Freitag, 31. August 2012

neue palmölfrei-Liste

Die weiße Liste Palmöl, die ich in meinem Post über Palmöl verlinkt habe, gibts nicht mehr. Dafür gibt es jetzt die Seite http://produkte-ohne-palmoel.jimdo.com/, ein Projekt von umweltblick.de.

Dort findet ihr nicht nur die Problematik erklärt, auf der Startseite findet man direkt einen Link zu einer pdf-Liste mit veganen palmölfreien Produkten. Sind leider noch nicht so sehr viele Produkte, aber das erleichtert dann auch die Auswahl ^^



Donnerstag, 30. August 2012

DER neue Ernährungstrend: supervegan



gefunden bei For Lack of a Better Comic


BTW: Mein Blog heißt nicht "vollvegan" im Sinne von "supervegan", es ist eher als "das ist ja voll vegan" im Sinne von "das ist ja voll super" gemeint. Ich glaub ich hab schon mehrmals anklingen lassen, dass ich eher gemäßigt vegan bin ;-)

Samstag, 25. August 2012

neue vegan-Blogs Nr.9

(Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6, Teil 7 und Teil 8 gab's bereits).

Ich habe von einigen Bloggern Emails bekommen mit der Bitte, ihre Blogs vorzustellen; leider hat der Bildschirm von meinem Laptop, auf dem die Mails gespeichert waren, seinen Geist aufgegeben; und ich hab noch keine Möglichkeit gefunden, die Daten zu retten.
Also falls ihr mir geschrieben habt und euer Blog diesmal nicht dabei ist, dann schreibt mir bitte einfach noch mal, dann mach ich das bei Nr.10!


reine vegan-Blogs:

http://veganerkeks.wordpress.com/
Ich frage mich, wie dieser großartige Blog unabonniert an mir vorbeigehen konnte. Wahrscheinlich dachte ich "Och nö, bloß Rezepte" und hab weitergeklickt. Dabei gibts beim Keks auch viele Reiseberichte, Einkaufstipps, Restauranttests und Katzenbilder.

http://inpeaceandbeauty.blogspot.de/
Dieser Blog berichtet von Liaths Weg zum Veganismus, einem bewussten und verantwortungsvollen Leben im Einklang mit Umwelt und Mitmenschen. Um Schreiberin Liath selbst - um mehr Selbstliebe, um Mut zu Schönheit trotz "Makel" (=Besonderheiten) und Unangepasstheit. Um Sexismus, Feminismus, Frauenrechte, Gleichbehandlung, Heteronormativität, Ungerechtigkeit, Vorurteile und Zwänge und das Bekämpfen ebenjener. Liaths Ziel hört sollte jeder verfolgen: Es geht also darum, mich zu einem Menschen zu entwickeln, der zufrieden, glücklich und mit gutem Gewissen in den Spiegel sehen kann und nebenher die Welt zu retten. ;)

http://asias-experiment.blogspot.de/
Asia postet viele (gesunde) Rezepte, es geht aber auch um alle möglichen anderen (veganen) Ernährungsthemen, vegane Produkte, Gesundheitskram usw. 

http://oskargoesveggie.blog.de/
Oskar ist ein Skunk, der von seinem Frauchen vegetarisch ernährt wird (die schreibt dann wohl auch den Blog). Frauchen ernährt sich seit neustem vegan und berichtet über alles in ihrem Miniblog.

