Samstag, 1. Oktober 2011

ätzende Hundehalter

Habt ihr auch schon mal festgestellt, dass Tierhalter oft gar nicht tierlieb sind?

Heutige Begegnung: Ich bin im Wald spazieren (im Taunus, also richtig weit draußen, nicht bloß am Stadtrand). Von weitem sehe ich schon zwei Frauen mit ihren Hunden, bzw. höre sie schon kläffen. Der eine war glaub ich ein Golden Retriever, der andere sah etwas nach Jagdhund aus, jedenfalls nicht gerade klein. Als ich näher komme, rufen die beiden ihre Hunde zu sich, leinen sie an, und halten sie fest; was sie auch müssen, denn die Hunde ziehen ordentlich. Ich hatte ca. 20Sekunden Zeit, mir zu überlegen, ob ich was sage. Eigentlich hatte ich keinen Bock auf Diskussionen, letztlich hab ichs aber doch gemacht; weil ich mir beim letzten Mal (die Sache mit dem Entenfüttern) vorgenommen hatte, NICHT wegzuschauen, sondern die Leute drauf anzusprechen wenn ich meine, dass sie Tieren (oder anderen Menschen) schaden.

Ich habe also in meinem höflichsten Tonfall gesagt, dass ich es nett finde, dass sie die Hunde wegen mir angeleint haben, aber dass Hunde im Wald doch eigentlich immer angeleint sein sollten, worauf die eine der Damen meinte, es gäbe keine allgemeine Alleinpflicht im Wald. Ich habe erwidert, dass ich auch keine Pflicht meinte, sondern dass die Hunde Wild aufschrecken und jagen könnten, und ich es deshalb angemessen fände, sie ständig an der Leine zu haben. Da kam dann nur in schnippischem Tonfall das übliche "die tun doch nix, und das sind auch keine Jagdhunde", und "Wenn man seinem Hund nicht vertraut...", worauf ich erklärt habe, dass das nichts mit Vertrauen zu tun hat, sondern dass jeder Hund einen natürlichen Jagdtrieb hat, und dass sie die Hunde gar nicht zurückrufen könnten bzw. schnell genug anleinen; wenn der was sieht dann rennt der hinterher. Darauf kam dann nur "Die Hunde müssen doch auch mal laufen". Ich habe nur noch "Ja, aber doch nicht unbedingt im Wald, wo das Wild gestört wird" gesagt, und damit war die Diskussion dann beendet.

Mich ärgert sowas echt; ich mag Hunde und die sollen ja auch laufen können, aber da wo sie niemanden stören bzw. gefährden! So ein Verhalten finde ich rücksichtslos, im Wald leben Rehe, Hirsche, Wildschweine, Füchse und viele Kleintiere, selbst wenn der Hund das Tier nicht erwischt, wird er es doch aufschrecken und verfolgen. Der Mensch breitet sich immer weiter aus und wenn es irgendwo noch ein Fleckchen Natur gibt, dann benimmt er sich als sei ihm die ganze Welt untertan.

Ich habe gerade extra nachgeschaut; in Hessen scheint es außer bei "gefährlichen Hunden" aber zwar keine allgemeine Anleinpflicht zu geben (siehe Hessische Hundeverordnung), aber sehr wohl im Wald!

Nach dem Hessischen Jagdgesetz handelt derjenige ordnungswidrig, der vorsätzlich oder fahrlässig Hunde unbeaufsichtigt in einem Jagdbezirk laufen lässt. Eine solche Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbusse bis zu 25.000,-- EUR geahndet werden.'


Unbeaufsichtigt laufen lässt jemand dann seinen Hund, wenn dieser sich außerhalb seiner Einwirkung befindet. Unter Einwirkung befindet sich der Hund, wenn er in Hör- und Rufweite ist und einem Ruf oder Pfiff sofort folgen würde. Der Hund muss dabei nicht unbedingt in Sichtweite seines Herrn sein. Bei der Beurteilung der Hör- und Rufweite und des Appells muss man vom Einzelfall ausgehen. An einen ausgebildeten Schutz- und Jagdhund können dabei größere Anforderungen gestellt werden, als an einen Stubenhund. Grundsätzlich kann aber davon ausgegangen werden, dass sich auch der ausgebildete Hund bei einer Entfernung über 200 m außerhalb des Einwirkungsbereiches befindet. De  Hund steht auch nicht unter Einwirkung seines Herrn, wenn dieser weder Willens noch in der Lage ist  von seiner Einwirkungsmöglichkeit Gebrauch zu machen. Wird von einem unbeaufsichtigt im Jagdbezirk laufenden Hund ein Stück Wild gerissen oder verletzt, so hat der Hundehalter, wenn ihm Vorsatz oder Fahrlässigkeit angelastet werden kann, dem Jagdausübungsberechtigten Schadensersatz für das gerissene Stück zu leisten.
 Quelle: jungejägerhessen

