013.

Und 2013?
  • Das Veganz eröffnet im Januar eine Filiale in Frankfurt!
  • Es ist Bundestagswahl! 
  • Ich will unbedingt die 400 Leser-Marke knacken!!!


Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch und ein schönes 2013!

Dienstag, 25. Dezember 2012

zu Weihnachten auf Wein achten

Erstmal frohe Weihnachten und so. Ich finde ja bloße Weihnachtsgrüße öde, deswegen nutze ich die Gelegenheit gleich um ein bisschen Werbung für vegane Weine zu machen:

Delinat ist ein Schweizer Weinversand, der sich auf Bio-Weine spezialisiert hat. Wobei man dazusagen muss, dass es sich bei meinen Weinen nicht um das bekannte EU-Biosiegel handelt. Der Delinat-Wein stammt aus kontrolliert biologischem Anbau nach den Delinat-Richtlinien, die angeblich strenger sind als die aktuellen EU-Bio-Normen und von unabhängigen Bio-Kontrollstellen zertifiziert sind, es gibt sogar ein eigenes Bio-Garantiesiegel. Teilweise sind die Weine auch demeter-zertifiziert und Weine aus der EU haben auch das EU-Biosiegel.
Seit kurzem gibt es eine Rubrik mit veganen Weinen, die über 150 Weine umfasst. Zudem bietet die Weinsuche im Onlineshop die Möglichkeit nach dem Kriterium "vegan" zu filtern – auch in Kombination mit anderen Filtern.Vegetarisch sind die Delinat-Weine alle; die Delinat-Richtlinien verbieten den Einsatz von Gelatine.
Interessant ist vielleicht auch noch die Rubrik Bio-Spezialitäten, in der man u.a. Aronia-Produkte,  Öle und Spirituosen findet.

Folgende Weine habe ich bekommen:


von links nach rechts
Meinklang Grüner Veltliner
Canta Rasim
Pasión Delinat
DELSECCO

Obwohl bio sind die Weine gar nicht mal so teuer, die Preise der Weine die ich bekommen habe, liegen zwischen 5 und 7 Euro.

Da ich nicht gerade ein Vieltrinker bin, habe ich noch nicht alle Flaschen probiert, aber den Pasión Delinat gabs an Heiligabend. Ich bin kein Weinkenner, von daher kann ich euch bloß sagen, dass es ein spanischer Rotwein ist und er fruchtig, würzig und ganz leicht süß geschmeckt und bei mir für nen guten Schwips gesorgt hat (ich vertrag kaum was). Das sage ich aber bei so ziemlich jedem Rotwein ^^
Delinat hat aber zu jedem Wein umfangreiche Infos auf der jeweiligen Wein-Seite gesammelt, die etwas hilfreicher sind als meine dilletantische Umschreibung. Dort findet man
  • Link zu Weingut und Region
  • Auszeichnungen
  • Degustationsnotizen
  • Informationen zur Geschichte des Weins
  • Kundenbewertungen
  • Analysewerte
  • Genusstipps, etc.

Den Delsecco gibts dann zu Silvester :-)
Delinat hat übrigens 9 vegane Perlweine; soweit ich weiß ist der einzige "Sekt", der sonst vegan ist, der Prosecco von Rapunzel. Rotkäppchen, Freixenet usw. sind leider laut Produktanfragen alle negativ. Insofern lohnt es sich vielleicht für den ein oder anderen Veganer, bei Delinat zu bestellen.

Vielen Dank an Delinat für die großzügige Weinlieferung!

Sonntag, 23. Dezember 2012

Soja, Palmöl, und was sonst noch?

Früher war der Schwarze Peter bloß beim Soja, weil deswegen der Regenwald abgeholzt wird. Inzwischen schießen sich v.a. Veganer immer mehr auf Palmöl ein und prangern Palmöl in Lebensmitteln, in Kosmetik usw. an. Dabei glaube ich, dass z.B. in Shampoo ziemlich wenig Palmöl drin ist (denn Shampoo ist ja nicht ölig), trotzdem wird sich nach Haarseife oder DIY-Shampoo umgeguckt und das bewährte Balea-Shampoo schweren Herzens verbannt.
Da frage ich mich schon nach der Verhältnismäßigkeit. Umweltbewusstsein schön und gut, aber ist es nicht etwas verblendet, wenn man nur aufs Palmöl achten und ansonsten mit Scheuklappen einkaufen geht?
Es gibt noch viel mehr Probleme; eins davon sind Haselnüsse aus der Türkei und Zimt aus Madagaskar, wie die Doku aus der “ZDFzoom”-Reihe "In der Weihnachtsbäckerei – Die dunkle Seite unserer Plätzchen" kürzlich zeigte:
Auf der Gewürzinsel Madagaskar bietet sich ein erschütterndes Bild tiefer Armut. Kinder und Jugendliche, viele unter 14 Jahre alt, arbeiten auf den Gewürzplantagen und in den Fabriken für einen Hungerlohn. Sechs Tage pro Woche schuften sie und verdienen meist nur wenige Euro im Monat.

