Sonntag, 29. April 2012

do what you can


Sydney Smith (1771-1845) was an English writer, cleric and all-around witty dude. He has some great quotes but this one has to be his best. Thanks to Hannah who sent it to me and also suggested it might be well suited for a positive environmentalism message.

artwork on zenpencils, gefunden bei ökolife

Samstag, 28. April 2012

Alles über Eisen inkl. Abbau von Veggie-Vorurteilen

Beim Artikel in der Süddeutschen "Vegetarier müssen keinen Eisenmangel befürchten" ist schon die Überschrift zum Jubeln, denn das mit dem Eisenmangel hält sich echt hartnäckig.
Meine Lieblingspassage ist ja:
In Industrienationen leiden Vegetarier jedoch nicht häufiger an einer Eisenmangelanämie als Fleischesser. Lediglich ihre körpereigenen Eisenspeicher sind weniger gut gefüllt. "Allerdings liegen die Eisenspeicherwerte von Vegetariern immer noch im Normbereich und stellen nur ein Risiko etwa bei großem Blutverlust oder erhöhtem Bedarf, wie in der Schwangerschaft, dar", sagt Cem Ekmekcioglu, Ernährungsmediziner an der Universität Wien.

Später gibts dann noch Tipps, wie man Eisen besser aufnimmt, u.a. wird erwähnt, dass Milchprodukte die Eisenaufnahme hemmen. Und ganz am Ende wird's nochmal richtig wichtig:
Auch in Industrienationen ist die Eisengabe nach dem Gießkannenprinzip umstritten. Schließlich ist Eisen nicht nur lebenswichtig, es kann auch toxisch werden, weil der Körper keine Möglichkeiten hat, es auszuscheiden, wenn es einmal in der Blutbahn ist. Freie Eisen-Ionen können Eiweiße, Fette und Erbsubstanz zerstören. Auch deshalb wird aus Fleisch stammendes Eisen kritisch diskutiert. Eisen findet sich aber auch häufig in Multivitaminpräparaten. Laut einer aktuellen Studie der TU München nehmen zwei Drittel aller schwangeren Frauen oft viel zu hoch dosierte Eisenpräparate zu sich. Zudem findet sich das Spurenelement immer häufiger als Beigabe in sogenannten Kinderlebensmitteln wie Fruchtsäften, Müsliriegel oder Frühstückszerealien. Verbraucherschützer warnen vor einer Eisenüberversorgung.
Laut einer Stellungnahme des Bundesinstituts für Risikoforschung (BfR) fördert eine dauerhaft zu hohe Eisenaufnahme das Risiko für Herzkrankheiten und Krebs. Die Behörde empfiehlt, auf den Zusatz von Eisen in Lebensmitteln zu verzichten.

Mittwoch, 25. April 2012

Veganerwissen Teil 1: Was ist eigentlich Marmelade?

In den Kommentaren zu dem letzten Vegan-Experiment über das ich gebloggt habe, haben sich einige gewundert, haben sich einige gewundert, dass der Typ von dem Experiment meinte, seine Marmelade wäre nicht vegan.Ich hab da jetzt mal recherchiert und rausgefunden: Marmelade ist IMMER vegan. Aaaaber:
Das, was wir als "Marmelade" bezeichnen, ist meistens keine, denn Marmelade darf nur aus Zitrusfrüchten (mindestens 20%) bestehen.
"Konfitüre" darf aus geschälten, entkernten und in Stücke geteilte oder zerdrückte Früchte jeglicher Art hergestellt werden.
Bei "Gelee" handelt es sich um einen gallertartig eingedickten Fruchtsaft, auch aus Fruchtsaftmischungen.
Alles andere ist "Fruchtaufstrich", und da kann gepanscht werden, wie der Hersteller lustig ist.

Hier die genauen Vorschriften der Konfitürenverordnung:
Konfitüre extra ist die streichfähige Zubereitung aus Zuckerarten, nicht konzentrierter Pülpe aus einer oder mehreren Fruchtarten und Wasser. Konfitüre extra von Hagebutten sowie kernlose Konfitüre extra von Himbeeren, Brombeeren, schwarzen Johannisbeeren, Heidelbeeren und roten Johannisbeeren darf jedoch ganz oder teilweise aus nicht konzentriertem Fruchtmark hergestellt werden. Konfitüre extra von Zitrusfrüchten darf aus der in Streifen und oder in Stücke geschnittenen ganzen Frucht hergestellt werden. Aus Mischungen der nachstehenden Früchte mit anderen Früchten darf keine Konfitüre extra hergestellt werden: Äpfel, Birnen, nicht steinlösende Pflaumen, Melonen, Wassermelonen, Trauben, Kürbisse, Gurken, Tomaten.

Konfitüre ist die streichfähige Zubereitung aus Zuckerarten, Pülpe oder Fruchtmark einer oder mehrerer Fruchtarten und Wasser. Abweichend davon darf Konfitüre von Zitrusfrüchten aus der in Streifen oder in Stücke geschnittenen ganzen Frucht hergestellt werden.

