Mittwoch, 13. April 2011

das Lederproblem

an Innenseite von Schuh und/oder Karton
Angestoßen durch mein letztes Schuh-Posting möchte ich das Thema Leder mal näher betrachten; gelegentlich fällt ja der Kommetar "Kunstleder ist umweltschädlich" oder "für deine Schuhe müssen Kinder arbeiten!"
So ganz einfach ist das mit der Leder-Problematik nicht, im taz-blogbeitrag "O Sohle mio!" hat der Autor keine zufriedenstellende Lösung gefunden, und auch die Kommentatoren waren sich nicht einig was denn nun ethisch korrekt ist.

Argumente gegen Leder:


1.) Leder ist die Haut toter Tiere, und das Töten von Tieren ist abzulehnen. Es stimmt auch nicht, dass die Tiere so oder so getötet werden - Denn die Nachfrage nach Leder finanziert die Fleischindustrie mit. Geht diese Nachfrage zurück, werden auch weniger Tiere getötet. Die „Nebenprodukte“ der Fleisch verarbeitenden Industrie, wozu Leder gehört, machen ca.50% aus.Die Tierzucht lohnt sich also erst, wenn nicht nur das Fleisch, sondern auch das Leder verkauft werden.
Es gibt auch kein "Bio"-Leder, dem Produkt sieht man die Massentierhaltung auch nicht an. Allein schon aufgrund der großen Menge kann man davon ausgehen dass die Rinder/Schweine aus der Massentierhaltung stammen; d.h. lange Tiertransporte, Kastration ohne Betäubung, Medikamentenfütterung, dunkle Ställe, Spaltböden usw. Eigentlich muss Leder überhaupt nicht gekennzeichnet werden, wenn es nicht explizit als "Kalbsleder", "Nappaleder" o.ä. bezeichnet wird, d.h. es kann gut sein, dass man auch mal Katzen- oder Hundelder aus Asien bekommt. 

http://www.peta.de/web/leder_ganz_und.1699.html
http://www.peta.de/web/warum_kein_l.825.html

2.) Leder ist umweltschädlich. Allein schon die Aufzucht der Tiere, deren Häute schlussendlich zu Leder verarbeitet werden, verursacht Abfälle und Verschmutzung und verbraucht enorme Mengen an fossilen Brennstoffen. Außerdem werden Bäume zur Weidelandgewinnung abgeholzt, große Wassermengen  verbraucht und Kohlendioxid ausgestoßen.
Dazu kommt die Umweltverschmutzung durch die Lederverarbeitung: Die Gerbereien haben ihre Produktion größtenteils in Entwicklungsländer verlegt, da Arbeit dort billig und Umweltstandards niedrig sind. Bei der Produktion und Verarbeitung werden nicht nur Ressourcen verbraucht, sondern auch viele umweltschädliche Chemikalien verwendet, die über Abwässer bzw. Abfälle in die Umwelt gelangen, z.B. Formaldehyd, Aluminium, Auszüge von Steinkohlenteer, Cyanid und verschiedene Öle, Farben und Polituren. Neben den bereits erwähnten toxischen Substanzen enthalten Gerbereiabwässer auch enorme Mengen anderer Schadstoffe wie Protein, Haare, Salze, Kalkschlamm, Sulfide und Säuren. Eine Chromgerberei verschwendet über 55.000 Liter Wasser und produziert bis zu 1.100 Kilogramm Feststoffabfall (z.B. Haare, Fleisch und Randabfälle) pro bearbeiteter Tonne Tierhaut.Höchst problematisch sind aber v.a. Chromverbindungen, die zur Gerbung des Leders gebraucht werden.

3.) Leder ist menschenunfreundlich. Auch die Menschen, die in Gerbereien arbeiten oder in ihrer Nähe leben, leiden. Viele von ihnen sterben an Krebs, ausgelöst durch giftige Chemikalien, die verwendet werden, um das Leder zu bearbeiten und zu färben. Die Zentren zur Kontrolle und Verhinderung von Krankheiten in den Vereinigten Staaten fanden heraus, dass Leukämie unter den Anwohnern einer Gegend nahe einer Gerberei in Kentucky fünf Mal so häufig vorkam, wie im nationalen Durchschnitt. Arsen, eine häufig in Gerbereien verwendete Chemikalie, wird schon lange mit Lungenkrebs unter den Arbeitern, die ihm regelmäßig ausgesetzt sind, in Verbindung gebracht.  
Dazu kommt die Kinderarbeitsproblematik: Bei der Verarbeitung der Produkte in Billigländern kommt oft Kinderarbeit zum Einsatz. Das ist aber bei Kunstleder und anderen Textilien genauso, da dies keine Frage des Materials ist, sondern der Verarbeitung.

4.) Leder ist gesundheitsschädlich. Die Schadstoffe verbleiben zu einem Großteil im Leder und geben diese nach und nach an die Umwelt und auch an den Menschen ab. V.a. bei Produkten, die direkt auf der Haut getragen werden, wie z.b. Sandalen, Armbänder oder Ketten ist das problematisch. So wurden z.B. gerade erst Lederarmbänder der Firma Rico-Design wegen Gesundheitsgefahr zurückgerufen:

Produkt: Lederarmband
Marke: RICO Design
Beschreibung: Zwei Lederarmbänder aus dunkelbraunem Glattleder mit silberfarbenden Metallschnallen. Ohne Verpackung.
Herkunftsland: China
Von den Produkten geht ein chemisches Risiko aus, weil der Lederanteil der Armbänder Chrom VI in einer Konzentration von 11,9 mg/kg bzw. 10,5 mg/kg enthält. Wenn die Armbänder wie beabsichtigt getragen werden, sind sie länger als nur kurzfristig in direktem Kontakt mit dem menschlichen Körper.

