Donnerstag, 6. Oktober 2011

Karen Duve 1 Jahr danach

Im Interview mit derstandard.at erzählt Autorin Karin Duve, die im Selbstexmperiment Bio, Vegetarisch, Vegan und Frutarisch probierte, wie sie heute lebt. Überschrift: "Ich bin eine Pudding-Vegetarierin".

Seitdem esse ich vegetarisch. Die sicherste Methode, wenn man verhindern will, dass fürs Mittagessen Tiere gequält werden. Deswegen esse ich auch deutlich weniger Milchprodukte, allerdings immer noch mehr, als ich ursprünglich vorhatte. Von den Veganern habe ich übernommen, dass ich keine Produkte aus Leder kaufe. Insgesamt versuche ich möglichst viele Bioprodukte oder bei meinen Nachbarn zu kaufen. Das klappt mal besser, mal schlechter.

 Machbar wäre durchaus mehr. Ich bin nicht vollkommen zufrieden mit mir. Dafür bin ich sicher, dass ich das, was ich mir vorgenommen habe, durchhalten kann.

Ich glaube, dass Milchprodukte für meinen Körper nicht gut sind. Dennoch greife ich aus Gewohnheit jetzt wieder darauf zurück. 

Schade, dass so wenig übrig geblieben ist. Dass sie "aus Gewohnheit" wieder Milchprodukte isst, verstehe ich nicht so ganz, immerhin hatte sie in ihrer veganen/frutarischen Phase ihre Gewohnheiten ja geändert, und sie dann später erst wieder neu etabliert. Aber immerhin ist ihr klar, dass Veganismus das Beste wäre: 

derStandard.at: Welches Lebens- oder Ernährungsmodell ist für Sie das überzeugendste?
Duve: Das vegane, aber für mich ist es zu anspruchsvoll, das habe ich nicht geschafft. Ich lebe jetzt also unter meinen moralischen Wertmaßstäben.

Kommentare:

  1. Ich habe diesen Artikel gestern auch gelesen und fand es zwar schade, dass sie fuer sich selbst nicht konsequenter sein kann. Zumindest ist sie aber ehrlich zu sich selbst und weiss, dass mehr geht. Vielleicht kehrt sie auch wieder dahin zurueck, es ist doch schwer zu sagen, wann und warum es Klick macht und wir unsere Gewohnheiten ueber Bord werfen.

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  2. Sie meint vegan ist am überzeugensten und während der frutarischen Phase hat sie sich sogar am besten gefühlt. Wirklich schade und eigentlich auch unglaublich, dass dann so "wenig" davon bei ihr übrig bleibt :(

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  3. Im Prinzip zeigt sich, dass ihr Experiment nicht lang genug gedauert hat. Beispielsweise in einer kleinen Community anzukommen, die hin und wieder mal gemeinsam kocht, und so dem Pudding-Vegetarier/Pudding-Veganer den Graus nimmt, selbst Hand anzulegen, und eine gewisse Zeit, sich WIRKLICH mit den Produkten auszukennen und zu wissen, wo man welche Reismilch wie bekommt, das braucht nunmal Zeit. Diese Zeit scheint sich die Frau Duve nicht nehmen zu wollen oder zu können. Immerhin ist sie dabei beim Vegetarismus angekommen, schade dennoch..

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  4. @Aprikose
    Naja, das wäre ein Totschlagargument für so ziemlich alles "dir macht tennisspielen keinen spaß? du hast es bloß nicht lange genug gemacht; wenn mans kann ist das total lustig!"
    sie war 1 monat vegan, das reicht um alle sojadrinks durchzuprobieren, veganen käse zu bestellen, neue rezepte auszuprobieren, und auszuchecken, welche schokoladen vegan sind.
    ob man das 1, 2 oder 3 monate macht, ist glaub ich egal, wer es nach dem ersten monat noch als total schwer empfindet, der wird sich auch nach nem halben jahr quälen

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  5. Hmmm...ich hab das Buch gerade mal wieder in der Hand gehabt und mich gefragt, was wohl aus ihr geworden ist.
    Ich habe angenommen, sie wäre vegan geblieben.

    Milchprodukte aus Gewohnheit ist doch irgendwie ein komisches Argument. Soja-, Reis- und Hafermilch gibt es doch inzwischen echt überall.

    Wirklich schade. Aber naja, besser als vorher ist es wohl allemal.

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  6. "Karen Duve 1 Jahr danach"

    Und wie das erst in 10 Jahren aussehen wird...

    Rohzustand hat gesagt :

    "Ich habe angenommen, sie wäre vegan geblieben."

    Und ich habe angenommen, du wärest ROH geblieben :-)

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  7. Als ich Vegetarier wurde war für mich von Anfang an klar, dass ich auch Vegan werden wollte "irgendwann" - 1,5 Jahre war ich dann soweit und bin Vegan geworden.
    Nicht jeder kann sich von heute auf morgen umstellen oder das "Tempo" auf Dauer halten.

    In einige Dinge sollte man langsam "reinwachsen". So hat es zu mindestens bei mir geklappt. ;)
    Ein bisschen Schade ist es trotzdem.

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  8. Das mit dem langsam reinwachsen ist für viele schon gut. Nur für mich war das nichts. Ich dachte mir am Anfang, wenn ich jetzt nicht von anfang an konsequent bin und hier und da Ausnahmen mache, dann werde ich nie vegan. Bei mir ist das andersrum, habe ich BLut geleckt, will ich mehr...sprich esse ich 1x die Woche ein kleines Stück Käse, wird es nicht dabei bleiben. Mir hat die radikale Umstellung viel gebracht, aber da ist auch jeder anders.

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  9. ich finde eines an ihr ganz toll: auf jeder vorlesung (ich war immerhin auf zwei) betont sie, dass nur vegan die lösung und das beste und tollste ist.

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  10. Tja, lieber Anonym, mir geht aber mit Koch-Vegan deutlich besser als mit Roh-Vegan. Ein guter Grund, was zu ändern oder?
    Sie aber sagte, es würde ihr mit vegan besser gehen, macht es aber nicht, das wundert mich.
    Aber komm doch lieber wieder in meinen Blog zum Stänkern, da fühlst du dich doch schon zuhause.

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  11. "Tja, lieber Anonym, mir geht aber mit Koch-Vegan deutlich besser als mit Roh-Vegan"

    Prust...das merkt man ja schon an der "Qualität" deiner momentanen postings :-)

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  12. @Rohzustand
    Sind sie nicht putzig, die anonymen Kommentatoren? ;-) Soooo eine große Klappe, aber sooo feige, dass sie nicht mal mit namen posten.

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  13. Ach nee...und wie bitteschön lautet der Realname der lieben "Mausflaus" ???

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  14. Ja, süße kleine Spezies.
    Und eine, wo man sich sicher sein kann, dass sie nie aussterben.
    Aber zum Glück wollen sie ja nur spielen ;o)
    die können ja keinen echten Schaden anrichten.

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  15. @Anonym
    Ich meinte nicht, dass man hier mit Name, Adresse, Körbchengröße und Foto vorstellig werden soll, sondern dass man ein Profil hat, was eindeutig immer dieselbe Person ist; und man von vornherein weiß "ach, das ist der der sich immer so blöde beispiele audenkt"

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  16. Man kann doch aber theoretisch unendlich viele Profile einrichten. Nützt nicht viel.

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  17. Don't feed the troll.

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