Gelee extra ist die streichfähige Zubereitung aus Zuckerarten sowie Saft oder wässrigen Auszügen einer oder mehrerer Fruchtarten. Die für die Herstellung von 1.000 g Enderzeugnis verwendete Menge an Saft oder wässrigen Auszügen entspricht mindestens der für die Herstellung von Konfitüre extra vorgeschriebenen Menge. Die Mengenangaben gelten nach Abzug des Gewichts des für die Herstellung der wässrigen Auszüge verwendeten Wassers. Aus Mischungen der nachstehenden Früchte mit anderen Früchten darf kein Gelee extra hergestellt werden: Äpfel, Birnen, nicht steinlösende Pflaumen, Melonen, Wassermelonen, Trauben, Kürbisse, Gurken, Tomaten.

Gelee ist streichfähige Zubereitung aus Zuckerarten sowie Saft oder wässrigen Auszügen einer oder mehrerer Fruchtarten. Die für die Herstellung von 1.000 g Enderzeugnis verwendete Menge an Saft oder wässrigen Auszügen entspricht mindestens der für die Herstellung von Konfitüre vorgeschriebenen Menge. Die Mengenangaben gelten nach Abzug des Gewichts des für die Herstellung der wässrigen Auszüge verwendeten Wassers.

Marmelade ist die streichfähige Zubereitung aus Wasser, Zuckerarten und einem oder mehreren der nachstehenden, aus Zitrusfrüchten hergestellten Erzeugnisse: Pülpe, Fruchtmarkt, Saft, wässriger Auszug, Schale. Die für die Herstellung von 1.000 g Enderzeugnis verwendete Menge Zitrusfrüchte beträgt mindestens 200 g, von denen mindestens 75 g dem Endokarp entstammen.

Gelee-Marmelade ist eine Marmelade, aus der sämtliche unlöslichen Bestandteile mit Ausnahme etwaiger kleiner Anteile feingeschnittener Schale entfernt worden sind.

Maronenkrem ist die streichfähige Zubereitung aus Wasser, Zucker und mindestens 380 g Maronenmark (von Castanea sativa) je 1.000 g Enderzeugnis.
 
Was außer Früchten noch reindarf ist auch explizit normiert:
§ 2 Zutaten
(1) Die Ausgangserzeugnisse für Erzeugnisse nach Anlage 1 müssen den Anforderungen der Anlage 2 entsprechen.
(2) Für die Herstellung von Erzeugnissen nach Anlage 1 dürfen ferner die in Anlage 3 aufgeführten Lebensmittel nach Maßgabe dieser Anlage verwendet werden.
(3) Andere als die in den Absätzen 1 und 2 bezeichneten Zutaten dürfen beim gewerbsmäßigen Herstellen von Erzeugnissen nach Anlage 1 nicht verwendet werden. Die Vorschriften der Zusatzstoff-Zulassungsverordnung sind anzuwenden.
Und das ist die Anlage 3:
                    Zutaten
    1.Honig:
        in allen Erzeugnissen als Ersatz für einen Teil des Zuckers oder den gesamten Zucker;
    2.Fruchtsaft:
        ausschließlich in Konfitüre;
    3.Saft von Zitrusfrüchten bei aus anderen Früchten hergestellten Erzeugnissen:
        ausschließlich in Konfitüre, Konfitüre extra, Gelee und Gelee extra;
    4.Saft aus roten Früchten:
        ausschließlich in Konfitüre und Konfitüre extra aus Hagebutten, Erdbeeren, Himbeeren, Stachelbeeren, roten Johannisbeeren, Pflaumen und Rhabarber;
    5.Saft aus roten Rüben:
        ausschließlich in Konfitüre und Gelee aus Erdbeeren, Himbeeren, Stachelbeeren, roten Johannisbeeren und Pflaumen;
    6.ätherische Öle aus Zitrusfrüchten:
        ausschließlich in Marmelade und Gelee-Marmelade;
    7.Speiseöle und -fette zur Verhütung der Schaumbildung:
        in allen Erzeugnissen;
    8.flüssiges Pektin:
        in allen Erzeugnissen;
    9.Schalen von Zitrusfrüchten:
        in Konfitüre, Konfitüre extra, Gelee und Gelee extra;
    10.Blätter von Pelargonium odoratissimum:
        in Konfitüre, Konfitüre extra, Gelee und Gelee extra aus Quitten;
    11.Spirituosen, Wein und Likörwein, Nüsse, Kräuter, Gewürze, Vanille, Vanilleauszüge und Vanillin:
        in allen Erzeugnissen.
Honig ist klar nicht vegan, potentiell unvegan sind die Säfte, sie könnten mit Gelatine geklärt sein.


Und was lernen wir daraus? Thomas hatte entweder irgendwas mit Honig oder es handelte sich um einen "Fruchtaufstrich". Unvegan sind z.B. einige "Samt"-Aufstriche von Schwartau:
Schwartau extra Samt Erdbeer-Vanille
Fruchtmischung (Erdbeeren, rote Johannisbeeren), Zucker, Geliermittel Pektin, Säuerungsmittel Citronensäure, natürliches Bourbon-Vanille-Aroma (milchbestandteile)

Schwartau extra des Jahres Brombeer-Vanille
Erdbeeren, Zucker, Glukosesirup, Geliermittel, Pektin, Säuerungsmittel Citronensäure, natürliches Vanille Aroma (enthält Milchbestandteile).