Aus der Provinz Ordu in der Türkei stammen über 80 Prozent der weltweiten Produktion an Haselnüssen – ein Hauptbestandteil der Weihnachtsbäckerei. Gigantische Plantagen ziehen sich durchs Land, der Einsatz von Chemikalien ist an der Tagesordnung. Das Problem: Nüsse schimmeln sehr schnell, deshalb habe man als Produzent oftmals nur die Wahl zwischen Schimmel oder Fungiziden, heißt es. Doch finden sich die Giftstoffe auch noch in den Weihnachtsbackwaren, die wir essen? “ZDFzoom” kommt zu erschreckenden Ergebnissen.

Die Sendung kann man sich *hier* in der ZDF-Mediathek anschauen.

Auch noch aktuell: Weihnachtssterne:
Alles andere als eine Weihnachtsgeschichte: Die deutsche Firma Dümmen aus Rheinberg verletzt in El Salvador massiv Arbeits- und Menschenrechte. Dümmen hat dort 25 Millionen US-Dollar in eine Plantage investiert und baut unter skandalösen Bedingungen auf 122 Hektar Pflanzen für den Export an.
Der Arbeitsdruck ist extrem hoch. Im Falle der Weihnachtssterne muss jede ArbeiterIn pro Stunde vier Pakete mit jeweils 105 Setzlingen schneiden, chemisch behandeln und verpacken. Regelmäßig müssen die Messer, die an einem schweren Werkzeuggürtel um den Bauch getragen werden, desinfiziert werden. Vom ständigen Kontakt mit den Chemikalien haben die ArbeiterInnen aufgequollene und verfärbte Finger. Laut Aussagen von ArbeiterInnen wird die Chemikalie Vapam eingesetzt. Deswegen müssen sich die ArbeiterInnen übergeben und fallen teilweise in Ohnmacht. Die Aufseher beruhigen: “Daran gewöhnt ihr euch schon.”

Andere problematische Produkte:
  • Kakao
  • Kaffee
  • Schnittblumen 
  • Südfrüchte
  • Plastik
  • Benzin (E10)
  • Elektronikartikel (es gibt übrigens eine "faire Maus". Tolles Projekt!)

Was ich euch sagen will: Ich will euch nicht vorschreiben wo ihr euch engagiert und was ihr kauft. Ich finde es nur schade, wenn jmd sich ein Bein ausreißt, um ein Produkt zu vermeiden was zu 1% böse ist - vereinfacht ausgedrückt - während er ohne Nachzudenken hunderte andere Produkte konsumiert, die zu 10% böse sind, obwohl es da vielleicht viele Alternativen gibt, die man ohne größere Mühe verwenden könnte.
Wenn man sich ein bisschen daran orientiert, wo man mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel erreichen kann, tut man sich selbst und auch der Umwelt/Tieren/Menschen was Gutes.

Kamia Naturkosmetik - Pflegeprodukte selbst kreieren

Kamia fresh natural cosmetics hat mir netterweise angeboten, ihre Produkte zu testen. Ich durfte mir nicht nur selbst was aussuchen, sondern sogar selbst kreieren!
Gestern kam das Paket an:



Sympathisch fand ich erstmal, dass ausschließlich Pappe und Papier als Verpackungsmaterialien eingesetzt wurden, es ist echt ärgerlich wenn alles einzeln in plastik verpackt ist, und dann nochmal als Füllmaterial Plastikfolie beigelegt ist, da tuts zusammengeknülltes Papier doch genauso gut.
Die Produkte selbst sind in Plastikflaschen, da geht das leider schlecht anders. Und wenn man sie im gelben Sack entsorgt, werden sie auch recyclet.

