Sonntag, 30. September 2012

D2 von Nu3

liebevoll, aber etwas überdimensioniert verpackt ;-)
Juliana vom Online-Shop nu3 hat mich gefragt, ob ich gerne kostenlos eins ihrer Produkte testen würde. Ich habe mich darüber sehr gefreut, weil die Anfrage sehr nett war, der Shop gute Produkte hat und veganfreundlich ist. In der Kategorie "Gesundheit" gibt es nämlich sogar eine eigene Abteilung "Veganer" und im nu3-Blog ist kürzlich ein Artikel über Veganismus erschienen, der sehr positiv und informativ ist. Außerdem kriege ich gerne was geschenkt ;-) In dem Fall wars sogar etwas Sinnvolles, ich durfte mir nämlich was aussuchen und wollte mir sowieso schon seit längerem zumindest für den Winter Vitamin D besorgen, war bisher aber zu faul zu recherchieren, welches vegan ist.
Bei den Kapseln von Dr.Wolz steht explizit und unübersehbar drauf, dass sie vegan sind. Ich hätte gerne auf jedem veganen Produkt so nen riesigen Aufdruck!!!

Hier also die Tabletten:



Der Wirkstoff besteht aus Hefe, die Umhüllung aus Cellulose. Sieht zwar eher aus wie Plastik, aber man kann sie "auflutschen", sodass die Angaben wohl stimmen ^^ Was etwas gruselig ist, ist, dass sie so riesig sind. Ich kam mir etwas vor wie ein Herzinfarktpatient.

Über die Wirkung kann ich natürlich nix sagen, bei Nahrungsergänzungsmitteln fühlt man ja nicht plötzlich nen Wohlfühl-Schub. Was man dazusagen sollte, ist dass D2 wohl nicht so gut aufgenommen wird wie D3, wobei letzteres glaube ich nicht vegan produziert wird. Aber ich denk mir mal besser als nix.

Preise habe ich auch nicht verglichen, mit 12,99€ pro 60 Tabletten scheinen mir die Tabletten zwar recht teuer, aber in anderen Shops dürften sie auch nicht billiger sein.

Insgesamt ist mir der Shop sehr sympathisch: Er ist übersichtlich und gut sortiert. Der Schwerpunkt liegt auf Nahrungsergänzungsmitteln, es gibt aber auch einige Lebensmittel, Bio-Produkte, spezielle Sportler-, Diät- und Allergikernahrung und Kosmetik.
Versandkosten betragen 3,90€, ab 30€ ist die Lieferung versandkostenfrei. Versendet wird innerhalb von 24Stunden, bei mir waren die Sachen glaube ich 1 oder 2 Tage nach dem Email-Kontakt da.

Dies ist zwar Werbung, aber welche die ich mit gutem Gewissen mache!

Donnerstag, 27. September 2012

TV-Tipp: HEUTE, 27.September, 20:15 auf 3sat: Wissenschaftsdoku "Versuchskaninchen"

Wissenschaftsdoku "Versuchskaninchen"

Darf man Tierversuche in großer Zahl durchführen, um das Gefährdungspotential von chemischen Substanzen für den Menschen abschätzen zu können? Eine sensible Diskussion.
Sind Tierversuche überhaupt nötig? Müssten Tests mit Tieren beim heutigen Stand der Forschung in Biologie und Medizin nicht längst durch alternative Testmethoden ersetzt werden können? 

 Quelle: 3sat


Hört sich spannend an! Ich vermute aber, dass es auch fiese Bilder gibt, also nichts für Zartbesaitete.

Die Doku kann man sich bereits jetzt in der 3sat-Mediathek anschauen


Dienstag, 25. September 2012

Mausflaus testet die neuen Provamel-Drinks

Provamel hat Testpakete mit den neuen Drinks verschickt, und ich hab auch eins bekommen :-)

Und zwar den neuen
Haselnussdrink
Mandeldrink
Kokos-Reisdrink
und Infoblätter dazu, damit ich auch weiß, was ich da in mich reinschütte.

