Sonntag, 30. Oktober 2011

skurril: veganer Stripclub

Veganer Stripclub "Casa Diablo"
Mit nackter Haut zum Vegetarier
Das "Casa Diablo" ist der weltweit erste vegane Stripclub - Fleisch findet der Gast hier nur auf der Bühne. Ein Gespräch mit Johnny "Diablo" Zukle, der seine Gäste mit viel nackter Haut zu Vegetariern machen will. 

Quelle:  sueddeutsche


Sowas geht wohl echt nur in den USA.... Mich wundert ja das PETA nix damit zu tun hat, sowas würde doch zu deren Kampagnen passen.

Samstag, 29. Oktober 2011

kein Veggie-Aufschnitt bei meinem Aldi :-(

Obwohl ich im Einzugsgebiet von Aldi-Süd bin, hat mein Aldi den tollen Veggie-Aufschnitt, von dem die Zombiekatze berichet hat, nicht vorrätig :-(
Bild von Zombiekatze

Tofu-Bällchen, Tofu-Bolognese, Tofu-Natur und Sojaschnitzel sind leider alles was unter der Aufschrift "Veggie-Sortiment" im Kühlregal zu finden ist, also bin ich nur mit einer Packung Möhren, Gewürzen, und dem Aldi-Maggi-Ersatz an die Kasse gegangen.

Biggie hat ja extra ne Mail-Aktion ins Leben gerufen, um Aldi-Nord dazu zu bewegen, den Aufschnitt auch anzubieten, da könnte ich meine Aldi-Süd-Filiale auch mal anfragen. Aber ehrlich gesagt find ich das bisi albern.... Sooo wichtig isses mir nu auch wieder nicht, und ich mach ja noch nicht mal bei richtigen Petitionen mit weil mir das zu viel Aufwand ist. Aber vielleicht fühlen sich einige Aldi-Nord-Bewohner etwas getröstet, dass es derSüden auch nicht gerade ein Vegan-Paradies ist ;-)

Freitag, 28. Oktober 2011

balea mit Veganblume

Ich kauf ja öfter vegane Balea-Produkte, aber ich hab noch nie eine Veganblume gesehen, nur bei Alverde. Jetzt habe ich entdeckt, dass das Fußschutzspray mit Veganblume ausgestattet ist!





Wär ja super, wenn die alle veganen Eigenmarken-Produkte zertifizieren lassen, dann müsste man nicht immer vorher in den Listen gucken!

Ich frage mich nur gerade, wie sinnvoll die Deklaration als glutenfrei und laktosefrei ist - zum Füßeablecken?!?!??

Montag, 24. Oktober 2011

Pizzalieferdienst?

Hamburgis(s)tvegan hat sich vor kurzem die Arbeit gemacht, bei diversen Pizzalieferdiensten nachzufragen, ob der Teig vegan ist, d.h. ob man die Möglichkeit hat, eine vegane Pizza ohne Käse, mit Belag nach Wahl, zu bekommen.

Vegan:
Mundfein
Smiley's

Unvegan:
Hallo Pizza
Joey's


Ich dachte, dass einige von euch sich dafür interessieren könnten; v.a. nachdem ich auf walkingbetweenthelines den Beitrag "Wie man fast sicher an eine vegane Lieferpizza kommt" gelesen habe; wo ihr übrigens gute Tipps findet, was man bei der veganen Pizzabestellung beachten sollte ;-)


PS: Alternativ gibts noch vegane Tiefkühlpizza, die aber teuer ist und laut Claudi auch nicht so der Hit sein soll; oder fertigen Pizzateig zum Ausrollen und selbst belegen, Backmischungen und natürlich SELBST MACHEN!

PPS: Wusstet ihr, dass Pizza früher immer ohne Käse gemacht wurde?

Die nur mit Olivenöl, Tomatenscheiben und Oregano oder Basilikum belegte Pizza ist seit etwa der Mitte des 18. Jahrhunderts nachgewiesen, als die Tomate in Süditalien populär wurde. Der Name ist vermutlich älter – die apulische Pizza pugliese oder die kalabresische Pitta inchiusa zum Beispiel enthalten neben Hefeteig nur seit alters bekannte Zutaten wie Olivenöl, Zwiebeln, Salz oder Schweineschmalz.

 Quelle: Wiki

Gut zu wissen, wer hat nicht schon "Pizza ohne Käse?! Das schmeckt doch nicht!!" gehört.
Heute nennt man Pizza ohne Käse "Pizza Napoletana" oder "Pizza Marinara" (also nach Matrosenart, weil die Matrosen nur Zutaten verwenden konnten, die lange haltbar sind, aßen sie Pizza logischerweise auch ohne Käse"

40 Spartipps zum Spartag (ohne kaufda!)

Nein, ich mache nicht bei dieser blöden Kaufda-Aktion mit, bei der unter Hunderten von Bloggern ein einziger Gutschein verlost wird! Ich frage mich, wieso ihr da alle so drauf abgeht; erstens mal ist die Wahrscheinlichkeit zu gewinnen ungefähr so hoch wie beim Lottospielen, außerdem gibts neben dem Einkaufgutschein auch noch diese tollen Trostpreise:



 Deswegen gibt es am Weltspartag, von mir 40 Spartipps.

Bei meinen Spartipps gehts hauptsächlich umsGeldsparen, aber auch die Umwelt kommt oft besser damit weg. Ich hab versucht, die üblichen Hartz-IV-"Kalt Duschen"-Ratschläge wegzulassen und eher Dinge aufzuzählen auf die man vielleicht nicht so kommt:


  1. Seifenspender, Duschgel, Shampoo mit Wasser strecken - man nimmt von dem Zeug immer zu viel. Isses trotzdem alle: Nachfüllpack kaufen.
  2. Papier beidseitig verwenden bzw. 2 Seiten pro Blatt drucken; Fehlausdrucke als Schmierpapier nehmen. Bei vielen Druckern kann man auch nen Sparmodus einstellen, wo dann weniger Tinte verbraucht wird.
  3. Energiesparlampen eindrehen; sind zwar teurer in der Anschaffung, lohnt sich aber relativ flott
  4. Wassersparenden Duschkopf kaufen (ich hab einen der Firma Schläfer (für 13Euro bei Karstadt), der angeblich bis zu 50% Wasser spart
  5. wenn schon baden, dann lieber zu zweit; dadurch braucht man weniger Wasser in der Wanne ^^
  6. Tofu und Sojasauce im Asialaden statt im Bioladen/Supermarkt kaufen (drauf achten dass nichts mit Gentechnik draufsteht, bei Importware ist das kritisch!)
  7. vegane Brotaufstriche gibts auch günstig beim Discounter, z.B. Penny. oder noch besser: selber machen!
  8. Sojamilch gibts beim Discounter schon für 1€ pro Liter
  9. Reformhaus meiden
  10. Wasserhahn statt Wasserflasche: ist genauso gut und viel ökologischer
  11. Plastiktüten vom Shoppen als Mülltüten verwenden
  12. teures Fertigzeug, v.a. Fake-Produkte meiden und lieber selbst kochen
  13. Tiefkühlgemüse ist meist günstiger als Frischzeug und genauso gesund
  14. statt Coffee-to-go Kaffee zuhause kochen und im Thermobecher/Thermoskanne mitnehmen
  15. Obst selbst pflücken gehen - auf mundraub.org gucken wo. Im Herbst im Wald Pilze sammeln und auf abgeernteten Feldern gucken. Ich habe letzens ein halbes Kilo Kartoffeln aufgesammelt; waren zwar etwas grünlich, aber trotzdem nicht schimmlig oder schlecht.
  16. Preise vergleichen und auf Aktionen achten. Frischwarenpreise variieren in Supermärkten oft von Woche zu Woche, und das teilweise um mehr als 1 Euro. Da kostet das kg Auberginen samstags 1,99 und am Montag sind's dann schon 2,99.
  17. Noname-Produkte bevorzugen. Sind auch nicht schlechter.
  18. statt den ganzen Tag die Kaffeemaschine an zu haben den frisch gebrühten Kaffee in eine Thermoskanne umfüllen
  19. CDs gebraucht bei ebay kaufen
  20. unter der Woche ins Kino statt am WE - da ist es locker mal 2€ günstiger und nicht so voll. In vielen Kinos gibts auch Studentenrabatt
  21. vegane Schokolade: Marke "Karina" gibts bei Netto für 0,35€,  alternativ "Alpia oder Ritter Sport Marzipan/Edelbitter/Halbbitter für 0,79€ :-)
  22. statt auf die kostenpflichtige öffentliche Toilette lieber den nächsten Starbucks/McD suchen :-D
  23. Mitfahrgelegenheit statt eigenes Auto oder Bahn - von Frankfurt nach Hamburg für 25€!
  24. statt dem Zeitungsabo online Lesen (spart auch Papier), oder kostenlose Probeabos abschließen, z.B. von der FR.
  25. Wäscheleine statt Wäschetrockner
  26. Stoßlüften statt Fenster dauerhaft gekippt zu halten
  27. Geschenke in Poster, Zeitungspapier o.ä. statt in Geschenkpapier einpacken
  28. Kühlschrank auf die niedrigste Stufe stellen, die reicht völlig aus
  29. Wasserkocher regelmäßig entkalken, der Kalk setzt sich an den Heizstäben fest und dann braucht der Wasserkocher länger zum Erhitzen. Geht prima mit nem Schuss Essig.
  30. nur so viel einkaufen wie man auch wirklich braucht; keine Hamsterkäufe die dann liegen bleiben und schnell schlecht werden, gilt v.a. für leicht verderbliche Lebensmittel
  31. für Frauen: Herrenrasierer verwenden! sind günstiger und qualitativ hochwertiger. Epilierer sind noch besser, halten ewig und der Stromverbrauch hält sich auch in Grenzen
  32. Medikamente kann man sich oft schenken - Kopfschmerzen kann man auch mit Ruhe kurieren und ne Erkältung geht auch nicht schneller weg
  33. kleine statt große Töpfe verwenden und mit geschlossenem Deckel kochen
  34. Zwischenstecker mit Schalter oder eine schaltbare Steckdosenleiste für Geräte die keinen Netzschalter haben bzw. nur auf Stand-by zu schalten sind
  35. statt normalen Zimmerpflanzen lieber Küchengräuter züchten; Basilikum ist z.B. sehr pflegeleicht
  36. Müll richtig trennen, so kann man vielleicht auf ne kleinere Mülltonne umsteigen. 
  37. wer's süß aufs Brot macht kann "GrafschafterGoldsaft" und viele verschiedene Sorten Marmelade probieren. Marmelade ist meist vegan; aufpassen muss man nur bei der Aufschrift "Aroma"
  38. wenn s in der Bude kalt ist weil s durch den Türspalt zieht kann man sich mit nem Zugluftdackel helfen. Kann man sich aus ner Strumpfhose auch einfach selber basteln :-)
  39. Toaster statt Backofen zum Brötchenaufbacken. Muss man halt mehrmals wenden; aber spart immer noch mehr Energie als wenn man die Backröhre anschmeißen würde (außer wenn man gleich 2 Backbleche voller Brötchen hat)
  40. Gesund ernähren: Spart den Arztbesuch...

Sonntag, 23. Oktober 2011

Haustier-Kritik in der Süddeutschen

Bauern, Hirten, Polizisten, Landbewohner können Hunde gut gebrauchen, der gemeine Städter aber neigt in seiner Vereinzelung dazu, das Tier als Menschenersatz zu begreifen oder gleich wie einen Menschen zu behandeln. Dann steht der Halter am Isarufer und sagt zu seinem triefnassen, verfilzten Bobtail: Ich habe dir schon tausendmal gesagt, du sollst nicht einfach ins Wasser springen. Sie streiten mit anderen Hundebesitzern, welches Tier denn die Rauferei angefangen habe (meines war es nicht!), kaufen dem eigenen beim ersten Schneefall den Hundewintermantel "Ischgl" oder schicken ihn zur ganzheitlichen Ertüchtigung ins Yoga für Hunde. 

Zu Katzen ist generell zu sagen, dass sie es auch nicht leicht haben. Zu ihren typischen Besitzern gehört die neurotische Städterin, die das Tier zur "Hauskatze" erklärt, einsperrt, als eine Art Philosoph des Tierreichs verklärt - und danach entmannen lässt. Mit Zuckerstückchen wird es gefüttert, bis der Tierarzt akute Verfettung feststellt. Frauen reizt, wie herzlose Männer nur zu gut wissen, das Unnahbare; deshalb lieben sie die Katze, sie wollen das Herz des Tiers gewinnen. Die Katze aber liebt das Streunen. Sie will nicht, was wir von ihr wollen.

