Samstag, 25. Februar 2012

echt ne gute Idee: Vegan-Plaketten

Plakette für vegane Restaurants
Erfurt. Fünf Studenten der Universität Erfurt haben es sich zur Aufgabe gemacht, Restaurants in Erfurt mit veganen Gerichten auf der Speisekarte zu kennzeichnen. 
Von der Gruppe wurde für die Kennzeichnung der Restaurants ein Aufkleber entworfen, der als Symbol für vegane Ernährung dienen soll und damit auf vegane Gerichte der entsprechenden Restaurants hinweist. Bisher haben das "Ibras", "Alpatra", "H&N Chinawok", "Double B", "Numa die Nudelmacher", das "Füchsen" und das "Cognito" solch einen Aufkleber bekommen.
Ihre Speisekarte hat den selbst festgelegten Kriterien der Studenten entsprochen. Sie bieten mindestens ein warmes, veganes Essen dauerhaft an, "und zwar mehr als nur eine Suppe", sagt Steffen Robert. So müssen Veganer sich nicht immer nur mit Salaten oder anderen kleinen Gerichten begnügen, sondern können beispielsweise einen veganen Burger oder Chop Suey (gebratenes Gemüse) mit Tofu bestellen. 
Die Studenten konzentrierten sich bei der Auswahl der Restaurants auf die Innenstadt, da sich auf der Route von Touristen zwischen Anger und Domplatz viele Restaurants nah beieinander befinden.
Das Ziel der Gruppe ist, eine Orientierungshilfe für in Erfurt lebende Veganer und für Touristen zu schaffen. Gleichzeitig soll aber auch die Wahrnehmung des Veganismus in der Öffentlichkeit gefördert werden. "Ich finde diese Aktion super. Durch die Kennzeichnung werden auch Nichtveganer neugierig und wollen mal ein veganes Gericht probieren", sagt Martin Hübner, Geschäftsführer von "Numa". Die gekennzeichneten Restaurants sollen später in einem Restaurantführer aufgelistet werden. Zudem werden die Leser darin Informationen zum Veganismus finden. Der Restaurantführer soll nach der Fertigstellung in Restaurants, Bürgerservice-Centern und Tourist-Informationen ausliegen.

Quelle: Thüringer Allgemeine


Wie cool wärs denn bitte, wenns das überall gäbe? Draußen schon sehen, dass man drinnen ohne blöd angeguckt zu werden was Veganes bekommt.Die Sicherheit, dass die Bedienung zumindest weiß was vegan ist, und man nicht nur Pommes oder den Beilagensalat mümmeln muss.
Klar kann man unter veganguide.de vorher nachschauen, aber der ist eher dürftig, und man weiß ja auch nicht immer wo s einen hinverschlägt.
Würde zumindest mir die Scheu vorm Essen gehen nehmen; ich finds unangenehm, nach Extrawürsten fragen zu müssen, zu erklären, was ich alles NICHT möchte, nur um am Ende dann doch irgendwas Unveganes aufm Teller zu haben.

Kommentare:

  1. Das ist wirklich eine tolle Idee! Ich finde es so schade, das vegetarische Restaurants nur in den Großstädten zu finden sind, und vegane noch viel seltener... In den meisten Restaurants kann man immer nur das gleiche Essen: Steak, Fisch, Pommes oder Bratkartoffeln, Nudeln, Tomaten-oder Gulaschsuppe, ein-zwei total öde Desserts... Die Kreativität und die Leidenschaft fehlt meistens. :-(

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  2. "Würde zumindest mir die Scheu vorm Essen gehen nehmen; ich finds unangenehm, nach Extrawürsten fragen zu müssen, zu erklären, was ich alles NICHT möchte, nur um am Ende dann doch irgendwas Unveganes aufm Teller zu haben." Kann ich nur unterschreiben!
    Besonders schöne Erlebnisse: Wenn man bei einem "echten" Italiener isst und nach den Zutaten des Pizzateiges fragt. Fast jeder Italiener weiß, was in einen Pizzateig gehört und was eben nicht. Entweder er reagiert also pikiert, weil ich infrage stelle, dass er pantschen könnte oder weil ich ihn beim Pantschen erwischt habe.

    Es ist aller Ehren wert, dass sich mal wieder jemand aus der Bevölkerung darum kümmert, aber es sollte endlich mal eine allgemeingültige Regelung geben - schließlich haben auch alle Personen mit Allergien und Intoleranzen damit zu kämpfen. Es kann doch nicht so schwer sein mal für ein bisschen Transparenz zu sorgen.

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  3. Die Idee ist echt toll, vielleicht ist das ja sogar noch für andere Restaurants ein Anspurn, vegane Gerichte an zu bieten? :)

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  4. Gute Idee, das müsste es überall geben *träum*.

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  5. Ohja, das ist wirklich eine tolle Idee. Ich kenne mich zwar inzwischen in meiner Stadt (Würzburg) ganz gut aus und weiß, wo ich hingehen kann - die Auswahl kann sich durchaus sehen lassen - aber sobald man in eine andere Stadt fährt, ist man aufgeschmissen. Außerdem find ich es ne gute Idee, weil so Omnivoren und Veganer auch zusammen essen gehen können. Es bringt ja nichts, wenn es auf die Dauer getrennte Angebote gibt, dann kommen die Omnivoren überhaupt nicht mit Veganern in Kontakt. So sehen sie, dass es anders geht - und dass das auch noch schmecken kann ;)

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