Dienstag, 14. Juni 2011

TV-Tipp: HEUTE, 14.Juni 23:45Uhr "Menschen bei Maischberger": Schluss mit schlank: Lieber dick als auf Diät?

Ein Thema was nicht primär was mit vegan zu tun hat, mich aber sehr interessiert. Ich hoffe es wird kein Dicken-Bashing oder unreflektiertes "dick sein ist total super". Immerhin ist zumindest ein Arzt dabei:


Barbara Becker (Fitnessexpertin aus Florida)
"Deutschlands First Fitness Lady" nannte sie kürzlich ein Sportmagazin, weil sie in den letzten Jahren fast eine halbe Million Pilates- und Yoga-DVDs verkauft hat. "Sport führt nicht nur zu einem straffen Körper, sondern stärkt auch den Geist", glaubt Barbara Becker, die im Mutterland der Fitnessbewegung, den USA, lebt. "B. fit in 30 Tagen" verspricht die Exfrau von Boris Becker mit ihrer neuen gleichnamigen DVD.

Moritz A. Sachs (Schauspieler, "Lindenstraße")
"Da wackeln die Pfunde", so wurden die Überraschungsfinalisten der RTL-Tanzshow "Let's dance" bejubelt: Der "Lindenstraße"-Star und die Sängerin Maite Kelly. Moritz A. Sachs landete im "Hüftgoldfinale" auf Platz 2. Im inoffiziellen Abnehmwettbewerb aber lag er vorne. Das monatelange harte Tanztraining verschaffte dem Schauspieler einen Gewichtsverlust von zwölf Kilo. Jetzt will Klausi Beimer – das ist seit über 25 Jahren seine zweite Identität – "das Frustessen" stoppen und weiter abnehmen.

Beate Wedekind (Journalistin und Autorin)
"Ich habe schon so oft gedacht, ich hätte es geschafft – und immer wieder zugenommen. Man nennt mich Madame Jo-Jo", sagt die Starjournalistin ("ELLE", "Bunte"). Seit ihrer Jugend kämpft sie mit dramatischen Gewichtsschwankungen von bis zu 35 Kilo, oft innerhalb weniger Monate. Zur Zeit versucht Beate Wedekind wieder abzunehmen: "Diesmal nicht aus Eitelkeit, sondern aus gesundheitlichen Gründen."

Dagmar von Cramm (ARD-Ernährungsexpertin)
"Insgesamt sind in Deutschland 66 Prozent der Männer und 51 Prozent der Frauen übergewichtig", klagt die Ernährungswissenschaftlerin (u. a. "ARD-Buffet"). Der Grund: "Die Menschen essen zu viel, zu süß, zu fett und vor allem zu oft." Die Übergewichtigen tragen auch eine Mitschuld, so von Cramm: "Klar ist das einfacher gesagt als getan. Aber ich kann meinen Mund entweder aufmachen oder auch mal zu lassen."

Dr. Gunter Frank (Arzt)
Er ist der Arzt, dem Übergewichtige vertrauen. In seiner Praxis warnt Dr. Gunter Frank täglich vor Diäten und heilsversprechenden Abnehmmethoden. "Die Leute haben inzwischen Angst vorm Essen, weil man ihnen eingeredet hat, dass Schlanksein, Fitness und gesunde Ernährung der Schlüssel zur Gesundheit ist", sagt der Heidelberger Mediziner und Autor ("Lizenz zum Essen"). Sein Credo: "Alles tut gut, was schmeckt."

Bernhard Ludwig (Kabarettist)
Einen Tag essen, einen Tag nicht essen – mit dieser unorthodoxen Methode hat der österreichische Kabarettist nach eigenen Angaben großen Erfolg beim Abnehmen. "In wenigen Monaten habe ich so über 20 Kilo abgenommen und halte das Gewicht ganz ohne Jo-Jo-Effekt", behauptet Bernhard Ludwig. Auch wenn die Methode nicht wissenschaftlich untersucht ist, für den ehemaligen Medizinstudenten bedeutet sie das Ende vom "Aufspecken durch Diäten", was ihm ein Gewicht von 114 Kilo einbrachte.


