Dienstag, 5. Juli 2011

Film "Der Zoowärter" - Tierquälerei bei den Dreharbeiten

Als der Sitcom-Schauspieler Kevin James bei Wetten dass...? war, hab ich mir nix dabei gedacht, hatte auch noch nichts über den Film gehört. Anscheinend haben echte Tiere mitgespielt, für die die Dreharbeiten ziemliche Tierquälerei war, wie in einer Pressemitteilung von PETA zu lesen ist:

PETA fordert Tierfreunde auf, den Film zu meiden

Gerlingen, 5. Juli 2011 – Ab dem 7. Juli kommt der neue Film mit Kevin James „Der Zoowärter“ in die Kinos. Recherchen von PETA zufolge hatten die tierischen Schauspieler in dem Film allerdings nichts zu lachen. Während der Dreharbeiten verstarb eine Giraffe, die zudem monatelang in einem engen Verschlag gelebt haben soll. Die US-Firma „Have Trunk Will Travel“, die die Elefantendame Tai für den Dreh stellte, wurde dabei gefilmt, wie Mitarbeiter der Firma Tai und andere Elefanten schon im Jahr 2005 mit Elefantenhaken und Elektroschocker verprügelten, damit sie in Filmen wie „Der Zoowärter“ gefügig sind. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. bittet alle Tierfreunde, auf einen Kinobesuch dieses Films zu verzichten.

„Wer sich ein Ticket für diesen Film kauft, bezahlt unmittelbar die skrupellosen Leute, die Tiere gequält oder dies in Auftrag gegeben haben. Wildtiere treten in der Unterhaltungsbranche, ob Film oder Zirkus, niemals freiwillig auf“, sagt PETAs Kampagnenleiter und Wildtier-Experte Peter Höffken. PETA hat in der Vergangenheit schon mehrfach den Einsatz von Wildtieren in der Unterhaltungsindustrie kritisiert und Misshandlungen aufgedeckt. Die Tierrechtsorganisation fordert deshalb Produzenten auf, grundsätzlich auf den Einsatz von echten Wildtieren am Set zu verzichten.

Kommentare:

  1. Oh und ich dachte , das wären alles Computeranimationen??? SIcher? Dass da richtige Tiere zum Einsatz kamen?

    LG Shoushou

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  2. Oh, das ist ja schlimm :-( Kevin James war heute auch im Frühstücksfernsehen und ich dachte eigentich auch, dass dort alles mit rechten Dingen und vor allem viel Computertechnik bzs. -animation zuging.

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  3. Naja, Peta würde sich ziemlich blamieren wenn die so ne pressemeldung rausgeben ohne dass das nen hintergrund hat.

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  4. Hallo,

    also ich persönlich habe ein risen Problem mit dieser Aussage von PETA.
    Wo sieht PETA den ethischen Unterschied zwischen den Ereignissen die stattgefunden haben um den Film zu produzieren und denen im nächsten Schweinestall oder Schlachthaus? Es scheint in den Augen von PETA schlimmer zu sein Tiere für die Erstellung eines Films zu quälen als Tiere zu quälen und zu töten um sie zu essen. Beides geschiet lediglich für den Genuss des Menschen.

    Das Menschen ihren Willen Tieren zum Vergnügen aufzwingen und Ihre Interessen über die der Tiere stellen mag emotional unterschiedlich besetzt sein (z.B. Film, Reiten oder Fleisch), ist aber aus ethischer Perskektive konform - und aus meiner Sicht nicht begründbar.

    Zudem PETA nur fordert keine "echten Wildtiere" mehr einzusetzen. Haben "unechte Wildtiere" also ein anderes Verhältnis zu Schmerz und Tod oder in den Augen PETAs weniger intrinsichen Wert, als dass es sich nicht lohnt sie mit einzubeziehen und jede Form von Tierquälerei zu verurteilen?

    freundliche Grüße
    Sheogorad

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  5. hallo Sheogorad!
    wie kommst du darauf, dass peta einen unterschied zwischen den filmtieren und schlachttieren macht? peta ruft auch regelmäßig dazu auf, kein fleisch bzw. sogar gar keine tierprodukte zu konsumieren. das kannst du auf peta.de an diversen stellen nachlesen. (zb hier: http://www.peta.de/web/grausamkeitantiere.506.html "Der beste Weg jedoch, Tiere vor den Grausamkeiten der Massentierhaltung zu bewahren, ist der, kein Fleisch, keine Eier und keine Milchprodukte mehr zu kaufen und zu essen.")

    peta setzt sich für tiere ÜBERALL ein, sei es im zirkus, in den mastställen oder im film.
    dass sie "nur" ein wildtierverbot fordern, liegt m.e. daran, dass sie glauben, ein komplettes tierverbot würde sowieso nur belächelt, weil das den leuten zu radikal vorkommt. also stellen sie lieber "kleine" forderungen, was überhaupt erst das bewusstsein für das tierleid schafft und versuchen schrittweise für besserung zu sorgen. aber ihre position ist eindeutig, dass sie gegen jegliche tierausbeutung sind. wenn du dich näher mit peta beschäftigst, wirst du das auch schnell merken.

