Montag, 22. Oktober 2012

wieder was gelernt:

Ich bin davon ausgegangen, dass bei abgepackten Lebensmitteln die Inhaltsangabe fast aufs Gramm genau stimmt - schließlich werden Nahrungsmittel maschinell produziert und abgefüllt. Ne Ausnahme wäre vielleicht Brot, weil der Teig nicht so genau dosiert werden kann, oder Obst/Gemüse/Pilze, weil die nunmal nicht perfekt einheitlich wachsen. Jetzt habe ich auf Lebensmittelklarheit gelesen, dass die Gramm-Angabe, lediglich eine "Nennfüllmenge" ist:

Für die Nennfüllmenge gilt dabei das sogenannte Mittelwertprinzip. Danach muss die Nennfüllmenge im Durchschnitt eingehalten werden, d. h. über- und unterfüllte Verpackungen sind in vorgegebenen Grenzen erlaubt. Für den Verbraucher ist die Zulässigkeit einer gekauften unterfüllten Verpackung nicht nachprüfbar. Eine Festlegung, dass die auf der Verpackung angegeben Menge mindestens erreicht werden muss, wäre eine gute Lösung im Interesse der Verbraucher.

Praktischerweise gibts in so ziemlich jedem Supermarkt/Discounter Kundenwaagen, wo man alles mögliche drauflegen kann. Also falls man's genau wissen will kann man da auch mal die Brötchenpackung drauflegen. Wobei es bei ner 500g-Packung Käse auf 15g mehr oder weniger ja wohl nicht ankommt; so viel Käse wird selbst in einer Großfamilie nicht schnell genug gegessen bevor er schimmelig wird, sodass bestimmt einiges davon im Müll landet.

Wen's genauer interessiert, der kann sich ja mal die Fertigpackungs-Verordnung zu Gemüte führen.


Was ich auch nicht wusste: "hergestellt in" heißt nur, dass der letzte Verarbeitungsschritt dort gemacht wurde, d.h. die einzelnen Zutaten können von sonstwoher kommen (z.B. Erdbeeren aus China im Fruchtjoghurt - sofern überhaupt Erdbeeren drin sind und nicht bloß Aromen).

Kommentare:

  1. Ich habe auch schon Produkte gesehen, wo einfach nur drauf stand: "Hergestellt in der EU". Die geben sich nicht mal mehr Mühe zu verschleiern, wo es herkommt.

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  2. Für die Abweichungen bei dem Gewicht steht doch das kleine e hinter dem Gewicht.
    Der letzte Punkt war mir aber neu, also was das "hergestellt in" betrifft.

    Liebe Grüße

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  3. Wow - wieder was gelernt - wie so häufig bei dir :-)
    (Wobei ich mir das mit dem Herrgestellt in schon so ähnlich gedacht hatte - ist halt herrgestellt in und nicht angebaut in^^)

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  4. Wusste ich eigentlich schon, aber es erinnert mich wieder daran, dass wir als Konsumenten wieder selbstbewusster auftreten sollten. Es gibt nicht umsonst Grammpreise, Tüte auf - wiegen - richtigen Preis zahlen!

    Warum hast du ausgerechnet Käse als Beispiel gewählt?

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    1. LOL, das mit dem Käse habe ich mich gerade auch gefragt :)

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    2. na weil es auf lebensmittelklarheit um 500g Käse ging

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  5. "Made in Germany" kann bei einem Elektrogerät auch nur heißen, das vielleicht der Markenname hier draufgedruckt wurde. Der Rest kommt dann aus China...
    In was für einer perversen Welt leben wir eigentlich?!

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  6. Mir ist beim heimischen Nachwiegen auch schon öfter aufgefallen, dass die Mengenangabe nicht stimmt. Aber leider hatte ich noch nie zuviel; immer weniger als angegeben ;-)

    LG!

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  7. Bei Elektrogeräte steht eigentlich auch selten Made in Germany drauf, außer sehr hochwertige und teure High End Hifi Geräte.

    Wenn der Hersteller nicht Made in China schreiben will steht halt garnix drauf oder sowas wie: Hergestellt für ...

    Bei nem Elektrogerät sollte man dann eh bedenken das dort seltene Metalle drinstecken, die in irgendwelchen Mienen in Afrika, China oder Brasilien unter schrecklichen Bedingungen abgebaut wurden. Kunststoff mit Erdöl bzw. Erdgas aus dem Iran , Venezuela...., das Kunststoff selbst in china hergestellt usw.

    Macht euch mal gedanken woher die Rohstoffe wirklich stammen. Ich achte schon drauf wo es hergestellt wurde, bei Recyclingordnern z.B. glaub ich schon das es in deutschland hergestellt wurde, das Papier aus DE stammt, die Metallteile können aber ebenso aus brasilien sein, falls kein Recyclingmetall, Veredelung also druck müsste dann ebenfalls DE sein, Tinte fürn Druck kann auch aus China sein oder so.

    Auf den Pappordnern einer bestimmten Firma steht bsw. je nach Ordner das sie in DE, in Tschechien oder einfach nur MAde in EU. Die schicken voll Kunststoffordner sind alle aus china. Man weiß halt das Rohstoffe von woanders kommen, man weiß auch nicht ob einzelne Produktionsschritte von Made in Germany Produkten im Ausland erfolgten, aber man scheint es auch nicht groß verschleiern zu wollen, den Kunden interessiert es auch nicht so sehr.

    Folienstifte MAde in Germany muss ja auch nur heißen das sie dort montiert und befüllt wurden, rohstoffe für Kunststoff stammen von woanders, ob der kunststoff hier hergestellt wurde weiß man nicht. China hat weniger strenge auflagen was Chemie angeht. Kann also sein das er nur hier befüllt wurde und montiert.

    Viele Lebensmittelverpackungen, Plastiktüten, Zusatzstoffe in Lebensmitteln, Medikamentenverpackungen, Medizinprodukte wie Glasampullen, KLebstoffe etc. sind Made in China.

    Mache mir da gerade gedanken drüber, weil in China vieles in Laogai, Arbeitslagern produziert wird.

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