Freitag, 30. September 2011

1.Oktober Weltvegetariertag!

Es jährt sich mal wieder der Weltvegetariertag.
Der VEBU hat in seiner alljährlichen Pressemitteilung geschrieben, Vegetarismus sei am boomen; dieses Jahr wäre schon ein Mitgliederwachstum von 38% zu verzeichnen. Das ist zwar ne ganze Menge, den Optimismus vom VEBU finde ich allerdings etwas albern:

"„Wir sehen in diesen Tendenzen eine klare Entwicklung hin zum vegetarischen Lebensstil und gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2020 gut 20 Prozent der Deutschen überwiegend vegetarisch leben“, so Sebastian Zösch abschließend."



Wenn ihr einen Vegetarier seht, gratuliert ihm, am besten mit einer Umarmung ;-)

Weniger beliebt macht man sich mit einem der folgenden Witze:

“Bei den Vegetariern heißt der Beischlaf ‘Bestäubung’."

“Es ist noch kein Vegetarier vom Stengel gefallen”

Der Pfarrer salbungsvoll bei der Kommunion, während er die Hostie reicht: "Der Leib Christi." - Darauf der Kommunikant: "Kann ich bitte ein Stück Dornenkrone haben, ich bin Vegetarier."

Wie nennt man einen dicken Vegetarier? BIOTONNE

Was ist der Unterschied zwischen einem Fleischesser und einem Vegetarier? Der Vegetarier stirbt gesünder!

Donnerstag, 29. September 2011

ganz toll: gestern war Weltschulmilchtag

Welt-Schulmilchtag am 28. September 2011
2011 jährt sich der „Welt-Schulmilchtag“ zum elften Mal. Er wurde von der Organisation für Ernährung und Landwirtschaft der Vereinten Nationen „FAO“ ins Leben gerufen. Ziel der FAO-Initiative ist es, die Aufmerksamkeit von Schülern, Eltern und Erziehern sowie von Presse, Politik und sonstigen Multiplikatoren auf die Schulmilch zu lenken. Denn Milch und Milcherzeugnisse sind wichtige Bausteine einer gesunden Ernährung.


Es gibt ne ganze Menge blödsinniger Aktionstage, aber beim Weltschulmilchtag denk ich mir nur "Warum???" Wobei die Antwort nicht schwer ist: Weil die Agrarlobby großen Einfluss hat und überall das Märchen von der gesunden Milch verbreitet. Eigentlich sollte dieser Tag "Welt-Milchlobbytag" heißen.

Dabei wurde der Aktionstag von der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen ins Leben gerufen (aber auch da wird die Agrarlobby wohl gut vertreten sein):


Seit dem 28. September 2000 gibt es den Weltschulmilchtag. Er wurde von der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) initiiert und wird mittlerweile in über 40 Ländern gefeiert. Neben dem Tag der Milch am 1. Juni eines jeden Jahres ist der Weltschulmilchtag das wichtigste Datum für alle, die das Image der Milch verbessern wollen. Gerade das Image von Milch in Schulen ist verbesserungswürdig. So ist der Verbrauch von Milch an Schulen und Kindergärten seit 1993 um zwei Drittel zurückgegangen. Dabei ist Milch für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen enorm wichtig.

http://www.weltschulmilchtag.de/


Ich finds immer wieder krass; es ist doch in mehreren Studien festgestellt worden, dass bei Kindern und Jugendlichen die größten gesundheitlichen Probleme Übergewicht, zu wenig Bewegung, Diabetes, zu wenig Obst&Gemüse sind - und alles was denen einfällt, ist Schulmilch!
Da lob ich mir doch Kampagnen wie das Verteilen von kostenlosen Bio-Brotboxen an Erstklässler!

Mittwoch, 28. September 2011

Hartkäse ist eine Pflanze und andere Weisheiten bei Men's Health

Die Men's Health ist nun wirklich nicht bekannt für wissenschaftlich fundierte Artikel und gute Recherche; vielmehr werden Stereotype erzeugt und das Bild vom großen, starken Mann, der dies und jenes nicht tut, weil es unmännlich ist, erzeugt.
Aber selbst wenn man mit der Erwartungshaltung "Witzige Infos über Lifestyle und Männerklischees" herangeht, kann man sich bei folgendem Artikel echt nur fremdschämen. Er trägt ausgerechnet den Titel "Veggie-Vorurteile im Visier", in dem es eigentlich darum geht, Vorurteile aufzuklären.
Es fäng schon damit an, dass im Browserfenster die Registerkarte mit "Vegetariar - Ernährungsratgeber Men's Health" benannt ist. Wirklich nur ein Tippfehler?
Zu Vorurteil Nr.1: "Vegetarier sehen blass und krank aus" sagt die Autorin (es ist bemerksenswerterweise eine Frau)

"Vegetariern fehlt es meistens an Calcium, Eisen und Vitamin B12."

Sollten hier nicht Vorurteile aufgeklärt werden? Dass Calcium, Eisen und B12 problematisch wären, hört man zwar oft, aber "fehlt meistens" ist schon ziemlich weit aus dem Fenster gelehnt. Der Knüller aber ist der nächste Satz:

"Die ersten beiden Stoffe lassen sich aber auch pflanzlich aufnehmen, zum Beispiel durch Petersilie (98 mg Eisen/100 g) und Hartkäse (1,1 g Calcium/ 100 g)"

Zu welchen Pflanzen gehört nochmal der Hartkäse? 

Vitamin B 12 dagegen ist nur in tierischen Lebensmitteln vorhanden, müsste also im Falle eines Mangels supplementiert werden.

Ging's nicht um Vegetarier? die Autorin hat wohl nicht verstanden, dass die meisten Vegetarier einiges an Milchprodukten, Honig und Eiern konsumieren. Und da ist ne ganze Menge B12 drin. 

Ein Glück, dass die Men's Health sowieso kein vernünftiger Mensch ernstnimmt...

Dienstag, 27. September 2011

Tierrechte mal anders :D

Auf dem Blog "Recht am Bild" geht's heute um Tierrechte; und zwar um die Frage, ob Affen, die mit nem Fotoapparat rumspielen und Bilder knipsen, ein Urheberrecht an den Fotos haben.
Hintergrund war der Artikel „Makake schießt affengeile Bilder“. Darin wird auf amüsante Art und Weise beschrieben, wie ein Fotograf im Moment der Unachtsamkeit sein Equipment an einen Affen verliert. Der Affe spielt mit der Kamera und schießt dabei hunderte Fotos.

