Freitag, 23. März 2012

lange kein Vegan-Experiment mehr gesichtet

Ich hatte Sehnsucht, mal wieder von einem Vegan-Experiment zu lesen, und habe ein aktuelles ergoogeln können. Und zwar das "Experiment Vegan" auf "helle Seiten".

Die Einleitung ist schonmal super:
Der Mensch ist von Natur aus ein Fleischfresser. 
Man merkt: Da hat jemand richtig Ahnung. Auf Wikipedia steht zwar, wir seien Allesfresser, aber Wiki ist ja immer dann unseriös (weil da ja jeder schreiben darf), wenn da was anderes steht als man selbst behauptet. Und Johannes muss es wissen, denn
Ich bin ebenfalls ein Fleischfresser, wenn nicht sogar DER Fleischfresser. Big Mac, Gulasch, Salami-Pizza und Döner sind meine täglichen Begleiter. Ohne Fleisch werde ich zickig. Ergänzt wird mein Nahrungsmittelprogramm meistens mit weiteren tierischen Erzeugnissen aus Milch oder Eiern.
Also ein richtiger Ernährungsexperte. Nach geschätzten 5000 Dönern kam dann die Erhellung, dass Fleisch ja totes Tier ist und das irgendwie doof ist. Also hat Johannes "den veganen Selbstversuch gewagt und eine Woche lang vegan gegessen". Anders als die bisherigen Vegan-Experimentler listet er erstmal auf, was er in der Woche vor dem Experiment gegessen hat, was ich sehr aufschlussreich finde. Die Aufzählung liest sich wie die Verbotsliste eines Diätplans:
ein Toastbrot (zb. mit Nutella, Salami oder Kräuterbutter), eine Packung Mon Cherié, eine vegetarische(!) Pizza, eine Salami-Pizza, eine Spinat-Pizza, ein Döner, Nudeln mit Tomatensoße, zwei Big Macs, einmal Chop Suey, ein Käse-Schinken-Nudelauflauf, Kleinigkeiten wie Bifi, Carazza, Corny oder Twix, Kassler, fünf Muffins, knapp ein Kasten Bier, ein Rinderfilet, Kartoffeln und eine Käsesuppe.

Man fragt sich unweigerlich, ob die vegetarische(!) Pizza ein Fehlgriff im Supermarkt war, von der gesundheitsbewussten Freundin aufgetischt oder gerade im Sonderangebot war.
In der veganen Woche ist davon bis auf Bier, Nudeln und Mon Cherie alles gestrichen. Also geht der erste Tag mit einem Apfel los, danach bringt die Freundin Sojapudding mit, der sogar gut schmeckt, sodass wenigstens das Frühstück gerettet ist. Vielleicht hätte er sich mehr von seiner Freundin beraten lassen sollen.
Abends gibt's Couscous, was als wohlschmeckend, aber nicht sattmachend empfunden wird. Kein Wunder eigentlich, wenn man fettiges Fertigzeug gewohnt ist.
Tag 2 folgt dann endlich der zwingend nötige Tofu-Test Wie wir alle wissen, ist ein Veganer ohne Tofu wie ein Fisch ohne Wasser.
Tofu ist eine Mischung aus Schuhsohle und Kaugummi. Nachdem ich den/das/die Tofu eine gefühlte Stunde angebraten habe, ist es nicht mehr ganz so gummiartig und schmeckt ganz gut.
Hm, "ganz gut"? Vielleicht waren in der Pfanne noch Steakreste. Anders ist das nicht erklärbar. 
An Tag 3 die Verzweiflung im Supermarkt: Es gibt ja gar keine Vegan-Abteilung! Wahrscheinlich war er nicht bei Aldi, denn da gibts doch mittlerweile ne Kiste "Veggie Sortiment" (mit genau 3 Produkten: Bratlingen, Naturtofu, und Aufschnitt).
An Tag 4 zieht es ihn zu McD (Junkfood-Entzug), mit dem Erkenntnisgewinn, dass Pommes nicht aus Fleisch sind, und angeblich sogar noch nicht mal was milchiges enthalten. Der Tag wird dann noch mit Bier und Jacky gerettet.
Am fünften Tag gibts Gemüse-Lasagne, von der er sich vorstellen könnte, sie sogar freiwillig zu essen (und das obwohl Gemüse drin ist, dieses Teufelszeug). An Tag 6 und 7 gibts mal ganz abwechslungsreich Sojapudding und Gemüse. Wenn seine Freundin nicht den Sojapudding vorbeigebracht hätte, hätte er sich wohl nur von Gemüse ernährt (und Pommes und Bier). Die Aufstriche bei DM waren ihm nämlich nicht gut genug:
Am letzten Tag habe ich zwar noch die vegane Abteilung bei DM entdeckt, wo es aber auch nur Matschepampen in verschiedenen Geschmacksrichtungen gibt. Die erinnern eher an wiedergekäuten Baby-Brei und sind daher nicht unbedingt mein Fall und können mich nicht dazu bewegen vielleicht dauerhaft vegan zu essen. 
Er hat sie wahrscheinlich alle ausprobiert, um ein sicheres Urteil über das gesamte Aufstrich-Sortiment bei DM abzugeben. Wie viele gibt es davon noch mal? Die Alnatura-Pasteten dürften so um die 8 Stück sein, daszu noch ca. 5 Stück in Gläsern. Zwei Sorten Schokocreme, außerdem Erdnussbutter und Marmeladen. Das war dann wohl ne regelrechte Aufstrich-Verkostung.

