Samstag, 31. März 2012

Starbucks Erdbeer Frappuccino nicht mehr vegan

Der rote Farbstoff, mit dem Erdbeer-Getränke gefärbt werden, enthält Karmin (aus Läusen).Ich bin mir nicht sicher, ob das nur Starbucks USA betrifft, aber ich könnt mir gut vorstellen, dass hier still und heimlich dasselbe passiert.

Der aktuelle "Skandal" hat seinen Ursprung in einer Entscheidung von Starbucks aus dem Jahre 2010, den Veganern mit der "Soy Strawberries & Crème" einen "However-You-Want-It"-Frappuccino anzubieten, der keine Kuh- sondern Sojamilch enthält und den auch jene mit gutem Gewissen trinken können sollten, die die Verwendung tierischer Produkte vollständig vermeiden. Doch am 14. März 2012 warnte die Internetseite thisdishisvegetarian.com, sie sei darüber informiert worden, dass das Produkt leider doch nicht vegan sei - es enthalte Karmin. Starbucks erklärte die Umstellung auf den Farbstoff, die Anfang dieses Jahres stattgefunden hat, sei dem Ziel geschuldet, "künstliche Zutaten in unseren Produkten zu minimieren", wie Unternehmenssprecherin Lisa Passe USA Today erklärte. Ein Vorsatz, den viele Verbraucher eigentlich begrüßen dürften.  

Petition gegen Kaffee

Die Veganer allerdings fühlen sich betrogen, es gibt bereits eine Petition "Starbucks: Stop using bugs to color your strawberry flavored drink". 

Quelle: Süddeutsche

Freitag, 30. März 2012

Thomas Cook' Eier-Gewinnspiel (auch wenn Eier doof sind)

Ostereier sind albern, kitschig und überflüssig, aber wenn man mit einem virtuellen Osterei was gewinnen kann, dann bin ich dabei (Falls mir jmd anders Geld geben möchte, damit ich ein Ei (oder sonst irgendeinen sinnlosen Gegenstand) verstecke, meldet euch :-P)

Beim Thomas Cook-Ostergewinnspiel muss man auf seinem Blog bzw. Facebook nur den Code einbinden, um das Ei zu "verstecken"Für alle, die bis zum 8. April mitgemacht haben, gibts einen 10€-Amazongutschein.

Osterferien mit Thomas Cook

Mittwoch, 28. März 2012

Arte-Videos "Dürfen wir Tiere essen" zum online gucken

Ich habe meinen TV-Tipp, den “Dürfen wir Tiere essen?” arte-Themenabend von gestern natürlich geguckt, und fand ihn ganz gut. Sehr seriös, viele Infos; sowohl Tierschutz, als auch Umweltprobleme, miese Arbeitsbedingungen, Klimawandel, Verbraucherverhalten, Genuss, Statistiken, Gesundheit uvm. kamen zur Sprache. Aber ich glaube am meisten haben die Bildaufnahmen bewirkt; Schweine in der Schlachtbucht und halb federlose verkrüppelte Hühner bleiben eher im Gedächtnis als die Zahl wie viel CO2 ein kg Fleisch verursacht.
Einige Äußerungen waren eher zum Gähnen; z.B. der Typ der meinte wir hätten uns nur so weit entwickelt, weil wir Fleisch gegessen hätten, und wenn wir darauf verzichten sei das ein Rückschritt.Die anschließende Gesprächsrunde war auch ziemlich mau.

Alle Filmbeiträge findet ihr hier auf arte.tv

Dienstag, 27. März 2012

ich bin jetzt auch ein Lushie :-)

Ich konnte mit Lush nie was anfangen; den Geruch der aus dem Laden strömt, ist süßlich-aufdringlich, die Sachen sind ziemlich teuer, und ich habe das ganze bisher für Parfümseife gehalten. Nachdem Saskia aber so begeistert von dem Lush Shampoo und Conditioner war, bin ich schnurstracks in den Laden marschiert und wollte genau das gleiche haben.
So sieht der Laden in Frankfurt aus:

 

Kurz nachdem ich das Shampoo-Regal entdeckt hatte, bin ich auch direkt angesprochen worden. Die Verkäuferin war echt nett, und auch kompetent. Eigentlich hatte ich ja schon nach Saskias "I love Juicy" gegriffen, und ich lasse mich eigentlich generell nicht gut belabern, aber das Mädel war so gut, dass ich schon fast die Flasche zurückstellen und mir ein festes Lavendel-Shampoo aufschwatzen lassen habe. Aber nur fast :-)
Das Mädel an der Kasse war ebenso schwatz- und beratungsfreudig, und hat mir neben der "Lush-Times", der hauseigenen Zeitung noch ein Pröbchen mit Trocken-Shampoo abgefüllt:

die Farbe ist naja, aber der Duft ist mmhhh!

Am nächsten Tag hab ich das Shampoo dann endlich ausprobiert. Dran geschnuppert hatte ich schon im Laden, aber unter der Dusche die volle Ladung fruchtig-tropischer Schaum war schon ein Erlebnis. Das Zeug hat auch gut geschäumt, und die Haare waren sauber, dafür aber auch schon bei waschen borstiger als sonst, sodass ich gleich noch ne Spülung drübergeschüttet hab. Trotzdem kamen mir die Haare nachher noch strohig vor, also nichts von wegen "Säfte aus Kiwi, Papaya, Ananas und Mango machen dein Haar wieder gründlich sauber und schmuddelfrei und gleichzeitig unheimlich weich.". Ich würde das ja in Kauf nehmen, wenn die Sauberkeit dann auch länger anhalten würde, das war aber - im Gegensatz zu Saskia - bei mir nicht der Fall. Ich habe "i love hate juicy" noch zwei Chancen gegeben, dann hab ich's in den Laden zurückgebracht.
Das ist nämlich absolut toll: Die Verkäuferin hat gesagt, dass ich es zurückbringen darf, wenn es mir nicht gefällt, auch wenn ich's schon benutzt habe! Welche Laden macht denn sowas?
Kassenbon und Flasche eingepackt und ab in den Laden. Die Verkäuferin wollte zwar wissen, was mir nicht gefällt, als ich ihr aber das mit der extremen Trockenheit geschildert habe, hat sie dann nur noch gefragt, was ich stattdessen haben möchte und es anstandslos (und ohne überhaupt auf den Kassenbon zu gucken) umgetauscht hat. Ich wollte dann doch das Lavendel-Shampoo, wozu mir die erste Verkäuferin geraten hatte.
ich habe keine dreckigen Fingernägel, die sind lackiert ;-)
Das tolle: die Flasche hatte 7,85€ gekostet, das feste Shampoo 8,25€, trotzdem musste ich nicht mehr bezahlen! Ich weiß nicht, ob die Verkäuferin das verpeilt hat, oder ob die da immer so locker drauf sind, aber wenn das öfter so ist, wär das ja n guter Spartipp *g*