Ich bin zwar generell kein Freund von Verboten; aber Tierzucht ist so ne Sache wo ich ein Verbot notwendig finde. anders kann man diese tierproduktion, die zu millionenfachem tierleid führt, nicht eindämmen. da kann man noch so oft an die vernunft appelieren; flauschige welpen sind halt einfach soooo süß.
Ich kann mich der Süddeutschen nur voll und ganz anschließen: 

Tier und Mensch sind nicht für einander geschaffen. Jedenfalls nicht für die häusliche Kuschelgemeinschaft. Tiere brauchen Freiheit, aber kein Dasein in engen Wohnungen und Wellnessanlagen. 



PS: Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich bin natürlich dafür, Tiere aus dem Tierheim zu "retten", da ist ne Stadtwohnung meistens immer noch besser als der Tierheimkäfig.

Samstag, 22. Oktober 2011

Und täglich grüßt der "vegane Selbstversuch"

Schon wieder stürzt sich jemand todesmutig in ein veganes Experiment; diesmal ist es die „junge Zeiten“-Autorin Sarah Görgen vom Kölner Stadtanzeiger, die ganze vier Tage lang die vegane Ernährung ausprobierte.
Die Überschrift "zeitaufwändig und ziemlich teuer" ist gleichzeitig auch das Fazit. Wen wundert's, so ahnungslos und dämlich wie sie in ihr Abenteuer stolpert:

Ich beginne meinen viertägigen veganen Selbstversuch ziemlich spontan – was ich jedoch schon beim morgendlichen Blick in den Kühlschrank bereue: Käse, Milch, Joghurt und Co. sind heute tabu – geliebtes Nutella ebenfalls. Hoffnungsvoll kommt mir mein Müsli in den Sinn – tja, das aber hat leider Schokostückchen. Ich muss mit einem Marmeladenbrot vorliebnehmen, welches ich bereits mit erstem aufkommendem Groll gegen meinen selbst auferlegten Selbstversuch „genieße“. Bekanntlich will man immer genau das haben, was man nicht haben kann. 

Bekanntlich kann man eigentlich vegane Schokokreme, Sojajoghurt, Sojamilch und veganes Müsli essen... Allerdings nicht wenn man keine Ahnung hat und sich nicht vorbereitet.


Zuletzt habe ich in einer Biobäckerei Tofu-Sandwiches entdeckt. Mit bedauerndem Blick teilt mir die Verkäuferin mit, dass diese heute leider aus seien. Nun gut, also kein zweites Frühstück, denn außer trockenen Brötchen sind keine weiteren Produkte vegan.

Wieso gehen alle Vegan-Experimentler immer in die Bäckerei und fragen nach was veganem? Wieso guckt man da nicht mal vorher im Internet bzw. überlegt sich, was in Backwaren so alles drin ist?

 
Mein Mittagessen besteht aus einem Salat mit Essig und Öl – Joghurtdressing wäre mir lieber gewesen. Mein Selbstversuch könnte bis hierhin auch Diätversuch durchgehen. Ich fühle mich ziemlich hungrig und leicht gereizt. Hätte ich am Abend kein veganes Drei-Gänge-Menü in Aussicht, so würde ich bereits nach Tag eins abbrechen. 

Wenn alle Veganer mittags nur Salat mit Essig und Öl essen würden, dann würde das Klischee vom dünnen blassen Jesuslatschenträger wohl stimmen.

Später geht sie dann noch mit Veganern essen, merkt, dass Müsli mit Sojamilch ganz lecker ist und findet in der Bäckerei eine "Brezel mit pflanzlicher Butter" (soll das Margarine sein? Ob man ihr sagen sollte, dass Margarine meistens gar nicht vegan ist?).

Eigentlich fehlt zum vollendeten Vegan-Experiment noch, dass sie

- in den Supermarkt geht und nichts zu essen findet, weil überall "kann Spuren von Milch enthalten" draufsteht
- sich einen Block Tofu natur kauft, und roh reinbeißt und wiederausspuckt
- zum Kaffeeklatsch bei der Familie eingeladen ist und mit großen Augen am Tisch sitzt, weil alle anderen leckeren Kuchen essen, der nicht vegan ist, während ihr der Magen knurrt


Die Leute können ja machen was sie wollen, aber mich ärgert, dass dann immer als Fazit, wie sollte es auch anders sein, rauskommt, dass Veganismus ja sooo schwer, entbehrungsreich und bescheuert ist.Wieso Veganismus teurer sein soll, wird auch mit keinem Wort erklärt. Vielleicht kostet eine Brezel bei ihrem Bäcker ja mehr als ein Wurstbrot.

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Cherimoya!

Cherimoya hat nichts mit Chaya, Cheyenne oder Chachacha zu tun, sondern ist eine Frucht. Der Name kommt vom indianischen "Chirimuya", was "Kühle Samen" bedeutet.
Habe sie im Supermarkt im Sonderangebot gesehen, und mich verführen lassen. Ist irgendwie spannend, etwas Exotisches, was man überhaupt nicht kennt, zu testen :-)
Außen
Außen sind Cherimoyas grün, dadurch dass sie geschuppt sind, sehen sie etwas aus wie Artischocken. Die Schale ist aber viel dünner, man muss aufpassen dass sie nicht zermatschen.

Laut Wikipedia wird sie angeblich geschält und von den inneren Samen befreit und so pur oder mit ein wenig Zitronensaft genossen. Ich hab sie aber einfach wie eine Kiwi ausgelöffelt, weil Schälen und Kerne entfernen echt ne Sauerei geben würde. Zumal man ziemlich viele und große Kerne hat, ist also ein bisschen wie Kirschen essen... Also am besten nicht in der Öffentlichkeit essen, ich find diese Spuckerei ziemlich eklig.

Und innen
Der Geschmack hat mich ziemlich umgehauen, sie sind extrem lecker!  Es ist schwierig, einen Geschmack zu beschreiben, ich würde sagen sie schmeckt mild-süßlich; eigentlich gar nicht so wie man sich Obst vorstellt. So eine Mischung aus Birne, Banane und irgendwie sahnig. Ich glaube wenn man nur das Fruchtfleisch aus einem Schälchen löffeln würde, würde man fast meinen, man würde geschmolzenes Milcheis essen. 