Und nun das glorreiche Fazit:
Alles in allem kann ich sagen, dass es am Anfang sicherlich nicht leicht war, unmöglich ist es jedoch nicht vegan zu leben. Ich werde nach diesem Experiment sicherlich anders und bewusster essen, als vorher. Mir sind Döner und Pizza jedoch wichtiger als das gute Gewissen und daher werde ich auch weiterhin nicht vegan leben.
Was ist schon ein gutes Gewissen gegen Döner und Pizza? Ich würd ihm ja gerne sagen, dass es auch veganen Döner und vegane Pizza gibt, aber die Kommentarfunktion ist deaktiviert. 
Zum Schluss noch der Hinweis
Dieses Experiment habe ich im Rahmen eines Hochschul-Projekts durchgeführt.
Ok, bei Hausaufgaben war ich auch nicht immer so enthusiastisch bei der Sache. Allerdings habe ich den Nonsens, den ich produziert habe, nicht im Internet veröffentlicht. Und was das mit dem "Studiengang Medienmanagement der Hochschule der populären Künste" zu tun hat, hab ich auch nicht ganz verstanden. Ist Vegan leben eine Kunst? Eigentlich nicht, wenn man sich informiert.

"36 Personen gefällt das". Mir nicht.

Kommentare:

  1. Nicht nur das er sonst Fleisch frisst. Der ist überhaupt ein ideales Konsumopfer und eine wandelnde Mülltonne. Das macht der keine 15 Jahre so,.. dann kratzt der ab oder der muss Veganer wenn nicht sogar Rohköstler werden :DD

    Tja, die Strafe folgt auf dem Fuss,.. früher oder später halt *g*

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  2. Es ist eine private Hochschule, an der der junge Mann studiert. Was hast du erwartet?
    Nein, ich habe keine Vorurteile, aber ich denke, wenn man nicht ganz dumm ist, nimmt einen auch eine staatliche/kirchliche Hochschule an. Außer man ist etwas besseres und Mami oder Papi haben zu viel Geld. ;)

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    1. das würde ich nicht unbedingt sagen - an den staatlichen unis herrschen echt katastrophale bedingungen; überfüllte hörsäale, bib schlecht ausgestattet, usw, da kann ich schon verstehen, dass man auf ne privatuni geht, wenn man es sich leisten kann. man will schließlich nicht umsonst studieren.

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    2. Also das mit den überfüllten Hörsäalen kann ich bestätigen. Besonders in den Studiengängen, wo viele Studis zusammenkommen habe ich schon oft auf dem Boden gesessen oder bin dann gegangen, weil ich keine 90 Min. stehen wollte. Außerdem kommen immer mehr Studenten auf die wenigen Lehrenden, was dann dazu führt, dass man teilweise Abgabefristen nicht einhalten kann, weil die Profs. teilweise 300 Hausarbeiten gleichzeitig zu korrigieren haben. Meistens ist man auch nur eine Nummer, nur persönlicher Kontakt. Ich habe noch Glück, aber gerade bei Medizin, Jura, BWL...eben die "Großen" isses besonders schlimm.

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    3. ich hab auch schon viele vorlesungen/tutorien aufm boden hinter mir. in der bibliothek habe ich zu stoßzeiten teilweise auch schon keinen platz gefunden und mich dann auf den boden verzogen. zum lesen ist es ja okay, sich in ner ruhigen regalecke auf den boden zu legen bzw. sich an der wand lehnend zu setzen, aber wenn man beim lesen markiert oder was schreibt ist das echt dumm.
      und die korrekturen von klausuren bzw. arbeiten sind auch teilweise ne absolute frechheit, die kommen oft extrem spät (ich hab schonmal ein halbes (!!!) jahr auf die rückgabe von ner seminararbeit gewartet für einen schein, den ich dringend brauchte), und dann kriegt man noch nicht mal ne richtige begründung wieso die note so schlecht war.
      also ich kanns schon verstehen, wenn man sowas vermeiden will und dann auf die privatuni geht.

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    4. Ich warte schon zwei Jahre auf zwei Hausarbeiten, weil die gute Frau kurz vor der Rente noch 500 Studenten betreuen musste. :-(

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  3. danke für diesen bericht, das brachte mich zum schmunzeln. leider lehrt einen die vegane lebensweise auch erst mit der zeit etwas zu den grundsätzen einer ausgewogenen ernährung; da reicht eine woche dann wirklich nicht. :) die döner werden ihr gutes tun... vielleicht danken es letztlich verstopfte adern.

    hazel, du hast "keine vorurteile, aber"... da bin ich offenbar auch etwas besseres. jetzt weiß ich es, ging ich doch bisher nicht davon aus.

