Donnerstag, 10. November 2011

Attila, der Cholesterin-Veganer


Mir wären auch noch ein paar andere Überschriften eingefallen, „Attila, der Heuchel-Veganer, Attila, dem die Tiere egal sind, Attila der Toleranz-Veganer“
Ich bin echt enttäuscht. Der Rahmen war natürlich schon blöd, dass Stefan platte Sprüche machen würde, und von vegan auch keine Ahnung hat, war klar. Und Attila hat wie befürchtet nur blöd in die Kamera gegrinst (ich glaube er hatte seine Nike-Lederschuhe an), versucht witzig zu sein ("die Tofutiere sind manisch-deppressiv"), und ansonsten Stefan nach dem Maul geredet:

Stefan: „Es gibt ja so Veganer, die schauen auf andere herab, die Fleisch essen. Bist du militant“
Attila kopfschüttelnd: „Nein, überhaupt nicht! Wirklich nicht. Ich weiß ja wie gut das schmeckt“

Immerhin hat das Chili, was sie zusammen gemacht haben, Stefan geschmeckt („Man kann’s wirklich essen“) und Attila hat die von Stefan mehrmals geäußerten Vorurteile „Aber nen Veganer stellt man sich doch eher blass und dürr vor“ vielleicht etwas widerlegen können. Weniger durch seine Worte (er hat eigentlich kaum was gesagt, und wenn dann nur so WIschi-waschi-Kram), sondern durch sein Äußeres. Denn das ist es, was Attila hat: Gutes Aussehen. Nichts weiter. Jedenfalls nichts was mich vom Hocker reißen würde.
Die einzige Möglichkeit, zu punkten hat er vergeigt:

Stefan: Wieso ist man eigentlich Veganer?
Attila: „Da gibt es viele Gründe: Cholesterin, Klimaschutz…“

WTF???? KEIN Wort von Tieren! Ich erwarte ja nicht, dass er das böse Wort „Tierrechte“ in den Mund nimmt (Remember: Tierrechtler sind Nazis), aber dass er in dem ca. 15minütigen Auftritt mit keiner Silbe erwähnt dass Veganismus meist ethisch motiviert ist, und dadurch enorm viel Tierleid dadurch vermieden wird, nehme ich ihm ziemlich übel. Am Ende soll er sogar gesagt haben  

"Man kann ja Fleischesser bleiben, aber dann auf Qualität achten, das ist so meine Devise."  

(ehrlich gesagt kann ich mich daran nicht erinnern, aber in einem Kommentar zum letzten Post wurde das erwähnt). Treffend fand ich da auch den Kommentar von Rusty:

Jo, Hildmann halt. Um Himmels willen, sag bloß nicht, dass es auch pflanzliche Proteine gibt, grins einfach hilflos. Und erwähne ruhig, dass es auch Qualitäts-Fleisch von glücklichen Tieren gibt. (Nee? Wie, die sind nicht glücklich, sondern tot?)

Früher war Attila mal Tierrechtler, er hat Tierleid angeprangert und auch versucht, Leute zu informieren, teilweise mit provokanten Mitteln; z.B. hatte er auf seiner Seite ein „Schnitzel-Rezept“, bei dem er den Weg vom Kalb bis zum Schnitzel beschrieben und blutig bebildert hat, was für viel Aufmerksamkeit sorgte.
Und heute? Heute hat er wohl PR-Berater. Er sieht gut aus, verdient viel Geld und kocht mittelmäßig. Aber damit hat er Erfolg. Ich habe Verständnis für Weiterentwicklungen, Kompromisse, kommerzielle Interessen und dem Wunsch berühmt zu werden. Ich werfe ihm nicht vor, dass er Schwerpunkte auf Gesundheit und Lifestyle setzt; aber dadurch, dass er die Tierleidproblematik völlig ausblendet, empfinde ich als Verrat an veganen Idealen und das macht mich echt traurigt.