"Jumping Juniper" hat mir dann auch deutlich besser gefallen. Es war zwar auch nicht gerade mild, sodass ich wieder das Bedürfnis hatte, ne Spülung dazu zu verwenden, aber die Haare waren auf jeden Fall nicht so strohig wie bei dem Flaschenshampoo.
Man reibt das Shampoostück einfach auf die nassen Haare und  verreibt dann den Schaum. Es schäumt mehr als normale Seife, sodass ich bei der ersten Anwendung viel zu viel Shampoo hatte.

nach dem ersten Benutzen - immer noch gut!
Ich kann es also durchaus empfehlen und würde es wahrscheinlich auch wieder kaufen, unter dem Vorbehalt, dass meine bisherigen Erfahrungen mit Seifenstücken, dass die nämlich mit der Zeit unansehnlich und dreckig werden, sich nicht bestätigen. Nach dem Waschen habe ich noch ein Foto von dem Shampoo gemacht; es wurde recht schnell wieder trocken, und war kaum matschig, sodass ich da guter Hoffnung bin :-)

Freitag, 23. März 2012

lange kein Vegan-Experiment mehr gesichtet

Ich hatte Sehnsucht, mal wieder von einem Vegan-Experiment zu lesen, und habe ein aktuelles ergoogeln können. Und zwar das "Experiment Vegan" auf "helle Seiten".

Die Einleitung ist schonmal super:
Der Mensch ist von Natur aus ein Fleischfresser. 
Man merkt: Da hat jemand richtig Ahnung. Auf Wikipedia steht zwar, wir seien Allesfresser, aber Wiki ist ja immer dann unseriös (weil da ja jeder schreiben darf), wenn da was anderes steht als man selbst behauptet. Und Johannes muss es wissen, denn
Ich bin ebenfalls ein Fleischfresser, wenn nicht sogar DER Fleischfresser. Big Mac, Gulasch, Salami-Pizza und Döner sind meine täglichen Begleiter. Ohne Fleisch werde ich zickig. Ergänzt wird mein Nahrungsmittelprogramm meistens mit weiteren tierischen Erzeugnissen aus Milch oder Eiern.
Also ein richtiger Ernährungsexperte. Nach geschätzten 5000 Dönern kam dann die Erhellung, dass Fleisch ja totes Tier ist und das irgendwie doof ist. Also hat Johannes "den veganen Selbstversuch gewagt und eine Woche lang vegan gegessen". Anders als die bisherigen Vegan-Experimentler listet er erstmal auf, was er in der Woche vor dem Experiment gegessen hat, was ich sehr aufschlussreich finde. Die Aufzählung liest sich wie die Verbotsliste eines Diätplans:
ein Toastbrot (zb. mit Nutella, Salami oder Kräuterbutter), eine Packung Mon Cherié, eine vegetarische(!) Pizza, eine Salami-Pizza, eine Spinat-Pizza, ein Döner, Nudeln mit Tomatensoße, zwei Big Macs, einmal Chop Suey, ein Käse-Schinken-Nudelauflauf, Kleinigkeiten wie Bifi, Carazza, Corny oder Twix, Kassler, fünf Muffins, knapp ein Kasten Bier, ein Rinderfilet, Kartoffeln und eine Käsesuppe.

Man fragt sich unweigerlich, ob die vegetarische(!) Pizza ein Fehlgriff im Supermarkt war, von der gesundheitsbewussten Freundin aufgetischt oder gerade im Sonderangebot war.
In der veganen Woche ist davon bis auf Bier, Nudeln und Mon Cherie alles gestrichen. Also geht der erste Tag mit einem Apfel los, danach bringt die Freundin Sojapudding mit, der sogar gut schmeckt, sodass wenigstens das Frühstück gerettet ist. Vielleicht hätte er sich mehr von seiner Freundin beraten lassen sollen.
Abends gibt's Couscous, was als wohlschmeckend, aber nicht sattmachend empfunden wird. Kein Wunder eigentlich, wenn man fettiges Fertigzeug gewohnt ist.
Tag 2 folgt dann endlich der zwingend nötige Tofu-Test Wie wir alle wissen, ist ein Veganer ohne Tofu wie ein Fisch ohne Wasser.
Tofu ist eine Mischung aus Schuhsohle und Kaugummi. Nachdem ich den/das/die Tofu eine gefühlte Stunde angebraten habe, ist es nicht mehr ganz so gummiartig und schmeckt ganz gut.
Hm, "ganz gut"? Vielleicht waren in der Pfanne noch Steakreste. Anders ist das nicht erklärbar. 
An Tag 3 die Verzweiflung im Supermarkt: Es gibt ja gar keine Vegan-Abteilung! Wahrscheinlich war er nicht bei Aldi, denn da gibts doch mittlerweile ne Kiste "Veggie Sortiment" (mit genau 3 Produkten: Bratlingen, Naturtofu, und Aufschnitt).
An Tag 4 zieht es ihn zu McD (Junkfood-Entzug), mit dem Erkenntnisgewinn, dass Pommes nicht aus Fleisch sind, und angeblich sogar noch nicht mal was milchiges enthalten. Der Tag wird dann noch mit Bier und Jacky gerettet.
Am fünften Tag gibts Gemüse-Lasagne, von der er sich vorstellen könnte, sie sogar freiwillig zu essen (und das obwohl Gemüse drin ist, dieses Teufelszeug). An Tag 6 und 7 gibts mal ganz abwechslungsreich Sojapudding und Gemüse. Wenn seine Freundin nicht den Sojapudding vorbeigebracht hätte, hätte er sich wohl nur von Gemüse ernährt (und Pommes und Bier). Die Aufstriche bei DM waren ihm nämlich nicht gut genug:
Am letzten Tag habe ich zwar noch die vegane Abteilung bei DM entdeckt, wo es aber auch nur Matschepampen in verschiedenen Geschmacksrichtungen gibt. Die erinnern eher an wiedergekäuten Baby-Brei und sind daher nicht unbedingt mein Fall und können mich nicht dazu bewegen vielleicht dauerhaft vegan zu essen. 
Er hat sie wahrscheinlich alle ausprobiert, um ein sicheres Urteil über das gesamte Aufstrich-Sortiment bei DM abzugeben. Wie viele gibt es davon noch mal? Die Alnatura-Pasteten dürften so um die 8 Stück sein, daszu noch ca. 5 Stück in Gläsern. Zwei Sorten Schokocreme, außerdem Erdnussbutter und Marmeladen. Das war dann wohl ne regelrechte Aufstrich-Verkostung.