Mandel- und Haselnussdrink fand ich sehr lecker, am Kokosdrink hab ich ehrlich gesagt nur kurz genippt um festzustellen, dass ich Kokos immer noch nicht mag. Den hat dann meine Schwester alle gemacht.
Also uneingeschränkte Empfehlung; man sollte jedoch vor jedem Genuss gut durchschütteln. Die kleine Packung Mandeldrink hab ich vorm Öffnen kurz geschüttelt, und da ich die in einem Mal getrunken hab, hat das auch gereicht; den Haselnussdrink hab ich aber über 2 Tage verteilt getrunken, und vergessen, da vor jedem Trinken nochmal sachte zu schütteln sodass ich am Ende ne ziemlich zähe Haselnusspampe hatte. Was im Glas jetzt auch nicht weiter dramatisch ist; aber so n Platsch Haselnussmasse im Kaffee ist irgendwie doof.

Im Moment sucht Provamel gerade 500 Produkt-Tester, bewerben kann man sich auf http://provamel-tester.de/

Freitag, 21. September 2012

der gute alte ruthe

Quelle: ruthe-Archiv


Wer kennt ruthe.de nicht? Genau das richtige für Langeweile im Büro :-)

Mittwoch, 19. September 2012

3 Jahre vollvegan-Blog

Genau vor 3 Jahren habe ich meinen ersten Post geschrieben. Und dieses Jahr gilt auch wieder das, was ich schon 2010 geschrieben habe:


Danke an euch alle!!!

Dienstag, 18. September 2012

Bio-Talk

Am Sonntag war das Thema des Jauch-Talk "Der große Bioschwindel – Wie gut ist Öko wirklich?"
Ich finde Jauch eh eher platt, und die geladenen Gäste (u.a. Polemik-Pollmer, der Fleischessen immer verteidigt) haben mich auch vom Schauen der Sendung abgehalten. Eine gute Entscheidung, denn die Kritiken über die Sendungen sind nicht allzu gut. Beispielhaft das Fazit der Frankfurter Rundschau:
Die dümmlich- unterkomplexe Sendung thematisierte nicht das, worum es eigentlich geht: Beispielsweise blieb völlig außen vor, welche ökologischen Folgen der exzessive Fleischkonsum hat: 1000 Liter Wasser sind nötig, um ein Kilo Fleisch zu erzeugen.
Ist das nachhaltig und zukunftsorientiert in einer Welt mit immer mehr Menschen? Wohl kaum. Ein cleverer Einkaufszettel, mit mehr Obst und Gemüse, und weniger Fleisch ist in jedem Fall eine gute Idee. Doch das kam bei Jauch nur am Rande vor.

Wer sich die Sendung dennoch antun will, kann sie hier online gucken.


 PS: aktuell geistert mal wieder durch die Medien, bio wäre überhaupt nicht gesünder, dies solle eine aktuelle Studie besagen. Tut sie aber nicht. Nachzulesen hier.

Sonntag, 16. September 2012

Übersicht Marken und Konzerne

Um zu wissen, wen oder was man boykottieren soll (Procter&Gamble machtenz.B. Tierversuche in großem Stil), gibt es eine gute Übersicht:

draufklicken, dann wirds größer

Quelle: ExposingTheTruth

Donnerstag, 13. September 2012

Ob das wirklich so ne gute Werbung ist?



Der Gemüsehändler daneben könnte auch etwas Beratung in Sachen Schilderbeschriftung gebrauchen:


Es gab noch ein Schild mit "Packet Spinat", sodass ich als ich Kaktusfeigen entdeckte, mein erster Gedanke war, ob da wohl auch "c" zu viel verwendet würde, aber da stand ordentlich und v.a. sehr erfreulich "Kaktusfeigen 1kg=1€". Zur Selbstbedienung, man konnte sich also die hübschesten Früchte raussuchen. 4 Früchte haben mich 28cent gekostet, die ich auf 30 aufgerundet habe (hätte ich mehr Kleingeld gehabt, hätte ich dem Verkäufer auch ein 50cent-Stück in die Hand gedrückt) und mich immer noch vorkam wie in der Kolonialzeit.
Diesmal habe ich mir übrigens nicht die Hände vollgestachelt ;-)

Mittwoch, 12. September 2012

Faire Woche


Bisher habe ich nur von der Fairtrade-Frühstückswoche letztes Jahr gehört, jetzt habe ich entdeckt, dass es die "Faire Woche" vom 14. bis 28.September 2012 gibt.