2005 hatte das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit Lederhandschuhe untersucht, mit erschreckenden Ergebnissen:

Von den insgesamt 25 untersuchten Lederhandschuhen entsprachen elf Proben nicht in vollem Umfang den gesetzlichen Anforderungen. Dies ergibt eine Beanstandungsquote von 44%.
Besonders die Verwendung von verbotenen Azofarbstoffen in drei Fällen ist aus Sicht des LGL eine Häufung, die in Zukunft weitere Untersuchungsmaßnahmen im Bereich der Ledererzeugnisse begründet.


Und Kunstleder?
Dafür müssen zumindest keine Tiere getötet werden. Was den Rest angeht, kann man keine pauschale Aussage treffen, da es nicht DAS Kunstleder gibt, sondern verschiedene Materialmixe, die ähnlich aussehen wie Leder und ähnliche Eigenschaften haben. Ich finde, für Kunstleder spricht außerdem, dass es meist günstiger ist, wenn es gut verarbeitet ist, lange hält und angenehm zu tragen ist. Dass man in Kunstleder übermäßig schwitzt, kann ich nicht bestätigen, da kommt es auf Art und Verarbeitung des Schuhs drauf an.
sind leider ausverkauft
Ich hatte jahrelang 20Loch-"Springerstiefel" aus Echtleder, und fand die superbequem. Ein paar Jahre später hat derselbe Hersteller dann eine Kunstledervariante auf den Markt gebracht, die haargenauso aussah. Nach 3jährigem Tragen sowohl der Leder- als auch der Kunstlederstiefel kann ich das also ganz gut vergleichen. Fazit: Null Unterschied, nach den 3 Jahren war die Sohle durchgelaufen, aber ansonsten waren beide Paare noch gut in Schuss :-)
Ein Negativ-Aspekt von Kunstleder ist, dass es aus Erdöl hergestellt wird. Allerdings muss man sich mal überlegen wie viele Plastikprodukte man täglich konsumiert und ob man da ausgerechnet bei den Schuhen dann zuerst mit dem Erdöl-Verzicht anfangen muss. Um die Zahlen mal zu relativieren:

Wir nehmen die Zahnbürste in die Hand, die aus Kunststoff ist. Zur Herstellung von Kunststoff braucht man aber Erdöl – etwa 0,1 bis 0,2 Liter pro Zahnbürste. Weiter geht es mit dem Plastikzahnputzbecher, auch in ihm sind 0,1 bis 0,2 Liter Erdöl enthalten. In der Zahnpastatube, die meistens auch aus Kunststoff ist: ebenfalls Erdöl.
Die durchschnittliche Couch in Deutschland hat etwa 60 Liter Erdöl in sich. Wir setzen uns auf das Motorrad, der dazu gehörige Helm enthält 1,3 Liter Erdöl. Wir nehmen das Handy in die Hand: 0,1 Liter Erdöl. In der Zahnprothese, die zum Teil aus Polymethylmethacrylat besteht, sind 0,1 Liter Erdöl enthalten. Die Brille besteht aus Polycarbonat, das ebenfalls ein Erdölprodukt ist, aus dem auch CDs gemacht werden.
In jeder Ein-Liter-Flasche aus PET steckt etwa 0,2 bis 0,3 Liter Erdöl. In unsern Schuhsohlen aus Kunstleder, das aus Polyurethan hergestellt wird, sind etwa 0,3 Liter Erdöl-Derivate enthalten. In einem Buch, das 300 Seiten hat, steckt etwa 0,15 Liter Erdöl-Derivat. In einem Taschenrechner, in einem Faxgerät, in einem Joghurtbecher, selbst in einer Napalmbombe steckt Erdöl. Das gilt auch für jede Dachrinne, den Regenmantel, eine Espressomaschine, einen Tankdeckel, sogar für synthetisch hergestellte Wurstpelle; sie enthält etwa 0,15 Liter Erdöl.
 Quelle: der Paläontologe Martin Langer über Erdöl



Meine Meinung: 
Das 100% ethisch korrekte Produkt gibt es nicht, egal ob das jetzt Schuhe, Kaugummis oder Hosenträger sind. Am besten ist es, man konsumiert gar nichts, denn immer werden bei der Produktion Ressourcen  verbraucht, es fällt Müll an und es wird CO2 ausgestoßen. Aber da man nun mal Schuhe braucht, greift man am besten auf hochwertige Produkte zurück, die lange halten. Wenn man die Vor- und Nachteile von Leder gegen Kunstleder abwägt, schneidet meiner Meinung nach das Kunstleder besser ab; weil die Lederproduktion und -verarbeitung doch um einiges umweltschädlicher zu sein scheint, und deswegen Tiere sterben müssen. Selbst wenn man den Tierleidaspekt ausklammert, wären Kunstlederprodukte immer noch besser.
Übrigens finde ich es auch nicht schlimm, wenn man alte Lederprodukte die man nicht verschenken/verkaufen kann, noch abträgt, besagtes Paar Lederstiefel trage ich selbst noch. Nicht gerade auf ner Tierrechtsdemo, aber ich sehe keinen Sinn darin, etwas wegzuschmeißen, nur weil es nicht vegan ist; dadurch dass ich die Schuhe noch nutze bis sie auseinanderfallen, wird kein Tier lebendig.
Es gibt mittlerweile auch einige "fair trade" bzw. "öko"-vegane Schuhhersteller, die auch auf Arbeitsbedingungen bzw. die Produktionsmethoden achten, z.B. Terraplana, aber sowas ist mir einfach zu teuer, daher kenne ich mich da nicht so aus.
Und so ein bischen Spaß im Leben möchte ich halt auch habe, und Shopping macht sehr viel Spaß ;-)


