Dienstag, 17. Juli 2012

Offener Brief contra Dicken-Bashing

Ich bin gebeten worden, diesen Brief zu veröffentlichen, genauso wie Saskia. Ich finde das Thema wichtig, und möchte der Person, die anonym bleiben möchte, die Gelegenheit geben, sich öffentlich zu äußern. Ich weiß wie sich Dicken-Bashing anfühlt; ich habe früher oft selbst darunter gelitten, was u.a. zu meiner Essstörung geführt hat. Das schlimme an dem Thema ist, dass es sehr vorurteilsbehaftet ist und Dicken-Bashing gesellschaftlich akzeptiert ist - Die sind ja selbst schuld. Oder es kommen gut gemeinte Abnehm-Ratschläge. Es gibt kein allgemeingültiges Rezept, aber etwas mehr Sensibilität bei diesem Thema wäre wünschenswert, wie der Brief zeigt:

Offener Brief - Contra Dicken-Bashing



Lieber R.!

Die letzten Tage haben mich sehr bewegt. Konkret geht es um verschiedene auf Facebook veröffentlichte Vorher-Nachher-Fotos, wie man sie aus der Werbung von Diätpillen kennt, nur wurde hier vegane Ernährung als Schlankheitsmittel propagiert.

Waren Veganismus und Tierrechte bis vor einigen Jahren noch überwiegend im linken, alternativen, herrschafts- und gesellschaftskritischen Millieu angesiedelt, greift der "Life-Style-Schickimicki" Veganismus immer weiter um sich. Vertreten durch die hippe, trendige Fraktion der "Ach-was-bin-ich-so-toll-und-kritisch-und-ethisch-korrekt" Veganer. 

Zunächst:Ich bin dick! D I C K. Und ich bin vegan. Doch können Veganer dick sein? Schließt sich das nicht per se aus? Ich sah am Wochenende Fotos, die mir genau das weismachen wollten. 

Auf dem ersten war eine Frau, etwas pummelig, ich würde sie keinesfalls als dick bezeichnen. Von krankhaftem oder krankmachenden Übergewicht weit entfernt. Es gab viele Kommentare voller Lob und Anerkennung, aber auch Kritik, die Frau sei zu dünn, Kritik, dass dünn immer mit schön gleichgesetzt wird. Dann kam das Argument, "schlank ist gesund". Wie gesagt, die Frau war etwas mollig, weit davon entfernt, dass ihr Übergewicht als gesundheitsgefährdend einzuordnen wäre. Aber der gesundheitliche Aspekt war ohnehin unwichtig. Die positiven Kommentare bezogen sich einzig auf die Optik.

Dies war aber noch nicht genug. Als nächstes sah ich ein Foto mit zwei Frauen, die eine extrem fettleibig, im Bikini, ich schätze sie auf um die 200 Kilogramm, daneben eine sehr schlanke Frau. Über der dicken Frau stand "Ich esse Butter", über der dünnen Frau stand "ich nicht".

R., Du hast kürzlich von Deinen Gedanken zu Deinem früheren Speziesismus, bezogen auf "Deine" Kater berrichtet. Aber völlig hemmungslos führst Du eine extrem adipöse Frau im knappen  Bikini vor, wie ein Tier im Zirkus oder Zoo. Da schaut. So sieht sie aus. Wie auf dem Viehmarkt. Wo ist da Dein Schamgefühl? Das Foto wurde ursprünglich nicht von Dir ins Netz gestellt. Schon klar. Du aber bedienst Dich dieses Fotos, in dem Du es mit hochgeistigen Kommentaren versehen weiter verbreitest. Du weißt ganz genau, dass die Frau, würde sie keine Butter oder statt Butter Margarine essen, kaum dünner wäre. Genauso wie die Dünne nicht dicker wäre, würde sie Butter essen. Also was soll das? Es geht Dir nur ums Vorführen eines Menschen. Auf Kosten anderer zu zeigen wie toll, wie schlank Du selbst bist. Du kennst mindestens fünf Veganer persönlich, die pummelig bis dick sind, das weiß ich. Du weißt also, dass Du Schwachsinn verbreitest. Weißt Du, wie diese Menschen sich fühlen, wenn sie sowas sehen und lesen? Ich fühle mich scheiße und als Mensch entwertet. Für mich bedeutet vegan sein auch weiter zu denken, gesellschaftliche  Normen und Strukturen in Frage stellen. Und nein, fange jetzt bitte nicht mit den gesundheitlichen Gefahren von Übergewicht an. Die interessieren doch nur am Rande, was zählt ist die Optik. Ungesund ist außerdem vieles. Rauchen, Zucker, Bewegungsmangel.

Was soll mit dicken Veganer passieren? Sollen sie von Infoständen und Aktionen ausgeschlossen werden? Denn wer dicke Veganer sieht, dem kann man das Lügenmärchen vom schlanken Körper durch vegane Ernährung nicht mehr auftischen. Übrigens gibt es Untersuchungen, dass Übergewicht in unteren sozialen Schichten weit stärker verbreitet ist, als im Bildungsbürgertum. Untersuchungen sagen ebenfalls, dass Veganer und Vegetarier eher letzterer Schicht entstammen. Liegt es nicht vielleicht daran, dass Veganer seltener übergewichtig und gesünder sind, als der Durchschnitt? Da hierzu Vergleichsstudien fehlen, können hier allenfalls Vermutungen angestellt werden.

Vielleicht beleidigen Dicke aber auch Dein ästhetisches Empfinden? Dicke passen irgendwie nicht in die schöne, neue, cleane, durchdesignte Lifestyle-Veganer-Welt. An dieser schönen, neuen Welt, dürfen nur Din-genormte, also schlanke Veganer teilhaben. Aber auch nur wenn sie die neuesten und schicksten veganen Lifestyle Klamotten tragen. Selbstverständlich Bio und Fairtrade. Schließlich achten wir Menschenrechte und die Umwelt. Menschenrechte gelten selbstverständlich nicht für Dicke. Wer Menschenrechte in Anspruch nehmen will, soll halt abnehmen. Ist doch ganz einfach. Wusstest Du, dass sogar das Lebensrecht von potentiell!!! Dicken in Frage gestellt wird?  Ob sie ihr Kind abtreiben würden, wenn es eine 50-prozentige Wahrscheinlichkeit hätte, dick zu werden, wurden junge amerikanische Paare gefragt. 75 Prozent antworteten mit ja.  (Steht hier) Joa, ich höre sie schon schreien, "nimm halt aber und jammere nicht". Ich habe alles versucht, es funktioniert einfach nicht, obwohl es zwei Drittel meines Lebens absolute Priorität hatte. Keine Diät, die ich nicht gemacht habe. Keine Ernährungsumstellung, die nicht nicht versucht habe. Und außerdem, warum soll ich mich irgendwessen Normen unterwerfen? Ich esse auch kein Normessen (Fleisch, Eier, Milchprodukte). Da grenze ich mich bewusst ab. Warum soll ich also das Schönheitsideal dieser Gesellschaft übernehmen? Ich versuche mich selbst anzunehmen, wie ich bin. Das fällt aber sehr schwer, vor allem, weil man immer wieder eins reingewürgt  bekommt. Dies war von Dir lieber R. vielleicht nicht böse gemeint. Vielleicht war es nur gedankenlos. Genauso wie andere gedankenlos Tiere essen. Es gibt viele Gründe für Übergewicht. Manche haben durch jahrelange Diäten einen kaputten Stoffwechsel, andere massive psychische Probleme. Meinst Du, jemand frisst sich 200 Kilo einfach so an? Meinst Du nicht, dass mehr dahinter steckt? Eine ernsthafte Essstörung, die gewiss ihre Ursachen hat? Würdest Du Menschen mit Behinderungen auch so vorführen? Ja, jetzt kommt "die können nichts dafür". Kann jemand was für eine Essstörung? Essstörungen sind psychische Krankheiten! Da kann man jemandem auch vorwerfen, dass er ein Psychose hat. Und kriegt man eine Essstörung einfach so los? Oder ist das nicht ein Prozess, der sich über viele Jahre hinzieht und viele Rückschläge beinhaltet?

