Mittwoch, 21. November 2012

Tiertötungen am Set von "Der Hobbit"

Im Dezember kommt „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise.“ in die Kinos, und ich hatte eigentlich fest vor, den anzuschauen - die Herr der Ringe-Filme waren toll (das Buch weniger), und wenn die Verfilmung vom kleinen Hobbit nur halb so gut wird, wie die Trilogie, dann fände ich den Kinobesuch schon lohnenswert.
Und jetzt les ich

Der Hobbit: Unerwartete Grausamkeit

Missbrauch und Vernachlässigung von Tieren führten während der Filmproduktion mutmaßlich zu zahlreichen Todesfällen
Stand: November 2012
Wenn Der Hobbit im Dezember in die Kinos kommt, werden die Zuschauer ein Abenteuer in einer faszinierenden Fantasiewelt zu sehen bekommen. Mit Fantasie und Fiktion hatte der Tiermissbrauch, der allem Anschein nach während der Dreharbeiten stattfand, jedoch reichlich wenig zu tun. Insgesamt wurden mutmaßlich fünf Pferde, 12 Hühner, ein Pony und mehrere Ziegen und Schafe verletzt oder getötet.

Quelle: peta.de


Hm, mein erster Gedanke war "Wayne? Am Set wurden wahrscheinlich auch Hunderte Hühner, Kühe und Schweine verspeist.... Die Schauspieler sind ja nicht alle Veganer. Dazu Pelze, Leder, Trinkhörner und lebende Tiere am Set.... Alles nicht gerade tierfreundlich.
Sind die paar Tiere mehr dann wirklich soooo der Skandal? Natürlich ist jedes Tier wichtig, aber ich finds doch irgendwie seltsam, wenn wegen einigen wenigen Tieren, die für die Unterhaltung leiden, so ein Aufriss gemacht wird, die täglich millionenfach gequälten und getöteten Tieren für die Nahrungsmittelproduktion dagegen niemanden wirklich interessieren (außer den paar Vegetariern/Veganern).
Und Produkte mit Tieren sind genauso unnötig wie Filme mit Tieren.

Ich finds trotzdem ganz gut, dass PETA die Sache thematisiert, denn es ist eine Gelegenheit, das Thema Tierleid in die Medien zu bringen - ohne diesen Aufhänger hätten ein paar tote Hühner niemanden interessiert.

Ich werd mir den Film ansehen, zumal die Frage ist, ob die Vorwürfe von PETA wirklich so stimmen - Peter Jackson hat auf seiner Facebook-Seite schon ein Statement veröffentlicht, in dem er die Vorwürfe bestreitet.

Kommentare:

  1. Dass der Verleiher des Pferdes die Vorwürfe nicht bestätigt, ist ja keine große Überraschung.
    New Line Cinema ist bestimmt kein knausriger Kunde, sondern eine der attraktivsten Geldquellen, die sich jeder Tierverleiher auch für die Zukunft sichern möchte.

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  2. Seit dieser Super-Mario und Pokémon-Geschichte hat PETA ein wenig Glaubwürdigkeit für mich verloren... Zumal Peter Jacksons Statement für mich nicht so aussieht, als ob er es sich aus dem Finger gezogen hätte. Ganz zu schweigen von den mit einbezogenen Personen.
    Natürlich ist so die Thematik von Tiermissbrauch in Filmen,usw. nicht zu verharmlosen, aber ich finde es dann doch schon ein wenig "unangebracht" solche Anschuldigungen zu machen und dann nichtmal Beweise vorzeigen zu können.

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  3. ohne die situation jetzt wirklich beurteilen zu können: so unrealistisch klingen die anschuldigungen für mich eigentich nicht...stacheldraht, hobbles, kolik - kann schon alles vorkommen.
    und zwischen fleisch essen und nicht sachgerechter haltung/umgang liegt mmn. immer noch ein großer unterschied.
    auf der anderen seite hat peta nun mal die glaubwürdigkeit der bild-zeitung und auch deren niveau.

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    1. Also die Glaubwürdigkeit kann man nicht in Zweifel stellen. Freilich kann man geteilter Meinung sein, ob nun wirklich ein Verstoß im gesetzlichem Sinne vorliegt, oder ein Verstoß nach etnischen Maßstäben. Im Film werden jedenfalls Tiere gezwungen, Dinge zu tun, die dem Tier schaden. Springen, stürzen und all jenes, was die Filmszene verlangt. Das war in vielen Filmen schon ein echtes Problem wie z.B. Lassie. Die Szenen wo der Collie mit einem Wolf kämpft, sind nicht gestellt, sie sind echt. Wohin und gegen wen, hätten Tierfreunde protestieren können? Heute ist das Aufmerksam-machen auf Missstände sehr viel einfacher und effektiver und darum geht es auch. Wir wollen genießen, wollen Fleisch essen, Pelz tragen und uns Unterhaltung rein ziehen und es ist gesellschaftlich etabliert, wegzusehen. Institutionen wie Peta, machen uns auf unsere Mitschuld aufmerksam und das ist uns unangenehm. Uns wird vor Augen gehalten, dass wir Fehler machen, weil es unser Konsum ist, mit welchem wir indirekt verantwortlich sind, für viel Leid. Sind wir erst einmal informiert, wird aus indirekt direkt. Die Frage ist also, konsumieren wir den Film, oder setzen wir ein Zeichen für die Zukunft und machen uns bewusst, dass wir Missbrauch von Tieren damit eindämmen können, indem wir bewusst darauf verzichten. Unangenehm ist das wohl und daher argumentiert es sich leicht, die Glaubwürdigkeit von Peta in Frage zu stellen. "ja ich bin betroffen, weil die armen Tiere leiden", wird meiner etnischen Verantwortung gerecht und "aber ob das alles so stimmt" relativiert mein Handeln, nämlich doch zu konsumieren, was ich nur tue, weil nix bewiesen scheint. Augen auf Freunde. Jeder Mensch, der vor dem Hintergrund solcher Informationen, nichts an seinem Verhalten ändert und gegenteilig sogar öffentlich kund tut, dass er keinen hinreichenden Verdacht sieht, dass Änderungen nötig sind, macht sich schuldig und mindert seine Schuld nicht damit, Informationen in Frage zu stellen. Ich werde diesen Film nicht ansehen und jedem erzählen warum. Zu Yuhga: Ohne Beweise gäbe es diese Diskussionen nicht, die liegen vor.

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  4. "sachgerechte" Haltung von Tieren? WTF???

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