Die Faire Woche ist ein bundesweiter Aktionszeitraum rund um das Thema Fairer Handel. Bei rund 5.000 Veranstaltungstagen von Weltläden, Aktionsgruppen, Supermärkten, Kantinen und Einzelpersonen informieren sich fast eine Millionen Menschen über den Fairen Handel. Bei Fairen Probieraktionen, Vorträgen und Gesprächen mit Produzentenvertretern, Fahrradtouren und vielfältigen anderen Aktionsideen wird der Faire Handel erlebbar. Die Akteure verfolgen das gemeinsame Ziel,  den Fairen Handel in Deutschland noch stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.  

Unter dem Motto "Zukunft gestalten. Fair handeln!" steht zur elften Fairen Woche das Thema "Nachhaltigkeit" im Mittelpunkt der Aktionswoche. In Anknüpfung an die UN-Konferenz „Rio + 20“ möchten wir die positiven Wirkungen des Fairen Handels für eine nachhaltige Entwicklung in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken. Der Faire Handel setzt hier vorbildliche Maßstäbe in allen drei Säulen des Nachhaltigkeitskonzeptes, sowohl in ökonomischer als auch in ökologischer und in sozialer Hinsicht. Dabei steht stets der Mensch im Mittelpunkt. Der Faire Handel ermöglicht den Produzentengruppen durch die gezielte Stärkung ihrer Selbsthilfekräfte, eigenverantwortlich ihr Leben zu gestalten. Hier spielt die Förderung der Bereiche Bildung, Gesundheitsschutz, Gleichberechtigung und Frauenrechte eine zentrale Rolle. 

In der Fairen Woche finden Aktionen, Veranstaltungen, Verköstigungen und Informationsständen in ganz Deutschland statt. Eine Übersicht findet man hier. Es gibt auch eine PLZ-Suche,  sodass man schauen kann, was in der Umgebung stattfindet.

Sonntag, 9. September 2012

30 vegan ways to drink your coffee

Ich bin gefragt worden, ob es nicht "andere Möglichkeiten gibt, den PH-Wert von Kaffee zu erhöhen, ohne was rein schütten zu müssen, was man eigentlich nicht trinken möchte oder kann?"

Ich versteh ja ehrlich gesagt Leute nicht, die Kaffee so strecken müssen, dass man das Ergebnis kaum noch Kaffee nennen kann. Dann kann man doch genauso gut was anderes trinken? Tee, Cola, Wasser, Kakao... Seit neustem auch veganen Instant-Cappucino namens "Vegaccino".  Außerdem gibt es Getreidekaffee, der enthält kein Koffein und ist etwas milder.

Trotzdem mal eine Ideensammlung was man sich an Veganem alles so reinschütten kann:

  1. Zucker 
  2. Süßstoff (Tabletten/Flüssigsüße)
  3. Stevia (Tabletten/Extrakt/Flüssig)
  4. Xucker/Erithritol/Sucrin/Xylit
  5. Agavendicksaft (aber bildet euch bloß nicht ein, der sei gesünder als Zucker)
  6. Ahornsirup
  7. Monin-Sirup (drei Sorten sind vegan)
  8. Grafschafter Goldsaft (Zuckerrübensirup)
  9. Honig-Ersatz von Schneekoppe
  10. Melasse
  11. Sojadrink
  12. Haferdrink
  13. Reisdrink
  14. Mandeldrink
  15. Haselnussdrink
  16. Kokosmilch
  17. Soja-Reis-Drink
  18. Reis-Kokosdrink
  19. Schoko/Vanille/Erdbeer/LatteMachiatosojadrink
  20. Sojapulver
  21. geht das Pulver von Eiweißshake vllt. auch?
  22. Leha-Flüssigkaffeeweißer im 200ml-Pack
  23. Soyatoo Kaffeesahne im 300ml-Pack
  24. Tütchen veganer Kaffeeweißer der Firma Elsan 
  25. Sojacuisine von Apro (gibts auch als Light)
  26. vegane Sahne hulala plus
  27. Berief Creme fit
  28. einen Schuss Sprühsahne
  29. einen Schuss Rum :D 
  30. Amaretto

Ich find das ist schon echt viel (auch wenn nicht alles wirklich zu erwägende Alternativen sind ^^).
Kennt ihr eigentlich die Seite http://first-world-problems.com/ ? Da musste ich gerade dran denken...

