Freitag, 23. September 2011

teurer Fertigfraß

Die Verbraucherzentrale Hamburg hat untersucht, wie viel teurer Fertigprodukte gegenüber Selbstgemachtem  sind. Durchschnittlich 184 Prozent ist es demnach teurer Fertiglebensmittel zu kaufen, statt das Essen selbst zuzubereiten.

Untersucht wurden 14 Originalprodukte und deren 21 Fertigvarianten, wobei die Kosten für Zutaten sowie die Energiekosten für die Zubereitung mit den Preisen für unterschiedliche Fertiggerichte berücksichtigt wurden. Ausgewählt wurden vorrangig Gerichte, die ohne großen Aufwand und schnell zuzubereiten sind wie fertige Kaffeegetränke, Grillkartoffeln oder Salatdressings.


Das Ergebnis: Alle 21 untersuchten Fertig- oder Halbfertiggerichte waren teurer als die 14 selbstgemachten Varianten. 15 Fertigprodukte waren mindestens doppelt so teuer wie die selbst zubereitete Variante, sechs davon sogar dreimal so teuer oder noch teurer.

Die untersuchten Lebensmitel waren:

1.) Eine ganze Melone - kleingeschnittene Stücke auf Teller in Folie
Dabei wird vergessen, dass sich eine ganze Melone für eine Person nicht lohnt. Die gammelt dann nur im Kühlschrank und wird schlecht, sodass man effektiv auch nicht viel Geld gespart hat.

2.) Normale Karotten - Babykarotten in der Tüte
Die Karottinis sind Mini-Karotten, da ist klar, dass die mehr kosten. Kleine Tomaten kosten auch mehr als Große.
Genaugenommen ist frisches Obst und Gemüse sowieso kein Fertiggericht, da als Fertiggericht laut wikipedia typischerweise nur warme Mahlzeiten bezeichnet werden.
3.) Tasse Kaffee daheim - Coffee to go von Starbucks
Starbucks ist die absolute Top-Kaffeemarke. Auch da gibt es einige günstigere. Außerdem schmeckt der Kaffee aus dem Kühlregal ja wohl mal tausendmal besser, da zahlt man schonmal mehr.

4.) Marmorkuchen selbstgebacken - Fertigmischung - Dr.Oetker Fertigkuchen
Es kommt auch bei Fertigprodukten drauf an, welches man kauft, dass ein Dr.Oetker-Marmorkuchen teurer ist als ne Discounter-Eigenmarke, ist klar. Da hat die Verbraucherzentrale bewusst das teuerste Fertigprodukt gewählt.
5.) Tomatensauce aus frischen Tomaten - Soßenpulver - Fertigsoße in der Tüte
6.) Schlagsahne handgeschlagen - Sprühsahne - Becher Schlagsahne
Meiner Meinung nach werden die Energiekosten zu niedrig angesetzt. Für die selbstgemachte Schlagsahne haben sie z.B. 1 cent angegeben. Und davon soll der Mixer 5min laufen und Wasser/Strom für das Waschen von Schüssel und Stäbe in der Spülmaschine bezahlt sein, oder haben die die mit der Hand aufgeschlagen und das Geschirr im Bach gespült?? Außerdem fehlt das Sahnesteif, sonst fällt die Sahne gleich wieder zusammen
7.) Pfannkuchen - Teigmix - Fertigpfannkuchen
8.) Salatdressing - Pulver - Fertigdressing
9.) Ofengratin selbstgemacht - Maggi Fertiggericht
Das selbstgemachte Ofengratin hat die fünffache Menge wie das Maggi Fertiggericht. Das ist aber gerade ein Single-Produkt, das heißt, es isst eh nur eine Person davon, mit der fünffachen Menge kann diese nix anfangen, also ist es Quatsch, das hochzurechnen.
10.) Pizza Salami hausgemacht - Pizza-Kit - Tiefkühlpizza
Auch da wird wieder n riesiges Blech gemacht, während die TK-Pizza ne Single-Portion ist.
11.) Grillkartoffel selbstgemacht - Fertigprodukt
Ich glaub nicht, dass die da den Grill für angeschmissen haben, insofern ist das gar keine echte Grillkartoffel. Beim Fertigprodukt könnt ich mir schon vorstellen, dass da n Industriegrill verwendet wird.
12.) Überbackenes Baguette
13.) Schokopudding - Puddingpulver - Schälchenpudding
Auch da wird wieder Dr.Oetker genommen, ein Tütchen kostet 1,69€. Kein Wunder, dass sie zu dem Fazit kommen, das Fertigprodukt wäre doppelt so teuer. Ein 3erTütchen Puddingpulver von Ruf kostet 0,25€, für 1l braucht man 2 davon. Also 1l Milch/Sojamilch für 1€ + 20cent macht 1,20€ für über 1kg Pudding. Der hausgemachte Pudding der Verbraucherzentrale hat insgesamt 1,58€ gekostet...