Angebaut werden Cherimoyas hauptsächlich in Spanien. Und wer jetzt versucht ist, mit dem Finger auf mich zu zeigen und "Klimasünder!!!" zu schreien, der sei daran erinnert, dass Bananen, Kakao und Kaffee auch nicht gerade von um die Ecke kommen, aber täglich bedenkenlos in Massen konsumiert werden. Ich lasse mir kein schlechtes Gewissen einreden, weil ich mir alle Jubeljahre mal den Luxus gönne, Südfrüchte zu konsumieren. Da bin ich mir selbst wichtiger; zumal Veganer eh schon Klimaschützer sind, da darf man dann schonmal über die Stränge schlagen und lebt trotzdem noch um einiges umweltfreundlicher als der große Rest.

Claudi-TV ist online!

Claudi von Claudi goes vegan war vor kurzem bei BR-Alpha zu sehen (siehe Ankündigung vom Donnerstag), was ich leider nicht reinkriege (und wahrscheinlich auch sonst kaum einer außerhalb von Bayern). Das Video hat sie jetzt in vielen Stunden Arbeit komprimiert und hochgeladen:



Ich hab's noch nicht vollständig geguckt, wird abends nachgeholt. Ich wollte nur schonmal meine Vorfreude mit euch teilen :-)

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Buchkritik: "Warum wir keine Tiere essen"

Ich bin von der Autorin Ruby Roth angeschrieben worden, ob ich eine Rezension über ihr Buch schreiben möchte, der Verlag hat mir freundlicherweise ein Exemplar zugesandt.


Ruby Roth Warum wir keine Tiere essen Ein Buch über Veganer, Vegetarier und alles Lebendige
Echo-Verlag, ISBN 978-3-926914-51-4, 14,90€
Gebundene Ausgabe
27,9 x 23,1 cm
48 Seiten
durchgehend farbig.
Erschienen: 2010
Sprache: Deutsch



Zum Inhalt:

Wie der Name des Buchs schon vermuten lässt, handelt es sich bei diesem etwas anderen Kinderbuch um einen Ratgeber, der Kinder vorsichtig an das Thema Vegetarismus/Veganismus heranführen will.
Mit durchaus positiv formulierten Texten, die aber trotzdem auch irgendwie traurig sind, und passenden Zeichnungen von Tieren und Natur wird aufgezeigt, was eigentlich jeder von uns tun kann, damit Tiere und Natur nicht leiden müssen.

In kurzen Texten wird beschrieben, was die verschiedenen Tierarten so besonders macht, es gibt auch immer Anregungen, was jeder einzelne von uns tun muss, damit diese Tiere glücklich leben können. Der Schluss des Buchs lautet:”So wie die Natur die Kraft hat, Berge zu versetzen und Regenbögen entstehen zu lassen, haben auch wir eine grenzenlose Energie. Jeden Tag haben wir Freiheit, unser Leben zu ändern. Wenn wir die Tiere respektvoll behandeln, tun wir etwas für den Frieden auf der Welt. Darum essen wir keine Tiere.


Ruby Roth ist eigentlich eine Künstlerin und hat das Buch selbstverständlich eigenthändig illustriert. Ihre Bilder sind so unheimlich schön, dass ich sie euch auf keinen Fall vorenthalten möchte! Das hier mag ich am liebsten:










"Warum wir keine Tiere essen" ist ein Kinderbuch, deswegen hätte ich es mir nie gekauft. Ich würde es einem erwachsenen Leser auch nicht unbedingt empfehlen, wenn man nicht gerade auf so Kinderkram steht; aber zum Lesen mit Kindern ist es sicher toll! Ich schreibe absichtlich "Lesen mit Kindern", weil ich finde, dass Kinder mit solchen Themen nicht allein gelassen werden sollten. Es ist gut und wichtig, Kindern früh schon die Probleme, die es auf dieser Welt nunmal gibt, aufzuzeigen, und genau dafür ist dieses Buch ideal. Kinder sollten aber immer mit jemandem darüber sprechen können. Deswegen würde ich auch nichts davon halten, das Buch einfach nur zu verschenken, denn ich glaube nicht, dass die beschenkten Eltern sich richtig mit dem Kind darüber auseinandersetzen können/wollen, und dann bleibt ein verstörtes Kind zurück.

Ich weiß auch nicht, inwieweit die Sprache wirklich kindgerecht ist, ob die Formulierungen nicht vielleicht etwas zu schwierig sind. Eine Altersempfehlung habe ich nicht finden können, ich denke aber mit Vorlesen, Bildergucken und Erklären ist es auch für Kinder, die noch nicht lesen können, geeignet.
Hier zwei Leseproben (Draufklicken zum Vergrößern):

 



Ich werde mein Exemplar einer Freundin, die in einem Waldkindergarten arbeitet, schenken; da weiß ich, dass es pädagogisch wertvoll eingesetzt wird, und sie sich drüber freut :-)

Ihr bekommt das Buch bei amazon und vielen Vegan-Shops, u.a. peta.

Zu guter Letzt noch der Hinweis zu Ruby Roths  Facebookseite "Wedonteatananimals" und Homepage

Dienstag, 18. Oktober 2011

Fischvegetarier

Draufklicken, dann wirds größer

Die Comics auf Lolalollipop sind zwar größtenteils ziemlich christlich angehaucht und die schlauen Sprüche darunter nerven etwas, aber den hier fand ich so schön treffend.

Montag, 17. Oktober 2011

Alverde-Schnäppchen


Rot-Spülung
Rot-Shampoo



"Rot"-Shampoo und -spülung waren runtergesetzt, das Shampoo hat nur noch 0,95€, die Spülung 1,15€ gekostet. Scheint so als werden sie aus dem Sortiment genommen, waren auch nur noch wenige Flaschen da. Ich hab ja schwarze Haare, aber hab trotz 2mal waschen+spülen noch nicht mal nen Rotschimmer feststellen können. Und das Zeug duftet echt sagenhaft lecker; man kommt sich vor wie in nem Blütenfeld :-)

Sonntag, 16. Oktober 2011

TV-Tipp: HEUTE, 16.Oktober, 22:25 RTL: Spiegel TV- "Der Hähnchenkrieg"

TV-Tipp: der Hähnchenkrieg, Sonntag 16.10.2011, 22.25 Uhr RTL

Rund 27000 geschlachtete Hähnchen in der Stunde, 432000 am Tag, 2,5 Millionen pro Woche, knapp 135 Millionen pro Jahr – das sind die (unvorstellbaren) Zahlen der Großschlachterei in Wietze, Niedersachsen.
Millionen an staatlichen Subventionen für einen weiteren Schlachtbetrieb im Masthuhn-Mekka Niedersachsen - doch der Widerstand in der Bevölkerung wächst.  
Spiegel TV - der Hähnchenkrieg, Sonntag, 16.10.2011, 22.25 - 23.10 Uhr, RTL.  
Weitere Infos auf  Spiegel.de

gefunden auf Biggys Blog

Samstag, 15. Oktober 2011

du hast zu viele Freunde? Stell die Fleischfrage!


