Samstag, 30. April 2011

Tempolimit statt E10!

Das umstrittene E10 ist eigentlich vollkommen unnötig:

Nicht nur Biosprit senkt den CO2-Ausstoß: Auf westdeutschen Autobahnen können nach Berechnungen des Umweltbundesamtes durch eine Tempobegrenzung auf 120 km/h neun Prozent der Emissionen eingespart werden.
Die seit 2011 auf zehn Prozent erhöhte Marke für den Bioanteil im Sprit sei eine Kann-Regelung, betont die Kommission. Die EU-Staaten könnten statt eines besonderen Sprit-Zwangs ebenso andere Förderinstrumente für erneuerbare Energiequellen beschließen.
Ein Tempolimit hätte vor allem auch einen indirekten Effekt auf die CO2-Emissionen und den Kraftstoffverbrauch, erklärt Lars Mönch vom Umweltbundesamt. Würde ein Tempolimit eingeführt, sei damit zu rechnen, dass die Autoindustrie ihre Produktion auf eine niedrigere Motorisierung und damit auf schadstoff- und verbrauchsärmere Autos umstellen würde, sagte er der FR. Insgesamt, so Mönch, würde der Verkehr umweltschonender.

Quelle: fr-online

Aber das passt der Automobilindustrie, die weiterhin ihre Dreckschleudern verkaufen will natürlich nicht, und solange Artikel 1 unseres Grundgesetzes lautet "Freie Fahrt für freie Bürger" ist ein Tempolimit wohl nicht durchsetzbar.

Freitag, 29. April 2011

TV-Tipps für Montag und Dienstag

Montag, 2.5.2011, 21 Uhr ARD

Deutschland isst ... mit Tim Mälzer Dreiteilige Dokureihe 02.05., 09.05., 16.05. | 21:00 Uhr im Ersten Folge 1: Immer Fleisch?

ARD-Koch Tim Mälzer geht auf Spurensuche. Er erkundet die Herkunft unseres Fleischangebots sowohl in der konventionellen Großmastfabrik als auch beim Biobauern. Im Supermarkt stellt er fest, dass Brathähnchen billiger sind als Tiefkühl-Kartoffelknödel. Er erfährt, dass Tag für Tag tonnenweise Fleisch weggeworfen wird, weil die Verbraucher ein vielfältiges und frisches Angebot erwarten. Im Forschungsinstitut lässt er sich erklären, was überhaupt auf unseren Tellern landet. Er experimentiert mit Fleischkleber, probiert Fleischersatzprodukte und testet, ob Biofleisch wirklich besser schmeckt.
Tim Mälzer stellt eine Münchner Familie auf die Probe: Vier Wochen lang müssen Vater, Mutter und die zwei Töchter komplett auf Fleisch verzichten. Wie funktioniert das überhaupt? Und welche Folgen hat das für die Gesundheit? Zum besonderen Härtetest wird ein Sonntagsausflug aufs Münchner Oktoberfest…
Der durchschnittliche Deutsche verzehrt im Laufe seines Lebens sieben Rinder, 22 Schweine, 600 Hühner, dazu ein paar Lämmer, Kaninchen oder Rehe. Weltweit werden jedes Jahr 53 Milliarden Landtiere geschlachtet, mit steigender Tendenz. Eine Mahlzeit ohne Fleisch wird kaum noch als komplett empfunden, obwohl der Mensch sich auch anders ernähren kann. Denn ernährungsphysiologisch ist der Mensch ein "Allesfresser".
ARD-Koch Tim Mälzer stellt fest, dass die Frage zu kurz greift, wieweit der Fleischkonsum für jeden Einzelnen gut ist. Wir müssen auch bedenken, welche Folgen der exzessive Fleischkonsum für die Umwelt und für die Zukunft unseres Planeten hat.


Dienstag, 3.5.2011, 23 Uhr ZDF

Abenteuer Forschung Tierisch menschlich: Von dummen Gänsen und schlauen Füchsen

 Fabeln und Redensarten schreiben Tieren menschliche Eigenschaften zu. Werden wir unseren Mitgeschöpfen damit gerecht? Wie kommt es zu solchen Urteilen, und wie viel Wahrheit steckt darin?

Forscher wissen heute: Tiere zeigen Persönlichkeiten. Da gibt es Einzelgänger und Gesellige, Spaßvögel und Rabauken. Neue Untersuchungen geben Aufschluss über die Ursachen der Charaktere, und darin sind sich Mensch und manches Tier durchaus ähnlich. Wissenschaftler verfolgen eine aufregende Spur: Nicht nur die Gene bestimmen Charaktereigenschaften, besonders prägend ist für Säuger die Zeit im Mutterleib. Hat beispielsweise eine Meerschweinchen-Mutter eine besonders "stressige" Schwangerschaft, so werden ihre weiblichen Nachkommen aggressiver, die männlichen vergleichsweise eher "Weicheier". Auch die Umgebung in Kindheit und Jugend hinterlässt entscheidende Spuren und stellt Weichen für das ganze Leben.

Doch warum gelten manche Tiere als dumm, andere als schlau? Sind Menschenaffen "intelligenter" als andere Tiere, nur, weil sie uns - evolutionär betrachtet - näher stehen? In "Abenteuer Forschung" macht sich Harald Lesch auf die Suche nach einer Antwort und begegnet erstaunlichen Untersuchungen, die unser bisheriges Bild von manchem Lebewesen infrage stellt.

Je mehr die Wissenschaftler aufdecken, wie viel Mensch in manchem Tier steckt, desto drängender stellt sich die Frage, wie wir mit unseren Mitgeschöpfen umgehen sollten. Inwiefern sind zum Beispiel Tierversuche ethisch vertretbar? Rund 2,4 Millionen Nager sterben jedes Jahr für die Forschung in Laboren - weil sie als Stellvertreter gelten, als Modellorganismus, der helfen soll, Risiken von neuen Substanzen abzuschätzen. Wie ähnlich sind uns Mäuse wirklich?

Von Dienstag, 3. Mai 2011, an wird "Abenteuer Forschung" um 23:00 Uhr nach der Sendung "Neues aus der Anstalt" ausgestrahlt. Der "technische Direktor" der "Anstalt", Jochen Malmsheimer, wird an diesem Abend bei Harald Lesch im Studio nach dem Rechten sehen und es sich nicht nehmen lassen, seinen persönlichen Kommentar zum Thema der Sendung zu geben. Schließlich hat er seine eigenen Erfahrungen mit Meerschweinchen.

