Das Schlachthaus ist ein Ort, an dem den meisten Menschen übel wird - und doch gibt es ihn nur wegen des Appetits derer, die Wurst auf ihrem Brot wollen. Manchen von ihnen tun die Tiere leid. Um den Schlachter aber sorgt sich niemand. Warum eigentlich nicht? Er hätte es nötig.
Wieso, erklärt der Artikel "Die Rache der Schweine" in der KontextWochenzeitung.
Allzuschnell sind die meisten Veganer und Vegetarier mit Verurteilungen und Verachtung, wenn es um "Mörder" geht; die Schlächter, Metzger, Pelzverkäufer, Tiertransportfahrer, Tierversuchemacher usw. Dass diese Menschen sich ihren Beruf auch nicht immer freiwillig ausgesucht haben, und sich nicht wohl mit so einem Job fühlen, wird da oft vergessen.
Dies ist zwar keine Ausrede, denn trotzdem ist jeder für sein Verhalten selbst verantwortlich, aber ein wenig Verständnis für die Zwänge, die diese Menschen das tun lässt was sie tun, sollte man meiner Meinung nach aufbringen. Und letztlich sind sie nur die Handlanger der breiten Masse, die Tierqualprodukte nachfragen. Deswegen laden die Konsumenten wie ich finde, eine größere Schuld auf sich.
Auch wenn mir sein Statement zum Thema Vegetarismus nicht passt am Ende des Artikels, an sich tut der Mann mir Leid.
AntwortenLöschenich glaube er redet sich da zum einen was ein (er sagt ja selbst, dass sein leben überflüssig wäre, wenn kein fleisch gebraucht würde, klar dass er sich sowas nicht eingestehen will), und außerdem kriegt er das von seinem umfeld bestimmt eingetrichtert. und von nem niedrig-lohn-jobber sind glaub ich auch keine tieferen ernährungsphysiologische kenntnisse zu erwarten...
AntwortenLöschenIch kann mich an einen ehemaligen Mitschüler erinnern. Wenn er erzählte, dass er eine Metzgerlehre anfangen werde, wurde das allgemein mit "Igitt" und "Bäh" kommentiert. Er sagte dann immer:"Aber essen tut ihr´s." Dazu wusste dann niemand mehr was zu sagen, außer vielleicht, dass es dennoch eklig wäre in einer Metzgerei zu arbeiten. Ich denke, beim gebratenen Fleisch auf dem Teller ist die Verbindung zum Tier nicht mehr so gegeben, wie in einer Metzergerei, wo man tatsächlich mit Leichen zu tun hat. Ich habe noch nie gehört, dass jemand Kuchen und Croissantes mag, es aber eklig fände in einer Bäckerei zu arbeiten oder ein Problem damit hätte, die Zutaten in Rohzustand zu sehen.
AntwortenLöschenLetzten Herbst war im Spiegel ein Artikel über Forscher, die an Mäusen forschen und diese hinterher töten müssen. Viele kommen damit nicht klar, bekommen Alpträume, bitten teilweise Kollegen die Mäuse für sie zu töten, weil sie es gerade nicht können.
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,713657,00.html
Wieso sollen von einem Niedrig-Lohn-Jobber keine tieferen ernährungsphysiologischen Kenntnisse zu erwarten sein? Ich gehe mal davon aus, dass er Abitur hat, sonst hätte er auch an einer Fernuni nicht studieren können. Ärzte haben oftmals ebenfalls keine tieferen Kenntnisse.
AntwortenLöschenAber auch ohne Abitur und Studium ist eine Tätigkeit im Niedriglohnsektor doch nicht gleichzusetzen mit mangelnder Intelligenz und Unwissen. Ich bestreite nicht, dass im Niedriglohnsektor überwiegend Menschen mit geringer Qualifikation und Bildung beschäftigt sind, aber nicht auschließlich. Mein o. g. ehemaliger Mitschüler hat einen Realschulabschluss.
@Isegrim
AntwortenLöschenNaja, ich geh auch zum Zahnarzt, obwohl ich persönlich es eklig finden würde, anderen Leuten im Mund rumzufummeln.... Und Müllmann zu sein ist eigentlich auch eklig, aber jeder hat ne Mülltonne daheim stehen...
Wobei das ja eher Sachen sind, die man nunmal braucht; ob man Fleisch isst oder nicht kann man sich ja immer noch aussuchen.
Das Problem ist ja eher, dass die Leute Fleisch wollen, weil es schmeckt und nicht darüber nachdenken, wo es herkommt und über den Produktionsprozess, von der Aufzucht, bis zum Tod, nichts wissen wollen, weil es unangenehm ist. Somit finden sie auch den Beruf des Meztgers eklig, mögen aber sehr wohl, was er produziert.
AntwortenLöschenIch glaube nicht, dass es irgendwo auf der Welt einen Schlachter gibt, der seinen Beruf wirklich liebt und für den es ein Traumberuf ist.... Gut, die meisten haben sich ihren Beruf schon selber ausgesucht; aber das Töten von Tieren als berufliche Bestimmung anzusehen wie bsp. ein Arzt, das ist wohl übertrieben....
AntwortenLöschendoch! Es gibt die Metzger die ihren Beruf lieben. Aber für sie ist das Tier bzw. die Ware eben etwas völlig anderes als für uns. :(
AntwortenLöschenWas ein Artikel. Aber es gibt auch durchaus viele die damit kein Problem haben oder es gar gerne machen.
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