Freitag, 11. März 2011

und auch Fische fühlen

Von meinem treuen anonymen Kommentator bin ich bei meinem letzten Post auf folgenden aktuellen Spiegel-Artikel über die Empfhindungsfähigkeit von Fischen hingewiesen worden:


Schlechte Nachrichten für Freunde des Angelsports: Fische sind offenbar weit mehr als bloße Reflexmaschinen. Sie nehmen Schmerzen bewusst wahr und leiden unter ihnen. Forscher fordern deshalb, sie mit Vögeln und Säugetieren auf eine Stufe zu stellen.

Das ist nicht nur unangenehm für die Pescetarier (die eigentlich Normalesser sind die halt keinen Fisch essen und meiner Meinung nach nicht als Vegetarier bezeichnet werden können), sondern auch für Angler und Fischer:

"Es gibt aber eine Menge Gründe, weshalb die Leute nicht wollen, dass über Schmerz bei Wirbellosen nachgedacht wird", konstatiert Elwood.
Besonders Hobbyfischer und Sportangler fürchten, dass Gesetze ihr einst grenzenloses Vergnügen an der Fischjagd weiter reglementieren könnten.

Da Fische aber hässlich sind und man ihnen ihr Leiden nicht ansieht, dürfte die Forderung der Wissenschaft wohl folgenlos bleiben:

"Wenn wir uns bei der industriellen Nahrungsmittelproduktion Gedanken über den Schutz von Schweinen und Hühnern machen, sollten wir die Fische nicht ausklammern", moniert die Wissenschaftlerin.
 

Kommentare:

  1. "Von meinem treuen anonymen Kommentator bin ich bei meinem letzten Post auf folgenden aktuellen Spiegel-Artikel über die Empfhindungsfähigkeit von Fischen hingewiesen worden: "

    Wie schön von dir, daß du meine Wenigkeit erwähnst :-).

    Dann werde ich meinen Kommentar zum Spiegelartikel auch hier gleich mal posten :

    Nichts desto trotz ist der Mensch als ernährungsphysiologischer "Allesfresser" selbstverständlich dazu berechtigt, Fische zum Zwecke der Nahrungsbeschaffung zu fangen, zu halten, zu züchten und auch zu töten.

    Und natürlich empfinden auch Pflanzen sowas ähnliches wie Schmerz, wenn es ihnen an den Kragen geht.

    Kein Lebewesen kann auf dieser Welt existieren, ohne ein anderes Lebewesen auszulöschen oder zu verletzen. Und dieses Auslöschen geht nun mal im Allgemeinen nicht ohne "Schmerz" über die Bühne. Menschen, die mit Leiden und Tod im Bezug auf Lebensmittel nicht klar kommen, können ja in Zukunft ihre "Beutetiere" einschläfern lassen, bevor sie sie verzehren. Guten Appetit.

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  2. "Nichts desto trotz ist der Mensch als ernährungsphysiologischer "Allesfresser" selbstverständlich dazu berechtigt, Fische zum Zwecke der Nahrungsbeschaffung zu fangen, zu halten, zu züchten und auch zu töten.
    Kein Lebewesen kann auf dieser Welt existieren, ohne ein anderes Lebewesen auszulöschen oder zu verletzen. Und dieses Auslöschen geht nun mal im Allgemeinen nicht ohne "Schmerz" über die Bühne."


    na wenn das so ist, dann komm ich gleich mal vorbei und knall dich ab. Es ist ganz natürlich wenn Menschen töten, und dazu berechtigt bin ich auch.

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  3. "Menschen die mit "Tod" im Bezug auf ihre Nahrungsmittel nicht klarkommen können ihre "Beutetiere" einschläfern lassen?"

    Das wäre natürlich höchst konsequent!

    Ich denke, dass der Fisch einfach viel zu weit vom Menschen entfernt steht, um empathisches "mitfühlen" auszulösen. Noch dazu sprechen Fische keinen unserer sozial indizierten Instinkte an, vor allem weil da von Anfang an keinerlei Kindchenschema erkennbar ist, das dürfte vielen "emotional begründeten" Halb-"Vegetariern" "Begründung" genug sein.

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  4. "na wenn das so ist, dann komm ich gleich mal vorbei und knall dich ab. Es ist ganz natürlich wenn Menschen töten, und dazu berechtigt bin ich auch. 2

    @Mausflaus : Wieso du meinst, dazu berechtigt zu sein, erschließt sich mir nicht ganz. Vielleicht weil wir beide weltanschauliche Feinde sind ? Wenn das so ist, kannst du dich natürlich dazu berechtigt fühlen, mich abzuknallen. Die in diesem Rechtsstaat aus solch einer Tat aber resulierenden Konsequenzen müsstes du dann allerdings auch tragen.

    Im Gegensatz zu irgendeinem Tier bin ich nämlich ein Mensch, und wenn du mich vorsätzlich abknallst, nennt man das Mord, im Gegensatz zu jeglicher Tiertötung.

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  5. was berechtigt dich denn dazu, tiere zu töten? da bin ich mindestens so berechtigt, menschliche tiere zu töten. lustig, dass dein argument der Rechtsstaat und die Konsequenzen sind. also etwas ist falsch wenn der staat sagt es ist falsch. übrigens heißt das im umkehrschluss nicht, dass alles was der staat nicht bestraft, richtig ist.

    übrigens ist es kein mord wenn ich dich abknalle, sondern schlichtweg totschlag. also auch nicht anders als Tiertötung.