Quelle: ARD "Menschen bei Maischberger"

Kommentare:

  1. Ich denke in der Sendung soll eher der Sinn von Diäten diskutiert werden und nicht das Thema Übergwicht bzw. dick sein.
    Das Diäten schwachsinn sind und sogar schädlich sein können ist ja nun mittlerweile fast Konsens unter den Medizinern, obwohl die Diätindustrie uns ja immer wieder etwas anderes sagen will. Das Buch von Dr. Gunter Frank ist übrigens super.
    Ich denke auch nicht, dass die Sendung das dick sein glorifizieren will. Ich bin gespannt, ob ich mich heute so lange wachhalten kann, bin ein vor 23 Uhr ins Bett Geher ;-)

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  2. P.S. Sich dick zu akzeptieren und sich einzugestehen, dass man nicht mehr Abnehmen kann/will ist NICHT gleichzusetzen mit einem "Dick sein ist super!"

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  3. @Saskia
    nö, hab ich auch nicht behauptet. nur bei so sendungen haben sie ja ganz gerne vertreter von extrempositionen, und es gibt ja immer mal wieder leute, die behaupten sie würden sich total wohl fühlen und würden gar nicht abnehmen wollen.
    ich denke, dass es schon eher ne erfahrungsbericht-sendung wird, wo die gäste ihren umgang mit essen und dem eigenen körper schildern. immerhin sind nur 2 experten und 4 gäste, die erfahrung mit diäten haben, geladen.

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  4. Aber alle Gäste sind ja schon aus der Abnehm/Diät bzw. Fitnessfraktion bzw. sind durch eigene Erfahrung darin involviert gewesen. Ich denke nicht, dass von denen einer sagen wird, dass Diäten bzw. Abnehmen schlecht sei bzw. dass er es nachvollziehen kann, wenn Menschen ihr Leben nicht per se nach der Waage ausrichten. Wäre ja gegen das, was sie darstellen oder?!

    Diese Frau von Cramm sagt ja eh, dass alle Dicken dick sind, weil sie zu viel fressen und sich nie bewegen. Ist mir mal generell schon zu verallgemeinernd und unsympathisch.

    Jeder Körper ist anders und es gibt nicht DAS Rezept gegen Übergewicht. Ich habe z.B. vor knapp einem Jahr LOGI gemacht, meine beste Freundin hat mit mir angefangen. Ich habe abgenommen, sie hat zugenommen. Und so ist das bei fast jeder Ernährungsform. Meine Freundin berichtet z.B. dass sie bei ihrer Umstellung auf vegetarische Kost am Anfang fast 5kg abgenommen hat, so nebenbei. Ich habe bei meiner veganen Umstellung viell. 500g abgenommen, obwohl ich mein Bewegungspensum nicht verändert habe.

    Dazu kommen noch viele andere Faktoren. Organische Schäden bzw. Fehlfunktionen (z.B. Schilddrüse), Veranlagung, psychische Ursachen etc. Gründe für Übergewicht gibt es so viele, wie Angebote dieses durch angebliche Wunderdiäten zu bekämpfen.

    Ich fühle mich übrigens auch wohl, obwohl ich dick bin. Und ich meine das echt ernst! Als ich mich mal auf mein andegbliches Idealgewicht gehungert hatte, ging es mir echt mies. Dabei dachte ich immer ich sei schlank viel glücklicher. Was war? Ich hatte Haarausfall, meine Monatsblutung blieb aus usw. Dabei habe ich mich nur so ernährt, wie ein Arzt es mir vorgeschlagen hatte.

    Es gibt dicke bzw. richtig dicke Menschen, die es satt haben ein Leben lang gegen ihren Körper zu kämpfen und ihr Glück vom Gewicht abhängig zu machen. Sie arrangieren sich mit ihrem Ist-Zustand und leben damit ihr Leben. Viele können sich das nicht vorstellen, aber ich durfte zahlreiche solcher Menschen kennenlernen. Und die sind weit davon entfernt zu sagen Übergewicht sei total supi und gesund. Sie haben nur eingesehen, dass sie lieber jetzt leben wollen, anstelle ihre Lebensfreude auf potenziell schlanke Zeiten, die vermutlich nie kommen zu verschieben.