Und nun das glorreiche Fazit:
Alles in allem kann ich sagen, dass es am Anfang sicherlich nicht leicht war, unmöglich ist es jedoch nicht vegan zu leben. Ich werde nach diesem Experiment sicherlich anders und bewusster essen, als vorher. Mir sind Döner und Pizza jedoch wichtiger als das gute Gewissen und daher werde ich auch weiterhin nicht vegan leben.
Was ist schon ein gutes Gewissen gegen Döner und Pizza? Ich würd ihm ja gerne sagen, dass es auch veganen Döner und vegane Pizza gibt, aber die Kommentarfunktion ist deaktiviert. 
Zum Schluss noch der Hinweis
Dieses Experiment habe ich im Rahmen eines Hochschul-Projekts durchgeführt.
Ok, bei Hausaufgaben war ich auch nicht immer so enthusiastisch bei der Sache. Allerdings habe ich den Nonsens, den ich produziert habe, nicht im Internet veröffentlicht. Und was das mit dem "Studiengang Medienmanagement der Hochschule der populären Künste" zu tun hat, hab ich auch nicht ganz verstanden. Ist Vegan leben eine Kunst? Eigentlich nicht, wenn man sich informiert.

"36 Personen gefällt das". Mir nicht.

Donnerstag, 22. März 2012

TV-Tipp: HEUTE, 22.März, 22Uhr, SWR Odysso: "Macht Massentierhaltung krank?"

Macht Massentierhaltung krank?
Sendung am Donnerstag, 22.3. | 22.00 Uhr | SWR Fernsehen


Die Gefahr kommt aus dem Massentier-Stall: Fleischerzeugende Betriebe verabreichen den Tieren Antibiotika und züchten damit ungewollt Bakterienstämme, die gegen fast alle gängigen Antibiotika resistent sind. Die Keime sind in der Luft oder in Abwässern in der Nähe von Mastbetrieben und sie sind auf dem Fleisch, das wir im Supermarkt kaufen. Durch sorglose Verarbeitung in der Küche, mangelnde Hygiene oder zu geringe Garzeiten beim Kochen landen die hochresistenten Bakterien schließlich auf unserer Haut oder im Darm, wo sie sich dauerhaft ansiedeln können.
 
Weitere Infos auf der Odysso-Seite

um's ein für alle mal klarzustellen



darf gerne kopiert und weiterverbreitet werden :-) erstellt mit addletters

Dienstag, 20. März 2012

ich auch

Ja, ich auch noch! Ich hatte eigentlich schon als ich meinen Blog begonnen habe, beschlossen, meine Essstörung nicht zu thematisieren. Nicht weil ich Angst hatte oder mich geschämt habe, schließlich schreibe ich anonym, sondern weil ich nicht wollte, dass irgendjemand denkt, Veganismus wäre eine Essstörung. Es gibt schon genug Vorurteile, und ein Veganer wird ja immer als Repräsentant für die ganze Veganerschaft gesehen; hat Allesesser X mal einen komischen Veganer kennengelernt, sind das gleich alles Spinner, hat er mal nen Tofu natur gekostet und eklig gefunden, sind gleich alle Sojaprodukte widerlich.

Ich habe mich jetzt doch entschlossen, offen zu meiner Essstörung zu stehen. Was heißt offen; ich bin ja trotzdem noch anonym. In meinem Leben wissen meine Familie und die meisten meiner Freunde davon. Ich schreibe hier ja nicht sooo viel persönliches, von daher habe ich nicht direkt das Gefühl, etwas vorgelogen zu haben, aber irgendwo habe ich doch etwas verschwiegen.
Nachdem sich aber so viele andere Bloggerinnen dazu bekannt haben, und es hauptsächlich positive Resonanz dazu gab, will ich jetzt auch damit raus. Ich fand es tröstlich, dass ich mit dem Problem nicht allein bin, gerade wenn ich die vielen leckeren Essensfotos der anderen sehe, fühle ich mich oft minderwertig, weil ich immer daran denke, dass ich es nie schaffen würde, einen ganzen Kuchen zu backen und ihn nicht gleich alleine aufzuessen. Das ist auch einer der Gründe, wieso es bei mir keine Rezepte und wenig Essens-Fotos gibt. Es ist selten vorzeigbar, da ich bei allem, was richtig lecker ist, Angst habe, zu viel zu essen.

Was heißt es bei mir konkret?
Ich bin bulimisch-magersüchtig, offiziell nennt sich das Krankheitsbild "atypische bulimia nervosa". Mein Ex-Therapeut meinte ca. 70% Bulimie, 30% Magersucht, das heißt ich bin sowas wie ne Magersüchtige, die s nicht so gut hinkriegt. Ein gestörtes Essverhalten hatte ich schon als Jugendliche, habe mich immer zu dick gefühlt, und versucht abzunehmen. Geklappt hat das erst als ich Anfang 20 war. Eine Beziehung ging zuende, ich musste aus der gemeinsamen Wohnung wieder zu meiner Mutter ziehen; gleichzeitig lief es im Studium schlecht und mir sind alle Kontakte aus der Schulzeit weggebrochen; mit der Familie hatte ich mich verkracht, und meine Mutter war entweder nie da oder wir haben uns gestritten.
Tja, und was macht Mausflaus, wenn sie Probleme hat? Sie denkt sich "Wenn ich erst dünn bin, wird alles besser" und macht ne Diät. Ich habe angefangen, Kalorien zu zählen, was auch gut geklappt hat. So habe ich mich innerhalb von ca. einem halben Jahr von 57kg auf 47kg runtergezählt. Zu Anfang war es toll, man bekommt Komplimente, kann sich selbst gut fühlen weil man merkt wie die Pfunde purzeln und man fitter wird. Es fiel mir aber immer schwerer, Disziplin zu halten, und so begann ich mit der Kotzerei. Ich hatte das als Jugendliche schon ein paar Mal ausprobiert, aber wieder aufgegeben. Dieses mal blieb ich dabei und rutschte immer weiter ab. Ich habe zum Glück relativ schnell gemerkt, dass ich da nicht mehr selbst rauskommen konnte. Also bin ich erst zu einer Selbsthilfegruppe, dann kümmerte mich um eine Therapie. Nach 2 Jahren ambulanter Psychotherapie und einem Monat stationär ging es mir schon deutlich besser. Von sowas ist man leider nie "geheilt", aber mittlerweile bin ich übern Berg. Ich halte mein Gewicht, kann auf andere Leute zugehen, lache, ziehe mein Studium weiter durch und habe mein Leben einigermaßen im Griff.
Von "normal" bin ich zwar noch weit weg, aber so wie es jetzt ist, komme ich klar. Ich erbreche nur noch sehr selten (im letzten Jahr vielleicht 5mal), vom Kalorienzählen bin ich allerdings immer noch nicht weg. Ich habe einfach zu sehr Angst, zuzunehmen. Ich kann mit meinem Gewicht, so wie es jetzt ist, gut leben, aber es soll auf keinen Fall mehr werden. Ich sehe relativ dünn aus, was auch ein Grund ist, wieso ich den Veganismus nicht so offen nach außen trage; ich möchte nicht das Klischee vom mangelernährten, dürren Körnerfresser verbreiten.