Die heißen nur "extra", was Verbraucherverarsche ist, weil es suggeriert, dass es "Konfitüre extra" oder "Gelee extra" ist, aber keine ist, sondern zusammengepampte Billigware. In der "extra des Jahres" ist z.B. nur Vanille-Aroma enthalten. Ganz schön armselig für ein Produkt was das Beste des Jahres sein soll. Und dann auch noch Milchbestandteile...

Dienstag, 24. April 2012

Vegan-Experiment Nr.2 im uniVista Campusmagazin

Das uniVista Campusmagazin hat übrigens auf meinen Blogpost über ihren Artikel einen Kommentar geschrieben und mich darauf hingewiesen, dass das auch alles gar nicht ernst gemeint war (Saskia hat's vorausgesehen ^^) und dass ich den tollen Artikel "Müsli ist Erleuchtung" übersehen hab.
Und den finde ich auch um Längen besser als "Veganism in your face", was wahrscheinlich daran liegt, dass er von jmd geschrieben ist, der auch voll hinter dem Veganismus steht und dabei geblieben ist, also kein "ich mach mal 2 Wochen was ausgefallenes um Schreibstoff zu haben".
Süß ist ja wirklich, dass der Vater des Testers am Anfang laktosefreie Milch für den Sohnemann einkauft. Als ob das Tierleid da mit rausgefiltert würde.
Da bin ich ja direkt mal gespannt auf das angekündigte Frutarier-Experiment... 

Samstag, 21. April 2012

Nevella Stevia Tabs leider nicht vegan

Ich hatte bei meinem Kauf vor 2 Wochen noch geschrieben, dass ich keine Infos gefunden habe, ob die Nevella Stevia Tabs vegan sind, die Produktanfrage blieb ohne Antwort. Inzwischen ist auf der Homepage von Nevella folgender Hinweis:

Ist Nevella Stevia vegan?

Unsere Nevella Stevia Streusüße und Nevella Stevia Sticks sind frei von tierischen Inhaltsstoffen. Nur unsere Nevella Stevia Tabletten sind nicht vegan.


Na toll, hätt ich das mal gewusst, bevor ich die Tabs gekauft hab.... Aber jetzt werden sie noch zuende verbraucht. Mich würde ja interessieren, was daran nicht vegan ist, auf der Zutatenliste ist nichts zu erkennen, und laktosefrei sollen sie ja angeblich sein. Aber da ich auf meine letzte Anfrage schon keine Antwort bekommen habe, spar ich es mir, noch eine zu schreiben.

Freitag, 20. April 2012

"mangelhaft" für Farbschutzshampoos

„Aus der Traum“ betitelt die Stiftung Warentest in der April-Ausgabe von test die Untersuchung von 16 Farbschutzshampoos. Was den Schutz der Farbe angeht, versagten alle. Sie sind auch nicht besser als ein zum Vergleich mitgeprüftes Babyshampoo. Auch in der Pflegewirkung kamen etliche über ein „Befriedigend“ nicht hinaus. Discounterprodukte und teure Shampoos aus dem Frisörsalon kassierten ausnahmslos ein „Mangelhaft“.
Spezielle Shampoos versprechen „längere Farbbrillanz“ oder dass sie das Haar „vor dem Verblassen“ bewahren. Hier kommen beispielsweise UV-Filter, besondere Inhaltsstoffe wie Acai-Fruchtmark oder Traubenkernöl oder ein „innovativer Farbkomplex“, zum Einsatz. Doch all das hilft nichts, stellte die Stiftung Warentest fest und gab allen 16 Produkten im Test die Note „Mangelhaft“.
Dabei war es egal, ob das Shampoo vom Discounter kam oder vom Frisör (Preise zwischen 0,25 Euro und 5,73 Euro pro 100 ml). Die Farbe wusch sich ebenso aus wie mit einem Babyshampoo.
Die Stiftung Warentest hat insgesamt 16 Farbschutzshampoos an 21 Probandinnen getestet, die alle leicht strapaziertes, gefärbtes Haar hatten. Je zwei Tage wurden die Testerinnen im Halbseitentest mit zwei entsprechenden Shampoos behandelt. Experten beurteilten dann unter anderem den Farbschutz, die Pflegeeigenschaften sowie die mikrobiologische Qualität.
Quelle: test.de


Ich komm mir ziemlich verarscht vor. So als ob ich ne Sonnencreme gekauft hätte, und dafür ne normale Bodylotion bekommen.
Seit Jahren benutze ich NUR Farbschutzshampoos weil ich darauf vertrat habe, dass die Farbe dann wirklich länger hält! Ich hab da zwar nicht viel mehr Geld für ausgegeben, aber mich schon geärgert, dass ich in der Auswahl so eingeschränkt bin, zumal die veganen Farbschutzshampoos an einer Hand abzuzählen sind.
Gut, dass ich mein festes Lush-Shampoo mag. Ein Grund mehr, dabei zu bleiben :-)

vegan-Experiment: was soll man dazu noch sagen?

