Montag, 28. Februar 2011

Ökotest testet vegetarische Brotaufstriche und Fertiggerichte

Die Verbraucherzeitschrift Öko-Test hat für die Februar-Ausgabe 25 vegetarische Brotaufstriche untersucht.
Mit einer einzigen Ausnahme erhalten alle vegetarischen Brotaufstriche von ÖKO-TEST das Testurteil „sehr gut“ oder „gut“. Das Frankfurter Verbrauchermagazin kritisiert jedoch bei einigen Aufstrichen die als Hefeextrakt getarnten Geschmacksverstärker.



Und in der Märzausgabe sind dann die vegetarischen Fertiggerichte dran:

Immerhin fünf Produkte konnte sich ein “sehr gut” oder “gut” sichern, allerdings gibt es auch “mangelhafte” und “ungenügende” vegetarische Fertigprodukte. In letzteren Produkten konnten die Tester unter anderem das Schwermetall Cadmium oder Fettschadstoffe finden. Weitere Kritik gibt es für glutamathaltige Zusätze, die laut “Öko-Test” in rund zwei Dritteln der Mahlzeiten stecken. Die Zusätze wirken als Geschmacksverstärker und regen zudem das Hungergefühl an. Das Glutamat wird dabei meistens für viele Verbraucher unsichtbar als Bestandteil von Hefeextrakt oder Würze in das Fertigprodukt eingebracht.
Die Geschmacksverstärker sind äußerst umstritten, da empfindliche Menschen mit Kopfschmerzen, Schläfendruck oder einem steifen Nacken reagieren können. “Öko-Test” beanstandet vor allem Produkte, bei denen die Hersteller mit dem Hinweis “ohne Geschmacksverstärker” werben, in denen sich dann aber Zusätze wie Hefeextrakt oder Würze finden. Jürgen Stellpflug von “Öko-Test” erklärt: “Das dürfen sie zwar, weil es sich bei diesen um Zutaten handelt, die lebensmittelrechtlich nicht als Geschmacksverstärker definiert sind. Doch welcher Verbraucher kennt die Feinheiten?” Auch Aromen finden sich häufig in den vegetarischen Fertigprodukten. Sie finden sich den Testern zufolge in gut der Hälfte der Produkte. So schmecke das Nudelgericht “Cucina Tagliatelle Ruccola- Champignon” kräftig nach Champignons, obwohl der Hersteller nur wenige Pilze in dem Gericht verarbeitet hat.
Es gibt aber auch gute Nachrichten: In den vegetarischen Fertiggerichten steckt zwar viel Salz, aber bei weitem nicht so viel wie in Fertiggerichten mit Fleisch. Auch die Kalorienzahl ist in den vegetarischen Gerichten deutlich niedriger. Einige der getesteten Gerichten konnte sogar mit richtig viel Gemüse glänzen.

  gelesen bei dailygreen




Ich find die Geschmacksverstärkerthematik wird überbewertet, es sind nur einige wenige, die mit dem China-Syndrom reagieren, und dass Hefeextrakt auch n Geschmacksverstärker ist, sollte doch inzwischen echt jeder wissen. Besonders albern finde ich folgende Kritik:

Kritisch finden wir auch Abbildungen, die das Gericht auf der Packung deutlich anspechender präsentieren als es auf dem Teller tatsächlich aussieht. Das kommt relativ oft vor, führte aber erst zur Abwertung, wenn der Unterschied aus unserer Sicht gravierend war. Etwa bei den Feine Küche Penne mit würziger Tomaten-Mozzarella-Sauce von Aldi Nord. Hier würde man ausgehend von Foto und Produktnamen ein leichtes Nudelessen mit Tomatensauce und Mozzarellastückchen erwarten - heraus kam jedoch ein Auflauf mit gebräuntem Käse.

Wann sieht schonmal was so gut aus wie in der Werbung?

Sonntag, 27. Februar 2011

Run auf veganen Supermarkt

 Die Neueröffnung des veganen Supermarkts scheint ziemlich erfolgreich gewesen zu sein; ob sich das Vegilicious auch in Zukunft halten kann, wird sich zeigen. Das Presseecho war jedenfalls gut; siehe "Tiefkühlpizza und Salami" in der Frankfurter Rundschau

Bloggerin Kathi hat sich in die Schlange eingereiht und auf "Kathi bloggt" einen ausführlichen bebilderten Bericht geschrieben.

Auf news.de gibts eine Bilderstrecke mit den Leckereien.