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  6. Hallo Mausflaus,

    PETA ist keine Tierrechtsorganisation (mehr) sondern Vertritt offensichtlich die Position, dass die Ausbeutung und Tötung von Tieren in Ordnung ist, solange es "human" erfolgt. Dies widerspricht vollkommen meinen- und den Werten vieler anderer Veganer/innen.
    Über die meiner Meinung nach grenzwertigen, 1-Themen-Kampagnen mit nackten Frauen (1) mag man streiten können, aber ich glaube weniger, dass die viele Leute überzeugen können. Mir scheint der Bogen zu ethischen Argumenten und einer einheitlichen (veganen) Position dort zu lang und zu dünn.

    PETA vergab einen Preis (2) an Schlachthausdesigner und dazu gab es eine Kampagne für/gegen Fast-Food Ketten diese dazu zu bringen Fleisch von Tieren zu verwenden die auf eine bestimmt Art getötet wurden.
    Das hat nichts mit Tierrechtsarbeit zu tun, es vermittelt den Verbrauchern ein falsches Bild in der Gestalt, dass es ein vermeintlich gutes Gewissen produziert wenn man Fleisch verzehrt welches nach PETA Kriterien erzeugt wurde. Zu vermeiden sich grundsätzlich mit dem Problem auseinandersetzen zu müssen wird umso leichter.
    PETA versucht z.B. Controlled Atmospheric Killing (CAK) bei der Hühnerschlachtung durchzusetzen (3). Ökonomisch ist das Verfahren sowieso effizienter und PETA wirbt auch damit. Wo ist da der große Tierrechtsansatz? Für die Hühner ist es ziemlich egal ob sie mit Gas oder Strom betäubt und dann getötet werden. Es geht hier einzig und allein um das bessere Gewissen für den Verbraucher!

    Und es gibt bei PETA deswegen keine grundlegende Positionierung zum Veganismus da genauso Vegetarismus gefördert wird, wenn überhaupt (siehe oben). Aber aus ethischer Sicht gibt es keinen Unterschied zwischen Fleisch und anderen Tierprodukten.
    Wie das alles also in einem schlüssigen Konzept miteinander vereinbar ist und dann als Tierrechtsorganisation durch gehen soll bin ich nicht im Stande nachzuvollziehen.

    An PETA mag nicht alles schlecht sein, aber
    echte Tierrechtsarbeit und -Theorie machen Andere.

    Grüße
    Sheogorad

    (1)http://www.peta.de/img/mdb/PETA_VidaGuerra72.jpg
    (2)http://reformedmascot.blogspot.com/2010/12/give-it-up-for-peta-proggy-award.html
    (3)http://www.abolitionistapproach.com/media/links/p144/analysis-of.pdf

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  7. @Sheogorad
    ich würde strikt zwischen den POSITIONEN und den KAMPAGNEN von peta unterscheiden. ihre positionen sind eindeutig tierrechtspositionen, während sie bei ihren kampagnen gezielt einzelne missstände anprangern und nur teilbereiche aufgreifen: "PETA versteht ihre Aufgabe darin, dem Konsumenten diese aufzuzeigen. Grausamkeiten aufzudecken und aufzuzeigen, wie jeder Einzelne von uns es vermeiden kann, an ihnen teilzuhaben, genau das ist PETAs Ziel. Und das muss nun wirklich niemandem Angst machen."
    http://www.peta.de/web/home.cfm?p=3832

    "PETAs Engagement für die Tiere findet laut Satzung hauptsächlich für Kampagnen zur Beendigung von Tierleid in den folgenden vier Bereichen statt: Ernährungs- und Bekleidungsindustrie, Tierversuche und Entertainment. Dies sind die Bereiche, in denen zahlenmäßig am meisten Tiere systematisch missbraucht werden. Deshalb klären wir darüber auf, dass Menschen keine tierischen Produkte essen oder tragen sollten und wir kämpfen gegen Tierversuche. Auch die Unterhaltungsindustrie verursacht enormes Tierleid, so dass wir uns auch gegen diese aussprechen. Zusätzlich hierzu engagieren wir uns für die heimatlosen Tiere in der Türkei, die trotz eines Tierschutzgesetzes, welches 2004 verankert worden ist, nicht vor Leid und dem gewaltsamen Tod durch die Behörden geschützt sind.