Ich glaube, Thomas vom Campus-Magazin hat mit seinem vegan-Experiment von allen jämmerlichen vegan-Experimenten das jämmerlichste hingelegt. Allein schon wenn ich die Einleitung lese:
Ich war bewusst völlig unvorbereitet, als ich am Montag mein kleines Experiment beginne und mit hängendem Magen den Kühlschrank öffne. Breit lächeln mich Aufschnitt, französischer Weichkäse und Lachs an. Marmelade und Honig streiten um meine Aufmerksamkeit, während verheißungsvoll das Müsli aus der Tupperware linst. Ich werde nichts davon essen können. Nicht eine dieser Köstlichkeiten ist vegan – außer dem Müsli, nur bräuchte ich dazu Sojamilch. Ich nehme mir ernüchtert einen Apfel und eine Scheibe Brot mit pflanzlicher Margarine.
Ich hab jetzt schon keinen Bock mehr und schenke mir Traubensaft ein. Obwohl das Projekt erst eine Stunde alt ist, wäre ich hier fast in die Falle getappt. Traubensaft ist in der Regel nicht vegan.
Dann folgt das übliche Gejammer: Zutatenlisten lesen ist anstrengend, Chips sind wider erwarten nicht vegan, und überhaupt ist fast überall Tier drin. Da ist das Fazit dann auch nicht so überraschend
Veganismus ist (zumindest unvorbereitet) hart.

Mittwoch, 18. April 2012

Jugend-CO2-Rechner

CO2-Rechner sind ganz spaßig, als Veganer und Student, der kein Geld für Auto und teure Urlaube hat, kann man sich da immer ziemlich gebauchpinselt fühlen.
Ich hatte mal meinen ökologischen Fußabdruck berechnet, der Test war allerdings ziemlich langwierig. Dann gibt es noch den CO2-Rechner vom Umweltbundesamt, der ist aber auch ziemlich lang und bei den meisten Daten habe ich gar keine Ahnung, wie das bei mir überhaupt ist, z.B. von wann meine Heizung ist. Daher finde ich den CO2-Rechner von JugendKlimAktivist super; der eher für Jugendliche gemacht ist. Dadurch dass man weniger eingibt, ist er auch ungenauer, aber es reicht ja auch so ungefähr. und am Ende gibt's Tipps.



Dienstag, 17. April 2012

Achtung, Verwechslungsgefahr!


Heute im Supermarkt: 
Kassiererin: "Ist das Fenchel?"
Ich: "Nein, Kohlrabi..."

Ich finds schon traurig, wie wenig die Leute über gesunde Lebensmittel wissen. Und das nicht bei irgendwelchen exotischen Sachen, sondern
  • Aubergine
  • Steckrübe
  • Zucchini (wurde für Gurke gehalten ^^)
  • Knollensellerie
  • grüner Hokkaido (und das im Bioladen (!).... er kannte den nur in orange)
Foto von Wiki
verursachen an der Kasse ratlose Blicke. Mal abgesehen davon, dass sowas allgemein bekannt sein sollte; wenn man in nem Laden arbeitet, sollte man das Sortiment schon ein bisschen kennen. Im Café erwartet der Gast auch, dass der Unterschied zwischen Capuccino und Milchkaffee bekannt ist.

Ein paar Sachen sind aber echt schwer auseinanderzuhalten:
  • Wurzelpetersilie und Pastinake (die schmecken auch noch ziemlich ähnlich)
  • Ingwer und Topinambur
  • Mango und Papaya
  • Orange, Mandarine und Clementine
  • Zierkürbis und Speisekürbis
  • Spitzkohl und Weißkohl (nagut, an der Spitze sieht mans)
  • rote Kartoffeln und Süßkartoffeln (Süßkartoffeln sind ein Gemüse)
  • Bärlauch und Herbstzeitlose/Aaronstab/Maiglöckchen
  • diverse Pilzarten
  • Kräter sehen irgendwie alle ähnlich aus (nämlich grün)

Angeblich gib's ja Grundschüler, die Gurken nicht von Karotten und Tomaten nicht von Äpfeln unterscheiden können. Wundert mich nicht, wenn's schon bei Erwachsenen so hapert.

    Samstag, 14. April 2012

    Blut-Schokolade

    Kornelkirsche und Blut. Nobelbitterkuvertüre 70%
    Handgeschöpfte Schokolade
    Bio und Fair.
    70 g Tafel
    Preis: 3,25€

    Zutaten: Rohrohrzucker*°, Kakaomasse*°, Kornelkirschenpüree°(9%), Fruchtzucker-Traubenzucker-Sirup°, Kakaobutter*°, Vollmilch°, Mandeln°, Butter°, Magermilchpulver°, Rote Rübenpulver°, Blut°(0,7%), Apfelbalsamessig°, Zitronenkonzentrat°, Geliermittel: Apfelpektin, Salz, Kümmel°, Emulgator: Sojalecithin°, Thymianöl°