Hier nochmal die Links der beiden Läden:
Cakes'N'Treats

Vegilicious Veggie Shop 

neue Studie zu Katzenernährung

Hauskatzen bevorzugen auch heute noch einen Speiseplan, dessen Nährstoff-Zusammensetzung der von Mäusen oder Vögeln entspricht. Das haben britische, australische und neuseeländische Forscher jetzt durch Experimente gezeigt, bei denen die Tiere zwischen Futterarten mit verschiedenem Gehalt an Fett, Eiweiß und Kohlenhydraten wählen konnten. Die Katzen bedienten sich dabei an den verschieden Futterquellen - offenbar, um die optimale Nährstoffmischung zusammenzustellen, wie die Wissenschaftler beobachteten.

Die Analyse offenbarte keine klare Vorliebe der Tiere für eine bestimmte Futterart - vielmehr fraßen die Katzen mal hier etwas und mal da etwas. Die Mischung des Katzenmenüs war jedoch immer etwa gleich: Die Tiere fraßen 26 Gramm Protein, 9 Gramm Fett und 8 Gramm Kohlenhydrate.

 Quelle: welt.de


Ich frage mich, ob man daraus Schlüsse über die Geeignetheit von veganem Katzenfutter ableiten kann.
These 1: Die Nährstoffkombination kann man auch mit veganen Nahrungsmitteln erreichen. Kommt es allein auf das Mengenverhältnis der Nährstoffe an, ist es egal, ob es sich um pflanzliche oder tierische Bestandteile handelt
These 2: Es kommt nicht nur auf das Verhältnis der Nährstoffe zueinander an, sondern auch um die Nährstoffqualität. Die bevorzugte Nahrung der Katze sind Beutetiere, also tierisches Eiweiß usw. Also braucht die Katze auch tierisches Eiweiß, pflanzliches ist nicht optimal.
These 3: Wenn die Katze automatisch das für sie beste Futter wählt, dann könnte man im Experiment feststellen, ob das vegane Katzenfutter gut für sie ist, indem man das "ideale" tierische Katzenfutter anbietet, und daneben das vegane.

Aber ist es wirklich so, dass die Katze das für sie besten Futter wählt? Der Mensch ernährt sich ja auch am liebsten von Schokolade, Chips und Gummibärchen, und Katzen sind vielleicht auch nicht vernünftiger. Wenn die ein Leckerli hingehalten kriegen, dann gieren sie auch danach und lassen ihr Nassfutter stehen.


Fazit:
Ich hab nach wie vor keine Ahnung. Nach wie vor glaube ich aber, dass man mit herkömmlichen Katzenfutter eher auf der sicheren Seite ist.


Freitag, 25. Februar 2011

was zum schmunzeln


 Ich musst grad so lachen - Wer kennt sie nicht, die "Ich esse nur ganz wenig Fleisch"-Menschen? Genaugenommen haben sie ja auch recht, wie die Karikatur aufzeigt.
Noch mehr Vegan-Karikaturen gibts auf toonpool

Mittwoch, 23. Februar 2011

FAZ: "Bürger gegen Burger"

"Landbewohner gegen Mastställe: Der Bundestag stimmt über "Beschränkung der Massentierhaltung" ab"
lautet die Überschrift des Blog-Beitrags in der F.A.Z. Der Aufhänger für die Diskussion ist
Im Beitrag wird umfassend die aktuelle Stimmung rund um Landwirtschaft, Mastanlagen, Fleischkonsum, Verbraucherverhalten, Lebensmittel und Ethik wiedergegeben. Dabei wird v.a. auf aktuelle Protestbewegungen und Initiativen eingegangen, die vielleicht eine "Agrarwende" einleiten.
Kleiner Auszug:


Am Donnerstag, dem 24. Februar, will nun der Bundestag sich dem Streit auf dem Land widmen. Um zu einer Beschränkung der Massentierhaltung in Außenbereichen von Wohngegenden zu gelangen, hat die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen einen Gesetzentwurf vorgelegt, über den der Bundestag namentlich abstimmen wird. In dem Entwurf fordern die Grünen, durch eine Änderung des Baugesetzbuches dafür zu sorgen, dass "industrielle Massentierhaltung nicht mehr zu den im Außenbereich privilegierten Vorhaben gehört".
Doch die gesellschaftlcihe Diskussion über industrielle Tierhaltung, riesige Bestände und Lebensmittel aus Massentierhaltung ist längst ausgelöst und wohl nicht mehr rückgängig zu machen. „Erst durch die großen Ställe in der Nachbarschaft von Wohnsiedlungen wurde vielen Leuten klar, was Lebensmittelproduktion heute bedeutet", sagt der Agraringenieur Jochen Fritz, der das Projekt „Wir haben es satt" leitete. „Wenn man die Ausmaße der Ställe kennt und die Transporter fahren sieht, kann man sich das, was vorher abstrakt war, viel besser vorstellen." Zuerst seien die Anwohner einfach nur gegen den Stall vor ihrer Haustür. "Dann beschäftigt man sich damit und erkennt, dass das eigene Einkaufsverhalten dahinter steht." Viele Bürgerinitiativen bemängeln mit der modernen Landwirtschaft vor Augen, dass der Verbraucher in die Irre geführt werde: "Auf den Verpackungen steht 'Wiesenhof' oder 'Bauernglück', obwohl die Tiere niemals ein Stück Grünfläche gesehen haben", sagt Reinhild Benning.

Sonntag, 20. Februar 2011

veganer Kaffeeweißer

Unterwegs ist es nicht immer leicht, an Sojamilch zu kommen; Starbucks und McCafé haben welche, aber bei normalen Cafés bzw. Bäckereien muss man sich anderweitig aushelfen. Ein Glück dass ich Kaffee auch gerne schwarz trinke :-) Was man unterwegs aber machen kann:

Zutaten: Glucosesirup, Zucker, Pflanzenfett, Salz, Weizenprotein, Stabilisatoren (E452, E340, E331), Emulgator (E471), Aromen, Kieselsäure, Beta-Carotin

Freitag, 18. Februar 2011

Interview mit veganer Rockband "Transit Poetry"

Von metal1info werden sie als"Electro-Goth-Pop-Rocker" bezeichnet, aber ich finde es ziemlich daneben, einen Begriff aus "goth" und "pop" zu bilden, meiner Meinung nach schließt sich das aus. Anlässlich ihres vierten Albums gibts ein Interview mit Bandleader Sascha auf metal1info, im ersten Teil geht es aber erstmal vorwiegend ums Veganer sein, -werden und -bleiben. Dadurch dass der Interviewer selbst Vegetarier ist und etwas von der Problematik versteht, geht das Interview über "Ja, was isst du denn dann noch?" hinau. Kleiner Auszug:


TRANSIT POETRY haben sich über die Jahre einen besonderen Ruf erworben. Dieser liegt in Eurer Lebenseinstellung begründet. Kannst Du dem bislang uninformierten Leser kurz beschreiben, worin dies besteht?
Ich weiß nicht, ob wir einen 'besonderen Ruf' haben. Das würde ich selbst nicht so sagen, weil es aus meinem Munde einfach vermessen klänge. Ich mache letzten Endes die Musik, die mir am Herzen liegt und versuche darin natürlich Themen aufzuarbeiten, die mich interessieren und mir wichtig sind. Bei Transit Poetry war dies vor allem die Spiritualität und Selbstfindung. Wir hatten seinerzeit ein vier Alben umspannendes Konzept in Angriff genommen, wobei jedes Album einem der vier Elemente Wasser, Feuer, Erde und Luft zugeordnet sein sollte und der Geist als quasi fünftes Element alle Alben durchzieht. Mein Versuch war es, so Materielles und Spirituelles zu vereinen und eine größere Einheit zu erschaffen. Natürlich kamen dabei auch Weltanschauungen und Kritik an der Gesellschaft und der mangelnden Respekt gegenüber der Natur zur Sprache; und ich habe auch offen den Veganismus thematisiert. Nun sind wir mit 'Pedestrians In The Sky' jedenfalls am Ende dieses Zyklus' angekommen und das Gesamtwerk ist gewissermaßen vollendet.


hier kann man sich u.a. kostenlos einige Songs runterladen


Und nun noch etwas Musik: 

