Sonntag, 25. Dezember 2011

Das Erlebnis "Ich hab was Veganes für dich besorgt" bitte nie wieder

Einladung zu Kaffee und Kuchen bei der Familie. Da ich keine Umstände machen möchte, und es für die anderen Buttercremetorte gibt, habe ich angeboten, dass ich mir wie letztes Jahr was Veganes mitbringe. Im Auge hatte ich den Hig Hagemann Kandiskuchen, mit Marmelade beschmiert ist der sehr lecker (und auch nicht so reichhaltig wie Torte, allein deswegen ist mir der schon lieber...), aber meine Cousine hatte meinem Vater gesagt, dass sie was Veganes für mich hat. Sie hat nen Naturkostladen um die Ecke und extra nach etwas Veganem gefragt und einen Stollen bekommen.
Ich hatte ja schon gedacht "Oh je, ob das dann wirklich vegan ist...?" (meine Cousine ist zwar nicht doof und sie weiß auch was vegan ist, aber dass es noch sowas wie Aromen, Filstrierung, Fettsäuren usw gibt weiß  der Normalesser ja nicht), aber im Bioladen haben sie ja schon Ahnung, also war ich beruhigt.
Umsonst. Sie hatte einen Stollen gekauft so die lustige Zutat "Honig" drin war (auch noch an zweiter Stelle hinter dem Reismehl, also richtiv viel).
Honig find ich an sich ja nicht sooo schlimm (meine Einstellung dazu habe ich hier oft genug beschrieben), aber vor anderen Nichtveganern ist es mir eigentlich doch lieber wenn ich nicht den Eindruck hinterlasse "konsumiert doch irgendwelche Tierprodukte".
Aber was ich schlimm fand: Der Stollen hat absolut scheiße geschmeckt. Kann man nicht anders sagen. Ich hab mir ein Stück genommen und habe mit der Kuchengabel angesetzt und wollte es zerteilen. Ging nicht. Versucht mit den Zacken reinzustechen. Ging auch nicht. Meine Cousine "Der ist ganz schön hart, oder? Ist mir schon beim Schneiden aufgefallen. Du kannst ruhig mit der Hand essen". Das Ding war so steinhart, das ist echt sowas, was man nem Knasti ins Gefängnis schickt, damit er damit die Stangen vom Gitterfenster ansängen kann. Geschmacklich: Bäh. Fest, fettig, aber irgendwie geschmacksarm.
Vorischt, Plombenziehergefahr!
Vor dem Reis-Mandel-Stollen von Werz kann ich nur warnen! "Reis" hört sich schon so unlecker und klischeemäßig gesund an. Und dann ca. 3,49€ für 250g ist auch noch sauteuer.
2 Stücke habe ich tapfer mit viel Kaffee aus Höflichkeit runtergespült (wenn man explizit einen eigenen Teller kriegt fällt es leider auf wenn man kaum was isst).


Vorsicht, Staubgefahr!
Die Story ging aber noch weiter; nach ein paar Minuten kam "Isst du die Kekse nicht?" Es lagen auf dem Teller mit dem Stollen noch 4 Kekse rum. "Ich dachte die wären nicht vegan" "Doch, doch, also nur mit Honig, das ist alles für dich!". Ok, Anstandskeks. Sie sahen von außen schokoladig aus. Beim Reinbeißen habe ich festgestellt, dass sie nur einen dünnen Schokoüberzug hatten und innen nicht ganz so fest wie der Stollen, dafür umso trockener waren. Kategorie "die sehen schon so gesund aus". Vor den Amerikanern von Werz (ich weiß nicht ob es wirklich 4-Korn war, könnte auch Dinkel sein). Ebenfalls einen zweiten Anstandskeks gegessen. Zurückgelehnt und gedacht dass alles vorbei ist.
Beim gehen: "Möchtest du den Rest nicht mitnehmen? Ich pack dir das gerne ein." "Äh, ich ess zuhause eigentlich nicht viel Süßes" "Ach komm, das sind doch nur noch zwei Kekse und ein bisschen Stollen" "Ja, okay, danke..."
Aufm Heimweg habe ich meinem Vater (der den Kontakt mit meiner Cousine hatte) erklärt, dass ich in Zukunft drauf bestehe, mir selbst etwas mitzubringen. Den ungenießbaren Süßkram hat er zur Strafe auch angedreht bekommen, vielleicht kann er ihn ja als Vogelfutter verwenden....