http://voras-vegan-way.blogspot.de/
Vegane Verstärkung aus Österreich! Vora ("Nora" auf veganisch?) stellt v.a. vieeeele Produkte vor. Ein anderer großer Themenbereich sind Pferde. Auf ihrem Zweitblog http://voras-vegan-way-2.blogspot.de/ postet Vora ausschließlich in Englisch

http://blumenpower.blogspot.de/
Glückskindchen mags pflanzlich" hört sich eigentlich eher nach Teenie an, ist aber laut Profil Diätassistentin. Da bin ich ja echt mal gespannt. Die Erwartungshaltung ist, dass da nur supergesundes Frischzeugs auf den Teller kommt; aber eigentlich ist das ja quatsch; ich kenn auch rauchender Ärzte, übergewichtige Sporttrainer und rasende Fahrlehrer.
Nur weil man weiß wie etwas eigentlich richtig ist, heißt das ja nicht, dass man auch immer perfekt danach handelt. Das wollte ich aber nur mal am Rande loswerden :-)

http://changinglifeat35.blogspot.de/
Mit 35 zum Veganismus. Wobei das Layout des Blogs mich eher an die Blogs der 13jährigen erinnert: Elfen, rosa Schnörkelschrift, Hasis! *g*

http://omosirokunai.blogspot.de/
Der Blogname ist bestimmt irgendwas versautes *g*; im Blog selbst berichtet die Veganerin und Japonologin Yuhga über ihre vielfältigen Hobbys und natürlich das Vegansein.

http://for-the-innocent.blogspot.de/
"be the change you want to see in the world" ist Julez Motto, und vegan zu leben ist ihr "Change". Wie das genau aussehen wird, weiß sie selbst noch nicht so genau, denn sie steht erst am Anfang dieser Veränderung. Umso spannender ist es, diesen Weg zu beobachten!

http://diemiene.blogspot.de/
"My life with an omnivore" heißt so, weil "die Miene" mit einem Fleischesser und Katzen zusammenlebt. Es geht also um Rezepte, Produkttests, Storys mit ihrem Omnivoren und Catcontent.


Blogs mit vegan/vegetarisch-Content:

http://obszoen.blogspot.de/
"Obszön schön" ist der Beautyblog einer Veganerin, d.h. tonnenweise Lidschatten, Nagellack, Schmuck und Shopping. Vegane und tierversuchsfreie Kosmetik ist als solche gekennzeichnet, das andere sind doch "Altlasten". Dazwischen gibt's veganen Schmaus.

http://dhiammara.blogspot.de/
Veggie mit vielfältigen Interessen: Ratten, gothic, Kunst, Bäume knutschen und Tierschutz. Der Tierschutz ist bisher glaub ich auch das größte Themengebiet auf dem Blog.

Sonstige lesenswerte Blogs:

http://ichkaufnix.wordpress.com/
Shopaholic auf Entzug - Ein Jahr keine Kleidung kaufen! An Klopapier und Fahrkarten kommt man ja schlecht vorbei, aber Klamotten hat heutzutage eigentlich jeder genug. Eigentlich... Da hat sich Nunu echt was vorgenommen. Es geht aber nicht nur um die persönliche "ich hätte das jetzt gerne, verkneifs mir aber"-Erfahrung, sondern um Produktionsbedingungen von Textilherstellern, Werbung, aktuelle Meldungen; also alles rund um Konsum.

http://konsumrebellion.wordpress.com/
Geht in die gleiche Richtung: Konsum kritisch hinterfragen und feststellen, dass kaufen nicht wirklich glücklich macht.

Freitag, 24. August 2012

Gentechnik ist in Tierprodukten normal


Tiermäster verfüttern mehr Gensoja

Wer nicht gerade Bioware kauft, muss davon ausgehen, dass die Tiere zuvor mit gentechnisch verändertem Soja gefüttert wurden, obwohl mehr als drei Viertel der Deutschen Gentechnik im Essen grundsätzlich ablehnen. Das geht aus einer Studie hervor, die der WWF am Dienstag veröffentlicht hat.