Dienstag, 15. Februar 2011

trauriger Rekord

Das Statistische Bundesamt berichtet heute nüchtern über den neuen Schlachtrekord in Deutschland: Im Jahr 2010 wurden 302.000 Tonnen mehr Fleisch erzeugt als im Vorjahr. Die Produktion belief sich auf 8 Millionen Tonnen oder, zur Verdeutlichung, 8 Milliarden Kilogramm.
»Das ständige Wachstum der Schlachtzahlen ist einer zivilisierten Gesellschaft unwürdig«, kommentiert Wolfgang Schindler, Präsident der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt und verweist darauf, dass für den grausamen Rekord der Schlachtkonzerne etwa eine Milliarde Tiere leiden und sterben mussten – vor allem Masthühner.
Der Fleischkonsum in Deutschland ist leicht rückläufig, doch die Agrarindustrie hat sich längst den Auslandsmärkten zugewandt. Die Bundesregierung hilft mit einem Exportförderprogramm bei der Erschließung neuer Märkte. Die Albert Schweitzer Stiftung fordert die Trendumkehr: »Wir haben es mit einer Industrie zu tun, die selbst Minimalanforderungen des Tierschutzgesetzes mit Füßen tritt, um zu Weltmarktpreisen produzieren zu können«, erläutert Rechtsanwalt Schindler.

Pressemitteilung der Albert-Schweitzer-Stiftung


Und das trotz Lebensmittelskandalen, Präsenz des Vegetarismus in den Medien und allgemeiner Gesundheitsempfehlungen, weniger Fleisch zu essen. Eine Erklärung für die Statistik liefert folgender Artikel:

Mehrere Studien zum BSE-Skandal zeigen, dass Lebensmittelskandale die Verbraucher zwar beeinflussen – allerdings nur kurzfristig. "Wenn eine solche Sache massiv verbreitet wird, dann ist der Effekt außerordentlich stark", erklärt Hans Mathias Kepplinger, Professor für Kommunikationsforschung an der Universität Mainz. So sei Ende 1999 die Berichterstattung über BSE sprunghaft angestiegen, im Januar sei dann der Absatz von Rindfleisch um 68 Prozent eingebrochen und auch im Juni wurden immerhin noch 25 bis 30 Prozent weniger Rindfleisch in Deutschland verkauft. Diesen Effekt konnte man auch bei Gammelfleischskandalen oder nach dem Fund von giftigem Kreuzkraut in Rucola 2009 beobachten. "Das schleift sich aber relativ schnell wieder ab", sagt Kepplinger. Der Grund hierfür sei nicht, dass die Verbraucher überzeugt wären, dass die Gefahr vorbei sei. Vielmehr sei das eine Überdrussreaktion nach dem Motto: "Man kann sich ja nicht vor allem fürchten."

"vegan wondercake"-Café eröffnet in Dortmund

Zeitgleich zur Eröffnung des veganen Supermarkts "Vegilicious" wird in der Dortmunder Innenstadt Ende Februar das Cakes ‘n’ Treats – Vegan Café eröffnet. Die Inhaberin ist Kim Wonderland, die Lady von "vegan wondercakes". Ich werde immer neidischer.

Geniesse bei uns Deinen leckeren Caramel-Macchiato zusammen mit veganer Torte und traumhaftem Gebäck oder nasche bunte Cremes von süßen Cupcakes. Probiere unsere warmen Crêpes, heisse Waffeln oder fruchtige Shakes....Und wenn es mal herzhaft sein soll: Köstliche Snacks, frisch belegte Bagels mit Veggie-Aufschnitt und Käsealternativen, knackige Salate mit Veggie-Vleisch oder saftig belegte Burger stillen Deinen Hunger! Auch unsere Kaffee-, Tee- und Getränkespezialitäten lassen keine Wünsche übrig.
Natürlich alles vegan! Du kannst bei uns Frühstücken, Brunchen, Kaffeklatsch machen oder auch mitnehmen.♥ Und das alles in einer Atmosphäre zwischen romantischem Kaffeehaus mit Gründerzeitcharme, Atelier, Backstube und moderner Kunstausstellung.

Montag, 14. Februar 2011

7 Dinge über mich

Kathi hat mir hier den "7-Dinge"-Tag verpasst.

 
 Die Regeln sind:
- Erzähle uns 7 Dinge über Dich die Dir persönlich am Herzen liegen, dir eine Freude machen oder die du immer schon mal der Welt verkünden wolltest.
- Gebe diesen Tag an eine Person weiter über die Du gerne mehr wissen würdest.

(das Bild darf gerne mit übernommen werden^^)



Und nun 7 kurze Dinge über mich:
  1. Lieblingstier: Fledermaus
  2. Lieblingsessen: Eintopf
  3. Lieblingsgetränk: Kaffee 
  4. Lieblingssüßkram: Pudding
  5. Lieblingsgemüse: Erbsen
  6. Lieblingsobst: Papaya
  7. Lieblingsgewürz: Sojasauce
 Tja, und wen tagge ich nun? Vom Skavoluzzer hat man lange nix mehr gehört (ist wohl zu sehr mit seinem neuen Restaurant "Nirvana" beschäftigt)- das muss sich ändern! :-)

Ach ja....