Falls jemand das Video bei youtube findet wär s nett wenn ihr einen Kommentar mit dem Link schreibt, dann füge ich es in diesen Post ein. 
Ansonsten kann man sich die Sendung einige Tage lang auf der Seite von TV Total anschauen: 


Kommentare:

  1. Das war ja nicht anders zu erwarten.

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  2. Ich habe Stefan Raab gestern nur bis zur ersten Werbeunterbrechung ertragen. Der Grinsetyp geht ja gaaaar nicht!!!
    Hab dann ausgeschaltet und wenn ich mir Deine Zusammenfassung durchlese, war das auch die richtige Entscheidung.
    Hätte mich bestimmt so dermaßen über Attila aufgeregt, dass ich danach nicht schlafen kann ;-))

    LG Biggy

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  3. Ich fand's gar nicht so schlimm. Man muß dazu sagen, daß alles etwas eilig war, denn das Ende der Sendung nahte und Stefan Raab hat Attila kaum zu Wort kommen lassen. Als die Frage nach den Gründen kam, hat man das Wort Klimaschutz schon kaum mehr gehört, weil der Raab schon wieder woanders war.

    Wie hätte A. sein Aussehen noch mehr einsetzen können als mit dem halbnackten Foto? Und bei der Frage nach dem Eißweiß hat A. auf Tofu verwiesen, um dann gleich wieder unterbrochen zu werden.

    Natürlich finde ich es nicht gut, wenn A. Lederschuhe trägt, aber ich glaube, daß er der Sache trotzdem mehr nutzt als schadet. Machen wir uns nichts vor, den meisten Menschen sind die Tiere völlig schnuppe, da kriegt man sie eher über ihre Gesundheit. Und erhobene Zeigefinger mögen sie auch nicht.

    Wenn durch A.s Auftritte einige Leute angeregt werden, sich zu informieren und tatsächlich vegan werden, dann hat sich das alles imho schon gelohnt.

    Grüße
    Ute

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  4. Ich fand Attila einfach nur peinlich, da muss man sich ja als Veganer fast schämen, wenn man von sowas repräsentiert wird. Er stellt sich aber auch als die größte Hohlbirne dar, der es nur um die angeblich so geile Figur und die Ladies geht, die man damit abgreifen kann. Mir sind jedenfalls nur Aussagen wie "Ich hab auch Sex *höhö*" "Ich mach Ironman Training" und "Mit ner besseren Figur kriegt man einfach mehr Frauen ab" in Erinnerung. Was Veganismus eigentlich bedeutet und das auch sowas wie eine ethische Überzeugung dahinter stecken kann, kam ja nicht mal ansatzweise zur Sprache. Raab hat ihm, trotz der Witzchen teilweise, so viele Vorlagen geliefert, die er hätte nutzen können um mal etwas mehr über Veganismus zu informieren, aber anstatt die mal zu nutzen zieht er halt einfach nur seine Ego Show durch und gleicht dabei vom Niveau her jedem Uga Uga Typen ausm McFit :D

    Das einzige was er meiner Meinung nach kann, ist einigermaßen gut kochen, aber das wars dann auch. Gut aussehend finde ich ihn nicht, das ist aber geschmackssache. Was er so von sich gibt löst bei mir auf jeden Fall Brechreiz aus :D

    Es wäre zwar wünschenswert, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass irgendwelche Leute aufgrund dieses TV Auftritts auf den Veganismus aufmerksam werden, zumal es ja eigentlich nur um Attilas Ego und das Essen ging, nicht um irgendwelche Hintergrundinfos, viel lernen konnte man da also eh nicht. Wenn ich Omni wäre und den TV Auftritt gesehen hätte, würde ich mir eher denken, Veganer sind totale Vollidioten, als das ich mich mal genauer informieren würde :D

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  5. @Biggy
    Ich war danach ehrlich gesagt echt so sauer, dass ich paar Minuten länger zum Einschlafen gebraucht hab, obwohl ich echt müde war - ich war kurz davor, um Mitternacht noch den PC anzuschmeißen, um meinem Ärger Luft zu machen ^^