Online-Shops mit veganen Schuhen:
Cosmo Viva: www.cosmo-viva.de
Lylium: www.lylium.de
NOAH - Italian Vegan Shoes: www.noah-shop.com
Radix Naturkost & Versand: www.radixversand.de
Vegane Zeiten in Köln: www.vegane-zeiten.de
Vegan-Versand: www.veganshop.de

Kommentare:

  1. Vielen Dank für diesen Post. Tatsächlich war die Lederfrage eines meiner größten Probleme als ich mich mit Veganismus beschäftigt habe. Ich konnte einfach nicht sagen, was ich umwelttechnisch besser oder schlechter finden soll, aber du fasst das schon ganz gut zusammen, selbst ohne das Tierleidargument schneidet Leder immer noch schlechter, oder zumindest genauso schlecht ab.

    Ich persönlich reduziere ja gerade meinen Plastikkonsum und kaufe vermehrt fair gehandelte Kleidung,Nahrungsmittel usw., aber Schuhe, die allen meinen Ansprüchen genügen und dann auch noch bezahlbar sind, habe ich einfach noch nicht gefunden. Deswegen werde ich wohl erst mal auch noch Schuhe nachkaufen, mit deren Herstellungsmethoden ich eigentlich nicht einverstanden bin. Aber man kann nunmal nicht alles richtig machen.

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  2. Das ist alles neue Info für mich, also danke für diesen hilfreichen Post! Ich werde meine Lederschuhe auch "auftragen" =) Und mal sehen, vielleicht lasse ich sie auch neu besohlen, wenn die Sohlen nicht mehr in Ordnung sind. Solange sie oberflächlich noch ok sind, macht das sicher Sinn =) Alles Liebe! Miri

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  3. Danke für den ausführlichen Post. Ich habe auch noch Lederschuhe und einen Mantel, die ich abtragen möchte. Schließlich waren sie sehr teuer und wie du schon sagst, wird das Tier jetzt nicht wieder lebendig, nur weil ich die Schuhe wegschmeiße.
    Alternativen zu finden ist eigentlich einfach, wenn man die von dir beschriebenen schlechten Arbeitsumstände in Billiglohnländern wegdenkt. Bei Deichmann und Co. gibt es ja eine breite Auswahl an Schuhen aus synthetischen Materialien. Obwohl ich sagen muss, dass mir die Schuhe von dem Shop, den du gelinkt hast fast alle gefallen. Aber 80-120€ für Ballarinas, die ich in einem Sommer durchlaufe...öhm ja. Sicher irgendwann, wenn ich regelmäßig Gehalt bekomme kann ich auch auf sowas achten. Ich finde das auch nicht verwerflich, denn ich tue bereits alles, was in meinem Rahmen möglich ist.

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  4. irgendwie isses schon seltsam, mir fällt gerade auf, dass ich außer Vegetariern/Veganern niemanden kenne, der sich überhaupt Gedanken über Müllvermeidung, Plastik, usw bei konsumgütern macht bzw. danach kaufentscheidungen trifft.

    @saskia:
    is bei mir genauso, "ethisch korrekt" ist leider auch sehr teuer, aber das wird sich schon noch bessern. sojamilch hat früher im reformhaus das dreifache gekostet, und jetzt gibts die fürn euro im aldi :-)
    deichmann ist für mich ne ganz gute adresse, und was kinderarbeit angeht sind die auch nicht schlechter als andere, eigentlich sogar besser:
    http://www.aktiv-gegen-kinderarbeit.de/firmen/firmenliste/deichmann

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  5. Danke für den informativen Beitrag! Echt schwierig, wenn es eine 100% korrekte Lösung nicht gibt. (Stimmt da was mit der Welt nicht oder stimmt da was mit der Welt nicht?!)
    Vielleicht ist Second Hand kaufen auch noch eine Möglichkeit...

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  6. Mh ja Second Hand ist eine Möglichkeit, aber da habe ich bei gebrauchten Schuhen, genau wie bei Unter-und Nachtwäsche, Badebekleidung und Kopfbedeckungen Hemmungen. Das sind alles Kleidungsstücke, die vom Vorgänger gewissen Beanspruchungen ausgesetzt sind. Wenn ihr versteht, was ich meine?!

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  7. DAnke, diese Info`s und Argumente kann ich grade sehr gzt brauchen.