Ich hoffe, dass niemand, der das hier liest sich jetzt denkt "Ha, ich habs doch gewusst: Veganer sind alle essgestört" und erstmal ins Steak beißt. Veganismus ist keine Essstörung. Es gibt Überschneidungen; z.B. beschäftigen sich Veganer und Essgestörte mehr mit Ernährung als andere, und treffen ihre Nahrungsmittelauswahl nicht nur nach Lust und Laune, außerdem sind sie in ihrer Nahrungsmittelwahl eingeschränkt. Es kann auch sein, dass das eine das andere begünstigt, aber ich glaube nicht, dass Veganismus irgendwie zu Essstörungen führt. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass Veganer häufiger als "normalos" Essstörungen haben, weil der Großteil derselben Gesellschaftsgruppe angehört: Junge, gebildete Frauen aus der Mittelschicht. Bei mir war es so, dass ich schon als Jugendliche essgestört war, mit ca. 15 wurde ich vegetarisch und mit knapp 20 vegan. Dann rutschte ich in die Essstörung ab, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass das so oder so passiert wäre.
Veganismus hat mit Essstörungen also so viel zu tun wie mit Nagellack oder Haargummis.
Puh, ist das lang geworden, aber ich wollte nicht einfach nur so n "Ach übrigens, ich hab ne Essstörung" in den Raum werfen, sondern etwas dazu erklären.

Ich werde in Zukunft aber nicht viel zum Thema schreiben, da es bei mir nicht mehr so akut ist und ich euch auch nichts vorjammern will. 

Aber eins will ich noch "beichten": In der schlimmsten Zeit war ich kein bisschen vegan. Bulimie bedeutet zwanghaftes Essen und ich habe einfach alles gegessen was ich kriegen konnte. Wer so verzweifelt ist, dass er es sich antut, nach den Fressorgien den Finger in den Hals zu stecken bis Blut fließt, der schreckt nicht davor zurück, anderen, nämlich den Tieren, Leid anzutun.
Manchmal habe ich immer noch Rückfälle, mir fällt es immer noch schwer, Essen, was verfügbar ist, zu widerstehen. Ich versuche diese Situation zu vermeiden, aber wenn ich an Weihnachten von Arbeitskollegen ein Tütchen Plätzchen hingestellt bekomme, dann ist das leider schneller weg, als ich überlegen kann, wem ich es schnell schenken könnte. Aber ich arbeite dran, und es bringt nichts, sich deswegen ein schlechtes Gewissen zu machen. Ich gebe mir Mühe, aber das übersteigt im Moment noch meine Kraft.

Montag, 19. März 2012

TV-Tipp: Di, 27.März: ab 20:15 arte: Themenabend "Dürfen wir Tiere essen?"

Themenabend: "Dürfen wir Tiere essen?"
Ab 20:15 Uhr - Dürfen wir Tiere essen?
Ab 21:15 Uhr - Die neuen Vegetarier
Ab 22:00 Uhr - Diskussionsrunde


Montag Schnitzel, Dienstag Gulasch, Mittwoch Steak - Fleisch gehört für die meisten Menschen mehrmals die Woche auf den Teller. Obwohl inzwischen jeder weiss, dass zu viel Fleisch ungesund ist, hat sich an den landläufigen Essgewohnheiten wenig geändert. Es wird gegrillt, gebraten, geröstet, geräuchert und gepökelt. Rund 53 Millionen Landtiere werden dafür jedes Jahr geschlachtet. Aber der weltweite Fleischkonsum hat fatale Folgen. Er verursacht Luftverschmutzung, Wassermangel, Trinkwasserverseuchung, klimatische Veränderungen und Hunger in der Dritten Welt, denn das Vieh der Reichen frisst das Brot der Armen. Sehr vieles also spricht gegen die tägliche Portion Fleisch. Doch global gesehen, steigt der Verbrauch - besonders in den Schwellenländern, deren Bewohner sich an den Bedürfnissen der Industrienationen orientieren, wird immer mehr Fleisch gegessen. Bis zum Jahr 2050 wird sich die Fleischproduktion verdoppeln. Die Nutztiere werden dann so viel pflanzliche Nahrung benötigen wie vier Milliarden Menschen. Damit ist die Ernährungskrise programmiert. Sollten die Menschen in Zukunft lieber auf Fleisch verzichten? Der Themenabend klärt über die globalen Folgen des Fleischkonsums auf, diskutiert Lösungsansätze und zeigt Alternativen auf.

Mehr im Internet kurz vor der Ausstrahlung unter: www.arte.tv/abschied-vom-fleisch 

Freitag, 16. März 2012

Gemüse-Ideen die zweite

Weil die Pfannen nur noch diese Woche im Angebot sind, gab's gestern die italienische Pfanne:

abends ist das Licht immer so schlecht :-(

Zubereitung wie immer easy in der Mikrowelle. Mit Kartoffelpüree als Beilage eine fixe und gesunde Mahlzeit. Aber die Pilz-Pfanne schmeckt besser!