Ich hab mich so geärgert. Es hat nur Umstände gemacht, und ich saß dann in ner doofen Situation da und musste was unveganes, fettiges, teures, ungesundes essen, was mir noch nicht mal geschmeckt hat. Und auch noch das Klischee vom ungenießbaren, überteuerten veganen Essen bedient.

Fazit: Wenn ich mal irgendwo wieder eingeladen werde, bestehe ich darauf, dass ICH mir selbst etwas mitbringe!


Heiligabend war dagegen super. Wir haben Wraps gemacht, was nicht viel Arbeit gemacht hat (die Weizen-Tortillas vom Rewe, dazu gabs Erbsen, Mais, Pilze, braune Soße, Tofu, Kirchererbsen, Möhrchen zum Befüllen), echt lecker war und auch nicht die Mega-Kalorienbombe ist. Danach noch gemütlich ne DVD geguckt, nen kleinen Spaziergang gemacht und gequatscht.
Ich bin absolut niemand, der sich von Nichtveganern abkapselt, aber mit Veganern ist sowas einfach so viel unkomplizierter.

Kommentare:

  1. ich find die werz produkte die ich bisher probiert habe, allesamt so wie von dir oben beschrieben :-(

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  2. so ist es...trocken und echt nicht mein Fall...dazu noch sehr teuer.. :/
    naja, immerhin gab es was Feines an Heiligabend :)

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  3. nee, nicht alles; das Guarkernmehl und der Agavendicksaft von Werz sind total super ;-)

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  4. "Schöne" Geschichte, ich kenne so etwas. Ich hab mal was bei einem Kollegen am PC gemacht und irgendwann meinte er es gibt was zu essen. Oh oh dachte ich, aber er sagte sofort, du isst ja kein Fleisch, meine Frau hat extra was für dich gemacht .... und brachte mir einen Teller mit Käsebrötchen :-) Da müssen wir alle durch!

    Das "Fazit" sich immer und überall was selber mitzubringen liegt zwar nahe und erscheint konsequent, aber ich bin nicht überall dafür. Damit befreien wir die Anderen vom nachdenken. Die sollen sich ruhig ab und zu mal Gedanken über Ernährung und ihren Einkauf machen, auch wenn das Ergebnis nicht immer optimal ist. Außerdem komme ich mir mit selbst mitgebrachten Essen immer wie ein Aussätziger vor :)

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  5. ich hab jetzt eher von den von den keksen und so gesprochen was werz anbelangt...

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  6. @Claudi
    schon klar, ich hab ja auch mal durch die Produktgalerie geklickt; alles so staubtrockener "Mehl und sonst nix"-Kram. Ich glaubt glutenfrei ist so ne Nische wie es früher vegan war; auf dem veganen Markt hat sich ja einiges getan (Sojaghurt! Pudding, Würstchen!), aber Glutenfrei ist grad erst am kommen.

    @Homeveganer
    Was soll das bringen? Alles was die denken ist "ich muss meinem Gast jetzt was spezielles besorgen. Na toll". Und wie gesagt, wenn dann die Erfahrung ist, dass vegan teuer, ungenießbar und unpraktikabel ist, dann bring ich doch lieber selbst was mit, und zeige den anderen, was es gutes veganes gibt, ohne dass die anderen wegen mir mehr mühe haben

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  7. Ich hatte Werz-Gebäck auch schon als ungenießbar (weil eklig, zb. Carobzungen) bzw unessbar (weil hart und trocken, zb. Vanillekipferl) abgeschrieben. Überraschenderweise hab ich von meiner Oma aber Braunhirsezungen bekommen und die sind der Hammer.

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  8. Ich finde es dabei so unangenehm, dass alle "normalesser" immer denken, man hätte ein Problem damit, wenn man sich selber was mitbringt. ICH hab mich doch für den "Lebensstil" entschieden und ich hab kein Problem mir etwas (genießbares und leckeres) mitzubringen...

    Nunja... that's veggie life ;-)

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  9. Ich hab Reiszwerge von Werz im Vichtelpaket gehabt, und die so lecker gefunden, dass ich die gleich nachgekauft habe.
    Auch das Brot und die Hirse-Kokos-Kekse sind klasse.

    Und wieso war der Stollen jetzt ungesund? Fettig okay, aber das ist der echte ja auch?
    Ich denke, glutenfreies Mehl, Honig und Palmöl sind 100x besser als Weißmehl, Agavendicksaft und Margarine.