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  8. Ich empfehle holländische Holzschuhe:

    http://holz-schuh.de/


    Ethisch garanTIERt (:-) korrekt, da sie nicht aus Erdöl gemacht werden, und erst recht nicht aus toten Tierääähn. (Ich finde, daß musste mal gesagt werden. nech).

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  9. Ich gucke immer auf die Label und wenn ich drei Rauten sehe, dann sind die Schuhe okay. Die Schuhe mit einem Lederzeichen werden sofort wieder zurück gelegt. :)

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  10. kunstlederschuhe im sommer...hmmm

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  11. @Anonym
    Und? Ich für meinen teil renne nicht den ganzen Sommer in FlipFlops rum...

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  12. Alles systeminherentes Rumgelaber. So ein Schwachsinn. Eure Sorgen hätten die mongolischen Nomaden echt gerne. In 1000 Jahren wird sich am kapitalistischen Wahnsinn durch "veganes" Verhalten etc. nichts ändern. Es gibt keinen richtigen Konsum im falschen System! Steckt eure Energie lieber in die anstehende Revolution als in so einen Mumpitz! Ob ihr Schuhe aus Leder oder Plastik oder Kryptonit haben werdet wird den Schlägertrupps des Kapitals SCHEISSEGAL sein!

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    1. danke, da kann ich dir zustimmen

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    2. Anonym, 05.08.2012
      Dem Schreiber vom 08.12.2012 kann ich nur zustimmen. Aktuelle Studien haben mal wieder gezeigt, wievielin Chemikalien in den Schuhen gerade mal wieder bei dem Unternehmen Deichmann steckt.Wohlgemerkt in den künstlich hergestellten z.B. Ledersandaletten. Es gibt wunderbare 45 min. Dokus in der Mediathek von NDR noch nachzulesen. Gift in den Schuhen.Gift in Textilien etc. Und die meisten Menschen leben nicht vegan. Es wäre doch wahnsinn, nicht alles vom toten Tier zu verwenden. Alle Beteiligten sollten so umweltfreundlich, liebevoll und ökologisch wie nur möglich Hinterlassenschaften umgehen. Beispielgebend sind doch immer wieder die Indianer, Naturvölker, die von der Natur nur das nehmen, was sie wirklich zum überleben brauchen. Dieser heutige Konsumrausch mit z. B. mit 1000 Schuhen im Schrank ist doch ein Teil dieser Misere schon eher eine Katastrophe deren Ausmaß sich in vielleicht der nächsten Generation zeigen wird, die weltweit abläuft und nicht nur angefangen beim Leder. Die ganzen Gifte in der Umwelt, in Textilien, im Amalgam diffundieren doch alle in unsere Erbsubstanz und in den Kraftzellen unseres Körpes und diese werden nach neuesten wissenschaftlichen oder naturwissenschaftlichen Erkenntnissen weitervererbt. Die Psychiatrien werden sehr sehr überlastet sein. Ist ja heute schon so. Und der Heilungsansatz der dann dort zum Tragen kommt ist meines erachtens der falsche Weg. Tabletten flankierend ja, aber nicht als Dauereinsatz. Der ganze Körper, alle Zellen müßten entgiftet werden, Dispositionsvermeidung (Pestizide, Schwermetalle etc.)Die ganze Problematik liegt viel viel tiefer, als so mancher denkt.

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    3. das halte ich allerdings für ziemlichen weltverschwörungs-blödsinn. als ob leute zu amokläufern werden, weil sie die falschen schuhe tragen...

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  13. @Anonym
    also können wir machen was wir wollen, weil wir sind ja eh im falschen system?
    supi, dann geh ich jetzt erstmal den nachbarhund verkloppen, und besorg mir ne waffe für den amoklauf am morgen...

    ps: ich habe nichts gegen kapitalismus. und bisher hat mich auch noch kein schuhverkäufer zusammengeschlagen.

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  14. @ Mausflaus: Dein Vergleich hinkt, das wirste wohl selber merken. Ich drück mich jetzt noch deutlicher aus: Massentierhaltung, Verwertungslogik bis zum letzten Knochen und vollkommen gleichgültige Ausbeutung aller Ressourcen, alles für den maximalen Profit, all das hat seine Gründe im kapitalistischen System und wird sich NICHT ändern wenn du und was weiß ich wie viele Menschen vegan leben. Solange sich das System nicht ändert und die Menschheit nicht den nächsten Schritt macht wird es dieses Leid und all die Greuel weiterhin geben. Neoliberal propagiertes "individuelles" Verhalten wird daran nichts ändern. Du kannst deinen Joghurt-Becher auswaschen damit die Arbeitskraft in der Mülltrennungsanlage nicht so viel Gestank abbekommt, aber dadurch wird sich daran, dass diese Person dort (höchstwahrscheinlich zu einem unwürdigen Lohn) diese Arbeit tägich macht, nichts ändern. Kapitalismus überwinden und bessere gesellschaftliche Verhältnise schaffen!

    Und mit den Schlägertrupps meinte ich übrigens die Polizei, die einen vermöbelt sobald man wirklich mal gegen die Substanz dieses System protestiert (s. Stuttgart21). Und keine Schuhverkäufer.