    Der tiefere Sinn wird hier erklärt:
    Scheinheiligkeit: Die „Kornelkirsche und Blut“ haben wir gemacht, um wachzurütteln. Natürlich ist es eine Skandalschokolade. Aber was ist eigentlich der Skandal?
    Wir wollen an der Scheinheiligkeit der Gesellschaft, die Massentierhaltung toleriert, rütteln.
    Eine Blutschoko ist ein Skandal, aber was ist eigentlich der tägliche Fleischkonsum, der sich hauptsächlich aus Massentierhaltung speist?
    Viele essen Blutwurst, blutige Steak etc. das ist Normalität. Mit der Blutschoko wollen wir eben zeigen, wie sehr mit zweierlei Maß gemessen wird: das eine wird verurteilt und das andere toleriert.
    Ganzheitlichkeit: Blutschoko machen wir, weil wir eine ganzheitliche Philosophie verfolgen. Alle Teile vom Tier, das wir für unseren Konsum töten, sind wertvoll. Blut ist sogar ein sehr wertvoller Stoff, voll Eisen und Eiweißstoffen, vor dem man sich als Fleischesser nicht wirklich ekeln kann. Das wäre scheinheilig.
    Artgerechte Tierhaltung und Essbarer Tiergarten: Die Blutschokolade knüpft direkt an unseren Essbaren Tiergarten an. Unser Essbarer Tiergarten ist ein Gegenentwurf zur Massentierhaltung, die wir verurteilen.
    Der Essbare Tiergarten ist ein Bio-Bauernhof, der Essen direkt von der Weide und den Gärten anbietet. 27 ha artgerechter Lebenswandel, energieautark mit vielen vom Aussterben bedrohten Nutztierrassen und einem geschlossenen Öko-Kreislauf. Eine perfekte Idylle: So wünschen wir uns Landwirtschaft, wenn wir mittendrin stehen. Doch viele Konsumenten entscheiden sich beim Einkauf für die Massentierhaltung, das muss sich ändern. Schaut dem Essen in die Augen! Der Essbare Tiergarten facht die Diskussion übers Fleisch essen an.
    Josef Zotter über Fleischkonsum und Emotionen: „Durch die Entrückung von Bauern und Konsumenten gibt’s keine Emotion mehr; das Fleisch im Supermarkt hat keinen Kopf, kein Blut, keine Seele; die Leute kaufen das, essen und werfen das übrig gebliebene weg. Weil es nichts kostet, keine Emotionen hat, eh wurscht ist. Ich persönlich esse nur ein bis zwei Mal Fleisch in der Woche. Für unsere Mitarbeiter ist das auch eine Herausforderung. Sie streicheln das Tier und drei Wochen später ist es auf dem Speiseplan unserer Betriebskantine. Da haben einige gemeint „das kann ich jetzt nicht essen“, und genau das ist der springende Punkt. Wenn ich eine Beziehung zum Tier aufgebaut habe, dann esse ich nicht mehr so einfach Fleisch. Dann isst man anders – mit Emotion und Ehrfurcht. Ist eine Beziehung zum Tier da, reduziert man automatisch den Fleischkonsum. Und darum geht es uns.“

    Hat schon was. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die meisten Fleischesser sagen würden "Schokolade mit Blut - ihh wie eklig! So etwas würde ich nie essen." Und Schweineblut fällt so oder so an, kein Tier wird extra geschlachtet, um dessen Blut zu gewinnen.
    Aber ob der erwünschte Effekt wirklich eintritt? Die meisten die darauf stoßen bzw. die Schoki kaufen, werden doch eher von der Sorte "ich möchte etwas Exotisches, Ungewöhnliches um zu zeigen was für ein harter Typ ich bin" sein.
    Und damit eine Assoziation zum Tier entsteht, hätte ich gerne einen Ferkel-Aufdruck, etwa so wie bei der Wurst mit Gesicht. Da kann man sich nämlich sogar aussuchen, welches Tier man in seiner Wurst haben will, auf die Wurst kommt sogar ein Foto des Schweins.
    Oder man könnte den folgenden Warnhinweis auf die Zotter-Schoki drucken:
    zu bestellen bei den kreativisten
    Und wer echte Blutschokolade will, der braucht gar nicht bei Zotter zu bestellen, sondern findet sie in jedem Supermarkt. Denn an Kakao klebt Blut.

    Kleiner Hinweis am Rande: Blutschokolade kursiert schon ewig als Hoax durchs Netz. Und nach den europäischen Lebensmittel-Vorschriften ist Blut als Zusatz in Schokolade unzulässig.

    Freitag, 13. April 2012

    vegan-Experiment extended

    Ein weiterer Beitrag in der langen Reihe der vegan-Experimente.
    Die 17jährige Stella bloggt auf http://ich-lebe-vegan-der-selbstversuch.over-blog.de/ über ihre ersten Schritte im veganen Leben. Warum?
    1.  Ich wollte einfach mal wissen, wie es ist Veganerin zu sein und wenn ich VeganerInnen treffe, dass ich sagen kann"Ich habe es mal einen Monat ausprobiert!" und wer weiß vielleicht entscheide ich mich nach meinem Selbstversuch wirklich für immer vagan zu leben.
    2. Hat mich meine Mutter gebeten, wenn ich zu ihr ziehe, dass ich es mal ausprobiere, da sie selbst Veganerin ist und ich wollte ihr den gefallen machen.
    3. Habe ich ja vor einiges Abzunehmen und bei einer veganen Ernährung geht das einfach besser... natürlich mache ich desswegen nebenbei mehr Sport und schau, dass ich zwischen jeder Mahlzeit fünf Stunden pausiere... usw...

    Die Gelegenheit ist günstig, in der Bauernfamilie kommen Milch, Käse und Fleisch täglich auf den Tisch, mit dem Umzug nach Österreich kann sie dem entfliehen und stellt die Ernährung auf vegan um, am 1.April gings los.
    Ehrlich gesagt: Es ist richtig langweilig. Viel Reis, viel Gemüse, Sojaghurt und etwas Gejammere über Gummibärchen-Armut. Keine Tofu-ist-wie-Schuhsohle-Fehltritte, keine ich-bin-am-Verhungern-Szenarien und keine Beschwerden über minikleine Zutatenlisten.
    Das lässt hoffen, dass Stella dabeibleibt :-)

    Dienstag, 10. April 2012

    ab Donnerstag bei Netto im Angebot: Leha-Sprühsahne und Lupinesse-Eis

    Do, 12.4. bis Sa, 14.4.