Donnerstag, 28. April 2011

vegane Superheldin im Interview

Es handelt sich um die Schauspielerin Alicia Silverstone und ihr Interview mit dem Titel "Veganismus ist Rock'n'Roll" in der FAZ.
Ich finde sie kommt sehr sympathisch rüber und durch ihre lockere Art und ihr beinahe beiläufiges Werben für den Veganismus bewirkt sie bestimmt mehr als irgendwelche fragwürdigen Peta-Kampagnen oder einsame Infostände in der Fußgängerzone! Und das Vorleben der veganen Lebensweise scheint zu funktionieren:

Bei meinem letzten Film spielte ich die Hauptrolle, ich arbeitete wie verrückt, und es war sehr wichtig, dass ich bestens bei Kräften war, also konnte ich mich nicht einfach vom Catering-Truck bedienen. Selbstverständlich kann ich heute überall leicht vegan essen, aber um das großartige Essen zu bekommen, das mir meine Superheldenkräfte gibt und das ich brauche, wenn ich 17 Stunden am Tag arbeite, muss ich mich selbst darum kümmern. Also hat meine Assistentin, die auch eine wirklich gute Köchin ist, die ganze Zeit für mich gekocht. Und dann wollten plötzlich auch die anderen Schauspielerinnen dieses Essen, dann der Regisseur und die Autoren. Es ist ansteckend. Am Ende füttere ich also sehr viele Leute am Set. Insgeheim möchte ich das natürlich auch, aber ich gehe nicht umher und frage: He, willst du das hier essen?

yet another vegan-experiment

Man müsste sich eigentlich mal die ganzen "x Tage vegan"-Experimente die diverse Blogger, Redakteure, Schreiberlinge so gemacht haben, zusammensuchen und vergleichen. Obwohl die mir alle ziemlich gleich vorkommen (siehe meinen Blogbeitrag über "bleib mal tierfrei").
Der aktuellste Bericht ist "Sieben Tage ohne Milch und Käse"aus der "x-ray-Fastenserie" vom Remscheider General-Anzeiger. Die Autorin ist sogar Vegetarierin, trotzdem reiht sich der Bericht nahtlos in das übliche vegan-ist-schwierig-blabla ein: Anita deckt sich mit Sojaprodukten ein (die nach allgemeiner Meinung anscheinend zwingend für vegane Ernährung erforderlich sind), um festzustellen, dass Sojamilch im Kaffee flockt und nicht schmeckt und Müsli mit Sojaghurt auch nicht ihr Ding ist. In der Kantine gibt es nur noch Salat mit abwechselnd Kroketten oder Pommes. Sie überlegt sich zwar was von zu hause mitzunehmen, ist aber doch zu faul. Im Supermarkt wird hauptsächlich Tofu und Gemüse eingekauft, das Highlight ist die Entdeckung, dass es eine vegane Zartbitterschokolade gibt (Liebe Anita, bei Rezeptefuchs sind sage und schreibe 83 vegane Sorten Tafelschokolade gelistet. Da hätte man sich vielleicht mal vorher schlau machen können).
Das Experiment endet mit einer Riesenportion Kartoffelpuffer mit Quark, Joghurtcreme und Parmesan und dem Fazit

Sich vegan zu ernähren, ist leichter als gedacht. Aber ein Leben ohne Milch und Käse ist für mich unvorstellbar.


 *Schnarch* *Gähn* Die Fastenzeit ist erstmal rum, also bleiben uns in Zukunft wohl solche Berichte erstmal erspart. Außer es kommt jemand auf die Idee "vegan" als die neue Sommerdiät zu promoten, so wie die Experimentierer sich ernähren nimmt man garantiert ab. 

Man müsste mal ein etwas anderes vegan-Experiment starten um den Leuten mal den Spiegel vorzuhalten: 
"Ein Veganer ernährt sich 7 Tage lang so wie Omnivore denken, dass ein Veganer lebt". Also morgens ein trockenes Brötchen mit Marmelade, mittags ein paar Salatblätter und abends Tofu mit Gemüse. Viel Spaß.

Mittwoch, 27. April 2011

Mausflaus bloggt mit gegen Tierversuche

Aktion von Pseudoerbse
Die Infoseite zum Thema Tierversuche&Kosmetik "Blanc et Noir" dient dazu Informationen bezüglich Tierversuchen in sämtlichen Bereichen zu bündeln um eine kleine Online-Bibliothek zu erstellen. Dies soll zum Zwecke der Aufklärung, Veranschaulichung und zum Nachschlagen geschehen. Gerne seid ihr alle herzlich dazu eingeladen die Linksammlung zu erweitern und zu ergänzen.



Klar, dass ich da bei der "Blogger gegen Tierversuche"-Aktion mitmache in der Hoffnung dass vielleicht noch ein paar Leser mehr auf diese Seite aufmerksam werden und vllt. auch selbst das Hasi-Logo verbreiten (ist das süß oder ist das süß?!?!)
Wenn mir jmd bescheid gesagt hätte, hätte ich auch schon viel früher mitgemacht :-P


Noch eine Info in eigener Sache: Im Laufe des nächsten Monats wird's bei mir ein Gewinnspiel geben. Es darf sich gevorfreut werden ;-) 

Dienstag, 26. April 2011

Montag, 25. April 2011

ich backe mini :-)

Vor kurzem habe ich bei ebay einen Mini-Backofen für 20 Euro erstanden; weil ich endlich wieder Überbackenes, gefülltes Gemüse, Ofenkartoffeln usw. machen wollte.


Essen reinstellen, Klappe zu, Temperatur + Zeit einstellen und schon tickt mein Mini-Backofen los. Sobald die Zeit abgelaufen ist macht es "bling", und der AFK schaltet sich automatisch ab, Eieruhr ist also überflüssig. Man kann in dem kleinen Tischofen alles backen, was man in einem normalen Herdofen auch möglich ist, es sollte nur nicht allzu groß bzw. hoch sein. Es ist zwar auch ein Pizzablech dabei, aber so wie ich Tiefkühlpizzas in Erinnerung hab, dürften die etwas zu groß sein. Aber für 2 Toasts, eine kleine Auflaufform oder in dem Fall 3 Auberginenhälften reicht es.
Für nen Single/Studentenhaushalt wie meinen also genau richtig!

auswärts vegan essen

Veganer daheim kriegt man ganz gut hin, auswärts zu essen ist aber ganz schön schwierig. Eine Möglichkeit ist, sich vorher auf Veganguide.org Restaurants mit veganem Angebot rauszusuchen; aber das geht ja auch nicht immer wenn man z.B. zum Essen eingeladen wird oder keins der aufgeführten Locations in der Nähe ist. Zum Glück findet man auch in "normalen" Restaurants was. Deswegen hab ich am WE mal Brainstorming gemacht und versucht, aufzuschreiben was mir alles so an potentiell (!!!) veganen Gerichten in den Sinn gekommen ist: 

Deutsch
Ganz gut fährt man mit Kartoffelgerichten, ansonsten bleiben Salate mit Vinaigrette-Dressing (also Essig-Öl). Und selbst da ist oft noch Käse, Schinken o.ä. dabei; auf Nachfrage kann man den Salat aber auch ohne bestellen. Potentiell vegan sind:
  • Kartoffelpuffer mit Apfelmus
  • Gemüsepuffer
  • klare Suppen
  • Kartoffelpuffer mit Apfelmus
  • Offenkartoffel (ohne Quark, nur mit Gewürzen)
  • Pommes/Kartoffelspalten/Pellkartoffeln/Salzkartoffeln
  • Knödel (aber häufig mit Ei)
  • Couscous mit Gemüse
  • Tomatensalat
  • Gemischter Salat
  • Beilagensalat
  • Hefe- oder Dampfnudeln mit Kompott
  • Waffeln mit Puderzucker (aber häufig mit Ei)
  • Obstsalat 
  • Sorbet
     