Also ich bin ja sehr für Tierrechte, aber ich glaub ein Urheberrecht brauchen Tiere nicht ;-)

Montag, 26. September 2011

super Leserartikel in der ZEIT

ZEIT ONLINE präsentiert regelmäßig ausgewählte Leserartikel, die unsere eigenen Inhalte um zusätzliche Meinungen, Erfahrungsberichte und Sichtweisen bereichern. Vor der Veröffentlichung nehmen wir mit den Autoren Kontakt auf und sprechen über den Text, anschließend wird der Leserartikel von uns redigiert und bebildert. Auch bei Leserartikeln, die unter Pseudonym veröffentlicht wurden, kennt die Redaktion Namen und Anschrift des Autors. Alle weiteren Informationen finden Sie in unseren Leserartikel-FAQ


Leserartikel Vegetarismus
Das Leid der Tiere
Tierschutz ist zu einem weit verbreiteten Trend geworden, beobachtet Leser Leon Weber. Der Verzicht auf das Schlachten von Tieren sollte ebenfalls zu einem werden.




Können in Zukunft bitte nur noch Leser Artikel schreiben?

Sonntag, 25. September 2011

das vegane Streitgespräch in voller Länge

Nachtrag zum Post von gestern: Das Streitgespräch "Vollveganer versus Halbzeitvegetarier" in der taz ist jetzt in voller Länge verfügbar




Ich schlage mich jetzt vollkommen auf Vagedes`Position; er ist nämlich gar nicht so radikal wie es zunächst schien:

Vagedes: Wenn jeder nur noch die Hälfte äße, wäre das auch für mich eine gute Botschaft, aber ich traue den Menschen mehr zu. 

Vagedes: Von der Halbzeitvegetarier-Kampagne geht das falsche Signal aus. Ich weiß nicht, ob sich Frau Rimpler darüber bewusst ist, dass die Flexitarier-Bewegung in den USA von den Lobbyisten der Fleischindustrie unterstützt wird. 

Flexitarier sind Menschen, die wenig Fleisch essen.
Vagedes: Nein, der Flexitarier oder Halbzeitvegetarier ist im Extremfall jemand, der einfach guten Gewissens weiter Fleisch isst. (...)

Vagedes: Wenn man Menschen sagt, sie sollen Halbzeitvegetarier oder Flexitarier werden, dann dient das letztlich dazu, die Leute einzulullen und ihre Veränderungsbereitschaft zu schwächen, damit alles so bleibt, wie es ist.(...)

 
Mit diesen Aussagen kann ich mich voll und ganz identifizieren 

Samstag, 24. September 2011

taz-Artikel: Halbzeitvegetarier vs. Veganer

oder auch: Katharina Rimpler, Initiatorin der Kampagne "Halbzeitvegetarier vs. Christian Vagedes, Vorsitzender der Veganen Gesellschaft. 


Es wäre schon nicht schlecht, wenn manche Fleischesser ein bisschen weniger Fleisch essen würden, argumentiert eine Vegetarierin. Und fordert Flexitarier. Ein Veganer ist dagegen.
Hintergrund des Streites ist die Frage, welche Art von Radikalität es braucht, um gesellschaftliche Veränderung in der Frage des Konsums von Industriefleisch möglich zu machen. Die globale Industriefleischproduktion ist neben Energie und Mobilität ein entscheidender Treiber des Klimawandels.

  Quelle: taz vom 24.9.2011


Leider nur in Auszügen online, das komplette Streitgespräch gibt es in der aktuelle sonntaz :-(  Dabei ist das sooo ein interessantes Thema. Ich bin ja eher auf der Veganerseite, wie ich meinem Beitrag über die Halbzeitvegetarierkampagne geschrieben habe. Aber es ist wohl beides vertretbar, man braucht ein bisschen Fingerspitzengefühl für sein Gegenüber, wie man das beste rausholen kann :-)

Update: Das Streitgespräch ist jetzt in voller Länge verfügbar

Mailaktion zur Aberkennung des Bundesverdienstkreuzes für Wiesenhofchef

Wer die Wiesenhof-Reportage auf der ARD gesehen hat, wird es kaum glauben können; der Wiesenhof-Chef Paul-Heinz Wesjohann ist Träger des Bundesverdienstkreuz aufgrund "sozialen Engagements". Dazu gibts jetzt ne Mailaktion vom VEBU, um den Bundespräsidenten dazu zu bewegen, dem Wiesenhof-Chef das Bundesverdienstkreuz abzuerkennen.Denn Paul-Heinz Wesjohann hat klar gegen die ethische Vorbildfunktion, für die er damals das Bundesverdienstkreuz verliehen bekam, verstoßen. Ein Verdienstorden in seinen Händen scheint deshalb nicht länger vertretbar. Aus diesem Grund fordert der VEBU eindrücklich die Aberkennung des Bundesverdienstkreuzes von Wiesenhof-Chef Wesjohann – sollte er es anstandshalber nicht freiwillig abgeben.
Unterstütze deshalb die Mailaktion und fordere die Aberkennung dieser Auszeichnung von Paul-Heinz Wesjohann durch den Bundespräsidenten!

Freitag, 23. September 2011

teurer Fertigfraß

Die Verbraucherzentrale Hamburg hat untersucht, wie viel teurer Fertigprodukte gegenüber Selbstgemachtem  sind. Durchschnittlich 184 Prozent ist es demnach teurer Fertiglebensmittel zu kaufen, statt das Essen selbst zuzubereiten.

Untersucht wurden 14 Originalprodukte und deren 21 Fertigvarianten, wobei die Kosten für Zutaten sowie die Energiekosten für die Zubereitung mit den Preisen für unterschiedliche Fertiggerichte berücksichtigt wurden. Ausgewählt wurden vorrangig Gerichte, die ohne großen Aufwand und schnell zuzubereiten sind wie fertige Kaffeegetränke, Grillkartoffeln oder Salatdressings.


Das Ergebnis: Alle 21 untersuchten Fertig- oder Halbfertiggerichte waren teurer als die 14 selbstgemachten Varianten. 15 Fertigprodukte waren mindestens doppelt so teuer wie die selbst zubereitete Variante, sechs davon sogar dreimal so teuer oder noch teurer.

Die untersuchten Lebensmitel waren:

1.) Eine ganze Melone - kleingeschnittene Stücke auf Teller in Folie
Dabei wird vergessen, dass sich eine ganze Melone für eine Person nicht lohnt. Die gammelt dann nur im Kühlschrank und wird schlecht, sodass man effektiv auch nicht viel Geld gespart hat.

2.) Normale Karotten - Babykarotten in der Tüte
Die Karottinis sind Mini-Karotten, da ist klar, dass die mehr kosten. Kleine Tomaten kosten auch mehr als Große.
Genaugenommen ist frisches Obst und Gemüse sowieso kein Fertiggericht, da als Fertiggericht laut wikipedia typischerweise nur warme Mahlzeiten bezeichnet werden.
3.) Tasse Kaffee daheim - Coffee to go von Starbucks
Starbucks ist die absolute Top-Kaffeemarke. Auch da gibt es einige günstigere. Außerdem schmeckt der Kaffee aus dem Kühlregal ja wohl mal tausendmal besser, da zahlt man schonmal mehr.

