Mittwoch, 6. Juli 2011

vegane Revolution in der Sportlerernährung?

Der (fast) vegane Radsportler Zabriskie könnte die Sportlerernährung revolutionieren!


Bislang galt der Konsum von tierischem Eiweiss als unentbehrlicher Baustein im Ernährungsplan eines Tour-de-France-Teilnehmers. David Zabriskie vom Team Garmin-Cervélo macht sich nun aber auf, der Wissenschaft das Gegenteil zu beweisen. Zabriskie nimmt während der 25-tägigen Fahrt über 3403,5 Kilometer nur pflanzliche Produkte zu sich, mit einer kleinen Ausnahme. Er beabsichtigt, zweimal pro Woche geringe Mengen Lachs zu essen, um seinem Eisenhaushalt ein wenig auf die Sprünge zu helfen.
Das Unternehmen des Weltklasse-Zeitfahrers ist überaus bemerkenswert, da die Sportmediziner davon ausgehen, dass sich die Muskeln am besten erholen, wenn ein Athlet viel Fleisch und Milchprodukte zu sich nimmt. Das Eisen, das in rotem Fleisch enthalten ist, sorgt für die Produktion von Hämoglobin, einem Bestandteil der roten Blutkörperchen, die den Sauerstoff in die Muskulatur transportieren.
Als Zabriskies Teamchef Jonathan Vaughters von der Diät seines Fahrers erfuhr, war er zunächst sehr skeptisch. Er erlaubte sie nur unter der Bedingung, dass der 1,83 Meter grosse und 67 Kilogramm leichte Athlet regelmässig sein Blut untersuchen lässt. Als sich jedoch zeigte, dass Zabriskies Blutwerte sich nicht verschlechterten und er noch immer über gleich viel Hämoglobin verfügt, zerstreuten sich Vaughters' Bedenken.
Um seinen Speiseplan zusammenzustellen, konsultierte Zabriskie den Triathleten Brendan Brazier und den Motorradrennfahrer Ben Bostrom, die beide Veganer sind. Brazier, Autor eines Buches über vegane Ernährung, machte den Radprofi auf einen von ihm erfundenen Protein-Shake aufmerksam, der unter anderem aus Hanf- und Flachssamen besteht. Bostrom riet ihm, sich nicht zu sehr auf den Begriff «vegan» zu versteifen und etwas Fisch in die Ernährung zu integrieren.

Quelle: bazonline

Kommentare:

  1. Ich versteh irgendwie nicht, wieso jetzt einer, der sogar noch Fisch isst, die Revolution bringen soll, wenn es schon außerordentliche vegane Sportler gibt (Brendan Brazier - ich hab beide Bücher, der Mann ist klasse)...?

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  2. naja, die tour de france ist ja schon nochmal was anderes, das ist das härteste radrennen der welt, das überhaupt ohne doping zu schaffen ist ja schon nahezu unmöglich.

    andere sportarten sind zwar auch nicht ohne, aber diese kontinuierliche leistung über stunden hinweg zu liefern ist was ganz anderes als ein fußballspiel oder ein motorradrennen.

    was das mit dem fisch bringen soll, verstehe ich allerdings nicht, eisen ist eigentlich ziemlich leicht über vegane ernährung zuzuführen, selbst wenn er nen höheren bedarf hat, könnte er das ja genauso gut über ein eisenpräparat decken.
    und ich wusste jetzt auch nicht, dass in fisch so viel eisen drin sein soll...

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    1. Nur zur Info: Die Tour de France ist mit 3403,5 km in 25 Tagen nicht das härteste Radrennen der Welt. Das Race Across America (kurz: RAAM) ist mit 4816 km in maximal 12 Tagen sehr viel härter. Leider ist mir nicht bekannt, ob beim RAAM schon einmal Vegis mitgeradelt sind.

      Übrigens kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen, daß Radsportler auch mit rein veganer Ernährung Höchstleistungen erbringen können (nein, ich heiße nicht Wiegand!). Fischleichen in die Sportler-Ernährung einzubeziehen halte ich daher für völlig überflüssig. Wer diesbezügliche Ratschläge erteilt, ist in meinen Augen kein Veganer. Und wer alle paar Monate einmal ein Steak ißt - und damit die Tötung von Tieren billigend in Kauf nimmt - auch nicht. In dieser Hinsicht lasse ich mir lieber Penibilität vorwerfen!

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  3. Brazier ist Triathlet, das finde ich auch nicht zu verachten.

    Problematisch könnte es werden, wenn Zabriskie es nicht schafft. Wir wissen ja alle, woran es dann lag, gell?

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  4. Die Veganer sind wieder sooo penibel. Da versucht einer mit einer fast veganenen Ernährung erfolgreich zu sein und dise Ernährungsweise zu fördern und da wird er angemacht, weil er zweimal pro Woche Fisch ist.

    Wenn jemand 2 x pro Woche Salat ist und sonst nur Fleisch ist er auch kein Veganer und umgekhert ist jemand der zweimal pro Woche ein paar Gramm Fisch ist, kein Mischköstler.

    Und wenn er Bock auf Fisch hat, dann lasst ihn doch. Ich ernähre mich auch vegan und wenn ich mal Lust hab, alle paar Monate eiN Steak oder sonst was zu essen, dann mach ich das, ohne dabei einen Staatsakt draus zu machen......

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    1. das ist ja auch vollkommen okay, ich störe mich nur daran, dass behauptet wird, es sei für den körper besser, gelegentlich fisch/fleisch zu essen, zumal ohne nähere begründung. wenn man das aus genussgründen tut, akzeptiere ich das.

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