Dienstag, 29. November 2011

Die Bahn ist doof aber ihr seid toll

Hallo ihr Lieben!
Erstmal möchte ich mich für die große (und vor allem größtenteils sehr positive) Resonanz bedanken. Hatte wohl auch damit zu tun, dass mich Kochenohneknochen auf seiner Facebookseite verlinkt hat - ein Dankeschön nochmal dafür.
So viel Feedback hatte ich so absolut nicht erwartet, v.a. dachte ich, dass mir die meisten erklären würden, dass selbst kochen sowieso viel besser wäre und man außer Haus halt planen müsste und dann wär das alles kein Problem. Anscheinend haben sich viele in dem Text wiedergefunden - zumal man sowas ja nur sagen kann wenn man "unter sich" ist- auf die Frage "aber ist vegan nicht total schwer und kompliziert?" würde keiner antworten "Man kann nicht mehr gescheit essen gehen, muss immer nachfragen, Zutatenlisten studieren und dann kriegt man auch noch blöde Fragen gestellt".
Es gab so viele Kommentare, dass ich dann nicht mehr auf jeden einzelnen geantwortet habe, aber ich habe alle gelesen und mich über die verschiedenen Meinungen gefreut! Es ist mir auch mal wieder aufgefallen, wie zivilisiert und friedlich hier alles abläuft, auch wenn der eine die Dinge grundsätzlich anders sieht als der andere. Die "Anonyms" die hier gelegentlich rumtrollen werden mit Gegenargumenten bombardiert, anstatt alles mit Zensur unter den Tisch zu kehren. Könnte man fast als Beweis dafür anführen, dass Veganer intelligenter sind ;-)



Nun zum weniger erfreulichen Teil: Die Servicestelle der Bahn hat mir auf meine Kritik, die neue Speisekarte sei zu fleischlastig, geantwortet:

Sehr geehrte Frau Mausflaus,

vielen Dank für Ihre E-Mail.
Da wir unseren Service und unser Angebot kontinuierlich für Sie verbessern möchten, freuen wir uns über jede Anregung, die uns erreicht. 
Wir prüfen alle Vorschläge dahingehend, wie und zu welchen Kosten diese umgesetzt werden können und leiten dann ggf. die entsprechende Umsetzung in die Wege.
Gerne können Sie auf
bis Dezember 2011 abstimmen, welche Gerichte ab März 2012 im Bordrestaurant serviert werden sollen. Diese Aktion wird im dreimonatigem Wechsel wiederholt.

Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Leiterin Kundendialog


Typische Standardantwort.... Ich frag mich ob das überhaupt ein Mensch gelesen hat (wenn überhaupt dann die Praktikantin), sonst hätten sie mir ja wohl nicht nochmal geschrieben, dass ich über die Speisekarte abstimmen kann, nachdem ich ja gesagt hatte, dass das explizit NICHTS für mich in Frage kommt.

Montag, 28. November 2011

schöne heile Veganerwelt

Vegan ist zwar toller, als die meisten denken, aber auch nicht so uneingeschränkt toll wie Veganer gern behaupten. Wenn Veganer über Veganismus erzählen, ist es meistens ein Lobgesang, wie toll es schmecken würde, wie gut sie sich seither fühlen, wie gut es der Umwelt tut, und was es doch für zahlreiche vegane Produkte geben würde. Zwar in der guten Absicht, das meist sehr negativ geprägte Bild vom Veganismus  etwas zu positivieren, aber mich nervt diese Lobhudelei. Dieses Heile-Welt-Getue ist was für Florian Silbereisen und den Musikantenstadl, aber nicht für mich.
Und wenn mich was nervt muss ich da meinen Senf zu geben :-P Die anonymen Kommentatoren, die die veganen Blogs inzwischen ausgiebig als Spielwiese nutzen, wirds bestimmt freuen.


1. Veganer-Behauptung: "Vegan ist kein Verzicht"
Neuveganbloggerin (Naja, nach über 1 Monat vegan und bloggend schon viel länger nicht mehr ganz so neu ;-) ) Cheesy ist das vegane Beharren darauf, vegan sei kein Verzicht, auch aufgefallen: 

Ein Wort, welches Veganer äusserst ungern hören im Zusammenhang mit Veganismus ist “Verzicht”. Man verzichte auf nichts sondern vermeide tierische Produkte, bzw. Tierleid.

Wenn man sowieso immer zuhause ist, nicht in den Urlaub fährt, nie irgendwo eingeladen wird, massig Geld hat, um in teuren Online-Shops einzukaufen, Zeit und Ressourcen hat, alles selbst zuzubereiten, dann ist vegan vielleicht supereasy, lecker und unproblematisch.
Klar kann man sich unterwegs was mitnehmen, aber vielleicht hat man aber nicht immer Lust dazu "für alles vorzusorgen". Ich persönlich empfinde es durchaus als Einschränkung, nicht einfach ohne auf die Karte zu gucken in ein normales Restaurant reinzugehen und drinnen auszusuchen was mir schmeckt, sondern schon draußen zu gucken, ob der "Notfall-Salat" auf der Karte steht, welche Gerichte sonst noch theoretisch möglich wären und dann drinnen die Kellnerin zu nerven und dann zu hoffen, dass sie verstanden hat was ich will. - das IST für mich eine Einschränkung und ein Ärgernis und für viele andere Menschen auch.
Ich bin auch kein großer Kuchenesser, aber wenn irgendwo Kuchen rumgeht dann will ich einfach nicht immer der Außenseiter sein, sondern dazugehören. Und wenn man nicht mitmacht, dann ist man Außenseiter. Man macht Umstände, man muss an tausend Sachen denken, planen, erklären.

Das ist keine Ausrede dafür, gedankenlos zu konsumieren; aber ich finde man muss ehrlicherweise dazusagen, dass Veganismus unbequem ist. Nicht immer und überall, aber oft halt schon.



2. Veganer-Behauptung: "Vegan ist viel gesünder"
Wenn man einen selbst kochenden Veganer mit einem McDonalds-Liebhaber vergleicht, dann vielleicht schon. Laut Studien ist eine vegetarische Mischkost mit wenig Tierprodukten am gesündesten bzw. genauso gesund wie eine ausgewogene vegane Ernährung. Und man kann sich auch von Chips und Cola vegan ernähren.


