Montag, 16. Mai 2011

jagende Tierärzte?

Auf einen solche stößt die vegane Kolumnisitin der Frankfurter Rundschau, Hilal Sezgin, und wundert sich.

Derselbe Malte eröffnete mir kürzlich, dass er seinen Jagdschein mache. Ich konnte es zunächst nicht glauben: Ob er wirklich jagen wolle? Ja, denn er habe keine ethischen Probleme damit, Rehe und Wildschweine zu schießen, und auch keine mit der für die Tiere besonders aufreibenden Treibjagd. Mal abgesehen davon, wie man über das Unterthema Jagd denkt: Stimmt es nicht nachdenklich, dass ein Mensch, der von Berufs wegen Tiere heilt, dieselben Hände auch zum Töten gesunder Tiere einsetzt? Wie lautet überhaupt das Ethos eines Tierarztes, im Vergleich zu dem eines Menschenarztes?

Nachzulesen auf fr-online.de


Ich weiß nicht, ob ich bei so einem Tierarzt bleiben würde. Fachlich mag er ja gut sein, aber ich würde ihm nicht mehr vertrauen können, dass er stets das beste für das Tier will. Vielleicht stehen bei ihm dann doch eher wirtschaftliche Interessen im Vordergrund, oder wenn eine Tierkrankheit eine für ihn aufwändige und unangenehme Arbeit bedeutet, schlägt er lieber einschläfern vor? Oder er packt das Tier grob an, weil es ja nur ein Tier ist, und das darf man quälen und töten? Nichts anderes ist eine Drückerjagd.
Ich kann es ja noch halbwegs nachvollziehen, wenn jemand Tiere tötet, weil er es aus irgendwelchen Gründen für nötig hält. Aber Jagd ist vorrangig der Spaß am Töten. Da zwingt sich niemand hin weil er sich aufopfert um den Wald zu retten.

Kommentare:

  1. Der Spruch auf dem Button ist wirklich klasse!!

    Also ich würde nicht zu einem Tierarzt gehen, der auch jagen geht...
    Obwohl die meisten Tierärzte bestimmt auch Fleisch essen, das passt ja dann eigentlich auch nicht zum Beruf...

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  2. @Angel
    ich find Fleischessen ist was anderes als Jagen. Fleischessen tut man in erster linie aus Gewohnheit bzw. weil s schmeckt. dass tiere dabei getötet werden, ist den meisten eher unangenehm, wird aber halt in kauf genommen.
    jagen dagegen ist die aktive tötung, die man bewusst und gewollt selbst durchführt, und sogar spaß daran hat.

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  3. Der Spruch passt wirklich gut.

    Erklären kann ich mir das wirklich nicht.... Ich kenne ein paar Tierärzte, bzw. einige, die Tiermedizin studieren. Davon ist zwar keine soweit ich weiß Vegetarier, aber ich glaube Jagen empfinden alle eher als pervers.
    Der Spaß am Schießen alleine kann es ja auch nicht sein, dazu gibt es ja Sportschützenvereine und all sowas. Hmpf.

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  4. studiere selbst tiermed.in hannover, dort veganer zu sein ist schlecht angesehen. die jungs sind zu 50% jäger (auch leicht am begleitenden jagdhund zu erkennen)denn das macht unter den vetis einen guten ruf. willst du durch eine prüfung fallen : oute dich einfach vorher als veganer.

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  5. ich schwöre euch !!!! 90 % aller tierärzte halten euch für spinner wenn ihr euch als veggi outet.

    sorry, aber es ist wahr!!

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