    Sonntag, 13. Februar 2011

    WWF macht auf Schnittblumen-Problematik aufmerksam

    Anlässlich des anstehenden Valentinstags am 14. Februar warnt die Umweltschutzorganisation WWF vor den ökologischen Auswirkungen des unkontrollierten Wachstums von Kenias Schnittblumen-Industrie. Jedes Jahr werden in der Region des Naivashasees über 60.000 Tonnen Schnittblumen, vornehmlich für den europäischen Markt, in bewässerten Systemen angebaut. Seit 1995 hat sich die Produktion damit mehr als verdreifacht. „Ein solch enormer Zuwachs ist aufgrund der dafür beanspruchten Wassermenge nicht ohne Risiken für das empfindliche Ökosystem“, warnt Martin Geiger, Leiter Fachbereich Süßwasser beim WWF Deutschland.

    Kenia gilt als einer der weltweit größten Exporteure für Schnittblumen. Siebzig Prozent der kenianischen Produktion stammen aus der Region Naivasha. Sie stelle damit einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor und wichtigen Devisenbringer dar, so der WWF. Zugleich sei der Wasserspiegel des Naivashasees beträchtlichen Schwankungen unterworfen. Neben natürlichen Einflüssen werden dafür auch die großen Blumenfarmen verantwortlich gemacht. 

    Mindestens die Hälfte aller am Valentinstag verkauften Rosen stammt aus südlichen Ländern, vornehmlich Ostafrika und Lateinamerika. Laut Zahlen des Statistischen Bundesamtes wurden im Jahr 2009 über 940 Millionen Rosen im Wert von 201,9 Millionen Euro nach Deutschland importiert. Dabei stellen Holland (650 Millionen), Kenia (152 Millionen) und Sambia (46 Millionen) die Hauptimportländer dar. Hierbei ist anzumerken, dass Holland zwar eine große Menge an Rosen exportiert, diese aber größten Teils Ware aus anderen Ursprungsländern darstellen, die über die holländischen Blumenauktionen weiterverkauft werden. Rund 55 Prozent der in Holland gehandelten und weiterverkauften Rosen stammen aus Kenia. Dementsprechend könnte die Zahl der aus Kenia stammenden Rosen auf dem deutschen Markt bei bis zu 480 Millionen liegen. 

    Pressemitteilung des WWF


    Statt Schnittblumen also lieber Veganblumen verschenken :-)

    den Veganblumenanhänger findet ihr in vielen Veganshops
    oder so:

    Samstag, 12. Februar 2011

    TV Tipp: "Food, Inc" So, 13.2. auf 3sat

    Food, Inc. - Was essen wir wirklich?
    Sonntag, 13. Februar 2011, 22.10 Uhr
    Dokumentarfilm von Robert Kenner, USA 2008, 88 Minuten


    „Die Lebensmittelindustrie in den USA möchte nicht, dass wir wissen, was wir essen. Denn wenn man es wüsste, würde man es vielleicht gar nicht essen wollen.“ Zu dieser Einschätzung kommt Eric Schlosser, US - Journalist und Autor zu Beginn des Films „Food Inc. – Was essen wir wirklich?

    Die heutigen Nahrungsmittel, so zeigt der Film, stammen mittlerweile weitestgehend aus der Fließbandproduktion. Arbeiter und Tiere werden missbraucht, die Nahrungsmittel immer gefährlicher - und das verheimlicht man uns mutwillig. Wenige multinationale Konzerne bestimmen das Nahrungssystem. Sie kontrollieren es vom Saatgut bis zum Supermarkt. Es sind Monopolisten, die längst kein Fleisch mehr von glücklichen Kühen oder Hühnern verkaufen, obwohl ihre Werbung das immer noch suggeriert.
    Die Lebensmittelindustrie, so deckt der Film auf, setzt zur Mehrung des Profits längst auf hormonbehandeltes Mastvieh, genmanipuliertes Getreide und technologisch entwickelte Lebensmittel. Damit setzt sie die Lebensgrundlage zahlreicher Landwirte und die Gesundheit der Konsumenten aufs Spiel.
    Die Liste der Skandale, die ans Tageslicht kommen, wird immer länger. Aber der Journalist Michael Pollan sieht darin auch Positives: „Mit jeder Enthüllung erfährt Amerika ein bisschen mehr, über die Zubereitung des Essens. Und jedes Mal wendet man sich voller Abscheu ab und sucht nach Alternativen.“
    Und so fordert der Film den Zuschauer auf, Stellung zu beziehen, sich gegen die Bevormundung durch die Lebensmittelindustrie zu wehren und Verantwortung für die eigene Ernährung zu übernehmen.
    Der Film beleuchtet die Situation in den USA. Und die sind uns Europäern wie so oft auch in der Industrialisierung und Technologisierung der Nahrung um einiges voraus. Bleibt aber die Frage, ob uns diese Zukunft, wie schon so oft, auch bald einholt.