3. Veganer-Behauptung: "Vegan ist umweltfreundlicher"
Es stimmt zwar, dass Tierprodukte eine schlechte Klimabilanz haben und eine Menge Umweltprobleme verursachen (Regenwald wird für den Anbau von Tierfutter gerodet, Gülle, Tierkadaverentsorgung...), aber auch hier gibts kein "vegan ist immer besser". Erstens mal sollte man vorsichtig mit den Berechnungen des CO2-Ausstoßes sein, denn die können allenfalls einen Durchschnittswert liefern, außerdem ist es schwierig, wirklich alle Faktoren miteinzubeziehen. Außerdem spielen Herkunft und Verpackung eine große Rolle,ich glaube der regionale Biokäse an der Käsetheke von Alnatura ist da nicht schlechter als der beim vegan-Versand bestellte Tofutti-Scheibenkäse, bei dem jedes Scheibchen einzeln in Zellophan verpackt ist.


4. Veganer-Behauptung: "Vegan ist nicht teurer"
Auch da kommt's drauf an: Ist man mit Spaghetti mit Tomatensoße zufrieden ist vegan nicht teuer. Was Fertigprodukte angeht, ist vegan definitiv um ein Vielfaches teurer; veganer Käse, Fertigpizza, Fake-Fleisch, vegane Würstchen, Sojaghurt haben oft locker den doppelten Preis. Solche Sachen sind dann zwar oft bio, sodass man einen Becher Yofu nicht mit normalem Joghurt, aber dadurch, dass es da kein veganes Produkt im unteren Preissegment gibt, ist vegan in dem Fall faktisch einfach teurer. 


5. Veganer-Behauptung: "JEDER kann sich vegan ernähren"
Da bin ich mir nicht so sicher. Schwangere und Kinder haben besondere Bedürfnisse, dazu kommen bei Schwangeren durch die Hormonschwankungen Gelüste, denen man nicht so einfach widerstehen kann.Und Kinder mögen oft viele Sachen nicht, gerade Gemüse (Rosenkohl! Blattspinat! Ich hab's als Kind gehasst) und sonstige gesunde Sachen sind da nicht so angesagt, wenn da dann auch noch alle Tierprodukte rausfallen ist der Speiseplan arg dezimiert.
Genauso Leute, die eine Sojaallergie haben. Ich selbst konsumiere auch nicht viel Soja und denke, dass man prinzipiell auch als Veganer ohne auskommt, aber es ist halt nochmal ein Einschnitt.
Soll nicht heißen, dass vegan dann unmöglich ist, aber eben deutlich erschwert.


Kann man nicht auch mal aussprechen, dass Veganismus kein perfektes Allheilmittel für alles ist ohne gleich als Verräter dazustehen? Ehrlichkeit ist wichtig. Auch in Bezug auf Veganismus.

Samstag, 26. November 2011

die Bahn wird noch fleischiger

Die Bahn lässt darüber abstimmen, was nächstes Jahr auf dem Menü der Speisewagen steht. In drei Kategorien können Reisende im Internet abstimmen, das jeweilige Siegergericht gibts März 2012.
Eigentlich ne super Idee, aber allein schon die Überschrift: "Von Oma inspiriert, für Sie serviert"  lässt vermuten dass es deftig und fleischlastig wird. Zur Auswahl stehen u.a. Erbseneintopf, Schweinebraten und Rinderrouladen - die Bahn meint, dass sich diese "Klassiker der deutschen Küche" schon immer gut verkauft häten. Alles mit Fleisch! Kein einziges vegetarisches, geschweige denn veganes Gericht.


 Ich habe über das Kontaktformular eine Nachricht geschrieben: 

Guten Tag,
ich finde es toll, dass Sie über die Speisekarte im Bordrestaurant abstimmen lassen. Allerdings finde ich die Auswahl sehr dürftig - ich als Veganerin kann überhaupt nichts davon essen, und noch nicht mal für Vegetarier ist etwas dabei. Angesichts der steigenden Zahl der Vegetarier und der Tatsache, dass auch viele nicht-Vegetarier versuchen, ihren Fleischkonsum nicht nur aus Tierschutz-, sondern auch aus Gesundheits- und Umweltschutzgründen zu verrringern, finde ich diesen Speiseplan sehr unzeitgemäß. Und auch in die frühere Zeit passt er nicht so recht - Versuchen Sie sich mal zu erinnern, ob Ihre Oma wirklich jeden Tag Fleisch gekocht hat - meine nicht, dass konnte sich früher niemand leisten, deswegen gab es höchstens am Wochenende Fleisch. Dafür öfter mal Pellkartoffeln mit Quark, Pfannkuchen, Kartoffelpuffer, Bratkartoffeln, Klöße, Gemüseeintopf, Nudelauflauf, u.ä.
Ich würde mich freuen, wenn Sie Ihre Speisekarte nochmals überdenken würden, ich kann mir vorstellen, dass die anderen Bahnkunden gerne auch etwas mehr Auswahl hätten als nur "deftig, fettig und fleischig".

Mit freundlichen Grüßen,


 ich glaube aber kaum, dass das was bewirkt. Die Bahn war ja schon immer Vegetarier-unfreundlich, z.B. wird unter den vegetarischen Gerichten gerne mal Lachs aufgeführt....


Donnerstag, 24. November 2011

alle Jahre wieder:Thanksgiving und seine bescheuerten Bräuche

Dieses Jahr hat Obama die Truthähne "Peace" und "Liberty" begnadigt. Ob der Truthahn, den er anschließend daheim aufgetischt bekam, wohl auch einen Namen hatte?