Freitag, 7. September 2012

Mausflaus testet Kaktusfeigen

Diese Woche gabs bei Netto Kaktusfeigen (laut Wikipedia "Opuntien") im Angebot (1,19€ für 500g (= 6stk).
Ich verkneif mir Südfrüchte meistens weil 1. teuer und 2. Klimakiller, aber gelegentlich gönne ich mir den Luxus dann doch. Herkunft Italien, was auch nicht so super ist, aber zumindest noch Europa. Außerdem geht's Italien doch gerade so schlecht, dass es ja schon fast als gute Tat gelten kann, wenn man die italienische Wirtschaft etwas ankurbelt ;-) 
Doof ist auch die Plastikverpackung; aber in dem Fall halt notwendig, da die Früchte druckempfindlich sind, und ohne Schutz ziemlich angeditscht im Supermarkt landen würden. Ich habe sowieso einige Packungen eingehend studieren müssen, um eine zu finden, wo noch keine Schimmelstellen zu finden waren. Typisch Netto halt - gestern hat es mir auch die Lust auf Kürbis verdorben, als mir erstmal ein Schwarm Fliegen entgegenkam, als ich nach einem Hokkaido greifen wollte. 
 
Meine Kaktusfrüchte waren zwar nicht schimmelig, aber schon etwas überreif. Ich finde überreife Früchte eigentlich sogar leckerer, leicht bräunliche, matschige Bananen schmecken zb viel intensiver und süßlicher.
Bei den Kaktusfeigen war es aber so, dass das Fruchtfleisch zwar sehr lecker, die Kerne aber schon ziemlich groß waren. Aber nicht groß genug, um sie einzeln rauszusortieren oder wieder auszuspucken. Mitessen ist zwar nicht schädlich, aber mindert halt doch irgendwie den Genuss. Geschmeckt haben sie etwas nach Birne, aber irgendwie wäßrig und süß.

Was auch extrem lästig ist, ist, dass sie so umständlich zu essen sind. Die Früchte sind ungefähr so groß wie ein Überraschungsei, und am besten isst man sie, indem man sie auslöffelt. Ich hatte sie einfach aufgeschnitten und in die Hand genommen; und da hab ich dann auch gemerkt, wieso sie "Kaktusfrüchte" heißen: Die Dinger haben fiese Stacheln! Es sind nicht so riesen-Haken wie bei Disteln, sondern ganz feine Häarchen. Ich hatte noch bei VegAnnalein (die inzwischen leider nicht mehr bloggt) was von Stacheln gelesen.
Stacheln? Was für Stacheln? Ich konnte beim besten Willen keine entdecken. Also ignorierte ich den guten Rat, teilte die Frucht in zwei Hälften, nahm sie in die Hand und löffelte sie aus.
Ich dachte, dass die im Supermarkt wohl schon entstachelt waren. Pustekuchen! Ich hab zwar noch versucht, die Dinger mit der Pinzette aus dem Daumen zu ziehen, aber mir tat trotzdem den Rest des Tages der Finger weh. Zum Glück hatte ich nur mit dem Daumen so viel Druck ausgeübt, dass Stacheln drin stecken blieben; wenn man die Frucht locker in die Hand nimmt, passiert nix. Seid also gewarnt ;-)

Morgen ist der letzte Tag wo sie bei Netto im Angebot sind; wobei ich eher davon abraten würde, denn samstags ist bei leicht verderblichem Frischezeugs oft nur noch Gammelware da. Dann lieber ein paar Euro mehr ausgeben, in größeren Rewes/Edekas dürfte es die bestimmt auch geben. Oder gleich leckere deutsche Äpfel knabbern :-)

Mittwoch, 5. September 2012

Veggie-Hotels

Die Haupturlaubszeit ist zwar inzwischen schon rum, aber für den ein oder anderen ist die Seite veggie-hotels.de vielleicht eine Idee für die nächste Urlaubsplanung. Es sind richtig viele Hotels auf der ganzen Welt gelistet, das hätte ich nicht erwartet. Und die haben sich alle verpflichtet, weder Fleisch noch Fisch in ihrer Küche zu verarbeiten. Über die Detailsuche kann man "rein vegan" anklicken und kriegt dann 28 Stück aufgelistet. - Eins davon ist Hof Butenland, aber auf Bali und den Philippinen soll s auch was geben.