    ein Blog-Award geht rum :-)

    Tisi hat ihn bekommen und u.a.an Kathi verliehen, und die hat ihn jetzt an mich weitergegeben. Dankeschön!

    Die Regeln dieses Awards sind folgende:
    1. Danke der Person, die dir den Award verliehen hat und verlinke sie in deinem Post. 
    2. Erzähle uns 7 Dinge über dich.
    3. Gib den Award an 15 kürzlich entdeckte, neue Blogger.
    4. Kontaktiere diese Blogger, und lass sie wissen, dass sie den Award bekommen haben

    1. hab ich erledigt, 2. folgt weiter unten. Aber erstmal zu 3.: Ich finde es doof, Awards so inflationär zu verleihen. Sie sollten etwas besonderes sein, und ich finde dafür sind 15 Preisträger eindeutig zu viel. Außerdem haben sowohl Tisi als auch Kathi schon die meisten Blogs, die ich auch lese, bedacht. Also werde ich den Award nur einem einzigen Blog verleihen. Wie man in meinem Profil sehen kann, verfolge ich eine ganze Menge Blogs, hauptsächlich aus den Bereichen Veganimus, Umwelt, Ernährung, Ethik, Gesundheit. Aber welcher davon ist der Beste? Interessant sind alle, sonst würde ich sie ja nicht lesen.
    Besonders spannend finde ich einen noch sehr jungen Blog; den es zwar schon seit September letzten Jahres ging, zunächst ging es aber eher um Alltagskram.
    Anfang Januar hat die Bloggerin jedoch den Film "easy vegan" gesehen, was für sie der Anstoß war, es mit Veganismus zu versuchen. Seit 3 Wochen berichtet sie nun über ihre ersten veganen Schritte in unserer unveganen Welt. Ich finde es spannend, was sie erlebt, wie ihr Umfeld auf die Neuerung reagiert, was sie alles ausprobiert und wie sie mit Rückschlägen umgeht.
    Kurzum: Ich verleihe Kathi den Award zurück :D


    So, und nun folgen die 7 Dinge über mich:

    1. Ich versuche möglichst ethisch zu konsumieren. Das heißt, ich kaufe nur vegane Lebensmittel (bei anderen Sachen versuche ich es zumindest, klappt aber nicht immer; z.B. bei Medikamenten, Alltagsgegenständen, Kosmetik, Putzmittel...), versuche Verpackungsmüll zu vermeiden, achte bedingt auf Bio und Regionalität und versuche die Produkte "böser" Konzerne wie Nestlé oder Procter&Gamble zu meiden. "Versuchen" deswegen, weil ich eben auch manchmal den Verlockungen der Konsumgesellschaft erliege, zum anderen weil ich auch auf den Preis achten muss.
    2. Ich trinke liebend gerne Kaffee, was leider ethisch gesehen eine Katastrophe ist (Kinderarbeit auf den Plantagen, ein riesiger CO2-Abdruck, hoher Wasserverbrauch...), zumal ich aus Preisgründen auch noch den billigsten nehme. I am vegan but not perfekt :-/
    3. Ich wähle grün!
    4. Ich bin kein Fake-Fetischist. An Sojaprodukten konsumiere ich allenfalls Sojadrink oder gelegentlich mal Tofu aufs Brot. Dafür esse ich liebend gerne alle möglichen Sorten von Gemüse.
    5. Ich habe keinen Backofen!
    6. Mein Leben besteht übrigens nicht nur aus Veganismus, vegan ist etwas was mich interessiert und mir wichtig ist, aber eher so nebenher läuft. Ich gehe auf Konzerte, Festivals, liebe Shopping-Touren, unternehme viel mit meiner Familie, schaue gerne Desperate Housewives, Navy CIS und Filme mit Johnny Depp, lese gerne Zeitung und gelegentlich auch mal Bücher, sobald es wieder wärmer wird gehe ich wieder Inline Skaten,uvm. Ich glaube nur das interessiert hier niemanden so wirklich, deswegen beschränke ich mich bei "vollvegan" auf vollveganes ;-)
    7. Am 26.3.2011 findet man mich auf der Frankfurt-Pelzfrei-Demo