Montag, 21. November 2011

Weltpremiere: Vegan-Experiment was NICHT total in die Hose gegangen ist

Ein historischer Moment.... Dass ich das noch erleben darf! *schnüff*

Man wird doch noch ein bisschen dramatisch sein dürfen ^^

Tim vom flashtim's blog isst anlässlich der "vegan for a week"-Facebook-Aktion eine Woche vegan.Als ich bei Tag 1 las

Ich habe mich ehrlich gesagt viel zu wenig mit dem Thema auseinandergesetzt als ich bemerke, dass die Aktion ja heute beginnt. In meinem Kühlschrank befinden sich noch eine Gurke und Tomaten, sonst nichts. Das reicht zwar, um heute noch einen kleinen Salat zu essen, aber ich muss wohl noch einkaufen gehen. Heute belasse ich es bei einem Salat.

dachte ich zwar erst "na toll, null vorbereitet und morgen geht er bestimmt Tofu und Sojamilch kaufen und spuckt beides wieder aus", aber ihm kommt die glorreie Idee, eine vegane Freundin anzurufen und nachzufragen! Die schickt ihm eine Liste mit Rezepten, bevorzugten Läden und Internetseiten, sodass er beim Edeka lauter normales Zeugs (und Tofu, das durfte dann doch nicht fehlen - Klischee olé) kauft. Ich habe zwar ein wenig den Eindruck, dass ihm Spaghetti, Tomatensoße und Gemüseravioli für die Woche reichen würden, weil er sich sonst auch nicht kaum anders ernährt *g*, aber dann gehts noch ins Reformhaus wo Tim  gelatinefreie Gummibären, Fake-Fleisch und Brotteig (ja, Veganer können tatsächlich Brot essen!) findet.
Dann kriegt er bei bei Partys noch veganen Apfelkuchen und Chili sin Carne, damit ist das Vegan-Experiment eigentlich ein voller Erfolg. Das Fazit fällt dann auch ganz zufriedenstellend aus:


Vegan zu leben ist kein Ding der Unmöglichkeit. Ganz im Gegenteil: Ein Großteil der Nahrung, die man im Alltag so zu sich nimmt, ist bereits vegan oder kann ganz leicht, zum Beispiel durch nutzen von Ersatzprodukten, vegan gemacht werden. Die größte Anstrengung, die zu leisten ist, besteht darin, genau darauf zu achten, was man isst. Ich persönlich sehe das aber sogar als einen positiven Nebeneffekt, um seine Ernährung gesund und kontrolliert umzugestalten. Um es gleich vorweg zu sagen: Ich werde nicht weiter vegan leben. Ich werde aber durchaus viel mehr darauf achten, was dort eigentlich auf meinem Teller liegt und auch meinen Fleischkonsum will ich auf ein Minimum reduzieren. Ich spiele sogar mit dem Gedanken, eine ganze Zeit lang vegetarisch zu leben, länger als eine Woche, denn ich bin mir sicher, dass das ohne Schwierigkeiten machbar ist, ja um einiges einfach als vegan.


Wobei ich es schade finde, dass es ihm, obwohl es ihm nicht schwer gefallen ist, nicht wichtig genug ist, weiter zu machen. Ich glaube es fehlt ein wenig der Antrieb - vielleicht wäre es ganz sinnvoll sich mal ernsthaft mit dem Thema Tierausbeutung auseinanderzusetzen und sich eine Doku wie earthlings oder easy vegan anzusehen.


Sonntag, 20. November 2011

veganer Schmuck von Jacy Green

Jacy Green vom "bewusst[grün]sein"-Blog bastelt gerne Schmuck und will ihn quasi unter eigener Marke vertreiben. Dazu brauchte sie ein Label und hat deshalb ne Abstimmung veranstaltet, bei der man etwas von ihrem Schmuck gewinnen konnte. Ich habe für Label 3 gestimmt (die Karte seht ihr auf dem Bild) und gewonnen! Und zwar diese schönen Sachen:

Schlüsselanhänger, Kette und Ohrringe

Jacy beschreibt ihren Schmuck als natürlich und elegant und inspiriert von der Natur, außerdem natürlich vegan! Als ich das Päckchen aufgemacht habe, habe ich erstmal gestutzt, weil die Bänder vom Schlüsselbund exakt wie die typischen Lederbändchen aussahen, die man sonst so kennt. Ich wusste gar nicht, dass es die auch aus Kunstleder gibt.
Ich finde die Sachen jedenfalls superschön und habe mich sehr darüber gefreut. Es ist kein Jeden-Tag-Schmuck, dafür ist er zu schade, sondern eher was für besondere Anlässe. Er sieht auch sehr professionell gemacht aus, also nicht krakelig oder so; er könnte genau so in der Auslage einer Schmuck-Boutique liegen!
Hier nochmal die Ohrringe und die Kette (in alter "Starschnitt"-Manier *g*)




Die Kette ist eigentlich eine lange Einzelkette, ich habe sie doppelt gelegt, weil ich es nicht mag wenn Ketten so weit runterbaumeln.

In dem Abstimmungs-Blogpost findet ihr noch weiteren Schmuck den Jacy entworfen hat

Samstag, 19. November 2011

Hagen Rether in der Anstalt

Eigentlich nicht wirklich witzig, dafür umso wahrer: 

Freitag, 18. November 2011

ich muss mal was zum Thema "Blogawards" sagen

Die Grundidee von Blogawards, dass man einem Blog, den man besonders mag, einen Preis verleiht ist ja eigentlich gut. Allerdings werden die mittlerweile so inflationär verliehen, dass man kaum noch eine Wertschätzung darin sehen kann; ich habe ein bisschen den Eindruck, dass die nach dem Prinzip "Wer hat noch nicht, wer will nochmal" verliehen werden, weil man seine Lieblingsblogs eben nicht ständig wechselt und die "Regeln" des Awards besagen, dass man ihn an 7, 10 oder 15 andere Blogger weiterverleihen soll.
Blogawards sind eigentlich nichts anderes als eine moderne Art von Kettenbriefen. Um nicht zu sagen: Spam.
Wenn ihr einen Blog toll findet, dann nehmt ihn in eure Blogroll auf bzw. stellt ihn einfach so in einem Blogpost vor, wenn ihr euren Lesern "7 Dinge über mich" erzählen wollt, dann tut das einfach, dafür muss man nicht auf einen Blogaward warten!


So richtig deutlich schreibt es das Chaosweib in ihrem Beitrag "Awardfreie Zone - stoppt endlich diese Spamwelle":


Jeder spamt rum und keiner merkt es.