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    1. Hallo Anonym,

      du hast das System nur bedingt verstanden. Was die Neoliberalen interessiert ist Profit. Und wenn mehr Menschen Vegane Dinge kaufen, also die Nachfrage steigt, dann wird auch das Angebot größer und die Industrielle Massenhaltung, und das Tiertöten nimmt ab. Klingt recht einfach, ist es ja auch.
      Wenn man also etwas ändern will, dann kann man das jeden Tag an den Kassen des Einzelhandels.

      Ich mag den Kapitalismus auch nicht, und die Politik ist nicht auf unserer Seite, ganz klar. Aber niemand zwingt dich Dinge zu kaufen die du nicht magst. Auch keine "Schlägertrupps". (Polizei Gewalt ist abzulehnen).

      Du kannst zwar das System nicht ändern, aber durch den Kauf guter Produkte die Nachfrage. Das ist zumindest der erste Schritt. Diesen sollte man nicht ablehnen bloß weil das System als ganzes abgelehnt wird. Das ist ein Zirkelbezug und damit grundsätzlich Falsch.

      Also Produkte kaufen für die keine Tiere sterben mussten. Und den Joghurt Becher auswaschen damit der Müllsortierer wenigstens keinen Gestank hat.

      Marktmacht gibt es nur wenn genug Leute so handeln. Der Rest ergibt sich DANACH.

      Viele Grüße

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  15. Ich frage mich, wie anonym den Kapitalismus überwinden will und dadurch bessere gesellschaftliche Verhältnisse schaffen möchte. Wenn das nur ein paar Personen machen, ist es doch dasselbe wie mit dem Veganismus: Das ändert die Welt auch nicht.

    Ich für meinen Teil glaube einfach fest an die Macht des Portemonnaies =) Und wenn das immer mehr Leute verstehen und in ihrem Interesse (und dem für die Umwelt und den Tieren) umsetzen, dann kann es nur besser werden, denn niemand produziert weiterhin tierische Produkte, wenn sie niemand mehr kauft bzw. muss die Menge zwangsläufig reduziert werden, wenn die Nachfrage sinkt =)

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  16. @ Mausflaus: Danke fuer den interessanten Artikel, da steckt fuer mich einiges neues drin. Und danke fuer die Quellenangaben - das machen wenige, wodurch man oft nicht nachvollziehen kann wo die Info herkommt.
    Ich werd definitiv noch einiges ueber das Thema zu denken haben.
    @ Saskia: vielleicht liegt der Ansatz auch darin, dass man gar keine Produkte kaufen sollte die nach einem Sommer einfach "auf" sind, weder aus Leder noch aus Plastik -> das dann ja auch auf dem Muell landet, oder? Da wuerd ich ehr in etwas investieren dass laenger haelt, oder eben reparabel ist (Stichtwort: neu besohlen!)
    @ Anonym: die "anstehende Revolution" - ich weiss nicht welche, aber es sind definitiv einige notwendig - faengt aber auch nicht als Blogkommentar an hoffe ich ... denn da bringt die Abstimmung mit der Geldboerse doch mehr, denke ich. Klar ist es wichtig mehr zu tun, und sich nicht auf seinem gruenen "ich hab heut vegan gegessen" Gewissen aus zu ruhen. Aber umgekehrt: wissentlich weiter falsch konsumieren, aber das System stuerzen wollen dass durch diesen Konsum zT finanziert wird .. das kann auch nicht klappen. Es ist uebrigens rein motivationspsychologisch schon hilfreicher, anderen konkrete Handlungsoptionen an zu bieten, wenn man moechte dass sie etwas aendern. Und "lebt vegan" ist da um einiges konkreter als "bereitet euch auf die Revolution vor". Welche, Wo, und Wie? Vielleicht bin ich dann ja dabei. ;)
    @ insgesamt bin ich immer noch nicht gluecklich mit der Kunstleder-Variante. Ich kann nicht mal erklaeren warum, ich finds unangenehm, irgendwie. Na, noch hab ich gute Lederstiefel, aber insgesamt werd ich da einiges ab zu waegen haben. Mal sehen.
    Lieben Gruss

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  17. Hanf ist der Perfekte Stoff und ein guter ersatz für Kleidung ;-) und Plastik kann man auch draus machen für Kunstleder ;-)

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  18. Ich persönlich achte besonders darauf nur echtes Leder zu kaufen! Es gibt kein besseres Material, gerade für Schuhe oder Jacken. Leder ist einfach perfekt, es ist so herrlich butterweich, bequem und stylisch, sorry liebe Tierchen ;)
    Kürzlich habe ich mir eine Jacke aus Lammnappa gekauft, das Leder ist so wunderbar zart und weich und sieht einfach sexy aus, wie kann man nur gegen so etwas schönes sein...
    Kunstleder kann da einfach nicht mithalten, selbst wenn es das könnte würde ich nur echtes Leder kaufen! Ich trage gerne Leder und das ist nichts schlimmes!

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    1. doch, das ist etwas schlimmes. dafür sterben tiere.

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    2. meine handtasche aus ziegenleder,
      die ist so schön weisch, eine bekannte streichelt die tasche immer, weil sie sich einfach so schön anfassen lässt!

      und übrigens war der beitrag totaler schwachsinn,
      wenn die schuh nicht gerade 1000€ kosten,
      muss kein tier dafür sterben.
      die tiere sterben, weil wir sie fressen, du heulsuse!!!!