    Sicher es gibt Grade an Übergewicht, die sind nicht gesund. Und dagegen muss auch etwas getan werden. Aber es hilft nichts, dem eh schon physisch und vermutlich auch psychisch kranken Menschen noch die Schuld für seine Situation zu geben. Und das ist aber leider fast immer der Fall.

    Ich war schon bei so vielen Ärzten, die mir ins Gesicht gesagt haben, dass ich nur weniger fressen soll...und dann würde alles besser werden. Nach den Ursachen für das Übergewicht sucht kaum jemand.

    Ich kann es nicht oft genug sagen: Übergewicht ist ein Symptom und keine Krankheit. Die Krankheit/Ursache dahinter gilt es herauszufinden.

    So ich schreibe mal wieder Romane ;-) Sorry

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  5. @Saskia
    Das Thema scheint dich zu interessieren ;-)

    Gucken wir uns die Sendung doch einfach an und reden nachher drüber, ich glaub das macht mehr sinn ^^

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  6. Klar interessiert es mich. Ich bin ja immer betroffen, wenn ich solche Äußerungen a la Frau von Cramm höre. Und die kann ich dann eben nicht so stehen lassen bzw. habe ich gelernt gegen alle möglichen pseudowissenschaftlichen Argumente gegen Übergewicht bzw. gegen Vorurteile vorzugehen.

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  7. Hm, also so falsch find ich die Aussage von ihr gar nicht. sie sagt ja nur, dicke hätten eine "mitschuld", und das mag meiner meinung nach in vielen fällen auch zutreffen. wir sind doch keine ferngesteuerten zombies, die willenlos zum kühlschrank torkeln und sich mechanisch die würstchen reinschieben.

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  8. Ich muss dir auch da widersprechen. Schonmal was von Binge Eating gehört?! Das haben sowohl dicke als auch schlanke Menschen.
    Essattacken, wo bis zu 10.000 kcal auf einmal gegessen werden, wo den Personen bereits schlecht ist und sie nicht aufhören können! Meistens hat das psychische Ursachen, sowas kommt natürlich nicht von allein, weil der Mensch jetzt auf alles Appetit hat. Manche Betroffenen berichten davon "sich selbst dabei zuzusehen, wie sie alles in sich hinein schlingen"..als wäre ihr Geist, ihr sich-selbst-Bewusstsein total passiv.

    Sicher gibt es Menschen, die dick sind, weil sie falsch essen und sich zu wenig bewegen. Aber es wird ja ALLEN Dicken primär falsche Ernährung/mangelnde Bewegung und damit Schuld unterstellt. Und DAS nervt mich an.

    Von schlanken Menschen wird auch nicht generell behauptet, dass sie zu wenig essen bzw. eine Essstörung haben, oder?!

    Hinter den meisten dicken Persönlichkeiten steckt eine Geschichte und eben das ist mit weniger essen und mehr Bewegung eben nicht getan. Meistens sind psychische Probleme mit vorhanden, deswegen ist neben einer Ernährungsberatung eine Psychotherapie oft sinnvoll, wenn die betreffenden Personen z.B. nicht in das Dickenklischee eines Pommesfressenden Couchliebhabers fallen.

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  9. eigentlich ist das kein widerspruch, denn auch essgestörte können "mitschuld" sein, wenn sie nicht im rahmen ihrer möglichkeiten sich um besserung bemühen, z.b. indem sie sich professionelle hilfe suchen.

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  10. Aber erstmal zu erkennen, dass man eine Essstörung HAT bzw. die Scham zu überwinden zu einem Psychologen zu gehen, dazu gehört eine ganze Portion Mut. So einfach ist das nämlich alles nicht, gerade wenn z.B. ein Schicksal als Ursache dahintersteckt.

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  11. Ich hatte bis jetzt viel Kontakt mit Menschen, die an allen möglichen Essstörungen leiden und ich muss dir sagen, professionelle Hilfe reicht oft nicht aus. Ich kannte ein Mädchen, die hat fünf Therapien gemacht und wurde immer wieder rückfällig. Und das hat absolut nichts mit einem schwachen Willen zu tun. Wenn man erstmal in einem Krankheits-Teufelskreis drin ist, funktioniert der freie Wille eh nicht mehr normal..sondern ist von der Krankheit dominiert. Sicher gibt es Stufen..so sieht sich z.B. nicht jeder der Magersucht hat von einem Tag auf den anderen "fett" im Spiegel. Aber wenn ein bestimmter Punkt überschritten ist, gibt es oft so einfach kein zurück mehr.