Warum niemand merkt, dass diese Awards nur ein Schneeballsystem und letztlich eine riesige Spamwelle sind, ist mir ein Rätsel. Ich bekomme einen Award und muss zum Beispiel 15 weitergeben. Diese 15 müssen wieder je 15 weitergeben, macht schon 225 Blogs. Auch diese sollen wieder je 15 weitere Blogs damit “auszeichnen” und schon haben wir 3375 und so soll es dann immer weitergehen. Im nächsten Schritt hätten wir schon 50.625 Blogs!! So viele Blogger gibt es hier gar nicht, ergo bekommen einzelne Blogs mehrfach Awards verliehen und das von Leuten, die den Blog noch nie gesehen haben. Denen haben schlicht noch 7 von 15 gefehlt und den Blog irgendwo in einer Blogroll oder einem Kommentar entdeckt. Und schon geht das Ganze wieder von vorne los.
Und niemand merkt, dass das Spam ist? Ist ein Witz, oder? Das ist Spam vom Allerfeinsten und den möchte ich hier bitte nicht haben!

Ich mag deinen Blog aber wirklich.

Wer meinen Blog mag und meine Beiträge für hilfreich erachtet, der kann das gerne in einem netten Kommentar kundtun. Über sowas freue ich mich nämlich wirklich. Wer mir darüber hinaus eine Freude machen möchte, der abonniert den Blog, verlinkt mich in seiner Blogroll, oder in einem Artikel. Solche “Ehrungen” sind ehrlich und gerne gesehen. So zeigt man Bloggern, dass sie “gut” sind und man sie mag.
 
Ich hab mich immer ein wenig schuldig gefühlt, wenn ich den "Regeln" des Awards nicht ganz nachgekommen bin, man will ja nicht undankbar sein. Aber ich möchte mich keinen "Regeln" unterwerfen, und jemandem einen Preis verleihen, weil ich mich dazu gezwungen fühle. Ich habe mich daher entschieden, in Zukunft keine Blogawards mehr weiterzugeben und hoffe, dass meine Gründe dafür nachvollziehbar sind.

Vielleicht sollte man mal nen Anti-Award machen, indem man dem schlechtesten Blog, den man kennt, einen Preis als schlechtesten Blog verleiht. So wie die goldene Himbeere in Hollywood ^^

Und weil heute Freitag ist:

Donnerstag, 17. November 2011

die Ukraine, der Fußball und die Straßenhunde

Gestern hatte ich den Bericht von Peta, demzufolge die Ukraine anlässlich der Fußball-EM Straßenhunde tötet, gepostet. Ich habe den Bericht nicht wirklich in Frage gestellt, obwohl ich Peta nicht für sonderlich seriös halte.
Ein Kommentator wies mich daraufhin auf folgenden Bericht hin:

Massentötung von Hunden in der Ukraine - Alles nur erfunden? 

Nun, am Anfang gab es die Reportage von ARD Brisant. In der Reportage wird erzählt, dass die Ukraine versucht die streunende Hunde unter Kontrolle zu bekommen. Die Hundefänger in Kiew fangen die Tiere ein, sterilisieren die Hunde und lassen sie wieder frei. Dann folgen die Spekulationen, die auf den Aussagen von ukrainischen Tierschützern basieren: die Regionen sollen weniger Geld haben, als Kiew und verzichten auf Sterilisierung. Stattdessen werden die Hunde getötet und verbrannt. Einige (die nächste Mutmaßung!) sollen bei lebendigem Leib verbrannt werden. Es ist schwer nachvollziehbar, warum die Regionen für die Sterilisation weniger Geld bekommen, aber lasst uns dem glauben.
Grundlage für die Spekulation sind zwei Youtube Videos.Anhand von diesen Videos Urteile zu fällen ist höchst voreilig und übereifrig. Die Reportage bringt keine Beweise für Massentötung auf Anweisung der Regierung oder der UEFA. Die Tiertötungen könnten genauso ein perverses Vergehen der Tierquäler sein.


Ich weiß nicht so recht, was ich von alledem halten sollt. Brisant ist nun wirklich kein seriöses Magazin, und Peta scheint auch nicht weiter recherchiert zu haben. Und wenn erstmal ein "Skandal" publiziert wird, ist der Aufschrei schnell da ("die armen Hundis!!!"). Andererseits: Es scheint so plausibel, dass die Ukraine Straßenhunde töten lässt, weil sie nunmal nicht ins Heile-Welt-Bild passen.

Außerdem kam heute folgende Meldung raus, wo ich denke, dass die Behauptungen stimmen müssen, sonst hätte die ukrainische Regierung wohl nicht so reagiert, sondern die Vorwürfe zurückgewiesen:

Kiew - Nach scharfer Kritik von Tierschützern auch aus Deutschland hat die Ukraine ein Ende der Massentötung von Straßenhunden zugesagt. Zuletzt waren Hunde vielerorts vergiftet oder auf illegale Weise eingeschläfert worden, um die Straßen wegen des anstehenden Großereignisses zu säubern.
Das Umweltministerium gab am Donnerstag bekannt, dass es alle Bürgermeister des Landes aufgefordert habe, das Einschläfern herrenloser Hunde zu beenden und stattdessen Tierheime einzurichten. Der Appell des Ministerium folgte auf ein Treffen mit Vertretern der britischen Tierschutzorganisation Naturewatch. Das berichteten Medien aus der Hauptstadt des ex-kommunistischen Landes.  
Von den Kommunen hatte es zuvor geheißen, man habe mit der Tötung der Streuner vor dem Turnier die Straßen "sicherer" machen wollen.


Egal ob es stimmt oder nicht, mir hat das mal wieder ins Gedächtnis gerufen, dass man nicht alles glauben sollte und kritisch bleiben muss, gerade wenn es um vermeintliche Skandale geht.
Und dass die Welt verlogen ist; ich will nicht wissen, wie viele gesagt haben "Was sind das für furchtbare Tierquäler!" und anschließend in ihr Mettwurstbrötchen gebissen haben...

Mittwoch, 16. November 2011

ein Grund mehr, Fußball zu hassen

Die Ukraine "säubert" im Vorfeld der EM 2012 die Straßen von Hunden!