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    3. @anonym: some people need a high five.. in the face.. with a chair ;)

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    4. http://www.zdf.de/37-Grad/Gift-auf-unserer-Haut-29878404.html

      bericht ansehen und überlegen ... nicjt so weit die fresse aufreissen .. ob danach immernoch die handtasche gestreichelt wird bezweifel ich

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    5. Lammnappa ist wirlich das Beste Leder, so herrlich weich und anschmiegsam... es riecht wunderbar und ist elegant und verführerisch... Ich bin so froh, das es soviele normal denkende Menschen gibt, die Echtleder tragen und lieben... LOOl die verkappten Veganer... Ich werde mir diese Wochen einen Echtledermantel kaufen... Herrlich!

      Die prüden Veganer schreiben immer, es müssen dafür soviele Rinder sterben, man sieht die haben Null-Checkung, denn das meiste Bekleidungsleder ist aus Lammnappa, hmm seit wann tragen Kühe Lammnappa auf der Haut....

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  19. Hallo,
    mit dem Thema Leder / Kunstleder setze ich mich zur Zeit auch wieder auseinander.
    Danke für einige Denkanstöße! (vgl. Erdölmenge für Zahnpasta und Schuhherstellung).

    Was mir aber fehlt - ernstgemeinte Frage, kein Gestochere:
    Die negativen Aspekte bei der Lederverarbeitung sind ja unter Anderem die Giftstoffe. Klar, verständlich.
    Aber finden sich die gleichen Probleme nicht in ähnlicher Form in Kunstleder auch wieder? Giftstoffe in Färbemitteln etc, ebenso wie der restlichen Textilindustrie, die alles Andere als umwelt- und hautfreundlich ist.

    Meine vorübergehende Lösung: Gebrauchte gute (!) Lederschuhe. Da ich Leder nicht aus Ekel nicht tragen will, sondern aus ethisch/moralischen Gründen.
    Gebrauchte Schuhe sind auf Dauer aber auch nicht das Wahre und da der Winter ansteht, drängt sich diese blöde Frage wieder ziemlich in den Vordergrund.

    Was mich ausserdem stört: Jeder findet scheinbar nur Einzellösungen.
    Ein Mensch verbraucht für Kunstlederschuhe vielleicht weniger Erdöl als für die anfallenden Zahnpastatuben...
    Aber was, wenn das die breite Masse macht?
    Dann kann ich nämlich Menschen wie meiner Mutter das Argument, dass "sie nicht die Welt verschlechtert, wenn sie ein bisschen Fleisch isst, schließlich machen das doch so viele Menschen" nicht mehr aus dem Mund fegen.

    Als Veganer ging es mir in erster Linie darum, dass ich mit meinem Leben nicht auf dem Rücken von Tieren herumtrampeln will. Aber mittlerweile will ich "mehr".

    Ich will nicht unbedingt eine "Einzellösung" praktizieren.
    - was Anderes tun wir aber nicht wirklich, oder?
    Was, wenn tatsächlich alle Tierprodukte abgeschafft würden.
    Essensproduktion würde wohl noch gutgehen (so gut oder schlecht sie eben sowieso schon ist...) aber wenn alle Leder/Woll-produkte ersetzt werden, dann sieht die Erdölgleichung auch schon wieder anders aus.

    Und da wäre dann jetzt der Knackpunkt..
    Das hochgepriesene Veganer-Argument, dass es sehr wohl was ausmacht, wenn ein Mensch weniger Tiere isst...
    Dann zählt das andersrum genauso. Jeder Mensch, der zusätzlich Erdöl verbraucht, macht einen Unterschied.
    Und dann funktioniert Kunstleder auch nicht so ganz.

    Sorry fürs Zumüllen!


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    1. Hallo Melanie,
      das ist doch kein zumüllen! ich freue mich über konstruktiven austausch, und das sind interessante Gedanken.
      Ich glaube aber, bei der Kunstlederverarbeitung fallen trotzdem weniger Schadstoffe an, denn das Schlimme bei der Lederproduktion ist ja das Gerben mit giftigem Chrom, und das muss bei der Kunstlederherstellung ja nicht gemacht werden. Ich bin auch kein Chemiker, aber es scheint mir so zu sein, dass die Gesundheitsgefahren durch Kunstleder deutlich geringer sind. Lederprodukte werden viel häufiger zurückgerufen wegen Giftrückständen, bei Kunstleder habe ich das noch nie gesehen.
      Ich ekel mich auch nicht vor Leder, sondern trage es nur deswegen nicht, weil ich Kunstleder/Textilien für die bessere Alternative halte. Das mit den "Einzellösungen" ist schon ein Problem, irgendjmd hat mal gesagt "es gibt kein richtiges konsumieren im falschen system". man kann halt immer nur das kleinste übel wählen :-(
      die was-wäre-wenn-frage finde ich irrelevant weil realitätsfremd. das wird nie passieren, also mache ich mir da auch keine gedanken drüber. erdölprodukte sind oft recyclebar, es wird nur noch zu selten gemacht, weil es sich finanziell nicht lohnt. und ich denke, man könnte an anderen stellen noch richtig viel erdöl einsparen, zb einwegverpackungen, da muss man nicht langlebige produkte wie schuhe zuerst wegkürzen.
      man soll sparen wo man kann, aber in dem fall sind mir erstens tiere wichtiger als die umwelt, und ich denke auch die umweltbelastung durch kunstlederschuhe ist nicht so hoch wie die durch einwegprodukte. du fängst ja auch nicht an, stromzusparen indem du nur noch bei kerzenlicht liest, daneben aber locker den röhrenfernseher und den ventilator laufen lässt.
      Ich kaufe übrigens oft auch gebrauchte Kunstlederschuhe, vielleicht ist das ja auch ne Option für dich ;-)