Skuril übrigens all jene, die, wenn ich unglücklich bin, weil ich dick bin, mich zu dick fühle, auf mich einreden ich sei nicht dick, nur etwas mollig oder kurvig und mir erzählen, ich sei total hübsch und süß. In einer Singlebörse geben sie  beim gewünschten Figurtyp dann aber dünn und schlank an. (Du bist gemeint B.). 

Und R., hast Du Dich nicht kürzlich erst beklagt, wie viele Veganer verheimlichen, dass sie Veganer sind? Liegt vielleicht auch an den gängigen Vorstellungen vom dünnen Veganer, die bei Dicken oftmals zu dummen Bemerkungen führen. Falsche Vorstellungen an deren Verbreitung Du eifrig mitwirkst.

Ach ja, ich schreibe unter Pseudonym, weil ich mich schäme. Ich schäme mich nicht nur dick zu sein, ich schäme mich auch, weil ich mich für mein Dicksein schäme. Ich tue immer so, als wäre es mir egal. Es ist mir aber nicht egal. Ich würde mich am liebsten auflösen.

Wobei, mollig, dick, fett, ist alles relativ. Ich bin 163 cm groß und wiege 69 Kilo und bin recht sportlich. Radfahren und Jazztanz.

Ob das ein Grund ist, dringend abzunehmen oder ob das völlig in Ordnung ist, da werden die Meinungen auseinander gehen. Für die einen sind 69 Kilo bei dieser Größe eine Katastrophe. Z. b. eine Freundin, 179 cm groß, Gewicht schwankt zwischen 56 und 58 Kilo, Wunschgewicht ist 55 Kilo, die sie immer nur kurzfristig erreicht, aber nicht halten kann. Einmal wog sie 60 Kilo und heulte rum, sie würde aussehen wie ein Hängebauchschwein. Das hat gesessen. Ich fragte mich, wie ich wohl aussehen muss. Ich fühlte mich tagelang, als hätte ich die Ausmaße eines Elefanten.

Ich habe diesen offenen Brief verfasst, weil ich eine kritische Auseinandersetzung mit Schönheitsidealen, (die sich jederzeit ändern können, ich erinnere an Rubens), wichtig finde. Wer eine bessere Welt will, der muss sich umfassend mit ALLEN Diskriminierungsformen auseinandersetzen und vor allem muss, wer eine andere, bessere Welt will, muss bei sich selbst anfangen. Das eigene Verhalten reflektieren und kritikfähig sein. Es geht mir dabei nicht nur um mich. Viele werden nicht verstehen, wieso ich mich dick finde. Ich finde mich sogar, wenn ich unvoreingenommen in den Spiegel gucke, recht hübsch. Aber ich bin dick und dick=hässlich. Also kann ich nicht hübsch sein. Hier kann ich nur sagen, die Gehirnwäsche wirkt. Insbesondere Mädchen werden von klein auf einer Gehirnwäsche unterzogen. Dünnsein ist das größte und wichtigste im Leben. "Nichts schmeckt so gut, wie dünn sein sich anfühlt" (angeblich von Kate Moss). Und nochmal: Mir soll keiner mit gesundheitlichen Gründen kommen. Wer will denn wegen der Gesundheit abnehmen? Allenfalls ein verschwindend geringer Anteil.

Ich denke, ich spreche für viele.

Nebenbei finde ich es eine unglaubliche Verschwendung gegen den eigenen Körper zu kämpfen, anstatt seine Kraft für den Kampf gegen Tierausbeutung zu verschwenden.

Ein Mensch

P.S. 
1. Wer sich angegriffen fühlt, hat sicher einen Grund dazu.
2. Um einer inhaltlichen Auseinandersetzung aus dem Weg zu gehen, kann  man   mir natürlich Feigheit vorwerfen, weil ich anonym poste. Die Gründe hierfür habe ich genannt. Mein Selbstwertgefühl ist nicht ausreichend, dem standzuhalten. Dennoch finde ich einen Diskurs über Dicken-Bashing, Norm-Veganer und Schönheitsideale wichtig.
3. Das Übergewicht ab einem gewissen Punkt gesundheitsgefährdend ist, steht außer Frage. Darüber müssen wir nicht diskutieren. Auf den veröffentlichten Fotos sieht man aber Leute mit ein paar Kilos zu viel (wobei sich hier wieder die Frage stellt, wer darüber bestimmt, was zu viel ist). Wenn es um den gesundheitlichen Aspekt geht, könnten wir auch Vegane Raucher bashen und Fotos von ungesund aussehenden, viel zu dünnen Veganern mit Zigarette in der Hand zeigen.

Edit: Der Adressat fühlte sich gleich angesprochen, entfernte mich umgehend von seiner Freundeliste und setzte mich auf Ignore.

Zur vertiefenden Lektüre
Riots not Diets
Frau sein lernen, heißt lernen sich scheiße zu finden
Fat-Shaming doesn t help animals
Arge dicke Weiber

Kommentare:

  1. "Ich bin 163 cm groß und wiege 69 Kilo" Und hier geht es wirklich ums Dicksein???? Und um Scham, weil: So dick?

    Ich finde das etwas lachhaft.

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    1. Diese Person ist nie und nimmer "dick". Ich bin wirklich übergewichtig und wenn ich sowas lese, verstehe ich die Welt noch weniger.

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    2. ich habe exakt dieselbe größe und habe mir mit 65kg dinge wie "fettarsch" und "schwabbeltante" anhören müssen. es ist lachhaft, dass man schon wegen so einem gewicht runtergemacht wird, aber es ist realität.

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    3. Wie, und bei einem höheren Gewicht ist es nicht mehr lachhaft? Ich hatte Gewichtsschwankungen von über 30 Kilo, und es ist nicht "schlimmer" wenn ich die beleidungen gehört habe als ich "offiziell" normalgewichtig war.

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    4. so war das nicht gemeint; ich wollte damit sagen, dass sogar leute die nicht dick sind, wegen angeblichen dickseins gemobbt werden. es ist natürlich nicht besser, jmd runterzumachen der dick ist, aber da ist es noch eher nachvollziehbar.