4.) Marmorkuchen selbstgebacken - Fertigmischung - Dr.Oetker Fertigkuchen
Es kommt auch bei Fertigprodukten drauf an, welches man kauft, dass ein Dr.Oetker-Marmorkuchen teurer ist als ne Discounter-Eigenmarke, ist klar. Da hat die Verbraucherzentrale bewusst das teuerste Fertigprodukt gewählt.
5.) Tomatensauce aus frischen Tomaten - Soßenpulver - Fertigsoße in der Tüte
6.) Schlagsahne handgeschlagen - Sprühsahne - Becher Schlagsahne
Meiner Meinung nach werden die Energiekosten zu niedrig angesetzt. Für die selbstgemachte Schlagsahne haben sie z.B. 1 cent angegeben. Und davon soll der Mixer 5min laufen und Wasser/Strom für das Waschen von Schüssel und Stäbe in der Spülmaschine bezahlt sein, oder haben die die mit der Hand aufgeschlagen und das Geschirr im Bach gespült?? Außerdem fehlt das Sahnesteif, sonst fällt die Sahne gleich wieder zusammen
7.) Pfannkuchen - Teigmix - Fertigpfannkuchen
8.) Salatdressing - Pulver - Fertigdressing
9.) Ofengratin selbstgemacht - Maggi Fertiggericht
Das selbstgemachte Ofengratin hat die fünffache Menge wie das Maggi Fertiggericht. Das ist aber gerade ein Single-Produkt, das heißt, es isst eh nur eine Person davon, mit der fünffachen Menge kann diese nix anfangen, also ist es Quatsch, das hochzurechnen.
10.) Pizza Salami hausgemacht - Pizza-Kit - Tiefkühlpizza
Auch da wird wieder n riesiges Blech gemacht, während die TK-Pizza ne Single-Portion ist.
11.) Grillkartoffel selbstgemacht - Fertigprodukt
Ich glaub nicht, dass die da den Grill für angeschmissen haben, insofern ist das gar keine echte Grillkartoffel. Beim Fertigprodukt könnt ich mir schon vorstellen, dass da n Industriegrill verwendet wird.
12.) Überbackenes Baguette
13.) Schokopudding - Puddingpulver - Schälchenpudding
Auch da wird wieder Dr.Oetker genommen, ein Tütchen kostet 1,69€. Kein Wunder, dass sie zu dem Fazit kommen, das Fertigprodukt wäre doppelt so teuer. Ein 3erTütchen Puddingpulver von Ruf kostet 0,25€, für 1l braucht man 2 davon. Also 1l Milch/Sojamilch für 1€ + 20cent macht 1,20€ für über 1kg Pudding. Der hausgemachte Pudding der Verbraucherzentrale hat insgesamt 1,58€ gekostet...

14.) Kartoffelpüree
Es wird wieder mit bescheuerten Mengenvergleichen gearbeitet.



Meiner Meinung nach wurde bewusst bei dem Test getrickst, um spektakuläre Ergebnisse zu erzeugen. Und sowas von ner Verbraucherzentrale... Wird man eigentlich überall nur verarscht? Es ist ja super wenn sie aufzeigen, dass Fertigprodukte im Schnitt teurer und ungesünder sind, aber dafür muss man doch nicht in die Trickkiste greifen. Außerdem kann man so ein pauschales Gut oder Schlecht gar nicht aussprechen. Für einen Single lohnt es sich auch preislich, als Beilage die Tüte mit Kartoffelpüree aufzumachen, anstatt erst 1kg Kartoffeln zu kaufen, um dann 3 Kartoffeln zu schälen, kochen, pürieren, Milch und Margarine dazuzutun. Denn da entstehen hohe Energiekosten, man macht viel Geschirr dreckig, und mal ehrlich; ob die Beilage jetzt 15 oder 20cent kostet ist ja wohl mal egal - Geldverschwendung findet an ganz anderen Stellen statt.
Aber um auch mal was Positives hervorzuheben: Bei der Zubereitung wurden immer Biomilch und Freilandeier verwendet. 

Was mir persönlich bei dem Test fehlt, ist der Vergleich von "Fertigwasser" mit "Leitungswasser"... Selbst abgefülltes Wasser kostet 0,0cent, während das günstigste Wasser 13cent pro Liter kostet ^^

Satire kann so wahr sein...

Das Video gibts leider nicht mehr :-(

Greenwashing bei Lidl: pseudo-nachhaltige Schokolade

Bei Lidl wird grad kräftig die Schokoladen-Eigenmarke beworben:

Unter dem Motto "Auf dem Weg nach Morgen" investiert Lidl weiter und untermauert sein Engagement im Bereich der Nachhaltigkeit. Ab dem 26. September 2011 tragen Lidls meistverkaufte Schokoladentafeln der Eigenmarke FIN CARRÉ - Alpenvollmilch, Alpenvollmilch mit gehackten Haselnüssen und Zartbitter - das UTZ CERTIFIED Siegel als Zeichen für Kakao aus nachhaltig zertifiziertem Anbau.

Da denkt man sich doch "Super, nachhaltiger Anbau!" und kauft bei Lidl (Zartbitter ist sogar vegan), und freut sich, dass man mit ner 35cent-Schokolade noch was Gutes tut.

Vielleicht liest man aber auch ein bisschen weiter und stößt auf folgendes:

Ziel von Lidl ist es, bis zum Jahr 2020 auf 100 Prozent Kakao aus nachhaltig zertifiziertem Anbau zu erhöhen. 

Äh, wie bitte? Nur ein Teil des Kakaos ist nachhaltig? Naja, so lange die Hälfte nachhaltig ist, isses ja noch okay. 

10% des Kakaos für Fin Carré-Schokoladentafeln sind bereits UTZ-zertifiziert.

10%! in Worten: zehn! Und dafür gibts so ein Siegel??? Wohlgemerkt: 10% des Kakaos, nicht der gesamten Schokolade! Da sind ja auch noch Kakaobutter, Zucker usw. drin. Mit dem Siegel ist es auch nicht gerade weit her:

UTZ Certified certification, like the Rainforest Alliance coffee certification program, has been called "Fairtrade light" by critics, as it offers producers no minimum or guaranteed price for their crop. UTZ certified producer organizations are therefore highly vulnerable to the volatility of the coffee market. This major price difference makes the UTZ CERTIFIED label considerably cheaper than Fairtrade for companies such as Sara Lee interested in tapping the ethical market.

Quelle: wiki

Das mit den 10% find ich ne ziemliche Frechheit und kann nur als Verbraucherverarsche bezeichnet werden. Man stelle sich mal vor, es gäbe ein Bio-Siegel, wonach 10% der Zutaten Bio sind. Oder ein Vegan-Label, wonach 10% der Zutaten vegan sind.
Ich bin ja nun wirklich keiner der "alles beim Discounter ist schlecht"-Fraktion. Discounter können durchaus Qualität zum kleinen Preis anbieten bzw. ethisch vertretbare Ware anbieten. Ein Großteil ist aber genau das was sein Preis auch ist: Billig. Das ist auch vollkommen okay so; der Verbraucher entscheidet was er möchte. Was ich aber gar nicht abkann, ist Verbraucherverarsche. Da wird vorgespiegelt, ein ethisch korrektes Produkt zu erwerben, dabei ist das die ganz normale in Kinderarbeits-Pestizids-Schokolade, die nen Mini-Anteil von Kakao enthält, dessen Kleinbauern in einem Förderprogramm waren.