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  20. Zur Antwort auf Frage 1:
    Wenn bei der Fleischproduktion mehr Tierhaut übrig bliebe als für die Lerderherstellung gebraucht wird, würde man durch das Nichtkaufen von Leder kein Tier retten, sondern nur dafür sorgen, dass Tierteile ungenutzt weggeworfen werden ... augenscheinlich. Erst wenn man drüber nachdenkt, kommt man auf folgendes:
    Wenn die Tierhäute weggeworfen werden müssen, muss die Industrie die Fleischpreise erhöhen, damit sich die Zucht noch lohnt. Durch höhere Preise würde die Nachfrage sinken und damit dann langfristig letztendlich auch die Produktion.
    Diese logische Verbindung sollte man vielleicht noch erwähnen, da aus meiner Sicht das Argument damit wesentlich schlüssiger (und damit stärker) werden würde. :)

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  21. Danke für den sehr informativen Artikel! Ich finde es erstaunlich, was sich manchmal für Diskussionen zu so banalen Themen wie Schuhen im Kommentarbereich entwickeln. Naja, wer die Zeit hat.
    Ich werde auch weiterhin meine alten Lederschuhe "austragen", vernünftige vegane Wanderschuhe habe ich z.B. noch nirgends gesehen, aber ansonsten bekommen Lederprodukte von mir keinen Penny mehr.

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    1. es gibt wanderschuhe von vegetarian shoes. habe ich auch nur per zufall entdeckt weil ich bei ebay ne suchanfrage abonniert hab:

      http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=230912763837

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    2. Ich liebe Lammnappa-Leder und kaufe mir soviel wie möglich aus tollem Echtem Lammnappa-Leder!

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  22. Meine Winterschuhe haben nach dieser Saison ausgedient und da stellt sich mir jetzt auch die Frage, wie ich das Problem im nächsten Winter löse.
    Es ist mir zwar unangenehm Leder zu tragen, allerdings möchte ich auch nicht, dass Kinder für meine Kleidung arbeiten. Deswegen werde ich mich wahrscheinlich für Waldviertler Schuhe entscheiden. Da weiß ich wer dran arbeitet und auch wo sie herkommen. Sie sind zwar in der Anschaffung teurer als so manch anderer Schuh, aber für mich ist auch folgendes ausschlaggebend: Man kann die Schuhe zur Reparatur bringen. Außerdem halte ich bei Waldviertlern Qualität in den Händen. Eben ein guter Schuh zu einem dem Produkt entsprechenden Preis, noch dazu aus dem eigenen Land.

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  23. es gibt auch vegane faire schuhe. alle schuhe von vegetarian shoes sind zb fair trade und die haben auch winterstiefel. ansonsten gibt es zb noch ethletics.

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  24. Hier gibt es auch Wander/Winterschuhe http://www.vega-trend.de/vegatrend/index.php?cat=c175_ALLE-Wanderschuhe-u-ae-.html Hier ist leider wieder die Frage ob man an Stelle von Leder eine Mischung aus "Polyurethan und Polyester" tragen möchte, die auch nicht wirklich umweltbewusst sind.

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  25. Lammnappa ist wirlich das Beste Leder, so herrlich weich und anschmiegsam... es riecht wunderbar und ist elegant und verführerisch... Ich bin so froh, das es soviele normal denkende Menschen gibt, die Echtleder tragen und lieben... LOOl die verkappten Veganer... Ich werde mir diese Wochen einen Echtledermantel kaufen... Herrlich!

    Die prüden Veganer schreiben immer, es müssen dafür soviele Rinder sterben, man sieht die haben Null-Checkung, denn das meiste Bekleidungsleder ist aus Lammnappa, hmm seit wann tragen Kühe Lammnappa auf der Haut....

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    1. wo habe ICH hier was von rindern geschrieben? ich finde es irrelevant, von welchem tier das leder ist. tier ist tier; und immer mussten welche für leder sterben. schafe werden auch keinen deut besser gehalten als rinder.
      und was die ethische haltung, tierqual/tötung abzulehnen,mit "prüde" zu tun?