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  10. @windimhaar: was hast du denn gegen Agavendicksaft?

    Allein schon aus umwelttechnischen Gründen kommt Palmöl nicht in Frage. Und deine Einstellung zu Honig kenne ich leider nicht, finde es aber schade, dass du da unbegründete Ausnahmen machst.

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  11. hab jetzt doch was gefunden: "Ich find Honig eigentlich nicht schlimm und konsumiere den eigentlich nur nicht, weil er per Definition nicht vegan ist, und ich keine Lust auf "Ich bin Veganer, aber Honig ess ich noch" und die anschließenden Inkonsequenz-Diskussionen habe.
    Ich empfinde Honig nicht als Tierausbeutung, zumindest Bio-Honig nicht, denn da müssen so viele Vorschriften eingehalten werden, dass die Bienen nicht leiden. Bei Billig-Honig aus den USA bzw. Dritteweltländern mag das anders aussehen, zumal man da auch die Gentechnik-Problematik hat."

    Ich finds komisch, dass du das tust, obwohl es dir egal ist bzw. du davon nicht überzeugt bist. Viel merkwürdiger finde ich, dass du erst gar nicht auf die Idee kommst, dass es trotzdem nicht gut für die Tiere ist.
    Selbst wenn die Beschneidungen, die langen Reisen, die Zerstörungen der Völker und der Zwang der Königinnen ausfallen würden bei einer Biohaltung, die Umweltschäden durch Bienenzucht und vor allem - das eigentlich wichtige - die Ausbeutung der Biene bleibt doch? Kein Volk steht auf Zuckerwasser, keins produziert "über" und sich jedesmal vor einem Waldbrand zu fürchten, weil wieder jemand Honig haben will, muss doch auch nicht sein...

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  12. @ Dennis:

    Agavendicksaft ist reinste Fruktose und hochverarbeitetes Zeug. Google mal etwas - es wird als letzter Schrei vermarktet, aber die kritischen Stimmen werden unterdessen immer lauter.

    Gegen Honig habe ich nichts. Er schmeckt und er ist gesund.
    Wenn ich dadurch kein Veganer bin, gut, bin ich eben keiner.
    Aber das Thema Tierausbeutung ist hier auch differenziert zu betrachten. Eine Biene lebt nur ein paar Wochen, und ihr einziges Ziel ist es, in der Zeit zu arbeiten und möglichst viel Honig zu produzieren. Es ist also nicht so, dass man man sie irgendwie zu Arbeit zwingt. Das einzige, was man tut, ist ihnen Futter zu stehlen. Aber auch hier gibt es ein Für und Wider. Manche behaupten, würde man kein Honig entnehmen, könnte es zu einer Überproduktion kommen, die den Tierchen letztlich auch zum Verhängnis werden kan.

    Die Umwelt-spezifischen Dinge bei Bienenzucht ignoriere ich einfach mal. Denn ehrlich, der Anbau von Zucker und Co. ist auch keine Streicheleinheit für Mutter Natur.

    Muss natürlich jeder selbst wissen.
    Aber ich bin jetzt wirklich nur vom Punkt Gesundheit ausgegangen, nicht Veganismus.

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  13. "Ich glaubt glutenfrei ist so ne Nische wie es früher vegan war; auf dem veganen Markt hat sich ja einiges getan (Sojaghurt! Pudding, Würstchen!), aber Glutenfrei ist grad erst am kommen."

    So ein Quatsch ! Glutenfreie Produkte gibt es im schon seit mindestens 20 Jahren.

    "...die Umweltschäden durch Bienenzucht..."

    Umweltschäden durch Bienenzucht ? Wohl eher das Gegenteil.Ohne Bienen keine Bestäubung also ohne Bienen auch keine pflanzliche Nahrung.

    "Aber ich bin jetzt wirklich nur vom Punkt Gesundheit ausgegangen, nicht Veganismus."

    Muahaha...womit du zugibst, daß vegane Ernährung ungesund ist :-)

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    1. Umweltschäden durch Bienenzucht:

      Dadurch das die Biene auch als Neophyt eingeführt wird, verdrängt sie in besagten Ländern wo sie eigentlich nicht vorkommt, die einheimischen Bestäuber.

      Tragischerweise ist das genauso in unseren Breiten der Fall.