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    5. Ich wurde als Jugendliche bei 1,64m und meinen damaligen 70kg runtergemacht. Ich war bei weitem nicht dick, sondern eher kurvig. Heute träume ich von so einer Figur. Damals wurde ich schwer gemobbt. Wegen angeblichen 5kg zuviel.
      In den Praktika in den Schulen sehe ich immer wieder, wieviele junge Menschen unzufrieden mit ihrem Körper sind, keiner davon ist dick.

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    6. ich finde man darf aber auch mit sich unzufrieden sein, auch wenn es objektiv nicht sooo schlimm ist. ich mag zb meine nase nicht weil sie mir zu groß und rund ist. jmd mit ner richtigen knolle würde wahrscheinlich davon träumen; aber ich bin halt unzufrieden weil ich kleine schmale nasen schöner finde.

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    7. Die waren allerdings nicht wegen Nasen, Ohren etc. unzufrieden, sondern wegen ihrer Figur, weil diese angeblich nicht hübsch/nicht schlank genug etc. sei. Dieses "nur schlank ist normal, schön und soweiter" ist echt tief in den Köpfen drin.

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    8. Mausflaus, wenn du selbst gemobbt wurdest, kann ich nicht verstehen, warum diesen Brief hier online stellst.
      Egal was die andere Person auf FB geschrieben hat, sie öffentlich so anzusprechen, ist einfach nicht richtig und das noch auf anderen Blogs, die gar nichts damit zu tun haben, erst recht nicht.
      Denk mal darüber nach.

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    9. die person wird aber nicht genannt und ist auch sonst nicht erkennbar. es geht dem schreiber darum, anhand dieses konkreten verhaltens die problematik des dicken-bashings aufzuzeigen, nicht darum, die andere person runterzumachen. es soll gezeigt werden, wie verletzend gedankenloses verhalten sein kann. vielleicht war es auch einfacher, diesen brief zu schreiben, anstatt allgemein und abstrakt zu formulieren.

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    10. In dem Brief steht, dass sich die Person sehr wohl wieder erkannt hat und darauf hin die Freundschaft gekündigt und den Verfasser ignoriert hat. Also muss es sie getroffen haben und da macht es keinen Unterschied, dass die Person nicht namentlich genannt wird. SIE erkennt sich wieder und wird jetzt öffentlich im Netz disskutiert. Ich persönlich finde, dass das einfach zu weit geht.

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    11. ich hab jetzt nochmal alles durchgelesen und halte es für ausreichend anonymisiert, sodass keine rückschlüsse auf die identität der person möglich sind. damit, dass über einen geredet wird, muss man rechnen. v.a. wenn man alles per facebook macht...

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    12. Tut mir leid, aber ich kann echt nicht verstehen wie das gerechtfertigt wird. Einerseits spielt ihr hier Moralapostel und fühlt euch persönlich betroffen. Andererseits zieht ihr über eine Person her, die ihr gar nicht kennt und ihr wisst gar nicht worum es eigentlich ging und geht auf die Interpretation von jemanden ein.
      Und dass es auf FB gepostet wurde, heisst nicht, dass es öffentlich war. Ich weiss nicht wie du das machst, aber ich poste nicht öffentlich, sondern nur in meinem Bekanntenkreis und gehe nicht davon aus, dass einer meiner Freunde dazu etwas public stellt.
      In dem Brief wird auch noch eine andere Person unschön erwähnt, die vermutlich mit all dem gar nichts zu tun hat und auch die ist betroffen.
      Wir bloggen über Toleranz und darüber wie herzlos Menschen mit Themen umgehen und dann wird auf so eine Weise ein Thema aufgegriffen und über jemanden hergezogen. Du kannst das rechtfertigen wie du willst, aber so wird meiner Meinung gar nichts besser. So bin ich es gewohnt von Antiveganern angeprangert zu werden und das erschreckt mich

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    13. Yv, ich bin doch gerade mehr als schockiert!
      Der Text ist ausreichend anonymisiert, hier findet überhaupt kein Bloßstellen oder Ähnliches statt. Die Person erkennt sich wieder? Und, wo ist das Problem, wenn es keinen Pranger gibt? Es bedeutet, die Person hat die Mögöichkeit ohne (öffentliche) Anfeindungen oder ohne identifizierbar zu sein, sich zu Hause in Ruhe Gedanken zu dem Thema zu machen und sein/ihr Verhalten mal zu rekonstruieren.
      Es kann doch wohl nicht sein, dass wir hier über ein strukturelles Problem reden, das Menschen verletzt, ausgrenzt usw. und dann Mitleid haben sollen, wenn jemand sich ertappt fühlt?!

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    14. genau das mein ich auch, ich konnts nur nicht so gut erklären :-)

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  2. Sehr wichtiges Thema und toller Brief.

    Anderseits, dass übergewicht "ab einem bestimmten gewicht" ganz klar gesundheitsschädlich ist ist ein bisschen vage formuliert und spricht so ziemlich in die Klischees hinein. Die einen denken da vielleicht an sowas wie einen BMI der "adipös" ist, aber das ist statistisch auch einfach falsch. Wenn jemand gesund isst, sich bewegt und einen BMI von über 30 ist, ist er gesünder als ein dünner Mensch der raucht und trinkt beispielsweise.
    Aber so oder so: Gesundheit ist hier nicht die Frage. Dennoch ist es wichtig klar zu machen, dass es KEINE Diät gibt, zu diesem wissenschaftlichen Stand die einer mehrheit von leuten hilft. Im Gegenteil. Und jede gewichtsschankungen, hin-und-her, sind gesundheitsschädlicher als zu viel Fett. Einem Menschen der viel Fett und wenig Muskelmasse als Arzt (!) zu sagen, er solle Muskelaufbau machen ist schlau. Ihm zu sagen er soll "einfach abnehmen", nur hirnrissig.

    Und das leuten schamgefühle bereiten ihnen nicht beim abnehmen hilft ist auch klar. 98% der Diäten funktionieren nicht nicht weil Leute zu faul oder sich "zu gut" fühlen.

    Jedes Mal wenn Leute Mcdougall zitieren denke ich an das hier: http://drmcdougall.com/misc/2008nl/dec/fat.htm

    So ein Ekelpaket.

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    1. "Anderseits, dass übergewicht "ab einem bestimmten gewicht" ganz klar gesundheitsschädlich ist ist ein bisschen vage formuliert und spricht so ziemlich in die Klischees hinein. Die einen denken da vielleicht an sowas wie einen BMI der "adipös" ist, aber das ist statistisch auch einfach falsch. Wenn jemand gesund isst, sich bewegt und einen BMI von über 30 ist, ist er gesünder als ein dünner Mensch der raucht und trinkt beispielsweise. "

      dass rauchen NOCH ungesünder ist als übergewicht (wo auch immer diese grenze genau sein mag) ist allerdings kein argument. da kommt dann der raucher und sagt "na und, heroin nehmen ist schließlich NOCH ungesünder" ;-)

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    2. Was allerdings hammer ist, dass ein Lehramtsanwärter/in nicht verbeamtet wird, wenn ein bestimmter BMI Wert überschritten wird, obwohl man a) alle praktischen und theoretischen Fähigkeiten mitbringt und b) ansonsten vollkommen körperlich gesund ist. Allein der BMI kann Kriterium sein, nicht verbeamtet zu werden. Regelungen für einen zu niedrigen BMI gibt es natürlich nicht.