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  4. Wieder ein schöner Artikel von dir! Ich würde denen dort noch vorschlagen die Seite von Helle-Seiten-Blog in Dunkle-Seiten-Blog umzubenennen, zumindest so lange bis mal eine Erleuchtung gekommen ist ;-) Wer Peta als "so etwas wie die Regierung der Veganer" bezeichnet hat sich nicht lange mit dem Thema beschäftigt.

    In der aktuellen Men's Health könnt ihr ab S. 106 noch einen Veggie-Selbsversuch finden. Der letzte Absatz beginnt mit dem fetten Satz: "Wäre ich konsequent, müsste ich mich vegan ernähren." Danach folgen jede Menge Ausreden, aber trotzdem ist der Artikel insgesamt nicht schlecht. Ihr müsst das ja nicht kaufen, das kann man auch mal schnell am Bahnhof durchblättern ;-)

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    1. MENS HEALTH!!! *omg* ich werd spaßeshalber mal im laden den artikel überfliegen, aber ich bin mir jetzt schon sicher, dass der artikel totaoler schrott ist (wie alles in der MH...). ich hab die ja früher auch gern gelesen (es gibt sonst kaum fitnesszeitschriften), aber die MH ist eigentlich ziemlicher schund, ungefähr sowas wie die instyle, nur auf männer zugeschnitten. allein die vorstellungen was männer tun sollen um männlich zu sein, wie frauen dargestellt werden usw...

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    2. Mach mal, der Artikel ist gar nicht so übel. Der Redakteur "quält" sich immerhin 8 Wochen und kommt zu erstaunlichen Erkenntnissen. Z.B. Nach 8 Wochen hat sich in meinem Körper nichts verändert, aber in meinem Kopf. So etwas habe ich in allen anderen Veggie Experimenten immer vermisst.

      Und vermiese uns Männern bitte nicht so unsere "Bravo" ;-)

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  5. Der war ja echt motiviert bei der Sache!
    Auch gut, dass er alles als "Pampe", "Schuhsohle", "Scheiß" und "Matschepampe" bezeichnet.
    Echt ein seriöses, absolut UNVOREINGENOMMENES Experiment!
    Also wenn so unsere Wissenschaftler von Morgen aussehen, mache ich mir Sorgen -_-

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  6. Wenn man das wieder liest... -.-'

    Ach, zur Info:
    Bei unserem Aldi, gibt es nicht nur Tofu und Aufschnitt.
    Neu dazu gekommen ist vegane Bolognese, vegane 'Toscana'-Bällchen,
    Tofu-'Würstchen', Burger-Bratlinge, 'Schnitzel' und veganes Gulasch. :)
    Ich habe mich noch nicht genau darüber informiert, aber meine erste Begegnung war ganz gut. Außerdem finde ich es mega positiv, dass sich Aldi sein Sortiment in diese Richtung erweitert.
    Die Preise sind fast unschlagbar. Ich glaube 1,90€ pro Packung.
    Ich suche noch den großen Fehler...
    Hat jemand schon brauchbare Kritiken auf einem Blog gelesen?!

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    1. das war auch nur das was mir als erstes eingefallen ist ;-) ich glaub der "Haken" ist wie immer, das aldi halt ein discounter ist, es macht keinen spaß da einzukaufen und die unternehmenspolitik ist fragwürdig

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    2. Ja, das ist natürlich der offensichtliche Manko!
      Aber wenn ich Aldi mit anderen Discountern vergleiche, scheidet er immer besser ab.
      Auch was ich so alles gelesen habe spricht eher für Aldi, wie für Lidl, Norma oder Penny.
      Von dem 'Übel' versuche ich immer das kleinste zu wählen... :)

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    3. Anna, der große Fehler bei Aldi & Co. einzukaufen ist, dass jeder Konsument dadurch immer mehr Betriebe in die Pleite (Preisdumping) stürzt und die Ausbeutung unterstützt. Das ist jetzt kein Vorwurf mit einem erhobenen Zeigefinger, sondern nur eine Antwort auf die Bemerkung, dass Du den großen Fehler suchst.

      Viele Grüße
      Peter

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    4. Nur um das klar zu stellen.
      Dieser 'Fehler' ist mir ganz sicher bewusst.
      Nur weiß ich nicht wie ich mich sonst mit meinen 50-70€ für Lebensmittel ernährem sollte...
      Das ist immer 'die' Ausrede, aber es ist die Wahrheit.
      Leider ...

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    5. es macht dir ja auch niemand einen vorwurf daraus, man sollte sich nur im klaren darüber sein, was man tut. ich hab auch keine lust, 10€ für ne packung kaffee zu bezahlen, und kauf den bei aldi zum mini-preis.

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  7. Faszinierend, dass sich die Menschen immer Sorgen um den Nährstoffbedarf von Veganern machen, wenn es Leute gibt die sich SO ernähren wie der Kerl vor (und wohl leider auch nach) seinem Experiment oO

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  8. Sehr, sehr lustiger Artikel!

    Ein absolut ahnungsloser Mensch, der überhaupt keinen Plan hat, wie man das eigentlich macht. Einfach mal 'nen Vegan Buddy engagieren. Das hätte einiges geholfen!

