Montag, 30. Januar 2012

"vegan und gesund geht nicht"

sagt Prof. Dr. Mathilde Kersting vom Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) in Dortmund.


Ne Professorin!!! Und das Argument ist "Vegan enthält kein B12". Da muss ich wohl nix mehr zu sagen... Bloß gut, dass man nur die erste Seite des Interviews kostenlos lesen kann. Ich will gar nicht wissen, was auf den anderen Seiten für ein Blödsinn behauptet wird.

Kommentare:

  1. Menschenkinder brauchen halt Kuh-Muttermilch, ist doch ganz klar!

    Argh.

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  2. Aah, die Frau!! Studierte Ernährungswissenschaftlerin...sogar vegetarisch sei nicht optimal - wie bitte?
    Zum Glück hält die bei uns keine Vorlesungen...
    Ihr einziges Argument ist so schwach... dann doch lieber das Beste für die eigene Gesundheit, Tiere und Umwelt tun und eben ab und zu ein Vit B12 Präparat... Mein Gott...

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  3. Hab ihr mal ne Mail geschrieben.

    Sehr geehrte Frau Professorin Kersting,

    eben habe ich Ihr Interview im Wochenblatt zur veganen Kinderernährung gelesen. (zumindest den Teil, welcher im Internet veröffentlich wurde)

    Sie schreiben, dass eine vegane Lebensweise für Kinder nicht geeignet sei, weil diese ohne B12 Reserven zur Welt kommen und daher ein Mangel vorprogrammiert sei. Das ist erstaunlich, wo Sie doch ein paar Zeilen vorher selbst eine Lösung für dieses Problem nennen: B12 supplementieren.

    Verantwortungsbewusste Mütter achten darauf genügend B12 zu sich zu nehmen; und wenn bei der Mutter kein Mangel vorliegt, wird der Säugling über die Muttermilch ausreichend mit Vitamin B12 versorgt. Danach kann die Versorgung duch Supplemente oder mit B12 angereicherte Lebensmittel sichergestellt werden.

    Auch American Dietetic Association und Dietitians of Canada vertreten den Standpunkt, dass eine gut konzipierte vegane Ernährung für Menschen in jedem Lebensalter geeignet ist:

    Zitat: Es ist die Ansicht der American Dietetic Association, daß vernüftig konzipierte vegetarische Ernährungsformen, einschließlich strenger Vegetarismus oder Veganismus, gesund und ernährungsphysiologisch angemessen sind und einen gesundheitlichen Nutzen durch die Vorbeugung und Behandlung bestimmter Krankheiten bietet. Entsprechend konzipierte vegetarische Ernährungsformen sind für alle Personen während aller Lebensabschnitte, einschließlich Schwangerschaft, Stillzeit, Säuglingsalter, Kindheit und Jugend, sowie für Sportler geeignet.

    http://veganekinder.de/adavegan
    http://veganekinder.de/vitamin-b12

    freundliche Grüße
    Hannes Benne

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    1. Guter Text :) Erzählst du uns, ob du eine Antwort bekommen hast? Bei mir blieb die Gute stumm, aber meine Mail fiel auch ein wenig anders aus ;)

      Liebe Grüße,
      Federchen

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    2. Finde ich gut! Ich habe es mir auch nicht nehmen lassen, sie auf ein paar andere Seiten zu verweisen ;o)

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    3. ich habe von ihr eine Antwort bekommen und sie im Blog veröffentlicht

      http://www.aktyv.net/#!/2012/02/nachgefragt-vegan-und-gesund-geht-nicht.html

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  4. Ein sehr wertender Artikel.
    Im Grunde wird doch Müttern oder Eltern zum Vorwurf gemacht ihre Ideologie über die ihres Kindes zu stellen und das ist doch quatsch (bzw. nicht zu hoffen das das irgendwer tut.) Wenn ich merke meinem Kind geht es auch nur ansatzweise schlecht mit dem was ich für richtig erachte finde ich doch eine andere Lösung die beiden gerecht wird. Grrr

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    1. Veganer die ihre Kinder verhungern haben lassen, gab´s schon öfters, liegt nun mal in der Natur dieser ideologischen Mangelernährung :


      http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,328416,00.html

      http://rohkostszene.de/viewtopic.php?t=3040&highlight=rohe+kinder&sid=5d3a93ad26a2245c2b7c6815a65522c4

      http://www.shazzie.com/life/articles/raw_vegan_children.shtml

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    2. das 2. sind rohköstler, die fallen schonmal raus. und 2 fälle von veganen eltern, die ihre kinder mangelernährt haben würd ich nicht unbedingt als "öfters" bezeichnen. dass eltern ihre kinder verhungern lassen, kommt immer mal wieder vor, das hat nix mit veganismus zu tun. und dann gibts da auch noch die eltern, die ihre kinder mit mcdonalds-fraß mästen, bis sie ins krankenhaus müssen...