    @Zombiekatze
    Also dieses Sex/Aussehens-Gelaber find ich eigentlich ok, ist ja eher ironisch. aber wenn eben NUR so blödsinnszeug kommt, dann nervt das; er ist schließlich kein komiker, sondern sollte auch irgendwo ne ernsthafte botschaft rüberbringen
    Ich glaub aber, er bzw. stefan hat zumindest sein buch gut promoten können, vielleicht kaufen es ja wenigstens ein paar omnis aus neugier und kochen gelegentlich mal was veganes nach...
    ich frag mich ja grade, ob der verlag was dafür gezahlt hat, dass attila kommen darf und sein buch ständig in die kamera gehalten wird? weiß das jemand wie das bei tv total läuft? die machen ja immer extrem werbung für die produkte ihrer gäste

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  6. Ich seh das auch so... als wäre es ihm peinlich zu sagen, dass die tiere ein scheißleben haben und nicht zu unserem vergnügen da sin, sondern stattdessen ein recht darauf haben eine eigenständiges leben ohne qualen und verfühten tod haben.
    von raab habe ich auch nichts anderes erwartet, in attila habe ich mein letztes bisschen hoffnung gesetzt, dass er den veganismus "attraktiv" nach außen präsentieren kann. aber ich glaube er will lieber selbst bekannt und berühmt werden, deswegen bietet er leuten wie stefan auch keine ernsthafte paroli. aber dazu ist dieser rahmen vielleicht auch gar nicht geeignet.
    echt, was ist nur mit dem los?!

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  7. Es gab in der Tat viele Vorlagen, die Attila hätte nutzen können.
    z.B. "Veganer sehen doch immer so ausgemergelt aus" - Okay, sagst du das Mike Tyson?
    "Gibt es auch vegane Spitzensportler?" - Carl Lewis hätte vermutlich mehr Leute beeindruckt als "der stärkste Mann in Deutschland, der... äh... Patrick..." Es schien, als könne er sich nicht mal an den Namen erinnern.
    Es gibt eine ewig lange Liste von prominenten Veganern, die sich sicher nicht verstecken müssen; ein Name wie Brad Pitt dürfte beispielsweise einigermaßen publikumswirksam sein. Es gab jede Menge Möglichkeiten, andere Namen als "Ich, Attila" einzustreuen. Keine dieser Chancen wurde genutzt, Ego streicheln war statt dessen angesagt.

    Über die Frage nach den Proteinen bzw. vielmehr über seine Reaktion darauf habe ich mich ja bereits ausgelassen. Er hat sich von Raab überrennen lassen und war mehr darauf bedacht, cool zu wirken denn darauf, mit Information zu kontern.

    Irgendwie hab ich das vorher geahnt und war nicht wirklich überrascht. Was ich Attila aber wirklich übel nehme, ähnlich wie Mausflaus: nicht ein einziges Mal wurde eine Botschaft in Bezug auf die Tiere gebracht. Gut, das Wort "Tierrechte" mag abschreckend wirken, aber für das Wort "Massentierhaltung" ist die Öffentlichkeit gerade momentan sensibilisiert. Dass er auf diese Thematik nicht mal im Ansatz eingegangen ist, ist einfach nur unglaublich. Aber er noch einen draufgesetzt und seine "Qual - itätsdevise" verbreitet - und sowas steht auf Tierrechtsveranstaltungen auf der Bühne... Peinlich.

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  8. Hahahaha...hab ich doch gesagt....jetzt ist das Geschrei wieder groß :-)

    "Weniger durch seine Worte (er hat eigentlich kaum was gesagt, und wenn dann nur so WIschi-waschi-Kram)."

    Von Veganern kommt immer nur so´n "Wischi-Waschi-Kram", liegt in der Natur der Sache. Eure angeblichen "Argumente" und dann noch "Tierrechte"...gähn.