Bekommen habe ich ein Gesichtsreinigungsset. Auf dem Etikett steht extra "für Mausflaus", was ich echt süß finde. Die Sachen sind nämlich wirklich persönlich; man kann beim Creator beim jeweiligen Produkt Wirkstoff und Duft je nach Geschmack und Hautbeschaffenheit zusammenstellen.

 

Dazu wurden auch noch Infos mit den Wirkstoffen, Zutaten und Anwendungshinweisen mitgeschickt:

Toner-Gel
Gesichtscreme



Das Gesichtsreinigungsset besteht aus einer Reinigungscreme und einem Gesichtstoner. Ich habe beides am selben Abend zur Abendreinigung ausprobiert und bin ziemlich begeistert.
Als erstes hat mir gefallen, dass es sich um Spender handelt - kein lästiges Gequetsche aus der Tube und Portionieren, sondern einmal auf den Spenderkopf gedrückt und man hat die richtige Menge.
Die Reinigungscreme schäumt zwar wenig, reinigt aber doch gut - "sanft und vitalisierend" triffts also genau. Ich hatte den Eindruck als ob sie leicht rückfettend ist; ist ja auch eine Creme und kein Gel.
Den Toner habe ich danach aufgetragen. Eigentlich ist der eher für morgens damit die Haut frisch bleibt, abends sind eher Nachtcremes die der Haut Feuchtigkeit spenden angesagt; aber ich wollte die Sachen halt unbedingt ausprobieren. Der Toner war sehr flüssig und ließ sich daher gut auftragen. Ich hatte erst Bedenken dass ich zu viel genommen habe, aber  das Zeug ist ruckzuck eingezogen. Die Haut hat sich danach sehr angenehm angefühlt, überhaupt nicht fettig (damit hab ich sonst leider zu kämpfen), aber auch nicht ausgetrocknet. 

Noch ein paar Infos zu Kamia: 
Die Marke kamia - fresh naturalcosmetics präsentiert sich seit August 2012 auf dem Markt der Naturkosmetik. In der Bamberger Manufaktur stellen 7 Mitarbeiter frische, individuelle Pflegeprodukte nachhaltig und transparent her. Es werden zu 100% natürliche und fair gehandelte Inhaltsstoffe verwendet. Die kamia Pflegeprodukte sind vegan und werden von den Kundinnen* persönlich unter www.mykamia.com kreiert.
Alle kamia Pflegeprodukte werden im Rahmen der EU-Kosmetikverordnung auf Hautverträglichkeit und gesundheitliche Unbedenklichkeit geprüft - dies geschieht für uns selbstverständlich ohne Tierversuche.
* die Produkte sind eigentlich relativ "neutral", sowohl was das Design als auch den Duft angeht. Ich seh eigentlich keinen Grund wieso das spezielle Frauenprodukte sein sollen. Da schlägt wohl das Rollenklischee zu....

Insgesamt finde ich alles aber sehr sympathisch. Wie viel der behaupteten Liebe tatsächlich drin ist, weiß ich nicht, aber die Produkte und der Service sind echt super. Auf der Homepage sind auch noch viele gute Infos zu Produkten, Kosmetik, Inhaltsstoffen usw. Dadurch dass der eigene Name auf dem Produkt steht, wird es auch irgendwie was besonderes, auch wenn man letztlich ja nur eine der vorgegebenen Kombinationen zusammengestellt hat. Wegen der Individualisierung eignen sich die Sachen sicher auch gut als Geschenk. Ok, für Weihnachten wirds wohl etwas knapp ^^

Ich werde mal die Langzeitwirkung abwarten, aber fürs erste bin ich geneigt, mir die Produkte dann sogar nachzukaufen - obwohl das eigentlich absolut nicht meine Preisklasse ist. Aber für faire, hoch qualitative Produkte, die das Hautbild verbessern (mein Aussehen ist mir doch ganz schön was wert) würde ich mir den Luxus mal gönnen.

Vielen Dank nochmals an kamia für das tolle Weihnachtsgeschenk!

Freitag, 21. Dezember 2012

schon alle Geschenke beisammen?


Quelle ruthe.de


Wer ernsthaft speziell vegane Geschenke sucht kann mal auf der umfangreichen Liste bei vegpool gucken. Und wenn ihr direkt über den Werbelink auf der Seite kauft, dann verdient Kilian auch noch ein bisschen was dran ;-)

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Fertiggerichte besser als Starköche

Zumindest was die Gesundheit angeht.