Nach Schätzungen der Umweltschutzorganisation stammen mehr als 80 Prozent aller Soja-Importe für den deutschen Markt aus gentechnisch veränderten Bohnen. Das ist weit mehr, als bisher angenommen. Und die Konsumenten sind ahnungslos, denn das Fleisch der Tiere, die damit gefütterte werden, muss nicht entsprechend gekennzeichnet werden, so sehen es die Vorschriften der Europäischen Union vor. Dies gilt auch für Eier und Milchprodukte aus konventioneller Tierhaltung. Lediglich in der ökologischen Tierhaltung ist es verboten, Gensoja und andere genmanipulierte Pflanzen zu verfüttern.
Quelle: süddeutsche


Ich hab schon öfter gehört, dass Leute Sojaprodukten skeptisch gegenüberstehen, weil sie Bedenken haben, dass sie genmanipuliert sein könnten. Tierprodukte konsumieren die Gentechnik-Gegner trotzdem weiterhin fröhlich... Dabei ist die gentechnische Veränderung auch im Tierprodukt noch nachweisbar.
Aber ich wie war das.... "Ich ess nur ganz wenig Fleisch. Und wenn dann bio. Und da ist Gen-Futter ja verboten" ^^

Dienstag, 21. August 2012

Alnatura war auch schon mal sympathischer

Alnatura scheint sich mehr und mehr dem Kapitalismus zu unterwerfen:

Alnatura zahlt keinen Tariflohn
Alnatura führt Payback-Karte ein
Saisonware als Kaufanreiz
Alnatura bietet keine Papiertüten an, nur Plastik

Inzwischen sind auch noch drei Alnatura-Produkte wegen Verbrauchertäuschung bei lebensmittelklarheit.de angeprangert:

  1. Alnatura Selection Macadamia honiggeröstet: Trotz großer Aufschrift "honiggeröstet" hauptsächlich mit Zucker
  2. Alnatura Omega 3-Öl: Bezeichnung weckt falsche Erwartung: nur wenig mehr Omega-3-Fettsäuren als in Rapsöl und deutlich weniger als in Leinöl.
  3. Alnatura Beeren Multi Saft: Besteht hauptsächlich aus Apfelsaft, Kennzeichnung wurde inzwischen geändert

Sind alles keine großen Dinger, ob nun Zucker oder Honig macht weder qualitativ noch sensorisch nen großen Unterschied, beim Beerensaft kann man auf die Zutatenliste gucken bzw. würde den Apfelsaft rausschmecken. Das mit dem Öl würde mich noch am ehesten ärgern, weil ich mich da nicht gut auskenne und das keine bloße Geschmacks- sondern v.a. Gesundheitsfrage ist, aber auch da würde mir ein Blick auf die Zutatenliste "65% Rapsöl, 25% Sonnenblumenöl, 10% Leinöl" verraten, dass ich mir dann wohl einfach eins der anderen Öle kaufe (wobei ich jetzt immer noch nicht genau weiß welches der drei genannten bezüglich Omega-3 am besten wäre?).

Was mich stört, ist, dass bei Alnatura anscheinend mehr und mehr der Profit in den Vordergrund rückt und sie anscheinend versuchen, den Supermärkten und Discountern Konkurrenz zu machen. Dafür benützen sie deren Methoden, inklusive Werbestrategien und Preispolitik. Ich finde das schade, denn bei den meisten Produkten ist Alnatura immer noch teurer als Supermärkte und Discounter, wenn man zu Alnatura geht, dann nicht in erster Linie wegen dem Preis.
Einkaufen bei Alnatura ist für mich ein bisschen "ich tue mir und anderen was gutes", etwas besonderes was man sich gönnt. Und das verspielt sich der Laden, indem er sich auf das Niveau der 0815-Einkaufsstätten einlässt. Alnatura ist immer noch mit die beste Einkaufsstätte, keine Frage, aber die Entwicklung gefällt mir nicht.