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  9. Ich fand den Auftritt von Attila gar nicht soo schlecht, er hat in die Sendung gepasst und ich denke mal auf dem Weg erreicht man die Zuschauer vom Raab eher als ihnen mit Tierrechten zu kommen. Vermutlich hätte Raab dann eh nur blöde Witze gemacht und alles hätte gelacht. Denke, wenn mal andere Argumente kommen als die Tierrechte, ist das auch gar nicht so negativ. Es gibt nunmal Menschen für die sind Tiere nur etwas das gut schmeckt und Massentierhaltung wird als ein notwendiges Übel angesehn. Aber wenn sie hören, dass es dabei auch noch um andere Dinge geht z.B. ihre eigene Gesundheit (Cholesterin), Gewicht zu verlieren usw. Dann hören sie viell. auch mal zu, fragen nach, machen sich schlau und am Ende kommt es viell. doch noch den Tieren zugute.
    Ich denke irgendwie auch, dass Raab es gar nicht zugelassen hätte, dass das Thema zu ernst wird.

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  10. Den Link zum Video findest Du bei Habibti
    http://denn-tiere-tun-mir-leid.blogspot.com/2011/11/attila-hildmann-bei-tv-total-ein-kurzer.html

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  11. Sorry, zu schnell und nicht richtig gelesen, diesen Link hast Du ja schon ...

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  12. Muss man den hauptsächlich um Tierleid zu vermeiden, vegan sein ?

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  13. Ich fand den Auftritt gut, bestenfalls Raab ein bisschen peinlich. Ganz ehrlich verstehe ich nicht, worum es euch geht?! Glaubt ihr wirklich, dass jemandem, der nicht öffentich für Tierrechte eintritt, die Tiere egal sind?

    Menschen sind nicht bescheuert, die WISSEN, warum Veganer sich nicht von Tierprodukten ernähren. Es ist ihnen nur egal, weil sie sich für das Thema nicht öffnen können, weil sie zu gern Fleisch essen, und weil dieses "die armen, armen Tiere, wie könnt ihr nur .. pfui" der Veganer sie abstößt. Weil sie ein Klischee im Kopf haben, was die meisten genau so erfüllen.

    Attila hat es genau richtig gemacht. Er etwas Leckeres gezaubert, was sogar Raab überzeugen konnte, hat Toleranz walten lassen (wenn schon Fleisch, dann zumindest auf die Qualität achten) und kam mit Argumenten, die für jeden Menschen interessant sind - nämlich Gesundheit und Aussehen.

    Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass da viele Fleischesser gedacht haben, hm, lockerer Typ, meine Boulette will er mir auch nicht vom Teller klauen, guck ich mir sein Buch mal an.
    Wenn ein Fleischesser weiß, dass er nicht auf alles verzichten muss, sondern sich der Gesundheit will locker rantasten darf, ist er viel eher gewillt, die Richtung einzuschlagen, die am Ende auch den Tieren gut tut.

    Und auch wenn man sich dem Veganismus wegen seinem Aussehen und seiner Gesundheit widmet, heißt das nicht, dass der ethische Weg dadurch versperrt wird. Das geht doch alles einher!
    Warum kann man Menschen nicht einfach inspirieren statt missionieren? Ich verstehe euch nicht.

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  14. @foodandblood
    man kann auch auf andere weise tierleid vermeiden, zb indem man bei der krötenwanderung hilft, usw.
    aber wenn man tierprodukte konsumiert, verursacht man täglich großes tierleid.

    @windimhaar
    ich weiß nicht ob ihm die tiere egal sind, ich persönlich habe den eindruck, dass sie ihm zumindest nicht sehr wichtig sind.
    ich habe das gefühl, er verrät seine ideale, indem er sich als coolen lifestyle-veganer gibt, und nirgendwo die tiere erwähnt. wenn er gelegentlich mal erwähnen würde, dass vegan tierleid vermeidet, dann könnte er viel mehr bewegen! aber das ist ihm wohl zu anstrengend.