      Dadurch das Bienen so massiv gezüchtet werdn und in unnatürlichen Massen vorkommen verdrängen sie die wilden Bestäuber auf dieselbe Weise wie wegen Kühen und anderen Nutztieren die Wildtiere verdrängt werden da sie in Konkurenz mit Platz und Nahrung stehen.

      Honigbienen sind nur deswegen angepriesene Bestäuber weil der Mensch davon profitiert, Honig und Wachs.

      In Wahrheit gibt es hunderte von Wildbienen und hunderttausende anderer Tiere die oft bessere Bestäuber sind statt Honigbienen.

      Der Mensch kriegt aber von ihnen keinen Profit,daher kümmert es ihn nicht.

      Dadurch das die Honigbiene wie ein Heuschreckenschwarm über Nektarquellen herfällt und diese leer frisst, verhungern die wilden Bestäuber die oft ganz speziell auf ihre Futterpflanzen angewiesen sind.

      Etliche Wildpflanzen sind vom aussterben bedroht weil sie ihre speziellen Bestäuber bräuchten, die Honigbiene aber sie nicht befruchten kann.


      Dazu kommt dann noch dass die Honigbiene anfällig für Krankheiten ist und diese auf die wilde Insektenpopulation überträgt.

      So wie eben Seuchen von Nutztieren dann die Wildtiere erwischen.

      Dies killt dann die wilden Insekten.

      Der Imker fängt dann an Gifte einzusetzen um die Krankheitserreger abzutöten. Dafür sind die wilden Bestäuber empfindlicher auf die Gifte die von den Bienen in die wilde Natur verschleppt werden.

      Fassen wir also zusammen:
      Honigbienen sind eine Art von hunderttausenden Bestäubern
      Honigbienen sind sehr schlechte Bestäuber
      Honigbienen fressen den wilden Bestäubern die Nahrung weg
      Honigbienen verschleppen Krankheiten in die Wildniss
      Honigbienen werden nur deshalb in den Himmel gelobt weil der Mensch davon profitiert.


      Zu deinem vegan und ungesund.

      Du möchtest dass zwar gerne so sehen, verdrehst aber leider in deinem Eifer mal wieder total den Sinn.

      In Wirklichkeit heisst es: Ich ernähre mich pflanzlich weil es gesund ist, da ich Honig aber nicht für ungesund halte esse ich ihn auch wenn er nicht vegan ist.

      Jetzt verstanden?

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  14. Ich hatte auch mal Kekse von Werz... Die schmeckten nach Mehl, Sägemehl, Staub, eigentlich alles in beschriebender Konsistenz.
    *schauder*
    Ich weiß leider nicht mehr, welche das waren.
    Dennoch habe ich auch von anderen gehört, dass es wohl Ausnahmen geben soll und einige Produkte gar nicht so schlecht sind.
    Nur weiß ich jetzt nicht, ob ich mich da wirklich durchprobieren will...

    Liebe Grüße!

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  15. Zu dem was Anonym meinte, mit Umweltschäden und Bienenzucht: der Gedanke ging mir auch durch den Kopf, dass Bienen ja inzwischen sogar "Mangelware" sind, genauso wie Schmetterlinge.
    Aber natürlich gibt es auch Spinner, die extra für die perfekte Honigproduktion ihr Umfeld manipulieren und damit das Gesamtbild trüben.

    Es ist heutzutage so verdammt schwierig noch offen und objektiv über etwas zu diskutieren, weil einfach so viele Nebenpunkte zu bedenken sind, dass man alleine für deren grobe Zusammenfassung sich schon mehrere Stunden den Mund fusselig quatschen bzw. die Finger wund tippen darf.
    Und dann hat man immer noch nicht alles bedacht, was ja auch nicht schlecht ist, durch die Ergänzungen der anderen, lernt man ja dazu, trotzdem verhärten sich dadurch meist sehr schnell die Fronten.