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    3. das ist allerdings echt ein skandal. der bmi darf allenfalls als indiz gewertet werden; alles andere ist medizinisch gesehen total blödsinnig.

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    4. @Lea:
      Ok, der Titel von McDougall ist provozierend aber ansonsten finde ich den Artikel absolut freundlich formuliert. Also ich - mit selbst etlichen Kilos zu viel - fühle mich davon absolut nicht angegriffen.

      @Saskia:
      Wow, das wußte ich gar nicht. Das ist echt heftig. Gesundheit macht sich ja nun wirklich nicht nur am BMI fest. Weißt Du, ob das schon mal jemand bis zum BVerfG durchgeklagt hat?

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    5. Die argumentieren halt so, dass man aufgrund von diversen potenziellen Krankheiten, die durch Übergewicht ausgelöst werden KÖNNTEN nicht das Pensionsalter erreicht und vorzeitig in Rente gehen muss, und somit die Gesundheitskassen belastet.

      1.) Potenzielle Krankheiten, die man mal irgendwann bekommen KÖNNTE dürfen kein Ausschlusskriterium sein und

      2.) Menschen nach Belastung für irgendwelche Systeme zu bewerten ist menschenverachtend.

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    6. @Jessi: Dass du dich persönlich nicht angegriffen fühlst, ist da ziemlich irrelevant. Die Implikation kein gut genuger Veganer zu sein, weil man andere Leute abschreckt. Das ist mehr als eklig.
      Abgesehen davon, behauptet er, dicke veganer würden nur zu viel fett essen (eh ja laut ihm der einzige grund warum menschen dick sind) und hätten alle selbst schuld. Und er impliziert, dass es einfach sei abzunehmen, wenn es statistisch einfach nicht wahr ist. Aber genau das was eh alle glauben.

      @FlausMaus: Das war nicht was ich meinte. Ich bezog mich auf den Fakt, dass jemand der gesund isst und sport macht und dick ist statistisch nicht signifikat gesundheitsgefährdeter ist, als jemand der dünn ist und sport macht und gesund isst, und natürlich gesünder als jemand der dünn ist und schlecht isst und keinen sport macht.
      Klar, ab einem bestimmten Gewicht kann man sich auch nicht mehr bewegen. Aber darum geht es nicht. Wenn von einer übergewichts"krise" geredet wird, geht es um menschen die genauso agil sein können, aber so oder so extrem stigmatisiert werden (abgesehen davon, dass es auch falsch ist, Menschen anders zu behandeln, die so dick sind, dass sie sich nicht bewegen können, dass diese Menschen das nicht aus "spaß" machen muss ja wohl jedem klar sein).

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    7. @Lea:
      Irrelevant wofür? Für deine Meinung sicherlich, für mich nicht. Ich habe auch nicht behauptet, dass Du meine Meinung übernehmen sollst. Ich fühle mich aber weiterhin von diesem Artikel nicht angegriffen.

      Ich bin der Meinung, dass übergewichtige VeganerInnen gute Repräsentanten des Veganismus sein können. Denn erstens ist Gewichtsabnahme überhaupt kein Ziel eines ethischen Veganismus und zweitens bin ich davon überzeugt, dass die Verbreitung des Veganimus schneller funktioniert, wenn möglichst viele unterschiedliche Personen auf ihre Art und Weise andere Menschen ansprechen.

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    8. Dann sind wir ja derselben Meinung.

      Ich meinte nicht, dass deine meinung irrelevant ist, sondern dass, ob du dich persönlich angegriffen fühlst, relevant dafür ist, dass es okay ist was er schreibt. Ich fühle mich nicht angegriffen von ihm. Sondern ich bin wütend auf ihn. Andererseits, er lebt ja davon, dass Leute seine Bücher und Kurse kaufen um abzunehmen. Besonders überraschend ist es also nicht.

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  3. Ich finde es auch nicht "eher nachvollziehbar" wenn man 200 kg wiegt. Gemobbt werden kann alles und jeder. Egal wegen was. Die Gründe sind "egal", das Mobbing ist das Eklige daran. Ein Opfer wird gesucht und in der Regel auch schnell gefunden. Normalerweise mobben Menschen, die mit sich selbst nicht im Reinen sind.

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    1. Danke. "Eher nachvollziehend" klingt da ziemlich schlimm. Ist es "eher nachvollziehend" einen schwarzafrikaner als Neger zu beschimpfen, als einen Araber, nur weil der "echter schwarz" ist?

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    2. ich geb zu das hört sich doof an, aber so ungefähr wars gemeint. vllt n anderes bsp: vater sagt seinem kind es wär doof, weil es ne 3 nach hause gebracht hat. das ist zwar quatsch weil ne 3 immer noch ne gute note ist, aber es ist immer noch nachvollziehbarer, als wenn er das gleiche bei ner 2 sagt.

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  4. "Dies war von Dir liebe Verfasserin vielleicht nicht böse gemeint. Vielleicht war es nur gedankenlos. Genauso wie andere gedankenlos Tiere essen."

    Mausflaus, ich kann nicht verstehen, dass du jmd. die Möglichkeit gibts einen anderen Menschen so öffentlich zu diffamieren. Dieser Brief ist keine Aufklärung oder diskutable Auseindersetzung mit dem Thema. Es ist eine Ansammlung von Vermutungen, Generalisierungen, Behauptungen und Anspielungen weit unter der Gürtellinie.

    Die Verfasserin will doch hier nicht über Dicken Bashing aufklären! Sie will nur andere Menschen auf niveaulose Art udn Weise "kritisieren" und ihre (selbst so empfundene) Figurprobleme rechtfertigen. Jedenfalls kann ich diesem "Brief" nicht mehr entnehmen.

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    1. 1. das zitat finde ich weder diffamierend noch unter der gürtellinie. vielmehr erscheint es mir zutreffend, dass diese dinge aus gedankenlosigkeit gemacht werden.

      2. ich hätte einiges vielleicht anders formuliert und nicht so auf die persönliche diskussion bezug genommen; aber im grundsatz wird im brief schon aufgeklärt. es ist keine wissenschaftliche abhandlung über ursachen und auswirkungen von übergewicht, sondern eine schilderung der persönlichen empfindungen und wahrnehmungen. und das finde ich zulässig.

      3. die verfasserin kritisiert, und meiner meinung nach zu recht. sowohl die peta-kampagne als auch das gesellschaftlich akzeptierte dicken-bashing bzw. generell die orientierung an äußerlichkeiten. niveaulos? die schilderungen sind vielleicht nicht ganz sachlich, aber es wird nicht beleidigt, zudem ist der "adressat" ja anonymisiert. aus dem schreiber spricht verbitterung und eine verletzte persönlichkeit, es ist verständlich, dass man dann auch entsprechend emotional schreibt.

      und selbst wenn einem der inhalt nicht 100%ig passt; es ist ein wichtiges thema und regt zum diskutieren an.