Die EM 2012 steht vor der Tür - die künftigen Austragungsländer Polen und die Ukraine bereiten sich schon auf die Festlichkeiten vor. Dabei hat sich die Ukraine zum Ziel gesetzt, die Anzahl der heimatlosen Tiere zu dezimieren, um der Welt nicht zeigen zu müssen, wie viele heimatlose Tiere auf ukrainischen Straßen leben und leiden. Die populationsreduzierenden Maßnahmen der Behörden sind aber alles andere als human: Die Tiere werden vergiftet, erschossen oder gar lebendig verbrannt. Für letztere grausame Methode steht den Behörden in Lysychansk, Mariupol und anderen ukrainischen Städten ein mobiles Krematorium zur Verfügung, welches sogar im Staatsfernsehen beworben worden ist. Die Tiere werden eingefangen, angeschossen oder betäubt und direkt in den Verbrennungsofen geworfen!

Ukrainische und schweizer Tierschützer - allen voran die Organisationen SOS Animals Society Kiev und SOS CHATS NOIRAIGUE - kämpfen seit Jahren für die gewaltfreie populationsreduzierende Geburtenkontrolle in der Ukraine (Neuter & Release - Kastrieren und Wiederaussetzen der Tiere an ihrem Ursprungsort) und gegen die Massenmorde an heimatlosen Tieren. Sogar die UEFA kritisiert die Machenschaften der ukrainischen Behörden scharf und hat den Tierschützern finanzielle Unterstützung zur Kastration der Tiere gewährt. Die ukrainischen Behörden reagieren auf die Proteste der Tierschützer bislang mit vernichtenden Taten: Sie üben Druck auf die Tierschützer aus, den internationalen Protest zu stoppen!


Was Sie tun können

Bitte helfen Sie den Tieren in der Ukraine und unterstützen Sie unseren Protest gegen die Massentötungen von heimatlosen Hunden. Schreiben Sie an die Ukrainische Botschaft in Deutschland, sich für eine humane Geburtenkontrolle und gegen die grausamen Tötungen auszusprechen!

Botschaft der Ukraine in der Bundesrepublik Deutschland
Botschafterin Natalia Zarudna
Albrechtstraße 26
10117 Berlin
Telefon: 030-28 88 70
Fax: 030-28 88 71 63



Quelle: peta

Balea-Creme im Marktcheck

Im letzten SWR-Marktcheck wurden Gesichtscremes getestet. Im Test waren zwei teure Cremes und eine günstige von Balea, nämlich die vegane Feuchtigkeitsspendende Tagescreme für 1,95€.

Das Ergebnis: Die Cremes von Vichy und Biotherm verbesserten die Hautfeuchtigkeit um 19 Prozent. Die günstige Creme von Balea brachte sogar 26 Prozent mehr Feuchtigkeit.  Die hat auch von Stiftung Ökotest ein "sehr gut" erhalten.


Eine Liste mit weiteren veganen Cremes von Balea gibt auf dem balea-vegan-blog.

Was würden wir veganen Kosmetikjunkies bloß ohne DM machen :-)

Montag, 14. November 2011

(Winter-) Puddingveganer

Endlich hat ihn mein Alnatura: den Arche Winter Pudding:



Ein "köstliches Dessert für die kalte Jahreszeit" ist er wirklich, schon wenn man die Tüte aufmacht, kann man den Lebkuchenduft erschnuppern. Schmecken tut er auch, aber eher schokoladig. Also im Prinzip ist es Schokopudding mit Lebkuchengewürz, kann man sich eigentlich auch selbst basteln. Aber 0,79€ für ne 50g-Tüte find ich jetzt eh nicht zu viel, zumal es ja bio ist.Ich werd mir auf alle Fälle zum Ende der Saison hin noch ein paar Tüten ins Frühjahr hineinhamstern.

hier isst eher die Nase als das Auge mit;-)

Winterpudding
 
Nährwerte pro 100 g Trockenprodukt:
Energie                       320 kcal
Eiweiß                        8 g
Kohlenhydrate            64 g
Fett                             8 g 



Ich liebe ja Pudding; falls einen jemand fragt, ob man kochen kann, dann kann man immer mit "Ja, Kaffee, Spaghetti und Pudding!" antworten :-)
Wobei ich mich noch gut an meinen ersten Pudding-Versuch mit 14 erinnere; wo ich das Puddingpulver direkt in die heiße Milch rühren wollte und dann nur ein paar Klumpen im Kochtopf schwimmen hatte ^^

Samstag, 12. November 2011

Links der Woche I

Diese Woche gelesen: 

  • Glutamat ist laut Studien nicht gesundheitsgefährdend, ein "Chinarestaurant-Syndrom" konnte nicht bewiesen werden. Dafür macht Glutamat aber schneller wieder Hunger. Link  
  • Dafür haben es Haarfärbemittel in sich: die sind so gesundheitsschädlich, dass jetzt Warnhinweise wie bei Zigaretten aufgedruckt werden: Link
  • Tricks der Lebensmittelindustrie: Duftstoffe sollen Geschmack vorgaukeln: Link
  • Foodwatch kritisiert becel-Margarine mit Cholesterinsenkern: Link
  • Es gibt mal wieder neues Dioxin-Futtermittel: Link
  • neues veganes Rezepteblog namens "Le monde végétal" (ist aber auf deutsch): Link

    Freitag, 11. November 2011

    erwischt!

    Bloggerin Lisa vom Lisa goes Veggie!-Blog geht zum Veganer-Treffen und Bloggerin Regine vom schlachtreif-Blog, die praktischerweise auch Journalistin ist, schreibt in der Mainpost drüber. Schöner Artikel!



    Vegan leben: Nicht Fisch, nicht Fleisch 
    Veganer haben keine neue Religion erfunden - aber einen neuen Blickwinkel 

    edit: der link geht jetzt 

    und hier auf vegan.ch gibts noch einen Artikel über ein veganes Kind!