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  9. Oh Mann, sein sogenannter "Speiseplan" klingt echt sehr sehr nahrhaft und ausgewogen *schmunzel* Aber wenn ich so darüber nachdenke, essen wohl die meisten Menschen so unbedacht, besonders männliche Studenten. Ich kenne jemanden, der isst jeden Tag zwei Döner und das seit ca. 4 Jahren und er meint, ohne ginge nichts mehr. Tja...sein "Plan" scheint also nicht ganz aus der Luft gegriffen.

    "Lustig" und bezeichnend finde ich immer wieder, dass solche Experimente gestartet werden ohne dass sich vorher über die Motive von Veganern belesen wird, ohne dass man auf Infosuche geht etc. Natürlich mit dem Vorsatz, naja...in einer Woche esse ich eh wieder normal weiter. Ich frage mich was das bringen soll.
    Eine Kommilitonin von mir lebt z.Z. "vegetarisch" (isst aber Fisch en masse) wegen der Fastenzeit. Sie freut sich schon wie ein kleines Kind auf ihr Fleisch danach. Sorry, aber sowas macht mich latent aggressiv.

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    1. Das könnte von mir sein. -.-' Eigentlich traurig.
      Bei mir in der Klasse ist auch eine, die wegen der Fastenzeit auf Fleisch verzichtet.
      Jetzt hält sie sich für mega konsequent, weil sie ja 'nur' noch Fisch konsumiert.
      Das sei ja kein Fleisch. Bla. Agressionen.
      Immer wenn wir Mittagpause haben hält sie sich ein fettes Brötchen bei der Nordsee...
      Und da sie kein Käse mag und diese 'wiederlichen Gemüsepampen Aufstriche echt wiederlich' findet, 'kann sie gar nichts mehr aufs Brot machen'.
      Die Arme.
      Ich freue mich ja, dass sie auf Fleisch verzichtet. 4 Wochen sind besser als nichts. Aber sie hat schon angekündigt, dass sie an Ostern dann gleich ein Osterlamm essen wird und endlcih wieder ihren geliebten Döner zurück hat.

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    2. Und so eine Einstellung kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Entweder man macht es ganz oder gar nicht. Ich habe zwar auch mit einem Experiment begonnen, aber bin es ganz anders angegangen. Ich habe mich belesen, informiert, mich mit Vegetariern und Veganern ausgetauscht und habe mir Tipps geholt. Dann kam der Punkt, an dem es kein Zurück mehr gab, es hat sozusagen ein Lerneffekt eingesetzt.
      Wenn man aber von Anfang an so rangeht, dass man jetzt mal ein paar Wochen Verzicht übt und danach wieder voll loslegt, hat das Ganze eher einen "Diäteffekt" mit Jojo. Da wird sich vegetarisch ernährt, nur um sich zu beweisen auf etwas Geliebtes eine begrenzte Zeit verzichten zu können. Wow da hat man sich aber ganz schön was bewiesen und zur Belohnung gibts dann die doppelte und dreifache Portion. Effekt gleich Null.

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    3. ich glaube nicht, dass "besonders männliche studenten" machen, ich glaube, dass so eine schlechte ernährung generell sehr verbreitet ist, und studenten sogar eher noch selbst kochen als bauarbeiter, handwerker etc. jedenfalls sehe ich bei McD nicht nur Studenten ;-)

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    4. Stimmt auch wieder. Ich sehe da vor allem immer öfter Mütter mit mehreren Kleinkindern. Gut für mich als Kind war McDoof ein Highlight, was es 1x im Jahr zum Geb. gab. Aber der Trend seine Kinder schon früh mit Chicken McNuggets vollzustopfen nimmt stetig zu. Auch in meinem Bekanntenkreis. Traurig. :-(
      Viele Studis die ich kenne haben keine eigene Küche, also wird eben Fast Food (Belegte Brötchen, Döner, Mäckes) gegessen. Ich habe genau zwei Freundinnen, die regelmäßig selbst und frisch kochen, allen anderen ist es "tofu", was sie essen, hauptsache satt.

      Übrigens noch eine "Schlappe" im Freundeskreis. Meine eine vegetarisch lebende Freundin (also nicht die, die inwzischen auch fast vegan lebt) bezeichnet sich seit neustem als Teilzeit Vegetarier und isst hier und da mal Steak. :-(

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    5. kommt wahrscheinlich auch drauf an, wann man da ist und wo die filiale ist; am WE sinds sicher eher familien, morgens und abends die berufstätigen, die sich ihr frühstück/abendessen für den weg mitnehmen, nachmittags die schüler und die studenten halt zu jeder zeit ^^

      von der sache mit dem "teilzeit-vegetarier" bzw. "flexitarier" bin ich auch nicht wirklich begeistert, und gerade bei deiner freundin könnte ich mir vorstellen, dass ein beweggrund, wieder fleisch zu essen, dieses coole neue modewort war, was den fleischkonsum besser rechtfertigt. man ist immer noch kein schnöder fleischfresser, sondern immer noch was besonderes.

