Montag, 19. September 2011

vegan spart Geld und Tierleid

Passend zu "Spar dir das Fleisch" diese Woche bei Netto im Angebot:


Das sind doch echt Schleuderpreise, oder? Irgendwie tut's mir fast ein bisschen leid, dass das Gemüse nicht mehr "wert ist", aber es ist natürlich super, wenn gesunde Ernährung so günstig ist. 

Edit: Ich kaufe natürlich nicht nur Billig-Gemüse, heute war ich z.B. bei Alnatura und habe neben Tofu, Tütensuppe, Linsen und Erbsen auch eine Steckrübe mitgenommen. Die ist jetzt aber schon verputzt, sodass ich als Beweisfoto nur das hier bieten kann ;-)


Kommentare:

  1. Gesund? Etwa so gesund wie Grillfleisch um 1.50 €/kg... Wenn einem die Qualität egal ist, kann man immer "billig, billiger, am billigsten" zu seinem Lebensmotto machen, egal ob vegan oder als Fleischesser. Wir kann man über Tierleid klagen und dann Billigananas aus Ghana toll finden, wo Menschen ausgebeutet und mit Spritzmitteln vergiftet werden und der Endpreis vorallem für den irre weiten Transportweg drauf geht? Aber Hauptsache billig...

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  2. wieso sollte das nicht gesund sein? nur weil es nicht so teuer ist, heißt das ja nicht, dass es schlechte ware ist. und greenpeace hat ja schon öfter gemüse bei discountern untersucht, und es war bis auf ein paar ausnahmen innerhalb der gesetzlichen bestimmungen.
    natürlich ist bio besser, aber für konventionelle ware finde ich die sachen dort okay.
    und selbst das wässrigste gemüse aus dem treibhaus ist immer noch gesünder als ein big mäc. das meinte ich damit, dass ich es gut finde wenn gesunde ernährung günstig ist, und nicht immer die schlimmsten lebensmittel (salami, chips, schokoriegel...) die billigsten sind und zum zugreifen animieren.
    die ananas ist mir da eher so reingerutscht, es ging mir eher um das kohlgemüse, möhren usw., und das komm ja aus deutschland.

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  3. Und ein simples Bio-Ei ist gesünder als das nächstbeste Soya-schmecktwieFleisch-Grillwürstl. Es hängt alles von Produktion und Zubereitung ab.
    Ich kenne übrigens die Greenpeacezahlen und ähnliche Berichte und mich erschrecken Ergebnisse wie "nur 10 % des Gemüses hätte nicht mal in den Handel dürfen". Ich finde dieses Preisdumping furchtbar, auf keinem Bauernmarkt würde man beispielsweise Karotten zu dem Preis bekommen. Man kann mit regionalen und saisonalen Produkten genug sparen, geizen sollte man aber wirklich nicht.

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  4. "Und ein simples Bio-Ei ist gesünder als das nächstbeste Soya-schmecktwieFleisch-Grillwürst"

    nein, ist es nicht.

    einerseits mag ich preisdumping auch nicht, aber ich finde es dennoch gut, wenn gesunde lebensmittel günstig sind; und kein privileg der reichen.
    mit regional und saisonal kann man gar nichts sparen; auf dem markt sind die preise dauerhaft locker mal doppelt so hoch wie im supermarkt. auf dem wochenmarkt gibts eigentlich nur nen einheitspreis, da merkt man keinen unterschied ob sommer oder winter ist. nur dass es im winter halt keine erdbeeren gibt.

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  5. Ok, ich denke die Diskussion warum ein Ei (wie es auch Tiere essen) ungesünder als Industrie-FastFood ist, können wir uns sparen, da kommen wir anscheinend auf keinen gemeinsamen Nenner. ;)

    Aber inwiefern sind Karotten um 2 €/kg ein Privileg der Reichen? Ich geb für regionale Produkte (fast nur bio) inkl. Fleisch und Tierprodukte (nur bio) etwa 100 € im Monat aus, hierzulande ist niemand so arm, dass er das als reich bezeichnen müsste. Und trotzdem geizt jeder bei Lebensmitteln rum, steigt der Milchpreis um ein paar Cent gibts ein Drama, nur um sich einen noch größeren Fernseher etc. leisten zu können. Die eigene Gesundheit ist nichts mehr wert, zumindest solang man sie noch hat, kranke Welt.

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  6. @eve
    auch fastfood ist nicht per se ungesund, da kommt es immer auf die verarbeitungsweise und die zutaten drauf an.

    wenn man viel gemüse isst, dann macht es sich schon bemerkbar, ob das kilo 1 oder 2€ kostet.
    bei der ernährung sind mir andere dinge eben wichtiger; zb dass schokolade fair trade ist, dass sojaprodukte bio und nicht ausm regenwald sind, usw. und ich habe nunmal nur ein bestimmtes budget für die ernährung, und da kaufe ich dann halt gemüse eher beim discounter.
    zumal die geposteten sachen ja durchweg aus deutschland sind, das finde ich "regional" genug. oder wie "regional" sind deine produkte?

