Samstag, 15. Januar 2011

Lesetipp: Veggie-Special in der HAZ

Vegetarier, Veganer und Frutarier im ZiSH-Porträt
Eier, Schwein und Hühnchen: Der Skandal um Dioxin in Nahrungsmitteln und die Angst der Verbraucher bestimmen die Schlagzeilen. Viele überlegen, 
 jetzt mal auf Fleisch zu verzichten. ZiSH stellt drei vor, die das schon lange aus Überzeugung machen: Eine Vegetarierin, einen Veganer und einen Frutarier.

Sehr informativ und nett geschrieben (stammt von der ZiSH, der jungen Redaktion der HAZ), nicht nur für Hanoveraner.
Den Frutarier von Seite 5 hab ich lustigerweise mal auf ner Demo kennenlernt. Netter Kerl, aber als er erzählt hat, dass es ihm so leid tut wenn er ein Bund Möhren im Supermarkt sieht, weil die schon so früh aus dem Leben gerissen werden, fand ich das doch etwas strange.

Kommentare:

  1. Frutarier kann ich nicht so richtig verstehn.

    Klar, reagieren Pflanzen auf Umweltreize und können mit einander "kommunizieren", aber die haben kein ZNS und fühlen keinen Schmerz, so wie es andere Lebewesen tun.
    Und Gemüse, Beeren, Getreide, etc. sind dazu da, dass wir es essen.

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  2. @Hazel: Frutarier möchten keine Lebewesen töten, und auch Pflanzen leben.

    wenn es nur nach den Schmerzen geht, dann dürfte man auch Tiere essen, die man betäubt hat.

    "Und Gemüse, Beeren, Getreide, etc. sind dazu da, dass wir es essen. "
    es gibt auch Leute, die behaupten, Tiere wären dazu da, dass wir sie essen. Ich mag den Ansatz dieses Gedanken schon überhaupt nicht; als ob irgendetwas existiert, nur um mir zu dienen...

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  3. Was mich immer so nervt bei diesen ganzen Ernährungsartikeln ist die Tatsache, dass es immer und immer wieder heißt, man könne sich nicht in allen Lebenslagen vegan ernähren. Das ist kompletter Superblödsinn, aber eine fiktive Nadel im Heuhaufen zu finden scheint wohl für die meisten Omnivoren dazuzugehören. Wie ließe sich sonst rechtfertigen, dass man die Augen weiterhin vor der Massentierhaltung verschließt und den Fleischkonsum nicht dauerhaft massiv einschränkt bzw. ganz abschafft? Die American Dietary Association hat in einem Bericht geschrieben, dass vegane Ernährung, sofern sie bewusst erfolgt, für SChwangere, Stillende und Kinder keineswegs schädlicher ist als eine "normale" Ernährung mit tierischen Produkten. Bei dem ganzen Mist, den die Masttiere zu fressen bekommen würde ich sogar sagen, dass es gesünder ist, wenn Kinder gar kein Fleisch und keine Eier essen.
    Natürlich bekommt man Mängel, wenn man einfach nur das Fleisch aus dem Speiseplan streicht und jeden Tag nur noch Brokkoli und Tomaten isst. Aber die bewusste Umstellung auf Veganismus/Vegetarismus tut dem Stoffwechsel nichts schlechtes.
    Aber wem erzähle ich das hier, das wisst ihr ja auch gut genug! ;)

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  4. @Greencat: Die sind halt übervorsichtig, ich finde das schon verständlich. Schließlich gibt es noch nicht so viele wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema vegane Ernährung; und gerade was Kinder angeht, bin ich auch eher kritisch. Nicht weil es per se nicht möglich wäre, alle Nährstoffe vegan zu bekommen; sondern weil Kinder oftmals viele Sachen einfach nicht mögen; da ist der Speiseplan schon etwas dezimiert. und wenn man dann noch die Tierprodukte weglässt kann es schon zu Mängeln kommen. Mal abgesehen davon, dass es wichtig ist, dass Kinder das essen sollten was sie möchten und nicht mit Ernährungszwängen belastet werden sollten.

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  5. Ja, bei den Essvorlieben der Kinder stimme ich dir in jedem Fall zu. Ich kenne leider keinen, der seine Kinder vegan ernährt, hab davon nur gelesen und das waren alles Beispiele bei denen es gut zu funktionieren schien. Bevor ein Kind natürlich einen Mangel davonträgt, sollte es das essen, was gesund und für das Kind notwendig ist. Aber wie macht das eine Familie, in der die Eltern komplett vegan leben? Habe selbst keine Kinder, aber generell interessiert mich das sehr.

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  6. ich würde das einfach so machen: zu hause wird vegan gegessen, und wenn das kind außer haus isst kriegt es möglichst eine vegane brotbüchse o.ä. mit. ansonsten darf es essen was es will, egal ob kindergeburtstag, mittagessen in der schule oder urlaub. wenn es dem Kind "aufgezwungen" wird, vegan zu leben; wird es sobald es in die pubertät kommt dagegen rebellieren; insofern bringt das meiner meinung nach gar nichts.
    man kann und sollte natürlich probieren, möglichst zu erklären was dahinter steht; was für ein Tierleid Tierprodukte bedeuten; aber wenn es trotzdem Tierprodukte essen will ist es seine Entscheidung.

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  7. übrigens sollte man solche "mein kind isst vegan und alles klappt super"-lobreden nicht überbewerten; es gibt viele die einen auf "Heile familie" machen und hinter der fassade ist es am bröckeln...

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