Weltweit wächst der Appetit auf Fleisch. Von 1970 bis 2009 hat sich die weltweite Fleischproduktion mehr als verdreifacht: Von knapp über 100 Mio. Tonnen auf fast 300 Mio. Tonnen pro Jahr. Jeder Deutsche isst pro Jahr im Schnitt rund 60 kg Fleisch. Gesund wäre weniger als die Hälfte. Privatsache? Gute Frage.

Für Weiden und Futtermittelanbau roden Viehhalter und Landwirte in Lateinamerika enorme Waldflächen. Die weltweite Viehwirtschaft verursacht ein Fünftel der globalen Treibhausgas-Emissionen. Weiden und Futtermittel belegen oft Flächen, die für die Ernährung der Weltbevölkerung fehlen. Daher wollen wir eine breite Diskussion zum Thema Fleisch anregen. Hilf uns dabei und stell Deinen Freunden die Fleischfrage!

Mehr Infos unter fleischfrage.wwf.de



Ich find's ja schön, wenn sich der WWF der Fleischproblematik annimmt; aber ob das so ne wirklich sinnvolle Strategie ist? Ich mag weder facebook noch twitter, ich könnte die Fleischfrage natürlich hier im Blog stellen: "Würdest du für ein Steak einen Baum fällen?"
Lasst mich raten, die Antworst ist "" ? ^^
Mal im Ernst, das ist doch ätzendes Missionieren, wie man es nie machen sollte...


Der WWF hat übrigens noch einen Pressebericht "Fleisch frisst Land" veröffentlicht. Zum einen wird kein einziges Mal der Tierschutz erwähnt, es geht nur um Wald und Klima; und der WWF schafft es auch nicht, mal ein ordentliches Statement abzugeben, sondern gibt nur eine Wischiwaschi-Wohlfühl-Empfehlung:

Um die negativen, ökologischen Auswirkungen des Fleischkonsums zu mindern, rät der WWF, nicht nur weniger, sondern auch besseres Fleisch zu essen. Empfehlenswert seien Produkte, die nach den Kriterien des EU-Biosiegels, der Bio-Anbauverbände und dem Produktionsverband Neuland hergestellt wurden. Auch „Weidefleisch“ stelle eine Alternative dar.

PS: Wen erinnert das Design der Seite noch an die VGD? Rosa, hellgrün, flash-Animationen, bunt, kindisch... nur die Kleinschreibung fehlt

Donnerstag, 13. Oktober 2011

TV-Tipp: Mo, 17.Oktober gibts "CLAUDI-TV" :D

am nächsten montag, den 17.oktober 2011, um 16:00 uhr wird auf BR alpha im rahmen der sendung "alpha-Campus DOKU" <> ausgestrahlt - claudi goes TV!
die dreharbeiten haben im juli bei mir zu hause, im biomarkt, zum tierrechtstag auf dem marienplatz und an der isar (am flaucher) statt gefunden. endlich ist es soweit. leider sehe ich die sendung nicht vor ausstrahlung, weiß also gar nicht was ich hier empfehle :-) aber ich denke und hoffe es wird gut, ansehbar und vorzeigbar.
wer ist nicht live sehen kann: am darauf folgenden samstag (22. oktober) um 11:15 wird die sendung wiederholt
.

http://claudigoesvegan.blogspot.com/2011/10/claudi-goes-tv.html

Ich krieg leider kein br-alpha, aber sobald irgendwas online verfügbar ist, werde ich s mir anschauen, und euch natürlich den entsprechenden Link schicken!
Dass Claudi radiogen ist, hat sie ja schon im Interview auf egofm bewiesen.

Mich freut es besonders, dass Claudi jetzt anscheinend vegan-Karriere macht *g*; nicht nur weil ich sie mag und für eine gute Vertreterin des Veganismus halte; sondern weil ich es auch toll finde, wenn es endlich ein paar Frontfrauen im Veganismus gibt!
Die einzigen bekannten Veganismus-Vertreterinnen sind
Kim Wonderland
Ingrid Newkirk

Alle anderen sind männlich.... Sebastian Zösch (Vebu), Christian Vagedes (Vebu), Kaplan (kein echter Veganer...). Und das, obwohl dreiviertel der Veganer Frauen sind!
Auch die meisten mir bekannten veganen Köche (Attila Hildmann, Björn Moschinski, ) sind (bis auf Kerstin Linnartz, aber die ist ja nicht sooo bekannt) männlich, während private Kochblogs doch meist von Frauen sind, und die zeigen, dass Frauen die vegane Kochkunst beherrschen!
Beim Kochen ist es ja generell so, dass die Spitzenköche männlich sind, die einzige bekannte Köchin, die mir einfällt, wäre Sarah Wiener. Die Kochprofis, Schuhbeck, Lafer, Lichter... alles Kerle. so; das ist traditionellerweise eigentlich eine Frauendomäne, in Familien bzw. in Partnerschaften ist in den allermeisten Fällen die Frau zuständig - Spitzenköche sind aber größtenteils männlich. Eigentlich müsste man ja meinen, bei den Veganern sähe das Männer-Frauen-Ungleichgewicht anders aus; wir sind ja alle so auf Gleichheit, Gleichberechtigung, Freiheit usw. bedacht; aber von der Unterdrückung der Frauen haben sich anscheinend auch die Veganer nicht ganz gelöst.


Update: auf br-online gibts zumindest nen textbericht

vegane Gesellschaft Schweiz

Die Schweiz kriegt auch ne Vegane Gesellschaft!


www.vegan.ch wird zum neuen Web-Auftritt für die Vegane Gesellschaft Schweiz. Zum Welt-Vegan-Tag am 1. November 2011 wird sich die VGS der Öffentlichkeit präsentieren. Ausführliche Informationen über die neue Gesellschaft sowie Hintergrundinformationen zum Veganismus werden in den nächsten Wochen hier erscheinen.