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  7. Es ging in dem Post hier warscheinlich auch darum, denen etwas entgegenzusetzen, die behaupten, vegane Ernährung (oder generell gesunde Ernährung) sei so teuer und sowas können sich nur Gutverdiener leisten. Und an diesen Angeboten sieht man eben, dass dem nicht automatisch so sein muss. DAs ist doch einer der Kritikpunkte am Veganismus...sei ja nur was für reiche, verwöhnte Gören.
    Und wieso sollte günstiges Gemüse aus dem REformhaus ungesünder sein als deutsches? ENhtält genau die gleichen Inhaltsstoffe und gespritzt wird's hier auch..

    Aber ich glaube gerade auch Veganer achten meistens noch darauf, was und wo sie einkaufen und kaufen nicht ausschließlich Discounter-Produkte (nebenbei gibt es in der Saison auch GEmüse/Obst aus Deutschland in Discountern, nur weil es billig ist, heißt es nicht, dass importiert wurde. Genauso gibt es in anderen teuren Supermärkten und Bioläden auch Gemüse aus dem Ausland, und viele Sachen werden in Deutschland einfach nicht angebaut, egal wo man sie kauft. Verstehe jetzt gerade das Problem von Eve nicht. Und mir kann keiner erzählen, dass er niemals exotische Früchte/Gemüse konsumiert, oder Tomaten aus Italien oder im Herbst und Winter nur Rüben oder Rote Beete isst. Oder dass der nur exotische Früchte aus fairem Handel bezieht - ode rmachst du das Eve?).

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  8. @Faena
    man sieht mal wieder, dass mans nie allen recht machen kann ;-)
    wobei sie schon recht hat, dass man grundsätzlich produkte bevorzugen sollte, die nicht vom anderen ende der welt hergeschippert wurden.

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  9. @Mausflaus
    Ich wollte ja nicht deine Einkäufe per se kritisieren, fand nur die provokante Werbung fürs Billigstgemüse daneben. Wie man vielleicht merkt, beschäftigt mich das Thema. ;)

    @Faena
    Dass Veganer zu sein teuer wäre, hör ich zum ersten Mal, da musst du irgendwas missverstanden haben. Gerade wenn man anspruchsvoller ist, ist Fleisch teurer als jedes Gemüse (Bioputenschnitzel leist ich mir z.B. nie). Nur im Billigbereich gibt sichs meiner Meinung nach nichts.

    Aber ja, ich hab tatsächlich schon seit Jahren keine Ananas oder Mango mehr gekauft und kauf auch im Winter keine importierten Tomaten oder Erdbeeren. Gibt zum Glück ja unzählige saisonale Gerichte, ich hunger also nicht. Umso mehr freu ich mich dafür im Winter auf die ersten Tomaten oder jetzt auf die ersten Kohlsprossen... :)

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  10. "vegan ist zu teuer" hört man ziemlich oft. meinstens von leuten, die halt die billig-salami vom aldi gekauft haben, und dann im bioladen vorm tofuregal den schock kriegen.

    also nur "made in germany"? wie kriegst du das hin? oder achtest du nur bei frischem obst und gemüse auf die herkunft? das fände ich etwas willkürlich, denn beim transport von möbeln, technik, kugelschreibern usw. wird ja auch co2 ausgestoßen.
    nicht falsch verstehen, es ist immer noch besser, nur beim obst/gemüse auf die herkunft zu achten, als überhaupt nicht, aber ich finds halt etwas ungerecht, wenn man ein produkt für seine herkunft kritisiert, ein anderes hingegen nicht.

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  11. Wir sind alle keine Heiligen. Und wir sehen viel zu wenig von dem was "hinter den Kulissen" passiert.

    Die Discounter bekommen nicht grundlos so günstig ihre Ware. Alles muss irgendwann und irgendwie hergestellt werden. Und das kostet. Sei es Arbeitskraft, Strom, Transport, Anbau, Wasser etc.

    Das Super-öko-fair- Produkt für jedermann gibt es nicht.

    Aber wir können uns schlau machen wie wo was herkommt und unter welchen Bedingungen. In allen Bereichen unseren Lebens.
    Nur so kann jeder für sich selbst entscheiden was er für sinnvoll oder moralisch vertretbar oder was auch immer hält.

    Ja es ist nicht einfach

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  12. Also ich finde, dass man Alternativen finden muss, ich als Student kann mir noch nur Bio-Produkte leisten aber deswegen achte ich bei Exotischen Waren unter anderem auch Cotton darauf, dass sie „Fairtrade“ ist. Ich Lebe in Luxemburg, deswegen kann ich mir auch nicht immer nur Regionales Obst und Gemüse kaufen z.B Tomaten kaufe ich gerne von Holländischer Herkunft. Wenn man billig einkaufen muss, ist die Goldene Regel Saisonales Obst und Gemüse zu kaufen und alles so gut wie möglich verwerten, es gibt ja genug Gerichte die man super aus „Resten“ zubereiten kann.
    Ich finde es schon sehr gut, wenn man sich Vegan ernährt und das ist erstmal das wichtigste überhaupt und natürlich, dass man bei bestimmten Produkten auf das „Fairtrade“ Siegel achtet. Dann bekomme ich halt keinen Heiligenschein aber wenigstens habe ich einen Bezug zu meinem Essen, was ich von ganz vielen nicht behaupten kann.

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