Insgesamt fünf Kochbücher hatten sich die Forscher der Newcastle University und des Nationalen Gesundheitsdienstes NHS angesehen, zwei davon aus der Feder Jamie Olivers, die anderen von den ebenfalls britischen Fernsehköchen Lorraine Pascale, Nigella Lawson und Hugh Fearnley-Whittingstall. Sie waren im Dezember 2010 die bestverkauften Rezeptfibeln aller Fernsehköche bei der britischen Version des Bestelldienstes Amazon.
Aus den Kochbüchern wählten die Wissenschaftler 100 Rezepte für Hauptmahlzeiten aus, die sie mit 100 Fertiggerichten aus drei großen Supermarktketten verglichen. Den Fettgehalt, den Anteil ungesättigter Fettsäuren. Die Menge an Salz, die Menge an Zucker, die darin enthalten war. Den Anteil an Ballaststoffen und natürlich die Anzahl der Kalorien.

Süßer, fettiger, eiweißreicher und ballaststoffärmer
Die Fertigmahlzeiten, so das Ergebnis, schnitten in der Studie deutlich besser ab als die Feinschmeckerrezepte der Küchenmeister. Die nämlich waren süßer und fettiger, eiweißreicher, energiehaltiger und ballaststoffärmer als die Produkte der Supermärkte.

Quelle: Spon

Ich glaub das gilt auch für etliche vegane Kochbücher (Vegan for fit mal ausgenommen); in Sachen Gesundheit dürfte ein Sojapudding einem von Kims Cupcakes überlegen sein ;-) Aber ich halt eh nix von "Fastfood = schlecht, selbstgemacht = toll". Es ist doch irgendwie einleuchtend, dass ne Dose Erbseneintopf von Alnatura deutlich mehr Vitamine und Ballaststoffe und weniger Fett als ein selbstgebratenes Schnitzel mit Rahmsoße hat. 

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Ayami - veganer Keksversand

Dieses Mal mache ich voll uneingennützig ohne was dafür zu kriegen (außer vielleicht einen Dank ^^), Werbung. Einfach weil ich das Projekt toll finde, Madeleine nett gefragt hat und ich mich freuen würde wenn Ayami durch meinen Post etwas "Starthilfe" bekommt. Und das Logo ist soooo süß!!!
(Apropos Werbung: Ich hab die Google-Ads abgeschaltet. Der Blog liest sich viel angenehmer ohne die riesigen Werbebanner und McDonalds-Anzeigen, oder?)

"Ayami" ist ein noch gaaanz neuer veganer Keksshop. Lasst euch nicht vom "at" in der Domain abschrecken, der Shop ist aus Deutschland, angeblich war bloß keine .de oder .com-Domain frei.

Die Idee: Mit veganen Keksen die Welt retten! Naja, nicht ganz ^^ 
Kein Tier soll für meine Produkte leiden und sterben, darum sind alle Kekse vegan und werden nur von freiwilligen, menschlichen Testpersonen probiert. Durch das Weglassen tierischer Bestandteile und dem Verwenden möglichst vieler, biologisch abbaubarer und recyclebarer Verpackungsmaterialien leiste ich einen wichtigen Beitrag für den Tier- und Umweltschutz, gegen Ressourcenverschwendung und gegen Menschenrechtsverletzung.

Mit dem Verkauf veganer Kekse lässt sich gewiss nicht die Welt retten, dafür aber verbessern. Jedes Mal, wenn zu einem veganen statt einem tierischen Produkt gegriffen wird, ist das ein Erfolg und ein Schritt in eine grüne Zukunft. 

Die veganen Kekse werden in guter alter Handarbeit hergestellt und sind frei von:

- Palmöl
- tierischen Inhaltsstoffen
- Gentechnik
- Geschmacksverstärkern
- Salz
- künstlichen Farbstoffen
- Antioxidationsmitteln
- Konservierungsstoffen
- Feuchthaltemitteln
- künstlichen Aromen
- Säureregulatoren
- Stabilisatoren

Im Moment gibt es 12 Kekssorten, die in 250g-Packungen verkauft werden. Preis pro Packung ca. 3-6€. Dazu kommen Versandkosten von 2,50€ für eine Packung, bei mehreren 5€.
Dafür dass es Handarbeit ist, ist das echt billig! Man muss ja bedenken, dass Domain und Strom auch noch was kosten und die Bestellungen müssen bearbeitet, verpackt und zur Post gebracht werden müssen, was auch einige Zeit und Mühe braucht. Wär ich BWLer würde ich mal checken, ob der Businessplan so wirklich richtig ist ;-)