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  15. @windimhaar
    Stells dir ungefähr so vor: du hast einen Freund, der dir treu ist. in der öffentlichkeit steht er aber nicht zu dir, wenn jemand fragt ob er dich liebt, dann sagt er, ihr wärt zusammen weil du gut kochen kannst und seine wäsche machst.
    wäre für dich auch ein problem, oder?
    indem attila gesundheit und coolness in den vordergrund stellt, und bewusst tierschutzaspekte ausblendet, wendet er sich von der veganen szene ab, und verrät sie.
    das ist es, was ich so traurig finde.

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  16. @ mausflaus : meinst du denn nicht, dass man auch vegan sein kann, während einem die Tiere piepegal sind ?

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  17. Er wendet sich nicht von der veganen Szene ab - ihr grenzt ihn aus, weil ihr nicht akzeptieren könnt, dass vegan sein auch etwas anderes bedeutet, als sich mit Schildern auf Demonstrationen zu stellen und den Anwalt der Tiere zu spielen.

    Eine vegane Ernährung kommt den Tieren zugute, aber eben nicht nur.
    Tiere sind wichtig, ich liebe Tiere und möchte ihnen nichts antun, aber meine Mutter mit einem zu hohen Cholesterinspiegel und meine herzkranken Großeltern liebe ich noch viel mehr.
    Schaut man sich mal die ganzen Studien an, egal ob von Campbell, Esselstyn und Co., dann sieht man unterm Strich, dass ein pflanzlicher Lebensstil die meisten Volkskrankheiten verhindern könnte, oder das Risiko zumindest drastisch reduzieren.
    Das ist ungeheuer wichtig, dieses Wissen ist Macht. Und wenn man damit nur einem Menschen helfen kann, dann ist genauso viel getan, wie sich "nur" um die Kuh im Stall zu kümmern.

    Bei mir kommt immer erst die Gesundheit der Menschen, egal wie sehr ich Tiere liebe. Den ethischen Aspekt finde ich trotzdem sehr, sehr wichtig, ich glaube aber nicht, dass man die Mehrheit der Menschen damit kriegen kann.
    Zu sagen "Für dein Stück Fleisch musste ein Tier sterben", ist nichts Neues. Aber zu sagen: "Werde vegan, und du kannst dich selbst von Diabetes, Bluthochdruck und einem zu hohen Cholesterinspiegel" heilen vielleicht schon.

    Den Vergleich mit dem Freund finde ich da äußerst unpassend gewählt. Denn dass vegan nur in die Ecke Tierschutz gehört, das ist einfach nicht mehr so. Dafür hat es bereits zu viele medizinische Studien gegeben, und wir haben genug andere Gründe, die genauso wichtig sind.

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  18. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  19. @windimhaar: Ich denke, er grenzt sich selber aus, wenn er bei Facebook so Sätze von sich gibt, wie "Alle, die Lederschuhe als unvegan ansehen sind Vegan NAZIS" etc. Er hat in der Hinsicht ja einige Hochkratätige Sätze von sich gegeben, über die sich sicher kein Veganer gefreut hat, ich denke keiner lässt sich gerne als Nazi bezeichnen. Und er hat das ja schließlich bewusst mehrmals gesagt, war also kein Ausrutscher oder so, von daher ist er´s sicher selbst schuld, wenn er "Fans" verliert ;) Vielleicht ja auch daher sein Umschwung auf die "Vegan ist ja so trendy Schiene", er hat es sich mit den ethisch motivierten Veganern verscherzt und muss die potentiellen Kunden für seine Bücher nun dort suchen, wo vegan einen ähnlichen Stellenwert hat wie eine Trennkost oder Atkins Diät - hauptsache gesund und schlank eben.

