Sonntag, 21. August 2011

Entenfüttern ist falsche Tierliebe

Ich war gestern im Park spazieren, da kam mir eine Mutter mit einem Kind entgegen, in der Hand eine Tüte Brot. Ich habe noch überlegt, ob ich ihr sagen soll, dass ein paar Meter weiter ein Schild stand, wo explizit untersagt wurde, die Enten zu füttern, das Ganze mit einer guten Begründung. Dann hab ich's aber doch gelassen, was mich im Nachhinein ziemlich ärgert. Zivilcourage ist unbequem, aber wichtig!
Ich tröste mich damit, dass sie das Schild sowieso gesehen hat, und es ihr egal war. Ich verstehe diese falsch verstandene Tierliebe nicht, die beim Füttern von Tieren zum Ausdruck kommt (ich habe mich hier schonmal darüber ausgelassen), die Argumente sind doch eigentlich einleuchtend:


  • Zum einen sinken die Brotreste, die nicht gefressen werden auf den Gewässergrund. Dadurch können sich gefährliche Bakterien besonders gut vermehren, die als Nervengift wirken und für Enten tödlich sein können.
  • Ein weiterer Grund für das Fütterungsverbot ist, dass sich durch die Fütterung Enten, Schwäne und Blasshühner besonders gut vermehren.Das hat zum einen Nachteile für seltenere Geflügelarten, die nun noch geringere Chancen haben, sich durchzusetzen.Zum anderen kommt es durch die unnatürlich starke Vermehrung von Enten, Schwänen und Blasshühnern zu einer "Überbevölkerung" der Teiche.
  • Viel zu viel Gefieder teilt sich viel zu wenig Raum.
  • Krankheiten treten vermehrt auf, auch größerer "psychischer" Stress belastet die Tiere.
  • Außerdem werden die Tiere durch die Fütterung zahm und verlernen es, sich selbst Futter zu suchen.
  • So niedlich es auch ist, Enten zu füttern. Am Ende tut man ihnen damit leider keinen Gefallen.

Quelle: kinder.de


Ich hab mich eher gefreut, dem Fischreiher zuzusehen, der ruhig am Ufer stand und gelegentlich mit dem Schnabel ins Wasser stieß um die kleinen Fische aus dem Teich zu fangen. Leider hat ihn das Kindergeschrei von dem Quengelbengel, der Brot füttern wollte, verjagt.

Kommentare:

  1. Ja Entenfüttern ist nicht in Ordnung. leider machen sich viele darüber keine gedanken und Schilderignorieren ist ja eh normal.

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  2. Aber wenn der NAchuchs sich doch durch due Entenfütterung unterhalten fühlt...dazu sind dTIere Ddoch da : Menschen zur Unterhaltung ect zu dienen , oder etwa nicht?!

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  3. Mal abgesehen davon, wird olles Brot für Enten auch nicht gerade gesund sein.
    Die natürliche Nahrung ist es wohl kaum und wenn sie ständig gefüttert werden, suchen sie kaum noch ihre natürliche, für sie gesunde Nahrung.

    Ich finde es auch doof. Meine Kinder müssen ohne diese Art der Bespaßung auskommen.
    Bin ich halt mal wieder die Doofe, weil alle anderen es ja dürfen.
    Irgendwann werden sie es bestimmt verstehen.

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  4. Finde ich gut, dass du das ansprichst. Ich habe mir bisher nämlich noch keine Gedanken darüber gemacht. Auch weil das letzte Entenfüttern irgendwann im Kindergartenalter war. - Aber so weiss ich, dass ich auch nicht mehr auf die Idee kommen werde. :)
    LG

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  5. Ich bin auch gegen das Entenfüttern, mache es auch nicht mit meinen Kindern. Aber hallo??? Quengelbengel? Habe ich nicht vorhin erst etwas gelesen davon, dass Veganer besonders sensibel, viel freundlicher (oder was auch immer das war) sind als Allesfresser?

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    1. tut mir leid, wenn ich nicht in dein veganer-klischee passe. Also eigentlich nicht wirklich.
      Zumal ich es auch nicht unsensibel/unfreundlich finde, ein quengelndes Kind als Quengelbengel zu bezeichnen. Es war wirklich nervig.

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    2. Ich habe gar kein Veganer-Klischee. Ich kenne bestimmt welche, habe mir aber noch nie Gedanken darüber gemacht ob es andere Menschen sind. Aber umgekehrt lese und höre ich es immer wieder. Menschen, die auch Fleisch essen, werden als unsensibel unfreundlich, verantwortungslos bezeichnet. Auch hier habe ich es wie gesagt in einem Artikel gelesen. Und bei diesem hier stieß mir das irgendwie auf. Tut mir leid. Es ist unsensibel. Es hört sich total abwertend an. Weiß nicht wie du dich als Mutter fühlen würdest. Es ist schwer mit einem quengelnden Kind. Und ich stimme dir zu, dass es oft nervig ist. Aber hey. Es ist ein Kind.

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    3. na anscheinend glaubst du denen ja, also ist es dein veganer-klischee. und eine mutter mit einem quengelnden kind sollte es abkönnen, dass man ihr sagt dass sie ein quengelndes kind hat. und quengeln ist kein muss, nix kindertypisches. das ist ein zeichen schlechter erziehung, also auch nix was man als naturgegeben hinnehmen muss.

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