    Die Nettos in meiner Umgebung haben sie leider alle nicht im Sortiment, daher hab ich keine Ahnung was sie sonst kostet, aber ich nehme mal an, dass sie sonst teurer ist.

    edit: Danke Saskia, hatte ich total übersehen, weil mein Netto das ebenfalls nicht hat :-/

    Jessis Jubiläums-Gewinnspiel

    Jessi macht auf dem Vegetarisch und Vegan-Abnehmen-Blog ein Gewinnspiel und ich will das 2. Los ergattern ^^
    Alles Gute zum 50kg-leichter-Jubiläum, Jessi! Das ist wirklich ein toller Erfolg. Eineinhalb Jahre hat es gebraucht, die 50kg leichter zu werden, und das nicht mit irgendwelchen blöden Shakes oder ungesunden Diäten, sondern mit leckerem und gesunden vegetarischen, größtenteils veganen Essen.
    Jessi ist ein tolles Vorbild, sie zeigt, dass man weder magere Putenbrust noch Diätpillen braucht, um abzunehmen.
    Ich drück die Daumen, dass das mit der Abnahme weiter so gut klappt bzw. das Gewicht gehalten wird, und mir selbst drücke ich die Daumen das ich was gewinne *g*


    Montag, 9. April 2012

    lecker McDreck

    Montags um 14 Uhr am Bahnhof:



    bisschen näher...



    Der Fairness halber muss man dazusagen, dass alle Essensanbieter in der B-Ebene Probleme mit Kleingetier haben; von der Bäckerei über Inder, Kentucky sind da recht nah beieinander, und für Mäuse, Kakerlaken usw. ist das einfach ein Paradies.
    Fand's trotzdem witzig, dass das Ding ausgerechnet vor McD lag

    Sonntag, 8. April 2012

    Nevella Stevia-Spender

    Samstag bei Netto entdeckt und gleich mal ausprobiert: Stevia-Süßstofftabletten von Nevella in der Spenderdose.

     

    Stevia ist ein noch relativ neues nahezu kalorienfreies alternatives Süßungsmittel, das aus der Stevia-Pflanze hergestellt wird. Stevia hat angeblich die 300fache Süßkraft von Zucker, eine Tablette entspricht einem Löffel Zucker. An den Geschmack muss man sich erst etwas geeöhnen, es ist ein bisschen wie das Verhältnis von Sojamilch zu Kuhmilch ^^ Woanders wird der Geschmack als “leicht lakritzig / bitter” beschrieben, was ich bestätigen kann. Nevella schreibt “Um den Nachgeschmack des Stevia-Extraktes zu reduzieren werden natürliche Aromen hinzugefügt. “
    So viel zum Thema Natürlichkeit. Und "natürliche Aromen" - wer weiß, was das ist.




    Bisher gab's Stevia nur im Bioladen zu horrenden Preisen, jetzt hat es in die Supermärkte Einzug gehalten. 5g bzw. 100 Tabletten kosten 1,99€, was zwar deutlich teurer ist als normale Süßstofftabletten (da kosten 1200 Stück 0,99€), aber viel günstiger als im Bioladen.
    Allerdings ist es auch kein reines Stevia:


    Der Anteil von Stevia beträgt laut Hersteller 25%. So viel günstiger als der Bioladen ist das Produkt also nicht.
    Ich hab mal nachgeschaut, was das so ist:
    E468: Füllstoff Vernetzte Carboxymethylcellulose (vegan, wird aus Pflanzen gewonnen)
    E470b: Magnesiumsalze von Speisefettsäuren (meist vegan)
    Leucin: eine Aminosäure (Herstellung durch Mikroorganismen, wohl nicht vegan)

    Leider habe ich keine Kontaktadresse von Nevella gefunden, sonst hätte ich eine Produktanfrage gemacht. Ich werde die Tabletten aber wohl so oder so nicht mehr kaufen, da sie doch relativ teuer sind, größtenteils aus billigem Füllmaterial bestehen, und das Spenderdöschen aus Plastik ist. Wenn man 1200 Tabletten Süßstoff im Plastik-Spender kauft ist das zwar auch nicht toll, aber es ist trotzdem ein Zwölftel weniger Plastik als bei den Nevella-Tabletten, zumal die ja außen nochmal ne sinnlose Plastikverpackung haben.
    Da warte ich lieber, bis Stevia günstiger wird, bis dahin bleibe ich bei Süßstoff.

    Was mich bei Stevia ja auch noch interessieren würde, wäre, wie das überhaupt angebaut wird, und wie das in Sachen Ökologie aussieht. Bei Palmöl wusste am Anfang ja auch niemand, dass dafür der Regenwald so massiv gerodet wird, wenn man riesige Stevia-Plantagen entstehen, ist das womöglich ähnlich problematisch? Leider habe ich auch dazu keine Infos gefunden.