Leider ist es ziemlich sinnlos, an die Rücksichtnahme zu appelieren; und das ist bei Hundehaltern ziemlich sinnlos. Viele lassen Waldi und Fiffi rumkläffen und überall hinkacken, und wenn sie fremde Leute anspringen (ist mir auch schon passiert), ist da nichts bei.

Ich krieg nen regelrechten Hass auf Hundehalter; v.a. wenn ich sehe, dass sie ihre Hunde auch nicht gut behandeln. Man sieht so oft verfettete Hunde, oder wie der Halter sie ruckartig an der Leine zieht oder anschreit. Ich glaube, manche schaffen sich nur deswegen einen Hund haben, um etwas zu haben, was sie beherrschen können.

Das musste mal raus!

Kommentare:

  1. Das mit dem Hass auf Hundehalter kann ich nur unterschreiben! Was man alles sieht auf der Straße...
    Wirklich sprachlos war ich einmal bei meiner Bio-Lehrerin. Sie hat selbst einen Hund, einen sehr großen. Wir sollten eine Präsentation über das Rudelverhalten von Hunden halten und ich hatte mich dementsprechend im Internet informiert. Innerhalb von einer Stunde Recherche konnte man da viel wichtiges und seriöses rausfiltern. Dementsprechend schockiert war ich, als sie uns erzählt hat, ihr Hund würde sehr oft andere Hund anspringen weil sie nichts dagegen tun könne. Ich hab mich echt verarscht gefühlt, weil sogar ich als Laie im Umgang mit Hunden wusste, dass sie sehr wohl etwas tun kann, nämlich ihren Hund ordentlich erziehen oder an die Leine nehmen!

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  2. Mir wäre das im Wald schonmal viel zu gefährlich, da liegen ja unter Umständen auch Totschlagfallen rum (es gibt da erstaunlich viele Fälle), wenn dir der Hund doch mal abhaut und dann vom Jäger beim Wildern erwischt wird, wird der auch oftmals abgeschossen, auch dazu gibt es belastbare, auch offizielle Zahlen.

    Wenn einem schon die anderen im Wald lebenden Tiere egal sind, dann sollte man doch wenigstens so informiert sein, dass man Schutzmaßnahmen bezüglich des eigenen Hundes trifft.

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  3. Ich finde es überhaupt nicht toll alle Hundehalter über einen Kamm zu scheren. Nicht alle sind verantwortungslos, behandeln ihren Hunde schlecht, lassen die Kacke liegen usw. Das im Wald war natürlich nicht toll aber vielleicht wussten es die Leute einfach nicht besser, vielleicht haben die sich einfach noch nie darüber Gedanken gemacht was da passieren kann. Es war gut das du sie drauf angesprochen hast, aber es ist doch auch verständlich das man sich erstmal zu verteidigen versucht. Ist ja nicht so das sie dich blöd angemacht hätten. Die werden jetzt auch drüber nachdenken. Hundehalter sind bei weitem nicht so rücksichtslos wie du sie hinstellst. Ausnahmen gibt es immer, aber die gibt es überall.

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  4. @Anonym
    Auf keinen Fall verteufle ich ALLE Hundehalter, ich kenne einige, die sich liebevoll und verantwortungsbewusst um ihren hund kümmern, und sich auch gegenüber anderen zivilisiert verhalten.
    das ist aber echt die ausnahme; was einem so tagtäglich auf der straße begegnet, ist ja eher negativ. ich seh so oft dass hundehalter den hund anschreien, an der leine reißen, oder halt verfettete hunde, oder welche die ewig lange kläffen. oder die ganzen tussis mit ihren handtaschenhunden... und wer sich ne qualzüchtung wie schäferhund oder windhund zulegt, kann auch kein tierfreund sein.
    liegt vielleicht daran, dass ich in der großstadt wohne, und leute, die in der stadt einen hund halten können schonmal kaum ein bewusstsein für tiergerechte haltung haben; denn hunde gehören nunmal nicht in die stadt. das einzige argument was ich da gelten lasse, ist, dass der hund aud dem tierheim ist und er es im tierheim noch schlechter hätte. alle anderen sind meiner meinung nach egoisten, wenn sie einem hund das stadtleben zumuten.

