Freitag, 9. März 2012

politischer/kritischer Comic "Es darf nicht wahr sein"

Mich erreichte eine Anfrage der Zeichnerin der gleichnamigen Comics, ob ich nicht darüber berichten wolle. Schnecksynder? Nie gehört. Die Beschreibung hat sich aber interessant angehört:

„Es darf nicht wahr sein“ ist ein ökologischer, politischer und „moralischer“ Comic, der nicht nur für Tierschützer und Vegetarier ein Augenschmaus ist. Es geht darum, wie man nicht verrückt wird in einer verrückten Welt.
Schnecksnyder, einem ernsthaft unter einer Schreibblockade leidenden Journalisten, bescheren seine Versuche, die dauerhaften Auswirkungen des alltäglichen Wahnsinns zu überwinden, Geisteszustände, die ziemlich bizarr sind. Schnecksnyder ist fest entschlossen, einen Ausweg zu finden und andere mitzuziehen auf seinem wilden Ausbruch.Wird er es schaffen?Kann es wahr sein?
Online sieht man natürlich nicht den ganzen Comic (Künstler wollen auch von was leben), sondern nur einige Seiten. Daraus erschließt sich nicht wirklich ein Zusammenhang, sodass ich nicht wirklich weiß, was ich dazu schreiben soll. Ingesamt ist es nicht so mein Geschmack; was Comics angeht stehe ich eher auf so süßen Blödsinn wie Ruthe, Garfield, o.ä.
Aber auch als ernsthaftes gesellschaftskritisches Werk finde ich es nicht so gelungen; es wirkt ein wenig zu sehr plakativ und mit der Holzhammer-Methode. Z.B. die Fleischkritik:

http://www.skydog-comics.de/de_schnecks10.html

Ich mag Kritik lieber, wenn sie beißend, aber subtil ist. Da ist die Aussage ganz platt "Fleischessen ist Mord", was ja stimmt, aber für mich ist etwas keine Kunst, wenn man die Botschaft auf den ersten Blick erkennt. Das lässt keinen Raum für Interpretationen.

Aber da es ja "die richtige Botschaft" ist, und ich einem nahezu unbekannten Künstler gerne ein wenig auf die Sprünge helfe, hab ich's trotzdem gepostet. Und Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden :-)


Preis:13,95€  www.skydog-collection.de

Kommentare:

  1. Hm... ich muss ehrlich sein - dieser Zeichenstil ist einfach nicht mein Ding.
    Es gibt tolle, kritische Comics, die mit phantasievollem, "abstraktem" Zeichenstil glänzen und dennoch die Ernsthaftigkeit der Thematik zu vemritteln wissen.
    Das hier wäre eine Geschichte, die, rein optisch, einfach an mir vorbeiziehen würde...

    Den Teil der Geschichte, den ich bisher lesen konnte, finde ich auch etwas "unspektakulär". Ja, Tiere essen ist Mord und ja es ist nicht gut... schon ist der Protagonist überzeugt.

    Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich Kommunikationsdesign - Schwerpunkt Comic studiere und es ist manchmal wirklich verdammt schwierig sowas gut zu verpacken. Wenn man es zu kompliziert macht, kann es sein, dass die Leser keine Lust mehr haben weiterzuschauen, weil sie es nicht verstehen. Wenn man es zu einfach macht, kann es sein, dass der Comic zu platt wirkt und die Leser deshalb gelangweilt sind.
    Da einen Mittelweg zu finden ist oft einfach ziemlich schwer!

    Deshalb finde ich es gut, dass sowas angesprochen wird. Ich versuche selbst gerade eine Reihe zu zeichnen und zu veröffentlichen, darüber wie ich vegan wurde.
    (Da ich aber noch studiere, poste ich alles immer brühwarm in meinem Blog, der Teil mit dem "davon leben können" kommt hoffentlich noch :D)

    Also, danke für den Link! :)

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    1. auf deinen vegan-comics-blog bin ich auch schon gestoßen, ich wollte ihn eigentlich auch in meiner letzten vegan-blogliste vorstellen, aber ich dachte, ich warte noch ein wenig, bis du ein paar mehr comics gezeichnet hast. oft fangen leute ja blogs an und hören dann schnell wieder auf.
      wobei ich bei deinen comics auch finde, dass sie sehr direkte botschaften vermitteln; was aber in deinem fall vollkommen okay ist, da es ja einfach eine beschreibung von erlebnissen aus dem alltag ist. mach da auf jeden fall weiter!!

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    2. Im Gegensatz zu Linda finde ich die Zeichnungen wirklich gelungen und genau so, wie ich sie in einem Comicheft vorfinden möchte. Der Inhalt dagegen überzeugt mich aud dem gleichen Grund nicht. Wenn es so einfach wäre, Fleischesser zu überzeugen, gäbe es schon längst nur noch Vegetarier.

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    3. Ui, Mausflaus. Das freut mich zu hören. :)

      Ja, ich versuche einfach Erlebnisse aus meinem Alltag zu schildern. Es sind quasi wahre Begebenheiten, bloß etwas "überspitzt" dargestellt.

      Frau Schäfchen, deswegen finde ich es so toll, dass es so viele unterschiedliche Comicstile gibt... Irgendwo findet man sich auf jeden Fall wieder. :)

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  2. "Moralischer, politischer Comic"

    Nunja, wenn neuerdings jedes philosphisch-esoterische Weltbild, also ich bevotzuge da aber lieber den Begriff Ideologie für, "Politik" macht, dann sicher.
    Das ist dann allerdings Politik wie sie "Ali, Allahs lieber Märtyrer" oder Georg der Kreuzritter macht. Richtig ist was richtig ist, meine Wahrheit ist die Wahreste... Jaja, totally new. Versteht's mi' net falsch Kinners, ich leb' selber vegan, weil ich kein Bock mehr auf Antibiotika Fleisch und Käse hatte und was für meine Ökobilanz tun will, falls doch noch 'ne Co2-Steuer kommt, ich schätze den freiwilligen Verzicht um (Tierleid) zu vermeiden, aus ethischer Überzeugung auch sehr, aber sich anzusehen wie in nahezu allen veganen Blogs und Foren Vereinnahmung durch Marxisten oder sogar Neo-Nsler stattfindet und wie bei Vagedes und A.Stößer Orthodoxie und Dogmatismus Idealismus verdängen, da krieg ich des kotzen... Alles schon mal gesehen in 'zig Kirchen und Sekten, im guten Glauben, gurt gemeint, ist eben nicht gut gemacht... : (

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  3. Liebe Mausflaus,
    der Künstler (keine Künstlerin!) ist gar nicht so unbekannt wie Du annimmst - im Gegenteil. :D
    Ich habe auch schon einmal über die Graphic Novel geschrieben. Schau mal: http://www.deutschlandistvegan.de/es-darf-nicht-wahr-sein-eine-graphic-novel-von-yves-ker-ambrun-yka-mit-verlosung/

    Kunst ist allerdings ansichtssache, klar! (:
    Beste Grüße, Lena

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  4. in der "szene" vielleicht bekannt, aber unter normalen leuten wohl doch eher unbekannt. von den kommentatoren kannte es jedenfalls niemand ;-)

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