Ich bin ja eher der Selbstversorger, ich mag keine großen Hotelkomplexe die die Landschaft verschandeln und brauch auch niemanden, der hinter mir herräumt. Mein Essen suche ich mir gerne selber aus und stärke die lokale Wirtschaft, indem ich gezielt in kleine Restaurants/Cafés gehe. Gerade erst lief im WDR die Reportage "Sonne, Strand und Billiglohn", die ich nur jedem empfehlen kann. Darin kommt Erschreckendes zutage was der Urlauber überhaupt nicht mitbekommt. Hier nochmal als yt-Video:


Samstag, 1. September 2012

Bauernhof-Idylle auf Wurst

Ich finde vieles, was so als "Verbrauchertäuschung" hochskandalisiert wird wie Analogkäse oder nicht genug Fleisch in Babynahrung eher lächerlich, aber die aktuelle Kritik der Verbraucherzentrale Hamburg kann ich nur voll und ganz unterschreiben:

Auf den meisten Fleisch- und Wurstverpackungen ist eine Bauernhof-Idylle dargestellt. Grüne Wiesen, hübsche Fachwerkhäuschen, traditionelle Mühlen und viele Bäume sind die beliebten Motive. Die Gestaltung ist irreführend, da die Realität der Tierhaltung zumeist anders aussieht. Doch konkrete Hinweise zur Herkunft des Fleisches fehlen auf den Verpackungen oder sind nur lückenhaft vorhanden.

18 Etiketten von ausgewählten Fleisch-und Wurstprodukten hat die VZB Hamburg untersucht, Herkunftsangaben recherchiert und beides miteinander verglichen.

Das ist auch echt gut gemacht, die Forderungen der VZB sind dann allerdings nicht mehr so nach meinem Geschmack:
Massenhaftes Leiden gehört zum schlimmen Alltag unserer Nutztiere. Eine Neuausrichtung der Tierhaltung ist längst überfällig. Denn: Vielen Verbrauchern liegt das Wohl der Tiere sehr am Herzen. Sie wollen sich nicht länger mit bunten Bildern einer heilen Welt abspeisen lassen, sondern möchten wissen, ob sie tatsächlich Fleisch aus tiergerechter Erzeugung kaufen. Aber gerade hier tappt man oft im Dunkeln.
Ökologisch gehaltene Tiere stellen mit 1,1 Prozent des Fleisch- und Wurstverkaufes noch immer einen Nischenmarkt dar. Auch die idyllische Bild- und Wortwelt herkömmlicher Fleisch- und Wurstangebote verhindert, dass sich ein Marktsegment mit tierschutzfreundlicheren Erzeugnissen entwickeln kann. Denn auf den Verpackungen steht nicht, unter welchen Bedingungen die Tiere gehalten beziehungsweise verarbeitet werden. Man kann seinen Konsum nicht entsprechend ausrichten. Wie bei Eiern sollte auch bei Fleischprodukten die Haltungsform auf den Verpackungen gekennzeichnet werden. Beim Eiermarkt haben sich Verbraucher in den letzten Jahren eindeutig für eine tiergerechtere Haltung entscheiden.

Ok, die Forderung "es sollte gar keine Fleischwaren mehr geben" ist wohl echt zu viel. Dass der Verbraucher sich bei Eiern aber "eindeutig" entschieden hat, sehe ich nicht, denn Bio-Eier wurde hauptsächlich aufgrund des Dioxin-Skandals vermehrt gekauft, und Bodenhaltungs-Eier verkaufen sich immer noch gut, obwohl die kaum besser sind als Käfig-Eier.

Statt "Essen Sie weniger Fleisch! Es ist ungesund, belastet die Umwelt, es müssen Tiere dafür getötet werden und verschwendet Ressourcen" gibts 8 Tipps für den Einkauf, die aber eigentlich nur einer sind, nämlich Bio-Fleisch zu kaufen.