    Freitag, 6. April 2012

    neuneinhalb-Beitrag über Bioplastik

    Kinderfernsehen ist toll :-) neuneinhalb ist eine Infosendung am Samstagmorgen, die man sich anschließend auch als podcast bei wdr.de runterladen kann.


    In der letzten 9einhalb-Folge gings um Bioplastik. Der Moderator will rausfinden, ob der Joghurtbecher aus Bioplastik wirklich wie behauptet umweltfreundlicher ist.
    Fazit: Nö, nicht wirklich. Es wird zwar kein wertvolles Erdöl gebraucht, sondern der nachwachsende Rohstoff Mais wird verwendet. Allerdings ist der Becher nicht wirklich recyclebar; im Biomüll würde er zwar nach 6 Wochen verrotten, allerdings wäre der Kompost nicht so nährstoffreich wie der normalerweise aus Biomüll erzeugte. Außerdem ist Bioplastik äußerlich nicht von normalem Plastik unterscheidbar, sodass er bei der Müllsortierung aussortiert würde. Er würde also zusammen mit den anderen Gelber-Sack-Verbundsstoffen recyclet. Also: Kein wirklicher Vorteil; das Öko-Versprechen kann (noch) nicht eingehalten werden.  

    Mittwoch, 4. April 2012

    Und jährlich grüßt das Kaninchen im Supermarkt....

    und zwar bei Rewe im Wochenangebot:

    Rechts hoppelt es noch, aber im Laden liegt es in der Frischetheke

    Noch 2010 haben sie groß angekündigt, Kaninchenfleisch rauszunehmen, siehe Bericht der Süddeutschen im März 2010
    Schon 8 Monate später war das allerdings wieder vergesse, siehe Bericht von Biggy im November 2010

    Es bräuchte mal wieder ne Reportage über gequälte Kaninchen. Aus den Augen, aus dem Sinn....
    Aber dieses Jahr ist ja mal wieder Dioxin-Skandal angesagt. Aber keine Angst, es handelt sich um einen Einzelfall, und die betroffenen Eier sind längst verzehrt, siehe Bericht der FAZ von heute. Da es sich um Bio-Eier handelte (bei Freilandhaltung nehmen die Hüher über den Boden mehr Dioxin auf, als wenn sie im Stall mit Gen-Soja und Antibiotika gefüttert werden), dient das vielleicht noch dem ein oder anderen Billigheimer dafür, seine Entscheidung für Tierqualprodukte zu rechtfertigen.

    Dienstag, 3. April 2012

    neue vegan-Blogs die 5.

    Teil 5 der "neue vegan-Blogs"-Serie (Teil 1, Teil 2, Teil 3 und Teil 4 gab's bereits)

    reine vegan-Blogs:

    http://little-vegan-world.blogspot.de/
    Marley's hübsch bebilderte vielseitige vegane Welt

    http://veganovin.wordpress.com/
    "Leben lernen": Der Blog ist die Antwort auf die Frage "Wie lebst du denn?"

    http://frau-kokolores.blogspot.de/
    Klasse finde ich Frau Kokolores' Unterüberschrift "When vegetarians grow up, they become vegans"

    http://vegancomics.blogspot.de/
    Linda erklärt in handgezeichneten Comics, wie sie zum Veganismus kam und was sie so an seltsamen Situationen erlebt hat.


    Sonstige Lesetipps: 

    Yahoo-Artikel "Veganismus – von der belächelten Öko-Spinnerei zum salonfähigen Lifestyle"
    Mäßiges Niveau, es geht hauptsächlich um die Gesundheit, und Vegetarismus.wir das "bessere Alternative" empfohlen. Immerhin "Auch ein, zwei vegane Tage pro Woche schaden Ihrem Körper nicht,"

    FAZ-Artikel "Schluss mit der Geschmacklosigkeit!"
    Lesenswerter Artikel über billige Lebensmittel und die Mentalität des "nichts hören, nichts sehen, nichts sagen". Das Fazit "Es geht beim guten Essen um Geschmack." begeistert aus veganer Sicht nicht ganz, aber der Artikel nennt doch einige wichtige Aspekte.

    Montag, 2. April 2012

    Alnatura diskutiert auf Facebook über Veganismus

    Auf der Alnatura Pro&Contra-Seite auf Facebook wird jeden Monat über ein anderes Thema diskutiert. Diesmal ist Veganismus dran:

    Bisher gibts 4 positve Beiträge. Den Eingangs-Pro-Beitrag finde ich nicht wirklich überzeugend, leider wird hauptsächlich von Gesundheit gesprochen. Das stört mich bei Veganismus-Diskussionen generell, dass es in letzter Zeit fast immer nur ums Klima oder die Gesundheit, selten nur um Tierleid oder noch seltener um Tierrechte geht.Der repräsentative "Contra"-Beitrag von dieser Tierärztin (ausgerechnet!) ist eigentlich auch ein Pro-Beitrag, es wird lang und breit erläutert, wie verwerflich und schädlich Fleisch ist. Nur der letzte Satz ist etwas merkwürdig:
    Eine lebenswerte Zukunft braucht sie alle: Veganer und Vegetarier sowie Protagonisten einer nachhaltigen Tierhaltung. Denn nur gemeinsam sind wir stark!
    Wieso genau braucht es "Protagonisten einer nachhaltigen Tierhaltung"? Wäre es nicht viel besser wenn alle Veganer wären? Wieso braucht man denn überhaupt Tierhaltung? Und wieso "Veganer und Vegetarier"? Wieso will sie denn Vegetarier anstatt von Veganern wo sie doch gerade geschildert hat,wie schlecht Fleisch ist. Leider geht's Ich stell mir schon die neuen Diskussionen vor:
    "Ach, du bist vegan. Also das find ich ja doof. Es braucht doch auch Protagonisten einer nachhaltigen Tierhaltung." Aber was soll man schon von jmd, der ein Buch mit dem Titel "Die Kuh ist kein Klimakiller" geschrieben hat, erwarten...