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  20. Die Aussage war sicher nicht richtig und ein Stück weit auch armselig. Allerdings ist es auch traurig, dass man ihn überhaupt darauf angesprochen hat. Warum darf er die Schuhe nicht tragen? Hat er jemals gesagt, er wäre Allen überlegen, hätte keine Schwächen und würde durch die Bank niemals unvegane Entscheidungen treffen?
    Weil er vegan kocht, heißt es doch nicht, dass er für sich und sein Leben auch alles andere umsetzen muss, was in der veganen Szene promoted wird? Er tut sein Teil, gibt, was er kann, und ich finde, er macht es gut.

    Und den Auftritt bei Raab habe ich unabhängig von irgendwelchen (wahrscheinlich vorschnellen und aus einer bestimmten "Wut" oder Genervtheit heraus) Nazi-Aussagen beurteilt, und habe nicht viel gefunden, was wirklich kritikwürdig wäre.

    Ich akzeptiere eure Meinung, aber ich bleibe auch bei meiner: Verschließt eure Vegan-Szene-Türen nicht vor Menschen, die bemüht, aber eben nicht perfekt sind, und die Gesundheit vor Ethik stellen (sofern das geht). Letztendlich geht doch so oder so alles in die gleiche Richtung, und ich sehe keinen Sinn darin, sich in unterschiedliche Lager aufzuspalten, und jeweils den Lebensstil des anderen zu kritisieren.

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  21. ich finds auch echt traurig, dass er so einen quatsch erzählt hat. er kam eher rüber, als würde er sich selbst bzw. sein buch promoten wollen als irgendwas anderes....

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  22. @windimhaar: natürlich ist es jedem selber überlassen, ob er lederschuhe trägt oder nicht. ich verurteile deswegen niemanden, ich verurteile ja auch keine omnis. aber attila hat immer wieder betont, dass er vegan lebt. (lebt! nicht nur sich vegan ernährt) und sich trotzdem immer wieder mit seinen nike lederschuhen und seiner calvin klein unterhose (tierversuche) fotografieren lassen, zum teil sogar für sein buchcover. ich finde es nicht verwerflich, wenn er dann darauf angesprochen wird und ihn leute kritisieren. wenn jemand vegan isst und trotzdem leder trägt, kann er das ja gerne tun, aber sollte sich dann nicht in der öffentlichkeit und vor allem omnis gegenüber, die gar nicht genau wissen, was vegan bedeutet, als DER veganer schlechthin präsentieren, denn das ist er dann einfach nicht. natürlich gibt es keinen perfekten, 100%igen veganer, aber manche sachen, wie eben leder kann man doch sehr einfach vermeiden, wenn man es ernst meint, denke ich.

    und seine aussage mit den vegan nazis war vielleicht wirklich aus einer laune heraus, aber trotzdem hat er genau die gleiche aussage tage später noch einmal gepostet, daher scheint er sie ja in keinster weise bereuht zu haben.

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  23. Es gibt auch Menschen, die vegan leben und das Thema Tierleid nicht ständig auf der Zunge tragen! Ich z.B. Meinen Menschen in der unmittelbaren Umgebung lebe ich einfach vor und wenn Fragen kommen, dann beantworte ich die auch, aber das Thema Tierleid ist einfach ein sehr großer Trigger und m.M.n. schreckt er viele ab und das Thema ist gegessen. Unter Gleichgesinnten kann man darüber allerdings viel besser sprechen. Jeder der durch Vorleben vegan wird, beschäftig sich eh mit diesem Thema und wird sensibel dafür. Ich lebe auch vor allem für meine Gesundheit vegan. Das ich eine friedlichere Lebensweise eingeschlagen habe, gefällt mir sehr gut (Attila sicher auch), aber es ist eben ein Aspekt von vielen vegan leben zu wollen! Ich kann an seinem Auftritt nix falsches erkennen. Er kam für mich authentisch rüber, denn auch mir läuft manchmal das Wasser im Mund zusammen, wenn ich gebratene Würstchen oder anderes Fleisch rieche, denn das Muster stammt aus Kindheitstagen. Das sind starke Gewohnheiten, die ich nicht mehr aktiv lebe, aber die Gerüche sind teilweise mit sehr starken guten Emotionen verbunden. Das ist doch nicht verwerflich! Wir sind Menschen, die im Bergriff sind, ihr Leben zu verändern, aber dennoch sind wir nicht 100% perfekt. Ich fand gut, dass er nicht das typical vegan Gelaber vom Leder gelassen hat, denn so hat er vielleicht mehr Menschen erreicht. AUßERDEM... wer genau hingeschaut hat, hat gesehen, dass er ziemlich aufgeregt war. Hey wer von Euch hätte neben Stefan Raab besser ausgesehen??? Mir hat er damals den Einstieg in die vegane Lebensweise durch seine Rezepte sehr vereinfacht und dafür bin ich ihm sehr dankbar. Toleranz sehe ich bei einigen Beiträgen hier überhaupt nicht! Nicht jeder Veganer hat die gleiche Motivation und das ist ok! Etwas mehr Respekt anderen Menschen gegenüber wäre wünschenswert! LG Netti