Für den geringen Nachhaltigkeitsanteil wird zwar ne Begründung genannt, die finde ich aber ziemlich lasch:

Ziel von Lidl ist es, bis zum Jahr 2020 auf 100 Prozent Kakao aus nachhaltig zertifiziertem Anbau zu erhöhen. Diese Umstellung wird Schritt für Schritt erfolgen müssen, da derzeit noch nicht genügend UTZ CERTIFIED-zertifizierter Kakao verfügbar ist. 

Mittwoch, 21. September 2011

Award bekommen

Ich habe von carnam einen Award bekommen, vielen Dank dafür!


Die Regeln für diesen Award:

1) Verlinke die Person , die dir diesen Award verliehen hat .
2) Teile 7 beliebige Dinge über dich selbst mit .
3) Gebe den Award an 10 Blogs weiter .
4) Hinterlasse eine Nachricht um sie darüber zu informieren.
 
 
Ich habe mich riesig darüber gefreut, auch wenn ich von dieser neuen Art von Kettenbriefen nicht viel halte. Denn dieses inflationäre Verbreiten von Awards führt dazu, dass der Award immer größere Kreise zieht, bis ihn sowieso jeder hat. Meine Lieblingsblogs  könnt ihr in der Blogroll auf der rechten Seite sehen. Insofern beschränke ich mich auf die 7 Dinge. Ich hoffe das ist nicht undankbar. 

  1. Mir fällt grade auf, dass ich ziemlich genau vor 2 Jahren im September angefangen habe zu bloggen. 
  2. Das Bloggen und Blogs zu lesen, macht mir echt Spaß, ich würde das mittlerweile als Hobby bezeichnen
  3. Ich kann es nicht leiden, wenn Veganer auf anderen Veganern rumhacken, dass sie nicht vegan genug sind. Da sind mir sogar Fleischesser lieber, die belehren einen wenigstens nicht. Das wollte ich schon lange mal loswerden
  4. Das einzige Schuhgeschäft, wo es mir Spaß macht reinzugehen, ist Deichmann.
  5. Ich habe diese Saison schon fünfmal Kürbis gegessen, entweder gebacken oder als Suppe. 
  6. Wenn ich irgendwo einen neuen vegane Essensangebote oder Einkaufsmöglichkeiten entdecke, trage ich sie immer fleißig bei veganguide ein *Wink mit dem Zaunpfahl*
  7. Auf mich trifft der Begriff "Pudding-Veganer" voll und ganz zu. Ich esse mindestens einmal in der Woche welchen, meistens selbstgemacht aus Sojamilch und Puddingpulver.

Frontal21 deckt auf: Subventionsbetrug von Geflügelproduzent

Verdacht auf Subventionsbetrug - Millionen für aufgepumpte Hähnchen?
Es ist ein gutes Geschäft. Deutsche Hähnchen werden nach Russland exportiert, dafür gibt es Exportsubventionen der Europäischen Union. Bis zu 55 Euro pro100 Kilogramm kassierten deutsche Firmen zeitweilig als Zuschuss. Das reichte der Firma Guts-Gold aus Mecklenburg-Vorpommern offenbar nicht aus. Sie soll Hähnchen mit Wasser aufgepumpt und dadurch schwerer gemacht haben, so die ermittelnde Staatsanwaltschaft Rostock. Millionen Euro soll die Firma so rechtswidrig kassiert haben.

Quelle: Sendung vom 13.September 2011

Hier das Skript zum Beitrag und hier der Link zum Video in der Mediathek


Ich finde, der eigentliche Skandal ist, dass Export von Geflügelfleisch überhaupt subventioniert wird...

Dienstag, 20. September 2011

aktuelles Lieblingszitat XII

Ich hab keine Angst vor EHEC, in meinem Schnitzel ist so viel Antibiotikum, da pack ich auch die Beilagen!

gelesen auf irgendner dummen Sprücheseite

lecker Tee von "goldener Zweig"



Der Kräuter-Tee-undGewürzshop Goldener Zweig war so nett, mir ein Päckchen Tee und Guarana-Pulver zu schicken! Den Online-Shop finde ich sehr sympathisch, es gibt viele nicht gerade alltägliche Teemischungen, Kräuter, auch in Bio-Qualität. Also wenn man mal was neues probieren will, hat man da viel Spaß beim Durchstöbern.

Das Guarana-Pulver war mir schon bekannt, das schmeckt zwar nicht wirklich, putscht aber extrem.
Der Tee "Feuer" klingt vielversprechend: "Lass Dich von diesem betörenden Kräutertee in Armors Gefilde entführen.Zutaten: Verbenenkraut, Zimt, Jasmin,Orangenblüten, Kolanuß, Apfel, Pfefferminze"
Da er koffeinhaltig ist, habe ich ihn schon heute morgen getrunken, und leider in der Eile kein Foto gemacht. Ich fand ihn auf jeden Fall lecker, hat nach deutlich nach Zimt geschmeckt, leicht nach Kräutern, und ein bischen fruchtig. Pur würde ich ihn aber nicht trinken, da er doch ein bischen bitter ist, aber mit etwas Süßstoff war er wirklich gut. Von dem Koffein habe ich jetzt nicht soo viel gemerkt, auf jeden Fall hat er weniger als Kaffee würde ich sagen.




  Vielen Dank an Goldener Zweig!

Montag, 19. September 2011

vegan spart Geld und Tierleid

Passend zu "Spar dir das Fleisch" diese Woche bei Netto im Angebot:


Das sind doch echt Schleuderpreise, oder? Irgendwie tut's mir fast ein bisschen leid, dass das Gemüse nicht mehr "wert ist", aber es ist natürlich super, wenn gesunde Ernährung so günstig ist. 

Edit: Ich kaufe natürlich nicht nur Billig-Gemüse, heute war ich z.B. bei Alnatura und habe neben Tofu, Tütensuppe, Linsen und Erbsen auch eine Steckrübe mitgenommen. Die ist jetzt aber schon verputzt, sodass ich als Beweisfoto nur das hier bieten kann ;-)


Sonntag, 18. September 2011

Allesesser, die aussterbende Spezies

Die Kellnerin hat es nicht leicht. Es ist ein wenig wie in der legendären Bestellszene des Films "Harry und Sally" - die Sache mit dem Extrateller -, nur in der Jetztzeit, also weit komplizierter. Mein erster Tischgenosse lässt sich die Speisen aufzählen, die frei von Gluten sind. Seine Nachbarin verlangt mit großer Ernsthaftigkeit nach der völligen Abwesenheit von Nüssen in ihrem Gericht, ihre Nachbarin wiederum möchte zwingend auf Laktose verzichten. Dass ihr Partner nur Vegetarier isst, nein: ist, führt zu einer spürbaren Entspannung der Bedienung, das ist geübte Praxis. Schließlich bin ich dran und sage, ich äße alles mit allem drin oder obendrauf - und fühle mich schrecklich altmodisch.