Hier nochmal der Link zur iglo-Vegetariertabelle

Donnerstag, 15. März 2012

Den Vegetariern und Veganern gehört die Zukunft

... glaubt jedenfalls der Jugendforscher Rinas:
„Ich glaube, dass Veganismus ein Zukunftsmodell ist“, sagte Rinas. Der Bewegung, die alle tierischen Produkte vermeidet, gehörten überwiegend junge Menschen an. „Jugendliche sind Seismographen der Gesellschaft“, sagte der Politikwissenschaftler und Autor des Buches „Veganismus – Ein postmoderner Anarchismus bei Jugendlichen?“. 
Eine vegetarische Lebensweise sei inzwischen gesellschaftlich weitgehend akzeptiert, Veganer hingegen würden oft noch als „Spinner“ abgetan, sagte Rinas, der Referatsleiter beim Landesjugendamt Brandenburg in Bernau bei Berlin ist. Aber auch das ändere sich: In Berlin habe der erste vegane Supermarkt eröffnet. „Fleisch essen wird einmal so negativ besetzt sein wie rauchen“, prognostizierte der Jugendforscher. 
Veganismus sei ein Lebensstil, verbunden mit Kritik an den Strukturen der Groß- und Agrarindustrie, sagte Rinas. Die neuen Medien trieben die Verbreitung des Veganismus voran. „Früher musste man – etwa als Anhänger der Anti-Atomkraftbewegung – sich physisch in eine Bewegung begeben. Heute braucht man nur einen Internetzugang“, erklärte Rinas. In den politischen Parteien finde der Veganismus bisher kaum Resonanz. Ansonsten sei er aber „schon in die Breite der Gesellschaft vorgedrungen“. 
Quelle: welt online

Schön wär's... Ich halte das für etwas sehr optimistisch. Mag sein, dass irgendwann durchsickert, dass Veganismus toll ist, aber man sollte Gewohnheiten und Vorurteile nicht unterschätzen. Sowas hält sich hartnäckig. Und auch wenn Nichtrauchen "in" ist, gibt es doch noch sehr viele Raucher (mich eingeschlossen (leider)).
Davon, dass Veganismus "in die Breite der Gesellschaft vorgedrungen" ist, merke ich noch nix, und wenn ich so lese, was andere Veganer so an Ablehnung und Vorurteilen erleben, scheint mir Rinas Aussage ziemlich realitätsfremd. Berlin ist nunmal nicht Deutschland, und ein veganer Supermarkt, macht die Hauptstadt noch nicht vegan. Und der Fleischkonsum ingesamt geht kein bisschen zurück.
Was allerdings stimmt, ist, dass Vegetarismus/Veganismus inzwischen sehr häufig in den Medien thematisiert wird, und dabei insgesamt ganz gut wegkommt. Das Phänomen scheint mir aber wie beim Fußball zu sein: Es wird häufiger drüber geredet, als dass es gemacht wird.
Hoffen wir, dass sich was ändert und helfen daran mit!

Mittwoch, 14. März 2012

Sprühsahnen im Vergleich

 Ökologisch und preislich ein Desaster und bestimmt nicht sehr gesund, aber bequem und lecker. Also sicher nichts für jeden Tag, aber gelegentlich gönne ich mir den Luxus veganer Sprühsahne. Ein Sahnehäubchen auf Kakao/Kaffee oder zu trockenem Gebäck/Kuchen find ich die einfach zum Dahinschmelzen und Sahne selbst aufschlagen ist umständlich, und ich weiß gar nicht, ob mein Alnatura/Basic die neue aufschlagbare Sahne schon im Regal stehen haben.

Was ich schon durch habe:

Foto vergessen
Soyatoo! Soy Whip
Inhalt: 250g
Inhaltsstoffe:Sojadrink (Trinkwasser, Sojabohnen), Kokosfett, Palmfett, Zuckerrübensirup, Maltodextrin aus Mais, Weinsäure, Verdickungsmittel: Carrageen, Meersalz, natürliches Vanillearoma, Distickstoffmonoxid
Nährwerte
Energie 643 kJ / 155 kcal
Eiweiß 1,6 g
Kohlenhydrate 12,3 g
Fett 11 g
Ort: Alnatura/Basic  
Preis: 1,99€

Granovita Sojasaane
Inhalt: 250ml
Inhaltsstoffe: Sojadrink (Wasser, Sojabohnen) 74 %, Kokosfett, Palmfett, Zuckerrübensirup, Maltodextrin aus Mais, Säuerungsmittel Weinsäure, Verdickungsmittel Carrageen, Meersalz, natrüliches Vanillearoma, Treibgas Distickstoffmonoxid.
Nährwerte:
Energie: 653 kJ / 158 kcal
Eiweiß: 1.2 g
Kohlenhydrate: 11.5 g
Fett: 10.7 g
Ort: Reformhaus
Preis: 2,75€

Vantastic Foods Sunny Sprühsahne
Inhalt: 200ml
Inhaltsstoffe: Wasser, Pflanzenfett gehärtet (15%), Zucker (10%), Maissirup, Sojaproteinisolat, Emulgatoren: E471, E481, E435, Salz, Aroma, Stabilisator: Carrageen, Farbstoff: Beta-Carotin, Treibgas: Distickstoffmonoxid  
Nährwerte
Energie 849,1kJ / 202,8kcal
Eiweiß 0,01g
Kohlenhydrate 16,1g
Fett 15,5g
Ort: online
Preis: 2,09€


Geschmacklich habe ich keine großen Unterschiede feststellen können. Ehrlich gesagt haben sie alle gleich gut geschmeckt. Ich glaube sogar, dass ein Allesesser kaum einen Unterschied zu herkömmlicher Sprühsahne schmecken würde, denn dieses nussige Aroma was Sojamilch typischerweise hat, habe ich nicht bemerken können. Was definitiv ein Vorteil gegenüber herkömmlicher Sprühsahne ist, ist der geringere Kalorien- bzw. Fettgehalt, selbst die Light-Sahne vom Aldi hat 225kcal/100g, ne normale hat um die 350kcal.
Was bei Sprühsahne aber einen Qualitätsunterschied ausmacht; ist das Sprühverhalten. Bei der Soyatoo kam trotz vorschriftsmäßigem kräftigen Schütteln nach einigen Sprühern schon nur noch Luft raus, sodass man überall Sahnespritzer hat, weil das Zeug ja nicht brav nur nach unten sprüht, sondern nach allen Seiten spritzt.
Die Soyatoo werde ich deshalb nicht mehr kaufen. Die Sunny von Vantastic Foods hatte ich mal online bestellt, und fand sie genauso gut wie die Granovita. Aber da ich sie bequem im Reformhaus kaufen kann und mir die Zutaten auch geringfügig ungesunder vorkommen, bleib ich doch bei Granovita.
Ansonsten gibt's noch die Leha Schlagfix, aber die habe ich bisher bei keinem Netto finden können :-(