    Asiatisch
    Fast alle asiatischen Restaurants und Schnellimbisse bieten mindestens ein vegetarisches Gericht an, z.B:  „Buddhistische Fastenspeise“, das ist Gemüse, Tofu, Reis mit einer Soße. Neben verschiedensten Gemüsegerichten, von mild, über süß-sauer bis scharf, bieten viele chinesische Restaurants auch besonders leckere Tofugerichte an. Da sich in der traditionellen asiatischen Küche, Käse und Milch fast nie finden, sind die meisten vegetarischen Gerichte auch vegan. In seltenen Fällen werden Gerichte mit Ei zubereitet oder mit Eiernudeln serviert. Bei der Soße sollte man auch lieber mal nachfragen - viele Asiaten kippen da Fishsauce rein.Auch wird manchmal gebratenes Ei über das fertige Gericht gestreut.
    • Wok-Gemüse
    • Buddhistische Fastenspeise
    • Frühlingsrollen, Samosas (kleine Teigtaschen)
    • Bratnudeln/Glasnudeln/Reisnudeln/Reis/Sojasprossenmit Gemüse/Tofu
    • manchmal die Glückskekse
    • diverse Suppen, z.B. Misosuppe
    • Thai-Currys
    • Thai-Pudding  
    • Tofu/Gemüse Chop Suey
     
    Italienisch

    Vegane Pizza und Pasta gibt es in fast allen italienischen Restaurants. Traditionell wird der italienische Pizzateig ebenso wie die Spaghetti ohne Milch oder Ei hergestellt. Trotzdem ist Nachfragen empfehlenswert.  Vegane Pizzabeläge wären z.B. Pilze, Spinat, Brokkoli, Artischocken, Zwiebeln, Pepperoni, Paprika, Oliven, Mais, Tomatenscheiben, Knoblauch.

    Sollten Pizza- und Pastateig tatsächlich mal beide nicht vegan sein, kann man immer noch auf Salate mit Essig und Öl ("Vinaigrette") und möglicherweise klare Suppen zurückgreifen. Das dazu gereichte Weißbrot ist meines Wissens auch vegan, da das ein normaler Hefeteig ist.

    • Spaghetti aglio e olio oder mit Tomatensauce (manchmal ist rotes Pesto auch vegan)
    • Minestrone (italienische Gemüsesuppe)
    • Tomatensuppe bzw. klare Suppen (nachfragen wg Milch/Sahne!)
    • Pizza ohne Käse
    • Pizzabrot
    • Insalata, z.B. Tomatensalat, gemischter Salat, Nizzasalat


    Indisch
    Gerade die traditionelle indische Küche ist bekannt für eine Vielzahl fleischloser Gerichte.Häufig verwendete Bestandteile sind Auberginen, Kartoffeln, Kichererbsen, Blumenkohl und Okraschoten.
    In der Sauce wird zwar oft Kokosmilch verwendet, man sollte sich aber lieber vergewissern ob nicht vielleicht doch Butter, Sahne oder Milch drin ist.

    • Samosas, mit Gemüse gefüllte Teigtaschen oder frittiertes Gemüse (trotzdem nochmal wegen dem Teig nachfragen)
    • Dal (indisches Linsengericht) 
    • diverse Currys
    • Chutney

    Fast Food
    Auch bei Fast Food Ketten und in Schnellimbissen gibt es wider Erwarten veganes Essen. Neben Pommes Frittes (mit Tomatenketchup oder Senf)  gibt es fast überall auch Salate mit Essig und Öl. Mittlerweile bieten viele Imbissbuden auch Falafel, Fladenbrot mit Gemüsebouletten an. Ohne Joghurtsauce ist das eigentlich vegan. Imbissbuden die Kebap anbieten, können problemlos auch „Gemüsetaschen“, ein viertel Fladenbrot gefüllt mit verschiedenen Gemüsesorten, zubereiten. Seit einiger Zeit bieten sogar die klassischen Fast-Food-Ketten vegetarische Burger, ohne Sauce sind sie in Einzelfällen sogar vegan.
    • Spinat-Börek (Blätterteigtaschen mit Füllung)
    • Pommes mit Ketchup (der McD-Ketchup ist vegan), Kartoffelecken
    • Falafel (aber fragen ob nicht doch Milch/Ei drin ist)
    • vegetarischer Döner ohne Käse/Soße (das türkische Fladenbrot und Lahmacun sind traditionellerweise vegan)
    • Linsensuppe/Erbsensuppe (aber oft mit Würstchen oder Milch)
    • Veggie Delite-Sandwich von Subway
    • Salat von Subway/McD
    • Salatbar bei PizzaHut (die Pizzen sind nicht vegan)
    • mit Salat belegte Sandwiches in Sandwichbars

    Freitag, 22. April 2011

    Fairtrade-Frühstückswoche

    Infos unter transfair.org

     "TransFair", das Fairtrade-Siegel, veranstaltet ein Fairtrade-Frühstück. Also eigentlich ist es nicht nur ein Frühstück, sondern ganz viele Frühstücke in der Zeit vom 25.April bis 29.Mai 2011. Und veranstaltet wird das ganze auch nicht von Transfair, sondern von Privatpersonen, Supermärkten, Kirchen, Schulen, Restaurants, Bioläden usw. in ganz Deutschland. Die Aktion, wird aber auch weltweit veranstaltet. und für mehr fairen Handel wirbt. Auf der Aktionsseite kann man sich online anmelden und das Frühstück bekanntgeben, gewinnen kann man dabei auch bisi was. . Jedes angemeldete Frühstück wird auf einer Google-Map eingetragen. Einige Supermärkte bzw. Läden machen auch öffentliche Verköstigungen. Auf der Seite gibts auch noch ne Liste mit Fairtrade-Frühstücksprodukten.

    Super Idee! Vielleicht guck ich ja mal bei der ein oder anderen Verköstigung vorbei, laut Karte macht der örtliche Rossmann eine.

    Veganer wird 100 und Ostergrüße


    Leider steht nicht dabei, wie lange er schon vegan lebt...


    Schöne (ei-, lamm- und kaninchenfreie) Osterfeiertage! 



    “Ostern zu feiern und Lamm zu essen ist so, als feierte die Feuerwehr ihr Bestehen damit, dass sie ein Haus abbrennt, oder die Wasserwacht, indem sie ein Schiff versenkt"

     Sai Baba, indischer Guru

    Donnerstag, 21. April 2011

    vegan spring Ostersamstag in Hannover

    Bisi kurzfristig, aber ich hab's erst jetzt gesehen:

    Am Samstag, den 23.04.2011 von 11.00 - 21.00 Uhr, findet in Hannover auf dem Steintorplatz der „VEGAN SPRING“ statt!
    Was ist los? Veganes Essen, Infostände, eine Band, Showkochen, Redner…
    es wird ein Frühlings-Aufbruchfest für Gerechtigkeit und Frieden für ALLE Lebewesen!


    Infos unter http://www.vegan-spring.de/

    Mittwoch, 20. April 2011

    "kann zu viel Sex schlecht sein?" - JA!!!

    Ich fand die Peta-Kampagne mit der TV-Titten-Tussi Katzenberger ja schon von anfang an peinlich (sie Blogpost), aber die folgende Meldung schlägt dem Fass echt den Boden aus, und sagt so einiges über die "Seriösität" der Peta-Promis aus:

    Für die Tierschutzorganisation PETA posierte sie nämlich nackig für die Kastration von Katzen. Oder auch nicht, denn Daniela hatte da wohl was missverstanden und dachte, ihr Engagement sei GEGEN die Kastration der Stubentiger. Peinlich, dass sie ihren Fehler auch in einem Interview nicht bemerkte. Gott sei Dank war ja Rebecca dabei, die ihr schnell aus der Patsche half. Und auch ein weiteres Fettnäpfchen nahm die Blondine noch mit. Beim Shooting trat sie doch fast auf eine Spinne und tötete beinah das kleine Insekt und das, wo sie doch eigentlich für den Tierschutz posierte. „War halt son Reflex“, verteidigt sie sich. Im Allgemeinen hat sie aber schon den Sinn von PETA verstanden, denn sie findet: „Die moderne Frau trägt eh keinen Pelz mehr, ob als Mantel oder unten rum, das ist ekelig!“ Und genau das war auch der Grund, warum sie sich auszog, denn "Ich will die Leute mit meinen Brüsten motivieren, ihre Katzen kastrieren zu lassen."