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  24. @ zombiekatze:
    Aber was verlangst du jetzt von ihm? Darf er nicht mehr vegan kochen, nur weil ihm Gesundheit wichtiger ist? Darf er keine Karriere mehr machen? Darf er sich nicht mehr als Pflanzenesser und Tierliebhaber bezeichnen, nur weil er einem wahrscheinlich sowieso schon skeptischen Publikum kein Futter á la "Ihr tötet Tiere" vorwerfen wollte?

    Mir scheint, der gute Mann hätte tun und lassen könne was er wollte, er wäre hier trotzdem nicht gut weg gekommen. Hätte er etwas von Tieren gesagt, dann wäre er für euch am Ende womöglich scheinheilig, weil er sich in der breiten Öffentlichkeit anders gibt, als z.B. bei Facebook.

    Was er da gesagt hat, war natürlich unter aller Sau und sicher nicht notwendig.
    Aber mensch, er hat einen Metzger und Fleischliebhaber das Zugeständnis abringen können, dass sein Essen nicht nur gut schmeckt, sondern auch keinen großen Unterschied zu einem Fleischgericht machen würde. Raab, der alle Leute gern auf die Schippe nimmt, ewig desinteressiert wirkt und stets nur mit einem Ohr hinhört, meinte am Ende "Vielleicht nehme ich mir das Buch mal mit nach Hause."
    Was hätte Attila dort mehr erreichen können?

    Nur weil er es anders anpackt, bedeutet es nicht, dass er im großen Ganzen gesehen, weniger für die Tiere tut, als andere Veganer.

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  25. @windimhaar: Wie ich schon sagte, er darf sich ernähren wie er will und er darf auch gerne seine Lederschuhe tragen. Das werfe ich ja auch anderen Leuten nicht vor, ich bin schließlich auch mit Allesessern befreundet und denen werfe ich auch nix vor.
    Natürlich finde ich es gut, wenn sich Leute viel oder auch ausschließlich vegan ernähren, auch wenn sie ansonsten nicht vegan leben.

    Nur ist das dann halt irgendwie nicht wirklich vegan, sondern derjenige ist einfach Veganköstler. Auch das ist ja an sich nicht schlimm, ich finde es nur komisch, wenn jemand behauptet vegan zu leben, wenn er es doch nicht tut, ich meine er steht dazu, dass er sehr gerne Leder trägt, ist ja kein Geheimnis. Ist Vegan denn so im Trend, dass man es behauptet um cool zu sein? :D

    Es mag ja auch sein, dass ihm Tiere nicht egal sind und früher war es ja auch sicher so, nur leider bringt er es nicht mehr wirklich rüber. Klar, mit dem Argument "gesunde Ernährung" kriegt man sicherlich mehr Leute dazu, mal zuzuhören, als mit dem Thema Ethik, wo sich die meisten direkt angegriffen fühlen, aber er hätte es ja auch nicht bis ins Detail durchkauen müssen. Ein einfaches ich lebe vegan weil mir Tiere wichtig sind oder so hätte ja schon gereicht. Das Raab da nicht mehr weiter drauf eingegangen wäre ist ja klar, aber zumindest wäre es dann ein bisschen deutlich geworden, das die meisten es auch für die Tiere tun.