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  6. "was berechtigt dich denn dazu, tiere zu töten?"

    Siehe oben, u.a. meinen Spiegelkommentar.


    "übrigens ist es kein mord wenn ich dich abknalle, sondern schlichtweg totschlag."


    Vorsätzlicher Totschlag aus niederen Beweggründen (wie in deinem Fall ja gegeben) ist immer MORD :

    http://dejure.org/gesetze/StGB/211.html


    "also auch nicht anders als Tiertötung. "


    Das kannst du dann ja mal dem Richter/der Richterin erzählen.


    Im Übrigen zeigt deine unangebrachte und menschenverachtende Reaktion nur mal wieder auf´s Neue, daß Veganer überwiegend einen Hang zur Militanz , zu Gewaltverbrechen und zum Terrorismus haben, den Wert des Lebens eines Tieres ÜBER den Wert eines Menschenlebens stellen, und somit als Gesprächspartner nicht ernst zu nehmen sind.

    Desweiteren wollen sie den herrschenden "Gesellschaftsvertrag" aufgekündigen, und sind in sofern als eine Bedrohung der Allgemeinheit anzusehen.

    Und ich weiß schon warum ich im Umgang mit Veganern nur noch anonym auftrete : Du bist schließlich nicht die/der erste Veganer(in), die mir androht mich umzubringen, wenn ich nicht nach ihrer (veganen) Pfeife tanze.

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  7. hallo,
    kurze anmerkung: im text zum pescetarier ist dir ein kleiner fehler unterlaufen, denn die essen natürlich nicht "keinen fisch", sondern lediglich das 'fleisch' vom fisch, aber keine sonstigen tiere (essen die eigentlich auch sonstige meeresfrüchte? wasservögel? amphibien? reptilien? da diese beschränkung auf fisch in meinen augen arg willkürlich erscheint, würde mich das mal interessieren. und schön auch wieder diese diskussion mit 'anonym', ich frage mich ständig, was es ist, dass omnivoren immer auf vegetariern und veganern rumhacken müssen, gerne begleitet mit dem vorwurf der intoleranz (die ja lustigerweise zentrales merkmal und motiv ihrer eigenen argumentation ist), ist es die angst, dass sie nicht recht haben, dass sie aufgrund der omnipräsenz der darstellung fleischfreier ernährung in den medien zur zeit eine zukünftige einschränkung ihres essverhaltens fürchten? und es werden immer die dümmsten, allerdümmsten vermeintlichen anthropologismen herangezogen, dass der mensch ja auch schon früher fleisch gegessen habe, genau, und der mensch hat früher auch in höhlen gelebt, sich nur einmal die woche gewaschen und ein paar jahrtausende später dann auch mal europa flächendeckend faschisiert. dieser ständige verhaltensabgleich mit gestrigen und damit auf mysteriöse weise automatisch richtigen verhaltensweisen ist doch, mit verlaub, einfach nur dumm. halloooo, das nennt sich entwicklung, und die findet eben nicht nur auf technischer, sondern auch kultureller, und damit gesellschaftlicher ebene statt. also @anonym, hier mal drei punkte, die du auch mit verweis auf irgendwelches anderes blabla nicht widerlegen können wirst: fleischverzehr ist schädlich fürs klima. fleischverzehr ist im durchschnitt ungesünder als fleischverzicht. fleischverzehr beruht notwendigerweise darauf, anderen fühlenden lebewesen schaden zuzufügen. letzteren punkt kannst du geflissentlich weglächeln mit dem verweis darauf, dass du doch die krone der schöpfung seist, aber damit entlarvst du dich als barbar, denn nur weil man etwas KANN, bedeutet das nicht, dass man auch etwas tun SOLLTE. nur weil meine nachbarin fast blind ist und es nicht merkte, wenn ich ihr die einrichtung stöhle, es mir ja sogar einen großen vorteil brächte, sollte ich es nicht tun, da ihr nachteil, wenn sie versucht, auf einem nichtvorhandenen herd ihren brei zu kochen, meinen vorteil überwöge.
    auf wiederlesen.

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  8. @anonym:
    Zitat "...im Übrigen zeigt deine unangebrachte und menschenverachtende Reaktion nur mal wieder auf´s Neue, daß Veganer überwiegend einen Hang zur Militanz , zu Gewaltverbrechen und zum Terrorismus haben..."

    Da fällt mir spontan dieser Satz von Christian Vock, Redakteur ein:
    "Wenn uns ein Veganer oder Vegetarier von seinem Lebensstil erzählt, dann nehmen wir das oft genug als lästig, missionarisch oder arrogant wahr. Wahr ist aber, dass das, was dabei Unbehagen in uns auslöst, nicht die Arroganz der Veganer ist, sondern unser eigenes schlechtes Gewissen. Weil wir eigentlich wissen, dass sie Recht haben."

    Friedliche, vegane Grüße ;-)
    Birgit

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  9. Jetzt komm ich endlich mal dazu dir für den lieben Kommentar zu meinem neuen Blog-Design zu danken. :) Wünsche dir einen tollen Samstag.

    LG

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  10. Da kann wohl jemand eine Analogie nicht von einer Drohung unterscheiden.

    Und klar ist es nicht möglich gar keinen Schaden anzurichten. Aber so lange es mir nicht selbst schadet, kann ich auch den Schaden der durch mich entsteht versuchen so gering wie möglich zu halten. Veganismus ist gut für mich und gut für die Umwelt, was soll dann daran schlecht sein.

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