    Quelle: promiflash

    dämliche Vegan-Experimente: Da ist der Fail doch vorprogrammiert!

    Was bei mir immer wieder Augenverdrehen auslöst, sind diese Vegan-Experimente, wo jmd, der NULL Ahnung von Veganismus hat, ungeplant mal ne Woche vegan probiert weil ihm/ihr gerade langeweilig ist. Scheint irgendwie das Abenteuer der heutigen Zeit zu sein, Karen Duve hat's vorgemacht, und findet zahlreiche Nachahmer. Grade erst wieder hat auf spiesser.de einer das große Wagnis "Bleib mal tierfrei" auf sich genommen.
    Es fängt schonmal super an:

    Okay, das Frühstück sieht heute etwas anders aus. Kein Nutella, keine Cornflakes, alles weg. Es bleibt bei einer Banane. Besser als nichts, aber mal ehrlich, ja, ich hatte schon bevor ich in die Schule gekommen bin wieder Hunger. Erste Pause und mir fällt erst mal auf wie viele Leute Käsebrot oder anderes mir verbotenes Zeugs essen.

    Öhm, ja, also wenn man vegan essen will, sollte man schon ein bischen mehr daheim haben, als nur ne Banane. Nach einer Schülerzeitungssitzung wo er nichts von dem leckeren Kuchen essen darf geht er in den Supermarkt, wo er außer Obst und Gemüse nichts einkauft, weil ja überall "kann Spuren von Milch... enthalten" draufsteht.
    Am zweiten Tag gibts dann ein trockenes Brötchen mit Erdnussbutter in Ermangelung an Nutella. Tja, wenn man nicht weiß, dass Rezeptefuchs einem 16 vegane Schokoaufstriche liefert, inklusive der Info wo man die findet, isses halt schon schwer. Abends isst er Curry-Nudeln, was ja schonmal sehr innovativ ist, allerdings fehlt dem armen Kerl natürlich das geliebte Hähnchen dazu.
    So geht es eigentlich die ganze Woche weiter, er zwingt sich labberigen Tofu rein, ihm knurrt ständig der Magen. An Tag 5 steht seine Meinung eigentlich schon fest:

    In der Schule wird man nur noch ausgelacht, wenn man sagt, man lebt derzeit vegan. „Was bleibt da noch übrig?“ ist die häufigste Frage. Ja, was bleibt überhaupt übrig? Obst, Gemüse und viel Sojazeugs. Klar kann man ohne Fleisch überleben, aber mir fehlt eben einfach ein Stück Lebensqualität.

    Zum Ende kommt noch ein glorreiches Fazit:

    Für alle die Denken, wer vegan lebt nimmt ab. Leider nicht so wirklich. Ja, ich habe ein bzw. zwei Kilogramm verloren, das liegt aber eher daran, dass ich weniger gegessen habe als sonst. Und nächste Woche sind die auch wieder drauf auf den Rippen.


    Joa, also wenn ich mich nur von Erdnussbutter, Nudeln, Bananen und Äpfeln ernähren würde, würd ich nach ner Woche bestimmt auch durchdrehen. Das ist ne Fastenkur und keine vegane Lebensweise.

    Ich frag mich, wie man so naiv und planlos irgendwas machen kann. Wenn man keine Ahnung hat, dann informiert man sich doch vorher, fragt vielleicht jemand um Rat, und überlegt was man kocht, welche Lebensmittel man essen kann, wo es vielleicht vegane Restaurants gibt usw. Wir leben in Zeiten von Google, da kann man ja wohl mal ein paar Minuten Zeit investieren um sich mal bei den zahlreichen veganen Produktdatenbanken, Infoseiten und Communities zu informieren. Es gibt mittlerweile sogar vom vebu ein Projekt, das sich "vegan buddy" nennt, wo man einen veganen "Lehrer" an die Seite bekommt, der mit einem durch den Supermarkt geht, Rezeptideen liefert, usw.

    Aber einfach so "ich leb ne Woche vegan, weiß zwar nicht was das ist, aber dann hab ich was zu schreiben" ist so sinnvoll wie ohne Fahrstunden Auto fahren zu wollen, und sich dann ärgert, dass man nie mehr als Schrittgeschwindigkeit fahren kannt, weil man nicht weiß dass ein Auto 5 Gänge hat.

    Die Leute können ja machen was sie wollen, aber mich ärgert, dass dann immer als Fazit, wie sollte es auch anders sein, rauskommt, dass Veganismus ja sooo schwer, entbehrungsreich und bescheuert ist. Sojamilch ist total eklig (die Gut&Günstig mag ich auch nicht), im Supermarkt findet man gar nichts (ja wenn man net weiß was ein Allergikerhinweis ist, dann ist man halt etwas eingeschränkt), zum Frühstück muss man trockene Brötchen mit Erdnussbutter essen und ansonsten hungern.

    Da kann ich mir den folgenden Spruch nicht verkneifen: 

    Dienstag, 19. April 2011

    Schadstoffe in Hundespielzeugen

    Da einige von euch Hundis haben, hier das Video:

    Kassensturz vom 12.04.2011


    Man muss sich arg konzentrieren, um das Schweizerisch zu verstehen, wer überfordert ist, kann den Beitrag hier nachlesen und hier gibts eine Tabellenübersicht der Testergebnisse.

    Ich geh aber mal davon aus, dass man als Veganer seinem Hund sowieso keine Wurstsemmel mit Squeaker zu spielen gibt (*omg* was für bescheuerte Spielzeuge gibt es eigentlich)

    Sonntag, 17. April 2011

    rasante Grün-Fahrt

    Auf die Grünen rollt eine Debatte über einen eigenen Kanzlerkandidaten für 2013 zu. Nach einer Umfrage vom Wochenende gäbe es derzeit im Bund eine Mehrheit für eine grün-rote Koalition unter einem grünen Kanzler.

    Quelle: welt.de

    Manchmal denke ich, es bewegt sich doch was zum Positiven. Früher war "Öko" ein Schimpfwort, jede ökologische Forderung wurde mit dem Killerargument "Arbeitsplätze" niedergemacht und Tofu gabs nur als labberigen weißen Block im Reformhaus (die Älteren von euch erinnern sich vielleicht noch ^^ ). Und heute? Ganz Deutschland stellt sich gegen Atomkraft, Ökostrom boomt, es gibt vegane Supermärkte, in der Discounter-Werbung hört man "bio" sogar öfter als "billig" und die einst als Radikale Spinner verschriene Ökopartei erlebt einen Höhenflug der einen staunen lässt. Bleibt zu hoffen, dass diese Veränderungen so lange anhalten wie der Atommüll strahlt....

    Samstag, 16. April 2011

    Juhu, ich krieg nen Alnatura!!



    Ok, es gibt in Frankfurt schon 4 Alnatura-Filialen, aber die waren für mich blöd zu erreichen. Bei der neuen Filiale, die Mitte Mai eröffnet werden soll, komm ich täglich vorbei; in Zukunft wird's also öfter mal Testberichte zu Tofu&Co geben :-)

    Eine Liste mit den Filialen findet ihr übrigens auf http://www.alnatura.de/de/filialen-liste. Und wenn ihr einen leerstehenden Laden entdeckt, könnt ihr Alnatura ne Mail schicken, die suchen neue Standorte!