Dienstag, 11. Oktober 2011

neue vegan-Blogs

Weil ich weiß, wie schwierig es ist, am Anfang überhaupt ein paar Leser zu bekommen, und wie frustrierend es sein kann, wenn man das Gefühl hat, man schreibt nur für den Papierkorb, möchte ich euch auf einige ganz frische Veganblogger hinweisen:


Ich tue das natürlich nicht ganz uneigennützig, denn ich möchte unbedingt, dass die alle motiviert weitermachen ;-) Es ist irgendwie beruhigend, zu lesen, dass die anderen auch nicht viel andere Probleme haben; Vegan-Unfälle, Vegan-Outings, blödsinnige Diskussionen. Und das ein oder andere Rezept oder neue Infos lese ich auch gerne.
An der Stelle möchte ich nochmal auf das Projekt veggie-blogger-network hinweisen, was auch hilfreich sein kann, um seinen Blog bekannt zu machen bzw. um von anderen Blogs zu erfahren.

Ich wünsche allen Neu-Bloggern viel Erfolg :-)

Tussi-Content: Peeling

Keine Kosmetik im engeren Sinne, aber ein tolles Beauty-Accessoire ist der Kissmee-Peelinghandschuh, den ich freundlicherweise zum Testen zugesandt bekommen habe.

Ich habe leicht unreine Haut, deswegen tun Peelings meiner Haut gut, aber Peelingcremes sind meistens relativ teuer und ich finde Waschgels praktischer, von daher ist ein Peeling-Handschuh ideal. Bisher hatte ich einen von DM, der allerdings mit der Zeit etwas unansehnlich geworden ist, außerdem war er etwas hart und kratzig; Peeling-Handschuhe aus Sisal, Luffa oder Baumwolle/Kunststoff sind in der Hinsicht leider auch nicht besser. Deswegen finde ich den kissmee toll; er ist feiner und sanfter als die traditionellen Varianten und, er ist aus dünnem Stoff und trocknet dadurch schnell, ist also auch hygienisch. Man kann ihn bei 60° waschen, was auch gut geklappt hat, ohne dass er verwaschen oder verzogen wurde.
Nachdem Duschgang mit Peelinghandschuh war meine Haut war angenehm weich; man sollte sich danach aber gut mit Feuchtigkeitscreme/lotion versorgen, da die Haut natürlich trotzdem durch den Rubbeleffekt etwas strapaziert wird.
Er hängt jetzt bei mir in der Dusche und wird ca. 1x pro Woche benutzt, also ich finde ihn super!
Wobei ich sagen muss, dass ich ihn mir wahrscheinlich nicht gekauft hätte; mit 7,95€ finde ich doch etwas teuer. Aber ihr könnt ja auch mal versuchen, mit einer Blog-Review kostenlos ranzukommen, hat kissmee eine eigene Facebook-Seite, auf der es einen Rabatt-Code für alle Fans gibt. Außerdem kann man jeden Monat im kissmee-Forum einen kissmee gewinnen - unter allen Kommentaren eines Kalendermonats wird verlost.

So, und jetzt noch die Fotos:


 weitere Infos auf kissmee.de

Montag, 10. Oktober 2011

Lebensmottos

Ich reg mich immer über diese "Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum"-0815-Lebensmottos auf, die meistens so gar nichts aussagen. Echt coole Mottos hingegen:

wobei ich jetzt nicht finde, dass n Arsch zwingend was negatives ist ^^

und der stimmt strenggenommen auch nicht, denn wenn Fische ihr Leben lang gegen den Strom schwimmen würden, wären sie ja relativ flott an der Quelle ;-)
  

Das letzte ist genaugenommen kein Motto, aber ich finde den Spruch trotzdem so einprägsam:

Freitag, 7. Oktober 2011

Kakao?!

Habt ihr die Doku über Kakao auf Arte gestern gesehen? Schon krass...
Ich esse kaum Schokolade (und auch kaum Schokoprodukte), wenn ich mal Trinkschokolade oder Schokopudding will, rühre ich mir mit dem Kakao von Naturata selbst was an

gekauft im Alnatura
eine heiße Tasse Kakao am Abend

Naturata ist bio, außerdem ist zu lesen:

Herkunft
NATURATA Kakao stammt aus verschiedenen
Projekten in Südamerika. Für
NATURATA Edelkakao verwenden wir
ausschließlich Kakao aus dem YACAOProjekt
in der Dominikanischen Republik.
IDetails zum YACAO-Projekt finden Sie
unter www.naturata.de.

Auf der Homepage sind dann einige Infos über das YACAO-Projekt zu finden. Sonst aber nichts; und da nur der Edelkakao aus diesem Projekt ist, hilft mir das nicht viel weiter, denn der normale Kakao kommt ja aus "verschiedenen Projekten in Südamerika". Würde mich schon interessieren, was das für "Projekte" sind; klar ist es bio, aber es können trotzdem riesige Plantagen sein, auf denen Kinder arbeiten.
Und der Edel-Kakao ist 1€ teurer und glaube ich auch bitterer, dabei hat er anscheinend noch nicht mal ein Fair-Trade-Siegel; trotz Behauptung "aus fairem Handel".

Ich glaube, ich werde bei meinem Kakao bleiben, es ist immerhin Bio, und damit besser als die ganzen Produkte der Großkonzerne. Ich fühl mich gerade ein bisschen wie ein Fleischesser, der sein geliebtes Bio-Schnitzel verteidigt; nur als Veganer ist man eh schon eingeschränkt, wenn man dann noch auf fair trade, regional, Verpackung, usw. achten will, um möglichst ethisch zu konsumieren, dann bleibt außer Luft&Liebe irgendwie nix mehr übrig.
Ich bin mir bewusst, dass ich hier Bequemlichkeit, Genuss, Preis und Qualität über ethische Erwägungen stelle, entscheide mich aber dennoch dafür. Weil ich ein Mensch bin und ein bisschen Spaß im Leben haben möchte, ohne ständig ein schlechtes Gewissen zu haben.

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Karen Duve 1 Jahr danach

Im Interview mit derstandard.at erzählt Autorin Karin Duve, die im Selbstexmperiment Bio, Vegetarisch, Vegan und Frutarisch probierte, wie sie heute lebt. Überschrift: "Ich bin eine Pudding-Vegetarierin".