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  16. Ach herje, ist natürlich Pech. Ich plädiere eigentlich auch immer dafür für mein Essen selbst zu sorgen, aber in manchen Gesellschaften wird das als Beleidigung des Gastgebers empfunden. Hab ich schon oft erlebt, leider.
    Aber dein Weihnachtsfest scheint doch sonst recht ruhig und besinnlich gewesen zu sein. Bei mir ist es ähnlich. Ich habe immer ergänzend mein veganes Essen gekocht, weil meine Eltern auf ihren traditionellen Gerichten bestehen. Hier und da fiel natürlich in der Küche beim Zubereiten ein Spruch, aber da stehe ich drüber. Heute freue ich mich auf meine veggie Rouladen :-)

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  17. @windimhaar
    "Und wieso war der Stollen jetzt ungesund? Fettig okay, aber das ist der echte ja auch?
    Ich denke, glutenfreies Mehl, Honig und Palmöl sind 100x besser als Weißmehl, Agavendicksaft und Margarine. "
    ja, echter stollen ist auch ungesund, schmeckt dafür aber. ich finde es okay, etwas ungesundes zu essen, weils schmeckt, aber warum sollte ich etwas essen wenn es weder gesund noch lecker ist?

    und wieso sollen glutenfreies mehl, honig und palmöl besser sein als weißmehl, agavendicksaft und margarine??? ok, beim öl vielleicht die ungesättigten fettsäuren, aber bei dem rest ist es doch jacke wie hose.
    und zucker ist zucker; egal ob fructose, glucose, braun oder weiß; es sind kurzkettige kohlenhydrate. und wirklich gesund ist honig auch nicht, da der hauptbestandteil eben zucker ist, und die nährstoffe auch ziemlich dürftig sind.

    @Dennis
    doch, bienen produzieren über. ich halte imkerei eher für eine symbiose als für ausbeutung, wenn sie denn richtig gemacht wird. ich habe mich mit dem thema auseinandergesetzt und nichts gefunden was gegen eine schonende imkerei spricht, sieht man mal von den polemischen reißerischen äußerungen über "bienenkotze" ab.

    @Anonym
    mag sein, dass es glutenfreie produkte schon länger gibt, aber zb werz oder dr.schär gibt es noch nicht so lange, v.a. gab es sowas höchstens im reformhaus und jetzt kriegt man das im supermarkt oder der drogerie. das hat schon deutlich zugenommen.

    @carnam
    ja, da hast du recht, dass die meisten themen, gerade was umwelt angeht, sehr komplex sind. wie gesagt, ich bin mir bei den bienen auch nicht sicher, da man wenig neutrale infos findet und keiner eine dissertation geschrieben hat, wo alle erkenntnisse einfließen und abgewogen werden.

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  18. "...und zucker ist zucker; egal ob fructose, glucose..."

    Schon wieder ein Irrtum. Fruktose und Glukose werden im Körper grundsätzlich auf zwei verschiedene Arten verstoffwechselt. Fruktose über die Leber, Glukose geht direkt ins Blut, belastet den Körper also nicht so sehr. Was glaubst du was DER Dickmacher in der westlichen Welt ist. Richtig, es ist FRUKTOSEsirup, frag mal die Ammis mit ihrem "High Fructose Corn Syrup"

    http://de.wikipedia.org/wiki/Maissirup

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  19. @Anonym
    WIE sie verstoffwechselt werden, ist egal; sobald man zuviel davon ist, landet es auf den hüften. DAS ist das Problem (auch der Amis), neben zu viel Fett. Wenn Glucose so unproblematisch wäre, dürften die meisten nicht zu dick sein, denn Cola, Limonade, Süßkram wird ja meist mit Industriezucker (=glukose) gesüßt und nicht mit fruchtzucker.

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  20. Also ich schließe mich Anonym in diesem Punkt (Zucker) mal an, auch wenn ich sonst fast grundsätzlich widersprechen würde.
    Zucker ist nicht gleich Zucker. Wichtig ist, wie der Körper was verstoffwechselt. Ein Kohlenhydrat ist im Körper letzlich auch nichts anderes, als Zucker. Es ist aber ein Unterschied, ob du in ein Stück Brot beißt, oder einen Esslöffel Industriezucker isst.

    Und Agave ist hoch verarbeitet - enthält damit kaum noch wertvolle Nährstoffe ... und ist eben Glukose. Wie Anonym schon sagte, der Dickmacher schlechthin, und auch ein Mitwirkender vieler Volkskrankheiten.

    Honig hat auch viele Kalorien und landet, im Übermaß konsumiert, auch auf die Hüften, aber es ist ein reines Naturprodukt, und noch dazu Rohkost. Jede Kalorie enthält eine Menge wertvoller Dinge.
    Honig wird seit Jahrhunderten als Medizin und Gesundheitsprodukt eingesetzt - wirkt antibakteriell etc.
    Ich vergleiche das gern mit Nüssen: Jedes Bisschen hat unglaublich viele Kalorien, liefert aber auch die versprochene Menge.
    Agavendicksaft macht leere Versprechungen.