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  5. Edit: Liebe Verfasserin, DU bist mit dir unzufrieden. Bitte schieb diese Tatsache nicht anderen Menschen, deren Körpern, deren Ernährungsweise, deren Vorlieben zu, deren "Was auch immer" zu!

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    1. Das wollte ich auch grad schreiben.
      Ich seh in dem Schreiben nur ne Suche nach einem "Schuldigen" und sofort ist er gefunden in der böse Gesellschaft. Naja, wenn man ausserhalb der "Norm" ist oder was halt die Gesellschaft dafür hält, steht man immer ein wenig exponiert. So what? Selbst akzeptieren oder ändern. Mehr bleibt einem nicht und rumheulen hilft schon drei mal nicht.
      Wenn man sich selbst nur über Oberflächlichkeiten definiert kann man dieses kaum anderen vorwerfen.
      So sieht Selbstakzeptanz aus!
      http://www.youtube.com/watch?v=mznQld0q3p4

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    2. also findest du es in ordnung, wenn die gesellschaft menschen ausgrenzt und niedermacht, nur weil sie nicht dem ideal entsprechen?

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    3. Wo soll ich das geschrieben haben?
      Die Menschen die das machen sind alle selbst in ihrer Kindheit traumatisiert ansonsten würden sie das nicht tun. An was soll man da appellieren?
      Das ist doch alles vergebene Mühe und hilft keinem!
      Nochmal, es wird zwar nicht viel Anklang finden aber eine Opferhaltung welche die Schicksalsschläge des Lebens pathologisiert ist auf mehreren Ebenen schädlich.

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    4. "Selbst akzeptieren oder ändern. Mehr bleibt einem nicht und rumheulen hilft schon drei mal nicht."

      Solche Aussagen machen mich immer wütend. Jemand, der nunmal dick ist oder für so gehalten wird, jahrelangem Mobbing ausgesetzt ist/war und keinerlei positiven Selbstwert aufbauen konnte, dem fällt es nicht einfach mal leicht sich selbst zu akzeptieren. Für viele ist das ein jahrelanger kampf, gerade weil einem viele Menschen sagen, so wie man ist, sei man nicht richtig.

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    5. "opferhaltung" suggeriert, dass diese menschen keine opfer wären, sondern sich nur selbst zu welchen machen. sie sind aber opfer von vorurteilen, abwertungen und mobbing.

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    6. Ob es dich wütend macht oder nicht ändert am Wahrheitsgehalt des Inhalt nichts.
      Das soll es nicht nur suggerieren sondern genau das bedeutet es.
      Ich klinke mich hier, aus da es zu nichts führt aber vielleicht noch ein Link.
      http://www.gestalt-institut-frankfurt.de/download/Kor.pdf

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  6. Bekloppte Welt!

    Ich persönlich würde die angegebene Körpergröße mit dem angegebenen Gewicht niemals als "fett" betrachten aber darauf wollte ich eigentlich gar nicht hinaus. Zur Beurteilung dessen, was dick oder dünn ist, wurde im Text aber auch in den Kommentaren ja schon viel geschrieben.

    Den Artikel finde ich sehr gut, wichtig und richtig.
    Als ich den Menüpunkt "Links" in meinem Blog einrichtete, habe ich bei "Vegan" u.A. auch einen Link zu der Seite von "Pro Vegan" gesetzt, weil ich sie grundsätzlich für ganz informativ halte (vor einem Jahr hatte ich zwar auch einen leicht kritischen E-Mail Wechsel mit dem Betreiber - aber das ist ein anderes Thema). Dabei fiel mir auf der "Pro Vegan Seite" auch so eine bildliche Gegenüberstellung von vegan=schlank=gesund und omnivor=dick=ungesund auf.
    Eigentlich passte mir das nicht, ich hatte den Link der Homepage aber dennoch mit aufgenommen.

    Nach dem Lesen des Textes hab ich ihn nun aber doch gelöscht.
    Diese verkürzte, eindimensionale Darstellung ist der vollkommen falsche Weg. Weder führt er allgemein zu einem toleranten menschlichen Miteinander, noch kann er er die veganen Idee zu einem Ziel führen weil Menschen, die diesem oder jenem elitären Bild nicht entsprechen unterwegs zurückgelassen werden.

    Ich finde, dass die vegane Lebensweise nicht nur für selbsternannte Eliten sein darf, sonder weit verbreitet und normal sein muss - so wie unterschiedliches Gewicht, unterschiedliche Hautfarbe, unterschiedliche Meinungen und und und...

    Die gesundheitlichen Aspekte bezüglich der Ernährung allgemein sind so vielseitig und zahlreich, wie es die Menschen eben auch sind.
    Diese Gleichung "vegan=schlank=gesund" mag im Einzelfall zutreffen, ist aber in ihrer Reduktion für nicht und niemanden hilfreich!

    Danke an 'Mausflaus' und 'Saskia' für die Veröffentlichung des Artikels. Wieder etwas zum Nachdenken.

    Gregor

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    1. Das war mir bei provegan auch aufgefallen als ich das Infomaterial bekam. Da sind sie sehr eng an Peta und PCRM. Ich will auf diese Seiten nicht mal verlinken, weil sie das immer wieder tun: Menschen ausgrenzen und ignorieren unter dem Schutzmantel des utilitarismus.

      Ich bin überzeugt, dass Veganismus für viele gesünder sein kann. Aber das heißt nicht, dass jeder Mensch der gesünder wird auch abnimmt (gerade bei Leuten deren Körper sowieso keine Lust hat mehr Fett zu verlieren, aber die Gesellschaft es als schönheitsideal suggeriert).

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  7. mal ehrlich - sich mit 163cm und 69kg zu schämen weil man dick ist, da hat man dann schon andere Probleme und damit verstehe ich auch, warum sich die Person persönlich angegriffen fühlt. Und so einen Brief öffentlich ins Netz stellen, ist DAS richtig? Warum nicht die angesprochene Person anschreiben?
    Und dann wird dieses Anprangern hier auch noch unterstützt! Warum?

    Dass man als Omni, Vegetarier, Veganer etc. tatsächlich dick sein kann, ist eh klar aber die Leute, die glauben, dass sie automatisch durch vegane Ernährung schlank werden, auch wenn sie Reisschokolade oder andere vegane Süßigkeiten essen, die glauben ja auch an Fleischdiäten oder sonst was.

    Das kann ich ja gar nicht ernst nehmen.

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    1. "mal ehrlich - sich mit 163cm und 69kg zu schämen weil man dick ist, da hat man dann schon andere Probleme und damit verstehe ich auch, warum sich die Person persönlich angegriffen fühlt."

      Soweit ich das beurteilen kann würde sich der Verfasser wohl nicht dick fühlen, hätte man ihr suggeriert es sei alles okay so. Warum fühlt man sich denn dick bei "Normalgewicht"?! Meistens weil irgendwer daherkommt und einen als dick bezeichnet, und wenn man dazu noch recht sensibel ist, dann übernimmt man diese Ansichten schnell, auch wenn es objektiv wohl eher nicht der Fall ist.
      Was aber stört ist, dass "dick" immer noch als Beleidigung aufgefasst wird. Dabei ist es nur eine Bezeichnung einer Körperform, genau wie "dünn" "groß" "klein". Gesellschaftlich ist der Begriff "dick" aber so mit Vorurteilen aufgeladen, dass er wohl für die meisten eine Beleidung darstellt und ein nicht erstrebenswertes Äußeres ist.

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    2. so sehe ich das auch. du kannst das viel besser erklären, eigentlich wäre es mir lieber gewesen wenn die disku auf deinem blog stattgefunden hätte; aber war wohl zufall dass die meisten es zuerst bei mir gelesen haben.
      mit dick, dünn, groß, klein wird eigentlich fast immer eine wertung verbunden, je nachdem ob man darunter leidet bzw. es als negativ angesehen wird. wenn jmd zb extrem kleinwüchsig ist und als "klein" bezeichnet wird, wird er das u.U. auch schon als negativ empfinden. der unterschied bei "dick" ist glaube ich nur, dass das wirklich so ziemlich alle als negativ meinen/empfinden.

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    3. Passt schon. Hab gerade eh sehr wenig Zeit um Kommentare zu moderieren ;-)

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  8. "Life-Style-Schickimicki" Veganismus

    Also besser ehrlicher Fleischesser als opportunistischer Veganer? Ich war immer der irrigen Annahme, dass das Ergebnis zählt.

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    1. Stimmt schon, Ergebnisorientierung: Am Ende sind alle Veganer, egal aus welchen Gründen. Aber vegan werden aus gesundheitlichen, diätischen Gründen hat mit der Grundidee des Veganismus, Tiere nicht auszunutzen, nichts mehr zu tun. Dann würde es reichen sich wirklich auf Ernährung zu beschränken, denn das Tragen von nem Ledergürtel oder eben nicht bringt keine gesundheitlichen Vor/Nachteile und lässt sich damit nicht begründen.

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  9. Also generell habe ich nichts gegen Lifestyle-Veganer*innen, denn die Tiere freuen sich über jede*n, die/der sich für sie einsetzt und sie nicht ausnutzt, und das tut man ja auch, wenn man dabei hauptsächlich nur an sich denkt :D

    ABER: Was mich stört, sind erstens diese wandelnden Skelette aus den USA, die propagieren, dass man nur als Skelett gesund und glücklich ist, mit eingefallenen Wangen und spitzen Hinternknochen.

    Und was gar nicht geht, ist, wenn sich normalgewichtige Menschen nicht trauen, sich an veganen Infoständen blicken zu lassen, weil damit das schöne, heile Image vom Veganer*in als Skelett zerstört wird! In was für einer Welt leben wir denn überhaupt?

    Man muss sich immer mal wieder zu Gemüte führen, dass wir es für die Tiere machen und nicht für uns. Wir Veganer*innen sollten alle zusammen an einem Strang ziehen, dick oder dünn, groß oder klein. Wieviel man sich dabei noch zusätzlich einsetzt, z.B. durch Demos oder Infostände, bleibt allen selbst überlassen, aber das sollte durch das Aussehen doch keinesfalls in Frage gestellt werden.

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  10. Jetzt mal abgesehen vom Veganismus an sich ist es schon merkwürdig, dass schrecklich dünne Menschen als krank bezeichnet werden - Essstörungen - und die schrecklich (oder weniger schrecklich) dicken als faul und verfressen und als Menschen ohne Durchhaltevermögen. Essgestörte schaden ihrem Körper, wild Übergewichtige auch. Warum wird da so ein Unterschied gemacht?

    Zum Dünnsein: Es gibt dünne Fleischesser, genauso wie es dicke Veganer gibt. Dickenbashing a la Fleisch und Milchprodukte machen fett und das Argument, dass Veganer ohnehin alle schlank und wunderschön sind, das sind meiner Meinung nach Märchen. Man braucht sich die Menschen ja nur anzuschauen und sieht, dass das Blödsinn sein muss.

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    1. "Essgestörte schaden ihrem Körper, wild Übergewichtige auch. Warum wird da so ein Unterschied gemacht?"

      Kleiner Denkfehler: Auch Übergewichte können Essstörungen haben, unteranderem Bulimie.

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    2. Danke für den Hinweis! Ja, da hast du natürlich recht. Ich wollte damit hinweisen, dass Essstörungen normalerweise eher mit Untergewichtigen in Verbindung bringt (die haben Magersucht und Bulimie, das sind "richtige" Essstörungen in den Augen vieler Menschen.). Dass auch Dicke Bulimie haben können, wissen viele nicht - und oft wird dann so reagiert: "Wenn du eh dauernd kotzt, wieso bist du dann so fett?" Auch Esssucht und Binge Eating sind Essstörungen, aber werden nicht so gesehen.

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    3. ich glaube sogar, dass die meisten Übergewichtigen eine Essstörung haben. womöglich nur eine leichte; aber wenn sie normal essen würden, hätten sie auch normalgewicht. ist halt immer die frage, was man schon als "gestört" ansieht; ich würde es so definieren, dass verhalten, was von der norm abweicht und worunter der betroffene leidet, gestört ist.

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    4. @Nadja: Statistisch ist sogar die Mehrheit der Bulimiker normalgewichtig oder übergewichtig (schlichtweg weil man, wenn man untergewichtig ist, eher mit "anorexie mit bulimischen tendenzen" behandelt wird. Das ist eigentlich die gleiche Krankheit nur ein mal mit Ohne Untergewicht und einmal mit).

      Und Binge Eating wird ja sowieso von den meisten nicht mal als Krankheit gesehen sondern als Willensschwäche. Das sagt so viel über die Gesellschaft aus, dass die eine Krankheit als Faulheit und Dummheit gesehen wird und die andere eher als diszipliniert und irgendwie doch bewundernswert.

      @Mausflaus: "aber wenn sie normal essen würden, hätten sie auch normalgewicht" Das stimmt leider nicht wirklich. Nicht jeder Übergewichtige isst zu viel, und schon garnicht jeder isst mehr als seine nichtübergewichtigen Mitmenschen. Neben schlichtweg unterschiedlichen Stoffwechseln (die das ganze ziemlich wenig "gerecht" machen) gibt es viele Krankheiten die Übergewicht verursachen.
      Das erst mal zur "wie wird man dick". Abnehmen & das Halten ist noch mal eine andere Sache. Der Körper will meistens nicht abnehmen, gerade wenn man ihn auf Diät setzt. Das macht das ganze ja so schwierig, sonst würden nicht nur 2 % von allen erfolgreichen Diätern ihr Gewicht halten können.


      Ich weiß ich rede die ganze Zeit von Studien, ohne sie zu zeigen. Das wirkt ein bisschen blöd. Ich bin nur leider ein ziemlicher Studiennerd und lese viel zu viele. (Mein Freund meinte mal ich fange jedes 2. gespräch mit "ich habe eine studie gelesen..." an).

      EInmal hier ist hier eine Sammlung: http://www.fatnutritionist.com/index.php/articles-evidence/

      Hier eine interessante studie, die auch recht allgemein ist http://www.nutritionj.com/content/10/1/9

      Und natürlich die wie schwer abnehmen ist, leider finde ich grad nur einen artikel über die studie, nicht die studie selbst: http://www.sciencedaily.com/releases/2007/04/070404162428.htm

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    5. stimmt, die rein körperlichen krankheiten habe ich vergessen.

      dass der körper nicht abnehmen will, ist glaub ich nicht so das problem - die meisten scheitern ja nicht daran, dass sie nicht abnehemen wenn sie weniger essen, sondern dass sie das weniger (bzw. kalorienärmer) essen nicht durchhalten.

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    6. " die meisten scheitern ja nicht daran, dass sie nicht abnehemen wenn sie weniger essen, sondern dass sie das weniger (bzw. kalorienärmer) essen nicht durchhalten."

      Die These höre ich oft und sie macht auch Sinn, aber die Studien sind da eher Zwiespalten. Ich hab grad heute wieder eine Studie an meinem Computer gefunden, wie der Körper bei den meisten Menschen nach 10% Gewichtsabnahme konsequent den Energiebedarf drosselt. Das heißt, jemand der 1800 Kalorien isst am tag um abzunehmen wird an einem bestimmten Punkt in den meisten Fällen nicht mehr abnehmen können, auch wenn er die Zufuhr nicht erhöht.

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    7. nee, das heißt das noch nicht. denn auch mit gedrosseltem energiebedarf kann man abnehmen. es geht halt nur langsamer.

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  11. Die Leute, die hier ablästern, weil man mit 69 kg bei 163 cm nicht dick ist, haben NICHTS verstanden. Lest es einfach nochmal ... *Kopf schüttel*
    (wenn es dann immer noch nicht hinhaut, würde ich es mit einer Extraportion B12 versuchen. Vielleicht springt das Hirn dann an!)

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  12. Ich sehe gar keinen Grund, warum man als Veganer NICHT dick sein/bleiben sollte! Es ist ja nicht das Fleisch, das für sich genommen zum Zunehmen führt - ebensowenig die Milchprodukte, wenn man sie in Maßen konsumiert. Es kommt schlicht darauf an, wieviel Fett und Kohlehydrate man im Verhältnis zum persönlichen Kalorienumsatz man so verkonsumiert (jetzt mal keine "Störung" voraus gesetzt).

    Vor 2 Jahren bin auf vegetarisch umgestiegen und hab nach und nach auf "immer veganer" umgestellt. Mittlerweile ernähre ich mich fast-vegan, mit seltenen Ausnahmen. Und hab in dieser Zeit gut 5 Kilo zugenommen. Das geht ganz leicht, wenn man viel in Öl Gebratenes isst, viele neue Gerichte ausprobiert, öfter als früher selber kocht, öfter Getreidebratlinge statt Kartoffeln isst und viele tolle Fleisch-Alternativ-Gerichte zubereitet. (Ein Soja-Schnitzel saugt den Geschmacksträger Öl viel besser auf als ein Fleisch-Steak - nur so als Beispiel).

    Mich stört die Gewichtszunahme bisher nicht, ich wiege so ca. 80 Kilo bei 165 - und fühl mich mollig, aber nicht richtig dick. Dicken-Bashing finde ich übergriffig und dumm. Ob jemand symphatisch ist und/oder engagiert für eine bessere Welt hängt nicht an der Zahl seiner Kilos!

    Dass auch Veganer Dicke bashen, wundert mich wiederum nicht. Denn auch Dummheit, Überheblichkeit und andere miese Eigenschaften finden sich in ALLEM Bevölkerungsgruppen - auch unter Veganern.

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  13. Vielen Dank, dass du diesen Brief gepostet hast! Er zeigt einmal mehr, dass Essen im Grunde nichts, aber auch gar nichts mit dem Körpergewicht eines Menschen zu tun hat. Wer wissenschaftliche Abhandlungen zu dem Thema braucht, dem kann ich nur die Publikationen von Udo Pollmer empfehlen (unter anderem 'Esst endlich normal!')
    Tatsächlich sind es aber, meiner Meinung nach, Wissenschaftler und Profis wie Maja Storch, Rüdiger Dahlke oder auch Robert Betz, die sich mit diesem Thema auf einer Ebene befassen, die tatsächlich eine Lösung bringen kann. Übergewicht ist in unglaublich vielen Fällen das Resultat aus innerer Leere oder, vor allem bei Frauen, auch einem Schutz (ja, das habt Ihr richtig gelesen) vor Attraktivität und auch Sexualität.
    Wen dieses Thema wirklich interessiert oder wer damit auch zu kämpfen hat (ich weiß, was Ihr durchmacht, ich war selbst da) möge sich gerne mit mir verbinden bzw. meinen Blog http://projectbodylove.blogspot.de/ verfolgen, den ich gerade neu angefangen habe. Ein letzter Satz zu dem Thema: es gibt nur jeweils eine individuelle (Er-)Lösung für eine Person die unter Über- oder auch Untergewicht leidet, aber niemals eine allgemeingültige Regel, mit der alles in Ordnung wäre und wo es 'nur' um Disziplin ginge...

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    1. Polemik-Pollmer, der u.a. publiziert, dass fleisch gesund ist, masentierhaltung gar kein problem ist, gentechnik nur schlecht geredet wird, stevia dagegen total gefährlich??? es ist absolut haarsträubend, was dieser mann so alles von sich gibt, bloß um medienpräsenz zu erlangen. nein danke.
      deinen blog verfolge ich aber gerne :-)

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    2. Es gibt sehr viele echte Wissenschaftler & Ärzte die sich seriös mit dem Thema beschäftigen: http://www.lindabacon.org/ beispielsweise.

      Pollmer gehört nicht dazu. Ich habe, leider, 2-3 Bücher von ihm gelesen. Grässlich polemisch und populistisch (inklusive Aussachen wie: Alkohol kann garnicht schädlich sein für den Menschen, auch Tiere nehmen manchmal Alkohol zu sich...)

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    3. *lach* so unterschiedlich können die Meinungen sein. Auch ein Dahlke gibt zu, dass der Mensch grundsätzlich auch (!) zum Fleischfressen gemacht ist. Ich höre auf mein Herz, und was ich bisher von Pollmer gelesen habe, fühlt sich für mich stimmig an.
      Das Thema 'echte Wissenschaftler und Ärzte' könnte man ewig diskutieren. Ich selbst habe studiert und weiß, wie Wissenschaft arbeitet. Sie hat hilfreiche Aspekte, sie verkommt häufig zu Selbstzweck, ihre Aufklärungspflicht nimmt sie oft nicht ernst, ungewollte Ergebnisse werden verhuscht. Wissenschaft ist häufig korrupt denn auch in dieser Welt zählt letztlich nur das Geld. Geld für Forschung, die dann nur zu oft wieder an die Gehaltslisten angepasst wird. Es ist immer in Ordnung, JEDEN Menschen, der was auch immer von sich gibt, grundsätzlich kritisch zu sehen und nur das von ihm anzunehmen, was sich für einen selbst stimmig anfühlt. Ob er nun Pollmer heißt oder anders. Und das gilt ganz besonders für das Thema Körpergewicht. Es gibt dort nur eine Wahrheit, nämlich die eigene. Und um sich dieser eigenen Wahrheit bewusst zu werden, ist es gut, sich mit vielen Aussagen auseinanderzusetzen und zu prüfen, welche für einen selbst stimmen. Nur so kann man letztlich als Übergewichtiger Mensch an den Punkt kommen, wo man das Zuviel an Gewicht ablegen kann.

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  14. Man kann an sich selbst arbeiten. An anderen eher nicht. Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein,... aufbauen. Wie schon geschrieben: Ein Opfer findet sich immer, einfach des Mobbings wegen. Wenn sich jmd. mit der Größe und dem Gewicht unwohl fühlt..... . Naja. Selbst wenn Andere daran Schuld hätten... was dann? Gibt Immer Leute, die andere Menschen piesacken.

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  17. Gleich dreimal??????? Bitte zweimal löschen.

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  18. was problem ist nicht "R.". das problem liegt in der verfasserin selbst. energie folgt der aufmerksamkeit, wenn du ständig mit dem thema gewichtsproblematik zugange ist,dann entsteht dieses problem auch oder wird immer größer.

    ich bin dick (diagnose: adipositas) UND behindert UND veganerin. so what? ich fühle mich von niemandem diskriminiert oder neudeutsch "gebashed", wenngleich ich es toll fände, wenn ich in mehr geschäften als in zweien klamotten kaufen zu können, wenn meine bewegungsfreiheit nicht von hohen bordsteinen eingeschränkt werden würde und wenn vegane speisen in allen restaurants erhältlich wären. ich lasse mich nicht diskrimieren und ich schenke den potentiellen bashern auch keine energie, die sie nährt.

    diskussionen über dicke veganerinnen sind genauso ein schmarrn wie diskussionen über behinderte mütter - es gibt sie, sie existieren *wirklich*, da müssen die leute, die das doof, häßlich, eklig oder sonstwas finden einfach mit klarkommen. aber daß sie damit klarkommen, ihnen die werkzeuge zum klarkommen an die hand zu geben, das ist nicht mein job. meine energie fließt in meine selbstliebe hinein und in die aus tiefster seele kommende erkenntnis: ich verdiene glück und freude, jeden tag, immer.

    mach dich frei von der bewertung durch andere. daß du lebst, heißt auch: du hast das recht, zu leben. dich frei zu entfalten. es wird immer etwas geben, das jemandem an dir nicht paßt - wenn's nicht dein gewicht (oder eine behinderung....oder veganismus.....oder deine nase) ist, dann eben deine hautfarbe, dein geschlecht, dein musikgeschmack.

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    1. Amala, danke für deine Antwort - eine tolle Einstellung, ich wünsche dir, dass du sie nie verlierst!
      Ich würde das sofort so unterschreiben und sehe es genau so wie du (habe selbst auch etwas "mehr" als nur Veganismus im Angebot)! Wollte hier auch schon antworten, konnte mich aber nicht so gut ausdrücken und habs dann immer gelassen ;).

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    2. dankeschön - nur mit der grammatik hatte ich es so kurz nach'm aufstehen noch nicht ;)

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  19. Danke für das Posten dieses Briefes. Ich habe die beiden Bilder auf Facebook auch gesehen, mich besonders über das zweite furchtbar geärgert und dies auch entsprechend kommentiert.

    Aber sowohl die Kommentare unter diesen Bildern als auch die Kommentare zu dem Artikel hier zeigen doch, wie viel Änderungsbedarf in der Gesellschaft noch besteht. Erschreckend, gerade von Veganern hätte ich das nicht erwartet.

    Amala, so bewundernswert ich Deine Einstellung finde, so genau weiss ich doch, dass es nicht jedem leichtfällt, sich nicht mehr um die Bewertungen anderer zu kümmern. Besonders die im Brief beschriebene Situation (die dünne Freundin nimmt etwas zu und fühlt sich viel zu fett, obwohl genau sie Dir immer versichert, dass bei Dir alles okay ist) - genau solche Situationen treffen Betroffene doch noch sehr viel mehr als ein "Fette Kuh" von jemandem, auf den man ohnehin nicht sonderlich viel gibt.

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  20. Ich lebe seit kurzem vegan und das erste was ich immer zu hören kriege? Hast du schon abgenommen? Wieviel hast du denn schon abgenommen?

    Ich bin nicht dick, aber ich hab nen "netten" Rettungsring :-)#

    Es nervt mich unheimlich, dass jeder das vegane Leben erstmal für ne Diät hält! Keiner interessiert sich wirklich dafür, aber jeder meint bescheid zu wissen..

    Ich mache das nicht um abzunehmen sag ich dann immer, ich machs für die Tiere und unsere Erde, na klar freu ich mich, wenns einen gesundheitlichen positiven Effekt hat :-)

    Lass dich nicht ärgern, so schlau wie sie alle sein wollen sind sie lange nicht..Lass dir dein gutes Gefühl nicht kaputt machen von irgendwelchen Idioten :-)

    LG

    Isabel

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  21. Die Diskussion zu diesem Blogeintrag ist zwar mittlerweile schon relativ "alt" aber ich komme nicht umhin mich trotzdem ein zu mischen.
    Also erst mal finde ich das Thema um das es hier an sich geht sehr wichtig und viel zu wenig diskutiert bzw. ins Bewusstsein gerufen. Damit meine ich nicht nur "Dicken bashing" sondern allgemein gesellschaftliche Schönheitsideale und damit verbunden das eigene Körpergefühl/Selbstwertgefühl/Selbstliebe unabhängig vom Gewicht. (Dazu eine tolle Initiative: www.operationbeautiful.com)
    Die Art und Weise, wie hier an das Thema herangegangen wurde finde ich allerdings - trotz allem Verständnis für die Situation der Verfasserin - nicht in Ordnung und auch ziemlich unglücklich geraten. Nur weil man selbst verletzt wurde gibt dies einem noch lange nicht das Recht andere zu verletzen. Und ja, ich an der Stelle von R. wäre verletzt. Sicher, ist ja alles anonym usw. - trotzdem, wenn ich etwas falsch mache hätte ich gerne, dass man mir das direkt sagt und es nicht "hintenrum" irgendwo in der Öffentlichkeit breit getreten wird. (Viele mögen das gerne vergessen, aber das ist das Internte:öffentlich) Bei aller Anonymität gibt es sicher trotzdem genug Menschen, die wissen wer gemeint ist. Zuletzt noch ganz provokativ in den "Raum" geworfen: Wem hilft es denn nun wirklich, dass hier dieser Brief veröffentlicht wurde? Fühlt sich die Verfasserin denn so nicht nur für den Moment besser, weil sie ihre Wut abgelassen hat? Hätte eine allgemeinere Darstellung und Auseinandersetzung nicht allen Beteiligten, Unbeteiligten sowie nicht zuletzt dem Thema selbst mehr gedient?

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