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    3. Die anderen beiden Fälle kannste auch vergessen:
      Das 3. sind auch Rohköstler und über die Darstellung des 1. Falls habe ich schon enorm viel Kritik gehört. Das Kind ist im nämlich daran gestorben, dass es eine Lungenentzündung hatte und seine Eltern es nicht zum Arzt gebracht haben:
      "Die Mutter hatte beteuert, nur aus Misstrauen gegen die Schulmedizin mit Leon nicht zum Arzt gegangen zu sein. Sie hatte versucht, den Jungen mit Natur-Ölen zu behandeln."
      Aber das kann man wohl keines Falls verallgemeinern. "Normale" vegan lebende Eltern bringen ihr krankes Kind zum Arzt.
      Meines Wissens waren das auch keine klassischen Veganer, sondern gehörten irgendeiner Sekte oder so ähnlich an, in der es unteranderem erlaubt ist, ungesalzenes, rohes Fleisch zu essen, ich weiß aber nicht mehr so genau.
      Aber die Medien spitzen sowas ja immer zu...

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    4. ich war ehrlich gesagt zu faul, die berichte wirklich durchzulesen und habs nur überflogen. bedient halt klischees... dabei waren das nur irgendwelche spinner, die zufällig auch vegan waren.
      sowas ist halt ein gefundenes fressen für antis...

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  5. Ein Interview war auch in der Ernährungsumschau (von der DGE) von ihr und ich hab ihr auch prompt geschrieben. Dort hat sie sich auf die ADA gestütz und behauptet, diese Gesellschaft würde vegan nur mit Supplementen empfehlen. Hab daraufhin eine Stellungnahme von 2009 von der ADA gefunden: sie halten die vegane Ernährung in 'allen Lebenslagen für eine adäquate Ernährung'. So viel zum Thema, gute Frau ...

    LG Federchen

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  6. Das ist bestimmt wieder so eine Ärztin, die einem bei Schnupfen sofort Antibiotika verschreibt. Ärgerlich wie Ärzte mit Vorurteilen mit solchen Themen umgehen. Die hat sich bestimmt noch nie mit dem Thema wirklich auseinander gesetzt.

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  7. So unlogisch finde ich das gar nicht. Ich bin zu dem gleichen Schluss gekommen: http://achtungpflanzenfresser.wordpress.com/category/fragen/bekommt-man-so-alle-nahrstoffe/
    Wenn es um die Frage geht, ob vegane Ernährung alle benötigten Nährstoffe enthält, muss man nunmal antworten: Nein! (Zumindest bei dem heutigen Gemüsewaschzwang.) Denn es fehlt deswegen nunmal ein lebenswichtiges Vitamin. Das soll aber NICHT heißen, dass es bei unkontrollierter omnivorer Ernährung nicht auch an Nährstoffen fehlen kann, daher ist die Frage ohnehin sehr theoretisch. Und müssen Schwangere nicht auch als Omnis schon supplementieren, wie etwa Folsäure? Insofern ist es wieder nicht ok, Vitamin B12 als unlösbarees Problem hinzustellen und gleich eine ganze Lebensweise zu verdammen.

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    1. naja, es ist EIN Vitamin, noch dazu eins, was man easy supplementieren kann (keine überdosierung möglich), und was sogar omnis geraten wird zu supplementieren.
      außerdem äußert die dame ja noch ein paar andere märchen, zb veganer müssten auch noch calcium, eisen, vitamin d zusätzlich einnehmen, weil vegan mangelernährung ist....
      und ne begründung, wieso fleischessen für kinder besser ist, liefert sie auch nicht. soweit ich weiß besagen wissenschaftliche untersuchungen, dass vegetarische kinderernährung genauso gut ist wie mit fleisch. vorausgesetzt man ersetzt das fleisch nicht durch gummibärchen.

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    2. Ich sehe, wir sind uns einig :)

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  8. Schlimm ist, dass viele Ernährungswissenschaftler so ticken. Und die DGE ist da wirklich kein bisschen besser. Wie soll denn bei der "Elite" die Gesellschaft anders denken??

    Das FKE (Arbeitgeber von Kersting) vergibt übrigens ein Siegel für Lebensmittel, die für Kinder empfohlen werden. Darunter auch Fruchtzwerge.
    Und das Institut erhält Fördermittel von Danone. So viel zur unabhängigen Wissenschaft...