Quelle: Hamburger Momente bei welt.de

Stimmt eigentlich, ich kenn kaum einen, der wirklich alles isst. Selbst die Leute, die nicht auf Diät sind, denen der Arzt nicht irgendwas verboten hat, haben "ich mag keine Rosinen" oder "Igitt, Tomaten"-Macken.
Die meisten Veganer die ich kenne, sind in der Hinsicht eher unkompliziert; die führen schon Freudentänze auf, wenn sie überhaupt etwas Veganes kriegen, was das dann genau ist, interessiert eigentlich nicht.
Die mäkeligen sind eigentlich eher die Allesesser. Als Teenie war ich genauso, ich hab zwar prinzipiell Fleisch gegessen, aber nur in Schnitzel- oder Wurstform; halbes Hühnchen, Schweinshaxe o.ä. hätte ich nie angerührt. Obst habe ich auch nicht gegessen (also wirklich gar keins, nur als Saft ging's), Auberginen, Zucchini, Rosenkohl, Blattspinat, Tomaten habe ich auch kategorisch abgelehnt.
Das einzige was davon übriggeblieben ist, ist eine Abneigung gegen Avocado. Und auf Knoblauch und Zwiebeln verzichte ich auch weitestgehend, das aber eher aus Vernunftgründen ^^

Mir sind Leute, die am Essen rummäkeln, unsympathisch. Irgendwie finde ich es.... verwöhnt? verzogen? wenn man tausende Sachen ablehnt, weil sie einem nicht so toll schmecken bzw. gefallen. Hat irgendwie was von Prinzessin auf der Erbse. Andererseits: Wir leben im Wohlstand, wieso soll man sich nicht genau das aussuchen dürfen, was einem schmeckt? Wenn jemand einen Tomatensalat isst, obwohl er Tomaten nicht ausstehen kann, dann haben die Kinder in Afrika da auch nichts von.
Ich glaube ich bin auch ein bisschen neidisch, dass manche Leute es sich leisten können, Sachen nicht zu mögen, und sich aus der Speisekarte das beste rauspicken können. Stellt euch das mal vor; irgendwo hingehen, und ihr könnt ALLES essen, kaufen, trinken... Ich glaub ich wär gar nicht bereit für eine vegane Welt, das würde mich völlig überfordern ^^

neues vegetarisches HartzIV-Kochbuch

Es gibt ein neues HartzIV-Kochbuch mit dem Titel „Spar Dir das Fleisch: Gemüse-und Nudelgerichte und günstige Salate“ .  Das Buch soll sich an Menschen richten, die sich auch vegetarisch ernähren wollen. Denn "Gemüse-Gerichte sind nicht nur im Trend, sondern schonen auch die Haushaltskasse. Denn Fleisch ist teuer und muss gar nicht täglich auf den Teller - es gibt eine Vielzahl von leckeren Nudel-, Kartoffel-, Reis- und Gemüsegerichten und auch Salate, die satt machen."


Spar Dir das Fleisch: Gemüse-und Nudelgerichte und günstige Salate
Uwe Glinka, Kurt Meier: Spar dir das Fleisch: Gemüse- und Nudelgerichte und günstige Salate, VGS, 2011, 92 Seiten, 8,99 Euro, ISBN-13: 978-3802537462




Ich find's super, so fängt man zwei Fliegen mit einer Klappe ("schlägt" wollte ich jetzt nicht schreiben ^^); fleischlos kochen spart Geld und ist gesünder und verringert das Tierleid.
Und ich glaube gerade in niedrigeren Bildungsschichten (und der Großteil der HartzIV-Empfänger gehört diesen an) ist vegetarische Ernährung noch nicht so verbreitet, insofern kann das Buch nen riesen Beitrag zur Verringerung des Fleischkonsums beitragen! Clever finde ich auch den Titel, also dass es nicht explizit "günstig vegetarisch" oder so heißt, ich glaube das würde Leute eher abschrecken.
Ob die Rezepte und Ratschläge denn wirklich so neu und innovativ sind, weiß ich nicht, aber vielleicht bringen ja schon allgemeine Tipps wie "statt fertige Salatmischungen kaufen lieber frisches Gemüse kaufen und selbst zubereiten" was.
Eine Leseprobe gibt es hier.

Samstag, 17. September 2011

Wer A sagt muss auch B sagen

Ein Landwirt will seine Ferkelzucht zur Größten Baden-Würtembergs ausbauen. Zurzeit hat er 250 Sauen, jetzt will er verfünffachen auf 1250 Sauen und würde dann 30 000 Ferkel im Jahr verkaufen, wobei er so bauen möchte, dass er die Zahl eines Tages auch noch verdoppeln und verdreifachen könnte.
Dagegen regt sich lokaler Widerstand; die Leute haben Angst vor der Gülle in ihrem Ort. Vor Medikamentenrückstände und Nitrat im Grundwasser. Davor, dass der Tourismus leidet, wenn’s im "heilklimatischen Kurort" ständig nach Schweinekot stinkt und sich das herumspricht. Davor, dass das Eigenheim an Wert verliert.
Auf einer Bürgerversammlung wird diskutiert, was man dagegen tun kann; Unterschriften sammeln, Proteste organisieren, politischen Druck aufbauen. 
Dann tritt eine Frau ans Mikrofon. Es ginge nicht nur um Politik und "unser Ländle", sondern auch um Tiere und die Ethik: "Jeder Einzelne kann mitbestimmen, in dem er kein Billigfleisch vom Discounter kauft." Ein Mann fordert, dass diejenigen strecken sollen, die ihr Fleisch nur beim Metzger oder auf dem Markt kaufen würden. Einige heben ihre Hand blitzschnell und selbstbewusst in die Höhe, andere zögerlich. Viele Hände bleiben unten.

gelesen in der Badischen Zeitung


Genau das denke ich immer, wenn ich von Protesten der Anwohner gegen irgendwas höre, sei es ein Flughafen, Atomkraftwerk, Gefängnis, Mastanlage.... Wir wollen den Urlaubsflieger, billigen Strom, den Schutz vor Straftätern, das Discounterfleisch.... Also müssen wir gefälligst auch die Suppe auslöffeln und die Quelle vor der eigenen Haustür akzeptieren! Ein "Ich möchte alle Vorteile, aber bitte keine Nachteile" gibts eben nicht - entweder man verzichtet konsequent auf etwas und kann dann guten Gewissens sagen "ich bin nicht verantwortlich, also muss ich das auch nicht vo meiner Haustür verantworten", oder man ist bequem und muss dann halt in den sauren Apfel beißen. Alles andere ist doch nur verlogen.
Um's mit Bertolt Brecht zu sagen: „Wer A sagt, muss nicht B sagen; er kann auch erkennen, daß A falsch war.”