    Freitag, 15. April 2011

    Kennt ihr das Zuckerhaus?

    Die Zuckerhäuslerin ist erst seit 2009 vegan, hat aber fest vor, nach ihrer Lehre zur Konditorin selbst eine vegane Konditorei aufzumachen. Bis dahin bloggt sie auf  http://www.zuckerhaus.blogspot.com/ über vegane Leckereien, das Veganisieren unveganer Kalorienbomben und v.a. gibt es Bilder wie aus dem Schlaraffenland. Da hat man das Gefühl, dass man schon vom Hingucken dick wird ^^
    das Rezept für den veganen Bienenstich gibts auf der Seite
    Mit vegan wondercakes gibts ja zumindest schon eine online-konditorei, und das cakes n treats-Cafe ist ja auch sowas wie ne Konditorei. Aber Kim Wonderland wird das ja nicht ewig machen; also ist es gut wenn es nachwuchs gibt :-)

    Stricken gegen die Atomkraft

    Wolle ist zwar doof, aber ich find die Aktion echt cool - kreativ, unschuldig und zum Hingucken!



    Sie nennen sich „Strick & Liesel“. Was nach Handarbeitsidylle klingt, ist in Wirklichkeit der Deckname von zwei anonymen Aktivistinnen. Die beiden Künstlerinnen stricken Protestplakate und kämpfen damit gegen die Atomkraft an. Nachts, im Schutze der Dunkelheit bringen sie ihre kuschelige Protestkunst an strategisch wichtigen Orten an, an Autobahnbrücken oder Bäumen beispielsweise.

    Mittwoch, 13. April 2011

    das Lederproblem

    an Innenseite von Schuh und/oder Karton
    Angestoßen durch mein letztes Schuh-Posting möchte ich das Thema Leder mal näher betrachten; gelegentlich fällt ja der Kommetar "Kunstleder ist umweltschädlich" oder "für deine Schuhe müssen Kinder arbeiten!"
    So ganz einfach ist das mit der Leder-Problematik nicht, im taz-blogbeitrag "O Sohle mio!" hat der Autor keine zufriedenstellende Lösung gefunden, und auch die Kommentatoren waren sich nicht einig was denn nun ethisch korrekt ist.

    Argumente gegen Leder:


    1.) Leder ist die Haut toter Tiere, und das Töten von Tieren ist abzulehnen. Es stimmt auch nicht, dass die Tiere so oder so getötet werden - Denn die Nachfrage nach Leder finanziert die Fleischindustrie mit. Geht diese Nachfrage zurück, werden auch weniger Tiere getötet. Die „Nebenprodukte“ der Fleisch verarbeitenden Industrie, wozu Leder gehört, machen ca.50% aus.Die Tierzucht lohnt sich also erst, wenn nicht nur das Fleisch, sondern auch das Leder verkauft werden.
    Es gibt auch kein "Bio"-Leder, dem Produkt sieht man die Massentierhaltung auch nicht an. Allein schon aufgrund der großen Menge kann man davon ausgehen dass die Rinder/Schweine aus der Massentierhaltung stammen; d.h. lange Tiertransporte, Kastration ohne Betäubung, Medikamentenfütterung, dunkle Ställe, Spaltböden usw. Eigentlich muss Leder überhaupt nicht gekennzeichnet werden, wenn es nicht explizit als "Kalbsleder", "Nappaleder" o.ä. bezeichnet wird, d.h. es kann gut sein, dass man auch mal Katzen- oder Hundelder aus Asien bekommt. 

    http://www.peta.de/web/leder_ganz_und.1699.html
    http://www.peta.de/web/warum_kein_l.825.html

    2.) Leder ist umweltschädlich. Allein schon die Aufzucht der Tiere, deren Häute schlussendlich zu Leder verarbeitet werden, verursacht Abfälle und Verschmutzung und verbraucht enorme Mengen an fossilen Brennstoffen. Außerdem werden Bäume zur Weidelandgewinnung abgeholzt, große Wassermengen  verbraucht und Kohlendioxid ausgestoßen.
    Dazu kommt die Umweltverschmutzung durch die Lederverarbeitung: Die Gerbereien haben ihre Produktion größtenteils in Entwicklungsländer verlegt, da Arbeit dort billig und Umweltstandards niedrig sind. Bei der Produktion und Verarbeitung werden nicht nur Ressourcen verbraucht, sondern auch viele umweltschädliche Chemikalien verwendet, die über Abwässer bzw. Abfälle in die Umwelt gelangen, z.B. Formaldehyd, Aluminium, Auszüge von Steinkohlenteer, Cyanid und verschiedene Öle, Farben und Polituren. Neben den bereits erwähnten toxischen Substanzen enthalten Gerbereiabwässer auch enorme Mengen anderer Schadstoffe wie Protein, Haare, Salze, Kalkschlamm, Sulfide und Säuren. Eine Chromgerberei verschwendet über 55.000 Liter Wasser und produziert bis zu 1.100 Kilogramm Feststoffabfall (z.B. Haare, Fleisch und Randabfälle) pro bearbeiteter Tonne Tierhaut.Höchst problematisch sind aber v.a. Chromverbindungen, die zur Gerbung des Leders gebraucht werden.

    3.) Leder ist menschenunfreundlich. Auch die Menschen, die in Gerbereien arbeiten oder in ihrer Nähe leben, leiden. Viele von ihnen sterben an Krebs, ausgelöst durch giftige Chemikalien, die verwendet werden, um das Leder zu bearbeiten und zu färben. Die Zentren zur Kontrolle und Verhinderung von Krankheiten in den Vereinigten Staaten fanden heraus, dass Leukämie unter den Anwohnern einer Gegend nahe einer Gerberei in Kentucky fünf Mal so häufig vorkam, wie im nationalen Durchschnitt. Arsen, eine häufig in Gerbereien verwendete Chemikalie, wird schon lange mit Lungenkrebs unter den Arbeitern, die ihm regelmäßig ausgesetzt sind, in Verbindung gebracht.  
    Dazu kommt die Kinderarbeitsproblematik: Bei der Verarbeitung der Produkte in Billigländern kommt oft Kinderarbeit zum Einsatz. Das ist aber bei Kunstleder und anderen Textilien genauso, da dies keine Frage des Materials ist, sondern der Verarbeitung.

    4.) Leder ist gesundheitsschädlich. Die Schadstoffe verbleiben zu einem Großteil im Leder und geben diese nach und nach an die Umwelt und auch an den Menschen ab. V.a. bei Produkten, die direkt auf der Haut getragen werden, wie z.b. Sandalen, Armbänder oder Ketten ist das problematisch. So wurden z.B. gerade erst Lederarmbänder der Firma Rico-Design wegen Gesundheitsgefahr zurückgerufen:

    Produkt: Lederarmband
    Marke: RICO Design
    Beschreibung: Zwei Lederarmbänder aus dunkelbraunem Glattleder mit silberfarbenden Metallschnallen. Ohne Verpackung.
    Herkunftsland: China
    Von den Produkten geht ein chemisches Risiko aus, weil der Lederanteil der Armbänder Chrom VI in einer Konzentration von 11,9 mg/kg bzw. 10,5 mg/kg enthält. Wenn die Armbänder wie beabsichtigt getragen werden, sind sie länger als nur kurzfristig in direktem Kontakt mit dem menschlichen Körper.