    Ich mag ihn persönlich, wegen seinen Facebook Aussagen nicht mehr, früher mochte ich ihn ganz gerne, aber es ist sicher nicht so, dass er hätte tun können was er will und ich hätte es nur scheiße gefunden, weil ich ihn nicht mag. Ich finde er hat den Auftritt insofern vergeigt, dass er fast nur auf sich selber und sein Aussehen eingegangen ist. Wenn er schon nicht über Tiere geredet hat, dann hätte er doch mehr darüber reden können, dass man sich auch vegan total gesund und absolut vollwertig ernähren kann. Nur das Cholesterin zu erwähnen reicht ja nicht. Als Stefan z.B. meinte wie man denn als Veganer ohne tierische Proteine leben kann, hätte er auch so gut was dazu sagen können...hat er aber leider nicht. Ich finde das kam überhaupt nicht rüber, dabei ist das ja eigentlich sehr wichtig, denn die meisten haben sicher kein Interesse an einer Ernährung die sicher zu Mangelerscheinungen führt...Für meinen Geschmack hat er eben zu viel über sich selber geredet und war zu wenig vorbereitet. Z.B. wenn Raab nach berühmten veganen Promis oder Sportlern fragt, dann hätte er doch mal mehr sagen können als öhhh ich selber und öhhh der patrick äh dingenskirchen. Klar, er war sicherlich sehr aufgeregt, das kann ich verstehen, aber trotzdem finde ich, dass er es besser hätte machen können, wenn er sich besser vorbereitet und sein Ego etwas zurückgenommen hätte.

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  26. Ich "glaube" er war mit diesem TV Auftritt persönlich überfordert! Welche Gründe er auch hat vegan zu sein, dass müssen nicht unsere sein. Für mich wirke er fremdgesteuert, als wenn viele Ihm gesagt haben, verhalte dich so und auf die Frage so und dann war sein Kopf Matsch und er war froh die Sendung überstanden zu haben.

    Ich fand den Auftritt auch unglücklich, die Welt wurde nicht verändert und ich mag meine vegane Ernährung noch genau so gerne wie vor der Sendung! Wir sind nicht auf der Welt um andere glücklich zu machen, nur uns selber! Wenn es anderen (auch Tieren) durch mich trotzdem besser geht, SUPI!

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  27. Ich hab mir das Spektakel heute auch angesehen und bin froh, dass ich nicht die einzige bin, die geschockt ist. ich bin erst seit 3 monaten veganerin, und ich dachte immer attila hildmann wäre eine gallionsfigur. furchtbar!

    schlimm auch, dass stefan r. ihm immer wieder entgegen kam: "das riecht super!" antwort hildmann, mehrmals: "das sind die mettbrötchen!" (wenn auch vermutlich, hoffentlich, ironisch, aber das kam gar nicht rüber)

    ich habe mich wirklich sehr geärgert.

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  28. Hab mir das grad angesehen und muss zustimmen, irgendwie kam der Typ echt nicht gut rüber. Er versucht zwar witzig zu sein, aber es wirkt total künstlich. Gegen Stefan anzukommen ist natürlich nicht so einfach, da bleibt man am besten man selber. Und etwas weniger Kompromissbereitschaft wär auch gut gewesen, er hat ihm wirklich, wie du schreibst, nach dem Mund geredet. Nicht gut. Dabei hatte er echt die Chance, wenigstens mal einen guten Satz zum Nachdenken loszulassen. Das Gericht wirkte aber wirklich appetitlich. Immerhin. ;)

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  29. Jaaaaaahhh...macht euch gegenseitig fertig ihr Irren, das ist nämlich das, was ihr am Besten könnt :-)

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