Freitag, 16. September 2011

Lupine statt Rind

Die öffentlich-rechtlichen sind doch für was gut!



Lupine statt Rind (W wie Wissen)
Sendung vomSo, 04.09.11 | 17:03 Uhr
Wenn man hineinbeißt, denkt man an ein saftiges Stück Fleisch - nicht an ein Pflanzenprodukt. Die Lupine ist vielleicht DER Fleischersatz der Zukunft. Die Hülsenfrucht könnte der Sojabohne den Rang ablaufen.

und hier noch der Text zur Sendung

die Kompetenz von Bäckereifachverkäufern

Letztens in der Bäckerei:

Ich: "Sind in dem Roggenbrot Milch, Eier, Joghurtpulver, Butter o.ä. drin?"
Sie: "Sind Sie Allergiker?" (andere Gründe, keine Tierprodukte zu essen fallen ihr wohl nicht ein)
Ich: "Nein, aber Veganer, d.h. ich esse keine Tierprodukte."
Sie: "Moment, ich hole mal den Ordner.
liest vor: "Roggenmehl, .... (weitere Aufzählung, unglaublich, was in so nem Brot alles drin ist. Da denkt man ja eigentlich, Mehl, Hefe und Wasser würden reichen) .... Nein, da ist nichts drin. stutzt "Da steht aber, es enthält Gluten!"
Ich: Ja, das hat Brot so an sich..." (*innerlich die Augen verdreh*)

Wie kann man denn in der Bäckerei arbeiten und nicht wissen, dass Gluten das Klebereiweiß aus dem Mehl ist und in allen Getreideprodukten drin ist??? Ich weiß dass die Leute nur für den Verkauf eingestellt sind, aber ein bisschen mehr als die Fähigkeit Brot aus der Theke zu nehmen und abzukassieren erwarte ich schon.

Ist euch bestimmt auch schon öfter passiert, oder? Später kam dann übrigens noch der Kommentar "Da muss man aber bestimmt auf viel verzichten". Ein "Ja, v.a. wenn alle so toll Bescheid wissen wie Sie" hab ich mir dann aber verkniffen.

dieses Brot ist offensichtlich nicht vegan :-)

Donnerstag, 15. September 2011

neuer Mandeldrink von Provamel

Heute im Alnatura habe ich gesehen, dass es von Provamel nen neuen Mandeldrink gibt, er wird von Provamel auch eifrig beworben:

Der neue Bio Mandeldrink von Provamel. Er wird aus ganzen, südeuropäischen Mandeln hergestellt und ist wie alle Provamel-Produkte rein pflanzlich. Dank seines milden, süßen Geschmacks und seiner leichten Cremigkeit ist er ein köstliches Getränk für das ganze Jahr – zum Frühstück oder auch zwischendurch.
Aber auch als Zutat für Gebäck und Desserts eignet sich die neue Milchalternative mit ihrer feinen Marzipannote bestens. Anstelle von Zucker ist der Drink mit einem Hauch Agavensirup gesüßt. Ab Mitte September ist das neue Produkt im 1-Liter- Tetra Pak bundesweit und exklusiv im Naturkostfachhandel erhältlich. 

Quelle: Provamel

Ich wollte ihn eigentlich auch testen, aber als ich aufs Preisschild geschaut hab, dachte ich mir Puh, ganz schön erlesen... Stolze 2,99€ kostet der Liter. Das wäre dann ein ziemlich teurer Pudding. Und da mir Sojamilch gut schmeckt, seh ich auch keinen Grund 2€ mehr zu zahlen. Aber vielleicht ist es ja was für die Sojamilch-ist-sooo-eklig-Rumnörgler

TV-Tipp: Mi, 21.September, 20:15 SWR: "Fleischlos glücklich?"

Fleischlos glücklich?... und Fisch gibt's auch nicht

Ein Selbstversuch von Sigrid Faltin,  Mittwoch, 21. September 2011, 20.15 Uhr - 21.00 Uhr, SWR Fernsehen

"Ich esse gerne Fleisch und Wurst, aber nach der Silvestergans ist Schluss. Das ist mein Vorsatz für das neue Jahr: Ich werde Vegetarierin auf Zeit und verzichte (zumindest erst einmal) ein halbes Jahr lang auf Fisch und Fleisch", so die Autorin.Ihre Argumente sind unter anderem: 18 Prozent der globalen Klimagase würden durch die Fleischproduktion verursacht, mehr als durch den Autoverkehr. Für die Rindfleischproduktion würde der Amazonas gerodet. Von Fleisch würden viel weniger Menschen satt als von Getreide.Auch gesundheitlich spreche alles dafür, seinen Fleischkonsum zumindest zu reduzieren, wenn nicht sogar einzustellen.Sie trifft eine Ökoberaterin, die ausrechnet, was man der Umwelt als Vegetarier an CO2 erspart, einen vegetarischen Ernährungsberater, der ihr sagt, worauf sie achten müsse bei der Umstellung, und einen veganen Koch (Björn Moschinski), der sie davon überzeugen will, dass eine Soja-Ersatz-Roulade genauso schmeckt wie eine echte Rinderroulade.
Ein Selbstversuch mit einer kleinen Krise zwischendurch und vielen neuen Erkenntnissen.

Mittwoch, 14. September 2011

den Regenwald im Klo runterspülen

In einem Faltblatt bin ich zufällig auf die Klopapier-Problematik gestoßen (Urlaub ist doch zu was gut, man liest neue Infoblätter ^^): 

Regenwald rauscht in die Toilette

Die Supermarktregale sind voll mit Produkten aus frisch gefällten Bäumen. Recyceltes Toilettenpapier ist out, Hygieneartikel aus blütenweißem Zellstoff dagegen in. Die Folge: Immer mehr tropischer Regenwald wird für Klopapier gerodet.

Quelle: br-online


Puh, was bin ich froh, dass ich allein schon aus Geiz das Recycling-Klopapier nehme. Kleiner Tipp: "ja! Recycling-Toilettenpapier 3-lagig" (von Rewe) ist ziemlich komfortabel; Recycling-Papier hat ja manchmal große Ähnlichkeit mit Zeitungspapier; wobei das glaube ich in den letzten Jahren schon deutlich besser geworden ist.

Oder die Cowboy-Variante nehmen:

Dienstag, 13. September 2011

Fisch, soweit das Auge blickt...