    Donnerstag, 10. November 2011

    Attila, der Cholesterin-Veganer


    Mir wären auch noch ein paar andere Überschriften eingefallen, „Attila, der Heuchel-Veganer, Attila, dem die Tiere egal sind, Attila der Toleranz-Veganer“
    Ich bin echt enttäuscht. Der Rahmen war natürlich schon blöd, dass Stefan platte Sprüche machen würde, und von vegan auch keine Ahnung hat, war klar. Und Attila hat wie befürchtet nur blöd in die Kamera gegrinst (ich glaube er hatte seine Nike-Lederschuhe an), versucht witzig zu sein ("die Tofutiere sind manisch-deppressiv"), und ansonsten Stefan nach dem Maul geredet:

    Stefan: „Es gibt ja so Veganer, die schauen auf andere herab, die Fleisch essen. Bist du militant“
    Attila kopfschüttelnd: „Nein, überhaupt nicht! Wirklich nicht. Ich weiß ja wie gut das schmeckt“

    Immerhin hat das Chili, was sie zusammen gemacht haben, Stefan geschmeckt („Man kann’s wirklich essen“) und Attila hat die von Stefan mehrmals geäußerten Vorurteile „Aber nen Veganer stellt man sich doch eher blass und dürr vor“ vielleicht etwas widerlegen können. Weniger durch seine Worte (er hat eigentlich kaum was gesagt, und wenn dann nur so WIschi-waschi-Kram), sondern durch sein Äußeres. Denn das ist es, was Attila hat: Gutes Aussehen. Nichts weiter. Jedenfalls nichts was mich vom Hocker reißen würde.
    Die einzige Möglichkeit, zu punkten hat er vergeigt:

    Stefan: Wieso ist man eigentlich Veganer?
    Attila: „Da gibt es viele Gründe: Cholesterin, Klimaschutz…“

    WTF???? KEIN Wort von Tieren! Ich erwarte ja nicht, dass er das böse Wort „Tierrechte“ in den Mund nimmt (Remember: Tierrechtler sind Nazis), aber dass er in dem ca. 15minütigen Auftritt mit keiner Silbe erwähnt dass Veganismus meist ethisch motiviert ist, und dadurch enorm viel Tierleid dadurch vermieden wird, nehme ich ihm ziemlich übel. Am Ende soll er sogar gesagt haben  

    "Man kann ja Fleischesser bleiben, aber dann auf Qualität achten, das ist so meine Devise."  

    (ehrlich gesagt kann ich mich daran nicht erinnern, aber in einem Kommentar zum letzten Post wurde das erwähnt). Treffend fand ich da auch den Kommentar von Rusty:

    Jo, Hildmann halt. Um Himmels willen, sag bloß nicht, dass es auch pflanzliche Proteine gibt, grins einfach hilflos. Und erwähne ruhig, dass es auch Qualitäts-Fleisch von glücklichen Tieren gibt. (Nee? Wie, die sind nicht glücklich, sondern tot?)

    Früher war Attila mal Tierrechtler, er hat Tierleid angeprangert und auch versucht, Leute zu informieren, teilweise mit provokanten Mitteln; z.B. hatte er auf seiner Seite ein „Schnitzel-Rezept“, bei dem er den Weg vom Kalb bis zum Schnitzel beschrieben und blutig bebildert hat, was für viel Aufmerksamkeit sorgte.
    Und heute? Heute hat er wohl PR-Berater. Er sieht gut aus, verdient viel Geld und kocht mittelmäßig. Aber damit hat er Erfolg. Ich habe Verständnis für Weiterentwicklungen, Kompromisse, kommerzielle Interessen und dem Wunsch berühmt zu werden. Ich werfe ihm nicht vor, dass er Schwerpunkte auf Gesundheit und Lifestyle setzt; aber dadurch, dass er die Tierleidproblematik völlig ausblendet, empfinde ich als Verrat an veganen Idealen und das macht mich echt traurigt.


    Falls jemand das Video bei youtube findet wär s nett wenn ihr einen Kommentar mit dem Link schreibt, dann füge ich es in diesen Post ein. 
    Ansonsten kann man sich die Sendung einige Tage lang auf der Seite von TV Total anschauen: 


    Montag, 7. November 2011

    TV-Tipp: Mi, 9.November 23:15 Pro7 TV TOTAL mit ATILLA HILDMANN!!!

    Okay, ich mag AddiHi nicht so furchtbar gerne, aber dass er bei TV Total kommt hat mich schon ziemlich geflasht und auch gefreut -
    Bin mal gespannt, was Stefan Raab als gelernter Metzger für Vorurteile und blöde Sprüche auf Lager hat! Und Addi kann gleich mitmachen.... (Addi hat auf Facebook Tierrechtler mal als Nazis bezeichnet. Vielleicht trägt er ja sogar seine tollen Nike-Lederschuhe? (den Seitenhieb konnt ich mir nicht verkneifen)

    In der Vorschau heißt es:

    Vegan Koch Attila Hildmann ist mit seinem Kochbuch "Vegan for Fun" zum Shootingstar der veganen Küche geworden. Der angehende Physiker und Vegan Koch wird Stefan etwas Veganes kochen, um ihn die Fleischlust vergessen zu lassen. Mal sehen was Stefan so zu Tofu und Weizenkorneiweiß sagt. 

    Quelle: pro7


    Apropos Fernsehen: Morgen fängt die neue Staffel Stromberg an!!!

    Sonntag, 6. November 2011

    Was Menschen denken was Veganer essen, Was Veganer wirklich essen und Was ich esse

    Draufklicken zum Vergrößern

    sehr schöne Veganergrafik von peta2

    und was ich davon esse:

    • Ananas selten
    • Äpfel oft
    • Aprikosen selten
    • Artischocken selten
    • Avocados nie
    • Bagel nie
    • Bananen oft
    • Bohnen oft
    • Brokkoli oft
    • Brownies nie
    • Burger selten
    • Burritos selten
    • Cookies selten
    • Croissants nie
    • Cupcakes nie
    • Donuts nie
    • Enchiladas selten
    • Erbsen oft
    • Erdbeeren selten
    • Frühlingsrollen selten
    • Gemüse-Wraps selten
    • Grapefruit selten
    • Grünkohl oft
    • Guakamole nie
    • Gurke oft
    • Chicken Nuggets nie
    • Himbeeren selten
    • Hotdogs nie
    • Hummus selten
    • Karotten oft
    • Käse nie
    • Käsekuchen nie
    • Kartoffelecken selten
    • Kartoffeln oft
    • Kartoffelpüree oft
    • Kekse selten
    • Kirschen selten
    • Lasagne selten
    • Mandarinen selten
    • Mangos selten
    • Maronen nie
    • Marshmallows nie
    • Nudeln oft
    • Okraschoten nie
    • Orangen selten
    • Paella nie
    • Pfirsiche selten
    • Pizza selten
    • Pommes nie
    • Quinoa nie
    • Reis oft
    • Rührtofu selten
    • Salsa selten
    • Samosas nie
    • Sandwiches oft
    • Schnitzel nie
    • Seitan nie
    • Sellerie oft
    • Soja-Drink oft
    • Spargel oft
    • Suppe oft
    • Sushi nie
    • Süßkartoffel selten
    • Tabuleh nie
    • Tacos selten
    • Tempeh nie
    • Tempura nie
    • Tomaten oft
    • Tofu oft
    • Vegane Eiscreme nie
    • Veggie-Wraps selten
    • Zitronen selten
    • Alles andere oft
     Wobei ich dazusagen muss, dass ich bis auf Avocados prinzipiell alles essen würde; sowas wie Cupcakes oder Käsekuchen fällt flach weil ich backen nicht mag, veganer Käse ist schwer zu kriegen, teuer und schmeckt nicht wirklich. Tempeh, Tempura und Okraschoten kenn ich ehrlich gesagt gar nicht, und was der Unterschied zwischen Tacos, Burritos, Enchiladas, Veggie-Wraps und Gemüse-Wraps sein soll, weiß ich irgendwie auch nicht.
    Die Grundidee von der Infografik ist ja ganz nett, aber die Umsetzung ist sag ich mal suboptimal. Da hätte man doch eher andere Lebensmittel auswählen sollen und ähnliche Lebensmittel vermeiden (was ist der Unterschied zwischen Cookies und Keksen?). Sowas wie Maronen oder Marshmallows ist doch kein Veganer regelmäßig, und wenn die Infografik den Anspruch hat, Nicht-Veganern zu zeigen, wie groß die Vielfalt veganer Lebensmittel ist, dann ist es nicht geschickt, so Exoten wie Marshmallows, die man sich vielleicht einmal im Jahr bei vegan-wonderland bestellt, aufzuführen.

    Da finde ich das Projekt Was kannst du denn dann noch essen? vieeeeel besser! :-)

    Samstag, 5. November 2011

    Nachtrag zum Blogaward - Thema Schuhe

    Ich habe ganz vergessen, dass der Empfänger des "tell me about yourself"-Blogawards ja noch 7 Dinge über sich preisgeben soll. Aus gegebenem Anlass stehen die Infos ganz unter dem Thema Schuhe - Ich habe nämlich neue Stiefel!!! Und zwar vegane (naja, zumindest sind sie aus Lederimitat, über den Kleber o.ä. mach ich mir keine Gedanken), und sie sind soooo toll:



    Ich gebe zu, sie sind nicht so ganz bequem, und passen tun sie auch nicht perfekt (ich hab anscheinend ziemlich dünne Waden, bei Stiefel stehen die Schäfte immer so ab) aber ich brauche sie ja auch nicht zum Wandern, sondern wenn ich etwas schicker aussehen will/muss. Gehen sowohl mit schlichten dunklen Hosen als auch mit Röcken.


    Und hier die 7 Schuh-Dinge: 
    1. Ich habe Schuhgröße 39, dabei bin ich gerade mal 1,65m groß
    2. Ich liebe Stiefel, leider passen mir die meisten nicht, weil sie an der Wade zu weit sind.
    3. In den letzen Jahren bestand mein Lieblingsoutfit aus Minirock und 20-Loch-Boots, im Sommer mit Tshirt/Trägertop, im Winter mit Strumpfhose (oder mehreren) und Pulli. Das hat sich ein bisschen geändert, inzwischen trage ich meist lange ausgestellte Hosen und flache Schuhe bzw. mit kleinem Absatz.
    4. Früher mochte ich Doc Martens, auch in meiner Vegetarier-Zeit habe ich diese gekauft/getragen
    5. Ich kaufe Schuhe am liebsten bei Deichmann
    6. Mir reicht es wenn Schuhe aus Lederimitat/Textil/Synthetik sind, auf mögliche tierische Kleber achte ich nicht. 
    7. Mein Schuhbestand umfasst 7 Paar Stiefel, 2 Paar Sneaker, 2 Paar Pumps, 2 Paar Joggingschuhe, 1 Paar Ballerinas, 1 Paar Eislaufschuhe, 1 Paar Inline-Skates, 1 Paar Hauspantoffeln, 1 Paar Flipflops

    Freitag, 4. November 2011

    Blogaward

    Ich hab einen Blogaward bekommen! Vielen Dank an Nikushimi von Ultimate Chaos. Sie ist zwar keine typische Vegan-Bloggerin, aber selber vegan, das erklärt vielleicht, wieso sie meinen Blog liest.
    Es freut mich immer sehr, wenn ich Blogawards verliehen bekomme, allerdings habe ich beschlossen, dass ich diese nicht weitergebe, weil ich diese Kettenbrief-Aktionen nicht so mag. 

    Diesmal werde ich ihn aber doch weiterverleihen, denn ich habe einen tollen neuen veganen Blog gefunden; oder genauer gesagt hat er mich gefunden, denn ich bin auf den Blog darauf aufmerksam geworden, weil Bloggerin Jules meinen Blog verfolgt, und ich guck ja immer neugierig nach, wer meine Leser so sind :-)

    Jules hatte erst einen normalen privaten Blog namens "Jules Chaos", wo sie über alltägliches gebloggt hat, aber auch immer schon Tierschutzthemen behandelt hat. Seit Mitte Oktober versucht sie sich vegetarisch zu ernähren, und gestern ist der Entschluss gefallen, vegan zu leben:

    Nun ist Schluss. Ich übernehme die Verantwortung und lebe nach meiner inneren Einstellung. Auch wenn andere mich für verrückt halten.

    Dazu hat sie einen neuen Blog gestartet: "Jules Vegane Mampferei". Was das Kochen angeht scheint sie auf einem guten Weg zu sein, die Fotos und Rezepte sehen jedenfalls lecker aus.
    Allerdings hat sie mit einigen anderen Schwierigkeiten zu kämpfen, ich glaube mit mehr als die meisten von uns hatten. Dass das Umfeld erstmal skeptisch ist, ist ja normal, das ist bei jedem Neuveganer so. Wenn der eigene Freund sich querstellt, trifft einen das aber besonders hart.