Montag, 20. August 2012

Produkttest: VokabelHÄFFT

Häfft war so nett, mir kostenlos Vokabelhefte zu schicken. Ich geh zwar nicht mehr zur Schule, aber meine Mutter betreut ein Kind was dieses Jahr aufs Gymnasium kommt, dem möchte ich die Hefte zukommen lassen :-)

Im Häfft-Online-Shop kostet ein Vokabelheft ab 1,29€ Erhältnlich sind drei verschiedene Größen, die entsprechend im Preis gestaffelt sind. Im Innenteil der Hefte gibts einige hübsche Infoseiten. Die Vokabelhefte gibt es in Englisch, Universal, Französisch und Latein. Im Vokabelheft Englisch ist z.B. eine Landkarte von Großbritannien, und etwas über Kultur und Sehenswürdigkeiten, im Vokabelheft Latein steht was über die alten Römer und Grammatik.
Insgesamt finde ich die Hefte sehr peppig aufgemacht - das einzige woran ich rumzumäkeln hätte, wäre, dass es kein Ökopapier ist.

Great Britain
Latein Grammatik

Vielen Dank, lieber Häfft-Verlag!

Montag, 13. August 2012

veganes Lesecafé in Erlangen

Die Vebu-Regionalgruppe Erlangen will in 2 Monaten ein veganes Lesecafé eröffnen, und hat mich gefragt, ob ich ein bisschen Werbung dafür machen könnte. Erlangen ist zwar nicht meine Ecke, aber die Idee ist echt cool!

Das Lesecafé "Anständig essen" ist eine Kooperation von vhs Erlangen und dem Vegetarierbund Regionalgruppe Erlangen. Ab dem 23. August kann man hier für gut zwei Monate in rund 150 Bücher zum Thema Nachhaltiges Essen schnuppern. Es gibt Lesungen, Vorträge und Diskussionen, täglich ein kleines kulinarisches Angebot, warme und kalte Getränke und interessante Ess-Events. 

Unser gesamtes Angebot ist immer vegan. Bis Ende Oktober finden über 20 Veranstaltungen statt, darunter Kochshows mit Attila Hildmann und Björn Moschinski und ein Wochenende zum Thema Nahrungsmittelverschwendung mit Katja Kaminski.

Am Samstag, 25. August um 19 Uhr laden wir zum Literarisches Abendmenü zur Eröffnung des Lesecafés ein! Zwischen den Gängen liest die Schauspielerin und Synchronsprecherin Nora Linnemann aus Werken der Buchausstellung "Anständig essen". Für den kulinarischen Genuss sorgt Vebu-Chefkoch Jéròme Eckmeier.

Menü:
Amuse-Gueule
1. Gang: Schaumige Pilzcremesuppe mit Kräutercroutons
2. Gang: Fruchtsorbet
3. Gang: Knusprige Tofufilets unter der bunten Kartoffelkruste auf Veggie-Sahnespinat mi Dijonsenfsoße
4. Gang: Gebrannter Apfelscheiterhaufen mit Eis 


Anmeldungen bitte an anstaendig-essen@gmx.de oder telefonisch an 0175 8222392. 25 Euro pro Person.

Weitere Informationen und das vollständige Programm: www.facebook.com/Anstaendig.Essen.Erlangen  
www.erlangen.vebu.de 
www.vhs-erlangen.de 

Altstadtmarktpassage, Hauptstraße 55, 91054 Erlangen 
Öffnungszeiten: Mi - Do: 16 - 22 Uhr, Fr: 16 - 23 Uhr, Sa - So: 10 - 23 Uhr 23. August bis 28. Oktober 2012

Sonntag, 12. August 2012

75 dumme Sachen, die Fleischesser sagen

75 Sprüche im Sekundentakt.... Hammer, dass es echt so viele gibt. Noch krasser, dass ich sie alle schonn mal gehört habe!