    2005 hatte das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit Lederhandschuhe untersucht, mit erschreckenden Ergebnissen:

    Von den insgesamt 25 untersuchten Lederhandschuhen entsprachen elf Proben nicht in vollem Umfang den gesetzlichen Anforderungen. Dies ergibt eine Beanstandungsquote von 44%.
    Besonders die Verwendung von verbotenen Azofarbstoffen in drei Fällen ist aus Sicht des LGL eine Häufung, die in Zukunft weitere Untersuchungsmaßnahmen im Bereich der Ledererzeugnisse begründet.


    Und Kunstleder?
    Dafür müssen zumindest keine Tiere getötet werden. Was den Rest angeht, kann man keine pauschale Aussage treffen, da es nicht DAS Kunstleder gibt, sondern verschiedene Materialmixe, die ähnlich aussehen wie Leder und ähnliche Eigenschaften haben. Ich finde, für Kunstleder spricht außerdem, dass es meist günstiger ist, wenn es gut verarbeitet ist, lange hält und angenehm zu tragen ist. Dass man in Kunstleder übermäßig schwitzt, kann ich nicht bestätigen, da kommt es auf Art und Verarbeitung des Schuhs drauf an.
    sind leider ausverkauft
    Ich hatte jahrelang 20Loch-"Springerstiefel" aus Echtleder, und fand die superbequem. Ein paar Jahre später hat derselbe Hersteller dann eine Kunstledervariante auf den Markt gebracht, die haargenauso aussah. Nach 3jährigem Tragen sowohl der Leder- als auch der Kunstlederstiefel kann ich das also ganz gut vergleichen. Fazit: Null Unterschied, nach den 3 Jahren war die Sohle durchgelaufen, aber ansonsten waren beide Paare noch gut in Schuss :-)
    Ein Negativ-Aspekt von Kunstleder ist, dass es aus Erdöl hergestellt wird. Allerdings muss man sich mal überlegen wie viele Plastikprodukte man täglich konsumiert und ob man da ausgerechnet bei den Schuhen dann zuerst mit dem Erdöl-Verzicht anfangen muss. Um die Zahlen mal zu relativieren:

    Wir nehmen die Zahnbürste in die Hand, die aus Kunststoff ist. Zur Herstellung von Kunststoff braucht man aber Erdöl – etwa 0,1 bis 0,2 Liter pro Zahnbürste. Weiter geht es mit dem Plastikzahnputzbecher, auch in ihm sind 0,1 bis 0,2 Liter Erdöl enthalten. In der Zahnpastatube, die meistens auch aus Kunststoff ist: ebenfalls Erdöl.
    Die durchschnittliche Couch in Deutschland hat etwa 60 Liter Erdöl in sich. Wir setzen uns auf das Motorrad, der dazu gehörige Helm enthält 1,3 Liter Erdöl. Wir nehmen das Handy in die Hand: 0,1 Liter Erdöl. In der Zahnprothese, die zum Teil aus Polymethylmethacrylat besteht, sind 0,1 Liter Erdöl enthalten. Die Brille besteht aus Polycarbonat, das ebenfalls ein Erdölprodukt ist, aus dem auch CDs gemacht werden.
    In jeder Ein-Liter-Flasche aus PET steckt etwa 0,2 bis 0,3 Liter Erdöl. In unsern Schuhsohlen aus Kunstleder, das aus Polyurethan hergestellt wird, sind etwa 0,3 Liter Erdöl-Derivate enthalten. In einem Buch, das 300 Seiten hat, steckt etwa 0,15 Liter Erdöl-Derivat. In einem Taschenrechner, in einem Faxgerät, in einem Joghurtbecher, selbst in einer Napalmbombe steckt Erdöl. Das gilt auch für jede Dachrinne, den Regenmantel, eine Espressomaschine, einen Tankdeckel, sogar für synthetisch hergestellte Wurstpelle; sie enthält etwa 0,15 Liter Erdöl.
     Quelle: der Paläontologe Martin Langer über Erdöl



    Meine Meinung: 
    Das 100% ethisch korrekte Produkt gibt es nicht, egal ob das jetzt Schuhe, Kaugummis oder Hosenträger sind. Am besten ist es, man konsumiert gar nichts, denn immer werden bei der Produktion Ressourcen  verbraucht, es fällt Müll an und es wird CO2 ausgestoßen. Aber da man nun mal Schuhe braucht, greift man am besten auf hochwertige Produkte zurück, die lange halten. Wenn man die Vor- und Nachteile von Leder gegen Kunstleder abwägt, schneidet meiner Meinung nach das Kunstleder besser ab; weil die Lederproduktion und -verarbeitung doch um einiges umweltschädlicher zu sein scheint, und deswegen Tiere sterben müssen. Selbst wenn man den Tierleidaspekt ausklammert, wären Kunstlederprodukte immer noch besser.
    Übrigens finde ich es auch nicht schlimm, wenn man alte Lederprodukte die man nicht verschenken/verkaufen kann, noch abträgt, besagtes Paar Lederstiefel trage ich selbst noch. Nicht gerade auf ner Tierrechtsdemo, aber ich sehe keinen Sinn darin, etwas wegzuschmeißen, nur weil es nicht vegan ist; dadurch dass ich die Schuhe noch nutze bis sie auseinanderfallen, wird kein Tier lebendig.
    Es gibt mittlerweile auch einige "fair trade" bzw. "öko"-vegane Schuhhersteller, die auch auf Arbeitsbedingungen bzw. die Produktionsmethoden achten, z.B. Terraplana, aber sowas ist mir einfach zu teuer, daher kenne ich mich da nicht so aus.
    Und so ein bischen Spaß im Leben möchte ich halt auch habe, und Shopping macht sehr viel Spaß ;-)


    Online-Shops mit veganen Schuhen:
    Cosmo Viva: www.cosmo-viva.de
    Lylium: www.lylium.de
    NOAH - Italian Vegan Shoes: www.noah-shop.com
    Radix Naturkost & Versand: www.radixversand.de
    Vegane Zeiten in Köln: www.vegane-zeiten.de
    Vegan-Versand: www.veganshop.de

    Dienstag, 12. April 2011

    Peta-Kampagne mit Mark Benecke

    Endlich mal wieder ne gescheite Peta-Kampagne! (Die letzte "Titten für Tiere"-Kampagne mit Daniela Katzenberger war ja mal wieder total für die Tonne). Noch dazu mit meinem Liebling Mark Benecke!

    An der Stelle möcht ich euch seinen Podcast auf radio1 empfehlen, in dem er wöchentlich kuriose wissenschaftliche Erkenntnisse vorstellt. Ich höre ihm unglaublich gerne zu, weil er eine lockere Art zu reden hat und selbst komplizierte Themen einfach und verständlich erklärt. Z.B. hat er wunderbar aufgezeigt, was für ein Humbug Homö- opathie ist, indem er sich mit einer astronomisch hohen Überdosis "vergiftet" hat. Es bräuchte viel mehr Leute wie Mark, die Tierschutz-Themen cool und authentisch rüberbringen (im Gegensatz zu den meisten anderen Peta-Promis ist er Vegetarier), und Kampagnen, die nicht über die "billig-blond-bekannt"-Schiene laufen!

