Mittwoch, 9. März 2011

Hühner zeigen Gefühle


Empathie im Hühnerstall
Forscher beobachten Ansätze von Einfühlungsvermögen bei Geflügel


Ist ihr Küken gestresst, reagiert eine Glucke mit Herzrasen und anderen Anzeichen für eine Stressreaktion. Offenbar merkt die Mutter also sofort, dass mit dem Nachwuchs etwas nicht stimmt, sagen die Wissenschaftler. Damit erfüllen Hühner die Grundvoraussetzung für Empathie: Die emotionale Verfassung des Kükens beeinflusst die Mutter, die daraufhin ähnliche Verhaltensweisen aktiviert. Die Ergebnisse sollen in Zukunft helfen, mit Tieren in der Zucht und bei Laborexperimenten besser umzugehen, schreiben die Veterinärmediziner.


gelesen bei wissenschaft.de


Eine Erkenntnis, die für die konventionelle Hühnerhaltung wohl keine Rolle spielt; die meisten Hennen lernen ihre Küken nie kennen...

Kommentare:

  1. Tiere haben Gefühle? Waaaaahnsinn! Gut, dass wir die modernen Wissenschaften haben, die solch surreale Sachen herausfinden.

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  2. So so...Hühner sollen jetzt also schon "Gefühle" und "Empathie" (was für ein Modewort) haben.

    Wenn diese "Wissenschaftler" auch nur über ein bisschen echtes Beobachtungsvermögen verfügen würden, und wirklich mal Tiere in der freien Natur beobachtet hätten (anstatt immer nur in ihrem Labor abzuhängen) wüssten sie, daß eine Glucke ihren Nachwuchs INSTINKTIV verteidigt und gegen Bedrohung beschützt. Ebenso wie jedes Muttertier einer anderen Art dies tut.

    Dieses Verhalten jetzt aber als "Empathie" zu deuten, ist maßlos übertrieben.

    Aber mal angenommen, diese "Wissenschaftler" hätten recht, so wird sich die angebliche "Empathie" der Hühner doch einzig und allein auf ihre eigene Art beschränken. Und ich glaube deshalb kaum, daß eine Glucke auch "Empathie" mit dem vor ihr kriechenden Regenwurm hat, sondern sie wird ihn schnellstens verspeisen.

    Und was den Hühnern recht ist, kann dem Menschen nur billig sein. Deshalb gibt´s bei mir heute ein extra großes Stück luftgetrocknete Geflügelsalami (aus Biohaltung, ohne Zusatzstoffe, nur mit Meersalz und Pfeffer) von einem extra großen Geflügel, nämlich vom Vogel Strauß :-))

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  3. @Anonym: der Mensch hat auch kein Mitleid mit Regenwürmern, ist insofern auch nicht empathisch. da beschränkt sich das mitgefühl auch größtenteils auf die eigen rasse.

    wenn du den artikel mal ein bischen genauer gelesen hättest, hättest du festgestellt, dass die wissenschaftler bei den hühnern stärkere reaktionen als bloßes beschützen festgestellt haben.


    "Und was den Hühnern recht ist, kann dem Menschen nur billig sein."

    demnach müsstest du jetzt eigentlich Regenwürmer essen. Sehr nahrhaft, proteinreich und zu 100% rohköstlich!

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  4. "wenn du den artikel mal ein bischen genauer gelesen hättest, hättest du festgestellt, dass die wissenschaftler bei den hühnern stärkere reaktionen als bloßes beschützen festgestellt haben."

    Veganes Wunschdenken :-)

    "demnach müsstest du jetzt eigentlich Regenwürmer essen. Sehr nahrhaft, proteinreich und zu 100% rohköstlich! "


    Alles schon probiert, danke trotzdem für den Tip. Das Problem bei Regenwürmern ist allerdings, daß da nicht viel dran ist, und die Suche nach einer ausreichenden Menge doch viel zu viel Zeit in Anspruch nimmt. Ein Huhn hat diese Zeit, ich als moderner Homo Sapiens allerdings nicht. Ich halte mich deshalb also an größere Tiere, das ist einfach naheliegender.

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  5. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Forscher alle Veganer sind, die mit diesen Studien ihrem Wunschdenken nachhängen ist natürlich sehr groß.