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    6. Naja unser zentrales McDoof ist direkt neben der Uni, also nur eine Querstraße entfernt. Dort gehen halt viele Studis essen, aber da sehr zentral, eben auch viele Familien.
      Mich nervt es nur gerade, dass der Nachbarsjunge hier von seinen Eltern mit so viel Mist vollgestopft wird, seit er kauen kann...es ist echt unglaublich...Nuggets, Chips, süße Getränke...arggg...wie sollen die Kleinen denn Gemüse, Obst etc. kennenlernen und mögen, wenn sie zu Hause nur Fertigfraß bekommen. Das Schlimme daran ist ja, dass sich Kinder nicht dagegen aussprechen können, wenn sie noch so klein sind.

      Ja diese Flexitarier-Bewegung ist auch neu und ja so trendy. Sie isst zwar nur aller 2-3 Monate mal ein Bio Steak, ansonsten vegetarisch...aber irgendwie hätte ich sie einfach anders eingeschätzt, weil sie sich auch immer selbst als Vegetarierin bezeichnet. Und da isst sie ausgerechnet Rindersteak..schlimmeres kann man dem Klima dann aber auch nicht antun..mich ärgert sowas immer, wenn ich Menschen eigentlich für klug und reflektiert halte und ich dann sowas erfahre.

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  10. Oh Mann... solche Leute liebe ich ja!.. *augenroll*

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  11. Mir ist tatsächlich ein Bisschen schlecht geworden, als ich gelesen habe, was der in der Woche vorher gegessen hat.
    Ja, das Experiment war ein ziemlicher Fail, es gab aber schon schlimmere, finde ich.

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  12. Ich vermute, dieser Kerl muss sich deutlich weniger für seinen "Lebensstil" rechtfertigen als ich. Folglich muss seiner der richtige sein ;)

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  13. Hey ihr Scherzkekse, oh man zieht mal euren Stock ausm Arsch. wer es noch nicht gemerkt hat: das ganze ist ein Scherz und nicht ernst gemeint.

    Und an einer privaten Hochschule bin ich sicherlich nicht, weil meine Eltern Geld scheißen (Bildungskredit juhu), sondern weil es genau diesen Studiengang mit diesen Schwerpunkten in Berlin nicht an einer staatlichen Uni/Hochschule gibt.

    So ich ess jetzt n Big Mac zum Frühstück ;)

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    1. lieber johannes,
      scherz und nicht ernst gemeint? da steht drunter "hochschulprojekt" - und die sind selten scherzhaft und nicht ernst gemeint. und ist ein scherz nicht irgendwie lustig? selbst wenn ich mich anstrenge, kann ich den witzfaktor noch nicht mal nachvollziehen.
      und was war nicht ernst gemeint? dass du es 1 woche vegan versucht?
      btw war mein blogpost nicht ganz ernst gemeint...

      ich habe ja weiter oben schon erklärt, dass es gute gründe gibt, auf eine privatuni zu gehen - hätte ich genug geld würde ich das wohl auch tun. du brauchst dich dafür nicht zu rechtfertigen.

      ich gehe bei jakobs kommentar noch ein bisschen darauf ein, was genau hier bei deinem projekt kritisiert wird. prinzipiell wird es JEDER hier begrüßen, wenn jmd auch nur versucht, tierprodukte zu reduzieren, aus welchem grund auch immer.

      deine bigmäc-reaktion ist ziemlich pubertär und albern. meinst du damit kannst du uns eins auswischen? das einzige was du damit tust, ist tierleid verursachen.

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    2. Gut, dann kennst du hiermit das erste nicht ernste Hochschulprojekt, lies dir gerne auch die anderen Beiträge durch.

      Mich wundert es ein bisschen, dass ihr gar nicht über mein Foto hergezogen seid? Wundert euch wahrscheinlich, dass ich bei der Ernährung noch so aussehe...oder moment: vielleicht ernähre ich mich gar nicht so und mache sogar Sport?

      Ihr habt meinem Tiermörder-Freundeskreis echt den Morgen versüßt. Es geht auch hauptsächlich um die Kommentare und nicht unbedingt um deinen Beitrag.

      Mein ehemaliger Mitbewohner ist übrigens Veganer und ich habe mich sehr wohl schon mit alldem beschäftigt, es ist einfach nichts für mich und das müsst ihr Veganer wohl oder übel akzeptieren.

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    3. ach, das auf dem titelbild bist du selbst? ich dachte, das wär halt irgendwer... sollen das vorher-nachher-bilder sein?

      wenn dein ex-mitbewohner veganer war, dann finde ich es erst recht doof, dass der versuch so in die hose gegangen ist; oder hat sich der typ auch nur von sojapudding, äpfeln, couscous und tofu ernährt? so ein bisschen was muss man doch mitkriegen wenn man zusammenwohnt

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    4. Ja das bin ich, die Bilder spielen einfach mit dem gängigen Klischee von Veganern. Auch nicht ernst gemeint, bevor es jetzt schon wieder losgeht :P

      Ich hab mich auch nicht nur von den Sachen ernährt, die du hier wiederholt nennst. Es stehen auch andere Sachen im Artikel, wie zb Gemüse-Auflauf oder Kartoffelsuppe. Eine Woche ist jetzt aber auch nicht so lang, sodass man sicherlich nicht alle veganen Gerichte probieren kann.