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  9. Die Methoden der Mathilde Kersting

    Am 23.07.2010 erschien unter der Rubrik „Medizinethik“ auf WELT ONLINE der Artikel über die Methoden der Mathilde Kersting:

    http://www.welt.de/gesundheit/article8600541/Studie-empfiehlt-fuer-Babys-Fleisch-und-schuert-Angst.html

    http://www.provegan.info/de/aufsaetze-stellungnahmen-berichte-kommentare-ueber-wichtige-themen-und-aktuelles/detailseiten/006-methoden-der-fleischindustrie/

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  10. Also, ich kenne einige, die seit Geburt an vegetarisch ernährt wurden und habe dort noch nie irgendwelche Zeichen von Mangelernährung entdeckt!
    In einigen Ländern und Kulturen (bspw. Indien) leben Menschen seit Generationen lacto-vegetarisch oder vegan und auch dort überleben sie - im Gegenteil, die Menschen dort sind absolut fit und vital und arbeiten nebenbei noch körperlich hart.
    Diese Professorin sollte weniger in Büchern studieren, sondern ihre Augen mal für die richtige Welt öffnen... -_-

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  11. Solche Argumente hab ich auch schon gehört. Das Vegan unnatürlich sei , weil man da ja B12 spritzen müsse. Die besagte Person war Arzthelferin, mehr muss man da nicht zu sagen, ziemlich traurig sowas....

    Sie sagte auch , das sie einer Freundin davon abriet in der Schwangerschaft weiter vegan zu ernähren, weil das gefährlich sein könne und regte sich gleichzeitig auf das diese dann in der Schwangerschaft wieder Currywurst aß.

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  12. Ich glaube viele verwechseln hier "gesund" bzw. "empfohlen" mit "möglich". Natürlich kann man B12 supplementieren, daher wird Veganismus auch von offizieller Seite mitunter als "geeignet" gesehen, aber nie "empfohlen". Wie soll man auch eine Ernährung (aus rein medizinischer Sicht) empfehlen, der von vorneherein ein Stoff fehlt?
    @Hannes bzgl. "Mangel vorprogrammiert" vs. supplementieren:
    Das sind zwei paar Schuhe, im einen Fall redet sie nur von der Ernährung selbst, Supplemente sind in dem Sinne kein Teil der Ernährung. Dieses Missverständnis scheint also an der unterschiedlichen Definition zu liegen.

    Und was das Märchen vom B12 auf ungewaschenem Gemüse angeht: Mal ganz abgesehen davon, dass man im Supermarkt oder am Bauernmarkt kein wirklich ungewaschenes Obst und Gemüse bekommt oder diese auch viel weniger in Kontakt mit Tieren kommen als bei Wildwuchs (B12 entsteht in erster Linie im Darm von Tieren), schaut euch doch mal die Tierwelt an: Viele Affenarten ernähren sich unter anderem von Kleinlebewesen (oder sogar anderen Affen), Tiere suchen oft im eigenen Kot nach unverdauten Resten, mit denen sie automatisch das im eigenen Darm gebildete B12 auf... Und kein Tier würde vom Essen erst mal die Erde gründlich runter wischen oder Insekten daraus entfernen.

    Einziger Kritikpunkt, in dem ich dem allgemeinen Tenor hier zustimme: Ihre Aussage, dass vegetarische Ernährung nicht optimal wäre, ist Unsinn. Wenn die B12-Problematik wegfällt, spricht auch meiner Meinung nach nichts mehr dagegen.

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  13. Leider habe ich hier viel Blösinn gelesen...Mangelernährnung durch Veganismus...usw. Ich glaube eher die Leute die versuchen vegan lebende Menschen zu verunglimpfen, haben eine Mangelerscheinung im Hirn! Ich lebe seit über 15 Jahren vegetarisch, seit 3 Jahren vegan. Meine Freundin ist ebenfalls seit 3 Jahren Veganerin und nun im 7. Monat Schwanger... mal abgesehen davon, dass keiner von uns irgendwelche Beschwerden oder gar Krankheiten kennt, sind ALLE Untersuchten Werte bei Ihr perfekt, absolut keine Mangelerscheinungen! Im Gegensatz zu fast allen anderen Schwangeren Frauen, die natürlich Leichenteile essen oder Kuh-Eitermilch trinken. Das ist in meinen Augen auch keine Überraschung. Im Gegenteil, mich wundert es, dass es immer noch sooo viele Hirnlose gibt, die behaupten, dass man tierische Produkte zum Leben braucht... Sorry, wer behauptet tierische Kost sei für den Menschen natürlich, der ist entweder geistig zurückgeblieben, hat Mangelerscheinungen oder ist hochgradig durch Werbung und oder Massenpropaganda manipuliert. Aber solchen Leuten kann man wohl nicht mehr helfen...denn die verstehen das nicht mal, geschweige denn sind in der Lage dazu sich seriös zu informieren!
    Armes Deutschland!

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