    Leider können wir aber nicht allen Tieren helfen, da wir unserer Arbeit Grenzen setzen müssen (an welchen Aktionen wir uns beteiligen und welche Themen wir aufgreifen), um etwas für die Tiere erreichen zu können. Petitionen stellen dabei nur einen kleinen Teil unserer Arbeit dar und müssen von Aktionen, Briefen an verantwortliche Behörden, Besuchen und Gesprächen mit Verantwortlichen und im Vorfeld von detaillierter Recherchearbeit begleitet sein, damit sichtbare Erfolge für die Tiere erzielt werden können. Ebenso sind der Austausch und die Kontrolle durch ortsansässige Tierschützer von absoluter Wichtigkeit."
    http://www.peta.de/web/home.cfm?p=3837


    ihre positionen sind aber eindeutig:
    "Ziel der Organisation ist es, durch Aufdecken von Tierquälerei, Aufklärung der Öffentlichkeit und Veränderung der Lebensweise jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen. "
    "PETA Deutschland e.V. ist der Ansicht, dass die Grundrechte von Tieren, also ihre ureigensten Interessen, berücksichtigt werden müssen, egal, ob die Tiere für den Menschen von irgendeinem Nutzen sind. Genau wie wir, können sie leiden und haben ein Interesse daran, ihr eigenes Leben zu leben. Daher steht es uns nicht zu, sie für Ernährung, Kleidung, Experimente oder aus irgendeinem anderen Grund zu benutzen."
    http://www.peta.de/web/ueber_peta.33.html

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  8. Es geht nicht darum was diese Organisation macht oder nicht macht, es geht darum das dies ein öffentlicher Film ist und das wir alle, Tierliebhaber und auch die anderen solche Produktionen nicht weiterhin unterstützen. Es ist erbärmlich wie Tiere auf der ganzen Welt gehalten und ausgenutzt werden!

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  9. wenn alles so wäre wie es jeder schreibt dann dürfte man nix mehr auf dieser welt machen, nur im keller sitzen und mit den ratten spielen

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  10. ALLE die in meiner Gegenwart ein Tier quälen aus irgendwelchen Gründen, schlage ich die Fresse ein! Das sind alles feiglinge die sich an Tieren vergehen. Ich schaue mir Grundsätzlich keine Filme an in denen Tiere mitspielen. Diese Seite werde ich auch meiden, ich kann mir manche meinungen nicht reinziehen. Manche Tierorganisationen sind leider nur am labern anstatt sie mal mehr für die Tier tun würden. Gesetz hin oder her! Welche rechte haben denn die Tiere? Wielange sollen die denn auf Ihr Recht warten, bis es "meistens" zu spät ist???

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  11. @SK:
    was sollten denn tierrechtsorgas deiner meinung nach tun statt "labern" um "mehr für die tiere zu tun"? die zirkuszelte anzünden?

    wenn du nicht in der lage bist, andere meinungen zu tolerieren, ist dieser blog wirklich nichts für dich. denn ich bin der meinung (schon wieder eine), dass jeder sagen sollte was er denkt, und auch meinungen die einem nicht passen, wichtig sind, weil sie gegenpositionen aufzeigen und für den gedankenaustausch wichtig sind.
    die meinungen der meisten kommentatoren hier mag ich allerdings. und wenn mal ein ausreißer kommt (meist anonym), kriegt der auch sofort verbal auf den deckel.
    aber meinungen verbieten verbietet sich.

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  12. Echt schade was da passiert...hätte nie gedacht das gerade Kevin James bei so etwas mitmachen würde...
    Der Film wurde ja gedreht und ich seh mir in an, aber natürlich werde ich PETA's Rat Folgen und ihn nicht im Kino ansehen, die Leute sind in unserer Kleinstadt sowieso erst im Kino geschwätzig -.-' daher wäre Onlinestream die beste Lösung, geht ja kein Cent an die Tierquäler =)

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  13. Ich glaube nicht das es stimmt das tiere gequält werden!!! Aber wenn doch,dann solte,finde ich sowas garnicht erlaubt werden!!!!

    lg alicia

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  14. PETA ist doch nur eine Lüge,wenn ihr mich fragt!!!
    Fast alles im Leben ist eine Lüge!!!!
    Selbst manche Leute sind Lügen!

    lg alicia

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  15. HALLO MIGUEL WENN DU DAS SIEHST ICH LIEBE DICH!!!!!!!!!

    LG ......

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  16. die tiere im film waren zu 100% computeranimiert. wie hätten sie denn ihre münder zur sprache bewegen sollen?
    außerdem kann man es überall nachlesen ...

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  17. nee, waren sie nicht, das kannst du überall nachlesen.... bzw. anschauen; hier ein link zu einem interview mit kevin james wo er über den dreh mit den tieren berichtet:

    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1366528/Kevin-James-als-Zoowaerter#/beitrag/video/1366528/Kevin-James-als-Zoowaerter

    tiere werden dressiert, und es gibt alle möglichen tricks damit sie ihr maul bewegen, sodass es aussieht als ob sie sprechen.

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