    Mal zur Sendung: Frau Becker und Herrn Sacks fand ich durchaus sympathisch, Herrn Dr. Frank kannte ich ja bereits. Diese Frau von Cramm war gespielt freundlich..normalerweise zoffen sich Cramm und Frank immer.
    Informativ war die Sendung nicht, nichts, dass ich nicht schon wusste bzw. wovon ich nicht schonmal gelesen hatte. Daher wars für mich eher langweilig, sodass ich dann auch nach einer halben Stunde abgestellt habe.

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  12. @Saskia
    Sicher ist sowas nicht einfach, aber wenn man erkennt, dass man krank ist, dann darf man sich nicht verkriechen, sondern muss versuchen was dagegen zu machen. und professionelle hilfe suchen ist ein weg. ob der dann erfolg hat ist ne andere frage, aber versuchen muss man s.

    ich fand die sendung auch eher langweilig. ne gute rezension gibts hier:
    http://fressnet.de/blog/?p=3658

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  13. @Mausflaus, man kann aber auch erkennen, dass das Übergewicht einen Grund hat, jahrelang daran arbeiten in Form von Therapien usw., ohne dass sich am Übergewicht etwas ändert und irgendwann einsehen, dass alles nichts nützt und sich einfach zu aktzeptieren, wie man ist. Essstörungen treten sehr häufig als Folge von sexueller Gewalt in der Kindheit auf. Die einen hungern sich fast zu Tode, wollen sich auflösen, keinen weiblichen Körper haben, ihren verhassten Körper strafen, unattraktiv sein. Die anderen fressen sich einen (Schutz)panzer an. Denn wer dem gesellschaftlichen Ideal von Schönheit nicht entspricht, ist weniger attraktiv, hat weniger mit begierigen oder geilen Blicken von Männern zu rechnen, wird seltener angesprochen, seltener eingeladen, verkriecht sich zu Hause. All dies ist ein Schutz. Da kann man jahrzehntelang dran arbeiten und es ändert sich nichts. Manche fallen auch vom einen Extrem ins andere. Man kann aber einfach akzeptieren, dass man so ist, wie man ist, dass man das Ergebnis seiner Geschichte ist. Ich selbst mag z. B. keinen Sex, ich verliebe mich vielleicht, habe erotische Phantasien, aber sobald mich jemand berührt, ist es vorbei. All meine Sehnsüchte sind wie weggeblasen. Das ist so seit ich denken kann, mittlerweile bin ich über 40 und trotz zahlreicher Therapien hat sich nichts daran geändert.