    Der aus Funk und Fernsehen bekannte Forensiker und Kriminalbiologe Dr. Mark Benecke hat so viel mit Leichen und dem Tod zu tun, dass er eines ganz genau weiß: „Niemand stirbt gern!“ Deswegen unterstützt er die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. jetzt mit einem neuen Anzeigenmotiv. Der Slogan: „Niemand stirbt gern. Rette Leben. Go Veggie.“ Benecke bittet damit alle Menschen, sich für eine fleischfreie Ernährung zu entscheiden. 

    „Wenn ich ein Stück Fleisch beim Metzger sehe, sehe ich nichts anderes als Leichengewebe und das will ich einfach nicht essen“, erklärt Benecke, dessen Vegetarier-Körper zahlreiche kunstvolle Tätowierungen von Tintenfischen und anderen Meerestieren zieren.

    Eine weitere Leidenschaft, die Mark und PETA gemeinsam haben. Auch PETA setzt auf Tätowierungen und ist regelmäßig auf der internationalen Tattoo-Convention in Frankfurt mit einem Infostand vertreten. 2011 sogar zusammen mit Dr. Benecke, der dort Poster mit seinem tollen Motiv signiert.

    Ach, verdammt!  Das wär fast n Grund auf die Tattoo-Con am WE zu gehen, aber die ist so versammt teuer, und bis au Benecke und vllt. ein bischen Shopping interessiert mich da nix, dafür sind mir 19€ echt zu viel. Und nur Autogramme finde ich eh langweilig, ein Vortrag bzw. eine Show von ihm hätte mich eher da hin bewegt.

    Sonntag, 10. April 2011

    es geht doch nix über neue Schuhe :D

    Die Sonne lacht, der Himmel ist blau.... Also bestes Shopping-Wetter :D
    Ich habe endlich neue Stiefel im DocMartens-Stiel gefunden, die vegan (zumindest nach meiner Definition, evtle Klebstoffe sind mir egal), bezahlbar und bequem sind!!! Ich war schon dabei, für ein Paar Vegetarian Shoes zu sparen, obwohl ich eigentlich keine Lust auf Schnürschuhe ohne Reißverschluss habe, aber dann hab ich doch bei Deichmann zugegriffen:


    Ich finde sie sehen kein bischen nach Kunstleder aus, obwohl sowohl laut der Produktbeschreibung vom Deichmann-Shop alles Syntethik ist, außerdem ist innen die Raute, das Glückssymbol aller schuhverliebten VeganerInnen, aufgedruckt: 


    Find ich echt praktisch; falls ich mal wieder nen "Aber du trägst doch auch Lederschuhe!!!"-Kommentar zu hören kriege, schlüpf ich schnell aus den Stiefeln und halt sie demjenigen als Strafe unter die Nase *fg*

    Die Graceland's gibts übrigens auch noch in weiß. Und nun noch einige Fotos:


    Freitag, 8. April 2011

    resistent gegen jeden Skandal

    Eine aktuelle Umfrage zeigt: Lebensmittelskandale haben kaum Wirkung auf das Ernährungsverhalten der Deutschen. So stellen lediglich 10 Prozent für kurze Zeit ihre Ernährung um.

    Gerade einmal 15 Prozent der Befragten sehen in Bioprodukten eine wirkliche Alternative. Mehr Geld für bessere Qualität von Lebensmitteln würden knapp 10 Prozent der Bundesbürger ausgeben. Zwar boomen Bio- Produkte nach einem Skandal häufig, aber das ebbt sehr schnell wieder ab. So gaben 20 Prozent der Befragten an ihr Ernährungsverhalten nach einem Lebensmittelskandal geändert zu haben.
    Die Hälfte von ihnen hält diese Umstellung allerdings nicht allzulange durch. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass 80 Prozent der deutschen Bevölkerung ihre Ernährung nicht umstellt.


    gelesen bei gesundheitsfocus


    Ist jetzt nicht unbedingt verwunderlich, oder habt ihr von jmd gehört, der seit den Dioxin-Skandalen komplett auf Fleisch und Eiprodukte verzichtet? Die Leute tauschen maximal ihr Frühstücksei kurzfristig aus.
    So ist das mit der Vernunft; aus den Medien, aus dem Sinn... Ich bin ja auch mal gespannt wie lange die Atomkraft-Ablehnung anhält. Die Katastrophe in Japan hat zwar große Ausmaße und wird auch so schnell nicht aus den Medien verschwinden, aber irgendwann halt schon.
    Über die Öl-Katastrophe des Jahrtausends hört man mittlerweile ja auch nix mehr.

    Donnerstag, 7. April 2011

    das ZEITmagazin ruft zum vegetarischen Kochwettbewerb auf

    Hobbyköche können ab sofort ihre Vorschläge für den ZEITmagazin-Kochwettbewerb absenden. Einzige Voraussetzung für das 3-Gänge-Menü: Ohne Fleisch muss es sein!

    Man muss kein Vegetarier sein, um fleischloses Essen zu genießen. Deshalb lautet das Thema des ZEITmagazin- Kochwettbewerbs in diesem Jahr: "Wir kochen ohne Fleisch". Ab sofort können alle Hobbyköchinnen und Hobbyköche ihre Rezeptvorschläge einsenden.

    Schicken Sie uns die ausführlichen, genauen Rezepte für ein dreigängiges Menü (alle Mengenangaben für vier Portionen), und – wichtig! – erzählen Sie uns bitte auch etwas über sich selbst: Seit wann und warum Sie gern kochen, wo Sie einkaufen, was Sie besonders gern mögen, für wen Sie am liebsten kochen. Außerdem, wie alt Sie sind und was Sie beruflich machen. Und mit wem Sie kommen würden, falls wir Sie im Juli zum Wettkochen einladen. Die Rezepte müssen natürlich Ihre eigenen Rezepte sein: Sie sollten sie selbst erfunden oder weiterentwickelt haben. In den Rezepten dürfen weder Fleisch noch Fleischprodukte vorkommen. Fisch und Meeresfrüchte sind erlaubt, aber nicht notwendig.

    Schicken Sie Ihren Wettbewerbsbeitrag bitte bis Freitag, 29. April 2011, per E-Mail an: kochwettbewerb@zeit.de
    oder per Post an: ZEITmagazin-Kochwettbewerb, 20079 Hamburg

    Quelle: ZEITmagazin


    Viele von euch posten so tolle Bilder von ihren Vegan-Kreationen, die meiner Meinung nach einen Preis verdient haben! Und es wär doch toll, wenn sogar ein Vegan-Rezept gewinnt.... Ich drück euch die Daumen!

    Mittwoch, 6. April 2011

    Ooooohhhhh.....