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  26. Um hier mal meinen Senf dazu zu geben:
    Ich bin auf diesen sehr interessanten Artikel gestoßen, als ich nach gescheiten Schuhen ohne Leder gesucht habe.
    zu meinem Problem:
    Ich habe bis jetzt Springerstiefel aus Kunstleder (Ok, liegt ja grade anscheinend im Trend, deswegen wird der Schuhmarkt mit einer Unzahl von Billigschuhen überschwemmt). Leider verlieren die jetzt schon ihre Sohle (wie gesagt, nicht vernäht, Kunstleder und konnte mir keine besseren/teureren Kaufen, mit meiner Mutter schoppen ist so eine Sache) Ich selbst bin seit kurzem (nur) Vegetarier und lehne es ab Lederschuhe zu kaufen, weil für die ja Tiere getötet werden müssen. Leider finde ich nur, dass es sehr wenige Kunstlederschuhe gibt die Qualitativ an Echtlederprodukte heranreichen. Man sieht dem Schuh oft nicht an wie schnell er kaputt geht und ich habe keine Lust jedes Jahr 3 Paar irreperabele Paar Schuhe wegzuwerfen (habs schon mit dem reparieren versucht - funktioniert nicht und andauernd was Neues zu kaufen ist für Umwelt, Ressourcen etc. auch nicht gut (Umweltverschmutzng -> schlecht für Tiere, bitte nicht vergessen)).
    Aber:
    Vielleicht hab ich immer nur das Pech mit den Schuhen, trotzdem gehe ich mal davon aus, dass Kunstleder im DURCHSCHNITT (bitte nicht veralgemeinern) weniger haltbar ist als Echtleder. Wenn mehr Menschen Kunstlederprodukte kaufen würden, würden warscheinlich mehr bessere Kunstlederarten hergestellt werden (ignorieren wir mal geplante obsoleszenz, da wird vor nichts haltgemacht aber bei Kunstl. gibt es da wirklich große Unterschiede) So würde mein Kritikpunkt am Kunstleder wegfallen. Zu dem Erdölverbrauch: wenn jetzt mehr Leute Kunstleder kaufen, wird es in Zukunft wiedrum vielleicht eine erdölfreie Alternative dazu geben, wer weiß? Jeder Mensch hat theoretisch die Macht, etwas zu verändern, jeder kann etwas tun nur irgendwer muss anfangen! Wenn jeder denkt, er als einzelnes Menschlein könne nichts ausrichten wird sich nie etwas ändern. Ich persönlich habe mitlerwiele den Glauben an eine derartige Veränderung verloren, ich kenne zu viele Menschen die auf sowas scheißen :-(. Trotzdem möchte ich noch in den Spiegel schauen können ohne kotzen zu müssen und versuche deswegen entsprechend zu leben (soweit es in einem Haushalt, wo man als Vegetarier aus prinzip böse ist geht). Die Menschen sind generell zu bequem (meine Meinung, ich kann keinem was vorschreiben). Was, wenn das was heute kompliziert ist (z. B. finde ein Lokal mit einer Auswahl leckerer Vegetarischer Gerichte) morgen standard ist? Leider ist alles was ich bisher geschrieben habe sehr hypotetisch aber ich hoffe dass doch noch was passiert in dieser zu bequemen, intoleranten, grausamen, und überwiegend kapitalistisch orientierten Welt. "Erst wirtschaftlich aufholen, dann kommt die Umwelt" (wohl Motto einiger Staaten wie z. B. China). Für wen werden Tom-Taylor-Katzenfellmützen produziert? Für uns Konsumenten! Mir kommt jedes mal das kotzen, wenn jemand sagt, er allein könne ja eh nix ändern. Nein! wenn es im Kapitalismus anfangs nur mit dem Geltbeutel geht, bitte sehr. Aber macht nicht die Augen zu, HANDELT!
    Ich hoffe ihr versteht was ich damit meine, is ein wenich kompliziert geschrieben.

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    1. Anhang: (bin die, die den viel zu langen Text geschrieben hat): verzeiht mit meine Rechtschtrebung und Kommasetzung, die trägt sehr zu unverständlichkeit bei :-(

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  27. So ein Quatsch. Nachhaltigkeit, Öko, Vegan etc. etc. Alles Wunschdenken und braucht niemand.

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  28. Ich finde es alles Selbstlüge. Kunstleder ist viel ungesünder und umweltschädlicher als Leder. Z.B. in der Zeit man ein Paar Lederschuhe trägt(also mehrere Jahre), wechselt man mehrere Kunstlederschuhe weil sie einfach nicht so lange halten, schon deshalb hat man mehr Umweltverschmutzung, geschweige über alle anderen Sachen.

    Ich bin gegen Tierquälerei, aber ohne Tiere (Fleisch, Milch, Leder, etc.) gäbe es vielleicht kein Leben mehr auf der Erde und ohne Kunstsachen, (die gerade in Veganen Lebensmittel und Produkten enthalten sind), hätten die Menschen weniger Probleme mit der Gesundheit. Die Meere und Ozeane sind mit dem Mist überfüllt, und die Kunstsachen zersetzen sich nicht mal im Gegenteil zum Leder.
    Man soll damit aufhören sich selbst mit sollchen Ausreden zu belügen, weil es sinnlose unbegründete Fakten sind.

    Also, lieber Nachhaltige Tierzucht, als synthetische Kunststoffe!!!

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    1. das sind jetzt allenfalls ökologische gesichtspunkte; leder ist und bleibt tierquälerei.
      ungesünder ist kunstleder wie im beitrag erwähnt nicht. man denke nur an das chrom. es gibt regelmäßig rückrufaktionen von lederprodukten wg zu hoher chrombelastung.
      dass lederschuhe immer länger halten kann ich so nicht bestätigen. das kommt immer auf das jeweilige produkt und deren verarbeitung an. ich hatte zb ein paar stiefel erst aus echtleder und dann das selbe modell nur mit kunstleder. beide haben ungefähr gleichlang gehalten.
      und wenn man die sachen normal in der mülltonne entsorgt, wird es verbrannt und landet nicht im meer. lederschuhe werden dann auch verbrannt, das nimmt sich nix.

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