    Ich find's leider etwas enttäuschend. Guter Ansatz, aber eigentlich geht es dann doch nur um das bekannte und bewährte "Fleisch ist doof weil Klima und ungesund". Bloß niemanden mit verschrecken.

    Sonntag, 1. April 2012

    fast vergessen dass der April angefangen hat

    Diese Meldung hat mich dran erinnert:
    Kondome mit Vitamin B12 – Studienteilnehmer gesucht
    Der VEBU hat gemeinsam mit einem namhaften Hersteller neuartige Kondome entwickelt, deren Gleitmittelbeschichtung Vitamin B12 enthält. Mit dem innovativen „Billy Boy B12“ will der VEBU der ernährungsbedingten Unterversorgung insbesondere von Veganern mit dem für Herz, Gefäße und Nerven wichtigen Vitamin entgegen steuern.
    Viele Menschen können, auch bei Gemischtkost, Vitamin B12 besser über die Schleimhäute als über den Magen-Darm-Trakt aufnehmen. Daher erscheint ein intensiver Kontakt von B12-haltigen Produkten über die Schleimhäute wie beim Zähneputzen oder Sex als bessere Alternative zum Leberwurstbrot, schon allein aus Gesundheitsgründen. Geschützter Sex schützt somit auch das Herz.
    Prävention dank Präservativ
    Um die wirksame Aufnahme der hoch dosierten „Vitaminspritzen“ in der Praxis nachzuweisen, werden noch Studienteilnehmer (Paare und Singles) gesucht. Auf Wunsch bietet der VEBU im Rahmen des Veggie-Speed-Datings auch eine Vermittlung von Testpartnern an.
    „Während der dreiwöchigen Testphase muss das Kondom jeden Tag für mindestens 60 Minuten verwendet werden. Ob eine Stunde am Stück oder zwölf Intervalle à fünf Minuten, spielt dabei keine Rolle. Wir suchen auf jeden Fall sexuell sehr aktive Studienteilnehmer“, so der wissenschaftliche Studienleiter vom Institut für Angewandte Sexualwissenschaften (IASW) Prof. Dr. Boris D. Hartmann. „Eine Überdosierung ist bei B
    12 übrigens nicht möglich, sodass auch eine mehrfache, tägliche Anwendung - selbst bei Paaren mit unterschiedlichen Ernährungsweisen - völlig unproblematisch ist“, so Hartmann weiter.
    Damit der Träger des Kondoms selbst nicht zu kurz kommt bei der Versorgung mit dem herzschützenden Vitamin, ist auch die Innenseite der Kondome mit Vitamin B
    12 beschichtet.
    „Vitamin B
    12 gilt insbesondere bei einer veganen Ernährung noch als potenziell kritischer Nährstoff. Uns geht es darum, aus einer vermeintlichen Schwäche einen Vorteil zu machen. Was bietet sich da besser an, als die Versorgung mit Vitamin B12 mit der schönsten Nebensache der Welt zu kombinieren? Wir wollen zeigen, dass eine gesundheitsbewusste, pflanzliche Lebensweise richtig Spaß machen kann“, so Sebastian Zösch vom VEBU. „Auch ermöglicht das Produkt ganz neue Chancen der sozialen Kontaktaufnahme. ‚Ich bin heute so vergesslich, ich glaube ich brauche mehr B12‘ könnte in Zukunft zu einem beliebten Flirtspruch werden“.
    Dr. Rosa Nippl von der „Mach’s mit“- Initiative vom Bundesamt für gesundheitliche Aufklärung unterstützt das Projekt: „Vitamine und Verhütungsmittel sind eine geniale Kombination. So haben wir ein weiteres Argument, das für die regelmäßige Verwendung von Kondomen spricht. Erste Motive für eine spezielle Werbekampagne entwickeln wir gerade.“

    Beim Herstellungsprozess sowie bei der Auswahl der Inhaltsstoffe der aus Naturkautschuk hergestellten Kondome kommen keinerlei tierische Produkte zum Einsatz. Auch auf Tests an nichtmenschlichen Tieren wurde verzichtet. Daher darf „Billy Boy B
    12“ nach erfolgreichem Praxistest die Veganblume tragen. Die vitaminreichen Präservative in den Geschmacksrichtungen Granatapfel und Chili sollen zunächst über Naturkostläden sowie ausgewählte Fachhändler vertrieben werden. Genoppte und gerillte Varianten sind ebenfalls in Planung.

    Für weitere Informationen
    klicken Sie bitte hier.

    Quelle: vebu 


    Fandet ihr das witzig? Ich hab nicht wirklich drüber lachen können, dafür ist es zu platt.