    ich glaub nicht, dass die beiden drüber nachdenken... die denken sich wohl eher "die kleine besserwisserin kümmert mich nen dreck, ich lass meinen hund laufen wo s mir gefällt, mein hund ist der tollste und beste, der benimmt sich immer perfekt"

    doch, die meisten hundehalter sind rücksichtslos. wie du sagst, es gibt ausnahmen, aber das gros legt doch einige unsympathische züge an den tag.

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    1. @mausflaus:

      ich gebe dir völlig recht mit dem, was du über das anleinen etc im wald und die hundeerziehung sagst. auch ich habe mich schon ausführlich über das thema informiert und mit jägern und förstern unterhalten und mich von ihnen über diese themen aufklären lassen. kann also auch nicht nachvollziehen warum andere leute da so egoistisch sind, wobei man auch berücksichtigen muss, dass manche leute es einfach nicht besser wissen... die denken sich: solange mein hund hört und nicht abgeknallt wird ist alles gut, stört ja das wild nicht.
      sie wissen aber nichts über das wild, das allein schon durch die anwesenheit der menschen auf den waldWEGEN gestört wird.
      und ich denke darin liegt das problem: an der UNWISSENHEIT der menschen.
      die leute sehen die jäger meistens als "den bösen", der einfach einen harmlosen hund abknallt, der ja nur mal "spielen" oder "seine energie loswerden", das reh aber sowieso "nie bekommen hätte". problem: das kann das reh ja auch nicht wissen... und schwupps wird der heruntergefahrene kreislauf im winter wieder hochgefahren und die gespeicherte energie unnötig verbraucht. folge: tier verhungert und überlebt evtl den winter nicht.
      meiner meinung nach müsste einfach dagegen gearbeitet werden, dass die leute die gründe der jäger verstehen können. man sollte nicht einfach alles vorwerfen schlechte hundehalter zu sein oder einen "hass" auf sie entwickeln, sondern sie aufklären und das thema mehr in die medien bringen (was keine schwierigkeit sein dürfte, weil sowieso alle auf dem natur- und tierschutz-trip sind, sodass sie sich anschließend wahrscheinlich sogar gerne an die regeln halten werden, sobald sie über die situation bescheid WISSEN).

      TEXT 1

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    2. total widersprechen würde ich dir zum thema "hunde in der stadt": ich wohne selbst in einem "kuhkaff", in dem wahrlich mehr kühe als menschen leben ;) ich gehe die straße runter und stehe im feld, kann stundenlang laufen ohne irgendwem zu begegnen. und ich kann es mir auch persönlich gar nicht anders vorstellen, weil ich es nicht anders kenne.
      für meinen hund ist das natürlich ideal.
      allerdings finde ich nicht, dass es tierquälerei ist mit einem hund in der stadt zu leben, solange man dem hund trotzdem alles bietet was er braucht. natürlich ist das in der stadt schwieriger als auf einem "bauernhof", wo man einfach die tür aufmacht und der hund sich auspowern kann, aber solange man sich dessen von vornherein im klaren ist und diese ansprüche auf sich nimmt, ist das denke ich in ordnung. denn auch in städten gibt es parks oder sogar extra hundeparks, wo man die hunde sogar laufen lassen kann (was man im wald ja nicht darf, also letztlich: wo genau liegt der unterschied ob ich mit dem hund angeleint auf einem waldweg oder auf einem parkweg entlanglaufe? wenn der hund es sowieso nicht anders kennt). und man hat immer die option, wenn man gerne wandert aus der stadt raus zu fahren und spazieren zu gehen, vor allem für leute aus der stadt bedeutet das erholung und sie machen das gerne.
      wenn man jetzt den geräuschpegel in der stadt als gegenargument nimmt, dann kann ich dazu nur sagen: der hund ist kein wolf mehr. man muss berücksichtigen, dass der hund domestiziert wurde und er seit jahrhunderten, nein sogar jahrtausenden in der gesellschaft des menschen lebt. und es ist dem hund sicherlich wichtiger sich in der familie, seinem rudel, wohlzufühlen, als auf dem land zu leben. solange diese strukturen für den hund klar erkennbar sind (und natürlich unter der vorraussetzung, dass ein hund ausgelastet und artgerecht behandelt wird), fühlt er sich an jedem ort wohl (ich spreche aus eigener erfahrung. mein hund ist ein absoluter "landhund", der es eig nicht anders gewohnt ist, aber er fühlt sich so wohl und ist ausgelastet, sodass er sich, solange ich mich in seiner umgebung befinde, überall eingliedert. egal ob urlaub, übernachtungen bei verwandten etc... da gibt es sowas wie "der hund ist es nicht gewohnt" oder "braucht zeit sich einzugewöhnen" überhaupt nicht, er ist eifach ausgeglichen und zufrieden).
      also warum bitte einen hund lieber zu einer unfähigen familie auf dem dorf geben, statt zu einer fürsorglichen, tiergerechten (!) familie in der stadt? der hund ist teil unserer gesellschaft, ob auf dem land oder in der stadt und fühlt sich überall dort wohl, wo er artgerecht behandelt wird. ganz einfach weil er an unsere gesellschaft angepasst, ein "haustier" ist. das ist ein fakt der sich nicht abstreiten lässt. zumal es doch immer wieder erstaunlich ist, wie individuell die einzelnen tiere sind, vor allem geprägt durch die unterschiedlichen umgebungen in denen sie leben/aufwachsen und die unterschiedlichen rhythmen in ihren "rudeln".