Skandale die irgendwie keine sind

Ein Skandal bezeichnet ein Aufsehen erregendes Ärgernis und die damit zusammenhängenden Ereignisse oder Verhaltensweisen. Besonders gut sind Skandale, bei denen der (vermeintlich) Schuldige feststeht.
Im Moment regen sich ja angeführt von PETA alle furchtbar darüber auf, dass Wiesenhof vielleicht der neue Sponsor von Werder Bremen wird. Ich verstehe die Aufregegung ehrlich gesagt nicht so ganz; im Sport gibt es doch alle möglichen verwerflichen Sponsoren und die Vereine suchen sich die nicht nach ethischen Erwägungen aus, sondern nehmen den der am meisten bezahlt. Werder hatte davor KIK als Sponsor, und die bisherigen Fußball-WMs wurden u.a. von Coca Cola und McDonalds gesponsort - ist McDonalds denn einen Deut besser als Wiesenhof? Oder die Partnerschaft des DFB mit Ferrero, in deren Rahmen Nutella in Werbespots mit Star-Fußballern als Sportmahlzeit beworben wird.

Wiesenhof ist der neue Schandfleck, auf den man mit gerümpfter Nase zeigen kann. Dabei ist das ganz normale Massentierhaltung - ich bin mir ziemlich sicher, dass wenn man sich die Betriebe, in denen die Milch für Nutella oder das Fleisch für McDonalds produziert wird, anschaut; da auch nicht viel andere Verhältnisse vorfindet.
Ich finds zwar gut, wenn man ethische Gesichtspunkte nicht außer Acht lässt; aber ich finde es eine scheinheilige Hexenjagd, Wiesenhof anzuprangern; ansonsten aber weiterzumachen wie bisher.
V.a. hat der Wiesenhofskandal ja nichts bewirkt - der eigentliche Skandal ist, dass die Leute fröhlich weiter das billige Wiesenhoffleisch kaufen - wäre es anders, wäre das Unternehmen längst pleite. Der NDR hat es schön zusammengefasst:
Wiesenhof-Sprecher Schröter bestätigte im Gespräch mit NDR.de, dass das Image der Marke Wiesenhof, die zur PHW-Gruppe gehört, in den vergangenen Jahren sehr gelitten hat. Mit Werder Bremen als Partner will der Konzern das nun offenbar ändern. Nur funktioniert der angestrebte Image-Wandel bisher lediglich in die andere Richtung. Aber es steht nicht zu befürchten, dass Werder in der kommenden Saison vor leeren Rängen spielen wird, und ob der Trikot-Verkauf mit dem "Wiesenhof-Huhn" auf der Brust einbricht, muss sich noch erweisen. Denn auch Wiesenhof selbst hat, wie Schröter betonte, zwar ein Negativ-Image, aber die Umsatzzahlen seien gleichgeblieben - ein Zeichen hoher Kundenakzeptanz, schließt daraus das Unternehmen.
Was der Deal auch wenig überraschend zeigt, ist, dass die Millionen eines Hauptsponsors im Geschäft Fußball mehr zählen, als ein paar Tausend Fans, die den Geldgeber aus moralischen Gründen ablehnen.



Auch der „Organspendeskandal“ ist in meinen Augen keiner. Das heißt doch; ich finde es einen Skandal, dass es immer noch so wenige Organspender gibt und deswegen Menschen sterben müssen. Aber in welcher Reihenfolge die Organe verteilt werden… Klar ist es sinnvoller, Organe nach Dringlichkeit zu vergeben. Aber JEDER der auf der Liste steht, braucht ein neues Organ; es ist nicht so, dass sich jmd ne neue Leber einpflanzen lässt, damit er mehr saufen kann. Und ich kann auch nen Arzt verstehen, der einen schwer kranken Menschen vor sich hat; und es nicht über sich bringt; denjenigen weiter leiden zu lassen, indem er ihn auf „bräuchte zwar eine neue Niere, er kann aber auch noch 2 Jahre täglich zur Dialyse gehen ohne dass er stirbt“ setzt. Kann sein, dass da auch finanzielle Interessen reinspielen, glaube ich aber weniger.
Ich finde es ekelhaft, wie da Neid und Missgunst zur Schau gestellt wird "Nein, also wenn mein Organ möglicherweise bloß an einen Kranken und nicht an einen Sterbenskranken gegeben wird, dann soll es lieber gar keiner kriegen".
Wenn jeder einen Organspendeausweis hätte, dann gäbe es genug Organe und das Problem würde sich gar nicht stellen.
Das geht in der ganzen Diskussion leider unter.