Dienstag, 13. März 2012

iglo Saison-Pfanne

Iglo hat ne ganze Reihe veganer Tiefkühlpfannen, meine aktuelle Lieblingspfanne ist:


Zubereitung geht supereasy in der Mikrowelle oder in der Pfanne. Gebrauchsanleitung steht auf der Packung:

Die Inhaltsstoffe schienen mir vegan, trotzdem habe ich noch eine Produktanfrage gemacht. Hier die Antwort:
Sehr geehrte Frau Mausflaus,
vielen Dank für Ihre Anfrage und Ihr damit verbundenes Interesse an iglo
Produkten.
Wir versichern Ihnen, dass unser Produkt Gemüse-Ideen Saisonpfanne
Herzhafte Pilze mit Gemüse für eine vegane Ernährung geeignet ist. Im
Anhang dazu finden Sie unsere aktuelle Vegetariertabelle. Nähere Details
zum Produkt finden Sie auf der Seite 4 des PDF-Files.

Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen sehr gern zur Verfügung und wir
hoffen, dass Sie weiterhin Ihr Vertrauen in iglo Produkte setzen.

Mit freundlichen Grüßen
iglo GmbH
Verbraucherservice
so sieht der Pfanneninhalt aus
Ich finde die Pilz-Pfanne echt lecker, es könnten höchstens noch etwas mehr Kartoffeln und Pilze drin sein. Die iglo-Pfannen sind mit ca.2,55€ nicht ganz billig, aber im Moment gibt es sie bei Rewe im Angebot für 1,99€. Wenn man mal kein Bock auf Kochen hat, aber trotzdem was Leckeres und Gesundes haben will echt super!

Eine Liste aller vegetarischer bzw. veganer Iglo-Produkte findet ihr in der aktuellen Vegetarier-Tabelle von iglo

Freitag, 9. März 2012

politischer/kritischer Comic "Es darf nicht wahr sein"

Mich erreichte eine Anfrage der Zeichnerin der gleichnamigen Comics, ob ich nicht darüber berichten wolle. Schnecksynder? Nie gehört. Die Beschreibung hat sich aber interessant angehört:

„Es darf nicht wahr sein“ ist ein ökologischer, politischer und „moralischer“ Comic, der nicht nur für Tierschützer und Vegetarier ein Augenschmaus ist. Es geht darum, wie man nicht verrückt wird in einer verrückten Welt.
Schnecksnyder, einem ernsthaft unter einer Schreibblockade leidenden Journalisten, bescheren seine Versuche, die dauerhaften Auswirkungen des alltäglichen Wahnsinns zu überwinden, Geisteszustände, die ziemlich bizarr sind. Schnecksnyder ist fest entschlossen, einen Ausweg zu finden und andere mitzuziehen auf seinem wilden Ausbruch.Wird er es schaffen?Kann es wahr sein?
Online sieht man natürlich nicht den ganzen Comic (Künstler wollen auch von was leben), sondern nur einige Seiten. Daraus erschließt sich nicht wirklich ein Zusammenhang, sodass ich nicht wirklich weiß, was ich dazu schreiben soll. Ingesamt ist es nicht so mein Geschmack; was Comics angeht stehe ich eher auf so süßen Blödsinn wie Ruthe, Garfield, o.ä.
Aber auch als ernsthaftes gesellschaftskritisches Werk finde ich es nicht so gelungen; es wirkt ein wenig zu sehr plakativ und mit der Holzhammer-Methode. Z.B. die Fleischkritik:

http://www.skydog-comics.de/de_schnecks10.html

Ich mag Kritik lieber, wenn sie beißend, aber subtil ist. Da ist die Aussage ganz platt "Fleischessen ist Mord", was ja stimmt, aber für mich ist etwas keine Kunst, wenn man die Botschaft auf den ersten Blick erkennt. Das lässt keinen Raum für Interpretationen.

Aber da es ja "die richtige Botschaft" ist, und ich einem nahezu unbekannten Künstler gerne ein wenig auf die Sprünge helfe, hab ich's trotzdem gepostet. Und Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden :-)


Preis:13,95€  www.skydog-collection.de

Donnerstag, 8. März 2012

neue vegan-Blogs Volume 4

Teil 4 der "neue vegan-Blogs"-Serie (Teil 1, Teil 2 und Teil 3 gab's bereits)

reine vegan-Blogs:

http://einbesserermenschwerden.blogspot.com/
Der Name ist Programm.

Medizinstudi Fräulein A bloggt vegane Rezepte und über die alltägliche Herausforderungen eines Menschen, der oftmals einfach nicht in diese Welt passen mag.

http://trying-to-be-a-good-girl.blogspot.com/
Titel: "Mein Start in ein besseres (veganes) Leben. Kate teilt Erlebnisse, Lieblingsrezepte und Gedanken über alles Mögliche mit.

http://bettyandtheveganlipstick.blogspot.com/
Gedanken zum Thema Veganismus in verschiedenster Art, z.B. persönliche Gedankengänge, Schminke, Testberichte und Erfahrungen. Alles was mir irgendwie über den Weg läuft. Es kann sich auch einmal Musik, Theater, Oper oder Kunst in Bettys Blog verirren.

http://veganfoodandplay.blogspot.com/
Gesünder, fitter, glücklicher und knackiger werden ist Kris' Ziel. Meine Rosacea und meine Figur in den Griff bekommen, mit Sport und dem richtigen Essen, eben vegan food&play!
Gibt's schon seit Anfang des Jahres, ich hab da wohl den Einstieg verpennt



Blogs mit vegan/vegetarisch-Content:

http://audrina-beveggie.blogspot.com/
Audrina will abnehmen und startet in ein vegetarisches Leben, das immer mehr veganisiert werden soll. 