    Und egal, ob sie tatsächlich Veganerin bleibt, oder ob sie nicht doch Kompromisse macht, ich wünsche alles Gute und drücke die Daumen, dass Jules den Weg findet, der für sie der richtige ist.Wichtig ist einzig, was man für eine Einstellung besitzt, und dass man sich Mühe gibt!



    Donnerstag, 3. November 2011

    aktuelles Lieblingszitat XIV

    Wir müssen lernen, dass Verzicht uns nicht einschränkt, sondern uns weniger in besserer Qualität gibt. Wir werden achtsa mer mit den Produkten umgehen und unser Leben vereinfachen. Darin liegt ein noch unentdeckter Schatz. Wir gewinnen Zeit für das Wesentliche – die Entwicklung der geistigen Freiheit.


    aus dem Alnatura-Artikel "Verzicht als Chance"


    aber:

    "Auch was wir aufgeben, müssen wir mit freier Wahl aufgeben, nicht wie der Fuchs die Trauben." 

    Gottfried Keller in: Der grüne Heinrich

    Mittwoch, 2. November 2011

    veganer Selbstversuch Folge 428

    Gerade mal zwei Wochen ist es her, da wurde der glorreiche vegane Selbstversuch im Kölner Stadtanzeiger mit dem Fazit "zeitaufwändig und teuer" beschrieben, da stürzt sich Nina ganze fünf Tage für "der Westen" todesmutig in den Nutellla-Verzicht. Denn natürlich muss man als Veganer auf Nutella verzichten.

    Um zumindest ein bisschen Gewohnheit in mein Frühstück zu bringen, zog ich los, um die Supermärkte nach alternativem Müsli oder Brotaufstrichen zu durchsuchen. Die erste Ernüchterung folgte: Denn das Gefühl, in einem Supermarkt zu stehen und so gut wie keine Auswahlmöglichkeiten zu haben, war mir bis dahin fremd gewesen. Ein einziges Regal stand mir zur Verfügung. Die Brotaufstriche, die angeboten wurden, sahen nicht gerade verlockend aus, ebenso wenig ihre Namen: Paprika-Chili, Senf-Ruccola, Kräuterpastete… Und das zu einem Preis, der einem das vegane Leben auch nicht gerade schmackhaft macht. Gefreut hatte ich mich außerdem darauf, mal Fleischersatz zu probieren, aber: Er enthielt Milch. 

    "Alternatives Müsli" - sind da Anti-Atomkraft-Aufkleber drauf? Ein einziges Regal? Dann sind wohl Klopapier, Nudeln, Öl, Tomatenmark, Kaffee, Tee, Sojasauce, Gewürze, Linsen, Mehl, Zucker nicht vegan?
    Wenn ich mich im Supermarkt auf ein einziges Regal beschränken würde, dann wär ich glaub ich auch ziemlich frustriert. Und was ist an Paprika-Chili oder Kräutern so abstoßend? Klar für den Typ Pizza&Pommes ist das natürlich nix.
    Dass es im Supermarkt meistens nur dieses doofe Milchschnitzel gibt, hat mich auch schon geärgert - Da wird ein Tierqualprodukt durch ein anderers ersetzt; und es ist weder gesünder noch günstiger als Fleisch, im Gegenteil.

    Aber ich will diesmal nicht so dolle nörgeln; Nina findet die Sojamilch ganz schmackhaft, später guckt sie dann sogar im Internet nach Infos, wobei sie da leider nicht erfährt, dass es vegane Schokolade gibt, und auf Chocoreale scheint sie auch nicht gestoßen zu sein, denn ihr Fazit lautet:

    Insofern kann ich für mich sagen, dass das Experiment ein voller Erfolg war, was neue Erfahrungen und den Blick über den Tellerrand angeht – dass ich aber auch gemerkt habe, dass diese Lebensart auf die Dauer nichts für mich ist, obwohl ich es nach einer derart intensiven Beschäftigung mit dem Thema eigentlich besser wissen müsste.
    Aber auf mein Brötchen mit Nutella zum Frühstück oder eine Currywurst am Sportplatz kann ich mein ganzes Leben wirklich nur schwer verzichten.


    Deutschlandistvegan

    Nee, da fehlen keine Leerzeichen, das ist die Adresse der gleichnamigen Homepage, die gestern zum Weltvegantag startete!


    Was ist Deutschland is(s)t vegan?

    Eine Blog rund um veganes Leben in Deutschland: Gastronomie, Restaurants, Cafés, Imbisse und auch Literatur, alles rund um Ernährung, Rezepte sowie Veranstaltungsankündigungen, Messeberichte und natürlich Mode und Kosmetik.
    Sonja und ich schreiben weiterhin aus und über Berlin und über die Städte, die wir besuchen, kennen und mögen. Patrick ist für uns im Ruhrgebiet unterwegs und hat dort schon jede Menge Dinge getestet, die im Laufe der nächsten Wochen und Monate im Blog zu finden sein werden.
    Da wir aber (leider) nicht überall in Deutschland gleichzeitig sein können, ist Deutschland is(s)t vegan ein Netzwerk-Blog. Nach und nach stellen wir all die Mitautorinnen und Mitautoren vor, die uns aus ganz Deutschland unterstützen und am Blog mitarbeiten.

    gelesen bei veggielove


    Super! Ich finde die Seite auch schön gemacht, hübsche Bilder und viele Infos. Leider gibt es Städte-Infos bisher nur für Berlin, Düsseldorf, Köln und München, da fehlen wohl noch Leute aus anderen Städten, die den Blog füttern. Ingesamt sind noch etwas wenig Inhalte auf der Seite, aber die Seite gibt's ja erst seit gestern, das wird noch! Und ich freue mich, dass mein Blog in der Blogliste steht :-)


    klick mich, ich bin ein Link!

    Dienstag, 1. November 2011

    Hallloween überstanden, jetzt ist Weltvegantag



    Der jährlich am 01. November stattfindende Weltvegantag wird genutzt, um auf die Vorteile und Motivation einer veganen Lebensweise aufmerksam zu machen. Er fand erstmals 1994 anlässlich des fünfzigsten Jahrestags der Gründung der britischen Vegan Society statt.


    Wer aktiv werden möchte, guckt am besten mal auf vegan-tag.de, dort sind viele anlässlich des Weltvegantags stattfindende Aktionen gelistet.