Wer noch keinen Organspendeausweis hat, kann ihn sich hier kostenlos bestellen bzw. herunterladen und am PC ausfüllen.


So, das war mein Wort zum Sonntag :-) 

Samstag, 11. August 2012

Stevia bei Aldi

Aldi hat mittlerweile auch Steviatabs, die süssli-Steviatabs. Scheinen vegan zu sein (der herkömmliche Süßstoff von Aldi ist es übrigens nicht, dank Laktose). Witzigerweise ist es wie bei Netto und Govinda eine 300stk- alias 18g-Packung. Kosten tut sie (wie Nevella bei Netto) 1,99€. Ein Schelm wer Preisabsprachen vermutet...

Einen ausführlichen Bericht findet ihr bei Seelengold.

Donnerstag, 9. August 2012

Steviatabs die Zweite

Vorweg: Ich habe die Govinda-Steviatabs von SteviaKaufen.com kostenlos zugesendet bekommen (Danke an der Stelle). Ich versuche zwar immer, objektiv meine Meinung zu schreiben, aber ich finde, diese Info sollte man trotzdem haben.

Ich bin für kalorienfreies Süßen, bisher hatte ich immer herkömmliche Süßstofftabletten, probiere aber gerne Alternativen. Die Nevella-Steviatabs, die es bei Netto gibt, haben mich allerdings nicht überzeugt, mal abgesehen davon, dass sie nicht vegan sind.



Inhaltsstoffe:Natriumhydrogencarbonat (E500),
Steviol-Glycoside  (E960), davon
97%Rebaudiosid-A, Mononatriumcitrat (E331), L-Leucin (E641).

Als erste Zutat Natriumhydrogencarbonat (was nix anderes als Backpulver ist), also kein reines Stevia, sondern ordentlich gestreckt. Natron braucht man allerdings, damit die Tabletten sich auflösen, es ist quasi der "Sprudelstoff". Insofern ist der Aufdruck "Aus hochkonzentriertem Steviaextrakt" etwas irreführend, denn dies suggeriert, dass das Produkt vorwiegend aus hochkonzentriertem Steviaextrakt ist. Gemeint ist aber, dass zuerst Natron drin ist, und der Steviaanteil aus "hochkonzentriertem Steviaextrakt" ist. Das ist ungefähr so sinnvoll wie die Aufschrift auf Nektar "aus hochkonzentriertem Fruchtextrakt". Ist ja toll, aber wenn das dann mit Wasser aufgefüllt und Zucker gestreckt wird, ist da nix mehr hochkonzentriert.

Preis:
6,95€ für 300 Tabletten, das entspricht 18g. Zum Vergleich: 1200 herkömmliche Süßstofftabletten kosten 0,89€. Bei den 600er und 900er Packungen ist der Stückpreis etwas günstiger.

Verwendung:
Angeblich können Steviatabs für kalte und warme Getränke verwendet werden. Sie lösen sich aber schon in Heißgetränken nicht so gut auf, bei kalten muss man dann wohl ne Weile warten.Wenn man eine herkömmliche Süßstofftabletten in den heißen Kaffee gibt, dann bleibt sie kurz unten und kommt dann unter Sprudeln an die Oberfläche. Bei den Stevia-Tabs ist es umgekehrt, sie sind nur kurz am Boden der Tasse und bleiben relativ lange oben. Außerdem lösen sie sich nicht ganz auf, an der Oberfläche schwimmt so n bisi weißes Zeug. Ich hab das mal für euch dokumentiert :-)