Hallo ihr Lieben!
Ich bin zurück von meinem einwöchigen Ostseetrip. Insgesamt war's ein toller Urlaub, auch wenn das Wetter doof war. Also waren wir oft am Strand spazieren und haben die Gastronomie getestet. Die Strände waren superschön, die Gastronomie weniger. Die Speisekarten bestehen zu 70% aus Fischgerichten, 29% Fleischgerichten und die von den restlichen 1% habe ich mich ernährt; nämlich wahlweise
  • Ofenkartoffeln mit Sour Cream und Salat
  • Pellkartoffeln mit Sour Cream und Salat
  • Salatteller

Natürlich ohne die Sourcream, was dann auch die ein oder andere hochgezogene Braue verursacht hat. Übrigens gehöre ich zu den Leuten, die bei Ofenkartoffeln die Schale mitessen, ich finde die lecker und durch das Backen ist sie schön weich. Außerdem bin ich zu faul, die Schale abzupriemeln :-P Durch den Salat und das Dressing war es zwar nicht ganz "trocken", aber eben eher spartanisch. Apropos Dressing, einmal hab ichs verbaselt, nach Vinaigrette zu fragen und habe promt natürlich irgendwas Sahniges bekommen. Einmal allerdings habe ich bewusst nicht nach einem anderen Dressing gefragt, weil es mir mit dem Sahnedressing einfach viel besser geschmeckt hat, und ich keine Lust auf einen Schuss Öl/Essig hatte. Das Dressing hatte eine Portionsgröße von ca. 3 Esslöffeln, ich glaube wenn ich im Jahr 2x3 Esslöffel Milchprodukt esse, dann kann ich mich trotzdem als Veganer bezeichnen und habe nicht allzuviel Leid verursacht. Ich habe mir wirklich Mühe gegeben, aber wenn man in nem Ort ist, wo man zwischen
  • Strandhotel 
  • Yachthafen-Hotel
  • 3 verschiedenen Strandbistros
  • Surf-Kiosk
  • Fischkiosk
wählen kann und die ersten beiden schonmal preislich rausfallen, setzt man sich ins Strandbistro und freut sich eher am schönen Ausblick denn am Essen.
Wieso war ich dann überhaupt in solchen Lokalen? Picknicken war bei dem Wetter nicht angesagt und wenn man den ganzen Tag unterwegs ist, ist mittags was Warmes schon ganz nett. Und  meine Begleitung geht gerne essen geht und da wollte ich nicht der Spaßverderber sein.
Und eigentlich ess ich auch gerne Kartoffelgerichte und Salat, aber eben nicht nur ;-)

Was ich aber empfehlen kann, ist die Kornkraft Schinkel Vollkornbäckerei, die haben nach Reinheitsgebot gebackenes Brot, was superlecker ist! In Eckernförde habe ich auch noch einen Bioladen entdeckt, der nicht beim Veganguide eingetragen habe, was ich schnell nachgeholt habe. An der Stelle mal der Hinweis, dass veganguide.de davon lebt, dass User dort vegane Läden und Restaurants bzw. welche wo zumindest ein kleines veganes Angebot besteht, eintragen, damit es anderen etwas besser geht als mir!


Ich war also schon ganz fleißig, was ihr alles gebloggt habt, lese ich mir dann in den nächsten Tagen durch, aber erstmal muss ich doch die Reisetasche auspacken :-)

Montag, 5. September 2011

der große Schwindel: "regionale" Lebensmitteln

In der Septemberausgabe hat Ökotest als "regional" beworbene Lebensmittel untersucht. Das Ergebnis:
Von 53 der "regionalen Lebensmittel" aus ganz Deutschland wurden lediglich 14 von den Testern als "echtes Regionalprodukt" befunden. Denn laut Ökotest werden entweder die Lebensmittel in der Herkunfts-Region der Rohstoffe verarbeitet, dann aber bundesweit vermarktet oder sie werden tatsächlich regional hergestellt und angeboten, aber die Rohstoffe kommen nicht aus der Region.

Da "Region" rechtlich nicht definiert ist können die das draufschreiben wie sie lustig sind - und tun das auch großflächig. Also: Bei losem Obst/Gemüse auf die genaue Herkunft achten (das Herkunftsland muss deklariert werden, wobei "Deutschland" auch noch ziemlich groß ist, wenn man am Bodensee wohnt, ist es glaub ich egal, ob man Äpfel aus Italien oder Schleswig-Holstein kauft), und ansonsten nach den Kriterien Bio, Qualität, Preis, Hersteller (es gibt Pilze von Wiesenhof - unbedingt boykottieren!!) entscheiden.





Apropos Region: Ich mache einen Regionswechsel und bin erstmal ne Woche im Urlaub!

Sonntag, 4. September 2011

Mädchen-meinung zum PETA-Porno

Meine Meinung zur geplanten Porno-Plattform von PETA habe ich hier schon geschrieben. In dem Zusammenhang möchte ich euch auf den Blogpost auf dem Mädchenblog dazu aufmerksam machen, der im Wesentlichen die Meinung "der Zweck heiligt nicht immer die Mittel" teilt:

Dass die Kämpfe für die Rechte der Einen oft auf den Rücken der Anderen ausgetragen werden, ist also leider nichts neues. Dass PETA sich aber für nichts zu schade ist, haben sie vor ein paar Tagen erst wieder unter Beweis gestellt.


Freitag, 2. September 2011

Tussi-Content: Hutshopping :D


 
Ich habe auf hutshopping.de bzw. der Partnerseite hut.de tolle Sachen entdeckt, und gleich mal angefragt ob ich einen Testhut bekomme - Und ich habe ihn gekriegt! Weil das Foto was ich gemacht habe nicht so toll geworden ist, darunter noch das Originalfoto aus dem Shop:

etwas unkenntlich gemacht ^^
Racer Strickcap
 Toll finde ich, dass man sich zu jedem Produkt die Materialien anzeigen lassen, bei "Strick" ist ja oft Wolle drin, aber hier war explizit angegeben "Material: 100% Polyacryl".

Es gibt Mützen, Hüten, Caps, Schals und vieles mehr und alle möglichen Marken wie z.B. Eisbär, KEYONE, Kangol, ...

Das Geschäftskonzept scheint mir insgesamt sehr verbraucherfreundlich, nicht nur dass es keine Versandkosten gibt, man hat auch 100 Tage Rückgaberecht und der Rückversand ist auch kostenlos (normalerweise muss man den bis zu einem Warenwert von 40€ selbst zahlen).
Der Shop ist außerdem schön sortiert, vom Design her übersichtlich gehalten und bietet eine große Auswahl. Also eigentlich alles was man zum Shoppen braucht :-)

Fleisch-Video von "weltbewusst"

Ich mag neutrale Infovideos, die ohne Schockbilder, Tränendrüseneffekt und reißerische Skandale auskommen.
Das Video von weltbewusst.org ist "nur" gezeichnet und ziemlich simpel, aber gerade deswegen finde ich es so toll!




Viele nehmen es jeden Tag zu sich, zum Teil sogar mehrmals, meist ohne sich über die Auswirkungen ihres Konsums bewusst zu sein. Und hierbei geht es nicht nur um die täglichen Tötung tausender Tiere. Eine kleine Zusammenfassung über Fleischkonsum als eines der größten Umweltprobleme unserer Zeit.