14.) Kartoffelpüree
Es wird wieder mit bescheuerten Mengenvergleichen gearbeitet.



Meiner Meinung nach wurde bewusst bei dem Test getrickst, um spektakuläre Ergebnisse zu erzeugen. Und sowas von ner Verbraucherzentrale... Wird man eigentlich überall nur verarscht? Es ist ja super wenn sie aufzeigen, dass Fertigprodukte im Schnitt teurer und ungesünder sind, aber dafür muss man doch nicht in die Trickkiste greifen. Außerdem kann man so ein pauschales Gut oder Schlecht gar nicht aussprechen. Für einen Single lohnt es sich auch preislich, als Beilage die Tüte mit Kartoffelpüree aufzumachen, anstatt erst 1kg Kartoffeln zu kaufen, um dann 3 Kartoffeln zu schälen, kochen, pürieren, Milch und Margarine dazuzutun. Denn da entstehen hohe Energiekosten, man macht viel Geschirr dreckig, und mal ehrlich; ob die Beilage jetzt 15 oder 20cent kostet ist ja wohl mal egal - Geldverschwendung findet an ganz anderen Stellen statt.
Aber um auch mal was Positives hervorzuheben: Bei der Zubereitung wurden immer Biomilch und Freilandeier verwendet. 

Was mir persönlich bei dem Test fehlt, ist der Vergleich von "Fertigwasser" mit "Leitungswasser"... Selbst abgefülltes Wasser kostet 0,0cent, während das günstigste Wasser 13cent pro Liter kostet ^^

Kommentare:

  1. Das ist wirklich Verarsche.
    Es gibt ja einen Grund, warum die Menschen vermehrt zu Fertigprodukten greifen, und Faulheit allein kann das nicht erklären. Dann könnte ja auch jeder ins Restaurant gehen.

    Fertigprodukte sind nunmal günstig. Punkt. Klar kann man auch relativ preisgünstig selbst kochen aber ... ja, relativ kann ja viel bedeuten. Gerade als single macht vieles kein Sinn, weil man oft super viele Dinge kaufen und anfangen muss, und die letztlich im Kühlschrank vergammeln. Was macht man, wenn man Hunger auf Rotkohl, Knödel und Ente hat? Eine ganze Ente, ein ganzes Glas Rotkohl und ne 5er-Packung Knödel kaufen? Für sich allein? Da lohnt sich irgendso ein Mikrowellenessen für 1,99 Euro immer.

    Wenn man wirklich alles in Betracht ziehen würde, hätte das Ergebnis meiner Meinung nach anders ausfallen müssen.
    Selbst kochen wird umso günstiger, je mehr Familienmitglieder vorhanden sind, aber für einen 1-Personen-Haushalt und mit dem Verderblichkeitsaspekt ist es eher ein Minusgeschäft. Das heißt natürlich, sofern man nur die finanzielle Seite betrachtet.

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  2. "windimhaar" hat gesagt :

    "Was macht man, wenn man Hunger auf Rotkohl, Knödel und ENTE hat? Eine ganze ENTE, ein ganzes Glas Rotkohl und ne 5er-Packung Knödel kaufen?"

    Hahaha...köstlich...ENTE (am besten von Wiessenhof) auf Veganerblog...ist vollvegan, was ?

    Quak, Quak, Quak...

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  3. "Kennst du nicht das sagenhafte Entenrezept von Attila HildmannVerweistext?"

    Würg, Würg, Würg :-)

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  4. "MOCK DUCK

    Zutaten: Weizengluten, Sojasauce (Sojabohnen,Weizen,Wasser,Salz), Zucker, Salz, Sojabohnenöl."