      Hab mir dein Blog mal durchgelesen und du scheinst ja auch kleine Veränderungen in Richtung von tierfreien Produkten gut zu finden: Ich esse und koche seitdem mit Soja-Margarine.

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  14. Hallo Freunde!
    Ich bin gerade in diesen Blog gestolpert und wollte Euch nur mitteilen, dass ich eine Menge Spaß hatte.

    Während ich den Artikel als gesunden Konter auf den Helle Seiten Blog verstanden habe, gings ja in den Kommentaren erst richtig los. Macht ihr euch bei jedem Menschen, der eure Lebensweise nicht teilt, die Mühe ihm Tod und Krankheit zu wünschen? Freunde, ich kann nicht verstehen warum Ihr euch so elitär verhaltet. Ist nicht Kommunikation und (nicht verurteilende)Aufklärung ein besseres Mittel zur Weltverbesserung als Arroganz und Bloßstellung?

    Ihr ahnt bestimmt schon, dass ich nicht vegan lebe. Habe ich es vor? Ich weiß es nicht. Mag sein, dass mich das in Euren Augen zu einem schlechteren und schwächerem Menschen macht. Aber wenn die einzige Reaktion auf Menschen wie mich (oder Johannes) ein wütendes Verurteilen der Lebensweise ist, bringt das keinen von uns weiter. Ganz im Gegenteil: Irgendwann ist man tatsächlich davon überzeugt, dass Veganer eine Bande von oberflächlichen und elitären Fanatikern ist. Muss ich mich mit den Ideologien solcher Menschen beschäftigen? Wohl kaum.
    Wären da nicht noch die paar Freunde die ich habe. Veganer, Vegaterier, Nichtraucher und Nichttrinker. Wir kommen komischerweise alle prima zurecht (gut - mag auch sein, dass sie sich in Kommentarfeldern wie diesem über mich auskotzen)und gesunde Diskussionen über das Thema kann man auch führen, ohne das jemand das Gefühl hat in die Ecke gestellt zu werden.

    Und jetzt kommt da jemand und versucht es. Ist das nicht schon was wert? Der Versuch? Das ist immerhin eine vielfach größere Annäherung ans Thema Vegan als der Großteil es tun würde. Hat er es ernst genommen, wer weiß? Aber er hat sich mit dem Thema befasst - Mit der Problematik und der Herausforderung.

    Wahrscheinlich bin ich hier aber tatsächlich an der falschen Stelle um zu sagen: Jeder Schritt in die richtige Richtung ist ein guter. Denn so wie sich hier das Meiste liest ist es "ganz oder gar nicht". Ob das Eurer Sache zuträglich ist? Wohl kaum.

    Klar, alle außer Euch sind Schwächlinge, Konsumopfer, widerwärtig und
    blinde Mörder. Nur Ihr habt verstanden, wie die Welt zu laufen hat.

    Mensch, Ihr seid bestimmt Partyknaller.

    Nochmal: Ich teile Eure Lebensweise nicht. Aber ich respektiere sie außerordentlich. Zieh ich meine Veganer-Freunde auf? Jap. Tun sie das selbe mit mir? Aber sowas von. Schlagen wir uns die Köfe ein? Nicht wegen diesem Thema. Und so sollte es sein.

    So. Ich freue mich auf den Shitstorm.

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    1. hallo jakob,
      süß dass dein freund dich als verstärkung heranholen muss.
      du hast hier einiges nicht richtig verstanden. vorab möchte ich klarstellen, dass hier NIEMAND johannes "tod und krankheit" gewünscht hat. hätte das jemand getan, hätte ich sofort contra gegeben - sowas kann ich nämlich auch absolut nicht ausstehen. ich habe mir jetzt extra nochmal alles durchgelesen ob mir was durch die lappen gegangen ist; aber in den kommentaren wird lediglich - und völlig zu recht - darauf hingewiesen dass so eine ernährung ungesund ist, umd wahrscheinlich auch schäden verursacht. dass da ein bisschen schadenfreude dabei ist, kann ich keinem verdenken.
      auch elitäres verhalten kann ich nicht entdecken - wir haben alle mal vegan angefangen, und unsere fehler gemacht, wir wissen wie ätzend das zutatenlisten-studieren gerade am anfang ist. kritisiert wird lediglich das diletantische vorgehen, an dem man merkt, dass ihm die sache nicht wichtig ist. so nach dem motto "eigentlich hab ich keinen bock und es ist sowieso doof". wir als veganer ärgern uns dann halt darüber, dass dann das fazit rauskommt "vegan ist kompliziert, schmeckt nicht und man hat ständig hunger", nur weil der tester keinen bock hatte.
      hätte er es ernst genommen, hätte ich anders über das experiment geschrieben. aber an seinen beschreibungen sieht man deutlich, dass er sich eben keine mühe gegeben hat. da hätte man ja mal vorher recherchieren können, was es im supermarkt an veganen produkten gibt (es gibt genügend datenbanken, zb rezeptefuchs.de) anstatt reinzumarschieren und sich zu wundern dass es gar keine abteilung gibt, wo fett "vegan" drübersteht. oder die freundin fragen was sie außer sojapudding sonst noch an veganen sachen kennt. oder sich aus dem internet vegane rezepte raussuchen, anstatt lieblos couscous zu kochen. oder mal "vegan frühstück" zu googlen, dann hätte er nämlich nicht bei apfel/sojapudding darben müssen, sondern gesehen, dass müsli mit sojamilch, sojajoghurt, viele brot- und brötchensorten, toastbrot, marmelade, diverse schokocremes usw. vegan sind.