    Bei Weißmehl ist's ähnlich. Hochverarbeitet, praktisch leere Kalorien. Dazu Gluten, wovon ich wenig halte. Aber sieht jeder anders.

    Wichtig ist natürlich das es schmeckt, da hast du recht :)
    Ich persönlich mache da aber gern den einen oder anderen Abstrich, wenn die weißen Bösewichtige (Zucker, Mehl) nicht enthalten sind.

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  21. Agavendicksaft ist natürlich Fruktose. Hatte mich verschrieben, argh!

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  22. @windimhaar
    dass etwas "roh" oder ein "Naturprodukt" ist, ist keine Bescheinigung dafür, dass es dem Menschen gut tut, oder ungefährlich ist. opium ist da ein super beispiel für. übrigens ist agavendicksaft auch ein naturprodukt, und in rohkostqualität gibts den auch.
    honig enthält nur in winzigen mengen nährstoffe, sodass man schon ein halbes glas leerlöffeln müsste, um damit nennenswerte mengen zuzuführen.
    und dass etwas seit langem eingesetzt wird, ist auch kein argument; ein brauchtum muss noch lange nicht sinnvoll sein, stichwort aberglaube. irgendwann wurde ja auch der aderlass als nutzlos erkannt und man hat davon abgesehen.
    und ich keine kein medikament auf honig-basis.
    reismehl ist genauso verarbeitet wie weizenmehl und liefert nur leere kalorien, ich seh keinen unterschied ob man gemahlene reis- oder getreidekörner nimmt.

    ich find das alles ehrlich gesagt auch eigentlich gar nicht so wichtig, denn es muss auch nicht alles gesund sein, was man isst, gerade kuchen und gebäck soll einfach nur lecker sein, da ist es mir egal ob da noch ein bisschen nährstoffe drin sind. aber in meinem fall wars halt so, dass der kuchen NICHT lecker war, eben WEIL auf so pseudo-gesund-zutaten geachtet wurde. und das hat mich genervt.

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  23. Kann ich ja verstehen.
    Aber ich persönlich hätte es nicht wirklich als pseudogesund betrachtet.

    Honig war schon bei Hippokrates als Heilmittel angesehen, und wird noch heute wegen seiner antibakteriellen Wirkung bei Erkältungen empfohlen. Medikamente müssen nicht aus Honig bestehen, denn Honig selbst ist ja der Wirkstoff, der wichtig ist.
    (obwohl echt viel Bonbons und Halspastillen Honig enthalten).
    Zudem enthält er verglichen mit Agavendicksaft unglaublich viele Mineralstoffe und Enzyme.

    Ich weiß, dass es Agavendicksaft auch roh gibt ... aber wie der hergestellt wird, nä, ich weiß nicht. Rohkost heißt eben nicht immer, dass es unverarbeitet und vollwertig ist. Bei Honig heißt es das schon.

    Und ich wüsste unzählige Argumente, die gegen Weizenmehl sprechen würden.

    Aber gut, da scheiden sich sowieso die Geister, da werden wir uns dann auch nicht einig werden.

    Und dass du ein bestimmtes Produkt absolut nicht geschmeckt hat, ist ja legitim. Ich denke, ich würde den Stollen nun auch nicht mehr unbedingt kaufen ;-)

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  24. Verlinkt auf http://veggie-blogger-network.blogspot.com/2011/12/vbn-bloggerinnen-report.html :-)

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  25. Hallo! Wollte mal fragen wie du herausgefunden hast, dass die Tortilla Wraps von Rewe vegan sind, da diese Glycerin und Mono-und Diglyceride von Speisefettsäuren enthalten. Vielen Dank!

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    1. puh, das weiß ich gar nicht mehr... hier sagt jmd, die wären als vegan gekennzeichnet: http://vegan-forum.de/viewtopic.php?f=12&t=4061&p=171519&hilit=tortilla+rewe#p171519
      und hier schreibt eine veganbloggerin, sie seien "auf jeden fall vegan": http://larissagoesvegan.blogspot.de/2013/09/tortilla-wraps.html

      ich kann mich nicht mehr dran erinnern, ob tatsächlich vegan draufstand; oder woher ich das hab. ist ja jetzt auch schon ne weile her... also zur sicherheit machst du am besten ne produktanfrage

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