    Und zurück zum Thema:
    Ich finde es wirklich erstaunlich, was sich seit der Entdeckung der Spiegelneuronen im Hinblick auf die Erforschung der Empathie tut (im Übrigen aber auch, wenn man sich Phänomene wie Temple Grandin ansieht, die das Fehlen/die Fehlfuktion von Spiegelneuronen eben nicht als Ausschluss für das Vorhandensein von Empathie nahelegen).

    Spannend finde ich aber, wie verbissen sich Wissenschaft und Durchschnittsbürger an das vermeintliche Alleinstellungsmerkmal fühlen/mitfühlen klammern. Während wir mittlerweile zumindest anerkennen, dass Menschenaffen so etwas wie eine Gefühlswelt haben (wenn auch natürlich sehr beschränkt und rückständig), tun wir uns schwer Sozialstrukturen bei anderen Tierarten auch nur in irgendeiner Art und Weise als nicht rein reflexgesteuert anzuerkennen.
    Als handle es sich bei allem belebten um uns rum lediglich um Biomaschinen.
    Das spannende daran ist, dass das ja lange Zeit eine reine Glaubensfrage war. Nun ist man ja nicht erst gestern auf den Trichter gekommen das anzuzweifeln, sowohl bei den antiken Griechen lässt sich ein Zweifel an dieser Maxime erkennen, die sich belegbar durch die Jahrhunderte zieht, allerdings wird es jetzt interessant, weil die Wissenschaftler wohl meinen Methoden gefunden zu haben, die zumindest das Vorhandensein emotionaler Regungen nahelegen. Und auf einmal erscheint Studie um Studie, die die althergebrachte Maxime vom "Fleischroboter" unterhöhlt.
    Man darf also gespannt sein.

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  6. @Tisi: da hast du Recht, Nutztiere werden meist als stumpfe Nahrungsmaschinen angesehen, während Haustiere total vermenschlicht werden. Hunde- und Katzenbesitzer können gar nicht oft genug betonen, wie intelligent, verstehend und charakterstark Miezie und Wuffi sind.

    Jahrelang hieß es ja auch dass Fische keine Schmerzen empfinden können, das Vorurteil wird von Anglern gerne immer noch verbreitet.
    Ich glaub hinter all dem steht das Bedürfnis, sich selbst zu beruhigen, dass das was wir mit den Tieren machen alles nicht so schlimm ist weil die das ja gar nicht richtig mitkriegen.

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  7. Ich frage mich ehrlich gesagt eher, warum Tiere eben keine Empfindungen haben sollten.
    Wir hatten ganz früher zwei Meerschweinchen. Eines war sehr schüchtern und das andere ziemlich frech und neugierig, verwandt waren sie nicht. Am Anfang hatte das schüchterne Meerschweinchen so viel Angst, dass es seine Hütte kaum verlassen hat, das andere Schweinchen hat dem dann auch schonmal den Apfel vor die Tür gerollt oder ähnliches.
    Das ist nur ein Detail, aber solche Dinge lassen sich in der Natur und bei Haustieren öfter beobachten. Man muss ihnen nur den Raum dafür lassen.

    Ich glaube auch, das redet man sich gerne ein, um sein schlechtes Gewissen zu beruhigen bzw, im Keim zu ersticken.

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  8. Ich bin auch der Meinung, dass Tiere soetwas wie Gefühle oder Charakter haben.
    Zwar nicht so ausgeprägt und facettenreich wie die menschlichen, aber dennoch vorhanden.
    Jeder Haustierbesitzer schreibt doch seinem Tier irgendwelche Eigenschaften zu.


    Wir sind einfach eingebildet und schauen gerne auf die Tierwelt herab. Es würde unseren Status gefährden, wenn wir den Tieren "unsere Eigenschaften" zugestehn.
    Wir als Menschen üben eine Macht aus, die durch die Stille der Tiere legitimiert wird.
    Diktaturen laufen ähnlich: Solang das Volk schweigt wird es unterdrückt.
    Dumm nur, dass Tiere nicht sprechen können.

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  9. Hallo Mausflaus,

    ich sende dir hier noch ein bisschen "vegane Munition", in Bezug auf "Fische und Schmerzempfinden" :-) :

    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,749108,00.html

    Mein luftgetrockneter Yellowfin-Thunfisch wird mir aber heute abend trotzdem schmecken, wetten ?

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