Geschmack:
Stevia schmeckt etwas bitter, so auch die Tabletten. Ich weiß aber aus Erfahrung, dass man sich an jedes neue Süßungsmittel erstmal gewöhnen muss; Zucker schmeckt anders als Agavendicksaft oder Honig, Flüssigsüßstoff anders als Tabletten und wenn man richtig gut ist, merkt man sogar Unterschiede zwischen den einzelnen Herstellern. Ich mag z.B. nur den Flüssigsüßstoff von ja! (Rewe), den von süssli (Aldi) oder Sucofin (Netto) finde ich zu bitter und metallisch.
Die Dosierung ist bei den Stevia-Tabs wie bei normalem Süßstoff, laut SteviaKaufen.com also ca. 4g Haushaltszucker.

Ethik:
Ich weiß immer noch nicht, unter welchen Bedingungen und wo Stevia überhaupt angebaut und verarbeitet wird. Auf SteviaKaufen.com stehen ja viele Infos rund um Stevia, aber dazu findet man rein gar nix. Ich befürchte ja riesige Stevia-Plantagen, so wie es bei Palmöl der Fall ist. Da hatte am Anfang auch niemand Bedenken, und irgendwann ist dann rausgekommen, dass der Regenwald dafür gerodet wird.
Dazu kommt die Plastikverpackung, aber die hat man bei herkömmlichem Süßstoff ja auch. Bloß dass da in einer Verpackung die vierfache Menge ist, d.h. man braucht auch entsprechend seltener einen neuen Spender.
Auf SteviaKaufen.com steht zwar "Bei uns finden Sie ausschließlich ökologisch einwandfreie Produkte, die die Umwelt schonen und den Schutz der Natur wahren." Jedoch nichts näheres, sodass mir das als nicht überprüfbare Werbeaussage nicht weiterhilft. Weiter unten wird aber noch erwähnt "Zukünftig planen wir in unserem Stevia Shop auch Bio Stevia anzubieten. Grundsätzlich werden Lebensmittelzusatzstoffe jedoch bislang nicht bio-zertifiziert, weshalb Bio Aussagen gemäß EU-Bioverordnung nicht erlaubt sind. Die bisweilen mangelnde Kontrollfunktion und Transparenz hindert uns bis jetzt daran, Bio Steviolglykoside anzubieten. Wir hoffen jedoch, dass Sie bei uns auch bald Bio Stevia kaufen können."
Außerdem: "Der Stevia Versand erfolgt mit unserem Logistikdienstleister Deutscher Paketdienst (DPD) unter CO2 neutralen Bedingungen." Man muss also positiv anrechnen, dass sie sich zumindest bemühen.

Fazit:
+ fast kalorienfrei
+ gesünder als Zucker
+ gut zu dosieren
+ praktisch für unterwegs
- gewöhnungsbedürftiger Nachgeschmack
- teuer
- Plastikverpackung

Nachkaufen?
Wenn sie bloß nicht so teuer wären.... Auch wenn ich selten teure Sachen kaufe, bin ich gelegentlich doch bereit, nicht das günstigste zu kaufen; wenn mich etwas wirklich überzeugt. Allerdings weniger bei "egoistischen"  Kriterien, also wenn etwas besonders gut schmeckt oder besonders gesund ist; sondern eher wenn es aus ethischer Sicht viel besser abschneidet, also z.B. bei Bio, Fair Trade, Regionalität, tierversuchsfrei u.ä. Bei den Steviatabs sehe ich ethisch keine Verbesserung gegenüber Zucker oder herkömmlichem Süßstoff. Von daher würde ich sie persönlich nicht kaufen; aber für jmd, der kalorien- und kariesfrei süßen will, herkömmlichen Süßstoff aber nicht mag oder ihn für gesundheitsschädlich hält (ich persönlich halte ihn, sofern man die empfohlene Höchstmenge nicht überschreitet für unbedenklich) sind sie eine gute Wahl.
Ich würde sie allerdings nur für warme Getränke empfehlen, zum Backen/Kochen fährt man wohl mit Steviapulver oder Flüssigstevia besser.