Seitdem esse ich vegetarisch. Die sicherste Methode, wenn man verhindern will, dass fürs Mittagessen Tiere gequält werden. Deswegen esse ich auch deutlich weniger Milchprodukte, allerdings immer noch mehr, als ich ursprünglich vorhatte. Von den Veganern habe ich übernommen, dass ich keine Produkte aus Leder kaufe. Insgesamt versuche ich möglichst viele Bioprodukte oder bei meinen Nachbarn zu kaufen. Das klappt mal besser, mal schlechter.

 Machbar wäre durchaus mehr. Ich bin nicht vollkommen zufrieden mit mir. Dafür bin ich sicher, dass ich das, was ich mir vorgenommen habe, durchhalten kann.

Ich glaube, dass Milchprodukte für meinen Körper nicht gut sind. Dennoch greife ich aus Gewohnheit jetzt wieder darauf zurück. 

Schade, dass so wenig übrig geblieben ist. Dass sie "aus Gewohnheit" wieder Milchprodukte isst, verstehe ich nicht so ganz, immerhin hatte sie in ihrer veganen/frutarischen Phase ihre Gewohnheiten ja geändert, und sie dann später erst wieder neu etabliert. Aber immerhin ist ihr klar, dass Veganismus das Beste wäre: 

derStandard.at: Welches Lebens- oder Ernährungsmodell ist für Sie das überzeugendste?
Duve: Das vegane, aber für mich ist es zu anspruchsvoll, das habe ich nicht geschafft. Ich lebe jetzt also unter meinen moralischen Wertmaßstäben.

aktuelles Lieblingszitat XIII

Das Problem mit dem Verzehr tierischer Produkte ist, dass der Mensch dafür seine Lebensgewohnheiten ändern müsste. Gerade die deutsche Mentalität sieht das leider nicht vor. Es ist einfacher, sich über den Hunger auf der Welt aufzuregen und zu Weihnachten 50€ an UNICEF zu spenden, als darüber zu reflektieren, wie der eigene Konsum eben den Hunger jener bespendeten Kinder begünstigt.

Aber hey, was sind schon das Leid von 56.000.000.000 Lebewesen, die Abholzung des Regenwaldes, der Hunger in der Dritten Welt (gut, der hat AUCH noch andere Ursachen), die Verpestung der Atmosphäre und des Trinkwassers gegen DAS Totschlagargument schlechthin?

Es schmeckt doch so gut!

Kommentar von Claus Loete beim taz-Artikel "der Weltenretter ihr Fleisch" der Veganerin Hilal Sezgin

Mittwoch, 5. Oktober 2011

TV-Tipp: Do, 6.Oktober, Themenabend bei ARTE

06.10.11
20:15-21:15
Die Tricks der Lebensmittelindustrie
arte
Dokumentation D 2010 - Thema: Tatort Supermarkt
Viele Lebensmittel, die der Verbraucher täglich im Supermarkt kauft, gaukeln Qualität nur vor. Die Dokumentation entlarvt die Tricks der Hersteller und dokumentiert den Kampf, den Verbraucherverbände mit der Lebensmittelindustrie führen.
Es geht u.a. um Kinderarbeit in der Dritten Welt, z.B. schuften Tausende Kindersklaven illegal auf Kakaoplantagen in Westafrika.
06.10.11
21:15-22:20
Schmutzige Schokolade
arte
Dokumentation Deutschland 2010 - Thema: Tatort Supermarkt
Schokolade essen ist kein ausschließlich harmloses Vergnügen - nicht für Kinder in Afrika. Hilfsorganisationen verdächtigen die Schokoladenindustrie, von Kinderhandel und -arbeit zu profitieren. Miki Mistrati ist diesem Verdacht nachgegangen.

 edit: Link zum Video

veganer Unfall die sechshunderfünfundachtzig

Im Lauf meines Veganertums hab ich so viel an veganen Unfällen angesammelt, dass ich eigentlich ne Serie draus machen könnte. Heute bei Alnatura gewesen und u.a. mal wieder zwei Gläser Erbsen geholt:

Jetzt wollte ich die Produktdatenbank von nixwieveg damit füttern (btw. wärs toll, wenn da noch mehr Leute mitmachen würden, nixwieveg ist eine tolle Datenbank, die von ihren Usern lebt. Im Gegensatz zu Rezeptefuchs ist sie nicht kommerziell! und man kann auch noch was gewinnen :-) ), und als ich das Glas umdreh um die Zutatenliste abzutippen seh ich folgendes:
Ups. Das Schlimme ist: Ich hab die schon öfter geholt; aber bei Erbsen rechne ich nicht, dass da Honig drin ist! Wieso können die nicht wie alle anderen auch Zucker nehmen? Bzw. Von mir aus bräuchten die da gar nix zusetzen, wenn ich etwas süß oder salzig haben möchte, dann würze ich das selber!
In Zukunft gibt's also wieder Erbsen aus dem Supermarkt. Das Glas werd ich aber noch aufessen (also den Inhalt, nicht das Glas). Ich find Honig eigentlich nicht schlimm und konsumiere den eigentlich nur nicht, weil er per Definition nicht vegan ist, und ich keine Lust auf "Ich bin Veganer, aber Honig ess ich noch" und die anschließenden Inkonsequenz-Diskussionen habe.
Ich empfinde Honig nicht als Tierausbeutung, zumindest Bio-Honig nicht, denn da müssen so viele Vorschriften eingehalten werden, dass die Bienen nicht leiden. Bei Billig-Honig aus den USA bzw. Dritteweltländern mag das anders aussehen, zumal man da auch die Gentechnik-Problematik hat.

Falls sich jetzt Kommentare à la "wie kannst du nur so etwas sagen; die armen Bienen!" anschließen; möchte ich eventelle Diskutanten bitten, sich den folgenden informativen Link durchzulesen: Honigkunde für Veganer
Kommt zwar vom "Feind", ist aber wirklich gut beschrieben und glaubwürdig.

Und weil's so schön ist kann ich es mir nicht verkneifen, hier nochmal die Präsentation "wieso Honig gelb ist" zu verlinken ;-)

Dienstag, 4. Oktober 2011

veganer Pirat

Eigentlich bin ich ja eher grün, aber je mehr ich von der Piratenpartei erfahre, desto mehr mag ich sie. Einer von den Piraten, der nach dem grandiosen Wahlsieg in Berlin ins Abgeordnetenhaus ziehen wird, ist Veganer! 