    Seit gestern habe ich *trommelwirbel* 100 Leser!!! (in Worten: einhundert!) Vielen lieben Dank dafür - es freut mich wirklich, dass euch anscheinend gefällt oder zumindest interessiert was ich schreibe. Auch hier nochmal der Hinweis, dass ich für Kritik (positive und negative), Anregungen, Vorschläge immer zu haben bin.

    von meinem Lieblingscomic www.fonflatter.de


    Als kleines Dankeschön werde ich in der nächsten Zeit ein kleines Gewinnspiel starten. Wie das aussehen wird, und was es zu gewinnen gibt, weiß ich noch nicht genau, aber wahrscheinlich wird es was mit dem Thema Veganismus zu tun haben ;-)

    Dienstag, 5. April 2011

    sinnloses Konsumieren

    Am ökologischsten lebt man, wenn man möglichst wenig konsumiert. Vieles braucht man gar nicht, die Werbung versucht aber immer das Gegenteil zu behaupten, damit die Industrie möglcihst viel Geld scheffeln kann. Braucht man wirklich jedes Jahr ein neues Handy? Ich hatte mein letztes 3 Jahre. Vor einigen Monaten hat es seinen geist aufgegeben, jetzt benutze ich das gebrauchte von meiner Schwester. Kamera, Sms, Telefonieren, Weckfunktion, Vibrationsalarm, Klingeltöne - das ist alles was ich brauche. Kein Touchpad, kein WAP, keine 2GB Speicher. Ok, ich geb zu das Sudoku ist schon ein echter Gewinn *g*

    Hier also Mausflaus' Liste der überflüssigsten Produkte:

    1. Rasierschaum - Ein mildes Duschgel oder Shampoo tuts auch!!!
    2. Anti-Cellulite-Creme oder Creme, die die Haare langsamer nachwachsen lässt - Ne normale Bodylotion tut's genauso gut bzw. es funktioniert eh nicht
    3. Selbstbräuner - Sonne ist gratis! Und man sieht nicht aus wie ne Milka-Kuh...
    4. Wasser in Flaschen - Wasser kommt aus der Leitung - kostenlos (naja, fast), schmackhaft, nass, man braucht es nicht schleppen, und es sind keine Weichmacher drin.
    5. Elektrische Dosenöffner - Nimmt Platz weg, und die 2 Sekunden die man sich dadurch spart, hängt man eh nur sinnlos vor dem Fernseher. Außerdem ist Dosenöffnen ein super Workout für die Arme ^^ Entkalker - Schuss Essig in den Wasserkocher, mit Wasser auffüllen, durchlaufen lassen und schon ist alles blitzeblank
    6. Smartphones - es sieht schon ziemlich albern aus, wenn ein erwachsener Mann auf konzentriert auf ein flaches schwarzes Ding starrt und es streichelt... Ist euch das mal aufgefallen? Die Dinger werden liebevoll gestreichelt... 
    7. Wiederverschließbare Schokoladenpackungen - Als ob irgendjemand in der Lage wäre, eine Tafel Schokolade nur halb aufzuessen und den Rest 2 Wochen im Küchenschrank zu lagern. 
    8. Wurst mit Gesicht- Braucht man wohl nix zu sagen.
    9. Föhn -  Die Haare werden von alleine trocken, da braucht man nicht noch pusten.
    10. Wäschetrockner - s.o. Wenn man nicht erst dann wäscht wenn man die letzte Unterhose schon den 3. Tag anhat, dann kann man auch noch den einen Tag warten bis das Zeug auf dem Wäscheständer getrocknet ist. Außerdem macht sich Unterwäsche ausnehmend gut als dekoratives Element im Wohnzimmer ^^
    11. Digitale Bilderrahmen - die Dinger fressen Strom, man wird durch die Bildfolge abgelenkt und es ist auch nur Elektronik die kaputtgehen kann
    12. Krawatten -  Wer hat sich den Blödsinn nur ausgedacht, sich n Stück Stoff so um den Hals zu hängen, ohne dass es den Hals wärmt oder sonst irgendeine Funktion erfüllt? Noch dazu haben Krawatten die tolle Eigenschaft im Wind zu flattern, beim Essen in den Teller zu hängen und extrem hässlich zu sein (mir fällt kein anderes Kleidungsstück ein, was in orange-grau diagonal gestreift zu kaufen ist) 
    13. Penisverlängerer - Dadurch dass man täglich gefühlte 5.000mal per Email darüber informiert wird, wie toll dieses Produkt ist, wird es auch nicht interessanter
    14. Feuchtes Klopapier -  mal im Ernst, wessen A**** ist sooo weich, dass ihm normales Papier zu hart ist? Nur noch zu toppen von:
    15. Parfümiertes Klopapier - Es gab ernsthaft bei Penny mal n Klopapier mit Lebkuchenduft. Hier der Beweis:
     

    Sonntag, 3. April 2011

    HartzIV - Rezepte

    Von wegen vegan ist teuer! Bei peta gibts ne Liste mit HartzIV-Rzepten, Mengen und Preise sind bei jedem Rezept mitangegeben. Die Rezepte sind jetzt nicht großartig kreativ oder kulinarisch hochwertig, aber darum geht's ja auch nicht, sondern um einfache, günstige und gesunde vegane Küche.
    Das günstigste Rezept fehlt allerdings: Nudeln mit Ketchup, deswegen reiche ich das hier mal nach:
    Für 3 Personen:
    Zubereitung: Nudeln im Salzwasser ca.15min kochen lassen, in tiefe Teller portionieren und Ketchup drauf.

    Macht 0,50€ pro Person. Gut, gelle? :D

    Freitag, 1. April 2011

    Soll man Kindern zeigen wo das Fleisch herkommt?

    Diese interessante Frage wird im heutigen taz-blog "Tischgespräch" (der Blog ist einsame spitze!") erörtert, Aufhänger ist ein Schulprojekt, wo ein Kaninchen vor den Augen der Schüler geschlachtet wurde, woraufhin einige in Tränen ausbrachen (Quelle: yahoo).
    Das Thema ist in zwei Beiträge gesplittet, einmal die Pro-Argumentation und daneben die Contra-Argumente.
    Besonders treffend finde ich den Vergleich den der Vertreter der Pro-Fraktion zieht; er beobachtet bei der Fleisch-Aufklärung ähnliche Verhaltensweisen wie bei der Sexualaufklärung:

    Die Ablehnung mancher Eltern gegenüber dem Sexualkundeunterricht zeigt eine wunderbare Analogie zum jetzigen Fall: Wenn die Kinder keine Fragen stellen, woher das Fleisch auf dem Teller stammt, bedarf es auch keiner Erklärung. So einfach scheint es zu sein: Mit Essen spielt man nicht, über Essen redet man nicht. Gar nicht verwunderlich, dass derselbe Landwirt vor drei Jahren an einer anderen Schule Hühner geschlachtet hatte – und niemand sich aufregte. Weil Hühner eben Nutztiere und keine Haustiere sind, aber darüber haben wir ja schon gesprochen.

    Aber auch die Contra-Fraktion hat ein gutes Argument: Kinder verkraften die Realität nicht.
    Stimmt schon, aber wenn es etwas gibt was Kinder nicht verkraften, dann sollte man sie nicht zwingend, diese Ungeheuerlichkeit tagtäglich zu konsumieren bzw. muss sie darüber aufklären! Wenn Kinder kein Fleisch essen, dann kann man sie mit den Bildern auch verschonen, insofern ist "lasst die Kaninchen leben" auch ne ganz gute Lösung. Allerdings eher realitätsfern.

    Hier die Links: 

    toller Artikel: "Fleischlos leben"

    Bei dem ganzen Mist, der über das Thema Vegetarismus/Veganismus in den Medien herumgeistert ist es mal wieder eine Wohltat einen neutral formulierten und verständlichen Bericht ohne Polemik und Halbwahrheiten zu lesen. und wenn dann in dem Artikel auch noch der "consume.be silent.die..."-Blog von Mnme verlinkt wird, dann ist das erst recht ein Grund diesen Artikel zu loben, auch wenn für einen Veganer jetzt keine bahnbrechenden neuen Erkenntnisse darin zu lesen sind.

    Fleischverzicht ist in aller Munde. Aber ist das auch gesund?
    im "ran"-magazin

    Nett auch die Linkliste.


    Und ab geht's in ein sonniges Wochenende :-) Und einen schönen 1.April wünsche ich euch...