      zum schluss: ich finde die diskussion die hier läuft echt gut. :) lg

      TEXT 2

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  5. " Quelle: jungejägerhessen "

    Muahaha...köstlich...die Quelle ist ja voll vegan, hahaha :-))

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  6. @Anonym
    ich glaub jänger sind mir immer noch weniger unsympathisch als leute, die ihre hunde im wald frei rumlaufen lassen...

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  7. Wie meinst du denn, dass Hunde die Tiere im Wald stören? Das ist für mich leider nicht ganz verständlich. Es ist doch völlig natürlich, dass manche Tiere von anderen aufgeschreckt werden. Das passiert genauso, wenn ein Vogel eine Maus sieht. Die bekommt Angst und läuft weg oder der Vogel kriegt sie halt. Das ist doch das Natürlichste überhaupt. Und warum sollte ein Hund nicht frei durch den Wald laufen dürfen?

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  8. "ich glaub jänger sind mir immer noch weniger unsympathisch als leute, die ihre hunde im wald frei rumlaufen lassen..."

    JäNger ? Watt´n datt ? Meinst du nicht zufällig Jäger ?

    Ja, Jäger sind mir auch symphatisch...besorgen sie mir doch nicht nur lecker Wildschweinbraten, sondern knallen auch noch freilaufende wildernde Hunde ab.

    Und das alles ganz legal :-)

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  9. @Anonym
    manchmal wollen hunde nicht "nur spielen", die können auch mal zubeißen, wenn sie was hinterherjagen. und ich finde tote rehe oder kaninchen nicht so toll.
    und der mensch hat die natur so weit zurückgedrängt, dass wildtiere nur noch einen sehr begrenzten lebensraum haben. wenn da überall hunde rumspringen, kommen die wildtiere nie zur ruhe, was besonders problematisch ist, wenn sie gerade junge haben oder im winter entkräftet fliehen müssen.

    ich bin jetzt zu faul, dass alles zu erklären, deswegen ein paar zusammengesuchte infos:

    "Wildtiere brauchen Rückzugsgebiete

    Die Ruhe der Wildtiere wird immer mehr durch Freizeitnutzungen gestört. Rund um die Uhr, zu jeder Tages- und Nachtzeit, an sieben Tagen in der Woche, sind Erholungssuchende in Feld und Wald unterwegs, um Entspannung zu finden. Doch was des einen Freud, ist des anderen Leid oder im schlimmsten Fall gar der Tod. Denn die Wildtiere leiden erheblich unter dem Stress, den Natur liebende Freizeitsportler in Wald und Flur auslösen.

    Wanderer, Jogger, Mountainbiker, Walker, Reiter, Schneeschuhgeher und Skiläufer halten sich leider nicht immer an die Wege, Loipen und Pisten. Neue Freizeitvergnügen wie Geocatching (Schatzsuche per GPS) finden immer mehr Anhänger, die sich auch vielfach querfeldein bewegen. Frei laufende Haustiere verursachen zusätzlich Stress und Panik. Auch wenn die Verfolgung durch Hund oder Katze für das gehetzte Wildtier nicht sofort tödlich ausgeht. Jede Flucht kostet viel Energie und endet möglicherweise in einem Zaun oder vor einem Auto. Und dann ist der Punkt erreicht, wo es auch für den Menschen gefährlich wird. Viele schwere Verkehrsunfälle mit Wildtieren zeugen davon.