Ich bin Dipl.-Ing. (BA) der Informationstechnik, Betreiber des bio-veganen Coworking-Space Yorck52 in Schöneberg, freiberuflicher Hardwareentwickler und IT-Administrator.

Ich bin Veganer, besitze kein Kfz und beziehe Ökostrom, schade also unserem Planeten so wenig wie möglich. Als Radikalfeminist ist es mein Ziel, Sexismen im Alltag aufzuzeigen und abzubauen. Ich unterstütze Orte, an denen Menschen abseits der gängigen kapitalistischen Ordnung selbstverwaltet leben
Quelle: piratenpartei

Wie cool ist das denn? Ok, ich geb zu, dass ich ihn allein schon wegen der Optik toll finde. Dann habe ich noch ein tolles Video gefunden, wo er gleich mal Björn Moschinski anhaut, damit der der Politiker-Kantine mal zeigt, wie veganes Essen geht ^^

Samstag, 1. Oktober 2011

ätzende Hundehalter

Habt ihr auch schon mal festgestellt, dass Tierhalter oft gar nicht tierlieb sind?

Heutige Begegnung: Ich bin im Wald spazieren (im Taunus, also richtig weit draußen, nicht bloß am Stadtrand). Von weitem sehe ich schon zwei Frauen mit ihren Hunden, bzw. höre sie schon kläffen. Der eine war glaub ich ein Golden Retriever, der andere sah etwas nach Jagdhund aus, jedenfalls nicht gerade klein. Als ich näher komme, rufen die beiden ihre Hunde zu sich, leinen sie an, und halten sie fest; was sie auch müssen, denn die Hunde ziehen ordentlich. Ich hatte ca. 20Sekunden Zeit, mir zu überlegen, ob ich was sage. Eigentlich hatte ich keinen Bock auf Diskussionen, letztlich hab ichs aber doch gemacht; weil ich mir beim letzten Mal (die Sache mit dem Entenfüttern) vorgenommen hatte, NICHT wegzuschauen, sondern die Leute drauf anzusprechen wenn ich meine, dass sie Tieren (oder anderen Menschen) schaden.

Ich habe also in meinem höflichsten Tonfall gesagt, dass ich es nett finde, dass sie die Hunde wegen mir angeleint haben, aber dass Hunde im Wald doch eigentlich immer angeleint sein sollten, worauf die eine der Damen meinte, es gäbe keine allgemeine Alleinpflicht im Wald. Ich habe erwidert, dass ich auch keine Pflicht meinte, sondern dass die Hunde Wild aufschrecken und jagen könnten, und ich es deshalb angemessen fände, sie ständig an der Leine zu haben. Da kam dann nur in schnippischem Tonfall das übliche "die tun doch nix, und das sind auch keine Jagdhunde", und "Wenn man seinem Hund nicht vertraut...", worauf ich erklärt habe, dass das nichts mit Vertrauen zu tun hat, sondern dass jeder Hund einen natürlichen Jagdtrieb hat, und dass sie die Hunde gar nicht zurückrufen könnten bzw. schnell genug anleinen; wenn der was sieht dann rennt der hinterher. Darauf kam dann nur "Die Hunde müssen doch auch mal laufen". Ich habe nur noch "Ja, aber doch nicht unbedingt im Wald, wo das Wild gestört wird" gesagt, und damit war die Diskussion dann beendet.

Mich ärgert sowas echt; ich mag Hunde und die sollen ja auch laufen können, aber da wo sie niemanden stören bzw. gefährden! So ein Verhalten finde ich rücksichtslos, im Wald leben Rehe, Hirsche, Wildschweine, Füchse und viele Kleintiere, selbst wenn der Hund das Tier nicht erwischt, wird er es doch aufschrecken und verfolgen. Der Mensch breitet sich immer weiter aus und wenn es irgendwo noch ein Fleckchen Natur gibt, dann benimmt er sich als sei ihm die ganze Welt untertan.

Ich habe gerade extra nachgeschaut; in Hessen scheint es außer bei "gefährlichen Hunden" aber zwar keine allgemeine Anleinpflicht zu geben (siehe Hessische Hundeverordnung), aber sehr wohl im Wald!

Nach dem Hessischen Jagdgesetz handelt derjenige ordnungswidrig, der vorsätzlich oder fahrlässig Hunde unbeaufsichtigt in einem Jagdbezirk laufen lässt. Eine solche Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbusse bis zu 25.000,-- EUR geahndet werden.'


Unbeaufsichtigt laufen lässt jemand dann seinen Hund, wenn dieser sich außerhalb seiner Einwirkung befindet. Unter Einwirkung befindet sich der Hund, wenn er in Hör- und Rufweite ist und einem Ruf oder Pfiff sofort folgen würde. Der Hund muss dabei nicht unbedingt in Sichtweite seines Herrn sein. Bei der Beurteilung der Hör- und Rufweite und des Appells muss man vom Einzelfall ausgehen. An einen ausgebildeten Schutz- und Jagdhund können dabei größere Anforderungen gestellt werden, als an einen Stubenhund. Grundsätzlich kann aber davon ausgegangen werden, dass sich auch der ausgebildete Hund bei einer Entfernung über 200 m außerhalb des Einwirkungsbereiches befindet. De  Hund steht auch nicht unter Einwirkung seines Herrn, wenn dieser weder Willens noch in der Lage ist  von seiner Einwirkungsmöglichkeit Gebrauch zu machen. Wird von einem unbeaufsichtigt im Jagdbezirk laufenden Hund ein Stück Wild gerissen oder verletzt, so hat der Hundehalter, wenn ihm Vorsatz oder Fahrlässigkeit angelastet werden kann, dem Jagdausübungsberechtigten Schadensersatz für das gerissene Stück zu leisten.
 Quelle: jungejägerhessen

Leider ist es ziemlich sinnlos, an die Rücksichtnahme zu appelieren; und das ist bei Hundehaltern ziemlich sinnlos. Viele lassen Waldi und Fiffi rumkläffen und überall hinkacken, und wenn sie fremde Leute anspringen (ist mir auch schon passiert), ist da nichts bei.

Ich krieg nen regelrechten Hass auf Hundehalter; v.a. wenn ich sehe, dass sie ihre Hunde auch nicht gut behandeln. Man sieht so oft verfettete Hunde, oder wie der Halter sie ruckartig an der Leine zieht oder anschreit. Ich glaube, manche schaffen sich nur deswegen einen Hund haben, um etwas zu haben, was sie beherrschen können.

Das musste mal raus!