    Schon mal was über den Zusammenhang von Exorphin A5 aus Weizengluten und Schizophrenie gehört ? Wohl eher nicht:

    "Untersuchungen zeigen Indizien, dass durch eine glutenfreie Diät bei entsprechend dispositionierten Menschen Probleme wie Autismus oder Krankheiten wie Schizophrenie gelindert werden können."

    http://de.wikipedia.org/wiki/Exorphine#Exorphine_und_Geisteskrankheiten

    Und Veganer gehören ja schon auf Grund ihrer grundsätzlichen psychischen Störung ( auch Bambi-Syndrom genannt) zu den "entsprechend dispositionierten Menschen" im Sinne des Wikipediaartikels.

    Ich kann deshalb nur jedem (und ganz besonders vegan sich ernährenden Menschen) davon abraten, Gluten überhaupt zu essen. Sei es als Brot oder Kuchen oder so einem minderwertigen Abfallprodukt wie "Mock Duck".

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  5. Arme Mausflaus :-) Ich habe gedacht, so "nette" Leser, die sich auch immer noch berufen fühlen zu kommentieren, würden sich dummerweise immer nur bei mir verlaufen.

    Liebe anonyme Kommentatorin oder Kommentator - warum darf man nicht über eines der Standardessend der Deutschen sprechen, wenn es um das Thema Fertigessen vs. selbst gekocht geht?
    Wird man als Veganer denn automatisch dämlich, und glaubt dass 95% der Menschen einer anderen Spezies angehören?
    Darf ich das Wort Ente nie wieder erwähnen, nur weil ich mich selbst vegan ernähre, oder es hier weitgehend um Veganismus geht?
    Bleib du mal in deiner kleinen Welt; anderen ist diese sehr wahrscheinlich zu eng. Und das ist auch gut so.

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  6. "Darf ich das Wort Ente nie wieder erwähnen, nur weil ich mich selbst vegan ernähre, oder es hier weitgehend um Veganismus geht?"

    Daß du das Wort ENTE überthaupt im Zusammenhang und als Beispiel für eine vollwertige Mahlzeit gewählt hast, zeigt (psychologisch gesehen, Freud lässt grüßen) doch nur, nach welchem Nahrungsmittel sich dein durch deine vegane Mangelernährung geschundener Körper in Wirklichkeit sehnt.

    Haben ja viele Veganer, daß sie z.B. nachts schon von Fleischgerichten träumen :-)

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  7. @windimhaar
    och, ich find das nicht schlimm. die anonymen mit der veganfeindlichen einstellung entlarven sich meist selbst als totale deppen. da muss ich gar nix dazu schreiben, da sieht ja sowieso jeder, der das liest, was es für ein stuss ist ;-)

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  8. "...da sieht ja sowieso jeder, der das liest, was es für ein stuss ist ;-)"

    Je näher man an der Wahrheit ist, und den Nagel auf den Kopf trifft, desto mehr wird die Gegenseite dementieren...;-))

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  9. Ich weiß ja nicht, was das jetzt soll. Mangelernährung hin oder her - lies Studien, probier's selbst aus, und finde für dich heraus, was das beste ist. Warum gegen andere wettern?

    Eine Ente betrachte ich nicht als vollwertig und ich habe auch (seit übrigens 12 Jahren) keine einzigen Gelüste. Was man nicht mehr kannt, kann man nicht vermissen.
    Das Thema lautete aber Fertigessen vs. selbst gekocht - vegan und vollwertig stehen dabei erst mal außen vor. Man darf auch noch über den Tellerrand schauen, wenn man für sich selbst ein paar Ernährungsregeln aufgestellt hat. Ehrlich :-)

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  10. @Anonym
    Textverständnis ist wohl nicht so ganz dein Ding, wenn deine These "je näher man der Wahrheit ist, desto mehr wird die Gegenseite dementieren" zutrifft, dann würde das ja heißen, dass du meilenweit von der Wahrheit entfernt bist, da ich ja gerade NICHT dementiere, sondern deine Aussagen für sich stehen lasse.

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  11. "Selbst abgefülltes Wasser kostet 0,0cent, während das günstigste Wasser 13cent pro Liter kostet"

    In welcher Gegend kostet das Leitungswasser 0,0 Cent???
    Bitte um möglichst genaue Angaben - ich ziehe sofort um!
    (hier kostet es nämlich....)

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    1. in jeder ;-) der kubikmeter wasser kostet ca. 1,30€, das sind pro liter tatsächlich nur 0,0013€

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