Sonstige Lesetipps: 

Vegane Käseliste, rein pflanzliche Käsealternativen: Info und Empfehlungen  (Direktlink hat irgendwie nicht geklappt; beim ersten Forenbeitrag ist ne Tabelle angehängt, da drauf klicken, dann wird die Liste angezeigt). Nahezu alle verfübaren veganen Käse werden aufgelistet, beschrieben und bewertet. Hilfreich, um im Dschungel der ungenießbaren veganen Käsesorten die Lichtblicke herauszufiltern.

Einkaufsliste: biologisch, vegan, palmölfrei!
Diverse Aufstriche, Süßkram, Tofu, Fertiggerichte usw. Zusammengestellt von der Tierrechtsinitiative Freiburg.

Liste natürlicher Reinigungsmittel vom NABU
Man glaubt gar nicht, was man mit Backpulver und Essig alles sauber kriegt.

Komplette Testergebnisse der Stiftung Warentest zu Sojamilch
Schon etwas älter, aber die meisten dürften ihre Rezeptur nicht geändert haben. Sehr hilfreich, da sehr viele Drinks getestet wurden

Wurst mit Tierfoto Artikel in den Westfälischen Nachrichten
Eine wie ich finde, gute Idee. Besser wäre es natürlich, wenn gar kein Fleisch konsumiert würde, aber durch die Aktion wird ein Bezug zwischen Tier und Fleischprodukt hergestellt,und bei einem süßen Ferkel auf der Packung wird doch garantiert der Appetit verdorben.

Dienstag, 6. März 2012

"Style Me Vegan" - erstes veganes Lifestyle Magazin auf deutsch


Und wer hat's erfunden? Die Österreicher.... Ist noch relativ leer, aber das Design, die Kategorien und die wenigen Artikel die schon online sind, sehen eigentlich ganz gut aus.

Montag, 5. März 2012

geil: ECHTER Ei-Ersatz

Also nicht bloß um im Kuchen die Eier zu ersetzen, sondern richtiges Spiegelei!
Das gebratene Ei für den Veganer
Ein köstliches Omelette auf dem Speiseplan jedes Veganers? Klingt komisch, soll aber schon bald möglich werden. In England sollen hungrige Anhänger des Veganismus - erstmals - nicht mehr auf ihr Frühstücksei verzichten müssen, denn schon bald soll ein pflanzlicher Ersatz auf den Markt kommen. 

Meldung auf web.de

Ich persönlich brauch's jetzt nicht; genausowenig wie Fake-Fleisch (wobei Tofuwürstchen ess ich schon ganz gerne), und ich glaub Spiegelei ist jetzt auch nicht unbedingt das, wovon die meisten Veganer träumen (wohl eher Käse), aber es wäre schon eine Innovation. Und wenn es auch noch gesünder ist, als Hühnereier, dann würden vielleicht weniger Hühnereier gegessen....

weiter lesen: http://web.de/magazine/essen-geniessen/essen/14854144-das-gebratene-ei-fuer-den-veganer.html#.A1000145

Samstag, 3. März 2012

Samstagseinkäufe

Ich bin heute in das nahe gelegene Einkaufszentrum gefahren. Da gibt's neben Klamotten- und Kleinkram-Geschäften einen riesigen Toommarkt, ein Reformhaus und einen günstigen Gemüseladen.
Hier meine Ausbeute:


Gemüseladen
- Kohlrabi 2 Stück für 1€! Da musste ich zugreifen
- ein Mini-Hokkaido Passt perfekt in Scheiben geschnitten in meinen Mini-Backofen. 
- Grünkohl Ihr ahnt es, es gab mal wieder Grünkohl-Chips :D Kann man mit frischem Grünkohl eigentlich noch was anderes leckeres machen?
kleine Anmerkung bevor jemand meckert: Ja, da sind zwei Plastiktüten im Bild, aber ich wollte den Grünkohl nicht als Blumenstrauß in der Hand tragen und die Dinger sind perfekt als Mülltüten.

Reformhaus: 
- Weizenkleie Damit streck ich mein Müsli, ist angeblich gesünder, kalorienärmer, und ich mag den Geschmack.Eigentlich wollte ich ja Haarfarbe kaufen, aber sowohl Sanotint als auch Naturtint war in schwarz ausverkauft :-(

Toom: 
- Dosengemüse asiatische Art Habe ich eigentlich nur mitgenommen, weil da was von "Sonderangebot 0,49€" stand. Auf dem Kassenbon standen dann doch 0,79€, aber mir wars zu blöd im Samstagsgedränge wegen 30cent nochmal hinzugehen.
- Rosenkohl und Grünkohl im Glas Frisch ist natürlich besser, aber ich hab sowas gerne als Notration im Haus, falls mich mal der Kohlhunger überkommt ^^
Kaffeetest bestanden :-)
- Sojadrink Bio Naturell Hat nur 1,19€ gekostet, da habe ich gleich mal eine mitgenommen. Die "Drink soja so lecker" kannte ich vorher nicht. Normalerweise trinke ich ja die BioBio-Sojamilch vom Netto, in letzter Zeit war die direkt beim Öffnen allerdings fast immer schon flockig. Nicht richtig sauer und schlecht, aber man hat deutlich Flocken gesehen und sie hat auch nicht mehr so mild geschmeckt.
Vorsichtigerweise habe ich erstmal nur eine Packung mitgenommen, was mich im Nachhinein ärgert, denn sie ist echt super: Nur 30kcal/100ml (also genau so viel kcal wie die von Netto bzw. Alpro light), bio, es ist 120mg Calcium zugesetzt und sie ist sowohl pur als auch im Kaffee lecker und keine Flocken! Gibt's übrigens auch als Soja-Reis-Drink für 0,99€.

Shoppen war ich übrigens auch noch, aber es hat nicht wirklich Spaß gemacht, weil mir das allerwenigsten in Läden gefällt. Und wenn doch, dann frag ich mich immer, ob's mir wirklich das Geld wert ist, dieses Teil zu besitzen, und ob ich überhaupt noch Platz dafür habe. Die Antwort lautet meistens Nein.... Daher ist es bei einem auf 3€ reduzierten Doppelpack Strumpfhosen von C&A geblieben.
Was mir mal wieder negativ aufgefallen ist: Schon beim Bezahlen greift der Kassierer automatisch nach der Plastiktüte, sodass man echt schnell sein muss um die abzulehnen. Und dann kriegt man auch noch so nen überrascht-ungläubigen Blick als hätte man gesagt, man wolle die sowieso zum jetzt essen.  