      es überhaupt zu versuchen, ist natürlich gut und ehrenwert, aber wenn der versuch schlecht ist, dann fänd ich es alberne kuschelpädagogik, dafür höchstes lob auszusprechen.

      und nein, wir (und ich denke ich kann für alle sprechen) sehen andere nicht als schwächlinge, konsumopfer (naja, konsumopfer sind wir alle), widerwärtig und blinde (ok, blind ist er bzw. du auch) mörder. ich halte euch beide allerdings für recht oberflächlich und bequeem. hast du/ihr euch mal mit den beweggründen des veganismus auseinandergesetzt? weißt du, was die massentierhaltung für eine tierquälerei ist? und weißt du, wie viel tierleid es verursacht, wenn man täglich fleisch isst? damit sollte sich jeder mensch befassen. in der hinsicht, was tierprodukte konsum anrichtet, haben veganer in der tat verstanden, wie die welt läuft. ich glaube du noch nicht; ich glaube nämlich nicht, dass du dann noch so herzhaft ins steak beißen könntest.

      ich schlage übrigens niemandem den kopf ein, auch hier nicht. und auch keiner der anderen... kann es sein dass du gerade ein wenig überempfindlich bist? ;-)

      außerdem sind veganer zwangsläufig voll die mega-partyknaller; denn da es am büffet so wenig zu essen für sie gibt, fangen sie gleich an, leute vollzulabern, partyspielchen zu veranstalten und auf den tischen zu tanzen :-P

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    2. Es ist schön zu sehen, dass man ernst genommen wird. Nicht. Dabei hab ich mir tatsächlich Mühe gegeben, nicht wie ein kurzsichtiges Arschloch zu klingen.

      Ich wurde weder zur Verstärkung hier hergeholt und ich halte mich auch nicht für überempfindlich. Lustig, dass du Johannes als pubertär bezeichnest, aber im Gegenzug meinen Kommentar als süße Hilfe abtust. Wie ich es in meinen ersten Zeilen bereits gesagt habe: Ich habe deinen Artikel für einen gesunden Konter gehalten - Du brauchst dich also nicht zu rechtfertigen. Allet jut.

      Aber die ersten beiden Kommentare von "Die Umsteiger" und "die hazel" gingen dann schon in ne andere Richtung. Wie auch immer es gemeint ist, böse klingt es schon, wenn man jemandem 15 Jahre gibt bevor "die Strafe auf den Fuß" folgt. Hihi, Smiley.
      Zu hazel haben sich ja denn einige gemeldet, also auch wohl er nur ein Einzelfall.

      Es ist ja nicht so als könnte ich einige der Reaktionen nicht verstehen. Und klar, ist man hier unter sich und kann dann auch schon mal über die Leute aus seinem Freundeskreis ablästern.

      ". hast du/ihr euch mal mit den beweggründen des veganismus auseinandergesetzt? weißt du, was die massentierhaltung für eine tierquälerei ist? und weißt du, wie viel tierleid es verursacht, wenn man täglich fleisch isst?"

      Habe ich. Wie gesagt, sind einige meiner Freunde Vegetarier oder leben gänzlich vegan. Ich bin ein Mensch, der gerne diskutiert und viel Wert auf andere Meinung gebe. Ich würde mich tatsächlich als aufgeklärt bezeichnen. Ich bin einfach nur ein bequemes Stück Erste-Welt-Land. Und dazu stehe ich auch ganz offen. Nehmt es mir nicht übel, aber für mich gibt es Themen, die akut wichtiger für mich sind. Ich werde mich hier jetzt aber nicht vor wildfremden Leuten rechtfertigen und aufzählen was ich gutes tue.

      Zum Thema elitär. Lässt sich vllt nicht eins zu eins auf diesen Blog übertragen (mit der Ausnahme auf ein paar Seitenhiebe in Richtung Teilzeit-Vegetarier, etc.), aber das habe ich tatsächlich öfters mitbekommen. Meistens tatsächlich wenn es Veganer vs. Vegetarier war.

      Aber danke für deine, wenn auch teilweise süffisante, Antwort.

      Auf Facebook läuft grad übrigens eine ähnlich Diskussion zu diesem Blog. Ich bin so faul und kopiere einfach mal einen meiner Kommentare zum Abschluss:

      "Ich respektiere das außerordentlich. Aber ich hab einfach was dagegen wenn man von oben herab über die Lebensweise anderer Menschen urteilt. Darunter fällt nicht nur das Thema "Vegan/Fleisch" sondern so ziemlich jedes. Es ist halt deutlich einfacher Leute zu verachten und müde abzuwinken, statt sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Bestimmt sind manche Lebensformen gesünder und besser für Umwelt, Mitmenschen und Natur als andere, was aber keinen zu einem besseren Menschen als den nächsten Macht.
      Ich lauf ja auch nicht durch die Welt und sage: "Was? Du bist kein Organspender? Ich hoffe du liegst mal im Krankenhaus und kriegst KEIN Spenderorgan wenn du eins brauchst!" - "Was? Du hast nen Apple? Weißt du denn nicht wie die Arbeitsbedingungen in China sind? Naja, du hast eh bald Krebs vom Elektrosmog."