    Eine aktuelle Studie ergab z. B., dass in den Alpen Störungen durch Wintersport die Bestände des seltenen Birkhuhns um 30 — 50 % reduzieren. Die gestörten Tiere produzieren bis zu 60 % mehr Stresshormone. Das beeinträchtigt ihren Gesundheitszustand nachhaltig. Zudem werden sie häufiger Opfer von Beutegreifern, wenn sie aus ihren Verstecken vertrieben werden. Auch eine Studie im Schwarzwald hat eine stressbedingte Veränderung des Hormonspiegels von Auerhühnern nachgewiesen."

    http://www.wildtierforum-bw.de/?dispatch=43&24=84&34=85&44=3&72=85

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  10. Mausflaus jetzt übertreibs mal nicht. Erholungssuchende zu jeder Tages- und Nachtzeit. Nachts sind doch eher wenige, bis keine Leute im Wald unter´wegs, unter der Woche tagsüber auch eher wenige, schlimm, da gebe ich dir recht, wird es am Wochenende. Da werden aber nicht nur die Tiere gestört, sondern auch die Erholungssuchenden. Radfahrerer werden von Reitern geschnitten, Radfahrer fetzen viel zu dicht an Fußgängern vorbei usw. Das Problem liegt doch eher an der Überbevölkerung in den Ballungsräumen. Menschen sind auch Tiere. Sollen sie den nichtmenschlichen Tieren zuliebe auf Erholung vom Alltag verzichten?

    Was heißt, wer Qualzuchten wie Wind- und Schäferhund besitzt, kann kein Tierfreund sein. Die lässt man als "richtiger" Tierfreund oder besser Tierrechtler im Tierheim verrotten, damit man sich sein Image nicht kaputt macht. Merkst Du noch was?

    Ich wusste auch gar nicht, daß man Hunde im Wald nicht frei laufen lassen darf. Schlimmer als Hund in der Stadt finde ich Hunde, die nie ohne Leine laufen dürfen. Das ist richtig schlimm. In der Stadt kann man sie oft nicht frei laufen lassen, also muss man in den Wald oder was schlägst du vor? Noch schlimmer finde ich Katzen in Wohnungen. Katzen wollen frei sein, spazieren gehen wann und wo und wie sie wollen.

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  11. Mausflaus jetzt übertreibs mal nicht. Erholungssuchende zu jeder Tages- und Nachtzeit. Nachts sind doch eher wenige, bis keine Leute im Wald unter´wegs, unter der Woche tagsüber auch eher wenige, schlimm, da gebe ich dir recht, wird es am Wochenende. Da werden aber nicht nur die Tiere gestört, sondern auch die Erholungssuchenden. Radfahrerer werden von Reitern geschnitten, Radfahrer fetzen viel zu dicht an Fußgängern vorbei usw. Das Problem liegt doch eher an der Überbevölkerung in den Ballungsräumen. Menschen sind auch Tiere. Sollen sie den nichtmenschlichen Tieren zuliebe auf Erholung vom Alltag verzichten?

    Was heißt, wer Qualzuchten wie Wind- und Schäferhund besitzt, kann kein Tierfreund sein. Die lässt man als "richtiger" Tierfreund oder besser Tierrechtler im Tierheim verrotten, damit man sich sein Image nicht kaputt macht. Merkst Du noch was?

    Ich wusste auch gar nicht, daß man Hunde im Wald nicht frei laufen lassen darf. Schlimmer als Hund in der Stadt finde ich Hunde, die nie ohne Leine laufen dürfen. Das ist richtig schlimm. In der Stadt kann man sie oft nicht frei laufen lassen, also muss man in den Wald oder was schlägst du vor? Noch schlimmer finde ich Katzen in Wohnungen. Katzen wollen frei sein, spazieren gehen wann und wo und wie sie wollen.