"Weltbewusst" befasst sich vorwiegend mit Konsumkritik. Ich finde die Seite gut gemacht; informativ, bebildert, sortiert und optisch ansprechend. Wirklich neue Insiderinfos liefert sie zwar nicht; aber für den Otto-Normal-Konsumenten ist sie bestimmt interessant.

Donnerstag, 1. September 2011

Video der Reportage: "das System Wiesenhof"

"Das System Wiesenhof" lief Mittwochabend und war absolut sehenswert, nicht nur für Hähnchenesser oder Veganer; ich war mir gar nicht bewusst, wie sehr Wiesenhof seine Mitarbeiter ausbeutet (da arbeiten polnische Arbeitskräfte für 5,50€ die Stunde, dafür werden sie in miesen Absteigen einquartiert, wo sie sogar noch Miete abdrücken müssen) und die Umwelt verschmutzt (im Umkreis der Betriebe ist das Grundwasser deutlich abgesunken weil Mastanlagen enorm viel Wasser verbrauchen). Eindrucksvoll auch die Bilder von den bis oben mit toten Hühnern gefüllten Müllcontainern und die sichtliche Betroffenheit einer ehemaligen Inhaberin eines der Wiesenhof-Mastbetriebe.





PS: Toll fand ich auch, dass PETA Undercover-Recherchen gemacht hat (die mir auch seriös vorkamen, was bei PETA ja nicht immer der Fall ist) - Genau solche Tierrechtsarbeit finde ich gut; besser die ewigen Promi-Plakate!


edit: Wiesenhof behauptet, die ARD-Reportage sei "zielgerichtete Zerstörung eines Betriebs" um "Quote zu machen, und das geht nicht mit sachlicher Berichterstattung. Deswegen gibts ein Gegenvideo, voll mit hellen Hähnchenställen, idyllischen Landschaften, und einem sympathischen Betriebsinhaber!



Als ich das Video angeschaut habe, hatte es 104 "Daumen hoch" und 271 "Daumen runter", also wenn ihr eingeloggt seid, nutzt die Dislike-Funkion! Es ist wirklich ein lächerlicher Versuch von Wiesenhof, sich reinzuwaschen. Oh Wunder, man hatte schon bevor man die Wiesenhof-Chefs interviewt hat, den Verdacht, dass bei Wiesenhof was schiefläuft... 


Es gibt auch einen Faktencheck von Wiesenhof. Da wird dann von "sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen", die Wiesenhof schafft, gesprochen - klar, selbst wenn man die Arbeiter für 5,50€ die Stunde ausbeutet muss man Steuern zahlen!

gefährliche Killerkuh - Wann begeht sie den nächsten Mord?

Der bayerischen entlaufenen Kuh Yvonne (die neben einer Facebook-Gruppe mit 27.000 Nutzern übrigens einen eigenen Wikipedia-Artikel hat!) flogen die Herzen ja förmlich zu, viele Menschen setzten alles daran, um sie sanft wieder in die menschliche Obhut zu geleiten.
Hier in Hessen geht man nicht so zimperlich mit abtrünnigen Kühen um, hier wird eine im Lahn-Dill-Kreis entlaufene Kuh polizeilich gesucht:

Polizei sucht weiter gefährliche Kuh
Die Kuh habe sich so weit ins Dickicht der Wälder zwischen Odersberg und Münchhausen zurückgezogen, dass sie bisher nicht auffindbar sei, sagte Polizeisprecher Guido Rehr von der Polizeidirektion Lahn-Dill am Donnerstag gegenüber hr-online. Auch die Suche mit einem Hubschrauber und Streifenwagen habe keinen Erfolg gebracht.
Deshalb will man das Problem jetzt anders lösen: Mit der Besitzerin der Kuh habe man sich darauf verständigt, die Herde in die Nähe jenes Orts zu treiben, an dem am Dienstag die Leiche der 57-jährigen Spaziergängerin aus Driedorf (Lahn-Dill) gefunden worden war. Die Hoffnung: Die Kuh kommt aus dem Dickicht und findet zur Herde zurück.
Spurensuche an der Kuh geplant

Gelingt dieses Vorhaben, soll die Kuh von einem Tierarzt betäubt werden. Dann könnten die Ermittler mit der Spurensuche an dem Tier beginnen, sagte Rehr weiter. Man erhoffe sich, Haut- und Kleidungsfasern des Opfers zu finden, um den tragischen Vorfall weiter aufklären zu können.
Ob die Kuh danach getötet werden soll, ist noch nicht entschieden. Fakt ist: Sowohl die Polizei als auch die eigene Besitzerin halten das Tier für gefährlich. Eine endgültige Entscheidung über die Tötung der Kuh müssen Staatsanwaltschaft und Veterinäramt treffen.
Nicht zum Abschuss freigegeben

Die Kuh sei allerdings nicht zum Abschuss freigegeben, erklärte Polizeisprecher Rehr. Bei der Suche am Mittwoch habe die Polizei zwar auch auf die Unterstützung von Jägern gesetzt, die das Tier im Zweifel hätten erschießen können. Für die Bevölkerung gelte das aber in keinem Fall. Sichtet man die Kuh, soll man die Informationen an die Polizei weitergeben - und nicht eigenmächtig handeln.
Zuletzt sei die Kuh mit ihrem vier Tage alten Kälbchen in den Wälder zwischen Odersberg und Münchhausen gesehen worden. Sie war von ihrer Weide nahe Odersberg ausgebüchst

Quelle: hr-online vom 1.9.2011


Hier handelt es sich ja um keine sanfte Kuh, sondern um eine Killerkuh! Die hochgradig gefährliche Bestie hatte zuvor eine Spaziergängerin zu Tode getrampelt:

Wie genau sich der Zusammenstoß zwischen der Spaziergängerin und der Kuh zugetragen hat, kann wohl nicht mehr festgestellt werden. Das Ergebnis der Obduktion ist aber eindeutig: Die Frau starb an den inneren Verletzungen, die sie sich beim Zusammenprall mit der Kuh zugezogen haben muss.
"Die Verletzungen haben binnen kurzer Zeit zum Tod geführt, sie müssen also auch auf der Wiese passiert sein", sagte der Wetzlarer Staatsanwalt Frank Späth am Mittwoch hr-online. Die Frau habe keine Chance gehabt. Die Polizei wurde unterdessen mit weiteren Ermittlungen beauftragt.

Quelle: hr-online vom 30.8.2011

Hier das Fahndungsfoto:
Wanted! hessische Problemkuh
Ein Kopfgeld wie auf Kuh Yvonne (Am 13. August 2011 setzte die Bild-Zeitung eine Belohnung von 10.000€ aus für Hinweise, die zum Fang der Kuh führen. Sie solle dabei nicht verletzt werden) ist zwar nicht ausgesetzt, aber der Dank der Bevölkerung ist demjenigen sicher, der sie vor dieser bestialischen Killermaschine rettet!

Außerdem könnte es ja auch eine Vampirkuh sein, eine blutrünstige Spezies, die sogar in einem eigenen Spiel thematisiert wurde: