Montag, 7. Mai 2012

Studie zeigt: vegetarische Ernährung ist sogar billiger!

Ich habe eine tolle Studie gefunden: "Kostenvergleich von Ernährungsweisen mit einem unterschiedlichen Anteil pflanzlicher Lebensmittel"
Ist schon aus dem Jahre 2008, komisch, dass ich da noch nie was von gehört oder gelesen habe.

Die Daten wurden einer anderen Studie entnommen, die sich mit dem Essverhalten beschäftigte. Darin gab es drei Gruppen:
  1. Mischköstlerinnen (MK), die sich entsprechend dem Bundesdurchschnitt für Frauen ernährten
  2. nicht-vegetarische Vollwertköstlerinnen (NVEG) und
  3. ovo-lakto-vegetarische Vollwertköstlerinnen (OLV).

Aus den Verzehrsdaten wurde der Lebensmittelverbrauch berechnet und anschließend mit Preisen bewertet:
Die monatlichen Lebensmittelkosten lagen bei:
  1. MK 259,07 €
  2. NVEG 237,62 €
  3. OLV 215,03 €

Vegetarisch war also am günstigsten! Da die Studie verpostert wurde, kann man sich das pdf ja als Poster ausdrucken und an die Tür hängen ;-)

Kommentare:

  1. mich irritiert grad, dass unter dem Post Werbung für österreichischen Käse blinkt...weißt Du aber vermutlich gar nicht, oder?
    Eva

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    1. das sind google ads, da hab ich keinen einfluss drauf, die werden je nach content automatisch generiert...

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  2. Sehr interessant.
    Das ist auch durchaus realistisch: Schließlich ist Fleisch relativ teuer (auch wenn es natürlich eigentlich noch teurer sein müsste, damit die Tiere annähernd anständig gehalten würden) und die meisten Vegetarier essen dafür eher preiswertes Gemüse, als so viele teure Fleischersatzprodukte zu essen, wie Nichtvegetarier Fleisch.
    Und der Durchschnitt der Befölkerung isst so viel Fertigessen ... das ist so wie so teuer^^

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  3. Wenn man sich mit "gutem" Gemüse (Bio, Fairtrade-Obst) ernährt, ist das auch ganz schön teuer, finde ich. ;) Ich glaub, es kommt immer drauf an, wo man einkauft. Aber wenn man regional einkauft, dann wird es wieder günstiger.

    Liebe Grüße
    Nadja

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    1. damit das ergebnis nicht verfälscht wird, haben sie s ja extra so gemacht, dass sie nicht nach dem preis der einkäufe gefragt haben, sondern das nach verzehrsmenge für alle gleich berechnet haben. bio/fair trade ist immer teuer, egal ob fleisch, milch oder gemüse.
      dass regional pauschal günstiger ist kann ich nicht bestätigen, gerade aufm wochenmarkt sind die preise ja eher oberes mittelfeld.

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  4. Traue keiner Statistik ... und so weiter.
    Wenn ich mir Leute anschaue die sich freuen wie kleine Kinder zu Weihnachten weil es das Fleischprodukt XY im Sonderangebot gibt ...

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    1. auch wenns n sonderangebot ist, kann es ja trotzdem noch teurer sein als ein teller nudeln mit tofubolognese, den ein vegetarier/veganer stattdessen essen würde.

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    2. Nudeln und günstiges Fleisch aus dem Aldi ist definitiv teurer als wie wenn ich mich ökologisch korrekt mit vernünftig hergestellter und entsprechend zertifizierter Ware aus dem Bioladen eindecke ...

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    3. aldinudeln +-fleisch sollen teurer sein, als bioware ausm bioladen? glaub ich ja jetzt irgendwie nicht.... in der studie haben sie bio usw. ja gar nicht mit einbezogen.

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  5. Wirklich schade, dass sie rein vegane Ernährung nicht dazugenommen haben. Gut, da gibt es ja die "Fertigprodukt-Veganer" und die "Vollwert-alles-selbst-mach-Veganer", die Zwischenformen nicht außer Acht zu lassen.