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  12. Ich muss mich jetzt mal kurz einmischen.
    Ich wohne sehr ländlich und gehe auch immer mal wieder im Wald spazieren. Dort bleibt mein Hund aber an der Leine, obwohl ich nicht wusste, dass es vorgeschrieben ist. Ich tue das um ihn vor sich selbst zu schützen, denn er würde ein Häschen verfolgen wenn es vor ihm aufspringt und in diesem Fall würde er nicht hören.
    Wenn es Menschen gibt, die ihre Hunde ohne Leine laufen lassen finde ich es ok, wenn diese Hunde zuverlässig hören. Warum auch nicht, denn es gibt Hunde die sich auch dann noch abrufen lassen wenn sie reflexmäßig ein Wildtier verfolgen.

    Ich finde es aber unglaublich zu hören, dass ich als Schäferhund Besitzerin keine Tierfreundin bin oder Qualzuchten unterstütze!!!!
    Wie Anonym schon zu bedenken gab ist mein Schäferhund aus dem Tierheim und genau dort wäre er eingegangen wenn ich ihn nicht mitgenommen hätte!!!!
    ICH bin jetzt hier die Tierquälerin??!!!!!?!!???????

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  13. erstmal vorab: ich habe im post schon geschrieben, dass Hunde aus dem Tierheim eine ausnahme sind! es geht mir um die leute, die dafür sorgen, dass tiere "produziert" werden.

    @Anonym1:
    Man kann sich im Wald auch erholen, ohne dass man andere stört. Nämlich indem man nicht rumbrüllt, auf den Wegen bleibt und seinen Hund anleint!
    ich habe nicht gesagt, dass ich dafür sei, hunde generell anzuleinen. im stadtpark, auf normalen landwirtschaftlichen wegen, hundewiesen, hundestränden und am stadtrand können uns sollen die gerne laufen wenn sie gut erzogen sind. aber eben NICHT da wo sie andere stören/gefährden, auf kinderspielplätzen, in der innenstadt o.ä.

    was katzen betrifft: auch die sollten raus dürfen, normalerweise stören sie auch niemanden. aber was sagst du zu wildernden katzen? die junge vögel von bedrohten tierarten aus dem nest räubern. und wad würdest du sagen, wenn du die nachbarskatze dein meerschweinchen im garten totbeißt? als nächstes kommt einer und will sein krokodil im stadtpark schwimmen lassen. braucht schließlich auch mal bewegeung.

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  14. Aloha Mausflaus,

    deine Haltung zum Thema Hunde kann ich schon verstehen.
    Ich wohne im Einzugsgebiet der Münchner SBahn{10 km von der Innerstadt entfernt),und hier in der "Siedlung" ist zwischen den Häusern jede Menge Grünes wo Hunde auch Hunde sein können.
    Die Hündin die mit mir hier in der Wohnung wohnt ist eine Migrantin;-) aus Rumänien wieso man glaubt Hunde züchten zu müssen verstehe ich nicht,es gibt doch so viele Hunde in den Tierheimen.......nach Weihnachten wahrscheinlich noch mehr:-( .
    Ach ja zu deinem Thema:Ich mache auch immer wieder die Erfahrung das der gemeine Hundehalter nicht automatisch auch ein "netter Mensch" ist.Ich finde es auch schon grenzwertig das Verhalten Menschen gegenüber denn eigenen Hund und anderen Tieren:
    Nach dem Motto "Iiihh, was die Essen Hunde in China?Wie kann man nur,Mama kannst du mir noch ein Schnitzel geben....."
    Ich habe auch einen Wald{Perlacher Forst)in meiner Nähe,aber meine Hündin würde ich nie im Wald laufen lassen,
    schon zu ihrer eigenen Sicherheit.
    In Bayern gibt es immer wieder Fälle wo Jäger auch mal ein anderes Tier als nur immer Wild erschießen wollen.

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  15. @mausflaus:

    ich gebe dir völlig recht mit dem, was du über das anleinen etc im wald und die hundeerziehung sagst. auch ich habe mich schon ausführlich über das thema informiert und mit jägern und förstern unterhalten und mich von ihnen über diese themen aufklären lassen. kann also auch nicht nachvollziehen warum andere leute da so egoistisch sind, wobei man auch berücksichtigen muss, dass manche leute es einfach nicht besser wissen... die denken sich: solange mein hund hört und nicht abgeknallt wird ist alles gut, stört ja das wild nicht.
    sie wissen aber nichts über das wild, das allein schon durch die anwesenheit der menschen auf den waldWEGEN gestört wird.
    und ich denke darin liegt das problem: an der UNWISSENHEIT der menschen.
    die leute sehen die jäger meistens als "den bösen", der einfach einen harmlosen hund abknallt, der ja nur mal "spielen" oder "seine energie loswerden", das reh aber sowieso "nie bekommen hätte". problem: das kann das reh ja auch nicht wissen... und schwupps wird der heruntergefahrene kreislauf im winter wieder hochgefahren und die gespeicherte energie unnötig verbraucht. folge: tier verhungert und überlebt evtl den winter nicht.
    meiner meinung nach müsste einfach dagegen gearbeitet werden, dass die leute die gründe der jäger verstehen können. man sollte nicht einfach alles vorwerfen schlechte hundehalter zu sein oder einen "hass" auf sie entwickeln, sondern sie aufklären und das thema mehr in die medien bringen (was keine schwierigkeit sein dürfte, weil sowieso alle auf dem natur- und tierschutz-trip sind, sodass sie sich anschließend wahrscheinlich sogar gerne an die regeln halten werden, sobald sie über die situation bescheid WISSEN).

    TEXT 1

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  16. total widersprechen würde ich dir zum thema "hunde in der stadt": ich wohne selbst in einem "kuhkaff", in dem wahrlich mehr kühe als menschen leben ;) ich gehe die straße runter und stehe im feld, kann stundenlang laufen ohne irgendwem zu begegnen. und ich kann es mir auch persönlich gar nicht anders vorstellen, weil ich es nicht anders kenne.
    für meinen hund ist das natürlich ideal.
    allerdings finde ich nicht, dass es tierquälerei ist mit einem hund in der stadt zu leben, solange man dem hund trotzdem alles bietet was er braucht. natürlich ist das in der stadt schwieriger als auf einem "bauernhof", wo man einfach die tür aufmacht und der hund sich auspowern kann, aber solange man sich dessen von vornherein im klaren ist und diese ansprüche auf sich nimmt, ist das denke ich in ordnung. denn auch in städten gibt es parks oder sogar extra hundeparks, wo man die hunde sogar laufen lassen kann (was man im wald ja nicht darf, also letztlich: wo genau liegt der unterschied ob ich mit dem hund angeleint auf einem waldweg oder auf einem parkweg entlanglaufe? wenn der hund es sowieso nicht anders kennt). und man hat immer die option, wenn man gerne wandert aus der stadt raus zu fahren und spazieren zu gehen, vor allem für leute aus der stadt bedeutet das erholung und sie machen das gerne.
    wenn man jetzt den geräuschpegel in der stadt als gegenargument nimmt, dann kann ich dazu nur sagen: der hund ist kein wolf mehr. man muss berücksichtigen, dass der hund domestiziert wurde und er seit jahrhunderten, nein sogar jahrtausenden in der gesellschaft des menschen lebt. und es ist dem hund sicherlich wichtiger sich in der familie, seinem rudel, wohlzufühlen, als auf dem land zu leben. solange diese strukturen für den hund klar erkennbar sind (und natürlich unter der vorraussetzung, dass ein hund ausgelastet und artgerecht behandelt wird), fühlt er sich an jedem ort wohl (ich spreche aus eigener erfahrung. mein hund ist ein absoluter "landhund", der es eig nicht anders gewohnt ist, aber er fühlt sich so wohl und ist ausgelastet, sodass er sich, solange ich mich in seiner umgebung befinde, überall eingliedert. egal ob urlaub, übernachtungen bei verwandten etc... da gibt es sowas wie "der hund ist es nicht gewohnt" oder "braucht zeit sich einzugewöhnen" überhaupt nicht, er ist eifach ausgeglichen und zufrieden).
    also warum bitte einen hund lieber zu einer unfähigen familie auf dem dorf geben, statt zu einer fürsorglichen, tiergerechten (!) familie in der stadt? der hund ist teil unserer gesellschaft, ob auf dem land oder in der stadt und fühlt sich überall dort wohl, wo er artgerecht behandelt wird. ganz einfach weil er an unsere gesellschaft angepasst, ein "haustier" ist. das ist ein fakt der sich nicht abstreiten lässt. zumal es doch immer wieder erstaunlich ist, wie individuell die einzelnen tiere sind, vor allem geprägt durch die unterschiedlichen umgebungen in denen sie leben/aufwachsen und die unterschiedlichen rhythmen in ihren "rudeln".


    zum schluss: ich finde die diskussion die hier läuft echt gut. :) lg

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