PS: Ganz besonders freut mich, dass Madeleine meine "blödeste Sprüche-Liste" bei ihren Aufklärungtexten verwendet hat. Ich fühl mich immer ein ganz klein bisschen wichtig wenn ich zitiert werde :-)

Sonntag, 9. Dezember 2012

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Food Porn

Aufgetischt und abgelichtet
Auch schon Food-Porner?
Ob knusprige Schenkel oder heiße Brüste - immer mehr Menschen zeigen, was sie essen. Bevor sie mit Messer und Gabel zuschlagen, zücken sie Handy oder Kamera, um das vollendete Kochwerk auf dem Teller abzulichten und ins Internet zu stellen. Food-Porn nennt das der Insider.

Interessantes Video darüber, was Food Porn eigentlich ist, und wie Köche es finden, wenn im Restaurants öfter mal die Kamera gezückt wird. Denen ist das mitunter nämlich sogar unangenehm; nicht nur weil das Blitzlichtgewitter die übrigen Gäste stört, sondern weil man nie weiß was mit den Bildern gemacht wird, wie sie geworden sind, und wo sie landen... Und im Internet bleibt alles für die Ewigkeit.

Montag, 3. Dezember 2012

ich glaub Lush ist nix für mich: Fresh Farmacy-Gesichtsseife

Ich habe im Faires Leben-Blog über den Gesichtsreiniger "Fresh Farmacy" von Lush einen begeisterten Erfahrungsbericht gelesen, der mich dazu bewogen hat, den auch mal auszuprobieren. Normalerweise lasse ich mich nicht so einfach von Reviews überzeugen (die meisten finden ja einfach alles total super), aber Bloggerin Ricarda scheint ähnliche Haut wie ich zu haben und bei ihr hats gut geholfen. Die Kundenbewertungen, die man online liest, waren auch größtenteils positiv (4,5 von 5 Sternen).

Ich bin in der glücklichen Lage, über einen Lush-Shop in der Nähe zu verfügen. Als ich rein bin, bin ich auch direkt angesprochen worden, ob ich was bestimmtes suche. Darauf wurde mir der Tisch mit der Gesichtspflege präsentiert. Empfohlen wurden mir die Gesichtsreiniger, als ich nach Fresh Farmacy gefragt habe, wurde mir gesagt, dass das eine Gesichtsseife sei, und der Unterschied halt wäre, dass Seifen die Haut stärker austrocknen können, aber wenn ich damit kein Problem habe und meine Haut eh schnell nachfettet, könnte sie mir den auch empfehlen.

Leider ist meine Haut nicht nur fettig, sondern schuppt trotzdem, wenn ich s mit dem Reinigen übertreibe. Von daher wollte ich mir nicht gleich die ganzen 100g kaufen und habe gefragt ob ich ein Pröbchen haben könnte. Ich hatte mir vorgestellt, dass die mir da mit nem Messer bisi was von dem Riesen-Block abkratzt, und nicht, dass die da so großzügig ist. V.a. wenn man überlegt, dass 100g satte 7,95€ kosten, da sind die 18g die ich bekommen habe schon über nen Euro wert. Beschwert hab ich mich jedenfalls nicht ^^

War aber auch gut, dass ich s mir nicht gleich gekauft habe, denn so begeistert war ich von der Seife dann nicht. Ich habe mir zum Gesichtsreinigen immer einige Bröckel von dem Seifenstück abgebrochen, damit ich nicht die ganze Seife anfeuchten und wieder trocknen lassen muss; das finde ich doch etwas unhygienisch. Die Seife hat relativ schlecht geschäumt, aber trotzdem gut gesäubert. Leider hat die Haut danach doch ziemlich gespannt, sodass ich sie danach eincremen musste (normalerweise creme ich mein Gesicht nie ein). Die Probe werde ich zwar noch aufbrauchen, aber ich glaube auf Dauer ist das nix. Ich habe zwar in einigen Erfahrungsberichten, die Haut würde sich dran "gewöhnen", aber da hab ich auch nach einigen Wochen (zugegeben unregelmäßiger Nutzung) nix von gemerkt. 
Insgesamt finde ich die Lush-Produkte nicht so dolle; sie sind relativ teuer, aber eigentlich nix besonderes. Ich glaub ich werd in Zukunft eher auf balea setzen.