    Fur&Fashion-Demo / Frankfurt Pelzfrei

    Freitag, 11. Februar 2011

    Sprachveganisierung

    Ethische Veganer lehnen jede Tierausbeutung ab, viele stört es auch, dass die Sprache viele tierfeindliche Redewendungen kennt und versuchen die irgendwie zu ersetzen. Gibt ja auch Gleichberechtigungskämpfer, die sich weigern, "jemand" zu sagen, weil da "Mann" drinsteckt und das ja frauendiskriminierend ist. Stattdessen wird dann "jemensch" gesagt, was ich persönlich ziemlich panne finde. Bei den vegan-korrekten Redewendungen bzw. begriffen isses auch net viel besser.
    • Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen - Zwei Fliegen mit einer Hand freilassen
    • Blut lecken - Blutorangensaft lecken
    • wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen schmeißen - Wer im Schlachthaus sitzt sollte nicht mit Schweinen schmeißen
    • jmd Honig ums Maul schmieren - jmd Agavendicksaft ums Maul schmieren  
    • Alles in Butter - Alles in Margarine
    Wie man einen Zugluftdackel korrekt vegan bezeichnet, weiß ich nicht, am ehesten wohl mit "Zugluftwurst". Aber da wird das Tier ja nicht abgewertet, sondern wie auch bei "pelzig", "aalglatt" oder "Schneckentempo" lediglich die Ähnlichkeit mit dem Tier aufgzeigt
    Bei Schmimpfwörtern wie dummer Esel / blöde Kuh / du Schwein kann man ja ganz gut auf den reichhaltigen Schimpfwortschatz der deutschen Sprache zurückgreifen (im Zweifel sind die Leute halt ganz unkreativ nur "Arschlöcher"), wohingegen "so eine Sauerei" sich ganz gut durch "so eine Sojarei!" ersetzen lässt ^^

    Sinn macht meiner Meinung nach aber wenn man sich für veganisierte Tierprodukte neue Begriffe überlegt, die zwar noch die ursprüngliche Bezeichnung enthalten, aber deutlich wird, dass es sich um Veganes handelt. Ich find's doof wenn auf nem Aufstrich "wie Leberwurst" draufsteht, (mal abgesehen davon dass ich Fake-Produkte, die unbedingt genauso wie das Tierprodukt schmecken/aussehen sollen nicht mag), da doch lieber ein kreativer Eigenname. Und außerdem sind einige Begriffe rechtlich geschützt, z.B. Sahne, so darf nur das Milchprodukt bezeichnet werden, deswegen heißt die Sojasahne offizielle "Sojacuisine" und die Sojamilch "Sojadrink".  Entweder man denkt sich also was Neues aus, oder veganisiert den Begriff indem man einfach irgendwo ein "V" eingebaut:

    • After eight - After fake
    • Wurst - Vurst
    • Leberwurst - Lebensvurst
    • Fleisch -Vleisch
    • Fisch - Visch
    • Döner - Vöner
    • Cheese -  Sheese
    • Joghurt - Sojaghurt/Yofu
    • Hot dog - Hot no dog
    • Mayonäse - Tofunäse/Sojanäse
    • Jägersoße - Jäger-aufs-Maul-Soße
    • Chili con Carne - Chili sin Carne / Chili con Tofu
    • Frankfurter Würstchen - Vrankfurter

    Man muss vielleicht ne Weile üben bis der neue Wortschatz sitzt, aber es hat schließlich auch gedauert bis der Mohrenkopf ein Schokokuss wurde und das Raider ein Twix :-)

    nicht sehr vegan...

    Mittwoch, 9. Februar 2011

    Rückrufaktion Spirelli-Nudeln von Alnatura wegen Schimmelpilzgift

    Die Alnatura Spirelli der Charge L.0259 PCM B mit Haltbarkeitsdatum 16.09.2013 zeigen Spuren des Schimmelpilztoxins DON (Deoxynivalenol), das durch natürliche Vorgänge in Getreide vorkommen kann, in dieser Charge aber über dem Grenzwert liegt.
    Alnatura hat die Ware bereits vorsorglich aus dem Verkauf genommen. Das Unternehmen bittet Kunden, die noch eine Packung Spirelli der oben genannten Charge zu Hause haben, diese zurückzubringen. Sie erhalten selbstverständlich Ersatz.
    Andere Chargen des Produktes und andere Alnatura Nudeln sind nicht betroffen. Alnatura bedauert den Vorfall sehr und bittet um Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten.