Euch ein schönes Wochenende!

vegan für Teenie-Tussis

Im aktuellen MÄDCHEN-Heft findest du einen spannenden Report von Christina (18), die seit einem Jahr vegan lebt. Darin erzählt sie, warum sie sich für diese Lebensweise entschieden hat und teilt ihre Erfahrungen! Plus: Noch mehr vegane Rezepte und was Experten zur veganen Ernährung sagen. 
Quelle

Die "Mädchen" ist vom Niveau her ungefähr zwischen Bravo und "Bild der Frau" angesiedelt (ich weiß es, ich hab sie früher selbst gelesen ^^), aber dass Veganismus thematisiert wird, und außerdem wie es nach dem was man online lesen kann, noch ziemlich gut wegzukommen scheint, ist super!

Ich glaub ich werd sie mir trotzdem nicht kaufen, auch wenn es noch tolle V-Facts gibt. Wobei "V" hier mal nicht für "vegan" steht, sondern für "Vagina" :D 

Freitag, 2. März 2012

Das waren die Kochprofis…


Gestern waren die Kochprofis im veganen Restaurant Nirvana. Wobei „Restaurant“ etwas übertrieben ist, es war („war“ deshalb weil’s inzwischen dicht machen musste) eher ein Imbiss.
Erster Eindruck: Schnuckeliger kleiner Laden mit einer sympathischen Bedienung, die das ganze eher als Freundschaftsdienst macht, und zwei sympathischen und ebenso schnuckeligen Betreibern die in der weniger schnuckeligen, aber kleinen „Küche“ irgendwie herumwerkelten, und die Küche war echt mini, ungefähr in der Größe wie sie ein normaler Haushalt hat.
Entsprechend unprofessionell war dann auch die Zubereitung: Das Würstchen wurde im Toaster warm gemacht (hat aber als hot dog trotzdem gut geschmeckt), der Salat bestand aus Dosengemüse, Tomatensoße wurde mit viel Tomatenmark gemacht, das Hotdog-Würstchen sowie der Fischburger waren Fertigprodukte von Veggie Life und das Gulasch war ein Haufen Pampe auf einem Teller (geschmacklich aber okay).
Die Kochprofis haben den beiden dann auch zugute gehalten, dass sie nur Hobbyköche sind, die das ganze machen, weil sie ihre Lebensphilosophie „vegan ist toll“ zum Beruf machen wollten.
Sie waren arg sympathisch, und haben ein positives Bild von Veganern hinterlassen, ebenso die Bedienung.
Der Veganismus kam auch ganz gut weg, sie haben erklärt, dass sie Veganer sind, weil sie nicht wollen, dass Tiere für s Essen leiden müssen, ansonsten wurde die Einstellung des Veganismus nicht weiter thematisiert. Anlass für die Erklärung war auch nur, dass die Kochprofis sich gewundert haben, dass die Speisekarte fast nur aus Fleischersatzprodukten bestand.
Es war schwierig, Verbesserungen zu finden, weil die Küche das meiste an Gerichten halt nicht möglich machte, Pommes gingen z.B. nicht weil eine Fritteuse fehlte, der Backofen ging auch nicht richtig. Die Kochprofis haben dann Panna Cotta mit Sojasahne („schmeckt fast genau wie welches mit Milch“), Häppchen, frische Tomatensoße, und Smoothies mit einer neu gestifteten Saftpresse angeregt.
Witzig war bei den Smoothies, dass das Mädel auf den Einwurf des einen Kochprofis „da fehlt noch etwas Salz“ meinte, da dürfe kein Salz rein, weil das das Chlorophyll zerstören würde, worauf der Kochprofi leise anklingen ließ, dass das totaler Blödsinn wäre (er sagte „das wäre mir neu“, aber gemeint war’s wohl eher so); außerdem würde man das ja auch trinken weil s gut schmeckt und nicht weils gesund ist.
Die „Erneuerung“ kam bei den Gästen auch gut an

Fazit: Es wurde nicht großartig bloßgestellt (Naja, die dreckigen Ecken in der Küche wurden natürlich ausreichend mit Naheinstellungen hervorgehoben, und die zwei erschienen als ziemliche Dilettanten (was sie aber ja auch waren)), aber im Großen und Ganzen war es eine nette, unterhaltsame Sendung, und die Kochprofis haben sich wirklich bemüht, zu helfen, z.B. haben sie erklärt, wie man Preise richtig kalkuliert oder Zwiebeln richtig schneidet.
Leider gibt’s das Nirvana inzwischen nicht mehr. Mit einem Mini-Crashkurs in Sachen Kochen, Promotion und Betriebswirtschaft ist es halt doch nicht getan. 

Die Sendung kann man übrigens inzwischen auf RTL2now gucken 

Donnerstag, 1. März 2012

TV-Tipp: HEUTE, 1.März, 20:15, RTL2: "Die Kochprofis" möbeln veganes Restaurant auf

Do, 01.03.2012 | 20:15 - 21:15 Uhr RTL2 Die Kochprofis
Gerade einmal neun Monate gibt es das Nirvana in Hannover. Die beiden Brüder Manuel und Miguel hatten eigentlich eine Bar geplant, in der es vor allem Cocktails und vegane Häppchen geben sollte. Das Konzept ging aber in der veganen Szene nicht auf. Deshalb herrscht im "
Nirvana" in Hannover kein sorgenfreier Glückszustand mehr. In dem veganen Restaurant läuft nichts nach Plan - können die Kochprofis helfen? 

Auf Hinweis von Audrina. Das werd ich mir auf jeden Fall ansehen! Bin mal gespannt, was sie zur veganen Küche beizutragen haben, die Kochprofis machen ja am liebsten Schnitzel, Lachsfilet u.ä.... Ich hoffe ja, dass das Nirvana nicht allzu schlecht dargestellt wird, RTL2 zeigt ja gerne erstmal katastrophale Missstände, unfähige Köche und dreckige Küchen, bis dann die "Kochprofis" kommen und das Restaurant retten.



Edit: Weil so viele Nachfragen kamen:  Auf der Nirvana-Seite steht, dass der Laden inzwischen endgültig dicht gemacht hat. Ich glaube das ist das Schicksal der meisten Restaurants, die die Kochprofis besucht haben: Geänderte Speisekarte, bisschen Marketing und sonstige Tipps können halt an schlechten Standorten und einem schlechten Ruf nicht viel ändern.

Die Sendung kann man übrigens später auf RTL2now gucken