      Das ist das selbe wie mit Religionen oder Sexualität. Es soll in erster Linie bitte jeder so leben wie er es möchte."

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    3. ach ja; wo du doch so viele veganer kennst: kannst ihnen doch mal den text zukommen lassen, ich bin mir ziemlich sicher, dass der ein oder andere da auch sagen wird, dass man sich da vielleicht etwas mehr mühe geben hätte können, indem man sich informiert oder jmd fragt.

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    4. Habe ich nicht schon gesagt, dass das so ist?
      "Auf Facebook läuft grad übrigens eine ähnlich Diskussion zu diesem Blog" - Diskussion: Mindestens zwei Meinungen.

      Das läuft schon, keine Sorge.

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    5. hatte nicht aktualisiert, deswegen konnte ich deine antwort noch nicht lesen.

      nö, wie ein arschloch hörst du dich nicht an. es kommt mir nur so vor, als ob du das problem nicht so ganz verstehst: es ist eben NICHT so wie mit religion oder sexualität: bei letzteren schadet man niemandem, wenn man fleisch isst, handys kauft, keinen organspendeausweis hat, dann fördert man das leid anderer lebewesen. von daher finde ich es immer gut und richtig, kritik daran zu üben und alternativen aufzuzeigen. ich habe zb nen organspendeausweis und versuche auch andere dazu zu bewegen: http://vollvegan.blogspot.de/2010/06/tag-der-organspende.html
      bei fleisch zieht das bequemlichkeitsargument vllt. noch, aber nen organspendeausweis auszufüllen dauert keine 5min.
      der vergleich ist etwas drastisch, aber ich hoffe du verstehst ihn trotzdem richtig: es sagt auch niemand bei pädophilen "die stehn halt auf kleine kinder, lass sie doch, sie bezahlen schließlich dafür, dass sie sie anfassen dürfen". wenn anderen schaden zugefügt wird, muss man dagegen ankämpfen. natürlich in angemessener weise und mit den richtigen mitteln.

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    6. Auf den letzten Satz können wir uns absolut einigen ;)

      Und solange alles mit gegenseitigem Respekt läuft ist auch alles primi.

      Und es ist doch auch nur förderlich, dass man über solche Themen streitet, redet oder diskutiert. Sogar wenn man Witze macht oder etwas durch den (Soja-)Kakao zieht, hat es etwas gutes meiner Meinung nach. Schlimm wäre es nur, wenn es keinen interessieren würde.

      Also: Schöne Woche noch!

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  15. Sehr schön geschriebener Artikel. :-) Das mit der Toleranz ist ein interessantes Thema. Warum soll man lebensfeindliches Verhalten auch tolerieren? Aus Rücksicht auf Befindlichkeiten sensibler Fleischesser? Wer so etwas fordert, verlangt Gleichgültigkeit (was völlig anderes als Tolerenz).

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    1. Gut und prägnant geschrieben Christian :-)

      Auf etwas möchte ich jedoch noch hinweisen. Zwischen Toleranz und Akzeptanz besteht ein himmelweiter Unterschied. Ich kann etwas tolerieren d.h. etwas dulden, obwohl ich dabei nicht mitgehe. Zum Bsp. kann man Menschen in seinem Umfeld mit Toleranz gegenübertreten, obwohl man diese z.B. nicht besonders mag. Es ist eher ein Gewährenlassen.

      Wenn ich etwas/jemanden aber akzeptiere, dann erkenne ich diesen Menschen oder eine Bestimmte Einstellung an. Um etwas anerkennen zu können, muss ich ja schon mit demjenigen übereinstimmen. Ich muss mit dem, was ich akzeptiere, irgendwie einverstanden sein.

      Übertragen auf die Diskussion heißt das von meiner Seite, dass ich Fleischesser durchaus toleriere. Ich toleriere es, wenn mir jemand sagt ihm schmeckt Fleisch und er würde nie Vegetarier oder gar Veganer werden wollen. Trotzdem kann man vernünftig auf anderen Ebenen miteinander auskommen.

      Aber akzeptieren werde ich diese Einstellung zum Thema Ernährung nicht. Und das muss ich auch nicht. Man kann sich trotzdem miteinander verstehen, auch wenn man nicht in allen Bereichen einer Meinung ist.

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    2. Ja stimmt deine Ausführung trifft es genauer. Toleranz ist ja laut Wiki (und wie du auch sagst) gleichbedeutend mit Duldung. Etwas anderes bleibt einem ja auch nicht übrig, wenn man seine fleischessenden sozialen Kontakte nicht verlieren will. Und diese Toleranz erwartet man als Vegetarier schließlich auch von einem Veganer. :-)

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  16. Der Hammer wie du das geschrieben hast :) Ich hab mich echt weggeschmissen vor Lachen

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