    Zum Hintergrund: Schimmelpilze können sich auf den Pflanzen auf dem Feld  oder in gelagertem Getreide vermehren. Bestimmte Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen werden als Mykotoxine oder Schimmelpilzgifte bezeichnet.
    Der strenge gesetzliche Höchstwert dient dazu, die Toxine der Pilze im Sinne des vorsorgenden Gesundheitsschutzes möglichst gering zu halten.

    Freitag, 4. Februar 2011

    Oprah's Vegan Challenge

    US-Talkerin Oprah Winfrey, hat Ihre Belegschaft von 378 Leuten herausgefordert eine Woche lang vegan zu leben und hat ihre Sendung vom 1. Februar 2011 diesem Thema gewidmet. Auch die Website bietet umfangreiche Informationen über den Veganismus. Darunter ein  Vegan IQ-Test, ein Starter-Kit, und ein FAQ mit ausführlichen Informationen zu Nährstoffen, Schwangerschaft usw.

    Leider werden eher die gesundheitlichen Aspekte thematisiert, nicht fehlen darf auch die ewige propagierte Lüge vom glücklichen Fleisch, wobei auch ein Besuch in einem Schlachthof dokumentiert wird. Trotzdem schön dass es ein Promi mit so einer hohen Reichweite wie Oprah in einer massentauglichen Weise versucht, den Amis das Thema Veganismus näherzubringen.

    kurzer Clip dazu:

    Donnerstag, 3. Februar 2011

    Mittwoch, 2. Februar 2011

    na endlich: Arzt "erlaubt" vegane Ernährung auch bei Schwangeren

    Der Standpunkt der DGE ist nach wie vor "Die vegane Ernährung...kann zu Mangelerscheinungen an bestimmten Nährstoffen führen. Betroffen sind vor allem Eiweiß, Vitamin B12, Calcium, Eisen und Jod." Sie rät daher Personen mit erhöhtem Nährstoffbedarf, wie Schwangeren, stillenden Frauen, Kindern  davon ab, sich vegan zu ernähren.
    Jetzt hat Franz-Werner Olbertz, der Vorsitzende des Berufsverbands der Frauenärzte in Bayern geäußert, dass er vegane Ernährung in der Schwangerschaft grundsätzlich für vertretbar hält:

    „In den USA gilt die vegane Ernährung in der Schwangerschaft überhaupt nicht als Problem.“ Dort gehe man davon aus, dass Veganerinnen ausreichend Protein durch Soja zu sich nehmen. Den für die neuronale Entwicklung des Fötus tatsächlich riskanten Mangel an Vitamin B12 können Nahrungsergänzungsmittel sichern. „Was Schwangere, und zwar unabhängig von ihrer Ernährung, am dringendsten brauchen ist ein Folsäure-Präparat im ersten Drittel der Schwangerschaft und ausreichend Jod. 200 Mikrogramm Jodid täglich ist bis zum Ende der Stillzeit zu empfehlen“, sagt der Frauenarzt. Ansonsten rät er allen jungen Vegetarierinnen dazu, auf den Eisenspiegel zu achten.

    Quelle: Focus

    Das ist doch mal ne verlässliche Info mit der man auch was anfangen kann und sie - in der passenden Situation - seinem Frauenarzt unter die Nase reiben kann.

    Der Rest von dem 5-seitigen Artikel "vegetarisch leben" ist dagegen wie immer: Fleischlos kein Problem, am gesündesten Ovo-Lacto, Vegan ist extrem und Kindern ist davon sowieso abzuraten. Außerdem wird angeführt, dass andere "Ernährungsexperten" (wie ich dieses Wort liebe, heutzutage trifft man nur noch auf "Experten", weil das nämlich kein geschützter Begriff ist, und dahergelaufenen Halodris ohne vernünftige Ausbildung einen Anschein von Kompetenz verleiht) auch nichts von veganen Schwangeren halten.

    Wäre ja auch viel zu fortschrittlich wenn man seine über lange Jahre aufgebauten Vorurteile so einfach über den Haufen werfen würde....

    leider gibts die Seite kinder-brauchen-fleisch nicht mehr, war ne gute Satire