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  14. Weiter geht´s

    D. h. ich mag Kuscheln und Nähe, zusammen einschlafen, aber das war es auch und nach mehreren Therapieen, ambulant und stationär, kann ich das auch zulassen, früher konnte ich überhaupt keine Nähe ertragen. Ich kann mir dennoch nicht vorstellen, jemals gefallen an Sexualität zu finden, so sehr ich es mir auch wünsche. Denn es ist sehr schwer einen Mann zu finden, der damit klar kommt. Eine Beziehung zu einer Frau ist auch keine Lösung, weil ich generell keinen Sex mit anderen Menschen will. Ich dachte auch eine zeitlang, wenn ich es endlich schaffe damit aufzuhören, Sex über mich ergehen zu lassen, weil ich nicht allein bin, dann würde ich von allein abnehmen, dann wäre das Dicksein nicht mehr notwendig. Aber falsch gedacht. Ich bin immer noch dick, aber ich habe mich damit abgefunden, mich akzeptiert, wie ich bin und seitdem geht es mir besser. Ich denke nicht mehr, wie toll mein Leben wäre, wenn ich nur endlich dünn wäre. Dann wäre nicht wirklich irgendwas anders und wer mich nicht mag so wie ich bin, ist es eh nicht wert. Empfehlen kann ich das Anti-Diätbuch von Susi Orbach, dort wird ganz gut beschrieben, warum manche Menschen dick sind. Wer Angst vorm Leben hat und sein Leben, also was über die reine physische Existenz hinausgeht, der muss nicht Leben, so lange er dick ist und sich zu Hause verkriecht. Es gibt so viele Gründe fürs Dicksein, auch körperliche, neurologische. Warum haben manche Menschen viel Hunger und andere wenig? Warum fressen manche wie ein Scheunendrescher und andere essen normale Portionen und sind übergewichtig? Warum nehmen manche Leute gleich 3 Kg ab, wenn sie eine Woche Grippe haben und wenig essen, während andere beim Heilfasten gerde mal 2 Kilo in einer Woche loswerden? Warum haben manche Menschen einen starken Willen,andere einen schwachen? Warum gelingt es manchen Menschen beim ersten Versuch mit dem Rauchen aufzuhören und andere versuchen es ihr Leben lang erfolglos? Sind die Willenschwach oder labil? Warum schaffen sie nicht, was andere offensichtlich schaffen? Warum schaffen es manche Leute nicht mit dem Fleisch essen aufzuhören? Andere, denen es schmeckt und die es gerne essen, schaffen es auch. Selbst Leute, die sehr viel Fleisch gegessen haben. Warum scheitern manche Menschen einmal im Monat an einem Käsebrötchen, dass sie anlacht, während andere seit zehn Jahren kein Käsebrötchen angerührt haben. Warum sind Menschen, wie sie sind? Warum müssen sie einer Norm entsprechen? Alles ist gleich. Die gleichen Läden in den fast gleichen Fußgängerzonen weltweit, überall die gleichen Klamotten und die gleichen Produkte. Keine Individualität.

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  15. Der Rest

    Interessant ist auch, dass die Menschen weltweit immer dicker werden, während der Schlankheitswahn weiter grassiert. Ich habe mal, ist schon länger her, im Spiegel einen sehr interessanten Artikel über Dicke gelesen. Da meinte eine Beraterin, es gebe dicke Familien, die sind mit sich und ihrem Leben zufrieden, sie essen gerne und viel und sind gesellig. Wenn die ganze Familie dann auf Diät gesetzt wird (es bringt ja wenig ein dickes Kind auf Diät zu setzen, während die restliche Familie zu Hause weiter frisst), dann werden sie zwar dünner, bekommen Komplimente und Anerkennung, sind aber weniger zufrieden mit ihrem Leben und ihrer Situation und dass es vielleicht besser wäre, die Leute einfach in Ruhe zu lassen. Zumal die wenigsten Dicken, die durch eine Diät abgenommen haben, es langfristig schaffen ihr Gewicht zu halten. Sie nehmen nicht nur wieder zu, sondern werden von mal zu mal dicker als zuvor. Von daher, meinte auch ein Experte, wäre es sinnvoller die Leute einfach zu lassen,wie sie sind, anstatt in Kauf zu nehmen, dass sie noch dicker werden. Lieber solle man sie dazu bewegen etwas Sport zu machen und ein bisschen gesünder zu essen, aber aufhören sie zu dauerhaft schlanken Menschen machen zu wollen. Dem stimme ich zu. Es gibt kaum Leute, die dauerhaft abgenommen haben, aber unzählige, deren Leben aus Diäten und mal dick und mal dünn besteht, inklusive der psychischen Belastung beim x-ten wieder zunehmen, dem Versagensgefühl. Wenn man etwas aus der Geschichte der Diäten und des Schlankheitswahns gelernt hat, dann doch, dass es in,ich schätze mal 95-99% aller Fälle eh keinen Erfolg gibt, der von Dauer ist. Warum soll man es nicht einfach lassen und sein Leben genießen? Mit vielleicht 10 Kilo Übergewicht, was aber immer noch besser ist, als irgendwann vom Jojo Effekt 30 Kilo zu viel zu haben. Mit den 30 Kilo, die dann wirklich auch ein Gesundheitsrisiko darstellen, wird er sicher unzufriedener sein, als mit 10 Kilo. Warum also irgendwelchen Idealen hinterher eifern, die man sowieso nie erreicht. Wie viele Leute schaffen es, auf Dauer auszusehen, wie Victoria Beckham? Dann doch lieber Barbara Schöneberger oder Hella von Sinnen.

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