Mittwoch, 23. Februar 2011

FAZ: "Bürger gegen Burger"

"Landbewohner gegen Mastställe: Der Bundestag stimmt über "Beschränkung der Massentierhaltung" ab"
lautet die Überschrift des Blog-Beitrags in der F.A.Z. Der Aufhänger für die Diskussion ist
Im Beitrag wird umfassend die aktuelle Stimmung rund um Landwirtschaft, Mastanlagen, Fleischkonsum, Verbraucherverhalten, Lebensmittel und Ethik wiedergegeben. Dabei wird v.a. auf aktuelle Protestbewegungen und Initiativen eingegangen, die vielleicht eine "Agrarwende" einleiten.
Kleiner Auszug:


Am Donnerstag, dem 24. Februar, will nun der Bundestag sich dem Streit auf dem Land widmen. Um zu einer Beschränkung der Massentierhaltung in Außenbereichen von Wohngegenden zu gelangen, hat die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen einen Gesetzentwurf vorgelegt, über den der Bundestag namentlich abstimmen wird. In dem Entwurf fordern die Grünen, durch eine Änderung des Baugesetzbuches dafür zu sorgen, dass "industrielle Massentierhaltung nicht mehr zu den im Außenbereich privilegierten Vorhaben gehört".
Doch die gesellschaftlcihe Diskussion über industrielle Tierhaltung, riesige Bestände und Lebensmittel aus Massentierhaltung ist längst ausgelöst und wohl nicht mehr rückgängig zu machen. „Erst durch die großen Ställe in der Nachbarschaft von Wohnsiedlungen wurde vielen Leuten klar, was Lebensmittelproduktion heute bedeutet", sagt der Agraringenieur Jochen Fritz, der das Projekt „Wir haben es satt" leitete. „Wenn man die Ausmaße der Ställe kennt und die Transporter fahren sieht, kann man sich das, was vorher abstrakt war, viel besser vorstellen." Zuerst seien die Anwohner einfach nur gegen den Stall vor ihrer Haustür. "Dann beschäftigt man sich damit und erkennt, dass das eigene Einkaufsverhalten dahinter steht." Viele Bürgerinitiativen bemängeln mit der modernen Landwirtschaft vor Augen, dass der Verbraucher in die Irre geführt werde: "Auf den Verpackungen steht 'Wiesenhof' oder 'Bauernglück', obwohl die Tiere niemals ein Stück Grünfläche gesehen haben", sagt Reinhild Benning.

Kommentare:

  1. Das zeigt mal wieder, dass viele Menschen durchaus ihr eigenes Handeln überdenken können(!), wenn man ihnen die Wahrheit ungeschönt vor den Latz knallt. Bis dahin funktioniert die Verdrängung aber ganz gut.

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  2. diese Art von Verdraengung ist einfach so aetzend und so viel verbreitet.

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