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    1. Das ist wirklich schade ... Ich fände es auch sehr interessant zu wissen, ob das teurer oder billiger ist, als vegetarische und omnivore Ernährung...
      Naja es gibt ja auch "Fertigprodukt-Vegetarier" und "Vollwert-alles-selbst-mach-Vegetarier" ;)

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  6. Mich interessiert eher die Studie, die auch Subventionen, Steuern und Krankenkassenkosten mitberechnet...aber die gibt's ja nicht :D

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  7. Studien finde ich jetzt eh nicht soo interessant. Bei mir war es so, dass ich als Omni ca. 70 Euro im Monat für Lebensmittel ausgegeben habe, als Veggie ca. 50 Euro und jetzt als noch Übergangsvegetarieren, die sich zu 80 % vegan und zu 70% vollwertig ernährt, sind es so 60 Euro im Monat. Fairtrade und Bio kann ich mir nicht immer leisten, aber ich versuche, es wenigstens mit regional und saisonal wieder rauszuholen. Mal abgesehen davon, dass so manches Produkt vom Kleinstbauern auf dem Wochenmarkt, das nicht Bio zertifiziert ist, trotzdem viel biologischer ist als die zertifizierten Sachen ...

    LG
    Liath

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    1. äh, bist du dir sicher??? unter 100€ im monat für ernährung ist nahezu unmöglich... selbst wenn man sich nur von spaghetti mit tomatensoße und brot ernährt hat man mind. 2€ Kosten am Tag, kann also unmöglich auf unter 60€ im Monat kommen.

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    2. Das sagen irgendwie alle, aber ich habe kein Problem damit (wobei es an sich 110 Euro im Monat sind, aber eben für 2 Personen, ich lebe mit jemandem zusammen und wir haben eine gemeinsame Lebensmittelkasse, wo jeder am 1. des Monats 55 Euro reingibt und wir dann eben schauen, dass wir damit klar kommen).

      Wobei für mich Süßkram auch nicht zu Nahrung dazugehört und ich versuche, nicht mehr als 3 Mahlzeiten pro Tag zu essen und immer nur normale Portionen. Reste werden auch immer komplett verwertet, es wird nix weggeschmissen. Außerdem kann man sich in Berlin auch einfach mal wahnsinnig günstig ernähren - der 5kg-Sack Reis im Asialaden kostet nichtmal 2 Euro (Tofu ist auch spottbillig) und am Ende des Monats, wenn das Geld knapp wird, gibt es dann eben zum Mittag nur eine Schale Reis mit Sojasauce (oder ein anderes meiner <1 Euro Notfallrezepte - Brotsuppe, Pfannkuchen, Haferbrei... ), zum Frühstück eine Banane, zum Abendessen ein bisschen Brot mit Margarine, Gurkenscheiben und Salz. 2-4 Mal im Monat bin ich bei meinen oder den Schwiegereltern oder Freunden zum Essen eingeladen. Im Sommer gibt es zudem viel frisches Obst, weil es ja doch einige Orte gibt, an denen man kostenlos pflücken darf und ab Frühling gibt es auch ganz viel Grünzeug, dass man etwas außerhalb der Stadt pflücken kann (von Bärlauch über Hirtentäschel bis Löwenzahn). Getränke (Pflanzendrinks ausgenommen) kaufe ich auch sogut wie nie, wir trinken halt das kostenlose Leitungswasser oder Tee (oftmals auch selber gesammelt).

      Ich sage nicht, dass ich reichlich oder immer gesund esse - aber es geht definitiv, sich für weniger als 60 Euro pro Person so zu ernähren, dass man weder hungert noch Mangelerscheinungen bekommt - jedenfalls als kreativer Student in Berlin.

      LG
      Liath

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  9. Bis in die jüngste Zeit wurde die Ernährungsforschung überwiegend von der Nahrungsmittelindustrie mit der Zielsetzung betrieben, ihre chemisch, technisch und genetisch hergestellten und veränderten oder auch bestrahlten Produkte als gleichwertig mit den natürlich belassenen Nahrungsmitteln ausgeben zu können und das Fleisch als unerläßliches Nahrungsmittel hinzustellen. Das Motiv ihrer Forschung war also weniger eine objektive Wissenschaftserkenntnis, als mehr eine chemisch-physikalische Situationsanalyse aus marktwirtschaftlichen Erwägungen, also mehr eine Produktwerbung als eine Sachinformation. Bei der Verbreitung des nach diesen Kriterien erworbenen Wissens sind die gesetzlichen Grundlagen der Werbung sehr behilflich . Diese schreiben zwar vor, daß alle Werbeaussagen richtig sein müssen, aber sie verpflichten nicht, daß alle in diesem Zusammenhang erlangten Kenntnisse bekannt gegeben werden müssen. Wie viele Kalorien am Tag

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